St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Klausbachtal
Ann-Katrin
Freiheit pur!

Freiheit pur!

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Wer sich das nicht zutraut wird jetzt schon wegklicken. Viele kennen die Skitour der Königsklasse im Winter: die große Reibn. Diese wird oft in 2 Tagen und von extrem fitten Skibergsteigern in einem Tag begangen. Aber man muss kein Skibergsteiger sein um auch im Winter mal eine lange Tour durch die Berchtesgadener Berge zu unternehmen.
Hier habe ich eine Alternative für euch erwandert!

Und zwar vom Hintersee zum Grenzübergang am Hirschbichlpass, zu den Kallbrunnalmen und weiter zum Dießbachstausee. Die einfache Strecke misst fast 20 Kilometer. Allerdings dafür recht wenig Höhenmeter insgesamt, nämlich nur 1400. Somit merkt man die vielen Kilometer die man quasi schon „frisst“ gar nicht so sehr in den Beinen.

Tiefschnee und Bergspitzen

Tiefschnee und Bergspitzen

Die erste Stunde ist die Hirschbichlstraße, die für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist und nur in den Sommermonaten von einem Wanderbus befahren wird, noch komplett schneefrei. Nicht gerade der Optimalfall, denn in dieser Zeit trägt man die Schneeschuhe befestigt am Rucksack. Auch moderne Schneeschuhe haben ein gewisses Gewicht, wodurch der Rücken schnell mal beleidigt sein kann. Erst kurz vor der Bind-Alm kann man die Schneeschuhe befestigen. Dies variiert natürlich im Winter alles sehr stark. Es gab Tage, da mussten die Schneeschuhe schon am Klausbachhaus angezogen werden. Schneeschuhe verhindern, dass man gerade wenn der Schnee weich ist, nicht zu sehr einbricht. Ohne Schneeschuhe wäre diese Wanderung nicht möglich.

Bis zum Hirschbichlpass braucht man bis zu zwei Stunden. Von dort aus sind es dann nochmal zwei Stunden zur Kallbrunnalm. Leider ziehen sich die nächsten zwei Stunden wie Kaugummi. Kurz hinter derm Hirschbichlpass geht es 30% steil bergab. Ab hier ist die Straße auch wieder schneefrei/geräumt. Natürlich ein Grauß später 30% bergauf zu wandern mit den schweren Schneeschuhen am Rücken. Mittlerweile befinden wir uns schon in Österreich, im Naturpark Weißbach. Hier befindet sich nun auch ein Wanderparkplatz von dem wir nun abzweigen in Richtung Kallbrunnalm. Die Schneeschuhe werden dann wieder umgeschnallt und die Aufstiegshilfe auch. Dies erleichtert das bergauf gehen ungemein beziehungsweise macht es dieses schon wieder ziemlich bequem.

Die Sonne lacht! Es ist einer dieser sonnigen Tage an denen man spürt, dass der Frühling immer näher kommt. Einer dieser Tage in dem man alle Alltagssorgen vergisst. Ein Tag, der sich wie Urlaub anfühlt von dem man nicht möchte, das er je endet.weiterlesen »

Sepp Wurm

Das Tal der Almen und Adler

 von Sepp
Das Klausbachhaus

Das Klausbachhaus

Im Bergsteigerdorf Ramsau im Westen des Nationalparks Berchtesgaden liegt das Klausbachtal. Vom Hintersee erstreckt sich das Tal auf einer Länge von etwa 7 Kilometern bis zum Hirschbichl, der Grenze zu Österreich. Das Klausbachtal ist auch bekannt als Tal der Adler und Almen. Diese beiden Themenbereiche wurden jetzt durch zwei Neuerungen für den Besucher noch deutlicher erlebbar gemacht: Eine neue Steinadler-Beobachtungsstation und die Ausstellung „1000 Jahre Auf und Ab“ zur Geschichte der Almwirtschaft.

Die Beobachtung von Greifvögeln hat im Berchtesgadener Land eine lange Tradition. Schon von 1983 bis 1987 wurden hier Steinadler wissenschaftlich untersucht. Die neue Steinadler-Beobachtungsstation im Klausbachtal befindet sich etwa 500 Meter hinter der Informationsstelle Klausbachhaus, ist barrierefrei gestaltet und auch im Winter über den geräumten Winterwanderweg ins Klausbachtal erreichbar.

Die neue Steinadler Beobachtungsstation im Klausbachtal

Die neue Steinadler Beobachtungsstation im Klausbachtal

An dieser zeitgemäß gestalteten Informationsstelle können sich die Besucher des Nationalparks über den faszinierenden Vogel informieren und mit etwas Glück in seiner natürlichen Umgebung auch erleben. Die Halsgrube, das bevorzugte Thermik Gebiet des Steinadlers liegt nämlich direkt gegenüber.

Blick in die Halsgrube

Blick in die Halsgrube

Wer keine echten Steinadler erlebt, kann sich am kunstvoll geschnitzten Adlerkopf des Berchtesgadener Holzschnitzers Mario Guggenberger erfreuen, der die Station ziert.

Geschnitzter Steinadler-Kopf von Mario Guggenberger

Geschnitzter Steinadler-Kopf von Mario Guggenberger

Zur gestrigen offiziellen Eröffnung war auch Falkner Wolfgang Czech mit Steinadler-Dame Jennifer vor Ort. In seinem Gehege am Obersalzberg könnt Ihr zwei domestizierte Exemplare des Greifvogels erleben.

Falkner Wolfgang Czech mit Steinadler Dame Jennifer

Falkner Wolfgang Czech mit Steinadler Dame Jennifer

Neben der komplett neuen Steinadler-Beobachtungsstation wurde der Innenraum des Klausbachhauses komplett neugestaltet. Die Umgestaltung ist Teil der Nationalpark Strategie, die dezentralen Infostellen inhaltlich an das Haus der Berge anzupassen. Dabei werden die vier Hauptlebensräume Wasser, Wald, Alm, Fels & Karst jeweils an einem passenden Ort präsentiert. Der passende Ort, um den Lebensraum Alm zu präsentieren ist eben das Klausbachtal und die Nationalpark-Informationsstelle Klausbachhaus.weiterlesen »

Sepp Wurm

Advent-Wanderung durchs Klausbachtal

 von Sepp
Die Ramsauer Dolomiten über dem Klausbachtal

Die Ramsauer Dolomiten über dem Klausbachtal

Auch wenn zur Zeit nur in den Hochlagen der Berchtesgadener Berge Schnee liegt, kann man sehr stimmungsvolle Winterwanderungen machen. Ich war am zweiten Advent im Klausbachtal unterwegs und habe auf meinem Weg zur Bindalm zwar fast keinen Schnee gesehen, dafür aber eine wunderbare, von Frost überzogene Landschaft erlebt.

Ich beginne meine Wanderung am Klausbachhaus, der Informationsstelle des Nationalparks Berchtesgaden am Hintersee im Bergsteigerdorf Ramsau. Von dort folge ich dem Fußweg durch das Klausbachtal. Da die Sonne zur Zeit die Südseite des Tals kaum noch erreicht, sind die Bäume und Sträucher entlang des Weges von einer dicken Schicht Frost überzogen. Es ist kein Schnee, doch das Weiß des Frostes auf den Bäumen sorgt für die passende Stimmung zum 2. Advent.

Wanderweg durchs Klausbachtal

Wanderweg durchs Klausbachtal

Beim Blick durch den Wald sehe ich die steilen Abbrüche der Reiter Alm hell erleuchtet. Die Nordseite des Klausbachtals kriegt also auch jetzt noch Sonne ab, der Wanderweg dagegen verläuft quasi auf der Schattenseite des Tales.

ganz schön frostig

ganz schön frostig

Trotz der niedrigen Temperaturen und des Schattens ist es sehr angenehm zu gehen. Recht zügig erreiche ich die Hängebrücke über den Klausbach.weiterlesen »

Sepp Wurm

Barrierefrei im Nationalpark Berchtesgaden

 von Sepp
Barrierefrei: Die Hängebrücke im Klausbachtal

Barrierefrei: Die Hängebrücke im Klausbachtal

Gütesiegel für Barrierefreiheit an Nationalpark Berchtesgaden verliehen

Irmgard Badura, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, überreichte kürzlich das Signet „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei“ an den Nationalpark Berchtesgaden. Auf der Hängebrücke im Klausbachtal nahmen der stellvertretende Nationalparkleiter Ulrich Brendel, Mitarbeiter Christian Graßl sowie  Herbert Gschoßmann, der Bürgermeister des Bergsteigerdorfes Ramsau, die Auszeichnung entgegen.

Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann, Irmgard Badura, Ulrich Brendel, Christian Graßl

Herbert Gschoßmann, Irmgard Badura, Ulrich Brendel, Christian Graßl

Nach den Plänen der Bayerischen Staatsregierung soll der Freistaat bis zum Jahr 2023 in öffentlichen Bereichen zum großen Teil barrierefrei gestaltet werden. „Auch der Nationalpark widmet diesem Thema große Aufmerksamkeit“, versichert Ulrich Brendel. „Seit 2006 setzen wir unseren engagierten Managementplan für Barrierefreiheit Schritt für Schritt weiter um“. Auch Christian Graßl, Koordinator für Barrierefreiheit im Nationalpark, freut sich über entsprechende Angebote: „Das Haus der Berge, die Hängebrücke im Klausbachtal, der Aussichtsturm an der Wildfütterung sowie die Bushaltestellen des Alm-Erlebnisbusses beweisen, dass Barrierefreiheit auch in einem Alpen-Nationalpark möglich ist“.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

Sepp Wurm

Kranz-Kühe schauen auf dem Weg zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Am Samstag waren wir mit dem Radl zur Kallbrunnalm unterwegs. Da die Kallbrunner Almbauern aus der Ramsau an diesem Tag ihre Kühe ins Tal bringen, können wir während unserer Tour mehrere Almabtriebe mit prächtig geschmückten Kühen sehen.

Wir brechen in der Früh am Hintersee auf. Noch ist es wunderbar ruhig, lediglich die Enten sind schon auf dem See unterwegs.

Wir sind mit unseren E-Mountainbikes unterwegs, das perfekte Fortbewegungsmittel für solche gemütlichen Touren mit vielen Stopps zum Fotografieren. Am Klausbachhaus vorbei fahren wir hinein in den Nationalpark Berchtesgaden.

Auf Höhe der Wildfütterung im Klausbachtal hören wir Kuhglocken. Der Bauer vom Freidinglehen kommt uns mit seiner Herde entgegen. Die Kühe sind allerdings nicht geschmückt, denn der Freidinger treibt seine Kühe noch nicht zum heimischen Bauernhof, sondern erst noch auf die Schwarzbachalm. Auf dieser Niederalm werden die Kühe noch zwei Wochen verbringen, ehe sie endgültig wieder ihr Winterquartier beziehen.

Auf der breiten Straße radeln wir weiter durch das Klausbachtal, der Mitterberg, das extrem steile Wegstück unterhalb der Bindalm, überwinden wir dank der Unterstützung des Elektromotors unserer Räder mühelos. An der Brücke zur Bindalm treffen wir auf die bekannte Fotografin Marika Hildebrandt. Sie hat sich hier platziert um Bilder vom Almabtrieb zu machen. Und tatsächlich: Schon nach wenigen Minuten sehen wir die ersten Kranz-Kühe. Auf Marikas Facebookseite Fotomagie könnt Ihr ein paar von Marikas Bildern vom Almabtrieb von der Kallbrunnalm ansehen.

Ende eines Almsommers auf der Kallbrunnalm……..die Kranzkia gehen Hoam. Jedes Jahr wieder ein schönes Bild. Auf den Almen kehrt Ruhe ein.
Habt eine schöne Herbstzeit! 󾌵

Posted by Fotomagie Berchtesgaden on Samstag, 10. September 2016

 

Wir halten uns aber nicht allzu lange auf, sondern fahren recht zügig weiter zum Hirschbichl. Hier sehen wir schon den nächsten Almabtrieb: Direkt am Alpengasthof Hirschbichl treffen wir auf die wunderschön geschmückten Kühe und Jungtiere vom Graßlerlehen. Leider haben wir ein paar Probleme mit unseren Fotoapparaten bzw. mit den Akkus. Man sollte den Akku halt immer kontrollieren und laden.

Vom Hirschbichl folgen wir der Mountainbike-Tour 4 zur Kallbrunnalm. Dieser Weg führt über das Jagdhaus Falleck. Hier treffen wir schon auf die nächsten Kühe. Der Bauer vom Hasenlehen kommt uns hier entgegen. Und mit ihm seine Kühe mit wundervollen Fuikln.

Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Und auch unsere Kameraprobleme sind gelöst: Ich habe meinen Akku an Babsi abgetreten, begnüge mich fortan mit der Rolle des Beobachters und überlasse Babsi das Fotografieren des Almabtriebs.weiterlesen »

Sepp Wurm

Der Litzlkogel

 von Sepp
Der Litzlkogel: Aussichtsreicher Gipfel

Der Litzlkogel: Aussichtsreicher Gipfel

Gestern Nachmittag habe ich mal wieder einen meiner Lieblingsplätze besucht: Den Litzlkogel! Dieser 1.625 Meter hohe Berg ist unscheinbar und nur wenig bekannt, hat aber einiges zu bieten: Der Gipfel ist von der Litzlalm aus schnell erreicht, der Aufstieg vermittelt mit versicherten Stellen ein hochalpines Flair und – oben angekommen- bietet der Litzlkogel einen fantastischen Rundumblick auf die Berchtesgadener Berge und die Gebirgsstöcke und Almen des Salzburger Saalachtals!

Ausgangspunkt der Wanderung auf den Litzlkogel ist die Litzlalm. Bis hierher kommt man zu Fuß oder mit dem Mountainbike. Wenn man mit dem Almerlebnisbus bis zum Hirschbichl fährt kann man den Anmarsch durch das Klausbachtal zur Litzlalm erheblich beschleunigen. Vom Hirschbichl ist die Litzlalm in etw 40 Minuten erreicht.

Die Litzlalm

Die Litzlalm

Auf der Litzlalm angekommen, überquert man das gesamte Almgelände: Vorbei an der Jausenstation, wo sich Wanderer und Mountainbiker zum gemütlichen Beisammensein treffen, führt die Almstraße in einem weiten Bogen zu den weiteren Kasern der Almbauern.weiterlesen »

Sepp Wurm

E-Mountainbike Tour Kallbrunnalm

 von Sepp
Blick zur Kammerlingalm vom Weg zur Kallbrunnalm

Blick zur Kammerlingalm vom Weg zur Kallbrunnalm

Heute habe ich das schöne Wetter zu einer Tour mit meinem E-Mountainbike ausgenutzt. Ich hab‘ mir ab Mittag freigenommen und bin zur Kallbrunnalm geradelt.

Startpunkt meiner Tour ist bei mir daheim im Bergsteigerdorf Ramsau. Bei strahlendem Sonnenschein radle ich vorbei an der Pfarrkirche St. Sebastian gemütlich durch das Dorf. Erst an der Abzweigung zum Wirtshaus im Zauberwald wird die Strecke etwas steiler, doch dank der Motorunterstützung meines Rades verliere ich auch bergauf kaum an Geschwindigkeit. Am Hintersee entlang radle ich zum Klausbachhaus, dem Tor zum Nationalpark Berchtesgaden. Auf den ersten Kilometern durch die Au brauche ich die Unterstützung des Motors eigentlich nicht, da ein Pedelec ja ohnehin nur bis 25 Km/h unterstützt. So fahre ich genüsslich an der Wildfütterung im Klausbachtal vorbei, bevor ich an der ersten richtigen Steigung den Elektromotor wieder aktiviere. Spielerisch bringt mich mein E-Mountainbike unter den Ramsauer Dolomiten genannten Mühlsturzhörnern bergauf. Jetzt wird’s schon wieder flacher und ich kann den Akku schonen. Erst am Mitterberg, schalte ich den Motor wieder zu. Dieser Anstieg ist furchteinflößend, ich erinnere mich an Höllenquallen, die ich an diesem Berg durchlitten habe. Aber diese Zeiten sind vorbei: Bei kleiner Untersetzung und hoher Trittfrequenz schiebt mich mein Mountainbike förmlich den Berg hinauf, der Mitterberg hat seinen Schrecken verloren. Nach dem Mitterberg wartet eine kurze Flachpassage, bevor es noch einmal steiler wird. Dann ist der Hirschbichl erreicht.

Der Hirschbichl: Grenzübergang Bayern Österreich

Der Hirschbichl: Grenzübergang Bayern Österreich

Direkt an der Bayerisch-Österreichischen Landesgrenze steht hier oben das Gasthaus Hirschbichl und das Bergheim, wo man auch übernachten kann. Dienstags ist immer Ruhetag, was mich heute gar nicht besonders stört: Ich habe noch genug Energie zum Weiterradeln. Ich folge dem Weg der Mountainbike Tour 4: Kallbrunnalm. Diese Strecke führt nicht auf der Straße ins Tal und dann wieder bergauf, sondern über das Jagdhaus Falleck unterhalb der Kammerlingalm nahezu eben einmal rund um das Becken zwischen Kammerlinghorn und Hochkranz.

Falleck zwischen Hirschbichl und Kallbrunn

Falleck zwischen Hirschbichl und Kallbrunn

Wo der Radlweg sich mit der Straße vereinigt, wir der Weg dann wieder steiler. In Serpentinen müssen noch die letzten paar hundert Höhenmeter bis zur Kallbrunnalm überwunden werden. Fast habe ich Mitleid, als ich mühelos an einem sportlichen Radler auf seinem herkömmlichen Mountainbike mit Klick-Pedalen vorbeiziehe. Aber nur fast!

Als ich die Kallbrunnalm erreiche ist mein Akku noch halb voll, ich könnte also noch ein ganzes Stück fahren. Doch heute will ich die Alm genießen. Am Kaskeller, wo der Kallbrunner Almkäse, der auch in ausgewählten Läden im  Tal verkauft wird, hergestellt wird, fahre ich vorbei zu den Kasern der Almbauern.weiterlesen »

Sepp Wurm

Gen Oim – Almauftrieb auf die Bindalm

 von Sepp
Almauftrieb zur Bindalm | Bergsteigerdorf Ramsau

Almauftrieb zur Bindalm

Heute war es soweit: Wir sind gen oim g’fahren! So sagt man bei uns zum Almauftrieb. Um 6 Uhr in der Früh lassen wir die Kühe und Jungtiere aus dem Stall des Möslerlehens und führen sie zur Alpenstraße. Tatsächlich treiben uns aber eher die Tiere an, wir versuchen sie zu bremsen, doch die älteren Kühe kennen den Weg bereits, waren sie doch schon mehrmals auf der Alm. Unsere Aufgabe besteht also zuerst mal darin, die schnellen Tiere einzubremsen, um die Herde zusammenzuhalten.

An der Hindenburglinde vorbei gehen wir mit unserer 13 Vieh starken Herde dann durch die steile Graßlergasse zum Bindenkreuz und Richtung Fernseben. 4 Kälber stehen derweil noch im Stall, sie sind noch zu klein für den langen Weg zur Bindalm und werden später mit dem Traktor auf die Alm gefahren. Über der Triebenbachstraße erhebt sich die Reiter Alm in den schönsten Farben, die der Morgen zu bieten hat.  Erstaunlich ist die Färbung der Buchen. Durch einen Kälteeinbruch vor wenigen Wochen sind viele der bereits ausgetriebenen Blätter erfroren und sind nun braun. Der Wald sieht eher nach Herbst denn nach Frühsommer aus.

Herbstliche Färbung der Buchen

Herbstliche Färbung der Buchen

Unseren Kühen ist die außergewöhnliche Färbung der Bäume egal, zielstrebig gehen sie bergab zum Hintersee.

Die Kühe am Hintersee

Die Kühe am Hintersee

Am Hintersee ist es um diese Uhrzeit noch sehr ruhig, lediglich ein Fischer ist mit dem Boot bereits hinausgefahren. Wahrscheinlich sind Fische Frühaufsteher!weiterlesen »

Sepp Wurm

Winter-Wanderprogramm des Nationalparks

 von Sepp
Winterwander-Programm Nationalpark Berchtesgaden

Winterwander-Programm Nationalpark Berchtesgaden

Von Dezember bis April bietet der Nationalpark Berchtesgaden in Zusammenarbeit mit der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee über 230 Veranstaltungen für Gäste und Einheimische an. Das neue Winter-Wanderprogramm 2015/2016 ist erschienen und liegt ab sofort kostenfrei in den Tourist-Informationen der Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Schönau am Königssee und Ramsau sowie in den Infostellen des Nationalparks auf.

Neu im Programm ist die Veranstaltung „Rotwild im Winter“, die Naturfreunde an insgesamt acht Terminen im Klausbachtal über die Anpassungen des Rotwildes an den harten Bergwinter informiert. Auch die „Musikalische Wintergeschichte“ ist neu: Ein Angebot der Nationalparkverwaltung, das sich an Familien mit Kindern richtet und zum Mitmachen animiert. „Klassiker“ wie die traditionellen Fahrten mit dem Pferdeschlitten zur Wildfütterung im Klausbachtal werden wieder ab dem 25. Dezember angeboten, Platzreservierungen für eine Mitfahrt auf der Kutsche sind ab 15. Dezember unter der Rufnummer +49 8657 1431 möglich.

Pferdeschlittenfahrt im Klausbachtal | Nationalpark Berchtesgaden

Pferdeschlittenfahrt im Klausbachtal | Nationalpark Berchtesgaden

Spannung und Diskussionsstoff versprechen die fünf Termine der traditionellen Winter-Vortragsreihe, die jeweils am ersten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr im Nationalparkzentrum Haus der Berge in Berchtesgaden stattfindet. Lesungen aus Werken über die Berchtesgadener Alpen und Vorträge über die Wildkatze oder den Berchtesgadener Sternenhimmel sowie zu Bienen, Wespen und Hornissen runden das Angebot ab. Erstmals präsentiert Prof. Dr. Hubert Job von der Universität Würzburg am 04. Februar 2016 die Ergebnisse seiner groß angelegten Studie zu den wirtschaftlichen Effekten des Nationalparks Berchtesgaden.weiterlesen »

Sepp Wurm

Schüler erkundeten den Nationalpark

 von Sepp
Skibergsteigen auf Skipisten? Skitouren und Schutz von Wildtieren? Erweiterungen von Skigebieten in Schutzgebietsnähe? All diese Themen betreffen auch den Nationalpark Berchtesgaden. Nationalpark-Mitarbeiter Lorenz Köppl (Mitte) diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe verschiedene Nutzungskonflikte im Nationalpark.

Skibergsteigen auf Skipisten? Skitouren und Schutz von Wildtieren? Erweiterungen von Skigebieten in Schutzgebietsnähe? All diese Themen betreffen auch den Nationalpark Berchtesgaden. Nationalpark-Mitarbeiter Lorenz Köppl (Mitte) diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe verschiedene Nutzungskonflikte im Nationalpark.

Zeitreisen im Wimbachtal, Besuche beim „König der Lüfte“, eine „Nationalpark-Talkshow“ oder Wetterphänomene im Hochgebirge: 470 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Berchtesgaden besuchten kürzlich beim ersten Nationalpark-Projekttag den einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands. Bei 18 verschiedenen Programmen stellten Nationalpark-Mitarbeiter in individuell aufbereiteten Programmen für Unter-, Mittel- und Oberstufe den Nationalpark Berchtesgaden mit seinen vielseitigen Aufgaben und Funktionen sowie seiner Tier– und Pflanzenwelt vor.

„Das große Interesse und die fleißige Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler auch bei so komplexen Themen wie Nutzungskonflikte im Nationalpark haben mich wirklich angenehm überrascht“, freut sich Nationalpark-Mitarbeiter Lorenz Köppl, der mit 16 Teilnehmern aus der Oberstufe am Jenner unterwegs war. Auch die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe waren bei Exkursionen zur Königsbachalm, sowie im Klausbach- und Wimbachtal begeistert bei der Sache und beteiligten sich aktiv an den angebotenen Programmen. Für die Unterstufe standen Mitmach-Aktionen im Nationalparkzentrum Haus der Berge auf dem Programm, andere Teilnehmer waren auf den Spuren von Steinadlern, Spechten und Wassertieren im Klausbach– und Wimbachtal unterwegs. Die Schüler durften dabei selbst wählen, an welchem Programm ihrer Jahrgangsstufe sie teilnehmen wollten.weiterlesen »