St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Kallbrunn
Ann-Katrin
Freiheit pur!

Freiheit pur!

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Wer sich das nicht zutraut wird jetzt schon wegklicken. Viele kennen die Skitour der Königsklasse im Winter: die große Reibn. Diese wird oft in 2 Tagen und von extrem fitten Skibergsteigern in einem Tag begangen. Aber man muss kein Skibergsteiger sein um auch im Winter mal eine lange Tour durch die Berchtesgadener Berge zu unternehmen.
Hier habe ich eine Alternative für euch erwandert!

Und zwar vom Hintersee zum Grenzübergang am Hirschbichlpass, zu den Kallbrunnalmen und weiter zum Dießbachstausee. Die einfache Strecke misst fast 20 Kilometer. Allerdings dafür recht wenig Höhenmeter insgesamt, nämlich nur 1400. Somit merkt man die vielen Kilometer die man quasi schon „frisst“ gar nicht so sehr in den Beinen.

Tiefschnee und Bergspitzen

Tiefschnee und Bergspitzen

Die erste Stunde ist die Hirschbichlstraße, die für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist und nur in den Sommermonaten von einem Wanderbus befahren wird, noch komplett schneefrei. Nicht gerade der Optimalfall, denn in dieser Zeit trägt man die Schneeschuhe befestigt am Rucksack. Auch moderne Schneeschuhe haben ein gewisses Gewicht, wodurch der Rücken schnell mal beleidigt sein kann. Erst kurz vor der Bind-Alm kann man die Schneeschuhe befestigen. Dies variiert natürlich im Winter alles sehr stark. Es gab Tage, da mussten die Schneeschuhe schon am Klausbachhaus angezogen werden. Schneeschuhe verhindern, dass man gerade wenn der Schnee weich ist, nicht zu sehr einbricht. Ohne Schneeschuhe wäre diese Wanderung nicht möglich.

Bis zum Hirschbichlpass braucht man bis zu zwei Stunden. Von dort aus sind es dann nochmal zwei Stunden zur Kallbrunnalm. Leider ziehen sich die nächsten zwei Stunden wie Kaugummi. Kurz hinter derm Hirschbichlpass geht es 30% steil bergab. Ab hier ist die Straße auch wieder schneefrei/geräumt. Natürlich ein Grauß später 30% bergauf zu wandern mit den schweren Schneeschuhen am Rücken. Mittlerweile befinden wir uns schon in Österreich, im Naturpark Weißbach. Hier befindet sich nun auch ein Wanderparkplatz von dem wir nun abzweigen in Richtung Kallbrunnalm. Die Schneeschuhe werden dann wieder umgeschnallt und die Aufstiegshilfe auch. Dies erleichtert das bergauf gehen ungemein beziehungsweise macht es dieses schon wieder ziemlich bequem.

Die Sonne lacht! Es ist einer dieser sonnigen Tage an denen man spürt, dass der Frühling immer näher kommt. Einer dieser Tage in dem man alle Alltagssorgen vergisst. Ein Tag, der sich wie Urlaub anfühlt von dem man nicht möchte, das er je endet.weiterlesen »

Sepp Wurm

Herbstliche Radltour zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Was war das für ein traumhaftes Herbst-Wochenende? Zwei Tage wunderschönes Wetter mussten natürlich genutzt werden. Ich habe am Samstag nochmal eine Radltour zur Kallbrunnalm gemacht. Die Kallbrunnalm im Salzburger Saalachtal ist mit seinen 30 Kasern die größte Alm in unseren Bergen, im Sommer weiden hier oben mehr als 300 Rinder. Die Kühe sind bereits im Tal, doch die Jausenstation auf der Alm hat heute den letzten Tag geöffnet.

Ausgangspunkt der Radltour ist der Parkplatz am Eingang zum Klausbachtal im Bergsteigerdorf Ramsau. Das Klausbachtal liegt am Vormittag noch zum großen Teil im Schatten! Die Jahreszeit macht sich deutlich bemerkbar, denn es ist richtig kalt. Zum Glück habe ich Handschuhe dabei. Durch das Klausbachtal führt der Radlweg erst flach, dann etwas steiler auf der asphaltierten Straße unterhalb der dolomitenförmigen Mühlsturzhörner entlang. Nach dem Mitterberg, der steilsten Stelle der Tour, radle ich unterhalb der Bindalm vorbei weiter zum Hirschbichl und am Jagdhaus Falleck vorbei flach weiter. Erst der letzte Abschnitt zur Kallbrunnalm ist dann wieder steiler. Und vor allem: Der letzte Abschnitt des Weges führt nicht auf einer asphaltierten Straße entlang, sondern auf einem Kiesweg.

Mit dem E-Bike auf dem Weg zur Kallbrunnalm

Mit dem E-Bike auf dem Weg zur Kallbrunnalm

Erst als ich auf der ersten Weidefläche der weitläufigem Alm ankomme mache ich zum ersten Mal Pause. Der Anblick ist fantastisch: Hier oben ist es eher schon Winter als noch Herbst.

Blick zum Kammerlinghorn

Blick zum Kammerlinghorn

Ich genieße die wärmenden Sonnenstrahlen und versuche Finger und Zehen zu wärmen. Vor allem aber genieße ich den Anblick der verschneiten Almlandschaft.weiterlesen »

Ann-Katrin

Seehorn-Überschreitung und Ingolstädter Haus

 von Ann-Kathrin
Blick zum Seehorngipfel © Ann-Kathrin Helbig

Blick zum Seehorngipfel © Ann-Kathrin Helbig

Grenzen bestehen nur in unseren Köpfen, aber nicht in der Natur. Die heutige Bergwanderung befindet sich sowohl auf deutschem als auch österreichischem Boden. Was man aber während des Gehens natürlich nicht bemerkt – denn Grenzen bestehen nur in unseren Köpfen!

Für die heutige Tour fährt man zuerst in das österreichische Weißbach bei Lofer auf den Wanderparkplatz Pürzlbach. Alternativ kann man den Almerlebnisbus ab Ramsau Hintersee nutzen und bei der Abzweigung Kallbrunnalm aussteigen (unbedingt den Fahrplan beachten!). Wer von Weißbach bei Lofer/Pürzlbach startet, der geht mindestens eine Stunde auf einer breiten Forststraße. Allerdings wenn man seinen Daumen rausstreckt und ein Auto mit einheimischen Kennzeichen vorbeifährt kann man auch beispielsweise vom lässigen Koch der Jausenstation Kallbrunnalm mitgenommen werden.

Von der Kallbrunnalm lässt sich schon teilweise die komplette Tour von heute überblicken. Man kann gut das Seehorn als auch das Ingolstädter Haus in weiter Ferne gut erkennen. Das Seehorn und auch der gleichnamige See sind von der Kallbrunnalm ausgeschildert. Der gemütliche Bergwanderer braucht bis zu 3 Stunden zum Gipfel. Fittere sind natürlich schneller. Zuerst führt uns ein Pfad durch den Wald. Stetig bergan und vollkommen unschwierig. Immer mehr schraubt man sich hinauf, bis man vom Seehornsee überrascht wird. Dieser liegt smaragdgrün in einer Senke. Hinter uns kommt eine Gruppe Österreicher an. Wir heißen Sie spaßeshalber zum FKK-Badestrand am Seehornsee willkommen. Die Männer lehnen dies dankend ab und verzichten auf eine kostenfreie Geschlechtsumwandlung dank Seehornsee. Nun geht es rechts am See vorbei bergauf. Die Latschen wechseln schnell zum felsigeren Gelände und ein kleiner Kamin wird durchstiegen. Hierbei nutzen kleinere Menschen einfach noch ihre Hände zur Hilfe – so wie ich. Wer Bergerfahrung hat, wird hier keine Probleme haben beziehungsweise dies als schönsten Teil im Aufstieg empfinden. Nach dieser Passage öffnet sich der Blick und der letzte Schlussaufstieg wird erreicht. Hier kann man schön die steile Abbruchkante des Berges erkennen. Imposant, zauberhaft und super windig. Mütze und Sonnenbrille auf damit man nicht gerade ausschaut wie nach einem Trauerfall. Nach 20 Minuten, bei denen das Gipfelkreuz sichtbar wurde erreicht man den Gipfel.

Gipfelkreuz Seehorn © Ann-Kathrin Helbig

Gipfelkreuz Seehorn © Ann-Kathrin Helbig

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Ann-Katrin
Welcome to the moon © Ann-Kathrin Helbig

Welcome to the moon © Ann-Kathrin Helbig

Wer spät aufsteht, muss schneller gehen …
Genau aus dem Motto entstand dann eher ein Lauf- und Gehmix zum Ingolstädter Haus im steinernen Meer. Oder um es wie im Artikel aus dem Oktober 2015 auszudrücken „Welcome to the moon

Einsam, weltfremd und bizarr. Das steinerne Meer zieht mich magisch an und das schon seit dem Herbst 2013. Immer wieder begehe ich diese Mondlandschaft, ob als Tagestour oder als Mehrtagestour. Heute soll es aus Zeitmangel nur eine Tagestour werden.

Dafür starte ich beim Wanderparkplatz Pürzlbach in Weißbach bei Lofer. Hier stelle ich nach langer Anfahrt mein kleines Rollerlein ab, bei dem ich froh bin, dass er die steilen Kurven hinauf zum Wanderparkplatz geschafft hat. Alternativ kann man auch den Almerlebnisbus ab Hintersee bis Kallbrunn-Abzw. nutzen oder man nutzt ein e-Bike. Eine breite Forststraße führt mich in rund 45 Minuten zum Weidegebiet und zur Jausenstation Kallbrunnalm.

Jausenstation Kallbrunnalm © Ann-Kathrin Helbig

Jausenstation Kallbrunnalm © Ann-Kathrin Helbig

Diese lasse ich links liegen und sehe schon vor mir das Plateau des Mondes mit seiner Mondstation Ingolstädter Haus. Wie von einem Magnet angezogen verschnellere ich meine Gehgeschwindigkeit. Eine Einkehr ist nicht notwendig, denn ich habe mir genug Proviant eingepackt. Nach einer kurzen Gehstrecke erreicht man den Dießbachstausee. Kaum zu glauben, dass unter dem See mal ein Almgebiet war.

Dießbachstausee © Ann-Kathrin Helbig

Dießbachstausee © Ann-Kathrin Helbig

Ich hab mal wieder verpennt. Wie so oft in letzter Zeit. Sehr ärgerlich. Es ist ein warmer Sommertag und eigentlich wollte ich soviel Monderlebnis wie möglich in ihn hineinstecken. So stand noch auf dem Plan den großen Hundstod zu begehen, aber das kann ich mir in die Haare schmieren bzw. muss ich das aufschieben. Erst mittags bin ich gestartet.weiterlesen »

Sepp Wurm

E-Mountainbike Tour Kallbrunnalm

 von Sepp
Blick zur Kammerlingalm vom Weg zur Kallbrunnalm

Blick zur Kammerlingalm vom Weg zur Kallbrunnalm

Heute habe ich das schöne Wetter zu einer Tour mit meinem E-Mountainbike ausgenutzt. Ich hab‘ mir ab Mittag freigenommen und bin zur Kallbrunnalm geradelt.

Startpunkt meiner Tour ist bei mir daheim im Bergsteigerdorf Ramsau. Bei strahlendem Sonnenschein radle ich vorbei an der Pfarrkirche St. Sebastian gemütlich durch das Dorf. Erst an der Abzweigung zum Wirtshaus im Zauberwald wird die Strecke etwas steiler, doch dank der Motorunterstützung meines Rades verliere ich auch bergauf kaum an Geschwindigkeit. Am Hintersee entlang radle ich zum Klausbachhaus, dem Tor zum Nationalpark Berchtesgaden. Auf den ersten Kilometern durch die Au brauche ich die Unterstützung des Motors eigentlich nicht, da ein Pedelec ja ohnehin nur bis 25 Km/h unterstützt. So fahre ich genüsslich an der Wildfütterung im Klausbachtal vorbei, bevor ich an der ersten richtigen Steigung den Elektromotor wieder aktiviere. Spielerisch bringt mich mein E-Mountainbike unter den Ramsauer Dolomiten genannten Mühlsturzhörnern bergauf. Jetzt wird’s schon wieder flacher und ich kann den Akku schonen. Erst am Mitterberg, schalte ich den Motor wieder zu. Dieser Anstieg ist furchteinflößend, ich erinnere mich an Höllenquallen, die ich an diesem Berg durchlitten habe. Aber diese Zeiten sind vorbei: Bei kleiner Untersetzung und hoher Trittfrequenz schiebt mich mein Mountainbike förmlich den Berg hinauf, der Mitterberg hat seinen Schrecken verloren. Nach dem Mitterberg wartet eine kurze Flachpassage, bevor es noch einmal steiler wird. Dann ist der Hirschbichl erreicht.

Der Hirschbichl: Grenzübergang Bayern Österreich

Der Hirschbichl: Grenzübergang Bayern Österreich

Direkt an der Bayerisch-Österreichischen Landesgrenze steht hier oben das Gasthaus Hirschbichl und das Bergheim, wo man auch übernachten kann. Dienstags ist immer Ruhetag, was mich heute gar nicht besonders stört: Ich habe noch genug Energie zum Weiterradeln. Ich folge dem Weg der Mountainbike Tour 4: Kallbrunnalm. Diese Strecke führt nicht auf der Straße ins Tal und dann wieder bergauf, sondern über das Jagdhaus Falleck unterhalb der Kammerlingalm nahezu eben einmal rund um das Becken zwischen Kammerlinghorn und Hochkranz.

Falleck zwischen Hirschbichl und Kallbrunn

Falleck zwischen Hirschbichl und Kallbrunn

Wo der Radlweg sich mit der Straße vereinigt, wir der Weg dann wieder steiler. In Serpentinen müssen noch die letzten paar hundert Höhenmeter bis zur Kallbrunnalm überwunden werden. Fast habe ich Mitleid, als ich mühelos an einem sportlichen Radler auf seinem herkömmlichen Mountainbike mit Klick-Pedalen vorbeiziehe. Aber nur fast!

Als ich die Kallbrunnalm erreiche ist mein Akku noch halb voll, ich könnte also noch ein ganzes Stück fahren. Doch heute will ich die Alm genießen. Am Kaskeller, wo der Kallbrunner Almkäse, der auch in ausgewählten Läden im  Tal verkauft wird, hergestellt wird, fahre ich vorbei zu den Kasern der Almbauern.weiterlesen »

Ann-Katrin

Grenzüberschreitende Almwanderung

 von Ann-Kathrin

43 Kilometer wandern an einem Tag

Start unserer grenzüberschreitenden Almwanderung war der Parkplatz an der Hirschbichlstraße. Vorbei am Klausbachhaus ging es dann in Richtung Hirschbichl. Ein fast ebener Weg führt nahe des Klausbaches (von hier stammt das Trinkwasser der Ramsauer) zur Hängebrücke. Sie ist 55 Meter lang und elf Meter hoch. Dominant zu erkennen an den Pfeilern der Hängebrücke ist das Logo des Nationalparkes Berchtesgaden. Einem Steg folgend gelangt man zu einer Aussichtsplattform, wo man eindrucksvoll die Mühlsturzhörner bewundern kann. Ein schwerer Felzsturz 1999 prägte das Landschaftsbild deutlich. Das ganze schaut ein bisschen aus wie die drei Zinnen des Berchtesgadener Landes.

 

43 Kilometer: Klingt irre, ist irre!

Bei dieser Wanderung bin ich diesmal nicht alleine unterwegs sondern habe fesche und sportliche Begleitung bei mir.  Zuvor informiert, wieviel Kilometer wir wirklich wandern werden, habe ich mich nicht, aber ich ahnte schon, dass das keine Kurzstrecke werden wird. Allerdings wer folgt schon der Einladung „Hey, lass uns 43 Kilometer wandern!“ Schnellen Schrittes geht es auf die Bind-Alm zu. Dort gibt es beim Almkreuz die erste Fotopause.

auf der Bind-Alm

auf der Bind-Alm

Nur wenige Gehminuten von der Bind-Alm befindet sich dann der Grenzübergang Hirschbichl. Nun befinden wir uns im Pinzgau. Ein Salzsäumerweg über den Hirschbichl diente seit dem 13. Jahrhundert der Ausfuhr des Schellenberger und Halleiner Salzes nach Tirol. Noch ein kleines Stück auf der Teerstraße und wir wanderten in Richtung Kammerling-Alm. Im Winter diesen Jahres zog es mich schon mit Schneeschuhen im Gepäck dorthin. Ein wirklich empfehlenswerter Schneeschuhwanderweg!

auf den Kammerling-Almen

auf den Kammerling-Almen

Zu diesem Zeitpunkt peitschte mir ein Sturm um die Nase, da die Kammerling-Almen an einer expornierten Almwiesenfläche liegen. Von hier aus öffnet sich der Blick zu den Loferer Steinbergen. Auch die Gebirgskette der Mühlsturzhörner zeigt sich wieder imposant. Von hier aus hat man schon die Möglichkeit aus einer Wanderung eine mittelschwere bis schwere Bergtour zum Kammerlinghorn zu unternehmen.

Blick zu den Kammerling-Almen

Blick zu den Kammerling-Almen

Nachdem wir die Kammerling-Almen passierten ging es dann leicht bergab und dann einen leicht matschigen Pfad hinunter. Wieder stoßen wir auf eine Forststraße. Es ist noch immer weit bis zur Kallbrunn-Alm. Bis hierher war der Weg überraschenderweise nicht hoch frequentiert, obwohl es Sonntag war und strahlender Sonnenschein herrschte. weiterlesen »

Sepp Wurm

Almabtrieb von der Kallbrunnalm

 von Sepp

Kallbrunner Bauern treiben am Samstag das Vieh ins Tal

Der Sommer ist zu Ende. Die Tage werden kürzer und kühler, auf den Gipfeln ist schon der erste Schnee zu sehen und auf den Almen geht das Futter langsam zur Neige. So auch auf der Kallbrunnalm, der größten und viehreichsten Alm im Berchtesgadener Land.

Die Kallbrunnalm

Die Kallbrunnalm

Über 300 Kühe und Jungtiere verbringen den Sommer auf der Kallbrunnalm, einer bayerischen Enklave auf österreichischem Boden. Die ersten der 30 Bauern haben die Alm bereits Richtung Tal verlassen, doch der Großteil der Almleute bringt das Vieh am kommenden Samstag, den 14. September zurück zu den Bauernhöfen im Tal. Die enorme Distanz zwischen Alm und Hof erfordert einen stundenlangen Fußmarsch des Viehs und ihrer Treiber, den sich einige Bauern ersparen und mit LKWs, Traktoren und Viehanhängern die Kühe heimbringen. Einige jedoch treiben ihr Vieh noch traditionell ins Tal.

 

Fuikln und Latschenboschn – Geschmückter Almabtrieb

Die Bauern vom Mayeringerlehen, vom Semleitlen, vom Kaltbach und vom Simonhof werden zwischen 11 Uhr und 13 Uhr am Hintersee und eintreffen und dann nach Hause weitergehen. Bis auf die Herde vom Kaltbachlehen werden die Tiere geschmückt sein.

Almabtrieb vor Ramsauer Kirche

Almabtrieb vor Ramsauer Kirche

In aufwändiger Handarbeit haben die Sennerinnen und Almleute seit dem 24. August, dem Bartholomäus-Tag, Sterne und Rosen aus gehobelten und eingefärbten Holzspänen gebunden und daraus Fuikln und Latschenboschen gamcht, die die Kühe stolz ins Tal tragen werden.

Fuikln und Boschn - Der Kopfschmuck der Tiere beim Almabtrieb

Fuikln und Boschn - Der Kopfschmuck der Tiere beim Almabtrieb

Geschmückt werden die Tiere beim Almabtrieb übrigens nur, wenn während des Almsommers kein Unglück geschehen ist. Hier findet Ihre die weiteren Termine der Almabtriebe, unter anderem über den Königssee!

 

Seht`s Euch an, Euer Sepp BGLT

Sepp Wurm

Der Dießbachstausee

 von Sepp

Speichersee bei der Kallbrunnalm

Oftmals sind Stauseen hässliche Bauwerke, die die Landschaft verunstalten. Im Fall des Dießbachstausees hingegen, fügt sich der künstliche See auf angenehme Art in die umliegende Natur ein.

Ingolstaetterhaus-Hundstod 017

1961 wurde der See aufgestaut, um Strom zu erzeugen: Über 700 Höhenmeter überwinden die Fallrohre auf dem Weg zum Kraftwerk im Tal. Wer die österreichische Bundesstraße B311 zwischen Lofer und Saalfelden schon mal gefahren ist, hat wahrscheinlich auch die Rohre bemerkt, die an der steilen Felswand entlang nach unten führen.

Die Dießbachalm

An der Stelle des heutigen Dießbachstausees lag vorher die Dießbachalm, eine – glaubt man den Erzählungen – extrem schöne Alm, eingebettet zwischen den abfallenden Wänden der Ausläufer des Steinernen Meeres, Seehorn und Hundstod sind markant zu sehen. Die Weidefläche erstreckte sich den Dießbaches entlang bergauf bis auf die Hochwiese auf fast 1.900 Metern Höhe im Steinernen Meer.

Dießbachstausee

Heute ist der Dießbachstausee ein beliebter Abstecher von der Kallbrunnalm für Wanderer und Mountainbiker.

Über den Dießbachstausee ins Steinerne Meer

Auch für Bergsteiger ist der Dießbachstausee interessant, hier führt nämlich ein Aufstieg zum Ingolstädter Haus und damit ins Steinerne Meer vorbei. Da man aber erstmal den See erreichen muss, sollte man für den Aufstieg zum Ingolstädter Haus über den Dießbachstaussee von Pürzelbach bei Lofer mindestens mit 4 Stunden  Gehzeit rechnen.

Also wenn Ihr mal auf der Kallbrunnalm seit, macht den Abstecher zum Dießbachstausee! Es lohnt sich!

Euer Sepp BGLT

Sepp Wurm

Hoagascht auf der Kallbrunnalm

 von Sepp

Hin über d`Kallbrunnalm

Abwechslungsreich ist der Sommer auf der Kallbrunnalm. Das zeigt Bertl Göttl in einer eigenen Sendung mit allerlei Geschichten von der Alm – unter anderem vom Auftrieb der Kühe, der Arbeit in der Käserei oder dem Wetterbeten. Natürlich wird auch musiziert, mit den Liedlehrern der Salzburger Lieder- und Jodlerschatztruhe und Musikanten aus Salzburg und Bayern.

Kallbrunnalm © Hoagascht

Kallbrunnalm © Hoagascht

Ein musikalisches Almtreffen mit Bertl Göttl

– zu sehen und zu hören am Mittwoch, 15.08.2012 um 19:15 Uhr bei ServusTV. Ich weiß, es sind bis zur Ausstrahlung noch zwei Wochen, aber so habt Ihr noch genügend Zeit, um zu prüfen, ob und wie Ihr ServusTV empfangen könnt.

 

Euer Sepp BGLT

Sepp Wurm

Die Abendschau auf der Kallbrunnalm

 von Sepp

Fernsehtipp für Dienstag, 23. August

Im Rahmen der Sommertour 2011 sendet das Bayerische Fernsehen am Dienstag, 23.08.11 ab 17.30 in der Sendung „Aus Schwaben und Altbayern aktuell“ und ab 18.30 Uhr in der Abendschau einen Bericht aus dem Berchtesgadener Land, der grenzüberschreitende Urlauberverkehr zwischen dem Nationalpark Berchtesgaden und dem Naturpark Weißbach waren Gegenstand des Interesses der Abendschau-Redaktion.

Das Team des Bayerischen Fernsehens: 2.v.l. Redakteur und Chef vom Dienst Uli Frantz, r. daneben Moderator Martin Breitkopf und Fritz Rasp von der Tourist-Info Ramsau

Das Team des Bayerischen Fernsehens: 2.v.l. Redakteur und Chef vom Dienst Uli Frantz, r. daneben Moderator Martin Breitkopf und Fritz Rasp von der Tourist-Info Ramsau

Ramsau’s Tourist-Infoleiter Fritz Rasp führte Moderator Martin Breitkopf vom schönen Hintersee aus über das Klausbachtal auf die Kallbrunn-Alm; neben den landschaftlichen Schönheiten sind das Angebot für Elektrofahrräder, die neue Hängebrücke und der AlmErlebnisBus Thema des Berichts. Auf der Kallbrunnalm erläutert der Chef der Agargemeinschaft, Haimo Graßl, das Zustandekommen der „Käsehütte„, in dem die gesunde und schmackhafte Milch des Kallbrunner Almviehs zu hervorragendem Almkäse verarbeitet wird.
Sennerin Kathi erzählt u.a. von den Schönheiten des Almlebens, aber auch von den vielen Herausforderungen, die so ein Almsommer mit sich bringt.
Also auf keinen Fall verpassen: Aus Schwaben und Alltayern aktuell ab 17.30 Uhr und Abendschau ab 18.30 Uhr am morgigen Dienstag!

 

Euer Sepp BGLT