St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Karkopf

Auf dem Weg zur Jenner Bergstation.

Zwei geführte Schneeschuhtouren auf den Jenner und am Reichenhaller Predigtstuhl

Am vergangenen Wochenende fand zum 6. Mal das Winter Outdoor-Festival im Berchtesgadener Land statt. In diesem Jahr war das Festival, das sich mittlerweile als eines der absoluten Highlights der Berchtesgadener Wintersaison etabliert hat, komplett auf das Schneeschuhwandern ausgerichtet und bot entsprechend vier verschiedene, stets von Bergführern begleitete Schneeschuhtouren an. Ich bin am Samstag bei der 9-Stunden-Tour rund um und auf den Jenner mitgegangen und habe am nächsten Vormittag noch an der 3-Stunden-Tour von der Bergstation der Predigtstuhlbahn zum Karkopf, oberhalb der Alpenstadt Bad Reichenhall, teilgenommen.

Ich habe also zwei Touren kombiniert, um die Dauer zusammen zu stapfen, die die diesjährigen Schneeschuh-Könige des Winter Outdoor-Festivals auf der 12- Stunden-Tour am Rossfeld und an der Scharitzkehlalm vorbei in der Berchtesgadener Bergwelt verbracht haben. Komplettiert wurde das Programm von der 6-Stunden-Wanderung, die durch das Gebiet rund um den Grünstein führte.

Die beiden Touren boten dabei komplett unterschiedliche Schneeschuherlebnisse. Während die Tour auf den Jenner von frühlingshaften Temperaturen, Orkanböen am Gipfel und der fantastischen Aussicht auf Watzmann, Steinernes Meer und Königssee geprägt war, waren wir am Predigtstuhl in dichtem Schneetreiben in einer weiß-grün-grauen Winterlandschaft unterwegs und mussten uns die umliegenden Bergmassive praktisch in Gedanken hinzumalen.

Dennoch hatten beide Touren auch viele Gemeinsamkeiten, zu denen die hervorragende Festival-Organisation des Teams des Outdoor Club Berchtesgaden einen Großteil beigetragen hat: Eine durchwegs super Stimmung in den Tourengruppen, kompetente und sympathische Touren-Guides, super Verpflegung unterwegs, interessante Routenführungen durch die Berchtesgadener Bergnatur und der gewisse Winter-Outdoor-Festival-Spirit, der über allem lag, bescherten mir ein rundum wunderbares Wochenende.

Tag 1: 9-Stunden-Schneeschuh-Wanderung im Reich des Jenners

Nachdem in dem Festival-Basiscamp, dem Explorer Hotel in der Schönau, alle Teilnehmer mit Schneeschuhen und Stöcken ausgestattet wurden und das erfreulich nützliche Starterpaket entgegengenommen hatten, brach unsere etwa 30 bis 40-köpfige Gruppe in Richtung Talstation der Jennerbahn auf. Allerdings nicht bevor sich unser Bergführertrio bestehend aus Jan, Peter und Michi der Gruppe vorgestellt und uns für das Kommende instruiert hatte.

Voller Vorfreude und bei frühlingshaften Temperaturen legten wir dann die kurze Strecke zur Jennerbahn zurück. Die Einwohner der Schönau haben sich sicher gewundert, was für eine große Gruppe da zielstrebig und diszipliniert in Reih und Glied an ihren Häusern vorbeizieht. Den Temperaturen und der Tatsache geschuldet, dass sich das Weiß im Tal in den letzten Tagen immer mehr in die höheren Lagen zurückgezogen hat und ersten Frühlingsboten Platz macht, mussten wir mit unserer winterlichen Ausrüstung und den Schneeschuhen in der Hand ganz schön befremdlich wirken. Weiter oben sollten sich die Bedingungen dann aber schnell unserer Ausrüstung anpassen und jede mitgeschleppte Kleidungsschicht nicht umsonst gewesen sein.weiterlesen »

Isabel
Blick von der Bergstation der Predigtstuhlbahn auf die Alpenstadt Bad Reichenhall

Blick von der Bergstation der Predigtstuhlbahn auf die Alpenstadt Bad Reichenhall

Unvergessliche Erlebnisse rund um das Thema Salz: Lob für die vielseitigen Genüsse, die in Bad Reichenhall für Wellness- und Wandergäste geboten werden

Vom Bierseminar in der traditionsreichen Brauerei Bürgerbräu über Solequellentraining in den unterirdischen Gängen der Alten Saline bis hin zur aussichtsreichen Wanderung auf dem Predigtstuhl: Fünf renommierte Reisejournalisten aus Deutschland erlebten kürzlich echte Alpenstadt-Genüsse im Berchtesgadener Land. Unter dem Motto „(Salz)genüsse in Bergkulisse“ waren sie der Einladung der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH ins Hotel Wyndham Grand Bad Reichenhall Axelmannstein gefolgt und recherchierten vor Ort das einzigartige Angebot für Wellness- und Wandergäste rund um die stimmungsvolle Alpenstadt. „Die Redakteure waren beeindruckt von Lage, Angebot und Gastfreundschaft“, berichtet Maria Stangassinger, Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH. Zur Journalistengruppe gehörten Vertreter von FAZ, Saarbrücker Zeitung, Sächsische Zeitung, Schwäbische Zeitung und der Südwestpresse Ulm.

Zum Einstieg erhielten die Journalisten im Reichenhaller Bürgerbräu eine Lehrstunde in Sachen Biergeschmack. Beim neuen Bierseminar erklärte Dipl. Ing. Jörg Dycka die feinen Unterschiede der Bier-Degustation und alle Fakten zu Brauereigeschichte und Reinheitsgebot. Natürlich durfte selbst probiert werden: Neun der insgesamt 19 Biersorten standen zum Test bereit, darunter die gehobene Variante „Jahrgangsbier“, die im Gasthaus mittlerweile gerne als Digestif gereicht wird und großen Zuspruch fand.

Am nächsten Morgen stand ein Rundgang durch das Kurmittelhaus der Moderne auf dem Programm, bevor Barbara Braml bei einem Solequellentraining zeigte, wie die unterirdischen Gänge der Alten Saline zur Gesundheitsförderung eingesetzt werden. Alfons Brümmer führte anschließend durch die mit Marmor ausgelegten Stollen und erläuterte die Mechanismen der noch sichtbaren Gerätschaften und deren einstigen Einsatzbereich. Beim Testessen im schattigen Garten des SALIN wurden das Konzept der „Salzigen Festwochen“ und der Alpenstadt-Küche vorgestellt.

Alpenstadt Küche im Salin Bad Reichenhall

Alpenstadt Küche im Salin Bad Reichenhall

Gestärkt brach die Gruppe zum Stadtspaziergang auf, bei dem Kurdirektorin Gabriella Squarra durch Florianiplatz, Fußgängerzone und Königlichen Kurgarten führte.weiterlesen »

Sabrina Moriggl

Predigtstuhl Überschreitung

 von Sabrina
Predigtstuhl_1

Blick auf den Predigtstuhl und Salach.

Predigtstuhl Überschreitung über steinerne Agnes

Schon lange stand der Predigtstuhl auf meiner Liste. Als Einheimische noch nie dort oben gewesen zu sein hat mich immer etwas beschämt. Wie gern wollte ich einmal mit der Seilbahn fahren, aber selbst mit der Einladung auf einen Kaffee konnte ich meine Mutter nicht für die älterste, in Original erhaltene Seilbahn der Welt begeistern. Alleine fahren fand ich langweilig und 22,- Euro für den Spaß zu teuer. Blieb nur der Fußweg. Oft bin ich in den letzten Jahren den Dötzenkopf rauf und runter und hab nach einen Pfad zum Predigtstuhl Ausschau gehalten. Gefunden hab ich ihn trotz Karte nie. Doch letztes Jahr – ich ging mit Helga und Matthias zur steinernen Agnes, wies das Schild dort weiter zum Predigtstuhl. Das behielt ich im Hinterkopf – die Agnes würde mir den Weg hinauf zum Predigtstuhl sichern. Dieses Vorhaben ließ mich nicht mehr los. Und erst vor ein paar Wochen saß ich auf der Terrasse der Tagesbar vom Juhasz, zeigte mit dem Finger zum Predigtstuhl und erklärte entschlossen einer Bekannten. »Da aufi mag i heuer gehen.«

 

Jetzt war die Zeit reif. Ich wollte, musste hoch – es galt mir selbst etwas zu beweisen. Von Freilassing aus kommend über den Hammerauer Berg erstreckt sich eindrucksvoll das Lattengebirge. Ein mulmiges Gefühl beschlich mich. Meine Kondition lag im bescheidenen Bereich im Vergleich zur damaligen Agnesbesteigung – und haben wir damals nicht auch ein wenig gejammert, weil es zwei Stunden permanent aufwärts ging? Kurzentschlossen, um acht Uhr früh, entscheidet sich meine Freundin Ursi mitzukommen, wodurch ein Vorteil klar auf der Hand lag: zwei Autos. Ich parkte meines bei der Predigtstuhlbahn, hüpfte in Ursis VW und zusammen fuhren wir nach Hallthurm zum Wanderparkplatz. Der Plan simpel: Rauf zur Agnes, rüber zum Predigtstuhl, mit der Seilbahn runter. Statt den Bus mein Auto nehmen und Ursis Auto holen. Gesagt getan. Der Aufstieg zur Agnes hatte nichts an seiner schweißtreibenden Steigung verloren. Der erste Aussichtspunkt versöhnt jedoch mit einem tollen Blick hinab ins Land.

Predigtstuhl_2

Auf dem Weg zum Predigtstuhl

Als wir unterhalb der Agnes ankommen, wartet dort bereits eine Gruppe Wanderer. Wir bleiben für einen kurzen Plausch und beschließen für unsere Rast einen etwas ruhigeren Ort aufzusuchen. Also weiter des Weges. Ein umgeknickter Baum ragt mit seinen Ästen über den Weg und zaubert einen verwunschenen Durchgang. Seine noch grünen Blätter streifen unsere Köpfe. Den weichen Trampelweg am Hang folgend umgibt uns eine wunderbare Aussicht auf die Berge.

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Aussicht auf die Berge

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Sepp Wurm

Alm-Wanderung im Lattengebirge

 von Sepp
Blick vom Lattengebirge zum Watzmann

Blick vom Lattengebirge zum Watzmann

Das Lattengebirge steht ja immer etwas im Schatten der anderen, höheren Gebirgsstöcke der Berchtesgadener Alpen. Und auch das Lattengebirge selbst ist recht unterschiedlich erschlossen: Im Norden führt die Predigtstuhlbahn von Bad Reichenhall auf das Lattengebirge, im Süden erschließt der beliebte Almerlebnisweg einige Almen des Lattengebirges von Ramsau aus. Die Ostseite des Gebirges ist vor allem durch markanten Felsen der Schlafenden Hexe geprägt, doch unterhalb dieser schroffen Felstürme gibt es zahlreiche gemütliche Wander-Möglichkeiten. Ich war am Wochenende dort unterwegs und habe eine kleine Almwanderung gemacht.

Vom Wanderparkplatz am Frechenbach in Bischofswiesen Winkl führt der beschilderte AV-Weg 479 hinauf ins Lattengebirge. Zuerst führt der Weg auf einer Forststraße in weiten Kehren durch den schönen Mischwald bergauf, Auf etwa 1000 Metern Höhe wird der Weg schmaler und steiler. Jetzt erreiche ich die Mitterkaseralm.

Mitterkaser im Lattengebirge

Mitterkaser im Lattengebirge

In den meisten Karten ist diese Alm als Mitterkaser Diensthütte eingezeichnet, tatsächlich wird sie aber landwirtschaftlich genutzt: Ein Bauer aus Bischofswiesen treibt in den Sommermonaten sein Jungvieh zum Weiden auf die Alm. Bewirtschaftet ist die Mitterkaseralm im Lattengebirge allerdings nicht, seine Brotzeit muss man also selber mitnehmen.weiterlesen »

Sepp Wurm

Auf Skiern übers Lattengebirge

 von Sepp
Blick vom Predigtstuhl auf Bad Reichenhall

Blick vom Predigtstuhl auf Bad Reichenhall

Skitour vom Predigtstuhl nach Bischofswiesen

Was war das heute wieder für ein Traumtag: Strahlender Sonnenschein und fast schon frühlingshafte Temperaturen. Dabei ist es am Morgen, als wir in Bad Reichenhall zu unserer Skitour über das Lattengebirge aufbrechen, noch etwas neblig. Mit der ersten Gondel der Predigtstuhlbahn fahren wir um 9 Uhr auf den Reichenhaller Hausberg, den Nebel haben wir bereits nach wenigen Metern hinter und gelassen. Nach etwas mehr als 8 Minuten haben wir die Bergstation der Seilbahn erreicht. Im Tal sehen wir noch etwas Nebel, doch hier oben herrscht bereits bestes Wetter.

Vom Predigtstuhl zum Karkopf

Wir legen unsere Skier an, die Felle sind schon drauf, und folgen dem Höhenkurweg von der Bergstation der Predigtstuhlbahn zur Schlegelmulde.

Bergstation der Predigtstuhlbahn

Bergstation der Predigtstuhlbahn

Der Weg ist mit den Fellen unter den Skiern etwas gewöhnungsbedürftig, da es bis zur Almhütte immer leicht bergab geht. Doch neben dem geräumten Winterweg ist der Predigtstuhl tief verschneit und so weichen wir stellenweise in den unverspurten Tiefschnee neben dem Wanderweg aus. Die Schlegelmulden Alm erscheint vor uns: In strahlendem Sonnenschein schaut die Terrasse der Almhütte schon sehr verlockend aus, doch jetzt haben wir keine Zeit dafür. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns.

Schlegelmulde

Schlegelmulde

Der Hochschlegel erhebt sich aus der Schlegelmulde, er ist der erste Gipfel unserer Lattengebirgs-Überschreitung. Der Anstieg führt auf der ehemaligen Abfahrt des Hochschlegelliftes stellenweise steil auf den Gipfel des 1.688 Meter hohen Berges.

Das Gipfelkreuz auf dem Hochschlegel

Das Gipfelkreuz auf dem Hochschlegel

Am Gipfel angekommen, erkennen wir, dass sich der Nebel über Bad Reichenhall schon aufgelöst hat, weiter nördlich hingegen scheint er etwas hartnäckiger zu sein. Der Ausblick ist atemberaubend, bei besten Sichtverhältnissen lassen wir unseren Blick über Bad Reichenhall und die Berchtesgadener Alpen schweifen: Was für ein traumhafter Tag heute!weiterlesen »

Sepp Wurm

Gipfeltrilogie im Lattengebirge

 von Sepp
Mordaualm

Mordaualm

Törlkopf, Karkopf, Karspitz

Die Gipfel im Lattengebirge sind nicht so hoch wie in den anderen Gebirgstöcken der Berchtesgadener Alpen, doch dafür liegen sie nah beieinander und so kann man recht einfach mehrere Gipfel zu einer Tour kombinieren. Ich ging gestern von Ramsau Taubensee auf den Karkopf, mit 1.738 Metern der höchste Gipfel im Lattengebirge, auf den quasi direkt daneben liegenden Törlkopf (1.704 Meter) und auf dem Rückweg noch auf den Karspitz (1.640 Meter).

Ich starte meine Tour am Wanderparkplatz am Taubensee und gehe auf dem bekannten Weg zur Mordaualm, diese Strecke ist auch Teil des Almerlebnisweges Ramsau und ab Sommer des zukünftigen SalzAlpenSteiges, dem Premium-Wanderweg vom Chiemsee über den Königssee zum Hallstätter See. Noch ist die Mordaualm nicht bewirtschaftet, die Almbauern werden ihre Kühe am 7. Juni hochtreiben. Bis dahin werden die Enzian, die gerade so schön blühen, wahrscheinlich schon wieder verblüht sein,

Enzian auf der Mordaualm

Enzian auf der Mordaualm

Wenige Meter hinter den Kasern halte ich an einem Marterl kurz inne: Ich war zwar schon oft auf der Mordau, aber dieser Bildstock ist mir nie wirklich aufgefallen.

Marterl auf der Mordaualm

Marterl auf der Mordaualm

Auf der Alm ist scheinbar alles schon vorbereitet für die baldige Almsaison, der alte Kederbacher kam auch gerade an, um noch ein paar Arbeiten rund um den Kaser zu erledigen.

Ein paar hundert Meter hinter den Almhütten zweigt nach links ein bezeichneter Alpenvereinsweg ab, in Richtung Karkopf. Dieser Mitterbergsteig genannte Weg ist wirklich wunderschön. Zuerst führt er in sanfter Steigung durch den dichten Bergwald.weiterlesen »