Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Literatur
Christoph

Tief in die Geschichte Berchtesgadens eintauchen

 von Christoph

Gerade ist das Biographische Lexikon des Berchtesgadener Landes, Teil 1 in zwei Bänden im Plenk Verlag erschienen. Der Autor, Dr. Karl-Otto Ambronn, stammt aus Berchtesgaden und hat mit den beiden Bänden ein wichtiges Grundlagenwerk geschrieben.

Biographisches Lexikon des Berchtesgadener Landes

In dem ersten Band des ersten Teiles sind alle Namen von A bis K enthalten.

Bis zur Säkularisation 1803 war Berchtesgaden ein reichsunmitelbares Fürstentum. Es war sozusagen so selbstständig, wie es das Fürstentum Liechtenstein heute noch ist. Daher ist die Geschichte Berchtesgadens wirklich etwas Besonderes. Seine Lage zwischen dem Herzogtum und später Königreich Bayern auf der einen Seute und dem Erzbistum Salzburg auf der anderen Seite, gesegnet mit dem Salz, das alle haben wollten, verfügt es über eine bemerkenswerte Geschichte, die so sicher einmalig in Bayern ist.

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Lisa-Graf-Riemann

Mord auf Schritt und Tritt

 von Lisa

Mord am KönigsseeLeichen pflastern ihren Weg, genauer: den Weg von Ermittlerin Katherl und ihrer alten Liebe Wasti. Den ersten Toten überfahren sie fast mit dem Ruderboot im Königssee. Ein Angestellter der Königsseeschifffahrt, mausetot. Der Koffer seiner Echo-Trompete, so viel sei verraten, wird in dem Fall noch eine entscheidende Rolle spielen. Das zweite Opfer erwischt es beim Solegurgeln in der Wandelhalle in Bad “Leichenhall”. Nomen est Omen. Das dritte liegt praktischerweise gleich am passenden Ort, nämlich auf dem Ramsauer Friedhof der  Pfarrkirche St. Sebastian, von einem Linkshänder, wie die Schönauer Miss Marple untrüglich feststellt, mit einer Heugabel aufgespießt. Und dann ermitteln Katherl und Wasti auch noch als Undercover-Alpenschamanen auf dem sagenumwobenen Untersberg. Zwischen den Morden erwandert sich das Rentnerpärchen den Zauberwald am Hintersee, die Halsalm, den Kunterweg, erklimmen den Predigtstuhl mithilfe der Seilbahn, sie wandern zur Schlegelmulde, machen einen Ausflug nach Laufen oder nach Teisendorf. 

In Christoph Merkers kriminellem Freizeitführer “Wer mordet schon am Königssee?”, soeben im Gmeiner Verlag erschienen, gibt es 11 Kurzkrimis und dazu 125 Freizeittipps zu den Orten, die das Duo Katherl & Wasti auf seinen Ermittlungen durchstreift. Vom Königssee bis zu den Aperschnalzern im Rupertiwinkel, vom Hintersee bis nach Laufen und zur Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf. Hier gibt es jede Menge saftiges Lokalkolorit: Von den Geisterfahrern im Bahnhofskreisverkehr über die Ledehosenpreiß’n bis zu den Kramperln und Buttenmandln in der Adventszeit. Sogar eine Jedermann-Aufführung am Salzburger Domplatz wird zum Tatort. Und wer sitzt im Publikum? Katherl & Wasti, eh klar!

Christoph am Königssee

Autor Christoph Merker beim Rudern auf dem Königssee

Kurzweilige Lektüre unseres Blogger-Kollegen Christoph für alle Krimifans und Liebhaber eines etwas anderen Kultur- und Freizeitführers: Christoph Merker, „Wer mordet schon am Königssee“, Gmeiner Verlag, 311 Seiten, 11 Kurzkrimis mit 125 Kulturtipps, 11,99 Euro. Erhältlich in der Bücherstube Berchtesgaden und in jeder anderen Buchhandlung.

Lisa-Graf-Riemann

Lesen und lesen lassen

 von Lisa

Stadtlesen in Bad Reichenhall vom 12.-15.6.

Gestern wurden die Bücherregale, roten Teppiche und riesigen Sitzsäcke für die Leseecken in der Reichenhaller Fußgängerzone angeliefert und im Laufe des Tages aufgebaut. Los geht’s an der Reader’s Corner neben Sylvia Hofmanns Kurbuchhandlung und gegenüber dem Kurmittelhaus der Moderne. Die Lese- und Vorleseplätze sind über die ganze Fußgängerzone verteilt, die roten Teppiche dienen – nein, nicht als Laufsteg der „Literaten“, sondern als Wegweiser für die LeserInnen und ZuhörerInnen.

Gelesen wird im Café Spieldiener, in der Diana Passage, im Eine Welt Laden, in der Evangelischen Kirche, in der Wandelhalle, in der Aegidi Apotheke und im Friedensbüro. Zur Eröffnung liest gerade eben (12.6.) der Bad Reichenhaller Autor und Journalist Hans-Joachim Bittner aus seinem Buch „Fahr far Away“.

 

Freitag, 13. Juni: Regionale Autoren

Regionale Autoren vom Chiemsee bis Salzburg lesen aus ihren selbst verfassten Werken an verschienden Plätzen. Man darf sich auf Krimis, Lyrik, Kinderliteratur, Bayerisch-Heiteres und Nachdenkliches freuen. Den Flyer mit dem genauen Programm finden Sie hier.

 

Samstag, 14. Juni: Lesungen

um 15:00 Uhr – als „bibliophiles Highlight“ angekündigt: Die Lesung von Marisa Burger (Frau Stockl aus der TV-Serie „Rosenheim-Cops“ und Autorin Heidi Hohner („Zipflklatscher“).

Samstag, 14. Juni: Um 16:00 Uhr wird Dr. Manfed Stelzig aus seinem Buch „Keine Angst vor dem Glück“ in Bad Reichenhall lesen!

 

Sonntag ist Familienlesetag

Kinder- und Jugendliteratur ist verstärkt in den Büchertürmen zu finden, Eltern sind eingeladen vorzulesen und Kinder dürfen hemmungslos schmökern, auch Märchen werden vorgelesen.

Der Eintritt ist an allen Tagen frei!

 

PS: Morgen gibt’s a Rehragout: Wer etwas aus dem „Hirschgulasch“ oder „Rehragout“ vorgelesen bekommen möchte: Freitag, 13.6., 10.40 Uhr, in der Diana-Passage. Es liest: die Autorin.

Heit gibt`s a Rehragout….

 von Sepp

Heimatkrimi Rehragout

Leni Morgenroths zweiter Fall: Nach Hirschgulasch bekommt es die Schönauer Hauptkommissarin Leni Morgenroth erneut mit dem Gaunertrio aus der Ukraine zu tun. Wieder geht es um Nazi-Gold aus  einem Stollen im Hohen Göll, dass die Ganoven nach Berchtesgaden führt. Kommissarin Leni Morgenroth ermittelt! Aber auch die russische Mafia wittert das große Geschäft!

Rehragout: Heimatkrimi von Lisa Graf-Riemann und Ottmar Neuburger

Rehragout: Heimatkrimi von Lisa Graf-Riemann und Ottmar Neuburger

Krimilesung in Striemitzers Esszimmer im Nonntalweiterlesen

Grenzenlose Litera"tour"

 von Sepp

Mit der S-Bahn über die Grenzen auf Litera“tour“

Mehr als 2.000 Bücher und Zeitschriften gehen auf eine spannende Bahnfahrt zwischen Saalfelden im Pinzgau und Berchtesgaden in Bayern – Sehenswerte Stahlkunstwerke als Bücherregale am Bahnsteig des Salzburger Hauptbahnhofes  sollen den Kunden Lust aufs Lesen machen.

Die Berchtesgadener Land Bahn

Die Berchtesgadener Land Bahn

Bereits zum 3. Mal kommen die Kunden der Berchtesgadener Land Bahn zu einem überraschenden und kostenlosen Lesegenuss. Heuer stellen mittlerweile 27 Bibliotheken aus Salzburg und Bayern mehr als 2.000 Bücher und Zeitschriften zur Verfügung, die in ausgewählten S-Bahn Zügen der ÖBB, der Berchtesgadener Land Bahn und jetzt auch der Salzburger Lokalbahn aufliegen. Den Kunden bieten sich viele verschiedene Möglichkeiten um seine Bahnfahrt zu einer Litera“tour“ zu nutzen. Er kann das Buch in der S-Bahn nur kurz anlesen und zurücklegen oder zum Fertiglesen mit nach Hause nehmen.

Der Zug - Der perfekte Ort für ein buch

Der Zug - Der perfekte Ort für ein buch

Hat er das Buch ausgelesen, legt er es in der nächsten S-Bahn wieder ab. So entsteht ein Bücherkreislauf auf Schienen und das Buch steht vielen weiteren Lesebegeisterten zur Verfügung. Die 2.000 Bücher sind natürlich nur eine kleine Kostprobe des attraktiven Gesamtangebotes, das in den zahlreichen Öffentlichen Bibliotheken entlang der Zugstrecken zum Ausleihen vorhanden ist. Durch diese Aktion werden die Zugkunden animiert wiedermal ein Buch zu lesen oder vielleicht eine der Öffentlichen Bibliotheken zu besuchen.

 

„Bücherbaum“ und „Wissensbogen“ am Bahnsteig

Die Eröffnung der Aktion wurde durch die für Bibliotheken zuständige Salzburger Landesrätin Martina Berthold am modernen Bahnsteig 7 des Salzburger Hauptbahnhofes durchgeführt. weiterlesen

Christoph

Ein Berg als Mordwaffe

 von Christoph

Hauptwachtmeister Holzhammer ermittelt wieder

Nach „Die Holzhammermethode“ hat Autorin Fredrika Gers nun einen zweiten Berchtesgaden-Krimi geschrieben. „Teufelshorn“ heißt er und neben dem Hauptwachtmeister spielen Berchtesgaden und seine Einwohner die Hauptrolle in dem unterhaltsamen Krimi. Fredrika Gers blickt als aus Hamburg „Zugroaste“ mit wachsamen, aber auch liebevollen Auge auf die Eigenheiten der Berchtesgadener.

Fredrika Gers mit ihrem neuen Berchtesgaden -Krimi

Fredrika Gers vor dem Arbeitsplatz ihres Hauptwachtmeisters Holzhammer.

Die Autorin ist eine aufmerksame Leserin des Berchtesgadener Anzeigers.  Viele Anekdoten, die Eingang in ihr Buch gefunden haben, standen zuerst im Anzeiger. Wenn Fredrika Gers sich natürlich zuweilen künstlerische Freiheiten herausnimmt. Viele Lokalinformationen hat Gers in den Krimi gepackt und weiß, die landschaftlichen Vorzüge und die besonderen Eigenheiten seiner Bewohner beim Leser gut rüber zu bringen. Die Berchtesgadener beschreibt sie gerne als Funktionskleidung tragende Sportfanaten, die sich eine gewisse Eigensinnigkeit bewahrt haben.

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Stadtlesen Bad Reichenhall

 von Sepp

Über 3.000 Bücher in der Bad Reichenhaller Fußgängerzone

Mittenrein ins frühsommerliche Lesevergnügen: StadtLesen verwandelt vom 06. Juni bis zum 09. Juni zum ersten Mal die Bad Reichenhaller Fußgängerzone in ein gemütliches Lesewohnzimmer. Über 3000 Bücher aus allen Genres und bequeme Lesemöbel stehen bei freiem Zu- und Eintritt zum Schmökern bereit. Einfach eintauchen und versinken! Ein kurzes Aussteigen aus dem Alltag und ein Eintauchen in andere Welten, Köpfe und Gedanken – das ist, was StadtLesen mitten im urbanen Raum anbietet und damit in den letzten vier Jahren vielen begeisterten Menschen Lesegenuss der anderen Art bereitet hat. StadtLesen ist Sommerfeeling, bereichert um Lesegenuss. „Wir wollen zeigen, dass Lesen genussvoll ist“, erklärt Sebastian Mettler, Initiator von StadtLesen und Chef der Salzburger Innovationswerkstatt das Kulturprojekt. „Lesen bringt nicht eine Welt in den Kopf, lesen IST eine Welt im Kopf; eine ganz individuell erdachte. Ich wünsche viel Welt im Kopf!“ Der Erfolg gibt der Leseförderungs- und Lesegenusstour recht. Was 2009 mit neun österreichischen Partnerstädten begann, tourt mittlerweile als groß angelegtes Lese-Event durch drei europäische Länder. 1,3 Millionen Menschen konnten im Vorjahr im Laufe der Tour zum Schmökern verführt werden und 115 Städte wurden als StadtLesestädte nominiert – in ausgesuchten 23 europäischen Städten wird das Lesewohnzimmer in diesem Jahr Halt machen.

StadtLesen: Erstmals in Bad Reichenhall

StadtLesen: Erstmals in Bad Reichenhall

Eine dieser ausgesuchten Städte ist heuer Bad Reichenhall, wo StadtLesen in der Fußgängerzone in der Salzburgerstrasse zu Gast ist und verwandelt diese täglich von 9.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit in ein kommunikatives Lesewohnzimmer verwandelt. Von Donnerstag bis Sonntag steht dort alles im Zeichen der Lesefreude: Ein Buch am Bücherturm aussuchen, sich einen Sitzsack schnappen und eintauchen ins Buchstabenmeer – das ist StadtLesen. Warme Decken liegen für kühlere Leseabende bereit und Sonnenschirme spenden tagsüber Schatten. Am Readers Corner darf aus eigenen Werken gelesen werden.

 

Integrations- und Familienlesetag

Am Integrationslesetag am Freitag, 06. Juni, sind alle Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund eingeladen, in ihrer Muttersprache selbst verfasste Texte zu präsentieren. StadtLesen wird so zur interkulturellen Bühne der Völkerverständigung. Der Sonntag, 09. Juni ist Familienlesetag: Kinder- und Jugendliteratur ist verstärkt in den Büchertürmen zu finden, Eltern sind eingeladen vorzulesen und Kinder dürfen hemmungslos schmökern.weiterlesen

Christoph

Mord mit Methode

 von Christoph

Fredrika Gers, gebürtige Hamburgerin, mit einem Schönauer verheiratet und in Bad Reichenhall lebend hat einen Berchtesgaden-Krimi verfasst. „Die Holzhammer Methode“ heißt er und ist im Rowohlt Verlag erschienen.  Darin ermittelt Hauptwachtmeister Franz Holzhammer zwei rätselhafte Unfälle, die sich alsbald als veritable Morde herausstellen. Mit der von ihm bevorzugten Ruhe ist es im Talkessel dahin, sehr zum Vergnügen der Leser.

Die Holzahmmer-Methode

Auch in Berchtesgaden wird gemordet - gottseidank nur auf dem Papier.

Ein Gleitschirmflieger fällt vom Himmel und eine Wanderin liegt tot in einer Almhütte. Zufall oder steckt doch mehr dahinter? Diese Frage stellt sich der Berchtesgadener  Hauptwachtmeister Franz Holzhammer und so macht er sich auf, den Rätseln im Talkessel auf den Grund zu gehen.

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Christoph

Zwei mal Hirschgulasch, bitte!

 von Christoph

Die Lesung von Lisa Graf-Riemann und Ottmar Neuburger aus ihrem Berchtesgaden-Krimi ‚Hirschgulasch‚ in Striemitzer’s Esszimmer im Nonntal war sehr gelungen.

Lesung Hirschgulasch

Lisa Graf-Riemann und Ottmar Neuburger lasen aus ihrem Krimi in Andi Striemitzer´s Esszimmer.

Bis zum letzten Platz gefüllt war das ‚Esszimmer‘. Als Auftakt gab es – was sonst – ein sehr leckeres Hirschgulasch und ein feines Glas Rotwein dazu. Das wunderbar zarte Fleisch, die lockeren Serviettenknödel und die in Rotwein eingelegte Birne waren ein besonderes Geschmackserlebnis. Richtig gut einfach. Nach dem gegessenem Hirschgulasch gab es das gelesene.

‚Hirschgulasch‘ ist ja eine richtige Räuberpistole, die einmel quer durch Europa führt und hier in Berchtesgaden ihren Höhepunkt erlebt. Das Autorenduo las einzelne Passagen daraus hervor und zwischendurch plauderten sie und erzählten, wie das Buch entstanden ist, von der ersten Idee bis zum fertigen Manuskript.  Hinterher signierten sie ihre Bücher (denn einen Reiseführer haben sie in der Zeit auch noch geschrieben ‚111 Orte im Berchtesgadener Land, die man gesehen haben muss‚) Bald waren alle Bücher verkauft. Wer also noch eines haben möchte, in der Bücherstube in Berchtesgaden gibt es sie immer.

Servus und bis bald!
Christoph

Happy Birthday, Thomas Pynchon

 von Sepp

Der Große Unsichtbare der Weltliteratur wird 75

„… Singularitäten! Denkt an die Turmspitzen von Kathedralen, an heilige Minaretts, das Dröhnen von Waggonrädern über Weichenzungen, während man beobachtet, wie sich das Gleis abschält, das man selber nicht befährt … an Berggipfel, die jählings in den Himmel steigen, so wie jene, die man im malerischen Berchtesgaden bewundern kann…“ (aus „Die Enden der Parabel“ von Thomas Pynchon)

Thomas Pynchon bei den Simpsons

Thomas Pynchon bei den Simpsons

Danke Thomas Pynchon, deine literarische Würdigung Berchtesgadens beschränkt sich zwar auf einen Halbsatz, doch diese 18 Worte in den Enden der Parabel wiegen mehr als alle kitschigen Heimatromane zusammen!

 

Danke dafür und Alles Gute zum 75., Dein Sepp BGLT