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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Königssee
Georg Hack | BMW Sliding Challenge

Georg Hack | BMW Sliding Challenge

Zur Einstimmung auf die Rennrodel WM  lädt BMW zusammen mit dem Organisationskomitee zur BMW Sliding Challenge ein. Internationale Weltklasse-Rodler stellen sich einer Herausforderung, bei der der Spaß im Mittelpunkt steht und die an den ersten großen Triumph von Legende Georg Hackl erinnert.

Die BMW Sliding Challenge ist ein „Gaudi-Wettbewerb“. In Reminiszenz an den berühmten Silber-Rennanzug von Georg Hackl, mit dem er 1992 in Albertville zum ersten Mal Gold bei den Olympischen Spielen gewann, wird jeder Athlet in einem silberfarbenen Retro-Rennanzug und einen mit eigenem Namen beschrifteten Naturbahn-Rennrodel antreten. Der „Hackl-Schorsch“ wird auf der zirka 600 Meter langen Naturrodelbahn eine „Richtzeit“ vorlegen. Die teilnehmenden internationalen Athleten müssen anschließend versuchen, möglichst nahe an diese Zeit heranzukommen. Es gewinnt also nicht die schnellste, sondern die präziseste Fahrt.

Zuschauer sind herzlich eingeladen, die hochkarätig besetzte BMW Sliding Challenge am Donnerstag, 28. Januar um 14 Uhr am Gasthof Vorderband in Schönau a. Königssee zu besuchen und die Rennrodler anzufeuern. BMW lädt zu Krapfen und Punsch ein. Der Zielraum ist direkt am Alpengasthof Vorderbrand. Parken: Parkplatz Hinterbrand, 83471 Schönau.

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Rennrodel-WM am Königssee

 von Sarita
Lokalmatadore Felix Loch, Tobias Wendl / Tobias Arlt

Lokalmatadore Felix Loch, Tobias Wendl / Tobias Arlt

Um die 140 Aktive aus 24 Nationen werden an den 46. Weltmeisterschaften des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL) vom 28. bis 31. Januar 2016 in der Deutsche Post Eisarena Königssee teilnehmen. Im Bewerb der Herren Einsitzer starten 44 Herren. Bei den Damen werden es 41 Schlitten und bei den Doppelsitzern 27 sein. Für die Team-Staffel (bestehend aus einer Dame, einem Herrn und einem Doppelsitzer) haben 13 Team-Staffeln gemeldet.

Alle Informationen unter www.bglt.de/rodelwm

Blick vom Start © Jayson Terdiman, Team USA

Blick vom Start © Jayson Terdiman, Team USA

Die Nationen von Australien (AUS), Österreich (AUT), Bosnien-Herzegowina (BIH), Bulgarien (BUL), Kanada (CAN), Kroatien (CRO), Tschechien (CZE) Großbritannien (GBR), Italien (ITA), Japan (JPN), Korea (KOR), Lettland (LAT), Norwegen (NOR), Polen (POL), Rumänien (ROU), Russland (RUS), Slowenien (SLO), Schweiz (SUI), Slowakei (SVK), Chinesisch Taipeh (TPE), Türkei (TUR), Ukraine (UKR), Vereinigte Staaten von Amerika (USA) und Deutschland (GER) werden bei der Eröffnungsfeier am Donnerstag, 28. Januar am Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden einmarschieren, bevor FIL-Präsident Josef Fendt dann die 46. Weltmeisterschaften offiziell eröffnen wird.

Pressemeldung BSD

#‎LugeWM2016‬

Johannes Lochner und Joshua Bluhm © Dietmar Reker

Johannes Lochner und Joshua Bluhm © Dietmar Reker

Die Deutsche Post Eisarena Königssee startet ins neue Jahr vom 4. Bis 10. 01. 2016  mit dem sechsten Zweierbob– sowie dem vierten und fünften Viererbob-Europacup der Bobfahrer und Bobfahrerinnen. Europacupspitzenreiter Johannes Lochner möchte auf seiner Heimbahn die Siegesserie fortsetzen. Der 25-jährige Vizeweltmeister gewann alle drei Europacups bei denen er im Zweierbob in Winterberg und Altenberg bisher antrat. Trotz des Verzichts auf einen Start bei den Rennen Nummer vier und fünf im lettischen Sigulda führt der für den Bobclub Stuttgart startende Student die Europacupwertung vor den Heimrennen am 8. Januar 2016 an.

Lokalmatador Vizeweltmeister Johannes Lochner großer Favorit im neuen Jahr am Königssee
Auch im großen Schlitten siegte Lochner mit seinem Team bei allen drei bisher gefahrenen Europacups. Die Viererbob-Rennen am 9. und 10. Januar ab 10 Uhr am Königssee werden aus deutscher Sicht besonders interessant. Nach dem Spitzenteam von Johannes Lochner liegen  die Bobteams Christoph Hafer vom Bobclub Bad Feilnbach und Florian Wagner (BSR Rennsteig Oberhof) in der Gesamtwertung momentan auf Rang zwei und drei.

Bei den Frauen führt die Russin Aleksandra Rodionova aktuell die Europacupwertung an. Auf Rang zwei liegt die Berlinerin Mariama Jamanka, die allerdings inzwischen in den Weltcup aufgestiegen ist. Ranglisten-Dritte ist momentan Stephanie Schneider mit ihrem Team vom BSC Sachsen Oberbärenburg.

Zeitplan Bob-Europacup Königssee:
Montag, 4. Januar bis Donnerstag, 7. Januar 2016:  Bob-Training Europacup
Freitag, 8. Januar 2016, 10.00 Uhr: 6. Zweierbob-Europacup der Frauen und Männer
Samstag, 9. Januar 2016, 10.00 Uhr: 4. Viererbob-Europacup
Sonntag, 10. Januar 2016, 10.00 Uhr: 5. Viererbob-Europacup

Auf dem Bob-Europacup folgen dann vom 10. bis 15. Januar 2016 der Skeleton-Europacup und der Skeleton InterContinentalCup in der Eisarena am Fußes des Watzmanns.

Pressemeldung bsd 27.12.2015

Felix Loch | RFelix Loch | Rennrodelnennrodeln

Felix Loch | Rennrodeln

Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte der deutschen Rennrodler-Elite, werden am Dienstag, 29. Dezember 2015 am bayerischen Königssee die Deutschen Meister 2016 im Rennrodeln der Herren, Damen, Doppelsitzer und in der Team-Staffel ermittelt.

Deutsche Meisterschaften als WM-Generalprobe am Königssee
Die nationalen Meisterschaften versprechen enge und spannende Titelkämpfe: Neben der Vergabe der Meistertitel gelten die Rennen zugleich als Generalprobe für den Saisonhöhepunkt, die 46. FIL Weltmeisterschaften im Rennrodeln. Diese werden vom 29. bis 31. Januar 2016 ebenfalls am Fuße des Watzmanns ausgetragen.

Den Meistertitel des Jahres 2015 von Oberhof verteidigen möchten die WM-Dritte Tatjana Hüfner (BRC 05 Friedrichroda) und der 31-jährige Andi Langenhan (RC Zella Mehlis), die sich im Vorjahr gegen ihre Teamkollegen in Oberhof durchsetzen konnten. Bei den Doppelsitzern gewannen im letzten Jahr Toni Eggert und Sascha Benecken (BRC Ilsenburg-Harz/RT Suhl).

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Kroll und Strack, Bob Weltcup

Kroll und Strack, Bob Weltcup

Olympiasieger und Weltmeister am Start
In der Deutsche Post Eisarena Königssee geht die BMW IBSF Bob und Skeleton Weltcup Serie 2015/16 vom 7. bis 13. Dezember 2015 in die dritte Runde. Die Athletinnen und Athleten des Internationalen Bob und Skeleton Verbandes IBSF dürfen sich dabei auf eine tolle Stimmung freuen, denn die Rennen auf der weltweit ersten künstlich vereisten Bob- und Rodelbahn sind traditionell gut besucht. Die letzten Weltmeisterschaften im Jahr 2011 am Königssee besuchten insgesamt rund 40.000 Fans und feuerten die Starts der Bob- und Skeleton-Szene an. Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland mit OK-Chef Alexander Resch plant für alle Großveranstaltungen ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sowie mitreißende Siegerehrungen, bei denen auch deutsche Athleten auf dem Siegerpodest erwartet werden.

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Bayerische Seen entlang der Deutschen Alpenstraße

 von Sepp
Mystische Stimmung: Herbst auf St. Bartholomä am Königssee

Mystische Stimmung: Herbst auf St. Bartholomä am Königssee

Wo nicht nur Wasser und Berge von erster Qualität zeugen

Mitte Oktober besuchten 18 Schweizer Reiseveranstalter das Berchtesgadener Land. Gemeinsam mit anderen bayerischen Destinationen stellte man sich unter dem Titel „Bayerische Seen entlang der Deutschen Alpenstraße“ den anspruchsvollen Urlaubsprofis aus dem  Nachbarland vor.

Das Reiseprogramm setzte auf Erlebnisse an bekannten Seen und Bewegung in der Natur. Startpunkt der Reise war natürlich der Königssee, der die Besucher auch ohne strahlenden Sonnenschein  beeindruckte.  „Die mystische Stimmung, die roten Türme der Wallfahrtskirche und eine ausgezeichnete Brotzeit in St. Bartholomä begeisterten die Gäste“ beschreibt  Raphaela Anfang, die bei der Berchtesgadener Land Tourismus unter anderem für das Auslandsmarketing zuständig ist, die Stimmung.weiterlesen

Natur- und Tiererlebnis im Hagengebirge

 von Ann-Kathrin
Blick ins steinerne Meer

Blick ins steinerne Meer

Wie schon in meinem vorherigen Artikel „Welcome to the moon – unsere Reise zum Mond“ erwähnt bin ich mit einer Angina auf 2-Tagestour gegangen. Nun muss ich das aktuell bereuen. Ich habe sie verschleppt und irgendwie werde ich nicht richtig gesund. Es ist Wochenende und ich habe frei. Einen Tag davon bin ich ans Bett gefesselt, eben wegen der verschleppten Angina. Den nächsten Morgen fühle ich mich besser. Ich plane gen Hagengebirge zu wandern. Wohin und wie weit, da gebe ich mir keine Richtung vor. Einfach mal leiten lassen, wohin es gehen soll und vor allem wie weit ich gehen kann mit der fiesen Erkältung.

Zuerst geht es erst einmal zu Fuß zum Königssee Parkplatz von der Talstation der Jennerbahn folge ich den Beschilderungen in Richtung Königsbachalm. Schnell bin ich über der morgendlichen Nebelsuppe. Gerade im Herbst könnte man Schönau am Königssee auch in Nebelau am Königssee umbenennen. Stetig bergauf geht es zum Hochbahnweg durch die steile Häusersiedlung im Dorf Königssee. Am Ende der Straße beginnt der Hochbahnweg. Hier mache ich nun meine Stöcke auf und erleichtere mich meiner Jacke. Es ist richtig warm geworden. Nun geht es auf diesem breiten Weg bis zur Königsbachalm. Zwischendurch bieten sich wunderbare Tiefblicke zum Königssee und hinüber zum mächtigen Watzmann. Früher war der Hochbahnweg furchtbar anstrengend. Mittlerweile fällt mir dieser sehr viel leichter und man hat diese Wegstrecke auch schnell überwunden. Bei der Königsbachalm geht es nochmal etwas steiler bergan in Richtung Priesbergalm. Dieser sogenannte Königsberger Graben ist ein kleiner Wadenzwicker. Bei der Priesbergalm angekommen öffnet sich nicht nur eine schöne Aussicht zur Watzmann-Ostwand und das steinerne Meer, sondern nun endet der breite Forststraßenweg und wird zu einem wunderschönen Pfad, der sich dann in Richtung Stiergraben zu einem Steiglein entwickelt. Dem Eingang zum Hagengebirge.

Deutlich merke ich, dass meine Atmung nicht so gut funktioniert wie sie es sollte. Es fühlt sich an, wie als hätte ich einen Tennisball im Hals. Oft ist es schwierig Luft zu holen. Aber die Beine wollen immer mehr. Es ist als würden sie ein Eigenleben führen, einfach funktionieren wie eine Maschine, die mich überall hinbringt. So lande ich nach ein paar vereisten Stellen am Seeleinsee auf 1809 Metern Höhe im Hagengebirge. Dieser hat schon eine dünne Eissicht, wodurch sich seine Farbe in ein leichtes gräuliches hellblau veränderte. Auch zwei schöne Kontraste sind zu erkennen. In Richtung Windschartenkopf/Schneibstein und Fagstein ist es schneefrei und zum Hochgeschirr hinauf liegt schon ein wenig Schnee.

Blick vom Hochgeschirr zum Seeleinsee

Blick vom Hochgeschirr zum Seeleinsee

Meine Beine haben nicht genug vom Aufstieg zum Seeleinsee und so habe ich vollkommen die Kontrolle über die unteren Gliedmasen verloren. Sie tragen mich zum eingeschneiten Aufstieg zum Hochgeschirr. Das erste Mal nach diesem grandiosen Rekordsommer wieder Schnee und Eis unter den Füßen. Das ist echt ungewohnt! Und das Suchspiel beginnt! Einige Markierungen sind vom Schnee bedeckt wodurch ich mich anhand meiner Erinnerung orientiere wo ich zu laufen habe um auch nicht in ein Löchlein einzukrachen.weiterlesen

Welcome to the moon – unsere Reise zum Mond!

 von Ann-Kathrin
Steppenlandschaft

Steppenlandschaft

Wem das Shuttle zum Mond zu teuer ist, für den habe ich eine kostengünstige Alternative: das steinerne Meer! Einer der wenigen Plätze in denen man sich so abgeschieden und weltfremd fühlt.

Meine beste Freundin aus Mannheim ist für ein paar Tage bei mir zu Besuch. Grund war nicht nur der Erholungswert sondern auch mein gut besuchter Vortrag am 3. Oktober im Haus der Berge. Für unsere Reise zum Mond mieten wir kein teueres Shuttle, sondern wir nutzen den öffentlichen Personennahverkehr. Mit der Linie 846 fahren wir bis Wimbachbrücke. Bevor es dann los geht zu unserer Expedition wird am neuen Geldautomaten am Parkplatz der Geldbeutel gefüllt (ganz umsonst ist die Reise zum Mond natürlich nicht).

Die Wimbachklamm lassen wir links liegen (wusstet ihr, dass das Trinkwasser der Berchtesgadener hier entspringt?!). Unsere Trekkingstöcke stellen wir ein und schon kann es los gehen. Schnellen Schrittes wollen wir die Wimbachgrieshütte erreichen. Laut gelben Wegesschild dauert es bis zur ersten Trink- und Esstation drei Stunden. Unser Ziel ist die Hälfte der Zeit. Meine Freundin betreibt Kraftsport, somit habe ich auch eine starke Begleitung für die Tour. Zwar ist es Montag und schon fast Nebensaison, aber trotzdem sind hier einige Wanderer unterwegs. Gut, wir sind aber auch eigentlich zu spät los für solch eine lange Tour. Erst um kurz vor halb 11 starteten wir.

Zwei junge Frauen, sportlich gekleidet (und nicht minder attraktiv) gehen schnellen Schrittes nebeneinander durch das Wimbachgries – das fällt auf! Dementsprechend können wir uns auch Sprüche wie „Sind Sie von der Firma eilig?“ anhören. Mein Konter: „Nein, wir sind von der Firma sportlich!“. Mittlerweile höre ich schon sehr lange solche Sprüche. Wieso kann sich das so mancher nicht einfach verkneifen? Wieso kann nicht jeder so gehen wie er will? Ist doch eigentlich egal, so lange man niemanden anderes gefährdet? Wir sind doch der Freiheit wegen in den Bergen und nicht weil uns andere etwas vorschreiben wollen! Für die Reise zum Mond muss man eben schnell unterwegs sein!

im Wimbachgries

im Wimbachgries

Zeitlich im Plan kommen wir bei unserer ersten Station, der Wimbachgrieshütte an. Auf dem Weg dorthin haben wir uns mit etwas ausgetrockneten Datteln gedopt. „Das sind Energiespender!“, sagt meine Freundin voller Überzeugung. Davon merke ich nichts. Zu dem Zeitpunkt unserer Reise zum Mond bin ich leider etwas geschwächt durch eine Angina. Dank der Pharmaindustrie kann ich einigermasen funktionieren (Bitte keine Meinungsäußerungen dazu, jeder wie er will). Bei der Wimbachgrieshütte dopen wir uns mit Suppe, Kaskrainer, Kartoffelsalat, Speckbrot und Kuchen. Das tut gut! Die Dattel-Weltraumnahrung heben wir für später auf.weiterlesen

Toni

Steinadler-Begegnung an der Gotzenalm

 von Toni

An einem nebligen Herbstnachmittag sitzen wir auf dem schmalen Steig in der Laafeldwand. Hunderte Höhenmeter unter uns liegt das schöne Landtal mit seiner verfallenen Alm, am Gegenhang ragen die riesigen Wandfluchten des Kahlersbergs in den Wolkenlücken auf. Nachdem wir mit der Königssee-Schifffahrt bis Salet gefahren sind und den schweißtreibenden Aufstieg über den Landtalsteig hinter uns gebracht haben, möchten wir an diesem guten Aussichtspunkt ein wenig rasten.

Wildbeobachtungen im Landtal

Mit den Ferngläsern werden nun die zwischen den Nebelschwaden sichtbaren Hänge, Steilflanken und Grasbänder abgesucht. Bald entdecken wir einige Gämsen mit Kitzen friedlich zwischen den Karstfelsen äsend. Oben auf dem Plateau des Kahlersbergs ist hin und wieder das Gehörn eines stattlichen Steinbocks zu erkennen, und ein kleines Rudel Steingeißen mit ihren kugelrund wirkenden Kitzen liegt im Schutt am Wandfuß. Dazu ziehen krächzend einige Kolkraben am Himmel dahin, ein Turmfalke sucht im Rüttelflug über Grasflächen nach Mäusen und ein vielstimmig piepsender Schwarm Zeisige pickt Insekten in den nahen Lärchen ab.

Jagender Steinadler am Kahlersberg

Nach diesen vielen Sichtungen sind wir schon fast wieder im Aufbruch, als unten aus dem Landtal Warnpfiffe von Murmeltieren erklingen. Es ist jeweils nicht die übliche, längere Abfolge von Pfiffen, die auf einen Bodenfeind wie Fuchs, Mensch oder freilaufender Hund hinweist, sondern der einzelne, konzentrierte Pfiff: Luftfeind! Das kann eigentlich nur ein Steinadler sein, der diese Warnungen bewirkt. Sofort springen wir auf und halten mit den Ferngläsern Ausschau. Zuerst ist nichts zu sehen, doch dann fällt uns ein großer Schatten an einer der Wände am Kahlersberg ins Auge. Ein männlicher Adler segelt dort langsam und nah am Hang auf den Hochgschirr-Pass zu. Er hatte offenbar versucht, sich an die hier verstreut lebenden Murmeltiere anzuschleichen, wurde aber von den Nagern früh genug entdeckt. Da ein Angriff nun sinnlos ist, landet er bald in einer toten Lärche und hält nach weiteren Jagdgelegenheiten Ausschau.weiterlesen

Rosi Fürmann
Almabtrieb von der Saletalm über den Königssee an der Kirche St. Bartholomä mit Watzmannostwand vorbei zur Seelände und weiter in die Schönau

Almabtrieb von der Saletalm über den Königssee an der Kirche St. Bartholomä mit Watzmannostwand vorbei zur Seelände und weiter in die Schönau auf den Heimathof – © RoHa-Fotothek Fürmann 

Mit viel Wehmut nimmt sie Abschied von ihren Kühen und Kalbinnen und steht auf der Fahrt über den See mit dem Blick nach vorne gerichtet auf dem Landauer (großes Transportschiff mit ebenem Boden und flachem Zustieg). Zusammen mit den Bauersleuten des Rennerlehens Stefan und Brigitte Resch und den vielen Helfern bringt sie die Tiere von der Saletalm (am Südende des Königssees) zurück und hält stolz ihre wunderbare Fuikl in der Hand, mit der sie eine ihrer Kühe schmücken wird.

Almabtrieb von der Saletalm über den Königssee an der Kirche St. Bartholomä mit Watzmannostwand vorbei zur Seelände und weiter in die Schönau

Almabtrieb von der Saletalm über den Königssee an der Kirche St. Bartholomä mit Watzmannostwand vorbei zur Seelände und weiter in die Schönau auf den Heimathof – © RoHa-Fotothek Fürmann

Die 51-jährige Sennerin Christine Brüderl aus Laufen verbrachte ihren Almsommer mit den Tieren auf der von den Bauersleuten des Mooserlehens und Rennerlehens geteilten Saletalm, kümmerte sich um die Tiere, machte Butter und Käse und versorgte so manch hungrigen Wanderer.

Almabtrieb von der Saletalm über den Königssee an der Kirche St. Bartholomä mit Watzmannostwand vorbei zur Seelände und weiter in die Schönau
Almabtrieb von der Saletalm über den Königssee an der Kirche St. Bartholomä mit Watzmannostwand vorbei zur Seelände und weiter in die Schönau auf den Heimathof – © RoHa-Fotothek Fürmann

Die Fahrt über den glatten See an diesem einmaligen Herbsttag beendet für Mensch und Tier eine wunderbare Zeit an diesem nur von den Elektrobooten der Königsseeschifffahrt oder auf mühsamen Steigen über die Berge erreichbaren Fleckchen Erde. Jeden Abend, wenn das letzte Boot mit den Besuchern den Steg Richtung Bartholomä verlässt, dann sind es die Stille, die Ruhe, die Einsamkeit und das Zusammenspiel von Mensch und Natur, die die Stunden prägen und genossen werden wollen, bis der Weg im Herbst wieder zurückgeht in die Welt des „normalen Alltags“.

Almabtrieb von der Saletalm über den Königssee an der Kirche St. Bartholomä mit Watzmannostwand vorbei zur Seelände und weiter in die Schönau

Almabtrieb von der Saletalm über den Königssee an der Kirche St. Bartholomä mit Watzmannostwand vorbei zur Seelände und weiter in die Schönau auf den Heimathof – © RoHa-Fotothek Fürmann

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