St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Kührointhütte

Wintertraum auf Kühroint.

Schneeschuhrunde auf die Kührointalm

Der vergangene Samstag war der Auftakt einer traumhaften Wetterperiode, die uns bevorsteht. Wir haben das Bilderbuchwetter für eine Winterwanderrunde zur Kührointalm (1420m) inklusive Abstecher zur Archenkanzel (1346m) genutzt. Gut, dass wir die Schneeschuhe dabei hatten, denn während unten im Tal langsam ein buntes Meer aus Frühlingsblumen entsteht, findet man auf der Kühroint noch hochwinterliche Verhältnisse vor.

Durch weit mehr als einen halben Meter Schnee mit feinster Pulverauflage stapfen wir von der Kührointalm im Anschluss noch zur Archenkanzel, um am späten Nachmittag den einsamen Blick auf den Königssee zu genießen. Die Kührointalm erreichten wir im Aufstieg an der Bobbahn und Klingeralm vorbei. Das Winterparadies verließen wir am frühen Abend dann über die Schapbachalm in Richtung Hammerstiel-Parkplatz.

Anstieg über die Klingeralm – zwischen den Jahreszeiten

Wie schon bei der Wanderung zum Grünstein am Vortag, starten wir von meiner Haustür in Schönau weg und machen uns auf in Richtung Bobbahn am Königssee. Kurz hinter dem Haus Hohenwart zweigt dann der breite Wanderweg ab, der im Tal des Klingerbachs in Richtung Grünstein und Kühroint führt.

Es kommt uns vor, als ob die Natur seit gestern nochmal einen gewaltigen Frühlingswachstumsschub erfahren hat. Überall sprießen Krokusse, Schneerosen und -Glöckchen aus der Erde. Die strahlende Sonne lässt die Farben der Natur kräftig und frisch erscheinen. Das Blau über uns hat nichts mehr von dem kalten Winterhimmel der letzten Monate.

Immer wieder halten wir an, um die kontrastreichen Ausblicke zu genießen, für die der Neuschnee auf den hohen Bergen sorgt. Frisches Grün, strahlendes Weiß und tiefes Blau. Der Frühlingsbeginn im Berchtesgadener Land verzückt mich immer mehr!

Der frisch verschneite Hohe Göll macht von der Schönau aus eine besonders elegante Figur.

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Ann-Katrin

Work – Mountain – Balance

 von Ann-Kathrin
Sonnenaufgang © Ann-Kathrin Helbig

Sonnenaufgang © Ann-Kathrin Helbig

Wenn die Zeit knapp ist und das Bedürfnis nach Naturerlebnis groß

Leben um zu arbeiten, arbeiten um zu leben. Nur so ein kurzer Satz regt immer sehr viele zum Nachdenken an. Die meisten von uns arbeiten 5 Tage die Woche, manche sogar 6 Tage. Wochenendarbeit ist mittlerweile an der Tagesordnung. Wo bleibt da noch Zeit für sich um wieder neue Kraft zu sammeln? Meine Art um nicht in die Spirale aus schlafen, arbeiten, schlafen zu gelangen ist einfach etwas früher aufzustehen. Es kostet zu Beginn etwas Überwindung, doch es lohnt sich!

Kennt ihr schon das erhabene Gefühl, morgens auf einer Erhöhung oder einem Berg zu stehen und den Sonnenaufgang zu bewundern? Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages einzufangen und auf der Haut zu spüren, lehrt mich Gelassenheit für den Arbeitsalltag. Ich weiß dann, dass ich schon etwas erlebt habe, dass ich am heutigen Tage gelebt habe und nicht nur funktioniert habe. Viele aus meinem Bekanntenkreis nutzen hingegen ihren Feierabend um nochmal eine Bergtour zu machen, ein Bier in der Berghütte zu trinken oder einfach nur eine Runde laufen zu gehen. Im Arbeitsalltag wird immer mehr von uns abverlangt, durch Naturerlebnisse schaffen wir es wieder einen Blick für das zu bekommen, was wirklich zählt im Leben.

Hier ein paar klassische vor oder nach der Arbeit Touren:

Kehlsteinhaus

Im Sommer am Tag mit Sicherheit einer der Orte an dem man am wenigsten Ruhe hat. Doch wer in den frühen Morgen- oder Abendstunden oder am besten sogar zum Sonnenauf- oder Sonnenuntergang dort ist, wird ein unvergesslich schönes Erlebnis haben. Am schnellsten erreicht man das Kehlsteinhaus vom Parkplatz Ofnerboden ab der Rossfeld-Höhenringstraße. Fitte sind über den betonierten Weg in einer Stunde am Gipfel.

Sonnenaufgang am Kehlstein © Ann-Kathrin Helbig

Sonnenaufgang am Kehlstein © Ann-Kathrin Helbig

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Magischer Moment am Hocheck, die Sonne geht hinter dem Hochkalter unter

Magischer Moment am Hocheck, die Sonne geht hinter dem Hochkalter unter.

Magische Momente

Es sind diese magischen Momente, die mich immer wieder in die Berge ziehen. Oft auch zu ungewöhnlichen Tageszeiten. Für mich gibt es kaum berührendere Momente als ein Sonnenauf- oder -untergang auf einem hohen Gipfel. Wenn es im Tal schon (oder noch) dunkel ist und man oben von den letzten oder ersten Sonnenstrahlen des Tages gewärmt wird. Wenn man die Ruhe am Gipfel genießen kann und die Bergwelt rund um einen herum die unwirklichsten Farben annimmt. Wenn Mond und Sonne am Himmel gleichzeitig um die Wette strahlen und die Natur langsam aufwacht oder sich schlafen legt. Wenn man für ein paar Stunden denkt, man hätte die Welt für sich alleine…für mich das ultimative Naturerlebnis!

Als Schauplatz für solch ein magisches Naturerlebnis hatte ich mir am letzten Sonntag das Watzmann-Hocheck (2651m), den nördlichsten und niedrigsten der drei Watzmann-Gipfel, ausgesucht. Ich hoffte, dass der, für das Berchtesgadener Land vom Wetterbericht angekündigte, strahlende Sonnenschein bis zum Sonnenuntergang halten würde und die abendlichen Hitzegewitter sich der Vorhersage entsprechend lediglich über dem Alpenhauptkamm bilden würden. Die Wetterseiten waren sich nicht ganz einig darüber, es blieb bis zum Ende ein spannender Balanceakt am Himmel…

Vom Königssee über den Rinnkendlsteig zur Kührointhütte

Früh morgens ging es mit dem Boot über den Königssee nach St. Bartholomä, wo ich den, den offiziellen Angaben nach zusammengerechnet 8-stündigen Gewaltmarsch zum Hocheck startete. Neben des nötigen frühen Starts empfiehlt es sich aus zwei weiteren Gründen unbedingt das erste Boot zu nehmen. Erstens ist die Lichtstimmung auf dem Königssee morgens besonders schön und zweitens kann man so noch die Ruhe vor dem täglichen Touristensturm in St. Bartholomä genießen.

Überfahrt auf dem Königssee nach St. Bartholomä

Morgendliche Überfahrt auf dem Königssee nach St. Bartholomä.

Das Berchtesgadener Postkartenmotiv: St. Bartholomä vor der himmelhohen Watzmann-Ostwand

Das Berchtesgadener Postkartenmotiv: St. Bartholomä vor der himmelhohen Watzmann-Ostwand.

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