Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Laufen

5. Laufener Adventsfenster

 von Sepp
Laufener Adventsfenster

Laufener Adventsfenster

Zusammenkommen – Besinnen – Feiern – Spenden

Inzwischen ist es schon Tradition, das Laufener Adventsfenster, das heuer zum 5. Mal stattfindet. Und auch dieses Jahr haben sich Vereine und Gruppen, Privatfamilien, Institutionen wie Seniorenheime und Kirchen, Schulen, Kindergärten und z.B. Geschäftsleute entschlossen eines der 24 Adventsfenster zu veranstalten. So ist wieder ein gemischtes Programm mit täglich einer Abend-Veranstaltung in und um Laufen entstanden.

Der Ablauf ist dabei im Grunde immer gleich und doch ist jedes für sich einmalig und individuell: Jeder schmückt sein Fenster ganz individuell mit weihnachtlichen Motiv, verdeckt es neutral und kennzeichnet es mit der Zahl, an der die Veranstaltung im Dezember stattfindet. Am Tag der Veranstaltung wird die Abdeckung feierlich entfernt und man öffnet symbolisch sein Fenster für Freunde, Nachbarn und alle, die dabei sein möchten. Dabei wird etwa eine berührende oder auch eine fröhliche Geschichte vorgelesen, ein Gedicht vorgetragen, eine kurze Theateraufführungen gezeigt oder es erklingt besinnliche Stubenmusik. So vielfältig die Gestaltung, so unterschiedlich ist auch die Bewirtung: Tee, Glühwein, Punsch, Stollen und Plätzchen oder auch pikante Schnitten oder Würstl – jeder bietet an seinem Adventsfenster etwas anderes an. Herzlich eingeladen sind alle zu einem kleinen Umtrunk, der mit einem Spendenbeitrag für den Spendenengel entlohnt wird. Ein Spendenengel „fliegt“ von Fenster zu Fenster mit, dessen Inhalt Menschen aus Laufen und Umgebung zu Gute kommt, mit denen es das Leben gerade nicht so gut meint.

Hier findet Ihr alle Termine und Veranstaltungsort: Adventsfenster_2017_Programm_FINAL  weiterlesen

Der Rupertusplatz in der Stadt Laufen

Der Rupertusplatz in der Stadt Laufen

Die Stadt Laufen im Rupertiwinkel ist ein echtes Juwel: Die denkmalgeschützte Altstadt ist im Inn-Salzach Stil erbaut, der oft auch als Venezianischer Baustil bezeichnet wird, und bildet einen eindrucksvollen Kontrast zu den Bergen der Berchtesgadener Alpen am Horizont. Der Inn-Salzach Baustil bezeichnet einen typischen Baustil von Altstädten in der Region von Inn und Salzach. Dabei bilden mehrere Häuser mit ihren Scheinfassaden vor dem eigentlichen Dach ein geschlossenes Ensemble. Die Bürgerhäuser in der Stadt treten also nicht mehr als Einzelbau hervor, sondern bilden Häuserzeilen und breite, geschlossen wirkende Marktstraßen und große Plätze. Das Dach steht mit der Giebelseite zur Straße (im Gegensatz zu italienischen Häusern mit Scheinfassaden, wo das Dach mit der Traufseite parallel zur Straße steht). Das hervorstechende Merkmal ist die nach oben gezogene Häuserfront, die meistens das Dach, von der Straße aus betrachtet, versteckt. Sie lässt die Häuser kubisch und monumental erscheinen. Manchmal sind die Giebel mit Simsen verziert oder geschwungen. Dieser Baustil wurde nach einigen verheerenden Feuersbrünsten in dieser Gegend im 16. und 17. Jahrhundert eingeführt. Die hohen Mauern sollten ein Übergreifen des Feuers verhindern und die Brandbekämpfung durch ungefährlicheres Anlehnen von Leitern erleichtern. Dieses architektonische Erbe spiegelt sich auch im kulturellen Leben der Stadt Laufen wider.

Die venezianische Nacht am 19. August 2017 nutzt die eindrucksvolle Kulisse der Altstadt und sorgt mit einem passenden Programm für mediterranes Flair im Berchtesgadener Land. In den Bars und Restaurants gibt es Wein und selbstverständlich auch bayerisches Bier, Gaukler und Clowns in den Straßen sorgen für Stimmung und die Projektion alter italienischer Filme an den Hauswänden verstärkt den Eindruck von venezianischen Gassen.weiterlesen

Das Salzachufer zwischen Laufen und Freilassing © Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Das Salzachufer zwischen Laufen und Freilassing © Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Ökologische Böschungssicherung der Salzach bei Triebenbach

Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein stellt den zweiten Abschnitt der ökologische Böschungssicherung unterhalb der Rampe bei Triebenbach fertig und schafft Rastmöglichkeiten und Zugang zur Salzach. Der jetzt abgeschlossenen ökologischen Sicherung der Ufer folgen noch strömungslenkende Einbauten im Fluss, um den Angriff des Wassers auf das Ufer zu verringern. Diese
Maßnahmen befinden sich derzeit noch in der Planung.

Das neue Ufer ist ein Flechtwerk aus verschiedenen Strukturelementen, die vielen Tierarten im Wasser und am Land einen wertvollen Lebensraum entlang des Flusses bieten und das Ufer vor Erosion schützt. Eine Böschungsfläche von knapp 10.000 Quadratmetern konnte so in den letzten beiden Wintern ökologisch verbessert werden. Bäume, Wurzelstöcke Kies und Schilfgrassoden aus den naheliegenden Ufergrundstücken des Freistaates dienten zur Böschungssicherung. Auch das verwendete Gesteinsmaterial kommt aus der näheren Umgebung. Ganz besonders freut es die Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts, dass in dieser neuen Wildnis auch Erholungsmöglichkeiten für den Menschen geschaffen werden konnten. Die ansonsten sehr steilen Uferböschungen der Salzach lassen kaum Möglichkeiten zu das Gewässer zu erreichen. Jetzt entstanden gut in die ökologische Gestaltung integrierte Zugänge und Verweilmöglichkeiten, die den Blick auf die Salzach freigeben und der Öffentlichkeit den Fluss ein Stück näher bringen.

Mit den ingenieurbiologischen Böschungssicherungen entstehen abwechslungsreiche und ökologisch hochwertige Strukturen am Ufer. Gleichzeitig verbessert sich der Zugang zum Wasser © Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Mit den ingenieurbiologischen Böschungssicherungen entstehen abwechslungsreiche und ökologisch hochwertige Strukturen am Ufer. Gleichzeitig verbessert sich der Zugang zum Wasser © Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Der Salzachuferweg zwischen Laufen und Freilassing

Auslöser für die Maßnahmen war, dass sich die Salzach immer näher an den beliebten Uferweg von Laufen Richtung Freilassing heranarbeitet und diesen in seinem Bestand gefährdet. Mit dem Bau der Sohlrampe in Triebenbach bis 2010 wurde gleichzeitig ein gut zwei Kilometer langer Uferbereich geöffnet und der Dynamik der Salzach überlassen. weiterlesen

Die Froschhamer Marienkapelle

 von Sepp
Die Wiesbacher Kapelle in Froschham bei Laufen © Barbara Steiner-Hainz

Die Wiesbacher Kapelle in Froschham bei Laufen © Barbara Steiner-Hainz

Nach gelungener Renovierung wurde die Froschhamer Marienkapelle bei Laufen gesegnet

Am Freitag, den 26. Mai, wurde die Wiesbacher Kapelle – traumhaft gelegen zwischen den Laufener Wasserhochbehältern – nach einer umfassenden Renovierung von Pfarrer Simon Eibl feierlich im Rahmen einer Maiandacht unter freiem Himmel gesegnet. Bei strahlendem Wetter waren der Einladung zahlreiche Besucher aus den umliegenden Dörfern gefolgt. Am Ende der Maiandacht spendete Pfarrer Simon Eibl mit einer kleinen Wettermonstranz den Wettersegen für gutes Wetter und reiche Ernte. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er, dass „gutes Wetter“ nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch in Ehe und Familie wichtig sei und auch das wünsche er allen. Abschließend dankte Peter Hainz Pfarrer Eibl für sein Kommen und die gelungene Maiandacht. Er hoffe sehr, dass der am heutigen Tag von so vielen gelobte herrliche Blick auf die Natur- und Kulturlandschaft von Laufen auch zukünftig erhalten bleibe! Bei strahlendem Wetter und damit einer der ersten lauen Maiabende ließ man die Andacht mit einem kleinen Umtrunk mit Brotzeit ausklingen.

Kapelle komplett saniert

Gebaut worden ist die Kapelle Mitte des 19. Jahrhunderts so um 1860. Anlass war der Überlieferung nach, dass den Vorfahren der Wiesbacherfamilie ein Pferdegespann durchgegangen war. An der Stelle, wo es stehengeblieben ist, wurde entsprechend des abgelegten Gelübdes und als Dank eine Kapelle gebaut. Die letzte Restaurierung lag schon über 30 Jahre zurück und die Kapelle war dementsprechend nicht mehr in bestem Zustand. Daher wurde in den vergangenen zwei Monaten eine Restaurierung geplant und durchgeführt. Die Malerarbeiten am Gebäude wurden dabei von Stefan Thaler aus Dorfen ausgeführt. Das für die Entstehungszeit typische hellblaue Sternengewölbe in der Marienkapelle wurde erneuert, aber wie ehemals realisiert. Die umfassende und gelungene Restaurierung der über 1 Meter großen Madonna wurde von Max Schauer aus Moosham durchgeführt.weiterlesen

Der Berchtesgadener Land Milchladen

 von Sepp
Der Milchladen der Molkerei Berchtesgadener Land | Bergbauernmilch

Der Milchladen der Molkerei Berchtesgadener Land | Bergbauernmilch

Der Milchladen der Milchwerke Berchtesgadener Land | Bergbauernmilch

Ab April hat der Milchladen der Molkerei Berchtesgadener Land neue Öffnungszeiten: Dann könnt ihr immer montags bis donnerstags durchgehend von 8 bis 18 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr auf dem Betriebsgelände der Molkerei am Gänslehen 4 in Piding vorbeischauen. Neben den Berchtesgadener Land und Bergbauernmilch Produkten gibt es im Milchladen auch Spezialitäten des Frischedienstes:

  • verschiedene Käsesorten
  • Feinkost
  • feine Öle
  • Gewürze, ….

Wenn Ihr für einen besonderen Anlass noch ein Geschenk braucht, gibt es im Milchladen auch Geschenkkörbe, gepack mit den verschiedenen Spezialitäten.

Geschenkideen im Milchladen

Geschenkideen im Milchladen

Und nicht nur für Magen und Gaumen gibt es im Milchladen passende Produkte, auch ein Großteil des Sortiments der Bergbauernmilch-Accessoires kann hier gekauft werden. Zum Beispiel wunderschönes Geschirr, Filz-Pantoffeln, Zirbenkissen, den praktischen Bergbauernmilch-Rucksack und vieles mehr.weiterlesen

Laufener Adventfenster an der Leobendorfer Hütte

Laufener Adventfenster an der Leobendorfer Hütte

Die täglichen Adventsfenster in und um Laufen werden rege besucht und sind täglich echte Publikumsmagneten in den frühen Abendstunden im Freien. Grund dafür ist sicher die gelungene Mischung aus kurzweiliger Besinnlichkeit, Genuss und Geselligkeit. Insbesondere zur feierlichen Umrahmung der einzelnen Adventsfenster haben die Veranstalter viel Zeit investiert und Kreativität gezeigt. Einige griffen dazu das Motiv „Krippe“ auf und setzen es ganz verschieden und individuell um: Sei es eine weihnachtliche Krippe im Schaufenster wie in der Salzachapotheke, im Küchenfenster bei Elektor Thanbichler oder etwa der Froschham Hütten, die ihre Krippenlandschaft ganz traditionell mit den für die Region typischen Schnackensteinen gestaltete – sei es die lebensgroße heilige Familie, die in einem historischen „Droatkasten“ mit Strohpuppen dargestellt wurde, wie bei Familie Mayer in der Au, die gemeinsam mit den Gartlern ein Fenster übernommen hatte.

Andere dekorierten ihr Fenster mit Motiven wie Adventskranz, Kerzen oder etwa Engel, individuell im Material, aber immer mit viel Liebe bei der Ausführung. So vielfältig die Fenstergestaltung, so unterschiedlich auch das Rahmenprogramm. Die einen präsentierten Musikalisches: Adventslieder, die von zwei Stiftsmäusen von Gitarren begleitet stimmfest und ganz souverän vorgetragen wurden – Jugendliche, die bayerische Weisen zweistimmig zum Besten gaben – oder etwa Instrumentalstücke auf Blasinstrumenten, die Hüttenbuam der Leobendorfer Musi präsentierten. weiterlesen

Laufener Adventsfenster

 von Sepp
Der Rupertiplatz in Laufen

Der Rupertiplatz in Laufen

Das Laufener Adventsfenster startet zum 1. Advent

Auch dieses Jahr treffen sich die Laufener, um den Advent nicht nur als stressige Zeit zur Vorbereitung des Weihnachtsfestes zu erleben, sondern sich Zeit für Freunde und Bekannte zu nehmen und dabei außerdem für Bedürftige zu spenden. Das Adventsfenster ist eine inzwischen zum 4. Mal stattfindende Veranstaltungsreihe, wo heuer schon ab dem 1. Advent fast täglich in und um die Stadt Laufen ein Fenster geöffnet wird. Herzlich eingeladen sind dann alle zu einem kleinen Umtrunk, der mit einem Spendenbeitrag für den Spendenengel entlohnt wird.

Der Ablauf jedes Adventsfensters ist ähnlich und doch ist jedes für sich einmalig und individuell: Jeden Tag öffnet sich in den frühen Abendstunden für 2-3 Stunden ein Fenster. Einmal erklingt wunderbare Musik, ein andermal gibt es eine berührende oder auch eine fröhliche Geschichte, kurze Theateraufführungen oder besinnliche Stubenmusik.weiterlesen

Der Rupertusplatz in der Stadt Laufen

Der Rupertusplatz in der Stadt Laufen

Die Stadt Laufen im Rupertiwinkel ist ein echtes Juwel: Die denkmalgeschützte Altstadt ist im Inn-Salzach Stil erbaut, der oft auch als Venezianischer Baustil bezeichnet wird, und bildet einen eindrucksvollen Kontrast zu den Bergen der Berchtesgadener Alpen am Horizont. Der Inn-Salzach Baustil bezeichnet einen typischen Baustil von Altstädten in der Region von Inn und Salzach. Dabei bilden mehrere Häuser mit ihren Scheinfassaden vor dem eigentlichen Dach ein geschlossenes Ensemble. Die Bürgerhäuser in der Stadt treten also nicht mehr als Einzelbau hervor, sondern bilden Häuserzeilen und breite, geschlossen wirkende Marktstraßen und große Plätze. Das Dach steht mit der Giebelseite zur Straße (im Gegensatz zu italienischen Häusern mit Scheinfassaden, wo das Dach mit der Traufseite parallel zur Straße steht). Das hervorstechende Merkmal ist die nach oben gezogene Häuserfront, die meistens das Dach, von der Straße aus betrachtet, versteckt. Sie lässt die Häuser kubisch und monumental erscheinen. Manchmal sind die Giebel mit Simsen verziert oder geschwungen. Dieser Baustil wurde nach einigen verheerenden Feuersbrünsten in dieser Gegend im 16. und 17. Jahrhundert eingeführt. Die hohen Mauern sollten ein Übergreifen des Feuers verhindern und die Brandbekämpfung durch ungefährlicheres Anlehnen von Leitern erleichtern. Dieses architektonische Erbe spiegelt sich auch im kulturellen Leben der Stadt Laufen wider.

Die venezianische Nacht am 19. August 2017 nutzt die eindrucksvolle Kulisse der Altstadt und sorgt mit einem passenden Programm für mediterranes Flair im Berchtesgadener Land. In den Bars und Restaurants gibt es Wein und selbstverständlich auch bayerisches Bier, Gaukler und Clowns in den Straßen sorgen für Stimmung und die Projektion alter italienischer Filme an den Hauswänden verstärkt den Eindruck von venezianischen Gassen.weiterlesen

Sommer-Historienspiele Laufen

 von Sepp
Die Stadt Laufen in der Schleife der Salzach, im Hintergrund die Berchtesgadener Alpen

Die Stadt Laufen in der Schleife der Salzach, im Hintergrund die Berchtesgadener Alpen

Die Sommer-Historienspiele in der Stadt Laufen wurden in diesem Jahr gegründet und führten am 26. Juni als Premiere fünf Historienspiele auf. Wegen des großen Anklangs entschloss sich die Spielleitung, drei ausgewählte Stücke am Sonntag, 3. Juli 2016, 17 Uhr, erneut aufzuführen. Die Bühne mit der historischen Kulisse in der Salzachschleife fügt sich hervorragend ins Geschehen. Gerade hier wachsen Spiele und Historie zusammen.

Die drei ausgewählten Stücke sind:

  • Kaiser Barbarossa und die Reichsacht: Vor genau 850 Jahren, 1166, endete der Deutsche Reichstag in Laufen mit der Ächtung des Fürsterzbischofs von Salzburg. Es folgte der schwärzeste Tag in der Geschichte von Salzburg. Kaiser Friedrich I., Barbarossa, hatte die deutschen Fürsten hier auch deshalb hinter sich vereint, um auf den vierten Italien-Feldzug einzuschwören. Das Historienspiel spannt den großen historischen Bogen in der Bedeutung der Stadt Laufen bis zur Herabwürdigung mit der Trennung inmitten der Stadt und dem wirtschaftlichen Untergang.
  • Die Rebellin von Laufen und der Obergeneral: Die authentische Geschichte erzählt von einer schönen Laufener Schifferstochter, die sich gegen plündernde napoleonische Soldaten stellt und diese vertreibt. Sie wurde zum Obergeneral Moreau ins Schloss „vorgeladen“ (dritter Akt) und konnte mit ihrem Charme diesen davon überzeugen, aus Laufen abzuziehen. Doch der, ein Frauenheld, wettet mit seinem Offizier, dass er dafür einen Kuß erhalte. Der erste Akt spielt am Fürstenhof zu Salzburg. Schon wollte ein Hofrat bei der schönen Schifferstochter  „anbandeln“. Im zweiten Akt kommt es zu den Gräueltaten der napoleonischen Soldaten.
  • Altacher Schifferweiber nehmen Abschied: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es um die „gute alte Zeit“ schlecht bestellt. Die napoleonischen Kriege brachten viel Leid und Hunger ins  Land. Die Salzachschifffahrt, von der Salzburg lebte, lag darnieder. Besonders betroffen war die Stadt Laufen mit den Vororten Oberndorf und Altach. Als man im Jahre 1816 mit einem Federstrich die Vororte von der Mutterstadt trennte, wurden mit der Grenzziehung Familien zerrissen, das Gemeinschaftswesen litt und selbst die Begräbnisfeierlichkeiten wurden über die Brücke vom Militär begleitet. Die Altacher Klageweiber erzählen in der szenischen Aufführung aus jener Zeit in eindruckvoller und persönlicher Weise. Das Stück spielt am Vorabend der Trennung. Der Laufener Bürgermeister und der Stadtschreiber kommen, um sich von den Oberndorfern zu verabschieden.

Der letzte Spieltermin ist Sonntag, 3. Juli 2016 um 17 Uhr an der Salzachlände in Laufen. Eintritt: 10 Euro, Kinder bis 15 Jahre frei

Das Schiffertheater Laufen

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Rosi Fürmann

Die Sonnwend der Salzachschiffer

 von Rosi
der"Sunnawendhansl" für das Sonnwendfeuer in Laufen a.d. Salzach, auf dem Fluss schwimmen an die 3000 brennende Kerzen und kleine Feuer brennen am Ufer von Obersdorf, grenzüberschreitend Österreich und Bayern

der „Sunnawendhansl“ – das Sonnwendfeuer in Laufen a.d. Salzach, auf dem Fluss schwimmen an die 3000 brennende Kerzen und Feuer brennen am Ufer von Oberndorf – Foto: (c) RoHa-Fotothek Fürmann

Die Sonnwend der Salzachschiffer

Ein beeindruckend-schönes Schauspiel – die Sonnwend der Salzachschiffer auf der Salzachschleife Oberndorf/Laufen.

Viele Sonnwendfeuer brennen um die Sommersonnenwende im Berchtesgadener Land, dem Rupertiwinkel und dem Salzburger Land. Das große Feuer der Sonnenwende steht in einem Zusammenhang mit der Symbolik von Feuer und Sonne wie auch der Sonnenwende.  Es ist ein seit dem 12. Jahrhundert erstmals, seit dem 14. Jahrhundert dann häufig belegter Brauch, der auf germanische Riten um die Sonne zurückgehen dürfte. Die Feuer zeigen, dass die frühen Kulturen Nord- und Mitteleuropas die Teilung des Jahres in Sommer und Winter für ihr Leben und die ganze Natur sehr wichtig hielten und der Sonne dabei die entscheidende Rolle zu­wie­sen. Die Menschen betrachteten diesen Tag als einen mystischen Tag und begingen ihn mit Feierlichkeiten, bei denen das Feuer im Mittelpunkt stand. Besonders die nordischen Ländern feierten diesen Tag groß, dort wo die Sonne in dieser Zeit teilweise überhaupt nicht mehr untergeht (Mitternachtssonne).

die Salzachschleife mit der Stiftskirche von Laufen an der Salzach, auf der Salzach wurde über Jahrhunderte Salz und andere Güter verschifft, Berchtesgadener Land, Oberbayern

die Salzachschleife mit der Stiftskirche von Laufen an der Salzach, auf der Salzach wurden über Jahrhunderte Salz und andere Güter verschifft – Foto: (c) RoHa-Fotothek Fürmann

An der Salzachschleife mit den Städten Oberndorf auf der österreichischen und Laufen auf der bayerischen Seite sind es die Schiffer, die in ihrem Jahreskreis seit mehr als 30 Jahren in der Tradition des Sonnwendfeuers die Salzach „brennen“ lassen. Die Schiffer verdienten sich mit den Wassern der Salzach über die Jahrhunderte ihren Lebensunterhalt auf dem als Handelsstraße so wichtigen Fluss. Hier macht die Salzach eine 180-Grand-Schleife, die mit ihren sehr gefährlichen Stromschnellen bis zur Verbesserung durch Sprengungen 1770 die Schiffer besonders forderte und sie die Waren teilweise umladen oder auf der Halbinsel zwischenlagern mussten . Ende des 19. Jahrhunderts übernimmt die Eisenbahn weitgehend den Transport der Güter und die Salzachschifffahrt kommt zum Erliegen.weiterlesen