Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Ludwig Ganghofer

Ganghofersonntag am 24. April 2016

 von Sepp
Ganghofer Sonntag in Berchtesgaden

Ganghofersonntag in Berchtesgaden

Am Sonntag, den 24. April 2016 heißt es wieder Bummeln, einkaufen, plauschen und an den Marktständen nach Raritäten suchen im Zentrum Berchtesgadens. Es ist Ganghofersonntag!

Jahr für Jahr freuen sich Einheimische und Gäste auf den Ganghofersonntag, den traditionellen verkaufsoffenen Marktsonntag benannt nach dem Heimatschriftsteller Ludwig Ganghofer. Die Geschäfte in der Fußgängerzone Berchtesgaden haben von 11 Uhr bis 16 Uhr geöffnet und erwarten Euch mit großer Auswahl an aktuellen Trends, Formen und Farben. Eingehende Beratung und persönlicher Service werden natürlich auch am Ganghofer-Sonntag groß geschrieben. Die besonderen Ganghofer-Sonntags-Angebote machen zusätzlich Freude. In bekannt guter Weise sorgen die Wirtshäuser, Cafès und Biergärten für das leibliche Wohl. Am Standlmarkt gibt es ein bunt gemischtes Angebot: Trockengestecke, Keramikwaren, Kerzen, Strohtiere, Teppiche und vieles mehr. Daneben gibt es Spitze und Wolle, Backwaren und Speck, frisches Saisongemüse und Obst. Die Trachtenkapelle Anger-Högwörth unterhält die Besucher in der Berchtesgadener Fußgängerzone von 11 bis 13 Uhr.

Flanieren in der Fußgängerzone Berchtesgaden

Flanieren in der Fußgängerzone Berchtesgaden

Berchtesgaden ist immer einen Besuch wert und erst recht am Ganghofersonntag, Euer Sepp

Die Vertreibung der Protestanten

 von Sepp
Königliches Schloss und Stiftskirche, früher Residenz der Fürstpröbste

Königliches Schloss und Stiftskirche, früher Residenz der Fürstpröbste

Der Kirchenstaat Fürstprobstei Berchtesgaden

Als Fürstprobstei war Berchtesgaden über Jahrhunderte hinweg ein katholischer Kirchenstaat, der jeweilige Fürstprobst war nicht nur weltliches, sondern auch geistliches Oberhaupt Berchtesgadens. Doch das Salzbergwerk im benachbarten Dürrnberg mit seinen protestantischen Bergleuten, die der Salzburger Erzbischof Matthäus Lang aus Sachsen zum Arbeiten ins Land geholt hat, entwickelte sich zum Knotenpunkt des Lutherischen Glaubens in Berchtesgaden. Zudem kamen Einwohner der Fürstprobstei durch den Salz- und Schnitzwarenhandel in die protestantischen Städte Augsburg, Nürnberg und Regensburg und brachten lutherisches Gedankengut und Schriften von ihren Reisen mit. Nachts traf man sich heimlich zu Gebet, Gesang und Bibellesungen. Bekanntester Versammlungsort der Auer Protestanten war der Priesterstein, ein heute als Kletterfelsen benutzter Felsbrocken, den die Eiszeit-Gletscher an seinen heutigen Stanort brachten.

Der Priesterstein in Oberau

Der Priesterstein in Oberau

Höhepunkte solcher Versammlungen waren Schriftauslegungen durchreisender Prediger. Gebets- und Erbauungsbücher vererbten sich vom Vater auf den Sohn. Lange Zeit blieb die fürstliche Regierung ahnungslos, zumal sich die neue Lehre anfangs nur in den Randgebieten ausbreitete.

 Salzbergwerk Dürnberg – Das protestantische Zentrum

Erste Ausweisungen von Protestanten erfolgten dann im Jahre 1572, verdächtige Häuser wurden durchsucht, Lutherische Schriften konfisziert. Dennoch verbreitete sich der neue Glaube rasch. Mit dem Salzbergwerk Dürrnberg als Zentrum breitet sich die neue Lehre über Au, Scheffau, Schellenberg und Maria Gern bis nach Bischofswiesen aus. Selbst bis nach Schönau und in die entlegene Ramsau drang das neue Gedankengut – wenn auch nur vereinzelt – vor. Auf das Lesen der verbotenen Bücher wurden jetzt Geldstrafen verhängt, wer erwischt wurde musste eine Glaubensprüfung etwa in Form des Aufsagens des Glaubensbekenntnisses bestehen, Kinder wurden verpflichtend in die sogenannte Christenlehre geschickt.weiterlesen

Steve

"Wen Gott liebt,…

 von Steve

…den lässt er fallen in dieses Land.“
Christoph hat dieses Zitat von Ludwig Ganghofer vor kurzem schon einmal aufgegriffen und gezeigt, dass es auch andersherum sehr gut passt.
 
Ludwig Ganghofer
 
Ludwig Ganghofer (1855 – 1920) war ein bekannter deutscher Schriftsteller. Viele seiner Heimatromane, für die er berühmt wurde, spielen im Berchtesgadener Land. Hier hielt sich Ganghofer zu Lebzeiten sehr oft auf und so ist es nicht verwunderlich, dass dieses Zitat immer wieder mit dem Berchtesgadener Land in Verbindung gebracht wird.

Frühlingserwachen am Seeleinsee


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