Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Jenner

Alpine Laternenwanderung am Jenner

 von Sepp
Abendstimmung am Jenner © Guido Kosch

Abendstimmung am Jenner © Guido Kosch

Von seiner romantischen Seite könnt Ihr den Jenner, den Erlebnisberg am Königssee, am 27. und 30. Dezember 2016 und am 3. Januar 2017 erleben: Bei einer alpinen Laternenwanderung von der Dämmerung in die Dunkelheit!

Treffpunkt zur Laternenwanderung ist um 16 Uhr an der Talstation der Jennerbahn. In der Abenddämmerung erfolgt dann die gemeinsame Auffahrt mit der Seilbahn bis zur Mittelstation. Hier ist der Startpunkt der eigentlichen Wanderung. Mit Laternen führt die Wanderung in Richtung des Speicherteichs unterhalb der Mittelstation, wo die Wanderer von Weisenbläsern empfangen werden.

Der Speicherteich am Jenner © Guido Kosch

Der Speicherteich am Jenner © Guido Kosch

Bei Tiefblicken in den Berchtesgadener Talkessel und einer Tasse Glühwein oder Punsch könnt Ihr dann die Mitwanderer noch besser kennenlernen, bevor es wieder zur Mittelstation der Jennerbahn geht. Ihr müsst nun natürlich nicht zu Fuß ins Tal wandern, sondern könnt ganz gemütlich mit der Seilbahn zurück zum Ausgangspunkt der Laternenwanderung schweben.

Die Preise für die Alpine Laternenwandeurng inklusive Berg- und Talfahrt (Tal-Mittelstation-Tal) beträgt für Erwachsene 26 €, für Kinder von 6 bis 14 Jahre 15,50 €, Kinder bis 5 Jahre frei. Laternen werden gestellt. Anmelden könnt Ihr Euch bei der Tourist-Information Schönau am Königssee unter den Nummer +49-8652-1760 und bei der und Tourist-Information am Parkplatz Königssee, Seestraße 3,unter der Nummer +49-8652-655980.

Denkt bitte an feste Schuhe mit rutschfester Sohle und warme Kleidung! Viel Spaß, Euer Sepp

Natur- und Tiererlebnis im Hagengebirge

 von Ann-Kathrin
Blick ins steinerne Meer

Blick ins steinerne Meer

Wie schon in meinem vorherigen Artikel „Welcome to the moon – unsere Reise zum Mond“ erwähnt bin ich mit einer Angina auf 2-Tagestour gegangen. Nun muss ich das aktuell bereuen. Ich habe sie verschleppt und irgendwie werde ich nicht richtig gesund. Es ist Wochenende und ich habe frei. Einen Tag davon bin ich ans Bett gefesselt, eben wegen der verschleppten Angina. Den nächsten Morgen fühle ich mich besser. Ich plane gen Hagengebirge zu wandern. Wohin und wie weit, da gebe ich mir keine Richtung vor. Einfach mal leiten lassen, wohin es gehen soll und vor allem wie weit ich gehen kann mit der fiesen Erkältung.

Zuerst geht es erst einmal zu Fuß zum Königssee Parkplatz von der Talstation der Jennerbahn folge ich den Beschilderungen in Richtung Königsbachalm. Schnell bin ich über der morgendlichen Nebelsuppe. Gerade im Herbst könnte man Schönau am Königssee auch in Nebelau am Königssee umbenennen. Stetig bergauf geht es zum Hochbahnweg durch die steile Häusersiedlung im Dorf Königssee. Am Ende der Straße beginnt der Hochbahnweg. Hier mache ich nun meine Stöcke auf und erleichtere mich meiner Jacke. Es ist richtig warm geworden. Nun geht es auf diesem breiten Weg bis zur Königsbachalm. Zwischendurch bieten sich wunderbare Tiefblicke zum Königssee und hinüber zum mächtigen Watzmann. Früher war der Hochbahnweg furchtbar anstrengend. Mittlerweile fällt mir dieser sehr viel leichter und man hat diese Wegstrecke auch schnell überwunden. Bei der Königsbachalm geht es nochmal etwas steiler bergan in Richtung Priesbergalm. Dieser sogenannte Königsberger Graben ist ein kleiner Wadenzwicker. Bei der Priesbergalm angekommen öffnet sich nicht nur eine schöne Aussicht zur Watzmann-Ostwand und das steinerne Meer, sondern nun endet der breite Forststraßenweg und wird zu einem wunderschönen Pfad, der sich dann in Richtung Stiergraben zu einem Steiglein entwickelt. Dem Eingang zum Hagengebirge.

Deutlich merke ich, dass meine Atmung nicht so gut funktioniert wie sie es sollte. Es fühlt sich an, wie als hätte ich einen Tennisball im Hals. Oft ist es schwierig Luft zu holen. Aber die Beine wollen immer mehr. Es ist als würden sie ein Eigenleben führen, einfach funktionieren wie eine Maschine, die mich überall hinbringt. So lande ich nach ein paar vereisten Stellen am Seeleinsee auf 1809 Metern Höhe im Hagengebirge. Dieser hat schon eine dünne Eissicht, wodurch sich seine Farbe in ein leichtes gräuliches hellblau veränderte. Auch zwei schöne Kontraste sind zu erkennen. In Richtung Windschartenkopf/Schneibstein und Fagstein ist es schneefrei und zum Hochgeschirr hinauf liegt schon ein wenig Schnee.

Blick vom Hochgeschirr zum Seeleinsee

Blick vom Hochgeschirr zum Seeleinsee

Meine Beine haben nicht genug vom Aufstieg zum Seeleinsee und so habe ich vollkommen die Kontrolle über die unteren Gliedmasen verloren. Sie tragen mich zum eingeschneiten Aufstieg zum Hochgeschirr. Das erste Mal nach diesem grandiosen Rekordsommer wieder Schnee und Eis unter den Füßen. Das ist echt ungewohnt! Und das Suchspiel beginnt! Einige Markierungen sind vom Schnee bedeckt wodurch ich mich anhand meiner Erinnerung orientiere wo ich zu laufen habe um auch nicht in ein Löchlein einzukrachen.weiterlesen

Schüler erkundeten den Nationalpark

 von Sepp
Skibergsteigen auf Skipisten? Skitouren und Schutz von Wildtieren? Erweiterungen von Skigebieten in Schutzgebietsnähe? All diese Themen betreffen auch den Nationalpark Berchtesgaden. Nationalpark-Mitarbeiter Lorenz Köppl (Mitte) diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe verschiedene Nutzungskonflikte im Nationalpark.

Skibergsteigen auf Skipisten? Skitouren und Schutz von Wildtieren? Erweiterungen von Skigebieten in Schutzgebietsnähe? All diese Themen betreffen auch den Nationalpark Berchtesgaden. Nationalpark-Mitarbeiter Lorenz Köppl (Mitte) diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe verschiedene Nutzungskonflikte im Nationalpark.

Zeitreisen im Wimbachtal, Besuche beim „König der Lüfte“, eine „Nationalpark-Talkshow“ oder Wetterphänomene im Hochgebirge: 470 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Berchtesgaden besuchten kürzlich beim ersten Nationalpark-Projekttag den einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands. Bei 18 verschiedenen Programmen stellten Nationalpark-Mitarbeiter in individuell aufbereiteten Programmen für Unter-, Mittel- und Oberstufe den Nationalpark Berchtesgaden mit seinen vielseitigen Aufgaben und Funktionen sowie seiner Tier– und Pflanzenwelt vor.

„Das große Interesse und die fleißige Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler auch bei so komplexen Themen wie Nutzungskonflikte im Nationalpark haben mich wirklich angenehm überrascht“, freut sich Nationalpark-Mitarbeiter Lorenz Köppl, der mit 16 Teilnehmern aus der Oberstufe am Jenner unterwegs war. Auch die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe waren bei Exkursionen zur Königsbachalm, sowie im Klausbach- und Wimbachtal begeistert bei der Sache und beteiligten sich aktiv an den angebotenen Programmen. Für die Unterstufe standen Mitmach-Aktionen im Nationalparkzentrum Haus der Berge auf dem Programm, andere Teilnehmer waren auf den Spuren von Steinadlern, Spechten und Wassertieren im Klausbach– und Wimbachtal unterwegs. Die Schüler durften dabei selbst wählen, an welchem Programm ihrer Jahrgangsstufe sie teilnehmen wollten.weiterlesen

TV-Tipp: „Wunderschön!“ im WDR

 von Sepp
WDR-Moderator Stefan Pinnow mit Autorin Lisa Graf-Riemann

WDR-Moderator Stefan Pinnow mit Autorin Lisa Graf-Riemann

Am Sonntag, den 27. September 2015 sendet der WDR um 20:15 eine Wiederholung der Sendung „Wunderschön! Im Berchtesgadener Land“! Achtung: Möglichweise beginnt „Wunderschön!“ aufgrund einer Sondersendung erst um 20:30 Uhr und wird dann um 15 Minuten gekürzt.“

Dass das Berchtesgadener Land landschaftlich und kulturell sehr viel zu bieten hat, zeigt sich nicht nur an den zahlreichen Urlaubern, die jedes Jahr unsere Region besuchen. Auch Fernsehteams finden immer wieder den Weg in die malerischen Berchtesgadener Alpen, sei es um die Landschaft als Filmkulisse zu nutzen oder sogar um gezielt über die facettenreiche  Kultur oder Natur zu berichten. Letzteres war auch das Anliegen der Crew des WDR, die das Berchtesgadener Land im September und Oktober 2014 besuchte. Das Team des Sonntagabend-Erlebnismagazin „Wunderschön!“ erstellte in diesen Tagen viele Stunden Filmmaterial an den schönsten und spannendsten Orten, die es hier zu finden gibt um die Zuseher an der Schönheit des BGL teilhaben zu lassen.

Neue Blickwinkel durch Unterstützung der Zuschauer

Um besonders Alltagsgeschichten, Ausflugsziele und Übernachtungs- und Restauranttipps, am jeweiligen Drehort zu finden, fordert das Format seine Zuschauer immer wieder dazu auf, ihnen Ausflugs – und Besichtigungsvorschläge für  die jeweiligen Regionen zuzusenden. Die Autorin Beate Höfener verriet uns bei einem Drehbesuch, dass die Redaktion des Erlebnismagazins, das seit zehn Jahren existiert, noch nie so viele Zusendungen von Zuschauern erhalten habe, wie für das BGL. Diese Unterstützung ermöglichte dem Team, den Menschen vor dem Fernseher,  nicht nur die bestens bekannten Schauplätze wie Königssee und Predigtstuhl zu präsentieren. Sie besuchten auch Orte, die vielleicht nicht einmal jedem Einheimischen bekannt sind. Auf seiner Reise sammelt Moderator Stefan Pinnow dann viele kleine Souvenirs in dem markanten roten „Wunderschön!“- Rucksack, der am Ende der Sendung verlost wird. Die Krimi-Autorin Lisa Graf-Riemann hat Stefan Pinnow als Guide viel Sehenswertes gezeigt und ihn immer wieder vor neue Aufgaben gestellt.

Stefan Pinnow auf dem Weg zum Jennergipfel

Stefan Pinnow auf dem Weg zum Jennergipfel

Nicht nur Sehenswürdigkeiten sondern auch interessante Menschen stehen auf dem Programm

Der erste Besuchszeitraum vom 1.9. bis zum 10.9.14 führte das „Wunderschön!“-Team nicht nur zu den Touristen Hot-Spots. Neben Kehlsteinhaus, Salzbergwerk, Alte Saline und Predigtstuhl ging es zum Beispiel auch zur Sennerin Silvia auf die Mordau-Alm und zum Alphornbauer nach Bischofswiesen.weiterlesen

TV-Tipp: Ines Papert testet den Jenner Klettersteig

 von Sepp
Der Kleine Jenner

Der Kleine Jenner

Bei schönstem Sommerwetter begaben sich Abendschau-Moderator Martin Breitkopf mit einem Team des Bayerischen Fernsehens, Kletter-Expertin Ines Papert mit Sohn Manuel, sowie Richard Lenz, 2. Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee mit Tochter Maria auf den Weg zum Jenner, um den Schützensteig, neuen Klettersteig auf den Kleinen Jenner, auf seine Familientauglichkeit zu testen und dem Publikum der Abendschau zu präsentieren.

Mit der Jennerbahn ging es bequem zur Bergstation, dann den kurzen Weg zum Einstieg hinunter zum Kleinen Jenner, bevor es in den Klettersteig ging.

Richard Lenz mit Tochter, Martin Breitkopf und Ines Papert mit Sohn  auf dem Weg zum Einstieg

Richard Lenz mit Tochter, Martin Breitkopf und Ines Papert mit Sohn auf dem Weg zum Einstieg

Stefan Lochner, Vorsitzende des Klettersteig-Vereins sorgte dafür, dass alle mit Helm, Klettergurt und Klettersteigset ausgerüstet in den Klettersteig einsteigen konnten.Gleich mit zwei Kameras begleitete das Abendschauteam unter Leitung von Ulrich Frantz die Kletterer.weiterlesen

Am Abend auf den Jenner

 von Sepp
Mit der Jennerbahn in den Sonnenuntergang

Mit der Jennerbahn in den Sonnenuntergang

Am kommenden Samstag, den 1. August, fährt die Jennerbahn bis in den Abend hinein. Die letzte Bergfahrt ab Talstation ist um 20 Uhr möglich, die letzte Talfahrt um 21 Uhr ab der Bergstation. Das Last-Minute Ticket für  17,80 € erhaltet Ihr an diesem Tag nicht wie gewohnt ab 14.45 Uhr, sondern ab 18 Uhr. Nutzt dieses Angebot und erlebt einen stimmungsvollen Abend hoch über dem Königssee. Zur Info: Der Sonnenuntergang am Samstag wird gegen 20:50 Uhr stattfinden!weiterlesen

Seeleinsee im Regen

 von Sepp
Der Seeleinsee

Der Seeleinsee

Der Seeleinsee ist ein kleiner Gebirgsee im Hagengebirge, die Kleine und Große Reibn führen am etwa 100 Meter langen See vorbei. Hüttenwanderer rund um den Königssee passieren den Seeleinsee auf dem Weg vom Schneibstein zur Röth. Der See ist allerdings auch ein beliebtes Ziel für Tageswanderung. Ich war heute oben und bin leider etwas nass geworden.

Ausgangspunkt meiner Wanderung ist der Wanderparkplatz Hinterbrand. Vorbei an der Mittelstation der Jennerbahn wandere ich auf dem Königsweg über die Wasserfallalm in Richtung Königsbachalm. Am Königsbach mündet der von der Königsbachalm heraufführende Fahrweg in den Weg . Nach einem kurzen Steilstück zweigt nach rechts der Weg zur Priesbergalm ab. Die erste Hütte auf der Priesbergalm ist die Brennhütte der Enzianbrennerei Grassl. Ab Juli wird Bergbrenner Hubsi Ilsanker hier wieder Wanderer mit Schnaps und Anekdoten versorgen. Über das Priesbergmoos wandere ich weiter zu den Almhüttten. Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt laut Regenradar 50 Prozent, doch noch bin ich frohen Mutes: Der Himmel ist blau und die Temperatur angenehm warm. Zwar liegt schon eine Wolkendecke über dem Watzmann, doch über dem Fagstein, hinter dem sich der Seeleinsee versteckt, sieht es noch gut aus.

Die Priesbergalm, dahinter der Watzmann

Die Priesbergalm, dahinter der Watzmann

Vorbei an den Kasern führt in südlicher Richtung ein schmaler Weg über die Almwiese in einen Graben. Hier gabelt sich der Weg: der untere Weg führt über den unteren Hirschenlauf zur Gotzenalm, der obere durch den Stiergraben in Richtung Kahlersberg. Ich folge dem oberen Weg in das von steilen Wänden begrenzte Hochtal des Stiergrabens. Zwischen Stierwand und Tauerwand führt der Weg hier durch eine ursprüngliche Landschaft bergauf. weiterlesen

Neuer Klettersteig am Jenner

 von Sepp
Schützensteig - Klettersteig auf den Kleinen Jenner

Schützensteig – Klettersteig auf den Kleinen Jenner

Am vergangenen Freitag war es soweit: Der Schützenszteig, ein neuer besonders für Einsteiger und Familien mit Kindern geeigneter Klettersteig, wurde am Jenner offiziell eröffnet. Bis zum Wochenende davor haben die freiwilligen Erbauer des Klettersteiges mit teilweise ungünstigen Witterungs-Bedingungen zu kämpfen. Am Eröffnungstag hingegen herrscht strahlender Sonnenschein und Temperaturen von über 30°.

Nach der Auffahrt mit der Jennerbahn bis zur Bergstation wandern wir bergab zum Kleinen Jenner.

Auf dem Weg zum Kleinen Jenner

Auf dem Weg zum Kleinen Jenner

Nicht nur die Klettersteiggeher sind heute am Kleinen Jenner, sondern auch viele Gleitschirmflieger, die wenige Meter oberhalb des kleinen Jenner starten. Die Thermik scheint perfekt zu sein, wir können beobachten wie die Paraglider regelrecht in den Himmel steigen.weiterlesen

Hüttentour Königssee und Watzmann

 von Sepp
Familientour am Jenner © Elisabeth Göllner-Kampe

Familientour am Jenner © Elisabeth Göllner-Kampel

Diese Hüttentour hat für Kinder einen entscheidenden Vorteil: Mit der Jennerbahn geht’s schon einmal ca. 1000 Höhenmeter hinauf. Die erste Etappe ist demnach gemütlich und kurz. Gehwillige können den Aufstieg auch auf eine oder zwei Etappen gehen und eine zusätzliche Übernachtung auf dem Hugo Beck Haus einplanen. Landschaftlich ist das Gebiet um den fjordartigen Königssee kaum zu toppen.

Ausblick auf den Königssee © Eder Birgit

Ausblick auf den Königssee © Eder Birgit

Immer wieder gibt es schöne Ausblicke auf den berühmten Watzmann und dem Königssee und als Highlight gibt es am Ende der Tour eine Schifffahrt auf dem Königssee zurück zum Ausgangspunkt. Wenn man sich leise verhält, können rund um den Schneibstein und am Hochgschirr Steinböcke gesichtet werden. Bei einer Freundin von uns kamen die sonst scheuen Jungtiere sogar bis auf einige Meter heran. Es spricht also nichts dagegen, mehrere Tage auf der einen oder anderen Hütte zu bleiben.

Tourverlauf:

  1. Etappe: Vom Parkplatz folgt man zuerst immer dem Weg zur Königsbachalm, einer netten kleinen Alm, wo man zukehren kann. Von dort ist es nicht mehr weit bis zur ersten Übernachtungsmöglichkeit, dem Hugo Beck Haus. Im Prinzip führt die erste Etappe zur Mittelstation der Jennerbahn. Mit Kindern empfehlen wir diese Etappe nicht – aber Erwachsene möchten vielleicht selbst aufsteigen.
  2. Etappe: Diese Etappe ist von allen Etappen landschaftlich am wenigsten schön, da viel Aufstieg nahe der Skipiste ist und wer möchte, kann sie mit der Bahn ab der Mittelstation verkürzen. Der Weg ist oftmals sehr steil, führt an der Mitterkaser-Alm (1534 m) vorbei bis zur Bergstation der Jennerbahn. Hinweis: Hier beginnt die verkürzte Tour, wenn man mit der Jennerbahn raufgefahren ist. Bei einem Abstecher auf den Jennergipfel wird man durch eine schöne Aussicht auf den Watzmann und auf den Königssee belohnt, sehr zum Empfehlen.
    Jenner Gipfel © Eder Birgit

    Jenner Gipfel © Eder Birgit

    Vom Jenner führt ein schöner Weg, im Auf und Ab direkt zum Stahlhaus oder Schneibsteinhaus.

    Das Carl von Stahl-Haus © Eder Birgit

    Das Carl von Stahl-Haus © Eder Birgit

  3. Etappe: Das ist eine anstrengende aber schöne Etappe, deshalb empfehlen wir früh zu starten, um Zeit für ausreichende Pausen zu haben. Der Schneibstein erhebt sich praktisch vor der Terrasse vom Stahlhaus/Schneibsteinhaus. Ab hier wird die Tour auch schwieriger – also ist nur für Berggeher die schon über eine gute Erfahrung und über eine gute Kondition verfügen. Der Weg auf den Schneibstein ist schmal und auch ausgesetzt. Immer wieder muss man Hand an den Felsen anlegen. Nach ca. 1 1/2 h ist der Gipfel erreicht. Vom Gipfel folgt man dem Weg weiter Richtung Südwesten, immer leicht abwärts, bis man zur Windscharte gelangt. Von dort Abstieg zum Seeleinsee und  Aufstieg zum Sattel Hochgschirr. Mit etwas Glück kann man hier auch die ansässige Steinbockkolonie beobachten. Danach abwärts ins Landtal und weiter unten nach rechts – Richtung Gotzenalm. Dieser Weg wurde schon vor langer Zeit in den Felsen geschlagen und führt immer ziemlich ausgesetzt dicht am Felsen entlang. Bitte hier Kinder an der Hand führen. Oben angekommen wird der Weg wieder einfacher, führt durch Wälder und über relativ ebenes Almgelände, bis zur Gotzenalm.

    Gotzenalm © Eder Birgit

    Gotzenalm © Eder Birgit

  4. Etappe: Von der Gotzenalm führt ein sehr breiter Weg in Richtung Königsbachalm. Kurz vor der Gotzenalm Diensthütte zweigt der Weg nach links ab, der uns steil, aber wunderschön zum Königssee führt. Unten an der Anlegestelle muss man das Schild so drehen, dass die Schiffe wissen, dass man mitfahren möchte. Hier unbedingt noch Zeit einplanen um ins Wasser zu springen und die schönen Bilder der Tour noch nachwirken zu lassen.

Fazit: Herrliche Tour die durch alpines Gelände führt, nichts für Anfänger aber für alle, die einmal auch ein schwierigeres Gelände betreten wollen.weiterlesen

Frühlingssonne auf der Priesbergalm

 von Ann-Kathrin
Almkaser auf der Priesbergalm

Almkaser auf der Priesbergalm

Sonne. Sonne, die wärmt. Sonne, die stark ist. Sonne, die so viel Kraft hat, dass ich nur ein T-Shirt tragen muss. Sonne – die meiner Nase einen Sonnenbrand beschert.

Ursprünglich komme ich aus einer Region, da dauert der Winter höchstens vier Wochen, dann ist diese Liason auch schon vorbei. Nun verbringe ich schon meinen zweiten Winter im Berchtesgadener Land. Am Anfang war dieser weiße kalte Freund noch recht befremdlich. Doch so langsam gewöhne ich mich daran. Und nun wo offiziell Frühling ist, freue ich mich besonders darüber wieviel Kraft die Sonne nun hat. Wie sollte es auch anders sein, liegt auch im Frühling noch auf hohen Lagen der Schnee (was die Skitourengeher freut – Sonne und Schnee). Dementsprechend musste ich auch meine Schneeschuhe noch nicht einmotten.

Morgens dick eingecremt mit Kindersonnencreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor mache ich mich auf dem Weg zur Jennerbahn-Talstation. Von dort aus folge ich der Beschilderung Jenner / Königsbachalm. Erst über eine stetig steigende Straße durch eine Wohnsiedlung kommt man auf den sogenannten Hochbahnweg. Der Hochbahnweg – ich könnte ein Lied über ihn singen oder schon fast ein Buch damit befüllen. Seit November 2013 bestimmt aber Male begangen und mittlerweile nur noch notwendiges Mittel zum Zweck, obwohl viele positive Erinnerungen in diesem Aufstiegsweg stecken. Zum Beispiel als mir meine Mutter den Sinn hinter all den kleinen Steinen, die im roten Kasterl hingelegt werden, erklärte. Oder wie ich mit voller Freude ganz Früh im Herbst Richtung Hochgeschirr aufstieg um von dort zur Wasseralm zu gelangen. Im Winter stört mich als Schneeschuhgeherin das Queren der Jennerskiabfahrt. Denn wo man schon gemütlich auf Waldboden gehen kann, so müssen doch des Öfteren beim Queren der Piste die Schneeschuhe umgeschnallt werden, wenn diese noch am Morgen frisch präpariert ist. Mit den Schneeschuhen richte ich auch nicht zuviel Schaden an, als zu Fuß kleine Löcher in der Piste zu hinterlassen. Bis kurz vor der Priesbergalm konnte ich ohne Schneeschuhe gehen – auf schneefreiem Boden! Danach habe ich mich gesehnt. Von der Königsbachalm sind es nur noch knappe 45 Minuten bis zur Priesbergalm.

Die Königsbachalm

Blick zur Königsbachalm

meine Schneeschuhspur

meine Schneeschuhspur

Warum ich gerade zur Priesbergalm wandere? Klar, zuerst einmal wegen all der positiven Erinnerungen an meine Eltern, die mich das vor der Hütten sitzen verbinde und natürlich all die tollen Erinnerungen, wenn dort eine Tour für mich startete oder ich im Endspurt einer Tour dort vorbei kam. Und zu guter letzt natürlich die tolle Lage unterhalb der hohen Rossfelder.weiterlesen