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Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Salzheiliger
Rosi Fürmann

Das Gradierwerk von Bad Reichenhall

 von Rosi
der Brunnen vor dem Gradierwerk im Kurgarten Bad Reichenhall während der Kurgartenbeleuchtung in wunderbares Licht getaucht,

der Sole-Brunnen vor dem Gradierwerk im Kurgarten Bad Reichenhall – während der Kurgartenbeleuchtung in wunderbares Licht getaucht

… und die Sole rieselt leise über den Schwarzdorn…: Das Gradierwerk im Königlichen Kurgarten von Bad Reichenhall

Vom Staub des Alltags gereinigte Luft – sie ist es, zu der unzählige Heilungs- und Erholungssuchende in den Königlichen Kurgarten von Bad Reichenhall kommen. „Vitalisierende Momente mit natürlicher AlpenSole aus der Heilquelle – Alpenstadt Bad Reichenhall: Prickelnd – vitalisierend – erholsam“ – so präsentiert sich Bad Reichenhall der Öffentlichkeit.

Das Gradierhaus im Kurgarten von Bad Reichenhall in der blauen Stunde der einsetzenden Nacht, mit einem beinahe mediteranen Klima und den Soleanwendungen durch das Gradierhausäußerst gesund und wohltuend für insbesondere Erkrankungen des Atmung, Nase, Lunge usw., Landkreis Berchtesgadener Land, Oberbayern

Das Gradierhaus im Kurgarten von Bad Reichenhall in der blauen Stunde der einsetzenden Nacht

Die Kurstadt lebte und lebt für und mit dem „Weißen Gold“ – dem Salz. Schon in der Steinzeit besiedelt steht nicht fest, ob die Jäger von damals die Solequellen unter dem Gruttenstein kennen. Wahrscheinlicher scheint, dass dann die Menschen der Bronzezeit in der Besiedlung auf den umliegenden Höhen um diese Quellen wissen. Wie Albert Hirschbichler in seinem Buch „Bayerisches Staatsbad in den Alpen“ berichtet, finden die über die Alpen kommenden Römer in den von den „Alauni“ (zu den Kelten gehörend) besiedelten Gebiet Siedeanlagen vor. Die Römer bauen die Anlagen aus und treiben über die Salzstraßen regen Handel. Weitgehend im Dunkeln liegt die Zeit nach dem „Imperium Romanum“ bis dann um 700 n. Chr. der Wanderprediger Rupert aus Worms nach Salzburg kommt. Bayernherzog Theodo lässt ihm in einer Schenkung den dritten Teil der Reichenhaller Saline zukommen und Rupert bringt die Saline zu neuerlicher wirtschaftlicher Blüte.

Rupertusbrunnen vor der alten Saline in Bad Reichenhall

Rupertusbrunnen vor der Alten Saline in Bad Reichenhall

Verheerende Stadtbrände, Saalachhochwässer, kriegerische Auseinandersetzungen und Pest muss die Stadt durchleben, kann aber besonders auch mit Hilfe der Solequellen immer wieder „neu beginnen“. Für den Staat und Bevölkerung bedeutet dies Einnahmen und Arbeit.

Man schreibt den 8. November 1834: In dieser Nacht brennt ein verheerendes Feuer die ganze Stadt einschließlich der Salinenanlagen nieder. Durch grobe Fahrlässigkeit von Arbeitern fangen Holzscheite Feuer. Da der Generaladministrator der Bergwerke und Salinen zu Besuch, verheimlichen sie dies und 4½ Stunden nach dessen Entdeckung steht bereits das Dach des Sudhauses in Flammen.weiterlesen »