St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Mountainbike
Sepp Wurm

Bergtour aufs Seehorn (2.321 Meter)

 von Sepp
Das Gipfelkreuz auf dem Seehorn 2.321 m

Das Gipfelkreuz auf dem Seehorn 2.321 m

Von der Kallbrunnalm aufs Seehorn

Über der Kallbrunnalm, also auf der österreichischen Seite der Berchtesgadener Alpen, erhebt sich das Seehorn. Der 2.321 Meter hohe Berg ist ganzjährig ein beliebtes Ziel, im Winter suchen zahlreiche Skitourengeher den Berg auf, im Sommer konditionsstarke Wanderer und Bergsteiger.

Ausgangspunt meiner Bergtour aufs Seehorn ist die Kallbrunnalm. Den langen Weg zum Ausgangspunkt überwinde ich mit dem E-Bike, so kann ich Zeit und Kraft sparen. Auf der Kallbrunnalm deponiere ich das Rad und folge dem Wegweiser Richtung Seehorn. 3 Stunden sind’s laut Beschilderung zum Gipfel.

3 Stunden dauert der Aufstieg von der Kallbrunnalm zum Seehorn

3 Stunden dauert der Aufstieg von der Kallbrunnalm zum Seehorn

Der Weg führt über die Almfläche in den Wald und in angenehmer Steigung bergauf. Der Blick hinunter zur Kallbrunnalm mit ihren 30 Kasern ist fantastisch.

Blick zurück zur Kallbrunnalmv

Blick zurück zur Kallbrunnalm

Die Kallbrunnalm: Größte Alm in den Berchtesgadener Alpen

Kallbrunn: Die größte Alm in den Berchtesgadener Alpen

Der Seehornsee

Auf 1.779 Metern Höhe, ziemlich genau auf halber Strecke zum Gipfel liegt in einer Senke der tiefgrüne und fast kreisrunde Sehornsee.

Der Seehornsee

Der Seehornsee

Am Ufer des Sees mache ich eine kurze Trinkpause und erfreue mich an diesem landschaftlichen Kleinod. Zahlreiche Kaulquappen bevölkern den kleinen See und an seinem Ufer sprießen allerlei Blumen.weiterlesen »

Rosi Fürmann

sommerliches Panorama über Anger und dem Land vor den Bergen – dem Rupertiwinkel

 Auf dem Wanderweg Nr. 8 zum Wander- und Radlstammtisch auf die Fürmann Alm  hoch über Anger im Rupertiwinkel von Berchtesgaden

Wir starten am Wanderparkplatz Achner Lagerplatz in der Gemeinde Anger im Rupertiwinkel und es geht von dort der Ache entlang Richtung Inzell-Adlgaß bis zur Inzeller Höhe.

am Kohlhäusl auf dem Weg zur Inzeller Höh

auf dem Weg zur Inzeller Höh

Die Beschilderung zeigt uns jetzt links abbiegend den Weg Richtung Fürmann Alm. Dort wartet ein imposantes Panorama über Anger, das Stoißer Achental und den Rupertiwinkel auf den Wanderer und Mountainbiker.weiterlesen »

Sepp Wurm
Mit dem Mountainbike zur unteren Ahornalm

Mit dem Mountainbike zur unteren Ahornalm

E-Biketour am Pfingstmontag

Während sich heute fast ganz Berchtesgaden im Markt versammelt hat, um 500 Jahre Salzbergwerk zu feiern, bin ich dem Trubel entflohen und war mit dem Radl am Obersalzberg unterwegs.

Über den Rodelbahnweg fuhr ich von Berchtesgaden hinauf bis zur Scharitzkehlstraße. An der viel befahrenen Straße fahre ich dann an der Busabfahrtsstelle Kehlsteinhaus vorbei. Viele Busse und Autos sind schon hier oben, erste Schlangen haben sich schon an den Kassen gebildet und warten auf die Abfahrt der Busse Kehlsteinhaus. Ich fahre aber weiter, der Radlweg zum Kehlsteinhaus führt mich zuerst zur Roßfeldpanoramastraße bis zum Ofnerboden. Hier zweigt dann der Weg zum Kehlsteinhaus ab, den sich Fußgänger und Mountainbiker teilen. Ich sehe schon von unten, dass sich immer dichtere Wolken um den Kehlstein ranken. Trotz der dichten Wolken folge ich dem wunderschönen Weg nach oben, in zahlreichen Serpentinen führt die alte Teerstraße stellenweise zwischen Felsen entlang hinauf bis zur Buswendeplatte. Im oberen Bereich säumen noch vereinzelte Schneefelder den Radweg.

Der Radweg zum Kehlstein

Der Radweg zum Kehlstein

Als ich an der Buswendeplatte ankomme ist die Sicht quasi null, also entscheide ich mich, gleich wieder auf demselben Weg hinunterzufahren. Weiter unten sieht das Wetter nämlich noch sehr viel freundlicher aus. Nach der Ankunft am Ofnerboden fahre ich ein Stück die Roßfeldstraße bergauf, und zweige dann nach links ab. Ein großes Holzschild weist den Weg zum Perlerkaser. Ein schöner Weg führt bei geringer Steigung in wenigen Minuten zum Perlerkaser auf der unteren Ahornalm. Die untere Ahornalm ist nicht so bekannt wie die obere. Sie ist im Frühsommer für etwa 4 Wochen bewirtschaftet, bis die Kühe auf die höher gelegene obere Ahoralm aufgetrieben werden. Eine Einkehr in der wunderbaren Almhütte ist also nur kurze Zeit möglich.

Der Perlerkaser auf der unteren Ahornalm

Der Perlerkaser auf der unteren Ahornalm

Nach einer Stärkung am Perlerkaser breche ich wieder auf. Dieses Mal folge ich aber nicht der Straße, sondern dem Radweg, der auf alten Teerstraßen durch den Wald unterhalb des Kehlsteins führt. Dazu muss ich einmal die für den öffentlichen Verkehr gesperrte Kehlsteinstraße überqueren und gelange dann auf die für den Bau des Kehlsteinhauses angelegten Hilfsstraßen, die sogenannten Kehlsteinwege.weiterlesen »

Sepp Wurm

Mit dem E-Bike zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Die Kallbrunnalm

Die Kallbrunnalm

Die Mountainbike-Tour zur Kallbrunnalm ist eine der klassischen Radl-Touren in den Berchtesgadener Alpen. Das Ziel der Tour, die Kallbrunnalm, liegt auf österreichischer Seite, gehört aber verwaltungstechnisch zu Bayern. Die Kallbrunn ist mit ihren 30 Kasern nicht nur die größte Alm in unserer Heimat, sondern auch eine der schönsten. Ich habe das Traumwetter am Sonntag genutzt, und der Kallbrunnalm mal wieder einen Besuch abgestattet.

Dazu habe ich mich auf mein E-Bike geschwungen und bin erstmal gemütlich durch das Bergsteigerdorf Ramsau geradelt. Vorbei an der berühmten Pfarrkirche geht’s die ersten Kilometer fast flach bis zum Eingang des Zauberwaldes. Hier zweigt der Weg nach rechts von der Straße ab und führt in angenehmer Steigung durch den Wald zum Hintersee. Am Nordufer des Sees radle ich weiter zum Klausbachhaus, Hier markiert ein Zaun mit Tor den Eingang zum Nationalpark Berchtesgaden. Der Radlweg führt jetzt auf der Straße durch das Klausbachtal. Eine erste längere Steigung führt unterhalb der Mühlsturzhörner zur Hängebrücke. Gerade bei diesem Traumwetter zeigt sich, warum diese markanten Berge auch „Ramsauer Dolomiten“ genannt werden.

Die Mühlsturzhörner, die Ramsauer Dolomiten

Die Mühlsturzhörner, die Ramsauer Dolomiten

Hier mache ich kurz Pause und steige vom Rad ab. Etwas abseits der Straße gibt’s nämlich etwas ganz Besonderes zu sehen: Den Frauenschuh! Diese leuchtend gelbe Pflanze ist die größte heimische Orchideen-Art und sehr selten. Momentan blüht der Frauenschuh, doch bald ist das Schauspiel wieder vorbei.

Ein Frauenschuh, die größte Orchidee im Nationalpark Berchtesgaden

Ein Frauenschuh, die größte Orchidee im Nationalpark Berchtesgaden

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Rosi Fürmann

Die Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m) mit Hochstaufen und Zwiesel, Berchtesgaden Alpen, ein „Magnet“ für Wanderer und Mountainbiker

„Der wohl schwärzeste Tag der Stoißer Alm auf dem Teisenberg“: Am 16. Februar 1967 brennt sie vollkommen nieder

Der wohl schwärzeste Tag der Geschichte der Stoißer Alm: 16. Februar 1967 – die Alm brennt lichterloh. Drei Soldaten finden im Flammeninferno den Tod. Bei der Winterübung der Stabskompanie der Gebirgsjägerbrigade 23 Bad Reichenhall wird die Alm zur Todesfalle. Sie brennt bis auf die Grundmauern nieder.

die abgebrannte Stoißeralm – fotografiert am 26.2.1967

Aus dem damaligen Zeitungsbericht des Reichenhaller Tagblattes:

Bei einem Hüttenbrand im Biwakraum des Spähzuges kamen drei Soldaten in den Flammen um; Gefreiter Rudolf Thalhauser aus Traunstein wurde verletzt. Die tödlich verunglückten Soldaten sind: Gefreiter Hurter Hans aus Wieslet, Gefreiter Ludwig Paul aus Beilstein und Gefreiter Staib Werner aus Regensburg. Der Spähzug biwakierte seit dem 13.2.1967 in Iglus und Schneehütten auf der Stoißeralm. Die in der Nähe gelegene Almhütte diente als Versorgungsstützpunkt; der Koch Gefreiter Staib, der Sanitäter Gefreiter Hurter und Gefreiter Thalhauser schliefen dort. Nach den Ermittlungen brach der Brand aus, als der Koch gegen 5.30 Uhr versuchte, im Herd der Hütte mit Hilfe von Benzin ein Feuer zu entzünden, um für den Zug Tee zu kochen. Als er dann die noch schlafenden Kameraden weckte, waren Feuer und Rauch bereits so stark, daß der Weg ins Freie versperrt zu sein schien. Der verzweifelte Versuch, das Eisengitter eines Fensters wegzureißen, schlug fehl; da rannte Gefreiter Thalhauser blindlings durch das Feuer und erreichte glücklich den Ausgang, wo ihm die ersten Kameraden vom Biwakplatz zu Hilfe kamen. Thalhauser erlitt eine Rauchvergiftung, die inzwischen abgeklungen ist. Der Wachposten hatte kurz nach Ausbruch den Brand bemerkt und sofort den Zug alarmiert; das Feuer breitete sich jedoch so schnell aus, daß für die drei in der Hütte eingeschlossenen Soldaten jede Hilfe zu spät kam. Zwar gelang es noch, das Gitter von außen herauszubrechen und Hurter aus der Hütte zu ziehen, aber, obwohl er sofort zu Tal gefahren wurde, starb er auf dem Weg zum Krankenhaus. … Erst nach dem völligen Ausbrennen der Hütte konnten die beiden anderen Soldaten geborgen werden. Sie wurden in der benachbarten Bergkapelle aufgebahrt; vier Soldaten standen Ehrenwache.

Stoißer Alm auf dem Teisenberg mit Untersberg und Hochstaufen vor dem verheerenden Brand 1967

Ein schreckliches Unglück. Der Wiederaufbau nach diesem „schwarzen Tag“ ist für die Almgenossenschaft keine Frage, vielmehr die finanzielle Beteiligung von Versicherung und Bund. Hier trifft das Sprichwort: Schwierigkeiten sind dazu da, gemeistert zu werden. In gleichem Aussehen, jedoch mit besserer Innenausstattung unter Leitung von Zimmerermeister Josef Eisl jun. neu erbaut, weiht Pfarrer Lindauer die neue Alm im Juli 1967.weiterlesen »

Sepp Wurm

Herbstliche Radltour zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Was war das für ein traumhaftes Herbst-Wochenende? Zwei Tage wunderschönes Wetter mussten natürlich genutzt werden. Ich habe am Samstag nochmal eine Radltour zur Kallbrunnalm gemacht. Die Kallbrunnalm im Salzburger Saalachtal ist mit seinen 30 Kasern die größte Alm in unseren Bergen, im Sommer weiden hier oben mehr als 300 Rinder. Die Kühe sind bereits im Tal, doch die Jausenstation auf der Alm hat heute den letzten Tag geöffnet.

Ausgangspunkt der Radltour ist der Parkplatz am Eingang zum Klausbachtal im Bergsteigerdorf Ramsau. Das Klausbachtal liegt am Vormittag noch zum großen Teil im Schatten! Die Jahreszeit macht sich deutlich bemerkbar, denn es ist richtig kalt. Zum Glück habe ich Handschuhe dabei. Durch das Klausbachtal führt der Radlweg erst flach, dann etwas steiler auf der asphaltierten Straße unterhalb der dolomitenförmigen Mühlsturzhörner entlang. Nach dem Mitterberg, der steilsten Stelle der Tour, radle ich unterhalb der Bindalm vorbei weiter zum Hirschbichl und am Jagdhaus Falleck vorbei flach weiter. Erst der letzte Abschnitt zur Kallbrunnalm ist dann wieder steiler. Und vor allem: Der letzte Abschnitt des Weges führt nicht auf einer asphaltierten Straße entlang, sondern auf einem Kiesweg.

Mit dem E-Bike auf dem Weg zur Kallbrunnalm

Mit dem E-Bike auf dem Weg zur Kallbrunnalm

Erst als ich auf der ersten Weidefläche der weitläufigem Alm ankomme mache ich zum ersten Mal Pause. Der Anblick ist fantastisch: Hier oben ist es eher schon Winter als noch Herbst.

Blick zum Kammerlinghorn

Blick zum Kammerlinghorn

Ich genieße die wärmenden Sonnenstrahlen und versuche Finger und Zehen zu wärmen. Vor allem aber genieße ich den Anblick der verschneiten Almlandschaft.weiterlesen »

Sepp Wurm

Feierabend Radltour Gotzenalm

 von Sepp
Die Gotzenalm

Die Gotzenalm

Die Gotzenalm ist mit Sicherheit einer der schönsten Plätze rund um den Königssee, die lange und steile Mountainbike Tour auf die Gotzenalm stellt für viele Radlfahrer die Krönung der Berchtesgadener Mountainbike-Touren dar. Nachdem ich seit Jahren schon nicht mehr hier oben war, habe ich mich gestern Abend auf mein E-Bike geschwungen und der Gotzenalm mal wieder einen Besuch abgestattet. Ich weiß, dass die E-Bikes umstritten – bei manchen Mountainbikern sogar verpönt – sind! Für mich ist es aber ein ideales Fortbewegungsmittel, um auch entlegene Ziele zügig und relativ entspannt zu erreichen. Oder um am Abend noch größere Touren zu machen!

Der Radlweg zur Gotzenalm führt von Hinterbrand in Richtung Jennerbahn Mittelstation, allerdings nicht auf dem Wanderweg. Statt auf dem von Wanderern stark frequentierten Königsweg führt die Strecke für die Mountainbiker erst ober-, dann unterhalb des Fußweges auf einer breiten Forststraße entlang. Schon nach wenigen Metern erreicht man den ersten Höhepunkt der Tour: Den Beschneiungsteich des Skigebiets Jenner.

Der Beschneiungsteich am Jenner

Der Beschneiungsteich am Jenner

Am gestrigen späten Nachmittag haben viele Wanderer und Radfahrer das traumhafte Spätsommer-Wetter zu einem Ausflug zum Jenner Speichersee genutzt. Dieser künstliche See hat sich seit seinem Bestehen zu einem beleibten Ausflugsziel entwickelt. Auf einem Rundweg und den zahlreichen Bänken kann man von hier aus das grandiose Panorama über das Berchtesgadener Tal zum Watzmann und den weiteren Bergen genießen.

Im weiteren Verlauf führt der Weg flach oder leicht ansteigend durch den Wald oberhalb des Königssees. Immer wieder ergeben sich von der Forststraße imposante Tiefblicke zum See.

Tiefblick zum Königssee

Tiefblick zum Königssee

An der Königsbachalm zweigt der Weg dann nach rechts ab und führt über die Büchsenalm zu einer scharfen Kehre, danach weiter oberhalb des Königssees entlang nach Süden. Etwa 2 Kilometer geht es jetzt wieder leicht bergab bis zur Gotzentalalm.

Die Gotzentalalm

Die Gotzentalalm

Bis hierher ist die Mountainbike Tour zur Gotzenalm recht gemütlich, der steile Teil beginnt erst jetzt. Wo der Steig zur Bedarfshaltestelle Kessel am Königssee in den Fahrweg mündet, wird der Weg schlagartig steiler. Immerhin müssen auf den letzten 4 Kilometern bis zur Gotzenalm mehr als 500 Höhenmeter überwunden werden. Das geschieht auf zahlreichen Kehren und Serpentinen! Wieder einmal bin ich dankbar für die Motorunterstützung meines Rades: Mit dem herkömmlichen Mountainbike werden die letzten Meter bis zum Hochplateau der Alm zur Kraftprobe und oft auch zur Qual. Aber sobald man die letzte Geländekuppe überwunden hat, steht man am Rand der Gotzenalm und überlickt das Hochplateau der Alm, sieht die Teufelshörner und das Leuchten der übergossenen Alm am Hochkönig! Dieser Ausblick entschädigt für den steilen Aufstieg!weiterlesen »

Hundstod-Seehorn

Blick vom Seehorn zum großen Hundstod und ins Steinerne Meer.

Seehorn-Runde über der Kallbrunn-Alm

Die Kallbrunnalm liegt auf österreichischem Staatsgebiet im Naturpark Weißbach, unterliegt historisch bedingt aber dennoch der Bayerischen Verwaltung. Flächen- und was das Vieh betrifft Anzahlmäßig ist sie die größte Alm der Berchtesgadener Alpen. Dem Besucher bietet sie alles, was man sich von einer Alm im Berchtesgadener Land so wünscht: Saftige Weideflächen, urige Almkaser, fröhliche Kühe, ein umfassendes Speisenangebot aus eigen produzierten Lebensmitteln und ein großartiges Bergpanorama.

Die Kallbrunnalm ist deshalb bereits als eigenständiges Tourenziel überaus lohnend, zu Fuß, mit oder ohne Unterstützung des Almerlebnisbusses, oder per Mountainbike oder E-Bike erreicht man die Alm vom Hintersee aus durch das Klausbachtal und über den Hirschbichl. Darüber hinaus ist die Kallbrunnalm auch Ausgangspunkt für viele Bergtouren wie zum Beispiel dem rassigen Alm-Hausberg Hochkranz, der Hüttentour zum Ingolstädter Haus, dem Großen Hundstod oder eben der Seehorn-Runde, die ich am vergangenen Wochenende gedreht habe. Ein Berchtesgadener Alm- und Gipfelerlebnis par Excellence!

Mit dem Rad zur Kallbrunnalm 

In der früh starte ich mit dem Rad vom Hintersee aus in Richtung Hirschbichl. Ich folge der angenehm fahrbaren Asphaltstraße und genieße dabei das ursprüngliche Landschaftsbild des wildromantischen Klausbachtales. Zumeist in mäßiger Steigung, allerdings auch zwei extrem steile Rampen überwindend, komm ich dem Hirschbichl und somit dem Grenzübergang nach Österreich näher. Nach einer kurzen Abfahrt vom Passübergang und der Querung unterhalb des Kammerlingshorns gelangt man über eine aussichtsreiche Forststraße an den Schlussanstieg zur Kallbrunnalm.

400 Höhenmeter zieht sich der Versorgungsweg steil hinauf. Auf einer ersten Weidefläche mit tollem Picknickplatz angelangt, wähnt man sich bereits an der Kallbrunnalm angekommen. Weit ist es von hier nun wirklich nicht mehr und schnell erreicht man die Almfläche der Kallbrunnalm mit ihren gigantischen Dimensionen und den zahlreichen, verstreut liegenden Almkasern. Man kann sich kaum entscheiden, welche der urigen Almhütten man für eine Einkehr unter der hochalpinen Kulisse der südlichen Berchtesgadener Gipfel aufsucht!

Reiter-Alm

Die Ramsauer Dolomiten (Reiter Alm) bei der Anfahrt durch das Klausbachtal.

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Bike & Hike & Boat-Tour im Hagengebirge (Teil 1)

 von Jannis
Bike-Basislager Gotzenalm. Die Watzmann-Ostwand versteckt sich noch in Wolken.

Bike-Basislager Gotzenalm. Die Watzmann-Ostwand versteckt sich noch in Wolken.

Zwei Tage im Hagengebirge

Eine zweitägige Schönwetterperiode im bisher eher wechselhaften Sommer…das musste genutzt werden! Nur wie? Bei den zahlreichen Touren-Möglichkeiten, die das Berchtesgadener Land bietet, fällt es manchmal echt schwer, sich zu entscheiden…Notfalls hilft auch unser Touren-Finder bei der Suche nach der optimalen Tour! Letztendlich fiel die Münze dann auf das Hagengebirge. Eifrig ging es an die Tourenplanung, bei der am Ende eine etwas unkonventionelle Bike & Hike & Boat – Tour mit der Gotzenalm als Base-Camp herauskommen würde.

Am ersten Tag fuhr ich mit dem Radl zur Gotzenalm hinauf. Im Anschluss führte es mich über das Gipfeltrio Kahlersberg, Windschartenkopf und Schneibstein zum Carl-v.-Stahl-Haus. Von dort ging es dann abends noch wieder zurück nach Schönau.

Der zweite Tag der Hagengebirge-Expedition startete mit der Bootsfahrt über den Königssee zur Saletalm. Über die Stationen Obersee, Röthsteig und Wasseralm erreichte ich wieder die Gotzenalm, wo mein Fahrrad übernachtet hatte und bereits auf mich wartete. Den Abschluss des zweitägigen alpinen Triathlons bildete dann die Abfahrt von der Gotzenalm nach Schönau.

Alle genannten Orte und Gipfel bieten auch als separate Unternehmungen außerordentlich reizvolle Tourenziele.

Bike-Auffahrt zur Gotzenalm

Die Tour zur Gotzenalm (1685m) wird oft als Königstour unter den Mountainbiketouren im Berchtesgadener Land bezeichnet. Dieser Ruf kommt nicht von ungefähr: Wunderschön, weit und steil ist die Auffahrt zu einer der schönsten Hochalmen im Berchtesgadener Land.

Um halb 6 starte ich meine Hagengebirge-Expedition von der Haustür weg und fahre über den kürzlich zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürten Königsseer Weg in Richtung Königssee. Kurz vor Erreichen des Sees biege ich zur Talstation der Jennerbahn ab. Etwas oberhalb zweigt dann die sogenannte Hochbahn ab. Diese zieht gnadenlos steil, an kurzen Stellen zu steil für mein „Möchtegern-Mountainbike“, in Richtung Königsbachalm hinauf. Zwischendurch öffnen sich erste Tiefblicke auf den Königssee.

Erster Tiefblick von der Hochbahn auf den Königssee

Erster, frühmorgendlicher Tiefblick von der Hochbahn auf den Königssee.

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Sepp Wurm

Zum Sonnenuntergang aufs Kehlsteinaus

 von Sepp
Sonnenuntergang am Kehlsteinhaus

Sonnenuntergang am Kehlsteinhaus

Das Kehlsteinhaus ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Berchtesgadener Land. Besonders für unsere ausländischen Gäste ist ein Besuch hier oben obligatorisch. Doch auch wir Einheimischen schätzen den aussichtsreichen Berg. Ich gehe gerne am Abend auf den Kehlstein, dann entfaltet der Berg seine ganz besondere Schönheit.

Am Sonntag Abend war ich mal wieder oben, dieses Mal allerdings nicht zu Fuß, sondern mit dem E-Bike. Der Radlweg auf den Kehlstein führt von der Schiffererhütte an der Roßfeld Panoramastraße über zahlreiche Serpentinen auf einer alten Nebenstraße bis zur Buswendeplatte unterhalb des Kehlsteinhauses. An der Wendeplatte steht extra ein Radlständer, hier deponieren wir unsere Räder und machen uns zu Fuß auf den Weg zum Kehlsteinhaus. Als wir am Gipfel oberhalb des Hauses ankommen, ist es noch hell. Die Sicht ist Hochsommer-typisch etwas diesig. Beim Blick über den Königssee zum Watzmann und den Gipfeln des Steinernen Meeres erkennen wir die Berge nur schemenhaft.

Blick vom Kehlstein über den Königssee zu Watzmann und Steinernem Meer

Blick vom Kehlstein über den Königssee zu Watzmann und Steinernem Meer

Es liegt eine wunderbare Stimmung über der Szenerie und je tiefer die Sonne sinkt, umso schöner wird das Licht. Die Blautöne des Tages weichen jetzt langsam dem Rot der Dämmerung.

Die letzten Sonnenstrahlen genießen

Die letzten Sonnenstrahlen genießen

Es ist immer wieder faszinierend, wie anders der Berg am Abend wirkt.weiterlesen »