St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Hohes Brett
Sepp Wurm

Über Brettgabel aufs Hohe Brett

 von Sepp

Bergtour bei großer Hitze

An einem Wochenende wie diesem, an dem diverse Meteorologen Hitzerekorde vorhersagen, sollte man sich genau überlegen, ob man eine anstrengende Bergtour macht: Die Hitze kann einem ganz schön zusetzen und auch den stärksten Kreislauf auf die Probe stellen. Will man trotz der Temperaturen auf den Berg, sollte man möglichst frühzeitig aufbrechen, um vor Beginn der Mittagshitze am Gipfel zu sein. Ich zum Beispiel brach am Samstag um 6 Uhr mit einem Kumpel am Parkplatz Hinterbrand zu einer Bergtour über Brettgabel zum Hohen Brett auf. Der Anstieg erfolgt erst durch den Wald bis zur Weidefläche der Krautkaseralm. Hier wird es dann richtig steil: Über die Krautkaserleitn führt der Weg fast gerade nach oben bis zu den Felsen.

Krautkaserleiten

Über die Krautkaseralm zur Brettgabel

Während der Aufstieg zur Brettgabel komplett auf der Schattenseite erfolgt, wurde das gegenüberliegende Watzmannmassiv bereits von der Sonne angestrahlt.

Watzmann & Co im Morgenlicht

Watzmann & Co im Morgenlicht

Nach der Krautkaseralm führt der Steig durch Felsen zur Brettgabel, einem Vorgipfel des Hohen Bretts.

 

Sonnenaufgang auf der Brettgabel (1.805 m)

Als wir an der Brettgabel auf 1.805 Metern Höhe ankamen, war es etwa 7:30 Uhr und die Sonne kam gerade hinter dem Hohen Göll hervor.

Gipfelkreuz Brettgabel bei Sonnenaufgang

Gipfelkreuz Brettgabel bei Sonnenaufgang

Wir genossen die ersten Sonnenstrahlen, machten kurz Brotzeit und brachen wieder auf. Ein paar Meter gingen wir den Weg zurück, dann nahmen wir den gut erkennbaren Pfad durch die Latschen. Wir gingen – wieder im Schatten – immer an der Flanke des Hohen Bretts entlang. Nach den ersten Latschenfeldern veränderte sich die Landschaft: Bergwiesen durchbrochen von schroffen Felsen, gerne gekrönt von Steindauben, ersetzten jetzt die Latschenfelder. Der markante Spalt im Brett-Gebirge, den man schon vom Tal aus erkennt, ist aus der Nähe sehr beeindruckend: In einigen Metern Tiefe erkennt man noch die letzten Schneereste.weiterlesen »