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Schlagwort: Künstlerbund
Lisa-Graf-Riemann

Künstlerbund Berchtesgaden – die Jahresausstellung

 von Lisa

Es ist ein gutes Zeichen, wenn man nach der Vernissage noch zusammensitzt und herumfragt, was hat euch am besten gefallen in der Ausstellung, und die Leute hören gar nicht mehr auf zu erzählen: Die Bilder von jener Künstlerin, oder nein, die Skulpturen von dem, oder halt, ganz besonders fand ich … Dann werden eigentlich schon alle Künstler genannt, die mit dabei sind. Wobei diese Jahresausstellung des Berchtesgadener Künstlerbunds eine der größten, wenn nicht die größte, in der Geschichte Berchtesgadens ist und ein Niveau aufweist, über das sich jede Großstadt glücklich schätzen würde. Sie findet wie letztes Jahr im AlpenCongress in ganz modernen Räumlichkeiten statt – und noch ist Zeit, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, und zwar noch bis Heilig Dreikönig. Vielleicht ist auch noch ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk mit dabei.

Dass es in Berchtesgaden die Schnitzschule gibt, ist ein Glücksfall für die Kunst. Denn viele ausstellende Künstler sind entweder (Ex-)SchülerInnen oder (Ex-)Lehrerinnen und Lehrer an dieser Schule. Deshalb gibt es auch viele Arbeiten in Holz und überhaupt erfreulich viele Skulpturen zu sehen.

Zu den Absolventinnen der Schnitzschule zählt Felicia Däuber, die ihre Holzarbeiten in Schwarz und Grau nun auch in einem anderen Medium, der Radierung nämlich, zeigt. Siegfried Gruber begeistert wieder mit herrlichen Landschaftsbildern, wovon das Herbstbild besonders herausragt in seiner perfekten Konstruktion und Farblichkeit. Das Original ist auf jeden Fall schöner als mein Foto. weiterlesen

Lisa-Graf-Riemann

Engel und Künstler im Schloss Adelsheim

 von Lisa

Engel Stiftskiche

Waren es die Engel oder die Künstler, die solche Massen von Besuchern anlockten, dass einige draußen im Regen warten mussten, bis die Doppel-Ausstellung Engel und Jahresausstellung des Künstlerbundes im Schloss Adelsheim in Berchtesgaden eröffnet war? Wir wissen es nicht. Jedenfalls sind beide Ausstellungen sehr sehenswert und noch bis 5.1.2016 geöffnet.

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Himmlische Boten, Wächter, Schutzengel – wir Menschen verehren und lieben sie, und möchten alle an sie glauben, auch wenn wir nicht ohne Zweifel sind. “Zwischen Himmel und Erde” – so der Name der Engel-Ausstellung – ist vieles möglich, wofür unser Verstand hinten und vorne nicht ausreicht.

Mit der zeitgenössischen irdischen Kunst, seien wir ehrlich, geht uns das ja auch manchmal so. Wahrscheinlich muss es sogar so sein, damit wir sehen und staunen und herumdeuten können. Wenn Kunst uns über das bloße Betrachten hinaus beschäftigt, dann ist das gut so. Die diesjährige Jahresausstellung des Künstlerbundes Berchtesgaden hat wieder viel zu bieten: Von Christoph Merkers exotischen Korallenskulpturen und gemalten Unterwasserwelten über Walter Zieglers Holz-Faltungen, Fritz Schelles Landschaftsimpressionen bis zu Gerhard Passens Holzskulpturen, die sich mit dem Thema Begegnungen beschäftigen.weiterlesen

Lisa-Graf-Riemann

Berchtesgadener Künstler in der Galerie am Schloss

 von Lisa

Eigentlich finde ich es ja nett, dass der Berchtesgadener Künstlerbund mit seinen Jahresausstellungen nomadisch von einem Ort zum anderen herumzieht. Denn auf diese Weise kann ich auch immer neue Orte und Räumlichkeiten in Berchtesgaden kennenlernen. Vom Kongresshaus über das Heimatmuseum im Schloss Adelsheim bis zum Badhaus der Familie Dinter am Fürstensteinweg und dieses Jahr die Galerie am Schloss von Jens Knüppel.

 

Auf drei Ebenen sind die Werke ausgestellt, von denen ich wieder nur ganz subjektiv ein paar herausheben kann, für alle reicht mein Platz nicht. Ich bin ja ein Fan von Siegfried Gruber, der wieder zwei seiner herrlichen Landschaftsbilder in Öl ausstellt, daneben eine Serie mit übermalten Radierungen, aus denen er Farben, Figuren und Formen herausarbeitet. Elisabeth Sebold beeindruckt mit ausdrucksstarken Kopfskulpturen, aus Gips und Keramik gearbeitet. Ihre auf Holz gemalten Memory-Bilder stellen Bergmotive mit Kletterern dar, weißgrundig, Ton in Ton, wunderbare Ensembles, in denen man immer wieder neue Details entdeckt.

 

Petra Schwenzfeier hat mit ihren Vogelminiaturen von Dohlen, Kolkrabe und Spatz gleich die meisten roten Punkte abgeräumt. Am Ende der Vernissage war nur noch der Spatz übrig, die Rabenvögel alle verkauft. Ebenso Walter Ziegler mit seinen Schalen aus Eibe und Esche, deren feine Maserungen der Künstler aus dem Holz herausgearbeitet hat.

 

Dass auf Friedrich Schelles Bild “Nebelstimmung” die Watzmannfrau höher ist als ihr Mann und der Künstler in einem anderen Bild die Geiger-Ruine romantisch stilisiert hat, ist als Triumph der künstlerischen Freiheit und Reminiszenz an die Malerei des 19. Jahrhunderts zu sehen, und hat auf jeden Fall seinen Reiz.

 

Galerist Jens Knüppel bietet all diesen Werken einen Raum und hat auch schon Einzel- und Gruppenausstellungen Berchtesgadener Künstler in dem Jahr seit Eröffnung seiner Galerie organisiert. Die jetzige Ausstellung ist jeweils Donnerstag bis Sonntag von 15 – 17 Uhr, Samstag und Sonntag auch von 10 – 12 Uhr zu sehen. 5. und 6. Dezember geschlossen. Der Eingang zur Galerie ist am Doktorberg.

Lisa-Graf-Riemann

Von fliegenden Pferden,

 von Lisa

schwimmenden Menschen und einem Bein von Dolores

 

Mit ihren Werken bringen die Künstler des Berchtesgadener Künstlerbunds jeden Raum zum Leuchten. Vor zwei Jahren im Kongresszentrum, letztes Jahr im Badhaus (hinterm Bier Adam) und dieses Jahr im Heimatmuseum. Die Parkplätze haben nicht gereicht für die Menge an Besuchern bei der Vernissage am vergangenen Samstagabend.

 

Neben Siegfried Grubers “Pegasus”, einer Radierung, Anne Karen Hentschels Schwimmern, ihren Taucherinnen und ihrer herrlichen “Fliegenden” sind in diesem Jahr auffallend viele Tiere dabei: Enten aus Holz, Alpendohlen in Christoph Merkers Heimatbildern, ein Huhn in Rosa von Norbert Däuber und vier ausgesprochen hübsche “Hornträger”, die sich um “ein Bein von Dolores” scharen (von Stefan Rohrmoser).

 

 

 

Bilder, Plastiken, Arbeiten in Holz, Collagen und feine Schreinerarbeiten (Florian Lämmerhirt) können Sie im Heimatmuseum sehen und bei Gefallen auch käuflich erwerben. Aber beeilen Sie sich! Es wurden schon eifrig rote Punkte geklebt am Eröffnungsabend.

 

Die Ausstellung ist noch zu sehen bis Sonntag, 05.01.2014, Öffnungszeiten: 10.00-17.00 Uhr
Im Heimatmuseum Berchtesgaden (Neubau)

Lisa-Graf-Riemann

Wo bitte ist das Badhaus?

 von Lisa

Ausstellung Berchtesgadener Künstlerbund

Angefangen hat alles mit einer Einladung zur Vernissage der Ausstellung des Berchtesgadener Künstlerbunds per E-Mail. Darauf stand: Ort: Badhaus, hinter dem Goldenen Bären. Aber auch nach der dritten Runde um den Goldenen Bären haben wir keinen Ort gefunden, an dem sich Künstler versammelt hätten. Auch ein echter Berchtesgadener Passant kannte kein Badhaus. Aber die Adresse Fürstensteinweg. Hinter dem Bier Adam!

 

Denkmalgeschütztes Badhaus hinterm Bier Adam

Das Badhaus, ein viergeschossiges denkmalgeschütztes Haus, eines der ältesten in Berchtesgaden, das gerade von Familie Dinter mit viel Kenntnis, Einsatz und Liebe zum Detail restauriert wird, bildete einen wunderbaren Rahmen für die Kunstwerke der Bildhauer und Maler des Künstlerbunds. Gäste sind dieses Mal die Bildhauerin Anne Karin Hentschel mit ihrer bezaubernden Miniatur von Tauchenden in einem blauen Akrylglasbecken. Und Petra Schwenzfeier, ehemalige Schülerin und nun Fachlehrerin an der Schnitzschule Berchtesgaden, mit ihrer teilvergoldeten Holzplastik mit dem Titel „Kontakt“.

Sehr schön auch wieder die Kleinplastiken von Elisabeth Sebold: „Torso“, „Raben“ oder ein „Geflügeltes Wesen“. Holzskulpturen von Felicia und Norbert Däuber, Bilder von Siegfried Gruber und Christoph Merker und weiteren Künstlern aus Berchtesgaden.

 

Die Räume waren zur Eröffnung so voller Menschen, dass der Durchblick auf die Kunstwerke zeitweise verstellt war. Gut, dass die Ausstellung noch bis 17. März geöffnet ist. Täglich von 15.00 bis 18.00 Uhr. Badhaus, Fürstensteinweg 2, hinter dem Lokal Bier Adam.

 

Eure Lisa

Lisa-Graf-Riemann

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“

 von Lisa

wusste Karl Valentin. Dass sich die Arbeit lohnt, ist derzeit im Kongresshaus Berchtesgaden bei der Jahresausstellung des Berchtesgadener Künstlerbunds zu sehen: Bis 8.1. präsentieren dort 13 MalerInnen und BildhauerInnen aus Berchtesgaden und 3 Gast-KünstlerInnen ihre Werke.

 

Priska Büttel, Wellenlängen, Wolle gefilzt

 

 

Besonders gefallen haben mir Siegfried Grubers Landschaften in Grün und Gelb und seine Marktansichten im Stil der neuen Sachlichkeit: Auf die Salzburger Straße hüpft ein schwarz-weißer Hund, Passanten bewegen sich auf den Gehsteigen fort, im Hintergrund leuchtet grün der Untersberg. Auf der Koch-Sternfeld-Straße, einem weiteren Bild Grubers, ist ein Unfall passiert, zwei Sanitäter eilen mit der Tragbahre zu einem Verletzten. Der Betrachtet beobachtet die Szene als Augenzeuge.

 

Siegfried Gruber, Salzburgerstraße

 

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