Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Kulturlandschaft
Artenreiche Berg-Mähwiese mi Margeriten, Wiesen-Witwenblumen, Wiesen-Flockenblumen © Tanja Maurer

Artenreiche Berg-Mähwiese mi Margeriten, Wiesen-Witwenblumen, Wiesen-Flockenblumen © Tanja Maurer

Die Heinz Sielmann Stiftung und EUROPARC, der Dachverband der deutschen Nationalparks, Biosphärenreservaten, Naturparks und Wildnisgebietenrufe, rufen dazu auf, per Online-Abstimmung das schönste Naturwunder in den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands zu küren. In diesem Jahr stehen „Wilde Wiesen und Weiden“ im Fokus.

Die Biosphärenregion Berchtesgadener Land hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, ebenso ein Naturwunder aus der Region zu präsentieren: Und zwar eine artenreiche Berg-Mähwiese mit typischen Pflanzenarten wie Margeriten, Wiesen-Witwenblumen, Wiesen-Flockenblumen. Der durch die späte Mahd sehr vielfältige Lebensraum ermöglicht nicht nur ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot für Tiere, sondern trägt auch zum typischen Landschaftsbild bei. Margerite, Flockenblume & Co teilen sich die teilweise steile Wiese und zeigen den Artenreichtum unserer Kulturlandschaft, der nur durch die traditionelle Nutzung nachhaltig bestehen bleibt. Bis 10. September können Sie noch für das Foto der Biosphärenregion Berchtesgadener Land abstimmen.

Hier geht’s zur Abstimmung ->

Wir freuen uns über eure Unterstützung!

Schwenden auf der Mordaualm

 von Sepp
Almputzen auf der Mordaualm – Schwendaktion © Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Almputzen auf der Mordaualm – Schwendaktion © Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Schwendaktion der Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Bei einer Veranstaltung der Reihe „Schatzkammer Natur“ setzte sich eine Gruppe fleißiger Freiwilliger in Ramsau aktiv für den Erhalt der artenreichen Almwiesen ein. Trotz unvermutetem Regen ließen sich die Teilnehmenden nicht aufhalten und trafen sich Sonntagmorgen beim Taubensee in Ramsau. Von den Referentinnen der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, Gerti Rutz und Elisabeth Brandstetter, erfuhren sie Wissenswertes zur Almwirtschaft und was unter „schwenden“ oder „almputzen“ verstanden wird.

Die Almwiesen auf der Mordaualm werden seit mehr als 600 Jahren bewirtschaftet und sind auf Beweidung und Pflege durch die Landwirte angewiesen. Früher gab es sogar den Beruf des Almputzers, der von Alm zu Alm ging und aufkommende Büsche und Bäume auf der Weidefläche entfernte. In der heutigen Zeit gibt es nicht mehr genug Personal auf den Höfen, das sich um die Weidepflege kümmern könnte. Deshalb wachsen Almen im gesamten Alpenraum immer mehr zu. Damit verschwinden nicht nur wertvolle Futterflächen für das Vieh. Das Landschaftsbild, das von der Vielfalt an Almblumen und seltenen Arten, die heute nur noch auf den Almweiden vorkommen, geprägt ist, geht verloren. Die Gruppe entdeckte bereits auf dem Weg zur Alm einige für Mensch und Tier äußerst wichtige Heilpflanzen wie Edelgamander, Hauhechel und Wilden Majoran. Auf der Mordaualm angekommen, durften die Teilnehmenden kurz in den Käsekessel schauen und bekamen von den Almleuten einen kleinen Einblick ins SennerInnenleben. Danach ging es an die Arbeit! Mit Handschuhen und Zangen ausgestattet wurden kleine Fichten auf der Weide entfernt. Alle konnten hautnah miterleben, wie viel Arbeit die Almpflege ist. Innerhalb von zwei Stunden wurden hunderte kleine Bäume ausgerissen und umgeschnitten, ein ganzer Hügel entbuscht.

Die Almputzer der Schwendaktion © Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Die Almputzer der Schwendaktion © Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Und doch war es nur ein Bruchteil der Weidefläche. Immerhin hat die Almgemeinschaft aus drei Bauern auf der Mordaualm 24 ha Lichtweide zu bewirtschaften. Die Arbeit der Freiwilligen wurde dementsprechend auch von den Bauern gewürdigt und zwar mit einer großzügigen Brotzeit am Hinterkeilhof Kaser. Die Brotzeit aus almeigenen Produkten, bei strahlendem Sonnenschein und herrlicher Aussicht auf Hochkalter und Watzmann war ein hervorragender Lohn. Zum Abschluss wurden noch die alten und fast vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen – das Schwarze  Alpenschwein und die Pinzgauer Kühe – angesehen. Nach einem gemütlichen Rückweg waren alle Teilnehmenden begeistert von den vielen Informationen zur Alm und der eigenen körperlichen Erfahrung, die zum Nachdenken anregte, wie viel Arbeit hinter der Bewirtschaftung unserer vielgeschätzten Almen steckt.weiterlesen

Rosi Fürmann

Land und Leute – vorgestern – gestern – heute
– ein Bildervortrag mit einer „Reise durch das Berchtesgadener Land, den Rupertiwinkel und den Chiemgau“: Geschichte und Geschichten, die das Leben in dieser so lebens- und liebenswerten Region von vorgestern – gestern – heute beschreiben.

Brotzeit auf der Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m),  ein „Magnet“ für Wanderer und Mountainbiker

Die Bilder – ob die wunderschöne Heimat in aussagekräftigen Fotos oder Repros von alten Aufnahmen – und das fundierte, leicht verständlich dargebrachte Wissen nehmen die Zuschauer an der Hand und lassen sie immer wieder aufs Neue staunen über das, was dieser herrliche Landstrich zu erzählen weiß.weiterlesen