St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Reiter Alm
Sepp Wurm

Unterwegs auf der Reiter Alm

 von Sepp
Die Kirche Ramsau vor der Reiter Alm

Die Kirche Ramsau vor der Reiter Alm

Vom Sehen kennt wohl jeder die Reiter Alm, immerhin ziert ihre Silhouette nahezu jedes Bild der Ramsauer Kirche. Immerhin eines der bekanntesten Fotomotive in ganz Bayern. Doch als Wandergebiet fristet die Reiter Alm ein Dasein im Schatten der anderen Gebirgsstöcke der Berchtesgadener Alpen. Auch ich war seit meiner Grundwehrdienstzeit nicht mehr auf dem Hochplateau, obwohl die Reiter Alm meine Heimat Ramsau nach Westen abschließt.

Also habe ich mir den heutigen Donnerstag frei genommen und die Reiter Alm erkundet. Ausgangspunkt meiner Tour ist der Wanderparkplatz am Wachterl, etwas oberhlab des gleichnamigen Wirtshauses. Von hier führt der Wachterlsteig, ein anspruchsvoller Bergsteig zur Neuen Traunsteiner Hütte auf dem Hochplateau der Reiter Alm.

Morgens auf dem Weg zum Wachterlsteig

Morgens auf dem Weg zum Wachterlsteig

Neben dem Aufstieg von Oberjettenberg über den Schrecksattel ist der Wachterlsteig der einfachste Aufstieg zur Reiter Alm. Vom Parkplatz führt der Wanderweg in Richtung Schwarzbachalm, zweigt jedoch schon nach wenigen Metern nach links ab und führt leicht abfallend an den Hängen des Eisbergs entlang bis zur Grenze des Nationalparks Berchtesgaden. Ab hier führt der Wachterlsteig in zahlreichen Kehren steil durch den Wald in die Scharte zwischen Zirbeneck und Bärenkareck. An der verfallenen Schwegelalm, wo man noch die Überreste eines Kasers erkennen kann, vorbei führt der Weg nun durch wunderschönen Zirbenwald und durch Latschengassen in ständigem Auf und Ab über die Hochfläche der Reiter Alm zur Neuen Traunsteiner Hütte.

Zirben auf der Reiter Alm

Zirben auf der Reiter Alm

Latschen auf der Reiter Alm

Latschen auf der Reiter Alm

Da es noch zu früh zum Mittagessen ist als ich an der Neuen Traunsteiner Hütte ankomme, mache ich hier nur kurz Pause.

Die Neue Traunsteiner Hütte

Die Neue Traunsteiner Hütte

Stattdessen marschiere weiter auf die Fläche vor der Berghütte, die von Bauern aus dem Österreichischen Reit (diese Gemeinde gab dem Gebirge seinen Namen) und von 2 Bauern aus Oberjettenberg als Alm genutzt wird.weiterlesen »

Sepp Wurm

TV-Tipp: Die Reiter Alm (Reiter Alpe)

 von Sepp
Wandern abseits der Trampelpfade: Auf dem Großen Weitschartenkopf

Wandern abseits der Trampelpfade: Auf dem Großen Weitschartenkopf

Die Abendschau im Bayerischen Fernsehen stellt in ihrer Sendung am Montag, 6. Juli die Reiter Alm in der Ramsau vor. Das Hochplateau ist ein wenig bekanntes Alpin-Kleinod, das noch nicht touristisch überrannt ist. Abendschau-Reporter Christian Limpert hat das auch als Reiter Alpe bekannte Gebirge und die Traunsteiner Hütte der Alpenvereisnsektion Traunstein auf dem Plateau der Reiter Alm besucht.

Die Zuschauer erleben im rund sechsminütigen Beitrag beeindruckende Natur- und Landschaftsaufnahmen. Außerdem erklärt der Revierjäger Christian Willeitner, wie wertvoll die jahrhundertealten Zirbenwälder sind, die am Weg der Route liegen. Der Geschäftsführer der Tourist-Information Ramsau, Fritz Rasp, erläutert außerdem, warum die Reiter Alm und die Traunsteiner Hütte noch als Geheimtipp gelten können und ein weiteres Argument sind, warum die Ramsau Bayerns erstes Bergsteigerdorf wird.weiterlesen »

Sepp Wurm
Die Schwarzbachalm

Die Schwarzbachalm

Unterhalb vom Wachterl, dem Pass der den Zugang zur Ramsau von Westen darstellt, und dem gleichnamigen Wirtshaus Wachterl liegt die Schwarzbachalm. Mountainbiker kennen die Alm vielleicht, schließlich führt der Radweg rund um die Reiter Alm direkt über das Almgelände. Kühe sind im Frühsommer und im Spätsommer auf der Schwarzbachalm: Sie ist eine klassische Niederalm. Das heißt, das Almvieh weidet hier bevor und nachdem es auf der Hochalm ist. Die Schwarzbachalm ist die Niederalm der Lattengebirgsalmen Moosen und Anthaupten sowie der Bindalm im Nationalpark Berchtesgaden. Wir treiben unser Vieh seit etlichen Jahren nur noch im Herbst auf die Schwarzbachalm, nachdem die Weide auf der Bindalm erschöpft ist, meistens Anfang September. Von der Schwarzbachalm geht es dann nach einem hoffentlich unfallfreien Almsommer über die Alpenstraße prächtig geschmückt auf den heimischen Bauernhof.

Ich habe heute einen kleinen Spaziergang im Regen zur Schwarzbachalm gemacht. Allerdings wollte ich nicht die eigentliche Alm besuchen, sondern das Schwarzbachloch, die Quellhöhle des Schwarzbachs, die am Rand des Almgeländes liegt.

Wegweiser zum Schwarzbachloch auf der Schwarzbachalm

Wegweiser zum Schwarzbachloch auf der Schwarzbachalm

Der aus dem Schwarzbachloch entspringende Schwarzbach ist die bedeutendste nach Norden gerichtete Entwässerung der Reiter Alm. Der geologische Aufbau der des Reiter Alm Massivs ist besonders: Das Niederschlagswasser versickert im von Klüften und Spalten durchzogenen Kalkgestein, bis es in der Tiefe am wasserundurchlässigen Dolomit Gestein gestaut wird. Dort bildet sich ein Grundwasserspiegel aus, der im Schwarzbachloch zutage tritt. In dieser Zone kommt es durch Kalklösung verstärkt zur Hohlraumbildung, es entsteht eine Quellhöhle.

Das Schwarzbachloch: Die Quellhöhle des Schwarzbaches

Das Schwarzbachloch: Die Quellhöhle des Schwarzbaches

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Sepp Wurm

Frühling auf der Halsalm

 von Sepp
Blick von der Halsalm zum Untersberg

Blick von der Halsalm zum Untersberg

Nachdem ich die letzten vier Tage im Rheinland unterwegs war, um für unser schönes Oberbayern die Werbetrommel zu rühren und drei Nächte in der Großstadt Köln verbrachte, hat mich das Berchtesgadener Land nun wieder. Schon auf der Zugfahrt gestern Abend, als mir im Chiemgau die Berge immer näher kommen, wird mir klar, dass ich heute irgendwo raufgehe. Allerdings haben stressige Tage, kurze Nächte im Hotel und das ein oder andere Kölsch am Abend deutliche Spuren hinterlassen: Eine große Tour wird sich also nicht ausgehen. Doch eine kleine Wanderung ist allemal drin. Ich entscheide mich schließlich für die Halsalm.

Am Hintersee in Ramsau wandere ich los. Am Klausbachhaus vorbei geht es auf der Straße entlang ins Klausbachtal. Am Ende der flachen umzäunten Wiese des Nationalparks Berchtesgaden zweigt der Weg zur Halsalm nach rechts ab. Auf dem geschotterten Fahrweg geht es etwa 300 Höhenmeter aufwärts bis in die sogenannte Halsgrube.

Wegweiser Böslsteig auf die Reiter Alm

Wegweiser Böslsteig auf die Reiter Alm

Hier zweigt der Böslsteig ab, ein hochalpiner Steig der auf Bändern durch steile Felswände auf das Hochplateu der Reiter Alm führt. Gleich oberhalb der Abzweigung zum Böslsteig steht eine Bank mit Hinweisschildern zur Adlerbeobachtung: In den Felswänden oberhalb nistet nämlich ein Steinadler. Die Wanderung zur Halsalm ist Teil der Adlerwanderung des Nationalparks Berchtesgaden.

Blick zur Reiter Alm

Blick zur Reiter Alm

Der weitere Weg zur Halsalm führt in weiten Kehren unterhalb des Hohen Gerstfelds erst steiler, zum Schluss dann fast eben, auf die Almfläche. Die Aussicht ist schon am Beginn der ebenen Almfläche wunderschön, besonders der Untersberg wirkt aus dieser Perspektive recht markant.weiterlesen »

Sepp Wurm

Der „Wegweiser“ von der Reiter Alm

 von Sepp
Christian Scheiter in seinem Element

30 Jahre lang hat Christian Scheiter die Wege und Steige auf der Reiter Alm im Nationalpark Berchtesgaden markiert und beschildert

Die Reiter Alm (Reiter Alpe) im Nationalpark Berchtesgaden ist sein „Wohnzimmer“: 30 Jahre lang hat der 67-jährige Christian Scheiter für die Alpenvereinssektion Traunstein die offiziellen Wege und Steige zwischen Edelweißlahner und Stadelhorn markiert und beschildert. Rund 500.000 Höhenmeter hat der begeisterte Bergsteiger in dieser Zeit allein im Nationalpark absolviert – und möchte keinen Einzigen davon missen.

„Man nennt mich auch den „Wegweiser“ von der Reiter Alm“, lacht Christian Scheiter, der die Reiter Alm im Nationalpark Berchtesgaden so gut kennt wie kaum ein anderer. Der gebürtige Traunsteiner, der heute in Stein an der Traun wohnt, hat die Nationalparkverwaltung viele Jahre lang tatkräftig unterstützt. Ein großes Projekt zum Abschluss seiner ehrenamtlichen Tätigkeit war die neue Beschilderung der Hauptwege nach dem Berchtesgadener Wegekonzept. Zwischen 2007 und 2012 wurden rund 500 neue, gelbe Schilder im gesamten Nationalpark aufgestellt und die Wege neu markiert, auf der Reiteralm waren es rund 100 Schilder. „Christian hat uns sehr viel Arbeit abgenommen und sich in großem Umfang engagiert“, freut sich Lorenz Köppl, Wegewart des Nationalparks Berchtesgaden. Denn das Massiv der Reiter Alm birgt große Herausforderungen: „Das Hochplateau ist schwer zu erreichen. Es gibt keine Forstwege, alles muss zu Fuß gemacht werden“, erläutert Köppl. An seine Tätigkeiten erinnert sich Christian Scheiter gerne zurück. So sind dem Naturfreund besonders die Begegnungen mit Gämsen und Steinadlern in Erinnerung geblieben. Und auch die Urgewalten der Natur hat der „Wegweiser“ einige Male am eigenen Leibe erfahren: „Vor Jahren hat mich bei Markierungsarbeiten ein gewaltiger Gewitterschauer überrascht“, erzählt er. Auch über den einen oder anderen Wanderer hat sich Scheiter amüsieren müssen: „Einmal wurde ich von einem Gast angesprochen, der sich über die vielen Besucher beklagte. In seinem Tourenführer habe er gelesen, dass diese Tour ein Geheimtipp sei. In welcher Auflage das Buch erschienen war, konnte er mir aber nicht sagen“, schmunzelt Scheiter.weiterlesen »

Sepp Wurm

Lawinenhunde auf der Reiter Alm

 von Sepp

Bayerisches Fernsehen berichtet über Hundestaffel

Winterzeit ist Lawinenzeit – deshalb führt die Lawinen- und Suchhundestaffel Chiemgau – Berchtesgadener Land immer im Januar ihr Wintertraining auf der Reiter Alm durch. Ein Kamerateam des Bayerischen Rundfunks begleitete die Männer einen Tag lang bei ihrer spannenden Arbeit. Die ca. 6:30  Minuten lange Reportage läuft am Montag, 26.1.2015 zwischen 15.30 Uhr und 16:45 Uhr im Nachmittagsmagazin Wir in Bayern.

 

Lawinen- und Suchhundestaffel Chiemgau – Berchtesgadener Land

Die Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht Chiemgau hat zur Zeit insgesamt 13 Hundeführer, von denen 6 Hundeführer mit Ihrem Hund einsatzberiet sind. Die restlichen Teams befinden sich noch in der Ausbildung. Das Einsatzgebiet der Lawinen- und Suchhundestaffel Chiemgau – Berchtesgadener Land erstreckt sich vom Königsee bis zum Chiemsee, in dringenden Fällen auch bis ins Sudelfeld.

Annäherung des Lawinen-Hundes an den Hubschrauber

Annäherung des Lawinen-Hundes an den Hubschrauber

Die Annäherung an den Hubschrauber kostet den Hund am meisten Überwindung. Hier lernt er kennen, dass wenn er den starken Wind und staubenden Schnee im Außenbereich überwunden hat, das Einsteigen in den Hubschrauber angenehm ist. Die Hunde drängen nach einigen Übungseinheiten förmlich in den Hubschrauber.

Suchhund-Ausbildung am Hubschrauber

Suchhund-Ausbildung am Hubschrauber

Für die erfahrenen Suchhundeteams heißt es arbeiten unter Einsatzbedingungen. Der Hund erträgt geduldig den Windengang bis zum Boden und freut sich auf die anschließende Arbeit auf der Lawine.weiterlesen »

Sepp Wurm

Abend auf der Soleleitung

 von Sepp

Soleleitung – Die Sonnenterrasse der Ramsau

Auf der Sonnenseite des Ramsauer Talkessels zieht sich der Soleleitungsweg entlang. Es ist der wohl meistbegangene Wanderweg in Ramsau und durch seine Exposition bestens geeignet für einen Abendspaziergang. Während das Dorf schon im Schatten der Reiter Alm liegt, scheint hier oben nämlich noch die Sonne.

Bank am Soleleitungsweg

Bank am Soleleitungsweg

Die Tage sind nun schon deutlich kürzer, es ist etwa 19 Uhr, als die Sonne hinter der Reiter Alm verschwindet und die gesamte Soleleitung in Schatten taucht.

Sonnenuntergang an der Reiter Alm

Sonnenuntergang an der Reiter Alm

 

Es wird Herbst

Man merkt den bevorstehenden Herbst jetzt auch an den Temperaturen: Lediglich mit einem T-Shirt bekleidet wird es mir bald zu kühl und mache mich wieder auf den Weg. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man den Watzmann, der  etwa ab Höhe des Watzmannhauses noch von der Sonne beschienen wird.

Watzmann am Abend

Watzmann am Abend

Ganz ungewohnt ist die Ruhe, die man Abend auf dem Soleleitungsweg erleben kann: Während sich tagsüber hunderte Spaziergänger zwischen Zipfhäusl, Gerstreit und Söldenköpfl tummeln, habe ich am Abend die Soleleitung fast für mich alleine.

 

Euer Sepp

Lisa-Graf-Riemann

Zugegeben,

 von Lisa
Klettersteig an den Südabstürzen des Wagendrischlhorns

Klettersteig an den Südabstürzen des Wagendrischlhorns

es war vielleicht nicht die allerbeste Idee, ausgerechnet am heißesten Wochenende des Jahres  auf die Reiter Alm aufzusteigen, einen Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen, auf dem jeder Tropfen Wasser sofort versickert und auf dem Hochplateau kein Quadratmeter Schatten zu finden ist. Aber die Hütte war gebucht, die Freunde eingeladen, das Geburtstagswochenende sollte es sein und das war eben heiß.

Aufstieg am späten Nachmittag vom Wachterl aus über den gleichnamigen Wachterlsteig schwitzend hinauf zur Neuen Traunsteiner Hütte. Dort der reine Luxus! Ein prima Abendessen und in der Dusche gab‘s sogar noch Wasser. Für den Rest des Wochenendes mussten wir uns mit Katzenwäsche begnügen. Wassermangel – kein Wunder bei den Temperaturen. Am Samstag Aufstieg aufs Plateau über die Roßgasse Richtung Wagendrischlhorn (2.257). Den Gipfel haben wir nicht auf dem Normalweg, sondern über die Mayrbergscharte und die Südabstürze auf dem Klettersteig (II) erklommen. Das absolute Highlight der Tour!

Abstieg, schwitzend, auf der Rückwegvariante über die Steinberggasse. Erst kurz vor der Baumgrenze gab’s dann endlich wieder Schatten. Die Wasservorräte gingen zur Neige, also zurück auf die grüne Alm und zur Hütte, wo Wildragout respektive Kässpatzn und guten Gewissens noch ein Marillenknödel zur Nachspeise verdrückt wurde. Wir hatten schließlich was geleistet. Mit Pausen eine 9-Stunden-Tour – und eine Wahnsinnshitze. Auf den Schneefeldern haben wir zur Abkühlung die Hüte mit Eis vollgepackt und aufgesetzt.

Abends dann Alpenglühen, Blitz und Donner, aber alle Wanderer waren sicher zurück in der Hütte. Am Sonntagvormittag der Abstieg ins Tal und ein erfrischendes Kurzbad in der kühlen Saalach. Schee war’s!