Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Hund
Christian Thiel

Mit dem Hund zum Watzmannhaus

 von Christian
Hund vor Watzmann

Der Werwolf vor dem kleinen Watzmann

Nachdem gestern endlich wieder Wanderwetter angesagt war, machten wir uns auf den Weg zum Watzmannhaus. Mit dabei war ein kleiner Hund (Zwergspaniel, 5 Jahre alt, ca. 4 Kilo), der gestern seine erste richtige Bergtour in Angriff nahm. Am Tag zuvor hatten wir getestet, ob sich der Hund im Notfall auch im Rucksack transportieren lässt, falls es Probleme gäbe (Tipps zum Wandern mit Hund) Nachdem dieser Test geglückt war, Stand der Versuchstour nichts mehr im Weg. Die Temperaturen waren zum Wandern ideal, nicht zu kühl und nicht zu heiß.

Wolken und Watzmann

Blick auf den Watzmann von der Forststraße unterhalb Kühroint

Um 10:15 Uhr starteten wir am Wanderparkplatz Hammerstiel. Am ersten Wegweiser waren fünf Stunden bis zum Watzmannhaus angeschrieben, allerdings über die Stubenalm. Wir hatten uns dazu entschlossen, den etwas weiteren Weg über Kühroint und den Falzsteig zu gehen, da ich diesen Weg noch nie gegangen bin. Da wir uns im Nationalpark befinden bleibt der Hund angeleint, denn hier herrscht Leinenpflicht. Auf breiten Forststraßen geht es bis zur ersten Kreuzung wo die Wege zum Parkplatz Wimbachbrücke und zur Stubenalm zusammentreffen. Von dort aus geht es weiter auf einer gut ausgebauten Forststraße entlang von Almwiesen in Richtung Kühroint. Auf der rechten Seite immer wieder tolle Ausblicke auf den Watzmann.weiterlesen

Mit dem Hund am Wappachkopf

 von Sepp

Bayerisches Fernsehen dreht in Bad Reichenhall

Wandern mit Hund

Andrea Obele hat ein Buch zum Thema „Wandern mit Hund“ geschrieben, Isabel hat es euch in diesem Blog bereits vorgestellt. Vor kurzem hat sich auch das Bayerische Fernsehen des Themas Wandern mit Hund angenommen und oberhalb von Bad Reichenhall gedreht. Schauplatz war der Wappachkopf, in der Nähe des bekannteren Dötzenkopfes, einem Aussichtspunkt an den Ausläufern des Lattengebirges oberhalb der alpinen Gesundheitsstadt Bad Reichenhall. Beim Dreh zeigte sich deutlich, dass viele Hunde Schwierigkeiten mit Gitterrostbrücken- oder Treppen haben. In ihrem Buch beschreibt Andrea Obele diese und weitere Probleme sehr deutlich. Auch auf der Website der Autorin www.mein-wanderhund.de findet Ihr die entsprechenden Informationen. Doch im Mittelpunkt des Beitrages für das Bayerische Fernsehen steht nicht das Buch, sondern das Wandern mit Hund in der wunderschönen Natur des Berchtesgadener Lands.

 

Abendschau am Freitag, den 8. August im Bayerischen Fernsehen

Der Beitrag ist am Freitag, den 8. August in der Abendschau im Bayerischen Fernsehen ab 17:30 Uhr zu sehen. Hier seht Ihr noch ein paar Bilder von den Dreharbeiten.

 

Rother Wanderbuch: Andrea Obele – Wandern mit Hund

Für bergbegeisterte Hundebesitzer ist es das Schönste, zusammen mit ihrem treuen Begleiter die Bergwelt zu erkunden und Gipfel zu besteigen. Dumm nur, wenn auf der Tour plötzlich unerwartete Hindernisse für den Vierbeiner auftauchen, an die der Mensch vorher so gar nicht gedacht hat. Die 36 Tourenvorschläge im Rother Wanderbuch »Wandern mit Hund – Chiemgau, Berchtesgaden, Salzburg« sind auf Hundetauglichkeit geprüft und sorgen für schöne Bergerlebnisse für Mensch und Hund. weiterlesen

Steinbock, Hund und Wanderer

 von Sepp

Zwischenfall zwischen Steinbock, Hund und Wanderer

Am vergangenen Sonntag kam es am Watzmann im Nationalpark Berchtesgaden zu einem Bergunfall. Ein männlicher Steinbock hatte sich einem freilaufenden Hund genähert, um diesen zu vertreiben. Der Hund flüchtete zu seinem Besitzer, der daraufhin von dem Steinbock ebenfalls angegangen wurde. Bei einem Sturz verletzte sich der Wanderer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.

Steinböcke im Nationalpark Berchtesgaden

Steinböcke im Nationalpark Berchtesgaden – ein beliebtes Fotomotiv bei Wanderern und Bergsteigern

Nationalparkleiter appelliert an Vernunft der Gäste

Damit es nicht zu weiteren derartigen Zwischenfällen kommt, gibt Nationalparkleiter Dr. Michael Vogel den Besuchern des Schutzgebietes einige Verhaltensregeln mit auf den Weg. „Wir bedauern sehr, dass der Wanderer aus Salzburg zu Schaden gekommen ist und wünschen ihm auf diesem Wege eine gute und baldige Genesung“, erklärt Nationalparkleiter Dr. Michael Vogel. „Steinböcke sind normalerweise harmlose Hochgebirgsbewohner, die einfach nur ihre Ruhe haben möchten und bei Annäherung durch Menschen das Weite suchen“, erläutert Dr. Vogel die Erkenntnisse unzähliger Begegnungen von Bergsteigern und Steinböcken der vergangenen Jahre. Damit Zwischenfälle wie der vom vergangenen Sonntag künftig nicht mehr vorkommen, appelliert Vogel an die Vernunft und das Verständnis der Gäste und wirbt für einen respektvollen Umgang mit Wildtieren. Dazu zählt auch, einen ausreichenden Abstand zu Tieren in freier Wildbahn zu akzeptieren. „So ist es zum Beispiel in keinem Nationalpark weltweit erlaubt, Hunde frei laufen zu lassen. Dies dient nicht nur dem Schutz der Wildtiere vor den Hunden sondern vor allem andersrum.“ Freilaufende Hunde, die von Wildtieren als potentielle Beutegreifer erkannt werden, können aus Gründen der Verteidigung durchaus angegriffen werden. So war es wohl auch am Watzmann. „Steinböcke werden im Nationalpark Berchtesgaden nicht bejagt, daher sind die Fluchtdistanzen der Tiere gering – was Wanderern tolle Naturerlebnisse und Fotos beschert“, erklärt Vogel. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, sollten Hunde im Schutzgebiet ausnahmslos angeleint werden, damit sie sich den Wildtieren nicht nähern.weiterlesen

Isabel

Das Wandern ist des Hundes Lust

 von Isabel

Ist euer Hund auch so bergbegeistert wie ihr? Bellt, freut sich und weicht nicht mehr von eurer Seite, wenn ihr euren Rucksack packt und eure Bergschuhe anzieht? Andrea Obele stellt in ihrem Buch „Wandern mit Hund Touren im Berchtesgadener Land vor, die ihr gut mit euren Vierbeinern unternehmen könnt.

Unterwegs mit Hund, im Hintergrund der Hochkalter (© Gabi Brüderl)

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Unterwegs auf den Jochalmen

 von Ann-Kathrin

Unterwegs bei den österreichischen Nachbarn

Man sieht sie schön eingebettet in einen Kessel, ob nun vom Carl-von-Stahl Haus oder beim Aufstieg zum Schneibstein. Meist schaut man nur flüchtig hin, kommt aber selten auf die Idee einen Abstecher dorthin zu wargen. Die Rede ist von den Jochalmen, die im Gemeindegebiet von Golling liegen. Umgeben sind diese von hohen Wänden des Göllstockes und den Steilabstürzen des Hagengebirges. So ging es dann für mich mit der Stahlhaus Hüttenhündin Susi zu den Jochalmen. Hinweisschilder befinde sich direkt an der Berghütte. Die Strecke führt als Endstation nach Golling zum Bahnhof. Geeignet ist diese Strecke auch für Mountainbiker, allerdings müssen diese ab der Oberjochalm ihr Bike schieben, da der Forstweg endet und in einen Steig übergeht. Die Forststraße wurde eigens für Erzherzog Franz Ferdinand vom Militär errichtet, da dieser an schwerem Asthma litt. Die Forststraße sollte ihm und seinen Gästen den Zugang zur Jagdhütte und seinem Jagdgebiet erleichtern.

Genug  von der Theorie, nun zur Praxis. Für mich recht ungewohnt beginnt mein heutiger Wandertag mit einem Abstieg. Die Nacht verbrachte ich auf dem Carl-von-Stahl Haus. Das Wetter ist eher durchwachsen. Zu unbeständig für eine Bergtour, aber genau richtig für eine Almentour. Zunächst geht es den Steig nach unten. Schon nach wenigen Gehminuten entdecken ich und meine Begleiterin, die Hüttenhündin Susi Gemsen. Gar nicht so weit entfernt beobachten sie uns neugierig. Bestimmt nicht meinetwegen, sondern wegen des anderen ungewöhnlichen schwarz befellten Tieres. Unter den Blicken der Gemsen erreichen wir ziemlich schnell die Oberjochalm.

Stahlhaus-Susi vor der Oberjochalm

Stahlhaus-Susi vor der Oberjochalm

Jagdhütte bei der Oberjochalm

Jagdütte bei der Oberjochalm

Die Alm ist zu dem Zeitpunkt noch unbewirtschaftet. Warum? Das wird sich mir im Laufe des Tages noch erschließen. Der Tag ist noch jung und der Abstieg zur Oberjochalm ging auch recht schnell, also geht es noch eine weitere Station tiefer zur Unterjochalm. Ab der Oberjochalm zur Unterjochalm können Mountainbiker wieder ganz normal fahren. Als Wanderer kann man sich ab hier entscheiden, ob man den alten Almsteig oder die Forststraße nutzt. Ich mache beides, sowohl die Nutzung des Steiges als auch der Forststraße, da der Steig immer wieder die Forststraße kreuzt. Nach weiteren 45 Minuten ist die Unterjochalm erreicht und diese ist auch bewirtschaftet. Die Sennerin begrüßt mich freundlich und erkennt auch meine Begleiterin sofort wieder. Dadurch kommt man schnell ins Gespräch und ich erfahre, dass in zirka zwei Wochen umgezogen wird zur Oberjochalm mit der Begründung der Sennerin: „Weils Vieh ois zsomm gfressn hot!“.

 

Niederleger, Mitterleger und Hochalm

Man unterscheidet bei Almen bei eine Dreistufenwirtschaft. Den Niederleger, den Mitteleger und die Hochalm. Die Namen sagen es schon, erst zum Hochsommer wird das Vieh zu den sogenannten Hochalmen getrieben und da können sie dann alles „zsomm gfressn“. Natürlich kehre ich auch auf der Unterjochalm ein. Ich genehmige mir eine große Milch. Unglaublich: ein halber Liter Milch kostete mich nur 1,10 €! Und lecker war sie! Viel besser, als Milch aus der Tüte aus dem Supermarkt. Alleine deswegen lohnt sich eine Wanderung zu einer Alm.weiterlesen