St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Röth
Christian Thiel
Karten und Höhenprofil unserer Hüttentour

Karten und Höhenprofil unserer Hüttentour

Vor drei Wochen war ich mit Jannis mit dem Mountainbike auf der Gotzenalm. Während wir dort aßen, kam mir die Idee mal wieder eine mehrtägige Hüttentour zu unternehmen. Auf Nachfrage bei der Hütte, ob denn in zwei Wochen noch ein Schlafplatz frei wäre, reservierte ich kurzerhand für mich und meine Freundin. Nachdem ich bei der letzten Tour wegen Neuschnee am Teufelshorn gescheitert war, entschloss ich mich, die zweite Nacht bei der Wasseralm zu reservieren, um das Teufelshorn erneut in Angriff zu nehmen. Nachdem wir auch dort noch Schlafplätze bekamen, stand unserer Tour nichts mehr im Weg.

Tag 1 – Abends von Salet auf die Gotzenalm

Nach einem stressigen Mittwoch erreichten wir gerade noch das letzte Schiff um 17:15 Uhr von der Seelände nach Salet. Das Echo des Flügelhorns war wie immer wunderbar zu hören und nachdem alle anderen Passagiere in St. Bartholomä das Schiff verließen fuhren wir ganz allein weiter zum Endhaltepunkt Salet. Um ca. 18:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg über den Kaunersteig in Richtung Regenalm und Gotzenalm. Der Steig führt steil nach oben am Königsseeufer entlang. Immer wieder sind Holztreppen und Seilversicherte Passagen zu bewältigen, der Steig ist aber sehr gut in Schuss. In der Abendsonne zeigten sich der Königssee und St. Bartholmä immer wieder von ihrer besten Seite. Nach ca. 1,5 Stunden erreicht man flacheres Gelände. Die Landschaft ist beeindruckend, fast der gesamte Wald liegt dort flach. Nachdem der Borkenkäfer viele Bäume befallen hatte, haben die Stürme der vergangenen Jahre ein ganzes Waldstück umgeworfen. Da die Natur im Nationalpark sich selbst überlassen wird, bleiben die Bäume dort auch liegen, lediglich der Weg wurde wieder freigeschnitten. Den Rest löst die Natur wohl selbst in den kommenden Jahrzehnten. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir die Regenalm. Mittlerweile ist es 20:45 Uhr und schon richtig dunkel, Zeit für die Stirnlampe. Im dunklen geht es im Flachen weiter über den problemlos begehbaren Weg zur Gotzenalm. Um ca. 21:15 erreichen wir die Alm und checken ein. Nachdem wir unser Zweibettzimmer bezogen haben, gönnen wir uns noch ein Stück Kuchen, bevor wir ins Bett gehen.

Der See spiegelt sich vom Schiff aus in der Abendsonne

Die Abendsonne spiegelt sich vom Schiff aus im Königssee

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Hagengebirge Teil 2: Obersee, Röthsteig, Wasseralm

 von Jannis
Das Seenduo Obersee und Königssee vom Eingang des Landtals aus.

Das Seenduo Obersee und Königssee vom Verbindungsweg Wasseralm/Landtal aus.

Zwei Tage im Hagengebirge

Nachdem ich am ersten Tag der Hagengebirge-Expedition das Gebiet zwischen Gotzenalm und Carl-v.-Stahl-Haus unter die Lupe nahm, erkundete ich am zweiten Tag die zahlreichen Naturschönheiten zwischen Königssee, Wasseralm und Gotzenalm.

Da mein Fahrrad vom Vortag noch an der Gotzenalm stand, war der Endpunkt der Tour bereits vorgegeben. Mein Weg dorthin führte mich von der Saletalm, die ich mit dem Schiff über den Königssee erreichte, am Obersee und Röthbachfall vorbei und über den Röthsteig zur Wasseralm. Von dort durchquerte ich die Röth und das Landtal, um so auf den Verbindungssteig zur Gotzenalm zu gelangen, die ich schließlich am Abend erreichte.

Spieglein, Spieglein an der Wand, welcher ist der schönste See im Berchtesgadener Land?

Der erste Teil des zweiten Tages ist eindeutig von dem Element Wasser geprägt. Meine Fahrradrückholaktion startet mit der morgendlichen Überfahrt über den Königssee. Für ein paar mehr Stunden Schlaf nach dem anstrengenden ersten Tag, nahm ich die nun bereits gestiegene Zahl an Touristen am Königssee und die damit verbundene kurze Wartezeit an der Abfahrtsstelle der Königsseeschiffahrt gerne in Kauf.

Über den Zwischenstopp St. Bartholomä komme ich nach der knapp einstündigen Bootsfahrt an der Anlegestelle Saletalm an. Auch bei meiner dritten Überfahrt schaffe ich es nicht, das Motiv von der Wallfahrtskirche St. Bartholomä vor der Watzmann-Ostwand ohne Betätigung des Auslösers an mir vorbeiziehen zu lassen. Die Blicke vom Boot über den See in alle Richtungen sind immer wieder ein Highlight!

Immer wieder fotogen: Die Wallfahrtskirche St. Bartholomä vor der Watzmann-Ostwand.

Immer wieder fotogen und unzählige Male abgelichtet: Die Wallfahrtskirche St. Bartholomä vor der Watzmann-Ostwand.

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Sepp Wurm

Wasseralm: Einweihung nach Renovierung

 von Sepp
Die Wasseralm in der Röth

Die Wasseralm in der Röth

Alpenverein Berchtesgaden und Nationalpark Berchtesgaden feiern

Nach Jahrzenhnte-langem Bemühen ist es der Sektion Berchtesgaden des Alpenvereins gelungen, die einfache Hütte auf der Wasseralm umwelt- und brandschutztechnisch so umzurüsten, um  Wanderern und Bergsteigern in der Röth eine bewusst einfach gehaltene, berangemessene Unterkunft zu bieten. Gleichzeitig wird die Wasseralm nun auch den den strengen Umweltvorschriften in der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden gerecht. Gemeinsam mit dem Nationalpark lud die Alpenvereinssektion Berchtesgaden am vergangenen Wochenende zu einer Feier ein, bei der die Räumlichkeiten der umgebauten Wasseralm Gottes Segen und wohlwollende Worte des Nationalparkleiters erhielten.

Einweihung der renovierten Wasseralm © Grassl Bau

Einweihung der renovierten Wasseralm © Grassl Bau

Die zahlreichen Gäste, die zu der offiziellen Eröffnung am letzten Wochenende in die Röth aufgestiegen waren, wurden gleich zum Arbeitseinsatz eingespannt: Das Pflanzenklärbeet der biologischen Kläranlage bedurfte noch einer Umrahmung mit ortstypischen Pflanzen. Vom Nationalpark Berchtesgaden bereit gestellte, schulterbare Säcke erleichterten den Transport der in der Nähe der Berghütte ausgestochenen Pflanzennarben zum sandgefüllten Klärbecken zu tragen. Im Nu war das sandige Areal umrahmt und mit ausgewählten kleinen Pflanzen gespickt. Die Feierlichkeiten konnten beginnen.

Gottes Segen für die umgebauten Hütten

Einträchtig segneten der Franziskaner-Pater Kajetan und der evangelische Pfarrer Walter Stoffel die Hütten mittels in Weihwasser eingetauchter Latschenbüschel. Einträchtig zeigten sich auch Nationalpark und Alpenverein: Dr. Michael Vogel, der Leiter des Nationalparks Berchtesgaden, begrüßte die Gäste und sprach einige wohlwollende Worte. Beppo Maltan, der Vorsitzende der  Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins, holte etwas weiter aus und berichtete über die wechselvolle Geschichte der Wasseralm.weiterlesen »

Sepp Wurm

Saisonauftakt der Berghütten

 von Sepp
Almidylle im Nationalpark Berchtesgaden

Almidylle im Nationalpark Berchtesgaden

Fernblick statt Fernseher, Bergsee statt Whirlpool und frische Kuhmilch statt Latte Macchiato: Ende Mai startet die Wander-Saison im Berchtesgadener Land. Vom Predigtstuhl (1.613 m) im Norden bis zum Watzmann (2.713 m) im Süden öffnen Berghütten und Almen ihre Pforten für Besucher. Wer in die unberührte Landschaft aufbricht, den Sonnenaufgang am Berg genießt, Gämsen wie Adler beobachtet und Menschen begegnet, die ihre Bergleidenschaft zum Beruf gemacht haben, taucht ein in die ursprüngliche Lebenskultur des südöstlichsten bayerischen Ausläufers. Und kehrt mit unvergleichlichen (Natur-)Erlebnissen nach Hause zurück.

Eine der eindrucksvollsten Hütten-Touren der Region startet vom Parkplatz am Königssee: Die Große Reibn! Hier verabschieden sich Wanderer für vier Tage in die Wildnis, die sie täglich rund fünf Stunden auf ihren Beinen durchstreifen. Gleich zu Beginn müssen knapp 1.000 Höhenmeter überwunden werden, um zur Gotzenalm (1.685 m) und einer ihrer 101 Matratzen zu gelangen. „Vor der Brotzeit lohnt sich der Aufstieg zur nahen Aussichtskanzel Feuerpalven, von der man den schönsten Blick über den Königssee überhaupt genießt“, schwärmt Wanderführer Herbert Wendlinger.

Aussichtspunkt Feuerpalven nahe der Gotzenalm

Aussichtspunkt Feuerpalven nahe der Gotzenalm

Mit der Wasseralm, die am nächsten Morgen lockt, folgt ein besonderer Geheimtipp fürs Hütten-Hopping. Noch vor wenigen Jahren war die kleine Alm, die inmitten von Bergwiesen auf 1.423 Metern im Steinernen Meer liegt, eine reine Selbstversorgerhütte. Heute kann man deftige Kost samt kühlen Getränken genießen und – wenn man einen der 40 exklusiven Schlafplätze erwischt – sogar übernachten. Weil die beschauliche Berghütte mit ihren Lagern als besonders bezaubernder und uriger Fleck im gesamten Nationalpark Berchtesgaden gilt, sollte vorab unbedingt reserviert werden.

Die Wasseralm in der Röth

Die Wasseralm in der Röth

Am dritten Tag wartet das Kärlingerhaus (1.638 m) auf die Wanderer. Der Weg dorthin führt über den Halskopf, vorbei an Grün- und Schwarzsee und die nicht enden wollenden Stufen der „Himmelsleiter“ hinauf. weiterlesen »

Toni

Die Berchtesgadener Steinböcke

 von Toni
Steinbock im Hagengebirge

Steinbock im Hagengebirge

Auf einer sommerlichen Wanderung durch das Hagengebirge kann man in gewissen Gegenden eine Begegnung mit Steinböcken fast garantieren. Allerdings war das beileibe nicht immer so. Die ursprüngliche Population dieser beeindruckenden Wildziegen wurde bereits im ausgehenden Mittelalter massiv durch offizielle Jagd und Wilderei gleichermaßen reduziert. Der Steinbock galt als „wandelnde Apotheke“ und unter anderem seinem Gehörn, den Magensteinen und dem Herzkreuz, einer kreuzförmig verknöcherten Sehne am Herzen, wurden allerlei Wunderwirkungen nachgesagt. Die Auseinandersetzungen zwischen Jägern und Wilderern um diese begehrte Beute gipfelten so oft in Blutvergießen und Morden aus dem Hinterhalt, dass letztlich ein Salzburger Erzbischof den Totalabschuss der Steinböcke befahl, um den Gewalttätigkeiten ein Ende zu setzen.

Erst im Jahr 1920 wurde im Salzburger Blühnbachtal der Versuch gestartet, dieses Wild wieder im Hagengebirge heimisch zu machen. Auf deutscher Seite begann die Wiederansiedlung im Jahr 1936 auf einen Erlass von „Reichsjägermeister“ Herman Göring hin, der dieses „urdeutsche Wild“ wieder heimisch machen und letztlich auch wieder erlegen wollte. Mit immensem finanziellem und personellem Aufwand wurde in der Nähe der Wasseralm in der Röth ein 15 Hektar großes Gehege errichtet, und sogar eine eigene Seilbahn zum Transport der Tiere von der hinteren Fischunkelalm hinauf zum Landtalsteig gebaut.weiterlesen »

Ann-Katrin

Eine Hommage an den Herbst!

 von Ann-Kathrin

Der Winter hat nun endgültig in den Berchtesgadener Bergen einzug gehalten. Die Berge sind schneebedeckt und die Hüttensaison ist auch beendet (Carl-von-Stahl Haus im Jennergebiet GANZJÄHRIG geöffnet). Grund genug diesen wirklich wunderschönen und sonnigen Herbst Revue passieren zu lassen! Wir hatten mit diesem Herbst wirklich ein unheimliches Glück, es war zum Großteil trocken und sehr sonnig, warm – aber auch nicht zu warm. Also genau richtig für ausgedehnte Bergtouren.

 

Eines meiner Highlights war die Tour rund um den Königssee. Da ich in Schönau am Königssee wohne, war auch hierfür der Start vor meiner Haustüre. Frühmorgens ging es dann recht einsam und kühl den Hochbahnweg in Richtung Königsbachalm. Schon jetzt sehe ich wie eine dicke Nebelschicht den Königssee überdeckt und nur die steilen Flanken der Berge herausstechen. Mein heutiges Tagesziel: Mittagessen auf der Gotzenalm und dann weiter über das Landtal zur Wasseralm. Dort möchte ich dann übernachten und am nächsten Tag von dort aus über den Halsköpfl, Grün- und Schwarzensee zum Kärlingerhaus und von dort aus dann den Abstieg über die Saugasse nehmen. Auf der Wasseralm habe ich bis dato noch nie übernachtet und auch bin ich noch nie dort gewesen. Allerdings habe ich schon einiges über diese Unterkunftshütte gehört. Sowohl positives als auch negatives. Eine Übernachtungsmöglichkeit, die polarisiert! Aus Erzählungen wusste ich, dass es nur einen Brunnen als Waschgelegenheit und ein Plumpsklo gibt. Mit beidem habe ich kein Problem, dementsprechend dachte ich wird mir das schon zusagen. Schnellen Schrittes ging es dann an der Königsbachalm über den Fußweg zur Gotzental-Alm. Dort verschnaufe ich kurz und mache eine kleine/s und kurze/s Brotzeit/Frühstück.

auf dem Weg zur Gotzen-Alm

auf dem Weg zur Gotzen-Alm

Weiter gehts! Nun geht die Forststraße, die bei Mountainbikern ein beliebtes Ziel ist, in stetig steigenden Kehren aufwärts. Vorbei am Almgebiet der Seeau gehen noch ein paar steigende Kurven hinauf auf das Gotzen-Alm Plataeu. Die letzte Steigung ist die, die am meisten in die Beine geht, sowohl bei Wanderern als auch bei Mountain-Bikern. Oben angekommen erwartet mich ein wunderschönes Almgebiet mit einer Sicht bis zum Hochkönig und dem exponiert darauf gebauten Matrashaus, die markant geschliffene Watzmann-Ostwand und der Blick in das steinerne Meer, wo ich sehnsüchtig hinschaue, da ich mich bei meiner vorherigen Tour unheimlich in diese Region verliebte. Zeitlich war ich recht gut dabei. Von Schönau-Unterstein zur Gotzen-Alm habe ich vier Stunden gebraucht.

das Gotzen-Alm Plateau

das Gotzen-Alm Plateau

eine Russnhalbe auf der Gotzen-Alm

eine Russnhalbe auf der Gotzen-Alm

Nach einem großen Teller leckerer Schinkennudeln geht es dann vorbei am Weidegebiet der Regenalm ins Landtal (Kühe waren zu dem Zeitpunkt nicht mehr oben, da der Almabtrieb schon statt fand).

Alternativ kann man auch die Gotzen-Alm umgehen, so tat ich es eine Woche danach. Dabei einfach bis zur Priesbergalm gehen (Zugang: Parkplatz Hinterbrand oder Jennerbahn-Mittelstation) und von dort einfach der Beschilderung Seeleinsee folgen. Den erreicht man von dort über den sogenannten Stiergraben stetig steigend über Gesteinsmassen in einer bis eineinhalb Stunden. Dieser idyllisch gelegene See lädt natürlich zu einer Menge Fotografien ein. Von dort aus dann nach rechts auf das „Hochgeschirr“ (1949m). Hierbei steigt man über lose Gesteinsbrocken hinauf. Die Landschaft ist bizarr und ganz besonders lohnt sich der Blick zurück, wenn der Seeleinsee wie ein kleiner Tümpel schon fast aussieht und umrahmt wird von steilen Bergflanken. Gut von dort zu erkennen ist der Aufstiegsweg von der Priesbergalm zum Fagstein und Rotspielscheibe. Dann geht es steil abwärts mit einem wunderbaren Blick ins paradiesisch wirkende Landtal und hinaus ins steinerne Meer. Dort ist dann auch die Weggabelung von der man auch von der Gotzen-Alm hinab kommt.weiterlesen »

Ann-Katrin

Way to paradise

 von Ann-Kathrin

Über den unteren Hirschenlauf zur Gotzenalm

Nach zwei Nächten auf dem Carl-von-Stahl Haus ging es mit meinem schweren Rucksack auf dem Rücken für mich nach Hause nach Schönau am Königssee. Aber nicht ohne den Tag als Tourentag zu nutzen. Da es mir letzt schon so gut auf der Gotzenalm gefiel, setzte ich mir dieses als Tagesziel in den Kopf. Diesmal sollte es nicht über den normalen Fußweg zur Gotzenalm gehen, sondern über den unteren Hirschenlauf. Viel Informationen konnte ich über diesen Streckenabschnitt nicht im Internet herausfinden. Meist sagen für mich Bilder mehr aus, als nur wörtliche Beschreibungen eines Weges.

Hütte beim Scheibsteinhaus

Hütte beim Scheibsteinhaus

Nun ging es erst einmal bergab. Vorbei am Schneibsteinhaus, ging es kurz vor dem Königsbergergraben, links vorbei an der Enzian Brennhütte in Richtung Priesbergalm. Bis zur Priesbergalm ist der Weg eine breite Forstraße. Hinter der Priesbergalm endet der Forstweg und der Weg wird zu einem Pfad der eben über die Wiesenhänge führt. Nach einer kurzen Bergabstrecke kommt man an eine Wegkreuzung. Hier teilt sich der Pfad. Bergauf in Richtung Seeleinsee und Kahlersberg und rechts geradeaus zur Gotzenalm über den unteren Hirschenlauf. Der Pfad ist durch Regenfälle einige Tage zuvor noch recht matschig. Aber mit einem sicheren Tritt und Teleskopstöcken halb so wild. Zuerst ist der Pfad recht normal und angenehm. Besonders gefiel mir, dass dieser durch den schattigen Wald führt und es angenehm kühl war. Doch die Vorfreude wurde schon bald betrübt. Ich weiß nicht wie ich es richtig schreibe, aber aus dem Pfad wurde ein knackiger Steig, mitten in der prallen Sonne. Es war Vormittag, aber schon richtig heiß. Der Steig weißt einige Felspassagen auf die durch Holztreppen, Eisenstufen und Seilen versichert sind. Hier ist es am Besten Bilder sprechen zu lassen um sich davon ein eigenes Bild machen zu können.

im unteren Hirschenlauf

im unteren Hirschenlauf

Holztreppe im unteren Hirschenlauf

Holztreppe im unteren Hirschenlauf

An vielen Stellen nutze ich das Drahtseil nicht, da ich mich dafür hätte bücken müssen und so hätte sich durch meinen schweren Rucksack mein Schwerpunkt verändert und ich hätte keinen sicheren Tritt mehr. Also „schwebte“ ich sozusagen über Holzbretter, Holzstufen und Eisenstufen, was definitiv zu romantisch ausgedrückt ist. Ein Drittel des unteren Hirschenlaufes sieht so aus. Man geht die Gotzentauernwand hinauf um dann in der Seeau zu landen. Von dort geht man in stetig aufsteigenden Kehren hinauf zum Gotzenalm-Plateau. Die Wegstrecke Priesbergalm bis zur Gotzenalm dauerte bei mir rund 2 Stunden. Allerdings ist es jedem Wanderer selbst überlassen, wie schnell man aufsteigt. Nur keine Eile, schließlich gilt es auch die umliegende Natur zu genießen. Bei der Gotzenalm mache ich erstmal frühes deftiges Mittagessen und lasse mich selbst in der Sonne brutzeln, was ich hinterher bereuen werde (heftiger Sonnenbrand an den Armen).

Kaser auf der Gotzen

Kaser auf der Gotzen

Es ist erst früher Mittag und die Sonne wird noch mindestens 8 Stunden scheinen. Was soll ich tun? Die Speisekarte der Gotzenalm verspricht noch weitere Leckerein. Ich entscheide mich dafür die Leckerein auf später zu verschieben und weiter zu wandern.

 

Die Regenalm im Nationalpark Berchtesgaden

Eine halbe Stunde entfernt von der Gotzenalm in Richtung Kaunersteig liegt die Regenalm. Neugierig wie diese liegt und ob diese bewirtschaftet ist, mache ich mich auf dem Weg dorthin. Auf einfachem Weg gelangt man zur Regenalm. Schön mit Blumen dekoriert und gepflegt ist die Alm, doch ob hier nun jemand bewirtschaftet ist mir nicht ganz klar. Ich sehe einen Senn auf der Almwiese mit Pfeiffe wie er nach seinem Vieh schaut.weiterlesen »

Sepp Wurm

Unter unserem Himmel im Hagengebirge

 von Sepp

Das Hagengebirge – Unbekannte Bergewelt

Die Berchtesgadener Alpen sind beliebtes Ziel für Wanderer, Kletterer, Mountainbiker, Skifahrer oder Snowboarder. Doch mittendrin, hoch über dem Königssee, gibt es einen noch fast unberührten Flecken: das Hagengebirge. Hier sucht man Seilbahnen genauso vergebens wie präparierte Skipisten, die bewirtschaftete Hütten sind meist erst nach stundenlangem Fußmarsch erreichbar.

Bergtour im Hagengebirge

Bergtour im Hagengebirge

Dafür kann man hier eine einmalige Gebirgswelt erleben, seltene Pflanzen und Tiere entdecken und in aller Ruhe Gämsen und Steinböcke beobachten.

 

Ehemaliges Jagdrevier des Adels

Der Grund für diese Abgeschiedenheit ist, dass das mächtige Gebirgsmassiv lange Zeit als Jagdgebiet diente, erst für den Hochadel, später kam dann der Geldadel. Bergsteiger und Wanderer waren nicht willkommen, weil sie das Wild störten, Alm– und Forstwirtschaft waren den Jagdinteressen untergeordnet. Noch heute sieht man im Hagengebirge sehr viele Steinböcke, die Herman Görig damals hier ansiedelte (bzw. deren Nachkommen).

Steinböcke im Hagengebirge

Steinböcke im Hagengebirge

Damit das urwüchsige Naturparadies, das teils zu Bayern, teils zu Österreich gehört, so bleibt wie es ist, wird es heute beiderseits erhalten und geschützt. Was nicht nur die Liebhaber des Hagengebirges freut, sondern auch Forscher wie Helmut Franz, der hier ungestört die Auswirkungen des Klimawandels studieren kann, die Geologen der Universität Salzburg, die in den tiefen, weit verzweigten Höhlen unterwegs sind oder Hans Maltan vom Nationalpark Berchtesgaden, der hier der Geschichte der Almwirtschaft nachgeht.weiterlesen »

Sepp Wurm

Dach der Wasseralm neu eingedeckt

 von Sepp

Alpenverein und Nationalpark decken Wasseralm

Für die Wandersaison im kommenden Jahr ist die Wasseralm im Nationalpark Berchtesgaden bestens präpariert: In einer Gemeinschaftsaktion deckten Mitarbeiter des Nationalparks und der Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins (DAV) die Dächer der beiden Gebäude neu mit traditionellen Legschindeln ein.

Wasseralm-Dach © Deutscher Alpenverein

Wasseralm-Dach © Deutscher Alpenverein

Unter der Leitung von Nationalpark-Mitarbeiter Markus Graßl (5.v.r.), Hüttenwirt Horst Schellmoser (r.) und Hüttenreferent Hans Irlinger (l.) waren die aufwändigen Arbeiten nach einer Woche abgeschlossen. Durch die Einbringung eines Dachfensters als Fluchtweg im Hauptgebäude wurde dem Brandschutz ausreichend Rechnung getragen.

 

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

Sepp Wurm

Röthbachfall: Deutschlands höchster Wasserfall

 von Sepp
Blick vom Königssee über die Salet-Alm zum Röthbach-Wasserfall

Blick vom Königssee über die Salet-Alm zum Röthbach-Wasserfall

Am Südende des Königssees: Deutschlands höchster Wasserfall

In zwei Hauptstufen überwindet der Röthbachfall im Süden des Obersees die sogenannte Röthwand, die den Kessel des Königssees und des Obersees von der Röth, der Hochfläche zwischen Steinernem Meer und Hagengebirge, trennt. Erreichen kann man den Röthbachfall über die Fischunkelalm am Obersee. Dazu  muss man natürlich erst mit dem Schiff über den Königssee fahren bis zur Saletalm, und sich dann auf den Weg um den Obersee machen. Diese kleine, etwa 3 Kilometer lange Wanderung führt eindrucksvoll am Ufer des Obersees entlang steiler Felswände zur Fischunkelalm. Hinter der Almfläche wartet ein kleines Waldstück, das noch durchquert werden muss, dann sieht man das Wasser des Röthbachs imposant ins Tal fallen.

Blick von der Fischunkelalm zum Röthbach-Wasserfall

Blick von der Fischunkelalm zum Röthbach-Wasserfall

Seine gesamte Fallhöhe von 470 Meter macht den Röthbachfall zum höchsten Wasserfall Deutschlands. Es mag bekanntere Wasserfälle in Deutschland geben, höhere gibt es nicht. Zudem gehört er mit diesem Ausmaß zu den höchsten Wasserfällen der gesamten Alpen.weiterlesen »