Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Kurgärtnerei

Sechs Kubikmeter heimisches Holz verarbeitet

 von Sepp
Die neue Schaukelliege aus Lärchenholz wiegt um die 200 Kilogramm © Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhal

Die neue Schaukelliege aus Lärchenholz wiegt um die 200 Kilogramm © Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhal

Neue Ausstattung für den Wald-Idyll-Pfad in Bayerisch Gmain

Die Stationen auf dem Wald-Idyll-Pfad in Bayerisch Gmain wurden neu ausgestattet. Highlights sind unter anderem eine rund 200 Kilogramm schwere, hölzerne Schaukelliege und ein überdachter Brotzeitplatz. Der beliebte Wald-Idyll-Pfad wurde vor sieben Jahren mit EU-Mitteln aus dem LEADER- Programm als Gemeinschaftsprojekt der Kur GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain und der Gemeinde Bayerisch Gmain initiiert. Der Wald-Idyll- Pfad führt vom Bergkurgarten etwa vier Kilometer auf einem barrierefreien, kinderwagengeeigneten, ganzjährig nutzbaren Rundweg durch den Wald. An fünf Stationen informieren Schautafeln zu den Themen Salz, Wasser, Vegetation, Geologie und Geschichte.

Außerdem laden jede Menge Naturmöbelinstallationen zum Spielen oder Verweilen ein. Gleich beim ersten Halt können die Kinder nach Herzenslust mit Wasser pritscheln, der Brunnen ist aus einem Tannenstamm gesägt und nur eine von vielen weiteren neuen Attraktionen. Den ganzen Winter über war Franz Maier, Betriebshof-Mitarbeiter der Kur GmbH, mit den Holzarbeiten beschäftigt – neben seinen üblichen Tätigkeiten wie Wartungs- und Pflegearbeiten.

Sechs Kubikmeter regionales Holz

Das Holz, das der gelernte Zimmerer für die neue Möblierung des Wald-Idyll- Pfades verarbeitet hat, kommt entweder vom örtlichen Forstbetrieb oder aus eigenem Bestand. Die gegenübergestellten Ruheliegen bei der zweiten Station hat der Zimmerer beispielsweise aus Eschenholzstämmen aus der Saalach-Au gefertigt. Insgesamt wurden rund sechs Kubikmeter Holz für die neuen Möbel verbaut.

Die einfachen, gegenübergestellten Holzliegen sind aus Eschenholzstämmen gebaut und wurden bei der Freigabe des Weges gleich getestet © Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhall

Die einfachen, gegenübergestellten Holzliegen sind aus Eschenholzstämmen gebaut und wurden bei der Freigabe des Weges gleich getestet © Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhall

Sechs Männer für eine Liege

An Station 3 haben Maier und die Kollegen für die kleinsten Waldwanderer ein Kletterseil angebracht, mit dem die Kinder die Stufen zur Adlerbank überwinden können. Um die überdimensionierte Schaukelliege an der vierten Station, gleich neben dem überdachten Brotzeitplatz, aufzustellen, brauchte es die Kraft von sechs Männern. Immerhin wiegt die Schaukel rund 200 Kilogramm. weiterlesen

9.000 neue Schwarzdornbüsche fürs Gradierhaus

 von Sepp
Das Gradierhaus Bad Reicehnhall © Kur Gmb H Bad Reichenhall / Bayerisch Gmain

Das Gradierhaus Bad Reicehnhall © Kur Gmb H Bad Reichenhall / Bayerisch Gmain

Jedes Jahr in den Wintermonaten ruht der Betrieb des Gradierhauses im Königlichen Kurgarten Bad Reichenhall. Die Zeit wird genutzt, um Dornenfelder an den hohen Gradierwänden auszutauschen. Die feinen Äste sorgen dafür, dass die herabrieselnde Sole zur Inhalation ganz fein zerstäubt wird. Eine Lieferung Schwarzdornbüsche steht noch aus, nach Ostern kann die Saison beginnen.

Ein langer, kalter Winter geht zu Ende. Der Schnee zieht sich ins Hochgebirge zurück. In Reichenhalls Königlichem Kurgarten stehen die Zeichen auf Frühjahr. Die Gärtner haben mit den Pflege- und Pflanzarbeiten begonnen. So gut wie fertig sind bereits alle Arbeiten am Gradierhaus. Das Dach des Mitteleingangs wurde saniert und eigentlich sollte die Anlage wie gewohnt zum 1. April und somit pünktlich zu Ostern in Betrieb genommen werden. Aufgrund der kalten Temperaturen und Schneefälle der letzten Wochen verspätet sich allerdings die letzte Schwarzdornenlieferung und damit die Gradierhaus Eröffnung um einige Tage.

Natürlicher Zerstäuber

Jedes Jahr im Winter werden an den dreizehn Meter hohen Gradierwänden Dornenfelder erneuert. Die Arbeiten folgen einem 1935 festgelegten Pflegeplan. Insgesamt teilen sich die Wände des Gradierwerkes in 35 Felder auf jeder Seite. Jedes Feld ist mit über 1.000 übereinandergeschichteten Dornenbüschen gefüllt und mit Holzbalken beschwert. Mitarbeiter des Betriebshofes haben seit Januar bereits acht Felder mit neuen Büschen versehen. Gesichert wie Kletterer bewegen sie sich dabei in den hohen Wänden und müssen absolut schwindelfrei sein. Die alten Büsche müssen nach circa zehn Jahren raus, weil sie verschlissen sind und Dornstein ansetzen. Als Dornstein bezeichnet man die graubraunen, grauen bis braunen Krusten an den Zweigen. Damit die Sole beim Niederrieseln über die Gradierwände so fein wie möglich zerstäubt wird, müssen die Äste aber ganz zart und spitzig sein. Die AlpenSole bezieht das Gradierhaus direkt vom Quellenbeau der Reichenhaller Saline, von wo es in den Königlichen Kurgarten gepumpt und dort von 26 auf fünf Prozent verdünnt wird, dann wirkt sie am besten. weiterlesen