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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Reinheitsgebot
Christoph Graschberger, der Bräu zu Bad Reichenhall

Christoph Graschberger, der Bräu zu Bad Reichenhall

Den meisten Bierconnoisseuren dürfte das „Bayerische Reinheitsgebot“ von 1516 ein Begriff sein, spätestens seit seinem 500. Jubiläum im Jahre 2016, das die Brauereien im Freistaat ausgiebig für Werbezwecke nutzten. Wer sich nur noch vage erinnert: Beim Bayerischen Reinheitsgebot handelt es sich um eine Landesverordnung, die Standards zum Bierbrauen vorschreibt und die Zutaten auf Wasser, Malz und Hopfen beschränkt. Zu mittelalterlichen Zeiten waren auch schon berauschende Gewächse wie Stechapfel und Schlafmohn in die Kessel gewandert, weswegen eine Regulierung notwendig wurde.

Für Kontroversen sorgt dabei schon seit Längerem, dass im Reinheitsgebot etablierte Ingredienzien wie Hefe oder sogar Weizen nicht erwähnt werden. Wie kann es sein, dass das bayerischste aller Getränke, das Weizenbier, nicht dem Reinheitsgebot entsprechen soll, da eben Weizen enthalten ist? Und konnte man damals überhaupt brauen ohne die Zugabe von Hefe bzw. Germ?weiterlesen

Goldene Bieridee 2017 geht nach Bad Reichenhall

 von Sepp
Das Reichenhaller Reinheitsgebot © Private Alpenbrauerei Bürgerbräu Bad Reichenhall

Das Reichenhaller Reinheitsgebot © Private Alpenbrauerei Bürgerbräu Bad Reichenhall

Das Reichenhaller Reinheitsgebot

Es ist nicht ungewöhnlich, dass zwischen einer historisch bedeutsamen Erfindung oder Weichenstellung und deren gebührender öffentlicher Würdigung geraume Zeit verstreicht. Ganze 524 Jahre hat es indes gedauert, bis der inzwischen als „Reichenhaller Reinheitsgebot“ bekannt gewordenen Bierverordnung die Ehre der Goldenen Bieridee zuteilwerden konnte. Nach 2016 geht die begehrte Auszeichnung wieder ins Bechtesgadener Land, vor einem Jahr wurde die Kooperation „Die bayerischen Heimatbrauer“ mit dem Preis bedacht.

Das lag aber vor allem daran, dass man bis vor kurzem einfach nicht wusste, dass die alte Salinenstadt Reichenhall bereits seit 1493 über eine eigene Bierordnung verfügte, die jeden Brauer in die Pflicht nahm. Dort hieß es unter anderem sehr dezidiert: „Ein jeder Brauer soll gemäß dem Eid, den er geschworen hat, nichts anderes für das Bier gebrauchen als gut beschautes und sachgerecht hergestelltes Malz, Wasser und Hopfen.“ Jetzt erhielt der Bad Reichenhaller Stadtheimatpfleger Dr. Johannes Lang die Auszeichnung „Goldene BierIdee 2017“. Damit würdigte der Bayerische Brauerbund Langs Entdeckung des Reichenhaller Reinheitsgebots von 1493, das 2016 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und vor allem in der Fachwelt mit großem Interesse aufgenommen worden war.

Im Bayerischen Hauptstaatsarchiv war Dr. Johannes Lang auf die Urkunde aufmerksam geworden, hatte ihre Bedeutung für die Entstehung eines gesamtbayerischen Reinheitsgebots erkannt und beschrieben.  Die Bierordnung, die der Wittelsbacher Herzog Georg von Bayern-Landshut, genannt „der Reiche“, am 07. Februar 1493 für Reichenhall erlassen hatte, regelte neben den zu verwendenden Rohstoffen unter anderem auch deren strenge Qualitätskontrollen, die Besteuerung des Bieres sowie die Festsetzung des Bierpreises in der Stadt. Die jährlich gemeinsam vom Bayerischen Brauerbund und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Bayern verliehene Auszeichnung der „Goldenen BierIdee“ richtet sich an Firmen, Institutionen, Vereine und Personen, die sich in besonderer Weise um den Stellenwert des Bayerischen Bieres verdient gemacht haben.weiterlesen

Die Wächter des Reinheitsgebotes

 von Sarita
Rund 70 Bilder auf Spezialstoff und von hinten mit LED-Technik beleuchtet, zeigen bei der Ausstellung »Die Wächter des Reinheitsgebotes« Inhaber, Familien und Braumeister bayerischer Brauereien in ungewöhnlicher Inszenierung (c) Südost News

Rund 70 Bilder sind ungewöhnlich inszeniert*

»Die Wächter des Reinheitsgebotes« lautet der Titel einer Wanderausstellung des Bayerischen Brauerbundes, die bis 22. Mai im Kunstraum Klosterkirche in Traunstein zu sehen ist. Anlass ist das Jubiläum 500 Jahre Reinheitsgebot.

Zu sehen sind rund 70 Porträts, die in ungewöhnlicher Inszenierung Inhaber, Familien und Braumeister bayerischer Brauereien zeigen. Die überlebensgroßen Bilder stammen von dem in Traunstein aufgewachsenen und heute in Berlin lebenden Journalisten und Fotografen Dr. Sead Husic. Die Bilder auf Spezialstoff sind auf Rahmen gespannt, und mit LED-Technik von hinten beleuchtet.Die Wanderausstellung, die bisher in München und in Ingolstadt zu sehen war, ist in Traunstein bis einschließlich 22. Mai täglich (auch sonntags) von 14 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist frei. Und wer beim Anblick von so vielen bayerischen Reinheitsgebot-»Wächtern« Durst bekommt, hat im Ausstellungsraum die Möglichkeit, verschiedene Biere der drei Traunsteiner Brauereien zu verkosten.

*Rund 70 Bilder auf Spezialstoff und von hinten mit LED-Technik beleuchtet, zeigen bei der Ausstellung »Die Wächter des Reinheitsgebotes« Inhaber, Familien und Braumeister bayerischer Brauereien in ungewöhnlicher Inszenierung (c) Südost News

 

Quelle: Traunsteiner Tagblatt