Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Königsseeschifffahrt
beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

Hüttentouren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und so kommt es, dass ein Großteil der Berghütten hier in den Berchtesgadener Alpen zum Teil schon ausgebucht sind für Übernachtungen. Doch, was heißt das genau? Was wenn ich auf das Geradewohl vorbei komme – werde ich dann weggeschickt? Brauche ich dann einen Schlafsack? Was soll ich mitnehmen auf meine Hüttentour?

All diese Fragen werde ich euch beantworten. Ehrlich und konkret. Danach folgt eine Beschreibung einer 2-Tagestour durch das Steinere Meer, die ich vor kurzem gegangen bin.

Fangen wir mal beim Rucksack an. Was wollt ihr eigentlich mit euren 60 Liter Rucksäcken, die schon über dem Kopf überhängen? Vollkommen unnötig! Außer ihr wollt nun die ganze Sommersaison in einer Berghütte verbringen! In den Rucksack soll ein dicker Pulli, eine dicke Jacke, eine Windjacke (super klein faltbar), T-Shirts, Tops, Unterwäsche, Socken, eine Wechselhose und vielleicht Shorts. Zu Essen reichen Müsli-Rigel und dafür eine große mind. 1,5-Liter Flasche die nachfüllbar ist. In den Berghütten kann man sehr gut essen. Denn Gewinn machen die Berghütten nur durch die Konsumation von Essen/Getränken. Alpenvereinshütten müssen einen Großteil der Übernachtungsgebühr an den deutschen Alpenverein abführen. Apropo Alpenverein: Berghütten des Alpenvereines sind auch Schutzhütten, was bedeutet ist ein Abstieg ins Tal nicht mehr zumutbar, so kommt ihr sicher im Notlager oder sogar im Gastraum auf einer Matratze unter. Ihr werdet nicht vor die Haustüre geschickt am Abend. Am Wochenende sind die Berghütten immer heillos überfüllt. Macht eure Hüttentour doch besser unter der Woche. Und was wollt ihr mit euren Zelten, Isomatten und Schlafsäcken?! Campieren ist im Nationalpark Berchtesgaden strengstens verboten! Wer erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen. In den Berghütten gibt es sowohl im Matratzenlager, als auch in den Bettenlager genügend Decken und Kissen. Ihr braucht nur ein Inlett, also Hüttenschlafsack. Diese können in vielen Hütten geliehen werden oder kostengünstig gekauft werden. Das Packmaß ist winzig.

Also hier nochmal zusammengefasst:

  1. Den Rucksack minimalistisch packen. In der Regel reicht ein 30 Liter Rucksack für 3-4 Tage
  2. In den Berghütten Essen/Trinken konsumieren
  3.  Tour besser unter der Woche machen, da sonst schlafen in einer heillos überfüllten Hütte
  4. Campieren verboten! Zelt, Isomatte und Schlafsack zu Hause lassen.

So, jetzt kennt ihr euch aus.
Jetzt fragt ihr euch wieso redet die denn so schlau daher? Ganz einfach: Ich habe selbst schon in einer Berghütte gearbeitet, bin mehrmals die Woche in den Bergen unterwegs und beruflich im Tourismus tätig. Deswegen kommen hier auch ein paar Tipps und eine Tour, die ich vor kurzem machte als Beispiel.

Ein ehrlicher Guide durch das steinere Meer (denn wusstet ihr was blaue Linie im steinerne Meer bedeuten?!).

Tag 1:
Oft werde ich gefragt wohin mit dem Auto, wenn der Start nicht gleich der Endpunkt ist. Dazu rate ich immer die Tour zu einer Rundtour zu machen oder den Endpunkt so zu legen, dass man Mithilfe des ÖPNV zum Auto zurück gelangt. So auch heute. Das Auto lasse ich zu Hause in Schönau am Königssee (alternativ Mehrtagesticket am Automaten am Großparkplatz Königssee lösen). Mit dem ersten Schiff fahre ich bis zur Halbinsel St. Bartholomä. Mir wird wieder bewusst, dass ich am schönsten See Deutschlands lebe. An der Halbinsel angekommen biege ich gleich nach links und folge der Beschilderung Kärlingerhaus. Ausgeschildert ist es hier mit 5 Stunden für den Aufstieg über Saugasse zum Funtensee. Ehrlich gesagt kenne ich niemaden, der so lange brauchte. Der Druchschnitt is 3-3,5 Stunden. Meinen Kreislauf treibe ich gleich hoch indem ich das Tempo hoch anziehe. Denn nicht nur das Kärlingerhaus ist mein heutiges Ziel sondern auch 2 Gipfel. Also zack zack am Ufer entlang, steile schweißtreibende Kehren bis ins Schrainbachtal, dann flach am Schrainbach entlang und dann bin ich direkt vor ihr: der Saugasse. Ihr Ruf ist deutlich schlechter als sie ist. Das Ungewöhnliche an der Saugasse ist nur, dass man viele Höhenmeter über einige Spitzkehren macht. Der Endspurt nach der Saugasse zieht sich. Nach 2,5 Stunden habe ich das Kärlingerhaus erreicht. Die Haxen sind auf Autopilot, mein Kreislauf hasst mich gerade. Viel Wasser und zuckerhaltiges Essen brauche ich. Denn nun geht es weiter zum Gipfel des Viehkogels. Es geht steil und über mehrere Schuttrinnen bergauf. Man durchquert das wilde Viehkogeltal. 1 Stunde 45 Minuten dauert der Aufstieg.

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

NUN EINE INFO, DIE ES IN KAUM EINEM WANDERFÜHRER GIBT: Wenn ihr über das Viehkogeltal zum Riemannhaus wollt, dann müst ihr hinter der Viehkogeltalhütte den blauen Linien nach rechts folgen. Nicht den roten Punkten! Denn die roten Punkte führen zum Gifel des Viehkogel. Aber Achtung oft bedeuten blaue Linien, dass dort der Weg zum Gipfel führt. Vor allem auf österreichischer Seite des stenernen Meeres. Bitte im steinernen Meer oft auch auf den Boden achten. Denn dort findet man gesprayed oder mit Edding auf Stein geschrieben die Richtung. Es gibt im stenernen Meer kaum Wegweiser.

Nach dem letzten, sehr schottrigen Steilaufschwung habe ich die Gipfelwiese des Viehkogels erreicht. Dieser Gipfel bietet tolle Blicke zu den Funtenseetauern und auf das steinerne Meer. Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg. Da der Weg doch recht rutschig ist, empfieht sich hier Trekkingstöcke zu nutzen.

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

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Ein neues Boot für den Königssee

 von Sepp
Neues Boot für die Königssee-Flotte © Sebastian Maltan

Neues Boot für die Königssee-Flotte © Sebastian Maltan

Neues Elektroboot ab Sommer 2017 am Königssee!

Bald ist es soweit: Das bisher größte Elektromotorboot am Königssee mit einer Länge von 22 Metern, einer Breite von 3,90 Metern und einem Leergewicht von 21 Tonnen wird fertiggestellt. Bis auf den Rumpf wird das Boot komplett in der Schiffswerft am Königssee unter der Regie von Bootsbaumeister Sebastian Maltan gebaut: Bootsbauer, Schreiner, Zimmerer, Maler, Elektriker, Schlosser und Sattler fertigen in liebevoller Detailarbeit alle Ein- und Ausbauten. Seit 1983 werden die Schiffe für die Königsseeflotte in der eigenen Werft am Königssee gebaut. Bei dem aktuellen Schiff handelt es sich um den siebten Schiffsbau in der eigenen Werft.

Das neue Boot ist dabei äußerlich kaum von den anderen 17 großen Booten zu unterscheiden: Es ist gerade mal einen Meter länger als das letzte gebaute Boot, die MARIA ALM. Es wird aber etwa 10 % mehr Fahrgäste als die bisherigen Bootstypen befördern können. Der Längenzuwachs kommt natürlich auch dem Komfort der Passagiere zugute: Das neue Boot wird den Fahrgästen etwas mehr Beinfreiheit bieten. Mit einem zusätzlichen Schiff werden sich auch die Wartezeiten an den Anlegestellen ein wenig verringern. Ansonsten wird das neue Boot auf dem Königssee den traditionellen Stil der bisherigen Flotte beibehalten: Eine Toilette an Bord gibt es nicht und auch eine Bewirtung ist nicht möglich.weiterlesen

Rosi Fürmann

Die Flotte auf dem Königssee

 von Rosi
ein Schiff der Königsseeschifffahrt auf dem frühlingshaften Königssee im Berchtesgadener Land, Oberbayern, Deutschland, Germany

Schiffe der Königsseeschifffahrt auf dem frühlingshaften Königssee im Berchtesgadener Land


Die Flotte auf dem Königssee mit der
südlichsten und höchstgelegensten Werft Deutschlands
– eine beinahe unglaubliche Geschichte

Lautlos gleitet das Königsseeschiff über das vom Föhnwind leicht gekräuselte Wasser. Inmitten einer imposanten Bergkulisse geht es von der Seelände bis zum weltberühmten Wallfahrtsort St. Bartholomä auf der Halbinsel Hirschau am Fuße der Watzmannostwand.

die Schifffahrt auf dem Königsees vor Bartholomä im Berchtesgadener Land, Oberbayern, Deutschland,

die Schifffahrt auf dem Königssee vor St. Bartholomä im Berchtesgadener Land

Vielleicht führt uns die Fahrt noch weiter bis zur nur über das Wasser erreichbaren Saletalm. Und nach einem ausgedehnten Spaziergang von Bartholomä zur Eiskapelle nehmen wir auf der Rückfahrt „ein paar Anhalter“ mit, die nach einer Bergwanderung über die Gotzenalm an der Haltestelle „Kessel“ stehen und mit zurück zum Parkplatz an der Seelände wollen.

Bartholomä am Königsee im Nationalpark Berchtesgadener Land, Oberbayern, Deutschland

die Halbinsel Hirschau mit der Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Königssee im Nationalpark Berchtesgadener Land

Mit einer Selbstverständlichkeit nehmen wir das Angebot der Königssee-Schifffahrt an, nach diesem wunderschönen Ausflug hier am südlichsten Zipfel Bayerns an der Seelände wieder anzulegen, – ohne einen Gedanken darauf zu verschwenden, wer diese das ganze Jahr über bereitstehende große Flotte von 17 Elektrobooten baut und wartet.weiterlesen

Rosi Fürmann

Der Schrainbach-Wasserfall am Königssee

 von Rosi
der Schrainbachfall am Königssee

der Schrainbachfall am Königssee

Der Schrainbach-Wasserfall am Königsee

Eine leichte Wanderung führt von der Halbinsel Hirschau mit der so berühmten Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Königssee in rund einer halben Stunde nach hinten zum wildromantischen Schrainbachfall, dessen Wasser sich teils senkrecht in den Königssee ergießt.

der Schrainbachfall am Königssee

der Schrainbach-Wasserfall am Königssee

Die Wanderung führt auf sehr gut begehbarem Weg zuerst flach am See entlang, bis sie dann in ein paar Serpentinen hinaufführt zu den „wilden Wassern“ des Schrainbaches.

Der Königsee mit Bartholomä und Watzmann

Der Königssee mit der Kirche St. Bartholomä auf der Halbinsel Hirschau und im Hintergrund der Watzmannostwand

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