Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Holz

Große Ehre für eine kleine Schaukel

 von Sepp
Die Hutschn an der Marxenhöhe

Die Hutschn an der Marxenhöhe

Die Hutschn-Macher aus Bischofswiesen wurden für den renommierten German Brand Award 2018 nominiert.

Ein kleiner Brief sorgte am Wochenende für große Freude in der Hutschnwerkstatt in Bischofswiesen. Da stand zu lesen, dass die Hutschnbauer und Ihre handgefertigten Schaukeln von den unabhängigen Gremien des Rat für Formgebung und des German Brand Institute aus Frankfurt für einen der begehrtesten Markenpreise nominiert wurden. Ein hochkarätiges Experten-Gremium aus Wirtschaft und Wissenschaft hatte entschieden, die Schaukelbauer zu nominieren. Allein die Nominierung dieses Expertenrates bedeutet eine exzellente Auszeichnung.

Hutschn: Die wahrscheinlich schönste Schaukel der Welt

Hutschn: Die wahrscheinlich schönste Schaukel der Welt

Mit seinen weltweit anerkannten Awards zeichnet der Rat für Formgebung regelmäßig die Besten ihrer Disziplin aus. Er entdeckt, prämiert und fördert hochkarätige Gestaltung – sei es Produktdesign, Architektur, Kommunikationsdesign oder Markenführung. Der Rat für Formgebung gehört zu den international führenden Kompetenzzentren für Design. Initiiert vom deutschen Bundesrat, gestiftet von der deutschen Industrie unterstützt er seit über 60 Jahren Unternehmen bei ihrer Marken- und Designentwicklung und stärkt deutsches Design als Wirtschaftsfaktor. Er prägt die Designkultur Deutschlands entscheidend mit und bietet ein einzigartiges Forum für Wissenstransfer von Marken- und Designkompetenz.weiterlesen

Christoph

Ein Buch voll Holz, Herz und Hand

 von Christoph
Franbz Josef Keilhofer Mit Holz, Herz und Hand

Das Drechseln steht im Mittelpunkt des Buches und trotzdem geht es um viel mehr als nur das Handwerk.

Der Drechsler, Nachhilfelehrer und Teilzeit-Model Franz Josef Keilhofer hat ein Buch geschrieben: „Mit Holz, Herz und Hand. Das echte Leben – ein Mann und sein Handwerk“ Im Haus der Berge hat er das Buch über Handwerk, das Leben und den Wald vorgestellt. Am 3. und 4. Dezember findet in seiner Werkstatt Gingerwood eine Weihnachtsausstellung statt.

Franz Keilhofer ist ein richtiger Typ – langer Bart, viele Tattoos, dabei ist er bodenständig und naturverbunden. Holz hat es ihm angetan und vor einigen Jahren hat er mit dem Drechseln angefangen. Das beherrscht er inzwischen meisterhaft und traumhaftschöne Stücke entstehen in seiner Werkstatt in Bischofswiesen mit einmaligen Blick auf den Watzmann. Gingerwood nennt er seine Drechslerei, passend zu seinen roten Haaren und seinem markanten Bart.

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Wurzeln und Schwemmholz

 von Sepp

Kunstausstellung von Alois Wimmer

Vom 31. März bis 1. Mai 2014 stellt der Künstler Alois Wimmer aus Laufen im Nationalparkzentrum Haus der Berge in Berchtesgaden insgesamt 50 seiner kreativen Werke aus Wurzeln und Schwemmholz aus. Schneehühner und Springböcke aus Ahorn, zahlreiche Enten und Wasservögel sowie ein großer Auerhahn, Echsen und ein  Wolfskopf aus Schwemmholz schmücken rund fünf Wochen lang das Haus der Berge.

Schwemmholz

Schwemmholz

Der 57-jährige hat schon als kleiner Junge an der Salzach Schwemmholz und Treibgut auf Kiesbänken gesammelt – diese Leidenschaft hat ihn bis heute nicht losgelassen.

Alois Wimmer

Alois Wimmer

Ausstellung im Haus der Berge

Die Ausstellung „Faszination Wurzeln und Schwemmholz“ ist im Obergeschoss des neuen Nationalparkzentrums, Hanielstraße 7 in Berchtesgaden, kostenfrei zu sehen und täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

 

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

Neue Schindeln braucht das Dach

 von Sepp
Kaser auf der Bindalm mit teilweise erneuertem Schindeldach

Kaser auf der Bindalm mit teilweise erneuertem Schindeldach

Früher waren sie fester Bestandteil der Bauernöfe und Häuser, heute sieht man sie im Tal nur noch sehr vereinzelt: Schindeln auf dem Dach. Auf den Almen hingegen ist das Schindeldach immer noch die häufigste Form der Dacheindeckung.  Wir haben den das milde Wetter genutzt, und begonnen, das Legschindelach unseres Kasers auf der Bindalm umzudecken und kaputte Schindeln auszutauschen.

Das Holz für die Schindeln muss genau ausgesucht werden: es muss gerade und feinwüchsig sein, sowie unbedingt astfrei, worauf es auf 70 Zentimeter abgelängt, gespalten und mit einem breiten Messer, das auf beiden Seiten einen Griff hat, nachbearbeitet wird. Durch das Spalten wird der natürliche Faserverlauf des Holzes nicht zerstört, was die gespaltene Schindel haltbarer macht als ein gesägtes Exemplar. Für die Legschindeln kommen bei uns Schindeln aus Fichte zum Einsatz. Die Schindeln werden überlappend verlegt, das bedeutet, lediglich etwa ein Drittel der einzelnen Schindel ist der Witterung ausgesetzt. Das Legschindeldach muss etwa alle fünf Jahre umgedeckt werden, wobei eine noch nicht der Witterung ausgesetzte Seite der Schindel nach oben kommt.

Umdecken des Schindeldachs

Umdecken des Schindeldachs

So können die Schindeln zumindest theoretisch viermal verwendet werden. In der Praxis sind einige der Schindeln durch die Witterungseinflüsse aber nicht mehr zu gebrauchen und werden durch neue Exemplare ersetzt.weiterlesen

Holzdrechsler Franz Keilhofer

 von Sepp
Franz Keilhofer

Franz Keilhofer

Franz Keilhofer ist eine auffällige Erscheinung: Rote Haare, Vollbart mit spitz gezwirbeltem Schnurrbart, Brust und Beine sind großflächig tätowiert. Dass er Frontmann einer Rockband der härteren Gangart ist, glaubt man sofort.Doch dass ist nur die eine Seite des Franz Keilhofer. Er ist nämlich auch ein begnadeter Kunsthandwerker. In seiner Drechsel-Werkstatt auf dem elterlichen Bauernhof in Bischofswiesen erschafft er kunstvolle Werkstücke aus heimischem Holz. Sein Künstlername ist dementsprechend passend gefällt: Ginger Wood!

Ginger-Wood: Franz Keilhofer

Ginger-Wood: Franz Keilhofer

Der gelernte Formentechniker kaufte sich vor etwas mehr als 5 Jahren seine erste Drechselbank und brachte sich das Drechseln selbst bei.

Franz an der Drechselbank

Franz an der Drechselbank

Mit viel Arbeit und Kreativität wurde aus der Leidenschaft schließlich eine Berufung. Heute arbeitet Franz Keilhofer selbständig, er verkauft seine Produkte in einem kleinen Laden oder über das Internet, gibt Drechselkurse, schreibt und fotografiert für Fachzeitschriften und ist ein gefragter Referent bei Seminaren.weiterlesen

Das Arschpfeifenrössl

 von Sepp
Arschpfeifenrössl

Arschpfeifenrössl

Als Erkennungszeichen des Berchtesgadener Advents dient alle Jahre wieder das Arschpfeifenrössl. In seiner größten, allerdings nicht käuflich erwerbbaren Ausführung bringt es die Holzfigur als Dekoration des Christkindlmarktes auf eine Größe von mehr als 2 Metern, während das klassische Modell lediglich etwa 15 Zentimeter Höhe über Reiter misst.

Arschpfeifenrössl – Eine sprachliche Derbheit?

Auch wenn die Süddeutsche Zeitung uns Berchtesgadenern eine gewisse sprachliche Derbheit bei der Namensgebung  attestiert, ist die Bezeichnung  Arschpfeifenrössl bei genauerer Betrachtung höchst pragmatisch gewählt. Das Arschpfeifenrössl ist nämlich nicht nur echter Berchtesgadener Christbaumschmuck, sondern auch beliebtes Souvenir für Touristen. Diese schätzen den – im Berchtesgadener Dialekt „Oaschpfeifnrössl“ ausgesprochenen – Namen des kleinen Werkstücks sehr, vermittelt er doch wunderbar eine Ursprünglichkeit und Direktheit, die in unser heutigen sprachlich manchmal überkorrekten Welt überaus selten geworden ist. Dazu sind dies auch zwei Eigenschaften, die dem Berchtesgadener an Sich gerne nachgesagt werden!

Arschpfeifenrössl

Arschpfeifenrössl | Berchtesgadener Christbaumschmuck

Gott sei Dank sind die Erfinder des kleinen hölzernen Spielzeugpferdes mit dem musikalischen Hinterteil nicht der Versuchung erlegen, das Arschpfeifenrössl in die Standardvarietät zu zwängen! Oder wollt Ihr Euch ein Popo-Flöten-Pferd an den Christbaum hängen? Oder einen Hintern-Klarinetten-Gaul? Ich jedenfalls nicht, nein Danke!

Euer Sepp

Anmerkung: Dieser Text erschien letztes Jahr bereits in ähnlicher Form.

Ordentlich Holz vor der Hütte

 von Sepp

Bergsteiger tragen Holzscheite zum Staufenhaus

Knapp unterhalb des Gipfels des Hohen Staufens liegt das Reichenhaller Haus. Seine exponierte Lage ermöglicht einen Fernblck über Chiemsee und Salzburg. Allerdings ist die Versorgung der Hütte umso schwieriger, Straße führt hier nämlich keine hoch und auch keine Materialseilbahn. Der Proviant muss also hochgeflogen werden (teuer!) oder hochgetragen werden (mühsam)! Um zumindest immer genügend Holz vor der Hütte zu haben, bitten die Wirtsleute alle Bergsteiger um Mithilfe. Am Holzlagerplatz nach der Steiner Alm steht ein Schild, dass die Bergsteiger bittet ein Scheit Holz mit zu nehmen.

Holz Lagerplatz des Staufenhauses

Holz Lagerplatz des Staufenhauses

Im Wortlaut steht dort geschrieben:

Liabe Leit – seits gscheit
nimmt a jeda oa Scheid
dann machts de Wirtsleit
vom Staufen a große Freid
Berg Heil!weiterlesen
Isabel

Themenwanderung Soleleitungsweg

 von Isabel

Neue Themenwanderung Salz und Holz

Die meisten Berchtesgadener und Gäste der Region kennen und lieben den historischen Soleleitungssteg als Teilstück des Soleleitungsweg, der unmittelbar über den Markt Berchtesgaden führt und wunderbare Ausblicke auf den Ortskern und die umliegenden Berge gewährt. Um der historischen Bedeutung für die Region gerecht zu werden und eine neues Angebot für Einheimische und Gäste zu schaffen, wurde jetzt ein rund einstündiger Themenwanderweg vom Salzbergwerk bis zum Haus der Berge ausgewiesen. Der bereits vorhandene Weg führt vom Salzbergwerk durch das Nonntal hinauf zum Lockstein und dann weiter über den Reichenbach-Steg und wurde mit sieben großformatigen Infotafeln bestückt. Man kann natürlich auch vom Haus der Berge oder jedem anderen Verbindungsweg zu Soleleitungsweg starten.

 

Vom Salzbergwerk zum Haus der Berge

Der vom Salzbergwerk mit Unterstützung von Nationalpark Berchtesgaden, Gemeinde,  bayerischen Staatsforsten, evangelischer Kirche, Tourismusregion Berchtesgaden-Königsee und privaten Helfern gestaltete Themenweg wurde gestern offiziell eröffnet. So freute sich Standortleiter Franz Lenz vom Salzbergwerk Berchtesgaden in seiner Begrüßungsrede darüber, dass so perfekt Hand in Hand gearbeitet wurde: „Alle haben zusammengeholfen – damit Salz und Holz zusammengebracht werden konnten“.

Ideengeber und Initiator Christoph Karbacher führte anschließend vom Alpenhotel Kronprinz bis zum Lockstein vorbei an den sieben Schautafeln, die über den Transport der Sole, aber auch über die Region in Bild und Text informieren. Neben den Infotafeln kann man am Kalvarienberg ein besonderes Soleleitungs-Denkmal bewundern: einen durch den Fels gebrochenen Stollen, der für ein gleichmäßiges Gefälle der Soleleitung sorgte.

 

Die Broschüre zum Themenweg gibt es beim Salzbergwerk, im Haus der Berge und bei der Tourist-Information Berchtesgaden. Bei jedem Wetter ein immer wieder lohnender Weg, findet

 

Eure Isabel BGLT

Salinenwälder in Südostbayern

 von Sepp

250 Jahre Waldnutzung für ein Großgewerbe zwischen 1619 und 1867

Welche Auswirkungen hatte die Salinenwirtschaft längst vergangener Tage auf die Wälder rund um Berchtesgaden und Traunstein? Wie sahen die Wälder vor der Nutzung durch den Menschen aus? Worin besteht der Unterschied zwischen Wald-, Alm- und Maisweide? Auf diese und weitere Fragen gibt Forstwissenschaftler Dr. Martin Zierhut vom Bayerischen Forstministerium am Mittwoch, 11. Januar 2012 um 19:00 Uhr im Nationalpark-Haus Berchtesgaden Antwort. Die dritte Veranstaltung der Winter-Vortragsreihe mit dem Titel „Salinenwälder in Südostbayern“ befasst sich mit der Waldnutzung zwischen 1619 und 1867.

Säge und Sapi

Wellensäge und Sapi

Holz und Salz

Diese beiden Begriffe sind in der Geschichte des Berchtesgadener Landes untrennbar miteinander verbunden. Für den Betrieb der Salinen wurden große Holzmengen benötigt. Über Jahrhunderte hinweg prägte der enorme Holzbedarf der Salinen die Waldnutzung in der Region. Hinzu kam der Bedarf an Bauholz für die Anlagen zum Transport des Holzes aus den Wäldern zur Saline sowie für die Holzfässer, in denen das Salz gelagert wurde. Die enge Verflechtung von Holz und Salz fand ihren Niederschlag auch im Bergrecht. Mit dem Recht, Salz zu sieden, waren immer auch die Holznutzungsrechte in den Wäldern für die Brennholzgewinnung verbunden.

 

Der Vortrag „Salinenwälder in Südostbayern“ ist die dritte Veranstaltung der traditionellen Winter-Vortragsreihe des Nationalparks Berchtesgaden. Beginn der Veranstaltung ist am Mittwoch, 11. Januar um 19:00 Uhr im Nationalpark-Haus, Franziskanerplatz 7 in Berchtesgaden. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

 

Presseinfo Nationalpark Berchtesgaden

Neues Dach für Maria Kunterweg

 von Sepp

Die Wallfahrtskirche Maria Kunterweg in Ramsau ist besonders markant durch ihre zwei aus Holz konstruierten Türme mit den schindelgedeckten Kuppeldächern. Da Holzschindeln, auch wenn sie aus Lärche sind, eine recht begrenzte Haltbarkeit aufweisen, muss das Dach hin und wieder neu gedeckt werden. So auch jetzt:

Maria Kunterweg mit Gerüst

Maria Kunterweg mit Gerüst

Eine einheimische Firma erhielt den Auftrag, das Dach der Rokoko-Kirche neu einzudecken. Durch die vielen Rundungen des Dachs erfordert diese Arbeit sehr viel Fingerspitzengefühl und Geduld:

Die runden Formen erfordern viel Sorgfalt

Die runden Formen erfordern viel Sorgfalt

Dementsprechend aufwändig ist auch das ganze Bauvorhaben und dauert bereits den ganzen Sommer. Das neue Dach soll allerdings wieder die nächsten 50 Jahre halten!

 

Einen herzlichen Dank für die Bilder an die Firma Grassl Bau in Ramsau,

 

Euer Sepp BGLT

 

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