St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Pflanzen
Isabel

Natur-Erlebnisweg in Bischofswiesen

Natur-Erlebnisweg in Bischofswiesen

Heute nehme ich euch auf einen botanischen Spaziergang mit. Der neue Natur-Erlebnisweg in Bischofswiesen wurde heute Vormittag offiziell mit einer kleinen Feier eröffnet. Das nehme ich gleich zum Anlass, den Weg selbst zu erkunden.

Los geht’s am Parkplatz Aschauerweiher an der ersten Tafel mit Übersichtskarte und Infos zum Weg. Meine erste Station gleich gegenüber ist die Infotafel „Lebensraum Sumpfwald“ – hier soll ich drei typische Pflanzen finden.

Lebensraum Sumpfwald am Natur-Erlebnisweg Bischofswiesen

Lebensraum Sumpfwald am Natur-Erlebnisweg Bischofswiesen

Irmi Aschauer von der Tourist-Info in Bischofswiesen hat mir gesagt, dass die meisten der Pflanzen in der Nähe der Infotafeln wachsen. Leider ist Ulrike Goßner, Diplom-Geologin und Biologin, die den Weg konzipiert hat, nicht selbst da. Sie hätte ich fragen können, wo genau ich mich umschauen muss. Da der Sumpfwald ein geschütztes Biotop ist und ich weiße Sneaker trage, verzichte ich darauf, ins Unterholz zu kriechen. Die normalerweise leicht zu entdeckenden Sumpfdotterblumen sind wohl schon verblüht. Weiter geht’s, mein Jagdinstinkt ist geweckt, und ich schaue, was ich noch entdecken kann. So bemerke ich die kleine Schnecke, die dekorativ auf einem „Unkraut“ sitzt, und an der ich normalerweise wohl vorbeigegangen wäre.

Schnecke im Sumpfwald am Aschauerweiher

Schnecke im Sumpfwald am Aschauerweiher

Ich entdecke diese lila Schönheit – leider kenne ich die Pflanze nicht, sie schafft es aber in meine Bildergalerie.

Eine lila Schönheit am Natur-Erlebnisweg

Eine lila Schönheit am Natur-Erlebnisweg

Der Weg ist hervorragend ausgeschildert, und ich finde sofort die nächste Station „Lebensraum Tratte“.weiterlesen »

Ursula

Almerlebnis im Zeitraffer

 von Ursula
Haus der Berge

Nicht nur im, auch ums Haus der Berge gibt es viel zu erleben

Die Führung „Das höchste Leben“ ist ein idealer Einstieg für einen Wanderurlaub im Berchtesgadener Land.

Wieviel aufmerksamer betrachtet man anschließend Pflanzen und Steine oder wirft einen Blick über und auf den Zaun der Bauerngärten. Auch dass eine Alm kein Holzhaus oder gar Gasthaus ist, erfährt innerhalb einer Stunde.

Brigitte Berreiter interessiert sich seit sie denken kann für Kräuter, Heilpflanzen und naturnahes Gärtnern. Glück hat, wer mit ihr – oder einer ihrer Kolleginnen – durch das Außengelände beim „Haus der Berge“ streifen kann. Neben ihrem Spezialgebiet erklärt Brigitte dabei noch viele andere Besonderheiten im Nationalpark Berchtesgaden.

Brigitte Berreiter

Wenn Brigitte erzählt, hört man gerne aufmerksamst zu

Nach einem Blick von oben auf das Gebiet des Nationalparks mit seinen grünen oder auch steinigen Tälern und felsigen Gipfeln geht es direkt in den alpinen Steingarten. Hier wartet das berühmte Edelweiss, die gar nicht furchteinflößende Teufelskralle und die wunderbare Silberdistel.

Silberdistel

Wer weiß, dass sich die Silberdistel schließt, wenn Regen droht?

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Sepp Wurm

Geführte Winterwanderung auf die Kneifelspitze

 von Sepp
Die Schneerose: Frühlingsbote

Die Schneerose: Frühlingsbote

In der Veranstaltungsreihe „Schatzkammer Natur – Biodiversität“ lädt die Biosphärenregion Berchtesgadener Land  zu spannenden Vorträgen und Exkursionen in die Berchtesgadener Natur ein. Am 20. Februar 2016 steht eine Winterwanderung zur Schneerosenblüte auf die Kneifelspitze auf dem Programm.

Auf dieser winterlichen Wanderung von der Wallfahrtskirche Maria Gern bis zum Gipfel der aussichtsreichen Kneifelspitze begeben sich die Wanderer auf die Suche nach den Spuren des Lebens im Winter.

Die Wallfahrtskirche Maria Gern im Winter, dahinter der Watzmann

Die Wallfahrtskirche Maria Gern im Winter, dahinter der Watzmann

Für die Pflanzen ist der Winter die Zeit des Rückzugs und der Innerlichkeit. Mit großer Achtsamkeit kann man jedoch die gut versteckten Spuren von Pflanzen und Tieren im Winter entdecken.weiterlesen »

Sepp Wurm

44 geschützte Alpenpflanzen

 von Sepp

Liebevoll gestaltete Neuauflage eines Klassikers

Die Härchen sind so fein, dass das bloße Auge sie kaum erkennen kann. Der zarte Flaum umhüllt nicht nur die Blätter der  Frühlingsküchenschelle, sondern auch ihren Stängel und ihre Blütenblätter. Unmöglich, so etwas naturgetreu wiederzugeben. Für Stefan Caspari ist es möglich. In akribischer, tagelanger Feinstarbeit hat der Münchner Kunstmaler und Fotograf das Pflänzlein  portraitiert – und mit ihm 43 weitere. Die Pulsatilla vernalis, wie die Küchenschelle wissenschaftlich korrekt heißt, ist Teil des neuen Plakats „Geschützte Alpenpflanzen“, das der Deutsche Alpenverein (DAV) gemeinsam mit den Partnerorganisationen aus  Österreich (OeAV) und Südtirol (AVS) und dem Verein zum Schutz der Bergwelt herausgibt.

Plakat 44 geschütze Alpenpflanzen

Plakat 44 geschütze Alpenpflanzen

„Mit dem Plakat wollen wir zeigen, wie wunderschön, aber auch sensibel die Pflanzenwelt und ihr Lebensraum in den Alpen ist, und auf sinnliche Art und Weise dazu anregen, sie zu schützen “, erklärt Jörg Ruckriegel, DAV-Ressortleiter Natur- und Umweltschutz.

 

Winzige Pflanzen, großartige Leistung

Das Plakat gibt zu jedem Portrait den deutschen Namen der Pflanzen und die wissenschaftlich korrekte Bezeichnung auf Latein  an, dazu die Blütezeit der jeweiligen Art, sowie die Höhenlage, in der sie gedeiht. Das zeigt, welch erstaunliche Fähigkeiten manche von ihnen mitbringt. So wächst beispielsweise die Behaarte Primel (Primula hirsuta) sowohl auf 1500 Metern als auch  auf 3600 Metern. Eine großartige Leistung, übertroffen nur vom Gletscherhahnenfuß (Ranunculus glacialis) und dem  Gletscheroder Alpen-Mannsschild (Androsace alpina), die es, wie die Namen schon sagen, sogar noch auf über 4000 Metern aushalten. Auch die im Nationalpark Berchtesgaden typischen Alpenpflanzen wie zum Beispiel die bewimperte Alpenrose, besser bekannt als Almrausch oder der stengellose Kalkenzian haben auf dem schmucken Plakat ihren Platz gefunden.

Almrausch ©Nationalpark Berchtesgaden

Almrausch: bewimperte Alpenrose © Nationalpark Berchtesgaden

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Sepp Wurm

Frauenschuh – Orchidee im Nationalpark

 von Sepp

Der Gelbe Frauenschuh narrt seine Bestäuber

Der Gelbe Frauenschuh ist eine der bekanntesten und schönsten Orchideen der Berchtesgadener Alpen und steht unter strengem Schutz. Um sich fortpflanzen zu können, ist die Pflanze auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Problem für den Frauenschuh, der im Nationalpark von den Tallagen bis auf rund 1400 Meter Höhe vorkommt: Seine Bestäuber im Tal sind vermutlich andere als in den Höhenlagen. Um in allen Höhenstufen erfolgreich bei der Fortpflanzung zu sein, hat der Frauenschuh clevere Strategien entwickelt.

Der gelbe Frauenschuh

Der gelbe Frauenschuh

Thomas Rupp ist Student an der Universität Salzburg. Für seine Bachelorarbeit im Fach Biologie hat er sich im Nationalpark Berchtesgaden und in der direkten Umgebung auf die Suche nach dem Frauenschuh gemacht. Fasziniert ist der 24-jährige Oberösterreicher vor allem von der komplexen Bestäubungsökologie der großen Orchidee. Für seine Arbeit hat der den Duft des Frauenschuhs in verschiedenen Höhenlagen analysiert – mit erstaunlichen Ergebnissen: „Der Frauenschuh duftet in Talnähe anders als in höheren Lagen“, verrät der Student. „Der Grund dafür könnten Unterschiede in den Duft-Vorlieben der bestäubenden Insekten sein, die entlang des Höhengradienten vorkommen.“ Der Frauenschuh ist eine so genannte Täusch- und Fallenblume. Angelockt durch die auffällige Farbe der Blüten sowie ihren süßlich-fruchtigen Duft fallen die Insekten durch ein Loch in den gelben Kessel. weiterlesen »

Waldi

Blumenpracht am Funtensee

 von Waldi

Bei unserer letzten Bergtour im Hagengebirge/Funtensee/Wimbachgries haben wir eine solche Blumenpracht erlebt ,die es nicht jedes Jahr bei uns gibt. Es blüht die ganze Palette, angefangen von den ersten Frühlingsblühern – Schusternagei, Soldanellen, Trollblumen, Gamsblemein – bis zu den Sommer und Herbstblumen Almrausch, Edelweiß, Silberwurz, Steinbrech, Astern usw.

Kohlröschen oder Almrugei

Kohlröschen oder Almrugei

Enzian, Steinbrech

Enzian, Steinbrech

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Sepp Wurm

Alpine Überlebenskünstler

 von Sepp

Ausstellung „Alpine Überlebenskünstler“ noch bis 23. April zu sehen

Die Fotoausstellung „Alpine Überlebenskünstler“ des Fotografen Wolfgang Sauer aus Bischofswiesen ist noch bis einschließlich Montag, 23. April, im Nationalpark-Haus Berchtesgaden zu sehen. Neben der Schönheit der Pflanzen und Landschaften richtet die Ausstellung den Blick auf die Strategien verschiedener Pflanzenarten, die sie zum Überleben in den Alpen entwickelt haben.

Soldanelle im Schnee

Soldanelle im Schnee

Angekündigt war die Laufzeit der Ausstellung bis zum 30. April. Aus organisatorischen Gründen muss der Abbau bereits am 24. April erfolgen. Der Eintritt ist frei, das Nationalpark-Haus am Franziskanerplatz in Berchtesgaden ist täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Pressemitteilung Nationalpark Berchetsgaden