Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Jennerbahn
Scheibstein Gipfel © Ann-Kathrin Helbig

Scheibstein Gipfel © Ann-Kathrin Helbig

In den Sommermonaten ist der Schneibstein einer der beliebtesten und am einfachsten zu besteigenden Berge in den Berchtesgadener Alpen. In den Wintermonaten sehr beliebt bei Skitourengehern und in der Zwischenzeit steht er im Bann der Schneeschuhwanderer. Wer bei Schneeschuhwandern an gemütliches umher gestapfe im Schnee denkt, der wird hier das Gegenteil erfahren. Für die nun beschriebene Schneeschuhtour benötigt es eine gute Kondition, Erfahrung im Tiefschnee und ganz viel Freude am Gehen.

Am Besten man nimmt sich für die Tour 2 Tage Zeit. Das Auto kann Großparkplatz Königssee abgestellt werden oder man fährt bis zur Endstation der Buslinie 841 „Königssee“. Je nach Konditon kann es auch vom Parkplatz Hinterbrand losgehen (1.100m). Als Ausrüstung empfiehlt sich ein Rucksack an dem man die Schneeschuhe fest machen kann, zudem gehört auch bei Schneeschuhtouren im alpinen Gelände eine Lawinenausrüstung mit LVS-Gerät, Schaufel und Sonde. Mittlerweile habe ich die Erfahrung gemacht, dass Skistöcke mit einer fixen Länge besser bei solchen Touren sind als zusammenklappbare Trekkingstöcke.

Komplett ausgestattet folgt man nun ab der Talstation der Jennerbahn der Beschilderung Stahlhaus/Schneibsteinhaus. Je nach Schneelage kann die Tour bis zu 4 Stunden dauern. Der Weg verläuft entlang einer breiten Forststraße wodurch man sich in recht sicherem Gelände bewegt. Gerade im Frühjahr und Frühwinter muss man oft auch die Schneeschuhe bis Königsbachalm noch am Rucksack lassen. Dann wenn der Tiefschnee kommt, ist oft nur eine schmale Spur vorhanden. Fast alle guten Schneeschuhe haben eine Aufstiegshilfe, die man bei Steigung einstellen sollte. So kommt man bequemer und schneller bergauf. Definitv ist die Schneeschuhtour bis zum Stahlhaus ein Klassiker. Der Aufstieg dauert nicht zu lange und die Landschaft ist einzigartig schön! Auch der Gedanke an einen hausgemachten Kaiserschmarrn motiviert unheimlich immer wieder dorthin aufzusteigen. Auf Höhe des Schneibsteinhauses überwindet man dann noch den letzten Aufschwung. Und schon öffnet sich der Blick zum Schneibstein und der Alpenvereinshütte.

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Matratzenlager © Peter Pruckner

Matratzenlager © Peter Pruckner

Das Stahlhaus ist die einzige Berghütte in den Berchtesgadener Bergen, in der man das ganze Jahr einkehren und übernachten kann. Die Berghütte wird jetzt schon seit vielen Jahren von Peter Pruckner geführt, dessen Kaiserschmarrn vor einigen Jahren als einer der besten ausgezeichnet wurde. Auch mit Knödelgröstel, Braten und Suppen kann man sich hier stärken. Da ab hier nun der anstrengste Teil der Tour startet, empfiehlt sich eine Übernachtung im Stahlhaus. Gerade in den Wintermonaten gibt es noch Plätze in den Zimmern und Lagern. Bitte vorher auf dem Carl von Stahlhaus anrufen +49-8652-6559922.weiterlesen

Back to the roots: Der Jenner als Hausberg

 von Sarah

Über ein Jahr ist es nun bereits her, dass ich von Schönau am Königssee nach Bischofswiesen zog. Der damalige Grund lag darin, meinen Arbeitsweg verkürzen zu wollen um somit mehr Zeit in den Bergen verbringen zu können. Meine Zugeneigtheit zur Schönau, dem Ort, ,,an dem alles begann“ ist jedoch keinesfalls durch meinen Umzug geschmälert – sondern vielmehr intensiviert worden. Noch heute suche ich die Region rund um den Königssee stetig auf; genieße jeden Moment, mit Aus- und Tiefblick auf den bayerischen Fjord – der mir so viel bedeutet.

So schien es auch nicht verwunderlich, dass ich mit einer Freundin aus meiner nordrhein-westfälischen Heimat bei deren Besuch einen Spaziergang auf den Jenner vorschlug. Mein ehemaliger Hausberg, an dem ich unter anderem auch meine Passion für den Berglauf fand, schien mir optimal für  solches Vorhaben zu sein.

Auf dem Weg zum Jennergipfel via Südseite

Um den Gipfel des Jenners erreichen zu können, entschieden wir uns für die Begehung via Südseite mit Ausgangspunkt am Parkplatz Königssee. Da seit Beginn diesen Jahres eine neue Seilbahn am Jenner erbaut wird (via Nordseite), schien dieser Weg der attraktivere und letztlich auch der Einzige zum Gipfel führende zu sein.

Bei typisch herbstlichem Bergwetter machten wir uns über den Hochbahnweg auf die Beine um gemeinsam den Vormittag im Jennergebiet zu verbringen. Auf dem Forstweg bergaufwärts erblickten wir fallendes, gefärbtes Laub, rauschende Bäche und wenig Mitmenschen. Optimale Bedingungen, um den Jahreszeitenwechsel zu sehen, zu hören und zu spüren. Nach gemütlichem Schlendern erreichten wir bald die erste Aussichtskanzel auf den Königssee, wo wir nach kurzem Innehalten weiter zu den Königsbachalmen aufbrachen. Das Wetter war bis dato noch immer graugefärbt und diesig – ließ durch manche Blaufärbung des Himmels jedoch Besserung versprechen.

Oberhalb der Königsbachalmen

Immer wieder kämpfte sich an besagtem Vormittag die Sonne durch und ermöglichte eine klare Sicht auf die umliegenden Berge bis das Wetter schlussendlich konstant wurde und die Herbstsonne uns gar wärmen wollte.weiterlesen

Herbstwanderung zum Carl-von-Stahl Haus

 von Ann-Kathrin
Grünstein umnebelt © Ann-Kathrin Helbig

Grünstein umnebelt © Ann-Kathrin Helbig

Der alte Slogan der Jennerbahn war „Der Kenner geht auf den Jenner“, nun herrscht seit Ende März Großbaustelle am Jenner. So mancher lässt sich vielleicht davon abschrecken. Baulärm, LKWs, Wegesperrungen – ja, all das gehört nicht zu einem entspannten Naturerlebnis. Doch nicht der ganze Berg und die ganze Region drumherum ist davon betroffen. Das Carl-von-Stahl Haus ist ganzjährig geöffnet. Sowohl eingekehrt, als auch übernachtet kann dort werden. Vor allem Sonnenauf- und untergänge sind gerade im Winter ein absolutes Highlight.

So starte ich meine Halbtagestour am Parkplatz Hinterbrand. Es geht ein kleines Stück auf der Forststraße entlang und bevor ich zur Baustelle der Jennerbahn-Mittelstation gelange, biege ich schon nach rechts ab und überwinde in steilen, stetigen Kehren den Krautkaserhang, an dem im Winter die jungen Athleten des DSV trainieren.

Wer Trekkingstöcke nutzt, kann hier die ersten Höhenmeter schneller und weniger wadenzwickend überwinden. Hinter der Sessellift-Station des Krautkaserhanges erreiche ich wieder die Forststraße und der Anstieg wird bis zur Mitterkaseralm (leckere Breznsuppe!) wieder flacher. Von hier geht es über das Mitterkaserjoch steil und zum teil betoniert bergauf. Zum Teil versuche ich auf Zehenspitzen hinaufzujoggen – einfach um diese unschön zu gehende Stelle schnell zu überwinden. Oben angekommen gelange ich an eine Weggabelung. Ab hier ist rechterhand die Sperre zum Jenner und der Baustelle der Bergstation, links geht es dann weiter zum Carl-von-Stahl Haus. An dieser Stelle ist es zu jeder Jahreszeit immer sehr windig. Deswegen weiter das Tempo halten gen Stahlhaus. Während des laufens lasse ich den Blick über die Bilderbuch-Herbstlandschaft schweifen. Bunte Bäume und das helle weiß der hohen Berge. Einfach Traumhaft! Durch den Schnee schauen die Berge, wie das Hohe Brett besonder steil und unwegsam aus.

Herbstfarben am Hohen Brett © Ann-Kathrin Helbig

Herbstfarben am Hohen Brett © Ann-Kathrin Helbig

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Der Speicherteich am Jenner

Wander-Tipp während der Bauphase: Der Speicherteich am Jenner

Momentan wird die Jennerbahn neu gebaut: Eine neue Kabinenbahn wird dann ab nächstem Jahr Wanderer auf den Gipfel des aussichtsreichen Berges über dem Königssee bringen. Bis dahin ist der Berg eine Großbaustelle, neben der neuen 10er Kabinenbahn entstehen auch zwei neue 6er Sesselbahnen und die zugehörigen Funktionsgebäude. Die Wander- und Radwege am Jenner sind aber auch während der Bauphase passierbar.

Allerdings erfordert das Wandern und Radlfahren während der Bauphase besondere Vorsicht, die Jennerbahn hat deswegen folgende Hinweise für Euch:

  • Die ausgewiesenen Wanderwege können genutzt werden
  • Bei Begehung der Baustraße ist mit Schwerlastverkehr zu rechnen
  • Auch auf den Radwegen ist besondere Vorsicht geboten
  • Bei der Umgehungspassage im Bereich der Mittelstation kann es zu kurzzeitigen baubedingten Behinderungen kommen
  • Der Zugang zum Gipfelweg ist nur südseitig ausgewiesen und über die Königsbachalm begehbar
  • Änderungen vorbehalten!
Wander- und Radwege während der Bauphase der Jennerbahn

Wander- und Radwege während der Bauphase der Jennerbahn

Im Sommer 2018 wird die neue Jennerbahn fertiggestellt sein, bis dahin könnt Ihr nur Ihr zu Fuß oder mit dem Rad am Jenner unterwegs sein. Zum Beispiel auf den folgenden Wegen:weiterlesen

Saisonbeginn am Schneibsteinhaus

 von Sepp
Das Schneibsteinhaus

Das Schneibsteinhaus

Die Berghüttensaison hat begonnen

Am Samstag hat auch das Schneibsteinhaus seine Türen für die Berghüttensaison 2017 geöffnet. Das Wetter war ziemlich trübe, dennoch haben wir uns auf den Weg zur Berghütte unterhalb des Schneibsteins gemacht und waren damit die ersten Gäste der Saison.

Wir starten unsere Wanderung zum Schneibsteinhaus am Parkplatz Hinterbrand. Durch den Wald folgen wir dem Weg zur Mittelstation der Jennerbahn. Beziehungsweise was davon noch übrig ist. Und das ist nicht viel. Die alte Mittelstation ist schon fast komplett abgerissen, im Zuge des Neubaus der Jennerbahn wird hier eine neue Seilbahn-Station entstehen. Für Wanderer wurde ein Weg angelegt der oberhalb der Baustelle entlangführt und einen guten Blick auf die Baustelle ermöglicht. Es fängt jetzt zu regnen an und wir gehen weiter. Am Hugo-Beck-Haus vorbei gehen wir weiter in Richtung der Wasserfallalm. Über den Königsweg erreichen wir die Kreuzung oberhalb der Königsbachalm. Hier wird der Weg kurzzeitig sehr steil. Nach dem Steilstück passieren wir die Abzweigung zur Priesbergalm und gehen weiter in Richtung Königsbergalm. Neben uns rauscht der Königsbach ins Tal, das Regen- und Schmelzwasser füllen den Bach mehr als gewöhnlich, und sorgt für eine rauschende akustische Begleitung unserer Wanderung. Schließlich erreichen wir die Königsbergalm und sehen hinauf zum Jenner. Die Bergstation steht noch, dort werden die Bauarbeiten erst beginnen, wenn der Schnee geschmolzen ist. Hier oben säumen noch etliche Schneefelder die Landschaft. Doch der Weg zum Schneibsteinhaus ist komplett schneefrei.

Der Weg zum Schneibsteinhaus

Der Weg zum Schneibsteinhaus

Um das Haus selbst ist es aber noch tief winterlich. Mit einer Schneefräse hat Hüttenwirt Gottfried aber den Weg und die Terrasse von den Resten des späten Wintereinbruchs befreit.

Das Wetter weiß jetzt nicht so recht was es will. Dunkle Wolken wechseln sich ab mit blauem Himmel, Sonnenstrahlen mit Regen. Wir nehmen auf der Terrasse des Hauses Platz und machen es uns gemütlich. Zumindest solange es die Temperaturen zulassen. Als die Wolken wieder die Oberhand gewinnen, gehen wir in die wunderbar gemütliche und eingeheizte Stube des Schneibsteinhauses und bestellen uns was zu Essen und Trinken. Kurz nach und treffen weitere Wanderer ein, doch wir waren die ersten Gäste der neuen Saison.weiterlesen

Auf dem Weg zur Jenner Bergstation.

Zwei geführte Schneeschuhtouren auf den Jenner und am Reichenhaller Predigtstuhl

Am vergangenen Wochenende fand zum 6. Mal das Winter Outdoor-Festival im Berchtesgadener Land statt. In diesem Jahr war das Festival, das sich mittlerweile als eines der absoluten Highlights der Berchtesgadener Wintersaison etabliert hat, komplett auf das Schneeschuhwandern ausgerichtet und bot entsprechend vier verschiedene, stets von Bergführern begleitete Schneeschuhtouren an. Ich bin am Samstag bei der 9-Stunden-Tour rund um und auf den Jenner mitgegangen und habe am nächsten Vormittag noch an der 3-Stunden-Tour von der Bergstation der Predigtstuhlbahn zum Karkopf, oberhalb der Alpenstadt Bad Reichenhall, teilgenommen.

Ich habe also zwei Touren kombiniert, um die Dauer zusammen zu stapfen, die die diesjährigen Schneeschuh-Könige des Winter Outdoor-Festivals auf der 12- Stunden-Tour am Rossfeld und an der Scharitzkehlalm vorbei in der Berchtesgadener Bergwelt verbracht haben. Komplettiert wurde das Programm von der 6-Stunden-Wanderung, die durch das Gebiet rund um den Grünstein führte.

Die beiden Touren boten dabei komplett unterschiedliche Schneeschuherlebnisse. Während die Tour auf den Jenner von frühlingshaften Temperaturen, Orkanböen am Gipfel und der fantastischen Aussicht auf Watzmann, Steinernes Meer und Königssee geprägt war, waren wir am Predigtstuhl in dichtem Schneetreiben in einer weiß-grün-grauen Winterlandschaft unterwegs und mussten uns die umliegenden Bergmassive praktisch in Gedanken hinzumalen.

Dennoch hatten beide Touren auch viele Gemeinsamkeiten, zu denen die hervorragende Festival-Organisation des Teams des Outdoor Club Berchtesgaden einen Großteil beigetragen hat: Eine durchwegs super Stimmung in den Tourengruppen, kompetente und sympathische Touren-Guides, super Verpflegung unterwegs, interessante Routenführungen durch die Berchtesgadener Bergnatur und der gewisse Winter-Outdoor-Festival-Spirit, der über allem lag, bescherten mir ein rundum wunderbares Wochenende.

Tag 1: 9-Stunden-Schneeschuh-Wanderung im Reich des Jenners

Nachdem in dem Festival-Basiscamp, dem Explorer Hotel in der Schönau, alle Teilnehmer mit Schneeschuhen und Stöcken ausgestattet wurden und das erfreulich nützliche Starterpaket entgegengenommen hatten, brach unsere etwa 30 bis 40-köpfige Gruppe in Richtung Talstation der Jennerbahn auf. Allerdings nicht bevor sich unser Bergführertrio bestehend aus Jan, Peter und Michi der Gruppe vorgestellt und uns für das Kommende instruiert hatte.

Voller Vorfreude und bei frühlingshaften Temperaturen legten wir dann die kurze Strecke zur Jennerbahn zurück. Die Einwohner der Schönau haben sich sicher gewundert, was für eine große Gruppe da zielstrebig und diszipliniert in Reih und Glied an ihren Häusern vorbeizieht. Den Temperaturen und der Tatsache geschuldet, dass sich das Weiß im Tal in den letzten Tagen immer mehr in die höheren Lagen zurückgezogen hat und ersten Frühlingsboten Platz macht, mussten wir mit unserer winterlichen Ausrüstung und den Schneeschuhen in der Hand ganz schön befremdlich wirken. Weiter oben sollten sich die Bedingungen dann aber schnell unserer Ausrüstung anpassen und jede mitgeschleppte Kleidungsschicht nicht umsonst gewesen sein.weiterlesen

Die 2er-Gondeln der Jennerbahn

Die 2er-Gondeln der Jennerbahn

Abschied von der Zweier-Kabinenbahn auf den Jenner

Am kommenden Sonntag, den 5. März 2017, verabschiedet sich die alte Jennerbahn mit ihren markanten Zweier-Gondeln in den Ruhestand. Die Bahn wurde in den Jahren 1952 bis 1953 von den ABIG-Werken nach dem System von Roll erbaut und verfügte anfangs über 140 offene Doppelsessel („Seitwärtssessel“) und 30 geschlossene Gondeln für je zwei Personen. Später wurden die Sessel nach und nach durch neu zugekaufte Zweier-Gondeln ersetzt. Die 3.320 Meter lange Gondelbahn transportiert Wanderer und Skifahrer über zwei Sektionen in rund 20 Minuten Fahrzeit von der Talstation am Königssee bis zur Bergstation unterhalb des Jennergipfels und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 1.170 Meter. In der Mittelstation, wo sich die beiden Hauptantriebe befinden, werden die Gondeln automatisch vom Förderseil der ersten Sektion auf das der zweiten Sektion umgekuppelt. Dieses 1945 entwickelte System der schweizerischen Firma Von Roll ist heute nur noch bei zwei Seilbahnen in Betrieb. Nach 63 Betriebsjahren hat sich die Seilbahn ihren Ruhestand also wohlverdient.

Die alte Jennerbahn

Die alte Jennerbahn 1967 (mit den ganz alten Gondeln)

Und auch wenn wir die kleinen Gondeln lieb gewonnen haben, müssen wir zugeben, dass es Zeit ist für etwas Neues. Die neue Bahn wird die Wartezeit an der Talstation verkürzen, das lästige Schlangestehen gehört dann der Vergangenheit an. Und auch ältere und gehbehinderte Menschen können mit der neuen Seilbahn den Jenner erleben. Nach der Bauphase soll die neue Jennerbahn im Frühjahr 2018 eröffnet werden. Am letzten Betriebstag der alten Seilbahn sagt die Jennerbahn danke an alle Gäste, Freunde und Partner und bietet Sonderpreise an:

  • Die Berg- und Talfahrt kostet für Erwachsene 8 €, für Kinder 5 €
  • Die Wintersport-Tageskarte kostet für Erwachsene 10 €, für Jugendliche 7 € und für Kinder 5 €

Zudem gibt es auch ein Rahmenprogramm zur Verabschiedung der alten Bahn. Ab 14 Uhr spielt die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Königssee auf der Terrasse des Bergstation bzw. des Bergrestaurants.

Die letzte Kabine wird um 16:30 Uhr die Bergstation verlassen und von Weisenbläsern verabschiedet werden. Das Bayerische Fernsehen wird auch vor Ort sein und die letzte Fahrt der alten Jennerbahn filmen. Der Beitrag wird dann am Montag, den 6. März, in der Abendschau im Bayerischen Fernsehen gesendet. weiterlesen

Abschiedsbesuch bei der alten Jennerbahn?

 von Sepp
Ein Traumtag am Jenner

Ein Traumtag am Jenner

Am 5. März endet eine Ära: Dann fährt zum letzten Mal die alte Jennerbahn mit den kleinen Zweiergondeln! Ein moderner Neubau ersetzt ab 2018 die alte Seilbahn. Zeit also, der alten Dame nochmal einen Besuch abzustatten. Da trifft es sich gut, dass am Sonntag nicht nur absolutes Traumwetter herrscht, sondern auch der Jennerstier, das legendäre Berchtesgadener Skitourenrennen, stattfindet. So kann ich nochmal mit der Jennerbahn fahren, den Skibergsteigern zuschauen, Toni Palzer anfeuern und die wie immer hervorragend präparierten Skipisten des Jenners hinabschwingen.

Die Auffahrt mit der Jennerbahn ist ein Erlebnis, die kleinen Gondeln werden mir fehlen. Nicht aber die langen Wartezeiten: Die neue Bahn wird die gleiche Anzahl an Passagieren in sehr viel kürzerer Zeit auf den Berg bringen. Am Sonntag freue ich mich aber über die langsame Auffahrt mit der Bahn, so kann ich die erste Teil-Strecke des Jennerstiers gut überblicken. Von der Mittelstation steigen die Teilnehmer erst auf Skiern, dann in einer Tragepassage zum Jennergipfel auf.

Zweiergondel der Jennerbahn, im Hintergrund der kleine Jenner

Zweiergondel der Jennerbahn, im Hintergrund der kleine Jenner

Ich beobachte den ersten Aufstieg der Skibergsteiger von der Bergstation. Wie erwartet ist Toni Palzer der Erste am Gipfel. Der Skibergsteiger aus dem Bergsteigerdorf Ramsau war die letzten Wochen gesundheitlich angeschlagen, musste auch ein paar Weltcup-Rennen auslassen, war aber zum Vertical Rennen am Samstag wieder fit. Natürlich gewann er das Vertical, also das reine Aufstiegsrennen, am Vortag souverän. Und auch beim klassischen Jennerstier, dem Individual Rennen mit vier Aufstiegen, drei Abfahrten und drei Tragepassagen über 1600 Höhenmetern liegt der Doni nach dem ersten Aufstieg bereits deutlich in Führung.

Toni Palzer in der Tragepassage durch den Spinnergraben beim Jennerstier 2017

Toni Palzer in der Tragepassage durch den Spinnergraben beim Jennerstier 2017

Nach ein paar Minuten folgt eine erste Verfolgergruppe den Spinnergraben herauf. Unter ihnen auch Philipp Reiter, der Zauberlehrling genannte Trailrunner aus der Alpenstadt Bad Reichenhall.weiterlesen

Vormittagstour zur Priesbergalm

 von Ann-Kathrin
Der Watzmanngrat © Ann-Kathrin Helbig

Der Watzmanngrat © Ann-Kathrin Helbig

Mein Arbeitstag beginnt meist erst zur Mittagszeit, also um möglichst genug Gelassenheit für das Arbeitsleben zu erlangen hilft es mir soviel Berg wie möglich in den Morgen zu bekommen.
Eine klassische Vormittagstour ist zur Priesbergalm ab Parkplatz Hinterbrand. Mit Schneeschuhen unter der Füßen ist diese kleine Tour auch für Nicht-Wintersportler bestens geeignet.
Längstens geht man bis zu 2 Stunden, Fitte sind in einer Stunde bei der Priesbergalm.

Büchsenalmen vor Watzmann-Ostwand © Ann-Kathrin Helbig

Büchsenalmen vor Watzmann-Ostwand © Ann-Kathrin Helbig

In nicht einmal 15 Minuten erreicht man von Hinterbrand die Mittelstation der Jennerbahn. Hier muss man dann ein letztes Mal die Skipiste queren. Bitte nicht einfach hinein gehen, sondern vorher immer schauen, dass gerade kein Skifahrer hinunter gebrettert kommt. Gegenseitige Rücksicht ist das A und O. Genauso verhält es sich mit dem Spuren. Oft liegen die Skitourengeherspur und Schneeschuhgeherspur nebeneinander. Bitte nicht absichtlich die Skitourengeherspur zertrampeln.

Blick zur Watzmann-Ostwand & steinernes Meer © Ann-Kathrin Helbig

Blick zur Watzmann-Ostwand & steinernes Meer © Ann-Kathrin Helbig

Der Weg ist im Sommer eine Forststraße und bietet auch bei hohen Schneemassen genügend Platz. Zudem weist dieser Winterweg wenig Steigungen und Gefälle auf. Also eine vollkommen gemütliche Schneeschuhwanderung. Die Einzige Steigung befindet sich oberhalb der Königsbachalm. Sowohl Tourenski als auch Schneeschuhe haben eine Steighilfe. Das erleichtert Steigung sehr!weiterlesen

Laternenwanderung am Rosenmontag

 von Sepp

Alpine Laternenwanderung zum Speicherteich am Jenner

Alpine Laternenwanderung am Jenner

Am Rosenmontag, dem 27. Februar 2017 findet am Jenner nochmals eine Alpine Laternenwanderung statt. Los geht’s mit Einbruch der Dämmerung um 17:30 Uhr an der Talstation der Jennerbahn. Gemeinsam geht’s dann mit der Seilbahn bis zur Mittelstation. Von dort startet die winterliche Wanderung mit Laternen in Richtung Speicherteich, wo Weisenbläser die Laternenwanderer empfangen. Vom Speicherteich hat man einen tollen Blick hinunter ins Berchtesgadener Tal. Bei Glühwein und Punsch kann man sich hier aufwärmen. Im Anschluss geht’s dann wieder zurück zur Mittelstation und mit der Seilbahn wieder ins Tal.

  • Termin: Montag, 27. Februar 2017
  • Treffpunkt: 17:30 Uhr – Talstation Jennerbahn, Jennerbahnstraße 18, 83471 Schönau am Königssee
  • Preise: (incl. Seilbahnfahrt):Erwachsene 26 €, Kinder (6 – 14 Jahre) 15,50 €
  • Dauer etwa 3 bis 3 1/2 Stunden

Bitte denkt an warme Kleidung und festes Schuhwerk, immerhin findet die Laternenwanderung auf einer Höhe von fast 1200 Metern statt.

Informationen zur Alpinen Laternwanderung und zur Anmeldung erhaltet Ihr bei der Tourist-Info Schönau am Königssee unter der Telefon +49-8652-1760

Viel Spaß, Euer Sepp