Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Nationalpark

Ostermontags-Wanderung auf die Halsalm

 von Sepp
Winter auf der Halsalm

Winter auf der Halsalm

Während im Tal die Wiesen schön langsam grün werden und die ersten Blumen sprießen, liegt in den höheren Lagen noch ordentlich Schnee. Dennoch sind schon Wanderungen bis auf über 1000 Meter Höhe möglich. Ich war am Ostermontag bei traumhaftem Frühlingswetter auf der Halsalm.

Ich starte meine Tour am Parkplatz Fernseben oberhalb des Hintersees im Bergsteigerdorf Ramsau. Durch den Wald führt ein breiter Weg vorbei am ehemaligen Kalkofen sanft bergan. Eine Lichtung markiert das Ende des breiten Weges, von nun an wird der Weg schmaler und auch steiler. Durch die Gräben oberhalb des Hintersees gewinne ich an Höhe. Der Wald wird jetzt lichter und gibt den Blick frei auf das gegenüberliegende Hochkalter-Massiv. Deutlich ist heute die Blaueishütte unterhalb der Schärtenspitze zu sehen.

Blick zur Blaueishütte und Schärtenspitze

Blick zur Blaueishütte und Schärtenspitze

Mit der Überquerung des Hinterseegrabens betrete ich das Gebiet des Nationalparks. Ein letzter Anstieg durch den Wald und ich passiere den Almzaun. Über die Buckel der Almwiese blicke ich hinauf zu den steilen Wänden der Reiter Alm, die von einer mächtigen Wechte gekrönt werden.

Blick hinauf zur Wechte

Blick hinauf zur Wechte

Auf der Alm ist es noch ziemlich winterlich. Allerdings haben viele Wanderer den Weg bereits gespurt, einige von Ihnen sehe ich am Kaser und am Almkreuz vor mir.weiterlesen

Junger Bergmischwald. Wo bis vor rund 25 Jahren ausschließlich Fichten standen, wächst heute ein artenreicher Bergmischwald heran. Das Projekt „Umbau von Fichtenreinbeständen zu Bergmischwäldern in der Pflegezone des Nationalparks Berchtesgaden“ unter der Leitung von Nationalpark-Revierförster Hans Neubauer wurde als beispielhaftes Erfolgsprojekt ausgezeichnet.

Junger Bergmischwald. Wo bis vor rund 25 Jahren ausschließlich Fichten standen, wächst heute ein artenreicher Bergmischwald heran.

Bei der Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises in Kempten hat der Nationalpark Berchtesgaden den Anerkennungspreis der Jury erhalten. Das Projekt mit dem Titel „Umbau von Fichtenreinbeständen zu Bergmischwäldern in Schutzwaldlagen des Nationalparks Berchtesgaden am Beispiel des Steinberges oberhalb der Gemeinde Ramsau“ wurde in der Kategorie „Erfolgsprojekte“ international ausgezeichnet.

Elf nominierte Projekte aus dem Alpenraum in drei Kategorien: Rund 300 Gäste waren der Einladung von Gudula Lermer, Vorsitzende des Bayerischen Forstvereins e.V., in das Kornhaus in Kempten gefolgt. In der Kategorie „Erfolgsprojekte“ sicherte sich der Nationalpark Berchtesgaden den Ehrenpreis der Jury.  Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte anlässlich der Preisverleihung: „Wir wollen die Funktion der Bergwälder als Lebensraum und auch als Schutzraum erhalten und weiter verbessern. Die Auszeichnung ist eine wertvolle Anerkennung unserer Erfolge im Naturschutz und bei der Vorsorge für den Klimawandel. Dazu gratuliere ich der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden. Zugleich ist der Preis Ansporn für die Zukunft. Der Klimawandel wird gerade in den Alpen gravierende Folgen haben – darauf müssen wir uns einstellen. Ein gesunder, artenreicher und vielschichtig aufgebauter Bergwald ist unverzichtbar. Er erfüllt Schutzfunktionen, die der Mensch nur mit großem finanziellem Aufwand erreichen könnte.“

Für Nationalpark-Leiter Dr. Roland Baier ist die Auszeichnung eine große Ehre und Anerkennung: „Zum 40. Jubiläumsjahr konnten wir zeigen, dass in einem Nationalpark Naturschutz und die Wiederherstellung der Schutzfunktion der Bergwälder gleichermaßen möglich sind. Dieses Best-Practice-Verfahren wurde nun von internationalen Experten anerkannt“, freut sich der Forstwissenschaftler. Die Schutzwälder am Steinberg oberhalb des Bergsteigerdorfes Ramsau sind seit jeher ein Schwerpunkt der Waldumbaumaßnahmen in der Pflegezone des Nationalparks Berchtesgaden. Auf großer Fläche wurden hier die naturfernen Fichtenreinbestände in arten- und strukturreiche Bergmischwälder umgebaut.weiterlesen

Alpenweites Ranger Treffen in Berchtesgaden

 von Sepp
Die letzten Meter zum Ziel: Beim internationalen Ranger-Treffen „Memorial Danilo Re 2018“ lief Berchtesgadens Nationalpark-Ranger Wolfgang Palzer im Skibergsteigen auf Platz zwei.

Die letzten Meter zum Ziel: Beim internationalen Ranger-Treffen „Memorial Danilo Re 2018“ lief Berchtesgadens Nationalpark-Ranger Wolfgang Palzer im Skibergsteigen auf Platz zwei.

Teilnehmerrekord beim alpenweiten Ranger-Treffen Memorial Danilo Re in Berchtesgaden

Über 250 Teilnehmer aus sieben Alpen-und Karpatenstaaten bei der 23. Auflage des „Memorial Danilo Re“ im Nationalpark Berchtesgaden. Zum Auftakt seines Jubiläumsjahres „40 Jahre Nationalpark Berchtesgaden“ war das Schutzgebiet rund um Watzmann und Königssee nach 2006 zum zweiten Mal Gastgeber des internationalen Ranger-Treffens „Memorial Danilo Re“. Neben einem wissenschaftlichen Forum sowie dem freundschaftlichen Austausch zwischen den Mitarbeitern verschiedener Schutzgebiete stand auch ein sportlicher Wettkampf auf dem Programm. In den Disziplinen Skibergsteigen, Riesenslalom, Langlauf und Luftgewehrschießen traten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Nationen in einem Teamwettbewerb gegeneinander an.

Titelverteidiger war das Ranger-Team aus dem Nationalpark Berchtesgaden. Im Vorjahr hatte die Mannschaft mit Alois Hohenwarter (Riesenslalom), Wolfgang Palzer (Skibergsteigen), August Schellmoser (Luftgewehrschießen) und Andreas Soyter (Langlauf) die begehrte Trophäe im österreichischen Nationalpark Gesäuse gewonnen. Auf heimischem Terrain hat es wegen der starken Konkurrenz aus anderen Schutzgebieten nicht ganz zum Sieg gereicht: Die Berchtesgadener Ranger mussten sich nach hartem Kampf dem Team aus dem Nationalpark Gran Paradiso (Italien) geschlagen geben und teilten sich mit der punktgleichen Mannschaft aus dem Nationalpark Hohe Tauern Salzburg den zweiten Platz. Das Damen-Team aus Berchtesgaden mit Brigitte Berreiter (Schießen), Monika Lenz (Riesenslalom), Katja Weisbecker (Langlauf) und Carolin Klar (Skibergsteigen) überzeugte mit Platz drei in der Damenwertung. Der Sieg bei den Rangerinnen ging an den Nationalpark Hohe Tauern Tirol vor dem italienischen Parco Regionale dell´ Adamello.

Schnellster Schutzgebiets-Mitarbeiter der Alpen im Riesenslalom ist Alois Hohenwarter aus dem Nationalpark Berchtesgaden (Herrenwertung). Ranger-Kollegin Monika Lenz sicherte sich mit einem guten Lauf Rang drei bei den Damen.

Schnellster Schutzgebiets-Mitarbeiter der Alpen im Riesenslalom ist Alois Hohenwarter aus dem Nationalpark Berchtesgaden (Herrenwertung). Ranger-Kollegin Monika Lenz sicherte sich mit einem guten Lauf Rang drei bei den Damen.

Auch bei Einzelergebnissen zeigten die Berchtesgadener Topleistungen: Der schnellste Ranger der Alpen im Riesenslalom war wie schon in den vergangenen Jahren Alois Hohenwarter. Schnellste Dame und Tagessiegerin im Riesenslalom wurde Mariella Voglreiter aus dem Nationalpark Hohe Tauern Salzburg. Monika Lenz fuhr bei den Damen auf Platz drei. Kaum zu bremsen war auch Ranger-Urgestein Wolfgang Palzer. Im Skibergsteigen am Götschen musste sich der Ramsauer nur dem starken Franzosen Yoann Caillot aus dem Nationalpark La Vanoise geschlagen geben. Im Luftgewehrschießen präsentierte sich Brigitte Berreiter gewohnt treffsicher und eroberte Platz zwei bei den Damen. Auch die Bürgermeister der Talkessel-Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen und Schönau am Königssee stellten mit Franz Rasp (Langlauf), Thomas Weber (Luftgewehrschießen), Richard Lenz (Skibergsteigen) und Josef Springl (Riesenslalom) eine Mannschaft und belegten Rang 13 in der Gesamtwertung.

Dr. Roland Baier, Leiter des Nationalparks Berchtesgaden und Generalsekretär des Netzwerks alpiner Schutzgebiete (alparc), hat seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Wettkampfstätten in Bischofswiesen und Berchtesgaden begleitet und die Daumen gedrückt. „Neben den tollen Leistungen unserer Teams haben mich der Teamgeist aller teilnehmenden Mannschaften und der freundschaftliche Wettkampf zwischen den Nationen besonders gefreut und beeindruckt“, lobt der Nationalpark-Leiter nach Abschluss der Veranstaltung. Jochen Grab, Ranger-Leiter und Organisationschef aus Berchtesgaden ergänzt: „Die Anforderungen an den Beruf des Rangers steigen, vor allem im kommunikativen Bereich. Auch vor diesem Hintergrund ist ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen den Mitarbeitern von Schutzgebieten im Alpenraum besonders wichtig“.weiterlesen

Lagerfeuer am Königssee © BRK Berchtesgadener Land

Lagerfeuer am Königssee © BRK Berchtesgadener Land

In lauen Sommernächten gemütlich am See um ein Lagerfeuer sitzen – wer wünscht sich das nicht? Leider mussten die Mitglieder der BRK Wasserwacht Berchtesgaden in letzter Zeit während Einsatz- oder Übungsfahrten am Königssee immer wieder Gäste auf die Regeln des Nationalparks Berchtesgaden hinweisen. Gerade am und um den Königsbach-Wasserfall am Königssee, gesellen sich im Sommer viele Jugendliche wie auch Erwachsene. „Zelten, Campieren und Lagerfeuer sind im Nationalparkgebiet strengstens verboten“ so Martin Planegger, stellvertretender technischer Leiter der BRK Wasserwacht Berchtesgaden. „Wir haben so ein schönes Fleckchen Natur, das sollten wir den nächsten Generationen erhalten“.

Bei fast jeder Einsatz- oder Übungsfahrt am Königssee sammeln die Mitglieder der Wasserwacht Müll und Hinterlassenschaften der Gäste auf. „Gerade bei schönen Abenden müssen wir immer wieder jugendliche Gruppen auf das Lagerfeuer-Verbot hinweisen“ so Martin Planegger. Der Nationalpark Berchtesgaden hat in Abstimmung mit der Seenschifffahrt und der Polizei an mehreren zentralen Stellen rund um den Königssee die „Verhaltensregeln“ veröffentlicht. Wenn ein Lagerfeuer außer Kontrolle gerät, kann sich im naturbelassenen Gehölz und Untergehölz schnell ein größerer Waldbrand entwickeln. Aus diesem Grund möchte die Wasserwacht Berchtesgaden sowie der Nationalpark Berchtesgaden nochmals darauf Aufmerksam machen, dass Zelten und das entzünden eines Lagerfeuers im Nationalpark ist strengstens verboten. (§9, Abs.4, Nr. 4 Nationalparkverordnung). Wiederholt wurden in jüngster Zeit Campierer und Lagerfeuer im Gebiet des Nationalparks gemeldet. Aus diesem Grund führt die Nationalparkverwaltung aktuell verstärkt Kontrollen durch.

Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land

TV-Tipp: UNKRAUT im Nationalpark Berchtesgaden

 von Sepp
Steinadler und Watzmann: Wahrzeichen des Nationalparks Berchtesgaden

Steinadler und Watzmann: Wahrzeichen des Nationalparks Berchtesgaden

Das BR Umweltmagazin UNKRAUT im Nationalpark Berchtesgaden

Bayern soll einen dritten Nationalpark bekommen, das hat die Staatsregierung beschlossen. Nur: Wo soll, darf und kann er hin? Spessart, Rhön, Steigerwald: Die Standortwahl ist scheinbar schwierig.

Im Berchtesgadener Land dagegen besteht schon seit 1978 ein Nationalpark rund um Königssee und Watzmann. Auf einer Fläche von 208km² wird hier die Natur sich selbst überlassen. UNKRAUT-Moderatorin Karin Kekulé macht eine Reise durch Deutschlands einzige Alpen-Nationalpark und zeigt, was ein Schutzgebiet Positives für uns alle bewirken kann: ökologisch ohnehin, aber auch ökonomisch, als Tourismus-Motor für die Region. Denn neben dem Schutz der Natur und der Forschung hat sich der Nationalpark Berchtesgaden auch Bildung und Erholung der Besucher zum Ziel gesetzt: Ein Wanderwegenetz von 230 Kilometern Länge durchzieht das Naturschutzgebiet und ermöglicht den Wanderern eindrucksvolle Naturerlebnisse und die Begegnung mit seltenen Tieren und Pflanzen. Ein Nationalpark ist aber nicht nur Natur-, sondern auch Kulturlandschaft: Das kann man auf den zahlreichen Almen im Gebiet desNationalparks erleben. Ganz traditionell betreiben hier dier Almbauern eine naturverträgliche Landwirtschaft.

Bindalm ©Nationalpark Berchtesgaden

Die Bindalm im Nationalpark Berchtesgaden

Begeleitet Moderatorin Karin Kekulé auf ihrer Reise durch den Berchtesgadener Nationalpark und schaltet am Montag, den 3. April um 19 Uhr das Bayerische Fernsehen ein.weiterlesen

Ursula

Almerlebnis im Zeitraffer

 von Ursula
Haus der Berge

Nicht nur im, auch ums Haus der Berge gibt es viel zu erleben

Die Führung „Das höchste Leben“ ist ein idealer Einstieg für einen Wanderurlaub im Berchtesgadener Land.

Wieviel aufmerksamer betrachtet man anschließend Pflanzen und Steine oder wirft einen Blick über und auf den Zaun der Bauerngärten. Auch dass eine Alm kein Holzhaus oder gar Gasthaus ist, erfährt innerhalb einer Stunde.

Brigitte Berreiter interessiert sich seit sie denken kann für Kräuter, Heilpflanzen und naturnahes Gärtnern. Glück hat, wer mit ihr – oder einer ihrer Kolleginnen – durch das Außengelände beim „Haus der Berge“ streifen kann. Neben ihrem Spezialgebiet erklärt Brigitte dabei noch viele andere Besonderheiten im Nationalpark Berchtesgaden.

Brigitte Berreiter

Wenn Brigitte erzählt, hört man gerne aufmerksamst zu

Nach einem Blick von oben auf das Gebiet des Nationalparks mit seinen grünen oder auch steinigen Tälern und felsigen Gipfeln geht es direkt in den alpinen Steingarten. Hier wartet das berühmte Edelweiss, die gar nicht furchteinflößende Teufelskralle und die wunderbare Silberdistel.

Silberdistel

Wer weiß, dass sich die Silberdistel schließt, wenn Regen droht?

weiterlesen

Wasseralm: Einweihung nach Renovierung

 von Sepp
Die Wasseralm in der Röth

Die Wasseralm in der Röth

Alpenverein Berchtesgaden und Nationalpark Berchtesgaden feiern

Nach Jahrzenhnte-langem Bemühen ist es der Sektion Berchtesgaden des Alpenvereins gelungen, die einfache Hütte auf der Wasseralm umwelt- und brandschutztechnisch so umzurüsten, um  Wanderern und Bergsteigern in der Röth eine bewusst einfach gehaltene, berangemessene Unterkunft zu bieten. Gleichzeitig wird die Wasseralm nun auch den den strengen Umweltvorschriften in der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden gerecht. Gemeinsam mit dem Nationalpark lud die Alpenvereinssektion Berchtesgaden am vergangenen Wochenende zu einer Feier ein, bei der die Räumlichkeiten der umgebauten Wasseralm Gottes Segen und wohlwollende Worte des Nationalparkleiters erhielten.

Einweihung der renovierten Wasseralm © Grassl Bau

Einweihung der renovierten Wasseralm © Grassl Bau

Die zahlreichen Gäste, die zu der offiziellen Eröffnung am letzten Wochenende in die Röth aufgestiegen waren, wurden gleich zum Arbeitseinsatz eingespannt: Das Pflanzenklärbeet der biologischen Kläranlage bedurfte noch einer Umrahmung mit ortstypischen Pflanzen. Vom Nationalpark Berchtesgaden bereit gestellte, schulterbare Säcke erleichterten den Transport der in der Nähe der Berghütte ausgestochenen Pflanzennarben zum sandgefüllten Klärbecken zu tragen. Im Nu war das sandige Areal umrahmt und mit ausgewählten kleinen Pflanzen gespickt. Die Feierlichkeiten konnten beginnen.

Gottes Segen für die umgebauten Hütten

Einträchtig segneten der Franziskaner-Pater Kajetan und der evangelische Pfarrer Walter Stoffel die Hütten mittels in Weihwasser eingetauchter Latschenbüschel. Einträchtig zeigten sich auch Nationalpark und Alpenverein: Dr. Michael Vogel, der Leiter des Nationalparks Berchtesgaden, begrüßte die Gäste und sprach einige wohlwollende Worte. Beppo Maltan, der Vorsitzende der  Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins, holte etwas weiter aus und berichtete über die wechselvolle Geschichte der Wasseralm.weiterlesen

Rekordjahr im Nationalpark Berchtesgaden

 von Sepp
Mit dem Nationalpark Ranger unterwegs

Mit dem Nationalpark Ranger unterwegs

Nationalpark-Umweltbildung zieht positive Jahresbilanz

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparks Berchtesgaden haben im vergangenen Jahr bei über 1.000 Veranstaltungen rund 25.000 Besucher betreut. Dies entspricht der höchsten Anzahl an Veranstaltungen, die je in einem Jahr von der Nationalparkverwaltung durchgeführt wurde. Das gute Wetter der vergangenen Sommersaison bescherte den Veranstaltungsangeboten einen großen Zulauf. Unter Anleitung erfahrener Nationalpark-Mitarbeiter lernten die Besucher das Schutzgebiet mit seinen Aufgaben und Zielen kennen und schätzen.

Allein im Bildungszentrum am Nationalparkzentrum Haus der Berge fanden rund 200 Veranstaltungen statt. Damit konnte die hohe Belegung aus der Eröffnungszeit erfolgreich fortgeführt werden. Besonders gefragt waren die stets ausgebuchten Ferienprogramme sowie Lehrerfortbildungen und Veranstaltungen für Schulklassen. „Im Bildungszentrum erwartet die Teilnehmer in den ansprechend gestalteten Räumlichkeiten eine moderne Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Fokus auf ein freies und selbstentdeckendes Lernen“, erläutert Andrea Heiß, Leiterin des Sachgebietes Umweltbildung der Nationalparkverwaltung. weiterlesen

Borkenkäfermanagement, Waldumbau und Wegeunterhalt

 von Sepp
Sachgebietsleiterin Kathrin Rinneberg (l.) informiert sich oberhalb der Gemeinde Ramsau über die Fortschritte beim Waldumbau.

Sachgebietsleiterin Kathrin Rinneberg (l.) informiert sich oberhalb des Bergsteigerdorfes Ramsau über die Fortschritte beim Waldumbau.

Kathrin Rinneberg zieht nach sechs Monaten Dienstzeit erste Bilanz

Ein halbes Jahr ist sie im Amt, die erste Frau an der Spitze des Sachgebiets Parkmanagement der Nationalparkverwaltung: Kathrin Rinneberg hält im einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands seit Anfang Juni die Fäden in den Bereichen Borkenkäfermanagement, Waldumbau und Wegeunterhalt fest in der Hand. „Ein unglaublich schöner, vielseitiger und herausfordernder Arbeitsplatz“, befindet die Forstwissenschaftlerin, die in München studiert hat und am Ammersee aufgewachsen ist.

Geringer Borkenkäferbefall und über 7.300 Arbeitsstunden für den Wegeunterhalt

„Es ist sicher der Traum vieler Förster, in einem Nationalpark arbeiten zu dürfen“, lacht Rinneberg. Die 42-jährige hat sich gut eingelebt im Berchtesgadener Land und freut sich über ihre engagierten Kollegen und Mitarbeiter, die ihr mit viel Unterstützung einen guten Einstieg ermöglicht haben. „Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, sowohl intern als auch mit unseren Partnern vor Ort, ist mir sehr wichtig“, betont die Sachgebietsleiterin, die für die Führung von 46 Mitarbeitern verantwortlich ist. Schwerpunkt der Arbeiten im Sachgebiet Parkmanagement sind der Waldumbau und die Borkenkäferbekämpfung. „Heuer haben wir viele Einzelwürfe gehabt, die mit großem personellem Einsatz aufgearbeitet wurden“. Nach Rinnebergs Angaben sind rund 4.000 Festmeter Windwurf- und Schneebruchholz in der Borkenkäfer-Bekämpfungszone angefallen, davon verblieben 3.200 Festmeter nach dem manuellen Entfernen der Rinde, dem so genannten „Schepsen“, im Bestand. Hierdurch wurde dem Borkenkäfer Brutmaterial entzogen und neuer Befall vermieden. „Bei entsprechender Witterung ist im kommenden Jahr ein größerer Befall möglich. Wir werden daher frühzeitig mit der Käfersuche beginnen“, gibt Rinneberg ihre Pläne für 2016 bekannt. Auch der aktive Waldumbau in der Pflegezone des Schutzgebietes schreitet voran. 2015 wurden in den drei Forstrevieren rund 35.000 Buchen und Tannen gepflanzt, Ziel ist die Förderung eines artenreichen Bergmischwaldes in Höhenlagen zwischen 600 und 1.400 Metern.weiterlesen

Watzmann-Überschreitung beliebter als erwartet

 von Sepp
Watzmannüberschreitung © Hans Herbig

Watzmannüberschreitung © Hans Herbig

Regelmäßig informiert der Nationalpark Berchtesgaden seine Partner wie Behördenvertreter, Polizei, Bundeswehr, Hüttenwirte, Bergwacht, Vereine, Verbände und weiteren Nutzergruppen in einer gemeinsamen Sitzung über aktuelle Themen aus dem Schutzgebiet. 35 Gäste folgten im Nationalparkzentrum Haus der Berge den Informationen der Nationalparkverwaltung zu Themen wie Jennerbahn-Ausbau, Zonierung und Besucherzählungen.

In einem Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Deutschen Alpenverein (DAV) und dem Nationalpark Berchtesgaden wurden im vergangenen Sommer stichpunktartige Besucherzählungen zur Watzmann-Überschreitung durchgeführt. „Wir haben uns gehörig verschätzt“, erklärt Nationalpark-Mitarbeiter Hans Maltan gleich zu Beginn seines Vortrages. In Schätzungen gingen Nationalparkverwaltung und Alpenverein bislang von rund 5.000 Überschreitungen pro Jahr aus. Bei konkreten Zählungen in drei Wochen im August traten erstaunliche Ergebnisse zu Tage: Bis zu 265 Bergsteiger pro Tag zählte die automatische Zählanlage. Somit überschritten allein in drei Augustwochen insgesamt 2.170 Personen den höchsten Gipfel der Berchtesgadener Alpen. „Das sind Ergebnisse, mit denen wir in dieser Form nicht gerechnet hatten“, erklärt Maltan. „Interessant wird es im kommenden Jahr“, so Maltan weiter. Für die kommende Sommersaison ist eine durchgängige Zählung geplant, um exakte Zahlen zu erhalten. weiterlesen