Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Philipp Reiter

Abschiedsbesuch bei der alten Jennerbahn?

 von Sepp
Ein Traumtag am Jenner

Ein Traumtag am Jenner

Am 5. März endet eine Ära: Dann fährt zum letzten Mal die alte Jennerbahn mit den kleinen Zweiergondeln! Ein moderner Neubau ersetzt ab 2018 die alte Seilbahn. Zeit also, der alten Dame nochmal einen Besuch abzustatten. Da trifft es sich gut, dass am Sonntag nicht nur absolutes Traumwetter herrscht, sondern auch der Jennerstier, das legendäre Berchtesgadener Skitourenrennen, stattfindet. So kann ich nochmal mit der Jennerbahn fahren, den Skibergsteigern zuschauen, Toni Palzer anfeuern und die wie immer hervorragend präparierten Skipisten des Jenners hinabschwingen.

Die Auffahrt mit der Jennerbahn ist ein Erlebnis, die kleinen Gondeln werden mir fehlen. Nicht aber die langen Wartezeiten: Die neue Bahn wird die gleiche Anzahl an Passagieren in sehr viel kürzerer Zeit auf den Berg bringen. Am Sonntag freue ich mich aber über die langsame Auffahrt mit der Bahn, so kann ich die erste Teil-Strecke des Jennerstiers gut überblicken. Von der Mittelstation steigen die Teilnehmer erst auf Skiern, dann in einer Tragepassage zum Jennergipfel auf.

Zweiergondel der Jennerbahn, im Hintergrund der kleine Jenner

Zweiergondel der Jennerbahn, im Hintergrund der kleine Jenner

Ich beobachte den ersten Aufstieg der Skibergsteiger von der Bergstation. Wie erwartet ist Toni Palzer der Erste am Gipfel. Der Skibergsteiger aus dem Bergsteigerdorf Ramsau war die letzten Wochen gesundheitlich angeschlagen, musste auch ein paar Weltcup-Rennen auslassen, war aber zum Vertical Rennen am Samstag wieder fit. Natürlich gewann er das Vertical, also das reine Aufstiegsrennen, am Vortag souverän. Und auch beim klassischen Jennerstier, dem Individual Rennen mit vier Aufstiegen, drei Abfahrten und drei Tragepassagen über 1600 Höhenmetern liegt der Doni nach dem ersten Aufstieg bereits deutlich in Führung.

Toni Palzer in der Tragepassage durch den Spinnergraben beim Jennerstier 2017

Toni Palzer in der Tragepassage durch den Spinnergraben beim Jennerstier 2017

Nach ein paar Minuten folgt eine erste Verfolgergruppe den Spinnergraben herauf. Unter ihnen auch Philipp Reiter, der Zauberlehrling genannte Trailrunner aus der Alpenstadt Bad Reichenhall.weiterlesen

Jennerstier Vertical Streckencheck mit Toni Palzer

 von Sepp
Das Bergsteigerdorf Ramsau: Paradies für Skibergsteiger

Das Bergsteigerdorf Ramsau: Paradies für Skibergsteiger

UPDATE: Wegen Schneemangels wird die Vertical-Strecke auf den Jenner verlegt und deshalb findet die auch Streckenbesichtigung am Donnerstag 16.02. um 18:30 an der Jenner Talstation statt.

Die pure Gewalt von 719 Höhenmetern trifft auf 3,6 Kilometer Streckenlänge: Der Jennerstier, das legendäre Berchtesgadener Skitourenrennen, kriegt in diesem Jahr sein eigenes Vertical Race. Vom Berghotel Rehlegg im Bergsteigerdorf Ramsau geht es bis hinauf zur Berggaststätte Hirschkaser am höchsten Punkt des Skigebiets Hochschwarzeck.

Steil hinauf zum Hirschkaser

Steil hinauf zum Hirschkaser

Einen besseren Streckenguide als den Hochschwarzecker „Hausmeister“ Toni Palzer gibt es dort definitiv nicht. Verpasst die einmalige Chance nicht wenn er und der Trailrunner Philipp Reiter mit euch zusammen die neue Route abgehen. Tipps und Tricks zum Renngeschehen mit den Skitourenexperten – wahrhaft weltmeisterlich onTOUR.

^Jennerstier Vertical Race im Bergsteigerdorf Ramsau

Jennerstier Vertical Race im Bergsteigerdorf Ramsau

Aber keine Sorge, das Tempo wird angepasst, die Beiden packen dicke Jacken und Handschuhe ein 😉 weiterlesen

Neue Rekorde am Watzmann

 von Sepp
Neuer Rekord in der Watzmann Ostwand © Philipp Reiter

Neuer Rekord in der Watzmann Ostwand © Philipp Reiter

Der Watzmann ist nicht nur durch seine außergewöhnliche Form so etwas Besonderes, sondern auch durch die alpinistischen Herausforderungen die der 2.713 Meter hohe Berg bietet. Zu den besonderen Herausforderungen gehören die Watzmann Ostwand und die Watzmann Überschreitung. Auf diesen beiden Klassikern des bayerischen Alpinismus wurden diese Woche neue Fabel-Rekorde aufgestellt. Bitte beachtet: Die hier beschriebenen Leistungen wurden von absoluten Ausnahme-Athleten erbracht! In eurem eigenen Interesse: Bitte messt Euch nicht an Ihnen!

Philipp Reiter, in Trailrunner-Kreisen unter dem Kampfnamen „Zauberlehrling“ als einer der besten seiner Disziplin bekannt, machte sich auf, um die legendäre Watzmann Ostwand zu durchlaufen. Die imposante Wand erhebt sich hinter Sankt Bartholomä am Königssee bis zum Gipfelgrat des Watzmann. Die tatsächliche Wandhöhe beträgt 1.800 Meter. Die Watzmann Ostwand gilt damit als längste durchgehende Felswand der Ostalpen.

St. Bartholomä am Königssee, dahinter die Ostwand © Philipp Reiter

St. Bartholomä am Königssee, dahinter die Ostwand © Philipp Reiter

Die bisher schnellste Zeit für die Durchsteigung der Ostwand stammt aus dem Jahr 1988. Damals im Herbst rannte Albert Hischbichler in 2:10,12 Stunden vom See bis zum Gipfel der Südspitze hinauf. Diesen Rekord galt es für Philipp Reiter und seinen Kameraden Martin Schidlowski zu schlagen.

Philipp Reiter und Martin Schidlowski

Philipp Reiter und Martin Schidlowski © Philipp Reiter

Und tatsächlich gelang es den beiden: Am 27. August starteten die beiden auf St. Batholomä zu ihrem Rekordversuch. In einer Zeit von 2:02,53 Stunden liefen die beiden die 6,52 Kilometer lange Strecke mit einer Höhendifferenz von 2.037 Metern.weiterlesen

Strecken-Besichtigung Salomon 4 Trails

 von Sepp
Im Markt Berchtesgaden

Im Markt Berchtesgaden

Heute war ich mit dem Organisationsteam der Salomon 4 Trails unterwegs um den Start- und Zielbereich in Berchtesgaden und Bad Reichenhall zu besichtigen. Die Salomon 4 Trails sind eine Trailrunning Veranstaltung, die in 4 Etappen über 10.000 Höhenmeter und 150 Kilometer Länge dieses Jahr von Berchtesgaden über Bad Reichenhall, Ruhpolding und Lofer nach Maria Alm am Hochkönig führt. Los geht`s am 8. Juli in Berchtesgaden!

Start in Berchtesgaden

Startpunkt der ersten Etappe wird der Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden sein. Wir trafen uns heute vor Ort mit den verantwortlichen Organisatoren und Vertretern der Gemeinde, um Details zum Start und zur Strecke zu klären. Mit dabei waren auch die beiden Planer der Strecke: Philipp Reiter und Stephan Repke, in Trailrunnerkreisen als Zauberlehrling und Gripmaster bekannt.

Philipp Reiter und Stephan Repke

Philipp Reiter und Stephan Repke

Die Beiden haben die Strecke ausgetüftelt. Jetzt gilt es noch einzelne Streckenabschnitte zu optimieren, damit die Läufer nicht mit dem laufenden Verkehr in Berührung kommen.weiterlesen

Das unglaubliche Dötzi Skyrace

 von Sepp
Abend am Dötzenkopf

Abend am Dötzenkopf

Trailrunner drehen völlig durch

Es sind unglaubliche Szenen, die sich im Moment am Dötzenkopf abspielen. Der 1.001 Meter hohe Gipfel bei Bad Reichenhall ist eigentlich ein Berg für Genießer, mit kurzem Aufstieg und tollem Ausblick auf die Alpenstadt und auf Hochstaufen und Zwiesel. Doch was sich zur Zeit dort abspielt, ist einfach der Wahnsinn: Trailrunner aus dem Berchtesgadener Land und dem benachbarten Österreich liefern sich einen knallharten Wettkkampf, wer die 400 Höhenmeter vom Wanderparkplatz in Bayerisch Gmain bis zum Gipfel des Dötzenkopf am schnellsten und am öftesten schafft. Das unglaubliche Dötzi-Skyrace nennen die krassen Typen ihren inoffiziellen Wettkampf!

 

Genauer gesagt gibt es folgende Wertungs-Kategoreien:

  • der schnellste Run
  • die meisten Runs
  • die meisten Runs an einem Stück
  • der ungewöhnlichste Run

Zum Beweis der erbrachten Leistung muss jeder Bergläufer ein Gipfelfoto von sich und von der gestoppten Zeit auf der Uhr auf Facebook posten.

 

Unglaubliche Leistungen

Die Leistungen der Trailrunner sind unglaublich: Philipp Reiter hält den Rekord für den schnellsten Lauf, gerade mal 18:24 Minuten hat er gebraucht für die 400 Höhenmeter. Ein Wahnsinn! Zugleich hält der in der Trailrunning Szene auch als Zauberlehrling bekannte Jungspund aus Bad Reichenhall den Rekord für den schnellsten Bergab-Lauf. In unvorstellbaren 8:18 Minuten lief er in einem – um in der Sprache der Trailrunner zu bleiben – „suicide-downhill“  vom Gipfel wieder zum Ausgangspunkt zurück!weiterlesen