St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Marktschellenberg
Sepp Wurm

Untersberg Überschreitung

 von Sepp
Wolken am Untersberg

Wolken am Untersberg

Nach einigen verregneten Tagen zeigte sich gestern endlich wieder die Sonne und bescherte uns einen wunderbaren Sonntag mit bestem Wanderwetter. Wir haben den Tag zu einer Überschreitung der deutschen Seite des Untersbergs genutzt: Von Maria Gern über das Stöhrhaus zur Toni Lenz Hütte nach Marktschellenberg führte uns die Tour.

Wir starten unsere Bergtour etwa um halb acht in Maria Gern. (Bester Ausgangspunkt der Tour ist die Hintergern, wo es allerdings keine Parkmöglichkeit gibt. Die Buslinie 837 des RVO fährt allerdings ab 8:15 stündlich vom Bahnhof Berchtesgaden zur Haltestelle Hintergern). Vorbei am Untersberg-Lehen folgen wir dem Weg durch den Wald bis wir auf etwa 1.300 Metern Höhe den Stöhrweg erreichen, der von Bischofswiesen heraufführt. Von hier sehen wir das erste Etappenziel unserer Tour: Das Stöhrhaus. Leider hängt eine Wolke genau am Untersbergkamm und verdeckt teilweise die Sicht.

Bis zur Talstation der Materialseilbahn führt der Weg fast eben an der Almbachwand, dem Osthang der Rauhen Köpfe, entlang, bevor die schon von weitem sichtbaren Serpentinen weiter nach oben führen. Nach den Serpentinen betreten wir durch ein kleines Gatterl die Almfläche der Zehnkaser-Alm und genießen einen Bilderbuch-Ausblick auf Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe.

Blick von Zehnkaser zu Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe

Blick von Zehnkaser zu Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe

Jetzt sind wir bereits auf dem Hochplateau des Untersberg, der Weg zum Stöhrhaus führt nun bei lediglich leichter Steigung durch einen latschenbewachsenen Rücken.

Am Stöhrhaus rasten wir natürlich erstmal und stärken uns. Leider hängt die Wolke immer noch über dem Untersberg und verdeckt uns die Sicht in den Berchtesgadener Talkessel.

Stöhrhaus am Untersberg

Stöhrhaus am Untersberg

Nach Norden hingegen herrschen beste Sichtverhältnisse.  Zudem sorgen die Wolken für relativ kühle Temperaturen, wir halten uns also gar nicht lange auf, sondern marschieren weiter.weiterlesen »

Ann-Katrin

Feierabend in der Almbachklamm

 von Ann-Kathrin

Wanderung zur Abkühlung in Marktschellenberg

Feierabend! Es ist immernoch sehr heiß, zu heiß für eine Bergtour. In der Sonne schmoren kommt für mich nicht in Frage. Also ab durch die Almbachklamm, denn dort ist es auch an heißen Sommertagen wunderbar angenehm. Auch aufgrund ihrer Länge kann man eine gewisse Zeit dort verbringen.

in der Almbachklamm

in der Almbachklamm

Leider ist die Almbachabklamm ab Brücke 17 derzeit gesperrt, womit man leider nicht direkt zur Theresienklause wandern kann und auch nicht sich am Fuße des Sulzer Wasserfalles erfrischen kann. Dementsprechend werden auch günstigere Eintrittsgebühren für die Klamm erhoben, 2 € mit der Gästekarte.

 

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Ann-Katrin

Von Marktschellenberg nach Schönau

 von Ann-Kathrin

Tagesweitwanderung von Schellenberg nach Schönau

Wenn man von Salzburg über die Landstraße durch Grödig nach Marktschellenberg fährt, da sieht man sie schon spitz und markant herausstechen: die Barmsteine. Da sie mir schon öfter durchs vorbeifahren ins Auge fielen, fragte ich bei einer Kollegin nach, wie man zu diesen Barmsteinen gelangt und ob man diese eigentlich besteigen kann oder ob diese eher unwegsam und nur für mutige Kletterer geeignet sind. Sie erklärte mir, dass man nur den kleinen Barmstein erSTEIGEN kann und am großen Barmstein Möglichkeiten zum Klettern vorhanden sind. Außerdem empfahl sie mir den Rundweg dort zu machen und in Marktschellenberg zu starten um von dort über die Köppelschneid zu den Barmsteinen zu gelangen. Also ging ich an einem wunderbar sommersonnigen Tag morgens los. Zuerst fuhr ich mit der Buslinie 840 von Berchtesgaden nach Marktschellenberg. Im Ortszentrum stieg ich aus. Rechts neber der Kirche im Ortskern folgte ich der Straße nach oben, wo ich dann gleich auf Wegtafeln stoß, die in Richtung Köppelschneid und Arnoweg zeigten. Nach dem letzten Haus das zum Ortskern gehört geht es durch einen stetig aufsteigenden Waldweg hinauf in Richtung Köppelschneid. Nachdem der Weg den Wald verlässt stößt man auf erhöht liegende Bauernhöfe von denen man einen atemberaubenden Ausblick auf das Untersbergmassiv hat.

Untersberg mit Wegweisern im Vordergrund

Untersberg mit Wegweisern im Vordergrund

Der Weg führt platt getreten durch Wiesen hinauf . Am Wegesrand machte ich eine trierische Entdeckung. Ein Grünspecht.

Grünspecht

Grünspecht

Ziemlich stylisch schaut er aus mit seiner roten Irokesen-Frisur. Ein Prachtkerl! Weiter bei mehreren Bauernhöfen vorbei gelangt man dann zur Köppelschneid. Der Pfad ist durchzogen mit Wurzeln und man geht hauptsächlich im Wald. Auch die allseits bekannten gelben Wegmarkierungen auf denen man auch den Schwierigkeitsgrad der Touren erkennen kann sind hier nicht vorhanden. Allerdings ist der Pfad eindeutig genug zu erkennen wodurch man sich nicht verlaufen kann. An der Köppelschneid angekommen, wandert man direkt auf dem Grenzverlauf. Auf beiden Seiten ist der Abgrund. Der Pfad ist noch immer schmal und sehr wurzeldurchzogen. Endlich lichtete sich auch der Wald und man bekam einen freien Blick auf Salzburg und nach Hallein. Leider noch immer kein freier Blick in Richtung Berchtesgadener Talkessel. Leicht betröppelt über so wenig Aussicht folgte ich dem Waldpfad. Meiner Erfahrung nach würde ich den Weg über Köppelschneid als rot markieren. Der Pfad ist immer zu mindestens einer Seite nah am Abgrund, gerade wenn es am Vortag regnete und es ist matschig kann es dort ganz schön gefährlich werden. Von der breite her bietet der Platz für einen schmal gebauten Wanderer. Kurz bevor der Wald sich lichtet und man die Köppelschneid verlässt kommt eine Wegkreuzung, wo man sich zwischen drei Wegen entscheiden muss. Ein Wegweiser ist leider nicht vorhanden. Ich entscheide mich für den Weg geradeaus, mein Orientierungssinn sagt mir, dass das der richtige Pfad sein muss. Dann endlich habe ich wieder eine freie Sicht auf die Bergwelt. Und der etwas andere Blick auf den Hohen Göll fasziniert mich. Ich bin in einer Region gelangt, die ich zuvor nicht kannte. Verstreut liegen ursprüngliche Bauernhöfe umgeben von saftigen Wiesen. Eine Bank lädt zur Rast und dem genießen ein.

Panorma zum Hohen Göll und Watzmann

Panorma zum Hohen Göll und Watzmann

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Sepp Wurm

Die Almbachklamm

 von Sepp

Almbachklamm öffnet am 1. Mai

Rechtzeitig zum 1. Mai öffnet die Almbachklamm in Marktschellenberg. Dann ist der etwa 3 Kilometer lange Wanderweg durch die enge Schlucht wieder begehbar: über 29 Brücken und Stege sowie insgesamt 320 Stufen müsst Ihr gehen, um die 200 Meter Höhendifferenz in der Klamm zu überwinden.

Auf Brücken und Stegen durch die Klamm

Auf Brücken und Stegen durch die Klamm

Ausgangspunkt der Wanderung durch die Almbachklamm ist üblicherweise die Kugelmühle, Deutschlands letzte von Wasserkraft angetriebene Marmorkuglemühle.

Kugelmühle Marktschellenberg

Kugelmühle Marktschellenberg

Das zugehörige Gasthaus Kugelmühle ist prädestiniert für eine Einkehr nach der Rückkehr aus der Klamm.weiterlesen »

Sepp Wurm

Bärlauch-Wochen live im BR

 von Sepp

Marktschellenberger Bärlauchwochen in der Abendschau

Am kommenden Dienstag, den 15. April berichtet Abendschau-Reporterin Nicole Remann in der Abendschau des Bayerischen Fernsehens live von den Bärlauch-Wochen in Marktschellenberg.

Marktschellenberg

Marktschellenberg

Jeweils ein Beitrag ist zu sehen in Abendschau, der Süden von 17:30 Uhr bis 18 Uhr sowie in der Abendschau zwischen 18 Uhr und 18:45 Uhr.

 

Kugelmühle und Almbachklamm

Standort der Übertragung ist das Gasthaus Kugelmühle am Eingang der Almbachklamm. Jeweils in zwei etwa fünfminütigen Beiträgen berichtet Live-Reporterin Nicole Remann von den Bärlauchwochen in Marktschellenberg.

Kugelmühle Marktschellenberg

Seniorchef Friedl Anfang an der Kugelmühle Marktschellenberg

Küchenchef Stefan Anfang vom Gasthaus Kugelmühle, bereitet Saibling mit Nudeln zu und Christl Springl, eine Köchin des Tourismusvereins Marktschellenberg, stellt dazu frisches Bärlauchpesto her. Gezeigt wird u.a. auch unter Mithilfe von Kindern, wie ein schöner Osterstrauch geschmückt wird.weiterlesen »

Sepp Wurm

Landgasthäuser Alpenseen

 von Sepp

Landgasthäuser im Berchtesgadener Land

Werner Teufl

Werner Teufl

Am kommenden Samstag, den 25. Januar wiederholt das Bayerische Fernsehen die beliebte Kulinarik-Serie Landgasthäuser: Von 16:15 bis 16:45 Uhr widmet sich Feinschmecker und Filmemacher Werner Teufl traditionellen bayerischen Gasthäusern an bekannten Alpenseen. Dazu reist er vom weltberühmten Königssee über den Thumsee bei Bad Reichenhall bis zum Abtsdorfer See -angeblich das wärmste Gewässer in Bayern- im Rupertiwinkel  und gustiert sich 30 Minuten lang vom Süden bis in Norden des Berchtesgadener Landes.

 

Königssee und Watzmannpraline

Los geht es im äußersten Südosten der Republik am Königssee. Auf der nur mit dem Boot (oder über das hochalpine Gebirge) zugänglichen Halbinsel Hirschau liegt die Gaststätte St. Bartholomä neben der gleichnamigen barocken Kirche. Im ehemaligen Jagdschloss, das heute als Gaststätte dient werden Hirschmedaillons mit Speck-Rosenkohl gereicht.

Sankt Bartholomä am Königssee

Sankt Bartholomä am Königssee

Das pittoreske Kirchlein Sankt Bartholomä spielt auch auf der nächsten Station der kulinarischen Reise durch das südliche Bayern eine wichtige Rolle: Im Cafè Spiesberger in Berchtesgaden kann man das berühmte Postkartenmotiv nämlich vernaschen. Feine Pralinen in Form der lokalen Sehenswürdigkeiten sind die Spezialität des Hauses. Besonders bekannt ist die Watzmann-Praline, modelliert wie das Wahrzeichen des Berchtesgadener Talkessels: Der 2.713 Meter hohe Watzmann mit seiner markanten Gestalt, die der Sage nach eine versteinerte Familie darstellt.

 

Der Messnerwirt – ein Kleinod in Marktschellenberg

Als nächstes kehrt Werner Teufl in Marktschellenberg ein, genauer gesagt in Ettenberg weit oberhalb des Dorfzentrums. Die Einheimischen nennen diesen Ortsteil auch Almberg. Dort oben existiert noch das klassische bayerische Ensemble von Kirche und Wirtshaus direkt nebeneinander. Die malerische Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung und das Gasthaus Mesnerwirt liegen idyllisch vor dem sagenumwobenen Untersberg.

Messnerwirt und die Wallfahrtskirche am Almberg

Messnerwirt und die Wallfahrtskirche am Almberg

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Lisa-Graf-Riemann

Die Schellenberger Buttenmandl

 von Lisa

 

Am 5. und 6. Dezember laufen sie wieder, die Schellenberger Buttenmandl, und begleiten den Heiligen Nikolaus, der die Kinder besucht und ihnen, wenn sie brav waren, Geschenke mitbringt. Wie habe ich als Kind die wilden Gesellen gefürchtet! In Passau, wo ich aufgewachsen bin, schlugen die Krampusse mit ihren Ketten gegen die Fensterläden, dass mir das Herz in die Hose gerutscht ist.

 

Die Schellenberger Buttenmandl können, wie alle Buttenmandl, Krampei und Ganggerl im Talkessel, den Kindern schon einen gehörigen Schrecken einjagen. Im Gegensatz zu den Berchtesgadener Strohbuttenmandln sind bei den Schellenbergern nur die Beine in Stroh eingebunden. Die Strohsparvariante sozusagen. Alle tragen Tierfelle und Fell- oder aufwändig geschnitzte Holzlarven mit krummen Nasen und großen Zähnen. Die großen Glocken scheppern dumpf, die Rute zischt durch die Kniekehlen, die Mädchen kreischen, der Glühwein dampft in der Tasse. 5. Dezember. Buttenmandllauf! Übrigens auch morgen, 6.12., noch einmal, wieder ab 17.00/18.00 Uhr.

Sepp Wurm

Das Riesending im Untersberg

 von Sepp

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Der Untersberg, 1.972 Meter hoch, die deutsch-österreichischen Grenze verläuft genau über seinen zerklüfteten Rücken, ist von zahlreichen Höhlen durchzogen. Mehreren Sagen zufolge haben Zwerge und Wildfrauen dort in der Tiefe marmorne Schlösser erbaut und sie mit Silber- und Goldschätzen ausgeschmückt. Auch Karl der Große oder Kaiser Barbarossa wurden in Untersberg-Höhlen vermutet; dort erwarteten sie schlafend die Schlacht, in der das Schicksal der Welt entschieden wird. Esoteriker und Mystiker wiederum schreiben dem Berg magische Kräfte als Zeitportal zu, die Alpenschamanen sehen ihn im einen Kraftort und der Dalai Lama bezeichnet den Untersberg bei seinem Salzburgbesuch 1992 gar als Herz-Chakra Europas..

Vor allem auf österreichischer Seite haben Speläologen, die Erforscher der Unterwelt, tatsächlich fantastische Schattenreiche im Innern des Untersbergs aufgespürt: riesige Labyrinthe wie die mittlerweile auf 33 Kilometer kartierte Gamslöcher-Kolowrat-Höhle etwa.

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Abgesehen von der Schellenberger Eishöhle bleibt die deutsche Seite des Berges unterhalb der zerklüfteten Oberfläche unbekanntes Land. 1995 begannen schwäbische Höhlenforscher der Arbeitsgemeinschaft Höhlenkunde Bad Cannstatt das Hochplateau des Unterberges systematisch auf Löcher abzusuchen. Der große Fund aber bleibt ihnen verwehrt. Erst im Sommer 2002 stößt eine Gruppe von acht jungen Höhlenforschern in einem vergessenen Felstrichter auf ein Gangsystem von gewaltigem Ausmaß, das die Höhlenforscher zum Ausschrei Was ist denn das für ein Riesending? veranlasst. Dieser Name sollte bleiben!weiterlesen »

Ursula

Familien-Herbstwandertipp

 von Ursula

Die Almbachklamm neu entdeckt

Bisher war ich der Meinung, die Almbachklamm muss man auf jeden Fall im Frühsommer gehen, wenn unglaubliche Wassermassen die ausgehöhlte Schlucht hinabschießen, von allen Seiten kleine Wasserfälle herunterrieseln und oben in Ettenberg auf den Bauernwiesen ein einzigartige Blumenpracht das Herz übergehen lässt. Aber am vergangenen Sonntag habe ich meine Meinung geändert.

Beeindruckender Blick von der Brücke in die Almbachklamm

Beeindruckender Blick von der Brücke in die Almbachklamm

Halbschariges Wetter, raus wollten wir auf jeden Fall, die Klassiker an einem solchen Tag schreckten uns aufgrund der in hoher Zahl zu erwartenden anderen Wanderer – und Anita, 8 Jahre, wollte schon ein bisschen Action, nicht nur den Berg rauf.

 

Herbstwanderung durch die Almbachklamm

Also die Almbachklamm, Mitte September, ganz gegen meine Überzeugung. Der Himmel ist grau in grau, die Regenjacken sind im Rucksack. Seit den Unwettern und dem Hochwasser Anfang Juni war ich nicht mehr in der Klamm. Dass diese bereits seit 6. Juli schon wieder begehbar ist, grenzt nach den ersten Bildern von damals an ein Wunder. Brücken und Stege waren zerstört, abgegangene Muren hatten die Wege teilweise meterhoch mit Geröll verschüttet. Wir finden am vergangenen Sonntag davon fast keine Spuren mehr. Einige verkeilte Baumstämme sind zu sehen, das war‘s. Die Brücken sind bestens repariert bzw. komplett neu aufgebaut, die Wege neu geebnet, es gibt sogar zusätzliche Sicherungsseile an den schmalen Wegpassagen.

Diese Brücke wurde nach dem Unwetter komplett erneuert

Diese Brücke wurde nach dem Unwetter komplett erneuert

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