St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Kulinarik
Sepp Wurm

Sommerbutter aus Bergbauernmilch

 von Sepp
Rezeptideen mit Wildkräutern und Blüten machen auf der neuen Sommerbutterverpackung der Molkerei Berchtesgadener Land Lust zum Nachkochen.

Die Sommerbutter der Milchwerke Berchtesgadener Land

Im Mai schlagen die Bäume aus und die Wiesen leuchten vom gelben Löwenzahl. Das frische Futter, eingegrast im Stall oder auf der Weide, schmeckt den Kühen und hebt die Milchqualität. Denn im Gras stecken viele wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren und natürliche Carotinoide. Sie sind dafür verantwortlich, dass die jetzt hergestellte Butter schön goldgelb in der Färbung ist und besonders gut streichfähig ist. Dieses wertvolle Naturprodukt packen die Milchwerke Berchtesgadener Land ab sofort in ein „Sommerkleid“ mit tollen Rezeptideen mit Blüten und Wildkräutern auf der Rückseite.

Gräser, Kräuter und Heilkräuter wie Spitzwegerich, Brennnessel, Giersch, Gundermann und Brunnenkresse sprießen, der Bärlauch verströmt sein typisches Knoblaucharoma in der Au. Gänseblümchen, Veilchen und Taubnesseln bieten den Bienen erste Nahrung. Viele von Ihnen sind auch für die Wildkräuterküche geeignet und landen deshalb nicht nur in der Vase sondern auch auf dem Esstisch. Unter www.bergbauernmilch.de/sommerbutter hat die Molkerei Berchtesgadener Land eine Fülle an interessanten neuen Rezeptideen zusammengestellt, wie z.B. Hähnchenbrust in Brezenkruste und Rucola-Biskuit mit Ringelblumenbutter oder Chili-Lachssteaks mit milder Rosenbutter und Eisberg-Melonensalat.

Auch ein Rezept für Topfkuchen mit Erdbeer-Butter-Creme und kandierten Blüten findet Ihr dort.weiterlesen »

Ann-Katrin

Sophie – Berchtesgadens jüngste Wirtin

 von Ann-Kathrin
Sophie im Almkaser in Spiesberger's Alpenküche

Sophie im Almkaser in Spiesberger’s Alpenküche

Was wäre Berchtesgaden ohne Gastronomie? Wahrscheinlich nicht das Berchtesgaden, das es jetzt ist. Diesen Beitrag können nur die örtlichen Gastronomen leisten. Aber keineswegs sollte man annehmen, ein Restaurant oder Wirtshaus ‚liefe schon von alleine‘.

Ein Beispiel hierfür wie man es richtig macht ist Sophie Renoth – Berchtesgadens jüngste Wirtin. Mit gerade einmal 28 Jahren ist sie seit 1. Dezember 2012 selbstständige Unternehmerin. Sie ist die Wirtin von Spiesberger’s Alpenküche im Nationalparkzentrum Haus der Berge. Doch wie kommt man in diesem jungen Alter zu so einer Verantwortung? Immer wird davon gesprochen, wer erfolgreich sein will braucht Erfahrung. Also wie kam Sophie Renoth zu all der Erfahrung um sich so jung, so erfolgreich zu etablieren?

Die Leidenschaft für die Gastronomie kommt nicht von ungefähr! Sophie ist die Tochter von Wolfgang und Ute Spiesberger, die zusammen im Jahre 1990 im Zentrum Berchtesgadens das Café Spiesberger eröffneten. Damals ist Sophie schon im Café mitaufgewachsen. Ihre Eltern haben das Ganze positiv gelebt, so war es für Sophie eine Selbstverständlichkeit in den Schulferien im Café Spiesberger mitzuhelfen. Von vornherein war für sie klar, wohin es beruflich gehen soll – sie möchte in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Nach dem Abitur ging es für Sophie nach Österreich, wo sie den Diplomstudiengang „Hotelmanagement Food & Beverage“ erfolgreich absolvierte. Das Ganze war kein Zuckerschlecken. Der Lehrplan war unheimlich straff, man bekam Einblicke in alle Bereiche. Danach ging es in den Schwarzwald. Auch hier musste sie ordentlich zulangen. In einem Hotel musste sie in allen Bereichen mithelfen. Ob nun Service oder Reinigung, Sophie durfte sich für nichts zu schade sein. Und sie tat es anstandslos – immer ihr Ziel im Blick selbst einmal auf eigenen Beinen zu stehen. Sophie ist heimatverbunden, so kam es, dass sie es wieder zurück in die Heimat zog und sie in der Tourist-Information Schönau am Königssee arbeitete. Auch hier übernahm sie schon früh Verantwortung. Dort wurde sie aufgenommen wie in einer Familie, die Arbeit dort machte ihr unheimlich Freude. Eine Seltenheit in der heutigen Zeit einen Arbeitgeber und einen Arbeitsplatz zu finden, in dem man sich wohlfühlt. Doch Sophie spürte es noch immer, den Wunsch beziehungsweise die Sehnsucht nach der eigenen Gastronomie. Eine Übernahme des Café Spiesberger stünde in weiter Zukunft. Also das Risiko eingehen und sich selbst eine Lokalität suchen? Eine große Aufgabe, denn eine Menge an Faktoren müssen einbezogen werden. Nur die Lage eines Restaurant/Gasthaus/Café reicht nicht um sich etablieren zu können. So wuchs in Sophie die Idee der Selbstständigkeit und der Suche nach einer eigenen Lokalität. Bei ihrem damaligen Arbeitgeber, hat das Team schon geahnt, dass es Sophie noch immer in den Fingern juckt und sie nicht für ewig ein Teil des Teams sein wird. Als der Entschluss fest stand, erfuhr Sophie die volle Unterstützung ihres Teams in der Tourist-Information Schönau am Königssee. Aber auch die Familie steht immer hinter ihr. Die ganze Familie, ob nun Vater Wolfgang, die Mutter, die Schwester oder die Oma. Alle stehen ihr immer beratend und unterstützend zur Seite. Im Jahre 2011 begann dann die Suche nach einem eigenen Objekt. Unter „Immobilien Bayern“ fand Sie die Ausschreibung für eine Lokalität im Nationalparkzentrum Haus der Berge, welches im Mai 2013 auf dem ehemaligen Gelände des Hotels Berchtesgadener Hof eröffnet werden soll. Auf dem Rohbau fühlte sich Sophie sofort wohl, intiutiv wusste sie ‚das ist es!‘. Der Blick zum Watzmann, dem Hohen Göll, dem Hohen Brett und zum Jenner inspirierte nicht nur Sophie. So kam ihrem Vater die Idee, eine Almhütte im Restaurant entstehen zu lassen. Auch ansonsten gibt es viel künstlicheres Talent in der ganzen Familie. Sophie’s Mutter bedruckte die Kissen, ihr Vater entwarf die Gemälde und verzierte die Tische für das Restaurant mit Lötarbeiten auf denen die Tiere des Nationalparkes Berchtesgaden zu sehen sind.weiterlesen »

Ann-Katrin

Schneeschuh-Trekking Teil 3

 von Ann-Kathrin
Carl-von-Stahl Haus in der Sonne

Carl-von-Stahl Haus in der Sonne

Heute werde ich über eine Schneeschuh-Tour schreiben, die eher eine etwas anstrengendere ist. Hierbei lohnt es sich eine Nacht auf der Berghütte mit einzuplanen, wenn ihr weiter lest bzw. scrollt, dann wisst ihr warum 😉 Das Naturerlebnis wird natürlich besonders atemberaubend, wenn ihr bei gutem Wetter, also bei Sonnenschein eure Tour startet. Am Besten ihr parkt euer Auto am Großparkplatz am Königssee oder ihr nützt die Buslinie 841 ab Berchtesgaden Bahnhof und steigt bei der Jennerbahn aus. Hier habt ihr nochmals die Möglichkeit euch mit Proviant zu versorgen. Bei der Bäckerei Zechmeister bekommt ihr nicht nur leckere Köstlichkeiten sondern auch Heißgetränke und kalte Getränke. Wichtig ist es auch Wechselkleidung mit einzupacken. Ihr werdet schwitzen! Und zwar sowas von!

Nun geht es los!
Wie so oft bin ich bei dieser Tour auch alleine unterwegs. Der Rucksack lastet schwer, da dort noch die Schneeschuhe dranhängen. Erst wenn genügend Schnee am Untergrund vorhanden ist, sollte man diese um die Wanderschuhe schnallen, sonst schadet das den Krallen der Schneeschuhe. Vorbei an der Jennerbahn-Talstation geht es entlang der Straße und der gelben Wegeschilder in Richtung Stahlhaus/Schneibsteinhaus. Die Dauer wird mit vier Stunden einfach angegeben. Je nach Kondition und je nachdem wie viel Zeit man sich für diese Schneeschuh-Tour gibt kann man mit mehr oder weniger  Aufstiegszeit rechnen. Vier Stunden sind nur ein Orientierungswert. Im Sommer folgt man der Beschilderung hinauf zum Hochbahnweg. Im Winter nutzt man als Schneeschuhgeher denselben Aufstieg wie die Skitourengeher. Dazu gehe ich über die Piste bei der Gabelung wo es weiter zum Malerwinkelrundweg geht und laufe ein Stück am rechten Rand der Piste. Bald geht es in den Wald hinein und gehe den sogenannten Pletzergraben hinauf. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, Pisten mit Schneeschuhen zu kreuzen ist grausig! Man fühlt sich mit all den Pistenfahreren deplatziert, nur die Skitourengeher fragen interessiert wie es sich denn mit den Schneeschuhen so gehen lässt oder fragen neckisch wo ich denn meine Ski gelassen habe. Die Spucke verschlägt es ihnen aber dann, wenn das „Dirndl“ locker an ihnen vorbeizieht.

diesem Hinweisschild folgen

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Am Hochbahnweg angelangt begegnet man nur Schneeschuhwanderern oder Skitourengehern. Beide Personengruppen sind besonders unter der Woche nicht in zu großer Anzahl anzutreffen. So begegnete mir ein entgegenkommender Skitourengeher erst oberhalb der Königsbachalm am Königsbergergraben hinab. Stichwort Königsbachalm: Wer wie ich eine Nacht im Carl-von-Stahl Haus verbringen möchte, den lädt die Königsbachalm zum Sonnenbad und zur ersten Brotzeit ein. Im Winter ist die Königsbachalm nicht bewirtschaftet, also bitte selbst versorgen. Je nach Schneelage zieht der Königsbergergraben nochmal richtig Energie. Auch der Hochbahnweg mit seiner stetigen Steigung benötigte schon eine gute Kondition. Sobald es wieder ebenmäßiger wird kommt man an eine Weggabelung, geradeaus geht es zur Enzianbrennhütte des Bergbrenners „Hubsi“, die aber im Winter geschlossen ist und noch ein Stückchen weiter geht es zur Priesbergalm. Hier kommen über die hohen Rossfelder die Skitourengeher von der sogenannten kleinen Reibe zurück. Sehnsüchtig denke ich darüber nach auch in naher Zukunft Skitouren zu gehen. Doch leider muss man dazu erst einmal Skifahren lernen, inkl. Pistenabfahrt. Ich bin da eher eine Person, die das Naturerlebnis schätzt und bei sturem Pisten runtersausen, stelle ich mir das Naturerlebnis eher gering vor. Anders beim Skitouren gehen, hier ist man in denselben Gebiet „bergsteigerisch“ unterwegs, wie man es auch im Sommer ist. Durch das Aufsteigen mit Fellen kann um sich herum die Natur intensiv miterleben.

Genug der Träumerei, ich folge der Beschilderung Stahlhaus. Es geht nun recht angenehm daher, vor allen Dingen ist es hier sehr ruhig. Kein Wintersporttrubel. Vorbei am Zugang zum Königstal, wo man zur Königstalalm gelangt (hier bitte nicht hinfolgen, im Sommer wunderbare Einkehr, urige Almhütte) gehe ich weiter linkshaltend. Vorbei an einem hellblauen Kasterl geht es dann wieder steigend hinauf. Das Aufsteigen kann zwischendurch monoton und kräfteraubend sein, aber sobald sich der Wald lichtet, erkennt man wie sehr sich die Mühe lohnte.

Blick zur Jenner-Bergstation

Blick zur Jenner-Bergstation

Es geht noch leicht steigend bergan. Aber um mich herum öffnet sich eine Bilderbuchlandschaft. Die Landschaft schaut aus wie Watte. Ich erkenne Schneeschuhgeher- und Skitourengeherspuren, aber Tierspuren wie die eines Schneehasen oder von Alpendohlen sind im frischen Tiefschnee zu erkennen. Eine der Almhütten ist sogar so eingeschneit, dass ich nur noch einen Teil des Daches erkenne. Und da sagt einer, hier gäbe es zu wenig Schnee…

eingeschneite Berghütten im Jennergebiet

eingeschneite Berghütten im Jennergebiet

Nun sehe ich schon das Schneibsteinhaus, das seinen Namen vom hinter sich liegenden Berggipfel hat. Die letzte Berghütten auf deutschem Boden sozusagen.

Schneibsteinhaus mit Schneibstein

Schneibsteinhaus mit Schneibstein

Das Carl-von-Stahl Haus steht schon auf österreichischem Boden und ist eine Berghütte des österreichischen Alpenvereines, der Sektion Salzburg. Geführt wird diese vom deutschen Hüttenwirt Peter Pruckner.

Carl-von-Stahl Haus

Carl-von-Stahl Haus

Die letzten Meter sind trotz der nicht extremen Steigung doch noch ein bisschen kräfteraubend durch den längeren Anstieg. Ich muss mich selbst immer zu Pausen ermahnen/zwingen. Eigentlich würde ich überall in einem Zug hoch laufen, ohne Essen, ohne Trinken. Aber das ist eher kontraproduktiv für den Körper. Kurz vor dem Stahlhaus trinke ich noch einen Schluck Cola, die süße Brause gibt noch einmal ein bisschen Engergie. Oben angekommen, erwartet mich eine atemberaubende Winterlandschaft. Ein zauberhafter Tiefblick ins Bluntautal, hinauf zum Schneibstein, den Göll Nordwänden und hinüber zum steinernen Meer, dem großen Hundstod und der Watzmann-Ostwand.weiterlesen »

Sepp Wurm

Kaiserschmarrn am Jenner

 von Sepp

Donnerstag gibt`s Kaiserschmarrn

Bis zum Ende der Wintersaison gibt`s jeden Donnerstag  von 11 bis 14 Uhr  im Bergrestaurant am Jenner verschiedene Variationen vom Kaiserschmarrn! Die süße Mehlspeise wird frisch im gußeisernen Pfandl zuebreitet, bei entsprechender Witterung direkt auf der Sonnen-Terrasse.

Bergrestaurant am Jenner mit Sonnenterrasse

Bergrestaurant am Jenner mit Sonnenterrasse

Zum Beispiel könnt Ihr euren Kaiserschmarrn

  • nach Großmutter’s Art
  • mit frischen Blaubeeren
  • mit frischen Äpfeln
  • mit Zwetschgen-Röster
  • leicht beschwipst

genießen! Eine Portion kostet jeweils 8,80 Euro!

 

Des Kaiser`s Schmarrn

Wie so viele Legenden ist die Geschichte des Kaiserschmarrns sagenumwoben und nicht eindeutig geklärt. Es kursieren viele Mythen über die genaue Entstehung. Eines haben sie alle gemeinsam: Kaiser Franz Josef I. (1830 – 1916) mochte den süßen Kaiserschmarren sehr gerne.weiterlesen »

Sepp Wurm

Bayerischer Kräuterquark: Topfen

 von Sepp

Frischer Kräutertopfen aus Bayern

Die Produktgruppe Topfen – der bayerische Speisequark der Milchwerke Berchtesgadener Land – entwickelt sich seit Jahren positiv hinsichtlich Absatz und Umsatz. Damit Verbraucher künftig aus einem breiten Quark-Sortiment auswählen können, erweitert die Genossenschafts-Molkerei ihr Angebot seit Oktober um das neue Produkt „Frischer Kräutertopfen„.

Frischer Kräutertopfen aus Bergbauernmilch

Frischer Kräutertopfen aus Bergbauernmilch

Mit 20 Prozent Fett in der Trockenmasse und einer feinen Kräutermischung bietet es ein würzig-cremiges Geschmackserlebnis.

 

Quark aus Bergbauernmilch

Die Produkte aus der traditionell bewirtschafteten Berg- und Alpenregion erfüllen die Herkunfts- und Qualitätsansprüche vieler Verbraucher. Das Berchtesgadener Land Quarksortiment umfasst heute bereits die Naturprodukte Topfen in Mager-m Halb- und Rahmstufe. Mit dem wiederverschließbaren „Frischen Kräutertopfen“ kommt die bayerische Alternative zu Frischkäse mit Kräutern ins Kühlregal. Die Basiszutat ist der bewährte Speisequark, der bei den Milchwerken Berchtesgadener Land auch heute noch nach dem traditionellen Seperationsverfahren hergestellt wird. Mit Joghurt und Rahm verfeinert, erhält der Kräuterquark  seine cremige Konsistenz. Eine feine Kräutermischung aus Schnittlauch, Petersilie, etwas Zwiebel, einem Hauch von Knoblauch, Salz und weißem Pfeffer sorgt für die pikante Note. Der Kräutertopfen ist frei von Aromen und schmeckt pur als Brotaufstrich, als würziger Dip zu Kartoffeln, Gemüse oder Gegrilltem und kann auch für Backrezepte verwendet werden!

 

Pressemeldung der Bergbauernmilch | Milchwerke Berchtesgadener Land

Sepp Wurm

Gasthof Neuhaus Berchtesgaden

 von Sepp
Gasthaus Neuhaus

Gasthaus Neuhaus: ehemalige Hoftaverne in Berchtesgaden

Traditionswirtshaus seit 1576

Das Gasthaus Neuhaus im Zentrum von Berchtesgaden ist ein Wirtshaus mit langer Tradition. Seit seiner Erbauung im Jahr 1576 war es bis 1971 ununterbrochen geöffnet, und war in all den Jahren ein beliebter Treffpunkt der Hungrigen und Durstigen. Nach Jahren des Leerstandes hat hat Familie Hettegger das Traditionswirtshaus Ende letzten Jahres mit viel Liebe zum Detail renoviert und mit viel Engagement und Herzblut zu neuem Leben erweckt.

Geschichte des Neuhaus: Bier statt Wein

Erbaut wurde das Wirtshaus bereits 1576 vom damaligen Fürstprobst Jakob II als Hoftaverne. Bis 1797 diente das Haus vor allem der Bewirtung und Beherbergung der Gäste des Fürstprobstes.

Gasthof Neuhaus Berchtesgaden

Gasthof Neuhaus Berchtesgaden

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts wurde in der Hoftaverne lediglich Wein ausgeschenkt, da die Lagerung von Bier zur damaligen Zeit nicht über einen längeren Zeitraum möglich war. Neben Gästen des fürstlichen Hofes fanden auch Handwerkszünfte in der Taverne eine Herberge. Zudem war das Gasthaus das politische Zentrum Berchtesgadens: Hier wurden nämlich auch die Bürgermeisterwahlen abgehalten.weiterlesen »

Sepp Wurm

Tag des Bieres

 von Sepp

23. April: Tag des Deutschen Bieres

Seit 1994 feiern die deutschen Brauer den 23. April als Tag des Deutschen Bieres. Das Datum wurde deshalb gewählt, weil am 23. April 1516  die bayrische Landordnung erlassen wurde, in der das Bayerische Reinheitsgebot ratifiziert wurde. Darin heißt es, dass „...zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen

Die Berchtesgadener und ihr Bier

Die Berchtesgadener lieben ihr Bier. Die Volksfeste, das Brauchtum und die bayerische Wirtshaus– und Biergartenkultur sind ohne Bier nicht vorstellbar.

Biergarten in Bayern

Bayerischer Biergarten: Bier gehötz dazu!

Gleich drei Brauereien im Berchtesgadener Land versorgen Einheimsiche und Gäste mit dem traditionellen Gerstensaft: Das Hofbrauhaus Berchtesgaden, die private Alpenbrauerei Bürgerbräu und die Privatbrauerei Wieniger. Alle Brauereien blicken auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück: in in einem hart umkäpften, globalisierten Markt konnten sich die drei Brauereien positionieren und auch gegen mächtige Konkurrenz behaupten.weiterlesen »

Sepp Wurm

Musi und Gsang beim Auzinger

 von Sepp

Am malerischen Hintersee

Es gibt Orte, die aussehen als wären sie direkt einem Märchenbuch entsprungen. So ein Ort ist der Hintersee in der Ramsau, der am Fuß des mächtigen Hochkalter inmitten der Berchtesgadener Alpen liegt.

Der Hintersee in Ramsau: Motiv vieler Maler

Der Hintersee in Ramsau: Motiv vieler Maler

Und an diesem schönen See liegt – ganz einsam und idyllisch – der Gasthof Auzinger. Den kennt man nicht nur in der näheren Umgebung. Noch vor den Bergsteigern und Urlaubern haben ihn die Münchner Maler der Romantik entdeckt, die hier gern residierten, um die faszinierende Berglandschaft zu malen.

Gasthof Auzinger

Gasthof Auzinger

Und weil das Gasthaus gar so schön und zudem noch urgemütlich ist, wurde es Mitte des 19. Jahrhunderts zum angesagten Künstler-Treffpunkt.

 

Die musikalischen Wirtsleit vom Auzinger

Heute schaut der Auzinger wohl nicht viel anders aus als damals, den Ton geben allerdings nicht mehr die Maler an, sondern Sänger und Musikanten aus dem Berchtesgadener Land. Die Wirtsfamilie Hillebrand ist nicht nur bekannt für eine gute, bodenständige Küche, sondern auch für lange, lustige Volksmusik-Abende. An denen sie auch selber gern für Stimmung sorgt, denn vom Seniorchef bis zu den Enkeln sind alle begeisterte Sänger und Musikanten.

Die Wirtsleute vom Auzinger musizieren ©Mag. Kathrin Thoma-Bregar/PRESSE.TEXT

Die Wirtsleute vom Auzinger musizieren ©Mag. Kathrin Thoma-Bregar/PRESSE.TEXT

Am Ostersonntag im Bayerischen Fernsehen

Am Ostersonntag, den 20. April könnt Ihr die Auzinger Tanzlmusi, Auzinger Zwoagsang, Familienmusi Hinterbrandner, Ramsauer Soatnmusi aus im Bayerischen Fernsehen erleben. Die Sendung aus dem Auzinger beginnt um 19:45 Uhr!

 

Schaltet ein, Euer Sepp

Isabel

Gipfel der Genüsse

 von Isabel

Das Küchenteam des neu eröffneten, denkmalgeschützten Bergrestaurants Predigtstuhl zaubert regionale Köstlichkeiten auf den Teller.

 

Der Himmel ist blau, die „Sonnenfahne“ an der Talstation des Predigtstuhls ist gehisst.

Sonne auf dem Predigtstuhl

Sonne auf dem Predigtstuhl

Wir fahren auf den Reichenhaller Hausberg in das neu eröffnete Bergrestaurant. Die Aussicht ist großartig, und wer einen Tisch am Panoramafester oder auf der Veranda ergattert genießt während des Essens großes Kino. Dass sich der Ausflug auch in kulinarischer Hinsicht lohnt, haben die Betreiber Familie Posch mit ihrem engagierten Küchenteam in diesen Tagen rund 400 geladenen Gastgebern aus der Region bewiesen.

Marga Posch strahlt über den gelungenen Auftakt

Marga Posch strahlt über den gelungenen Auftakt

Mit Dennis Hackenberg und Peter Golab ist Chefin Marga Posch ein Glücksgriff gelungen. Die beiden Köche kennen sich seit der Grundschulzeit, sind in der Küche ein perfekt eingespieltes Team.

Das Küchenteam

Das Küchenteam

„Das Projekt Predigtstuhl hat uns nach einer Zeit, in der wir getrennte Wege gegangen sind, wieder zusammengebracht“, freut sich Dennis Hackenberg. In ihrer Küche sind sie sich einig: hier kommen nur regionale Produkte auf den Tisch, die Küche ist modern bairisch, wie sie selbst sagen. Auch moderne Hilfsmittel  – neudeutsch:„convenience food“  und Geschmacksverstärker-  sind in ihrer Küche tabu. weiterlesen »

Ursula

Dornröschenschlaf am Predigtstuhl beendet

 von Ursula

Vorwort: Ja, wir haben gestern nicht den ganzen Tag hart gearbeitet. Ja, wir haben diesen Arbeitseinsatz in vollen Zügen genossen. Aber auch: Ja, es war eine Ausnahme, normalerweise (z.B. jetzt gerade) müssen wir die Sonne mit Rollos aussperren, um Blick auf den PC-Bildschrim zu haben und ja, hart zu arbeiten.

Aber jetzt zur Sache. Am Predigtstuhl schlummerte das Bergrestaurant und Hotel eine langen Dornröschenschlaf. Gestern luden die neuen Besitzer Max Aicher und die gute Fee Marga Posch ein zum Tourismustag.

Die stilgerechte Einladung zum Tourimustag auf den Predigtstuhl

Die stilgerechte Einladung zum Tourimustag auf den Predigtstuhl

Herrliches Frühlingswetter, im Tal blühen Schneeglöckchen, Forsythien und Primeln um die Wette. Nach oben hin nehmen die Schneeflecken zu, an der Bergstation ist noch eine geschlossene Schneedecke. Leichte Inversionslage, droben am Berg hat es ein paar Grad mehr als unten im Tal. Unser Begleiter in der historischen Gondel lässt es sich nehmen und erklärt und die Umgebung, vom Wilden Kaiser über den Thumsee bis hin zum Stau in der Salzburger Ignaz-Harrer-Straße.

Und spielt uns dann noch zwei, drei Stückerl auf der Mundharmonika.

Und spielt uns dann noch zwei, drei Stückerl auf der Mundharmonika.

Oben angekommen begrüßt uns schon Marga Posch. Wir hatten sie ja bereits am Sonntag im Beitrag der Berggeschichten des Bayerischen Fernsehens erlebt. Eine energische Frau, deren Herz für den Predigtstuhl brennt. Vor einigen Jahrzenten hat sie hier oben im Berghotel ihre Lehre absolviert, hat hier den Glanz der Kurstadt Bad Reichenhall erlebt und später gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn im Baumgarten, also in direkter Nähe, ein beliebtes Gasthaus und ein erfolgreiches Outdoorcenter aufgebaut. Die Jahre des Stilstands am Predigtstuhl, des Verfalls der ehemals ehrwürdigen Hallen, muss sie furchtbar geschmerzt haben. Und wir zollen Marga Posch höchsten Respekt, wie sie diesen Schmerz überwunden hat, in dem sie nie aufhörte an den Predigtstuhl zu glauben, dafür zu kämpfen und letztendlich diejenige ist und sein wird, die dem Berg neuen Atem einhaucht.

 

Mit Liebe hat sie die unterschiedlichen Bereiche des Restaurants eingedeckt. Draußen auf der Terrasse stehen dunkelrote Holztische und –stühle, darauf frische rot-weiß-karierte Tischdecken und nostalgisch anmutende Blumenvasen. Drinnen finde ich meine persönlichen Favoriten wieder, alte, geschwungene Sprossenstühle und Bänke, die Tische ganz in weiß eingedeckt. Leise denke ich daran, dass nächstes Jahr mein 10. Hochzeitstag sein wird…

Frisch und einladend präsentiert sich die Terrasse des Bergrestaurants

Frisch und einladend präsentiert sich die Terrasse des Bergrestaurants

Natürlich verstehe ich, was Geschäftsführer Harald Labbow meint, wenn er in seiner Begrüßungsrede sagt, hier gibt es nichts, nichts als Ruhe und Natur – aber zeigt uns die liebevolle Gestaltung der Gasträume nicht so viel mehr?

 
Es wurden bereits über eine Million Euro in die Renovierung des Restaurants und in eine neue Küche investiert. Und es ist noch so viel mehr zu tun. Nicht nur im Hoteltrakt, wo Zimmer nach den Ansprüchen der heutigen Zeit umgestaltet, Bäder eingebaut und historische Möbel hergerichtet werden müssen. Die Tür, die auf die herrschaftliche Terrasse führt, gehört abgeschmirgelt und neu gestrichen und das Glasdach erneuert – die nächsten Jahre warten noch zahllose kleine und große Arbeiten auf das Team hier oben. Mir als Gast hat es gefallen zu spüren, das hier nicht auf Teufel komm raus und unter Zeitdruck erneuert wird, sondern dass diese Schritte miterlebt werden können. Denn ich bin sicher, beim nächsten Besuch entdecke ich viele neue Details, die wieder in dem Licht leuchten, das sie vor vielen, vielen Jahren gewohnt waren.weiterlesen »