St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Nacht
Rosi Fürmann

Der Nikolaus mit seinem Krampus

 von Rosi
der Nikolaus mit Krampus in Teisendorf, Berchtesgadener Land, Bayern, Deutschland

Der Nikolaus mit Krampus in Teisendorf – Foto: (c) RoHa-Fotothek Fürmann

Der Nikolaus mit seinem Krampus kommt am 5. Dezember abends zu den Kindern in die Familien – als ihr Freund, der vielleicht ein bisschen ermahnt, aber hauptsächlich lobt; alle großen und kleinen „Sünden“ kennt, aber das Lob über alles stellt; alles wohl wissend, es steht ja geschrieben in seinem großen Buch. Der Krampus mit der langen roten Zunge bezeugt die Richtigkeit mit dem Respekt einflößenden Scheppern der Kette, zeigt die Rute und trägt in seinem großen Sack die Geschenke.

Freuen sollen sich die Kinder auf diesen Abend in der Familie … Äpfel, Mandarinen und Nüsse als Geschenk, vielleicht noch eine selbst gestrickte Mütze oder ein Schreibmäppchen dazu oder ein Brettspiel, das sofort ausprobiert wird.

Was bleibt in der Erinnerung ist der wundersame Duft der Weihnachtsbäckerei mit Kinderpunsch und mit dem Geschichten-Erzählen in der Familie; was bleibt, ist das kleine Geheimnis um das Wissen der Darstellung des Nikolaus, das die älteren Kinder den Jüngeren Voraus haben; was bleibt, ist das wundersam-einmalige, ein bisschen schaurige Erlebnis aus Kindertagen…

Einen schönen Nikolaus-Abend in der Familie wünscht Euch Rosi

Ann-Katrin

Nacht-Schneeschuhtour

 von Ann-Kathrin

Öfter mal was neues!

Sonntagabend und man weiß nichts mit sich anzufangen. Das Fernsehprogramm gibt nichts her und das Nachtleben sowieso nicht, da die meisten Montagmorgen wieder arbeiten müssen. Das muss ich natürlich auch, aber ein paar Stunden weniger Schlaf zu haben als sonst macht mir rein gar nichts aus. Das Wetter war den ganzen Sonntag über bescheiden. Grauer Himmel und Dauerschneefall. Schon seit längerem schwirrte mir eine Idee durch den Kopf: eine Nacht-Schneeschuhtour. Ich, die Dunkelheit, das Krachen des Schnees und sonst nichts. Das ist es!

 

Inspiriert wurde ich durch die Webcam auf den Funtenseetauern, die in diesem Sommer installiert wurde. Die hochauflösenden Fotos, die vor allem in der Nacht geschossen werden sind echt beeindruckend. Auf www.foto-webcam.eu/webcam/funtenseetauern gibt es unter anderem auch Webcams aus dem Jennergebiet und der Ramsau. Gerade die Webcam in Richtung steinernes Meer, sodass man noch einen Teil der Schönfeldspitze sieht dient dem Lawinendienst, sie wurde extra deswegen so positioniert.

http://www.foto-webcam.eu/webcam/funtenseetauern/

http://www.foto-webcam.eu/webcam/funtenseetauern/

So, nun hieß es richtig anziehen nach dem Zwiebelprinzip und ganz wichtig: heißen Tee und Wechselkleidung einpacken. Eingehüllt in Schneehose und -jacke, Fleecepullover und Sturmhaube geht es los in Schönau-Unterstein. Die Schneeschuhe habe ich an meinem Rucksack fest gemacht. Ich laufe zum Königsseeparkplatz, vorbei an der Jennerbahn-Talstation, vorbei am Kreßgraben und dann der Beschilderung Brandkopf (bitte nicht bei Neuschnee und Dunkelheit den Aufstieg über den steilen Stufenweg nutzen!) folgend.

 

Ab dort heißt es dann umsatteln. Schneeschuhe anziehen, Stirnlampe aufsetzen und die Trekkingstöcke aufziehen. Glücklicherweise hat das letzte Haus vor dem Einstieg einen Bewegungsmelder, sodass ich richtig gut sehen kann während ich die Schneeschuhe anziehe. Alles umgesattelt! Los gehts in den dunklen Bergwald! Meine Stirnlampe ist die reinste Funzel! Gerade mal 3 Meter kann ich sehen und das auch nicht besonders hell. Ersatzbatterien habe ich dabei, aber ist auch nicht gerade das Beste Modell meine Stirnlampe. Was solls, was dich nicht umbringt macht dich nur härter!

 

Die ersten paar Meter in den Bergwald hinein sind beklemmend. Aber das Gefühl ist schnell überwunden als ich die ersten Lichter unten in Berchtesgaden und Schönau sehe. Leider ist es eher neblig durch den Schneefall, aber der Grünstein schimmert etwas heraus und wirkt jetzt in der Nacht mächtig. Nun kommen die ersten Steigungen und es geht stetig steigend hinauf in den Bergwald. Der Schnee ist sehr weich, wodurch ich auch durch das Nutzen von Schneeschuhen gut versinke. Mittlerweile habe ich mich mit der Dunkelheit angefreundet. Sogar schwitzen tue ich ziemlich. Ab und zu schaue ich nach rechts und links in der Erwartung vielleicht doch ein Tier zu entdecken, aber derzeit bin ich wohl als einzigste unterwegs. Nichts zu hören.

 

Bald erreiche ich das Gasthaus Vorderbrand. Auch dort ist es dunkel, nur in einem Raum (wahrscheinlich die privaten Räumlichkeiten ?) brennt noch Licht. Nun sind es nur noch rund 15 Minuten bis zum Gipfel. Mittlerweile schneit es hier oben heftiger. Der Schnee weht mir ins Gesicht und in die Augen. Ich sollte mir jetzt endlich mal eine Schutzbrille zulegen mit Fensterglas. Dann endlich bin ich am Gipfelkreuz angekommen. Durch den leichten Nebel sehe ich die Beleuchtung der Jennerbahn. Von Bergen oder dem Tal ist eher wenig zu sehen. Also Fernsicht dank Schneefall gleich 0. Trotzdem bin ich super beschwingt und happy.weiterlesen »

Lisa-Graf-Riemann

Orgelnacht bei Kerzenschein

 von Lisa

Am 11.8.2013 in Berchtesgaden

Für Freunde der geistlichen Musik: In der Christuskirche Berchtesgaden findet nächsten Sonntag ab 20.30 Uhr ein Konzert statt.  Höhepunkt ist im dritten Teil die Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach.

 

„Die Kunst der Fuge“ kommt an einer Truhenorgel und am Cembalo zur Aufführung. An diesen Instrumenten wird die Polyphonie der Fugen einzigartig erlebbar gemacht, weil sich die vier Stimmen der Fugen klanglich ideal voneinander abheben. Die Abfolge und die Kunstfertigkeit der Fugen wird in einem Programm verständlich erläutert. Am Ende steht die geheimnisvolle unvollendete Fuge, die Bach als Torso in dem Moment „beendet“, in der die weitere Entwicklung, die Kombination aller Themen mit der vereinfachten Urgestalt (Erlösungssymbol) des Hauptthemas, stringent und vorhersehbar ist. In diesem Moment transformiert sich die Fuge in die Unendlichkeit.

Orgelnacht in Berchtesgaden

Orgelnacht in Berchtesgaden

Das Konzert wird gestaltet von den Organistinnen Michaela Deinhamer (Eferding) und Elke Michel-Blagrave (Berchtesgaden). Michaela Deinhamer ist Absolventin Konzertfachstudiums Orgel an der Universität für Musik in Wien bei Prof. Michael Radulescu und spielt im ersten Teil ein halbstündiges Orgelkonzert an der großen Walker-Orgel mit Werken von Johann Sebastian Bach, das Präludium pro Organo pleno in Es – Dur, sowie drei große Choralvorspiele über Allein Gott in der Höh sei Ehr, Dies sind die heilgen zehen Gebot und Christ, unser Herr zum Jordan kam. Der Teil schließt mit der grandiosen Tripel – Fuge, in Es – Dur.

 

Den zweiten Teil übernimmt Elke Michel-Blagrave, ebenfalls Absolventin des Konzertfachstudiums Orgel an der Universität Mozarteum in Salzburg bei Prof. Heribert Metzger. Sie spielt mit der Introduction und Passacaglia von Max Reger ein romantisches Werk, gefolgt von einem Jazz-Choralvorspiel über „Christ lag in Todesbanden“ von Volker Bräutigam. Den Abschluss des zweiten Teils bildet die berühmte d-Moll Toccata von Bach.

 

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird am Ausgang gebeten.

Sepp Wurm

Der Zauberwald leuchtet

 von Sepp

Am Donnerstag habe ich Euch in meinem Beitrag „Der Zauberwald wird illuminiert“ ja weitere Bilder von der Illumination des Zauberwaldes am Hintersee angekündigt. Hier ist nun eine kleine Auswahl:

Weitere Bilder vom Ersten Berchtesgadener Land Wander-Festival findet Ihr auf unserer Website->

 

Euer Sepp BGLT