Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Saugasse
Waldi

Wanderung zum Funtensee

 von Waldi

Wir nutzten letzte Woche einen schönen Oktobertag und wanderten frühmorgens ins Wimbachtal, weiter zum Trischübel. Eine herrliche Kulisse, ganz vorne die Palfenhörner, erfreuten uns und wir entschl0ßen uns, nicht auf den Hirschwieskopf zu gehen, sondern zum Hundstodgatterl .Viele Gemsen sahen wir auf unserer einsamen Wanderung. Am Hundstodgatterl lag schon frischer Schnee. Hier hat man einen herrlichen Blick auf das Steinerne Meer, atemberaubend. Nach kurzer Brotzeit gingen wir weiter zum Funtensee. Der letzte Hang war ganz in Gold getaucht, so gelb waren die Lerchen und die Weiden, herrlich. Mittag saßen wir schon auf der schönen Terrasse vor dem idylischen Funtensee. 2 Stunden haben wir die herrliche Aussicht und den einmaligen Platz genossen, dann mußten wir an den Abstieg denken.

Über die Saugasse wanderten wir runter. Auch hier war alles gold,einfach schön. Kurz vor der Schiffanlegestelle mußten wir noch laufen, damit wir die letzten Schiffe für die Überfahrt zum Königssee noch erwischten.

Eine meiner Lieblingstouren, die Trittsicherheit und Kondition voraussetzt. Berg Heil Waldi

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

Hüttentouren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und so kommt es, dass ein Großteil der Berghütten hier in den Berchtesgadener Alpen zum Teil schon ausgebucht sind für Übernachtungen. Doch, was heißt das genau? Was wenn ich auf das Geradewohl vorbei komme – werde ich dann weggeschickt? Brauche ich dann einen Schlafsack? Was soll ich mitnehmen auf meine Hüttentour?

All diese Fragen werde ich euch beantworten. Ehrlich und konkret. Danach folgt eine Beschreibung einer 2-Tagestour durch das Steinere Meer, die ich vor kurzem gegangen bin.

Fangen wir mal beim Rucksack an. Was wollt ihr eigentlich mit euren 60 Liter Rucksäcken, die schon über dem Kopf überhängen? Vollkommen unnötig! Außer ihr wollt nun die ganze Sommersaison in einer Berghütte verbringen! In den Rucksack soll ein dicker Pulli, eine dicke Jacke, eine Windjacke (super klein faltbar), T-Shirts, Tops, Unterwäsche, Socken, eine Wechselhose und vielleicht Shorts. Zu Essen reichen Müsli-Rigel und dafür eine große mind. 1,5-Liter Flasche die nachfüllbar ist. In den Berghütten kann man sehr gut essen. Denn Gewinn machen die Berghütten nur durch die Konsumation von Essen/Getränken. Alpenvereinshütten müssen einen Großteil der Übernachtungsgebühr an den deutschen Alpenverein abführen. Apropo Alpenverein: Berghütten des Alpenvereines sind auch Schutzhütten, was bedeutet ist ein Abstieg ins Tal nicht mehr zumutbar, so kommt ihr sicher im Notlager oder sogar im Gastraum auf einer Matratze unter. Ihr werdet nicht vor die Haustüre geschickt am Abend. Am Wochenende sind die Berghütten immer heillos überfüllt. Macht eure Hüttentour doch besser unter der Woche. Und was wollt ihr mit euren Zelten, Isomatten und Schlafsäcken?! Campieren ist im Nationalpark Berchtesgaden strengstens verboten! Wer erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen. In den Berghütten gibt es sowohl im Matratzenlager, als auch in den Bettenlager genügend Decken und Kissen. Ihr braucht nur ein Inlett, also Hüttenschlafsack. Diese können in vielen Hütten geliehen werden oder kostengünstig gekauft werden. Das Packmaß ist winzig.

Also hier nochmal zusammengefasst:

  1. Den Rucksack minimalistisch packen. In der Regel reicht ein 30 Liter Rucksack für 3-4 Tage
  2. In den Berghütten Essen/Trinken konsumieren
  3.  Tour besser unter der Woche machen, da sonst schlafen in einer heillos überfüllten Hütte
  4. Campieren verboten! Zelt, Isomatte und Schlafsack zu Hause lassen.

So, jetzt kennt ihr euch aus.
Jetzt fragt ihr euch wieso redet die denn so schlau daher? Ganz einfach: Ich habe selbst schon in einer Berghütte gearbeitet, bin mehrmals die Woche in den Bergen unterwegs und beruflich im Tourismus tätig. Deswegen kommen hier auch ein paar Tipps und eine Tour, die ich vor kurzem machte als Beispiel.

Ein ehrlicher Guide durch das steinere Meer (denn wusstet ihr was blaue Linie im steinerne Meer bedeuten?!).

Tag 1:
Oft werde ich gefragt wohin mit dem Auto, wenn der Start nicht gleich der Endpunkt ist. Dazu rate ich immer die Tour zu einer Rundtour zu machen oder den Endpunkt so zu legen, dass man Mithilfe des ÖPNV zum Auto zurück gelangt. So auch heute. Das Auto lasse ich zu Hause in Schönau am Königssee (alternativ Mehrtagesticket am Automaten am Großparkplatz Königssee lösen). Mit dem ersten Schiff fahre ich bis zur Halbinsel St. Bartholomä. Mir wird wieder bewusst, dass ich am schönsten See Deutschlands lebe. An der Halbinsel angekommen biege ich gleich nach links und folge der Beschilderung Kärlingerhaus. Ausgeschildert ist es hier mit 5 Stunden für den Aufstieg über Saugasse zum Funtensee. Ehrlich gesagt kenne ich niemaden, der so lange brauchte. Der Druchschnitt is 3-3,5 Stunden. Meinen Kreislauf treibe ich gleich hoch indem ich das Tempo hoch anziehe. Denn nicht nur das Kärlingerhaus ist mein heutiges Ziel sondern auch 2 Gipfel. Also zack zack am Ufer entlang, steile schweißtreibende Kehren bis ins Schrainbachtal, dann flach am Schrainbach entlang und dann bin ich direkt vor ihr: der Saugasse. Ihr Ruf ist deutlich schlechter als sie ist. Das Ungewöhnliche an der Saugasse ist nur, dass man viele Höhenmeter über einige Spitzkehren macht. Der Endspurt nach der Saugasse zieht sich. Nach 2,5 Stunden habe ich das Kärlingerhaus erreicht. Die Haxen sind auf Autopilot, mein Kreislauf hasst mich gerade. Viel Wasser und zuckerhaltiges Essen brauche ich. Denn nun geht es weiter zum Gipfel des Viehkogels. Es geht steil und über mehrere Schuttrinnen bergauf. Man durchquert das wilde Viehkogeltal. 1 Stunde 45 Minuten dauert der Aufstieg.

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

NUN EINE INFO, DIE ES IN KAUM EINEM WANDERFÜHRER GIBT: Wenn ihr über das Viehkogeltal zum Riemannhaus wollt, dann müst ihr hinter der Viehkogeltalhütte den blauen Linien nach rechts folgen. Nicht den roten Punkten! Denn die roten Punkte führen zum Gifel des Viehkogel. Aber Achtung oft bedeuten blaue Linien, dass dort der Weg zum Gipfel führt. Vor allem auf österreichischer Seite des stenernen Meeres. Bitte im steinernen Meer oft auch auf den Boden achten. Denn dort findet man gesprayed oder mit Edding auf Stein geschrieben die Richtung. Es gibt im stenernen Meer kaum Wegweiser.

Nach dem letzten, sehr schottrigen Steilaufschwung habe ich die Gipfelwiese des Viehkogels erreicht. Dieser Gipfel bietet tolle Blicke zu den Funtenseetauern und auf das steinerne Meer. Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg. Da der Weg doch recht rutschig ist, empfieht sich hier Trekkingstöcke zu nutzen.

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

weiterlesen

Hüttentour im Steinernen Meer

 von Sepp
Die grüne Oase im Steinernen Meer: Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Die grüne Oase im Steinernen Meer: Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Die Wettervorhersage ist bestens, die Übernachtungen auf dem Ingolstädter Haus und dem Kärlingerhaus sind gebucht, der Rucksack ist gepackt: Am Sonntag in der Früh brechen wir auf zu unserer Hüttentour im Steinernen Meer. Der strömende Regen am Sonntagmorgen stört uns wenig, wir sind überzeugt, dass der Regen bald aufhört und begeben uns für 3 Tage ins Steinerne Meer, fernab von erschütternden Nachrichten und Handy-Empfang.

Aufstieg im Regen zum Ingolstädter Haus

Wir starten unsere Mehrtagestour in Pürzlbach, das ist ein Ortsteil des österreichischen Bergsteigerdorfes Weißbach (das von unserem Bergsteigerdorf Ramsau lediglich durch den Hirschbichlpass getrennt ist) auf 1075 Metern. Ein Wanderparkplatz hier oben ist Beginn des kürzesten Anstiegs zum Ingolstädter Haus. Unser Weg führt uns auf einer breiten Fortstraße zur Kallbrunnalm. Der Regen ist unser ständiger Begleiter, auf der Almfläche kommt noch ein schneidender Wind hinzu. Doch das trübt unsere Wanderlust nicht. An der Kreuzung vor dem Kaskeller auf der Kallbrunn nehmen wir die Abzweigung zum Dießbachstausee.

Der Dießbachstausee

Der Dießbachstausee

Hier nutzen wir die Unterstandsmöglichkeit um nochmal zu prüfen, ob der Regenschutz unserer Rucksäcke noch richtig sitzt und seine Funktion erfüllt. Passt! Wir sind übrigens mit Regenschirmen gewandert, das ist zwar in gewissen Kreisen verpönt, aber sehr nützlich, wenn der Weg nicht allzu anspruchsvoll ist. Am Dießbachstausee wandern wir an der Staumauer entlang zur anderen Seite des Tals, wo auf der rechten Seeseite ein Weg in Auf und Ab stellenweise richtig steil am bzw. oberhalb des Sees entlang ins hintere Dießbachtal führt. Hinter dem Dießbachstausee führt der Weg in angenehmer Steigung durch den Wald zur Talstation der Materialseilbahn auf der ehemaligen, mittlerweile aber verfallenen Mitterkaseralm. Hier wird aus dem Weg ein schmaler Steig, der erst nach links durch Latschen führt, bevor er sich an einer Kreuzung teilt.

Aufstieg zum Ingolstädter Haus

Aufstieg zum Ingolstädter Haus

Links geht’s hinauf zur Hochwies, rechts zum Ingolstädter Haus. Unterhalb der Südwände des Kleinen Hunstodes folgen wir jetzt dem Weg einmal halb um den Hundstod in die Dießbachscharte. Dort steht das Ingolstädter Haus, nur ist es heute nicht zu sehen: Regen, Wolken und Nebel lassen uns nur wenige Meter sehen. So sind wir einigermaßen überrascht, als sich plötzlich etwa 20 Meter vor uns die Umrisse des Hauses aus dem Nebel schälen. Ich bin diesen Weg bisher erst einmal gegangen, bei schönstem Wetter, und da sah alles irgendwie anders aus!

Das Ingolstädter Haus im Nebel

Das Ingolstädter Haus im Nebel

Wir sind nass, aber – Regenschirm sei Dank – nicht allzu sehr! Dennoch sind wir natürlich froh, das Ingolstädter Haus erreicht zu haben. Die Schuhe und das nasse Gewand werden im Trockenraum deponiert und wir gehen ins Haus. Viele Bergsteiger haben bei diesem Wetter den Weg nicht genommen hier rauf, und so teilen wir uns das große Haus mit nur wenigen anderen unerschrockenen Wanderern. Unseren Plan, den Hundsod zu ersteigen, haben wir bereits aufgegeben: Es will einfach nicht aufhören zu regnen. Stattdessen nutzen wir den Nachmittag und Abend, um das Ingolstädter Haus genau unter die Lupe zu nehmen.

Es wird Abend am Ingolstädter Haus

Es wird Abend am Ingolstädter Haus

Und ich sage Euch: Das Ingolstädter Haus ist ein Traum, das Essen ist hervorragend, die Zimmer und Lager vom allerfeinsten, und die Sanitäranlagen scheuen keinen Vergleich zu denen im Tal. Wenn Ihr mal in der Gegend seid, schaut Euch das Haus an! Das eigentliche Highlight der Hütte – die Aussicht auf das Steinerne Meer – wurde uns vom Wetter leider verwehrt, dennoch war der Aufstieg im Regen ein absoluter Erfolg. Zudem scheint sich das Wetter zu bessern. Während bei uns oben immer noch dicke Wolken um den Hundstod hängen, sieht man im Tal den Himmel leuchten!

Der Himmel leuchtet

Der Himmel leuchtet

Mit Aussicht auf einen wunderschönen Morgen lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.weiterlesen

auf dem Weg zum Kärlingerhaus

auf dem Weg zum Kärlingerhaus

Vorheriger Beitrag: Almer Wallfahrt Teil 1 – Der Sonne entgegen

Nun war es endlich soweit: Es ging zum Kärlingerhaus, der letzten Raststation der Almer Wallfahrt. Oder besser gesagt dem letzten Bier vor St. Bartholomä. Mit dem Pater und seinem Freund mache ich mich auf den Weg. Durch Grassl Schnaps schon leicht beschwingt geht es am Ufer des Funtensees entlang. Viele Pilger erfrischen sich hier am Kältepol Deutschlands (Kälterekord -45,9°). Wir erfrischen lieber unsere trockenen Kehlen.

Am Haus angekommen herrscht die reine Oktoberfestzeltstimmung. Es wurden Essens- und Getränkezelte aufgebaut und das Hüttenteam und ihre fleißigen Helfer tragen Tracht. Der Pater bekommt gleich wieder eine Maß Bier in die Hand gedrückt. Er trinkt einen Schluck, muss aber auch einen klaren Kopf behalten und so teilen sein Freund und ich die Maß. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden nichts alkoholfreies mehr zu trinken. Beziehungsweise nichts mit Bierinhalt. Bier ist eben das Grundnahrungsmittel der Bayern und da muss man eben als „Zugezogene“ sich angleichen.

am Kärlingerhaus

am Kärlingerhaus

am Kärlingerhaus

am Kärlingerhaus

Der im Talkessel bekannte und beliebte Pater Kajetan geht noch durch die Reihen und unterhält sich mit Freunden und Bekannten währed sein Freund und ich nun Platz genommen haben auf einer der Bierzeltbänke. Seit morgens um 3 kaum gesessen.weiterlesen

Eine Hommage an den Herbst!

 von Ann-Kathrin

Der Winter hat nun endgültig in den Berchtesgadener Bergen einzug gehalten. Die Berge sind schneebedeckt und die Hüttensaison ist auch beendet (Carl-von-Stahl Haus im Jennergebiet GANZJÄHRIG geöffnet). Grund genug diesen wirklich wunderschönen und sonnigen Herbst Revue passieren zu lassen! Wir hatten mit diesem Herbst wirklich ein unheimliches Glück, es war zum Großteil trocken und sehr sonnig, warm – aber auch nicht zu warm. Also genau richtig für ausgedehnte Bergtouren.

 

Eines meiner Highlights war die Tour rund um den Königssee. Da ich in Schönau am Königssee wohne, war auch hierfür der Start vor meiner Haustüre. Frühmorgens ging es dann recht einsam und kühl den Hochbahnweg in Richtung Königsbachalm. Schon jetzt sehe ich wie eine dicke Nebelschicht den Königssee überdeckt und nur die steilen Flanken der Berge herausstechen. Mein heutiges Tagesziel: Mittagessen auf der Gotzenalm und dann weiter über das Landtal zur Wasseralm. Dort möchte ich dann übernachten und am nächsten Tag von dort aus über den Halsköpfl, Grün- und Schwarzensee zum Kärlingerhaus und von dort aus dann den Abstieg über die Saugasse nehmen. Auf der Wasseralm habe ich bis dato noch nie übernachtet und auch bin ich noch nie dort gewesen. Allerdings habe ich schon einiges über diese Unterkunftshütte gehört. Sowohl positives als auch negatives. Eine Übernachtungsmöglichkeit, die polarisiert! Aus Erzählungen wusste ich, dass es nur einen Brunnen als Waschgelegenheit und ein Plumpsklo gibt. Mit beidem habe ich kein Problem, dementsprechend dachte ich wird mir das schon zusagen. Schnellen Schrittes ging es dann an der Königsbachalm über den Fußweg zur Gotzental-Alm. Dort verschnaufe ich kurz und mache eine kleine/s und kurze/s Brotzeit/Frühstück.

auf dem Weg zur Gotzen-Alm

auf dem Weg zur Gotzen-Alm

Weiter gehts! Nun geht die Forststraße, die bei Mountainbikern ein beliebtes Ziel ist, in stetig steigenden Kehren aufwärts. Vorbei am Almgebiet der Seeau gehen noch ein paar steigende Kurven hinauf auf das Gotzen-Alm Plataeu. Die letzte Steigung ist die, die am meisten in die Beine geht, sowohl bei Wanderern als auch bei Mountain-Bikern. Oben angekommen erwartet mich ein wunderschönes Almgebiet mit einer Sicht bis zum Hochkönig und dem exponiert darauf gebauten Matrashaus, die markant geschliffene Watzmann-Ostwand und der Blick in das steinerne Meer, wo ich sehnsüchtig hinschaue, da ich mich bei meiner vorherigen Tour unheimlich in diese Region verliebte. Zeitlich war ich recht gut dabei. Von Schönau-Unterstein zur Gotzen-Alm habe ich vier Stunden gebraucht.

das Gotzen-Alm Plateau

das Gotzen-Alm Plateau

eine Russnhalbe auf der Gotzen-Alm

eine Russnhalbe auf der Gotzen-Alm

Nach einem großen Teller leckerer Schinkennudeln geht es dann vorbei am Weidegebiet der Regenalm ins Landtal (Kühe waren zu dem Zeitpunkt nicht mehr oben, da der Almabtrieb schon statt fand).

Alternativ kann man auch die Gotzen-Alm umgehen, so tat ich es eine Woche danach. Dabei einfach bis zur Priesbergalm gehen (Zugang: Parkplatz Hinterbrand oder Jennerbahn-Mittelstation) und von dort einfach der Beschilderung Seeleinsee folgen. Den erreicht man von dort über den sogenannten Stiergraben stetig steigend über Gesteinsmassen in einer bis eineinhalb Stunden. Dieser idyllisch gelegene See lädt natürlich zu einer Menge Fotografien ein. Von dort aus dann nach rechts auf das „Hochgeschirr“ (1949m). Hierbei steigt man über lose Gesteinsbrocken hinauf. Die Landschaft ist bizarr und ganz besonders lohnt sich der Blick zurück, wenn der Seeleinsee wie ein kleiner Tümpel schon fast aussieht und umrahmt wird von steilen Bergflanken. Gut von dort zu erkennen ist der Aufstiegsweg von der Priesbergalm zum Fagstein und Rotspielscheibe. Dann geht es steil abwärts mit einem wunderbaren Blick ins paradiesisch wirkende Landtal und hinaus ins steinerne Meer. Dort ist dann auch die Weggabelung von der man auch von der Gotzen-Alm hinab kommt.weiterlesen

Im Alleingang durch das Steinerne Meer

 von Ann-Kathrin

Ja, ich bin alleine durch das steinerne Meer. Für den einen ein Dorn im Auge, wenn jemand im Alleingang in diesem Gebiet unterwegs ist, für den anderen auch sehr gut vorstellbar. Klar, bekam ich auch Kritik dafür, aber auch die Schulterklopfer waren diese Tour Wert. Gestartet bin ich über die Kallbrunnalmen zum Ingolstädter Haus um von dort weiter zu gehen über den Eichstätter Weg zum Riemannhaus.

 

Vom Riemannhaus, das optisch einer Mondstation ähnelt, bin ich dann weiter zum Kärlingerhaus. Als Route nutzte ich den Weg über das Salzburger Kreuz, Wunderquelle und schwarze Lacke. Hinunter ins Tal ging es dann vom Kälingerhaus über die Saugasse nach St. Bartholomä. Ein guter Berggeher braucht für diese Tour 2 Tage. Für nicht so ambitionierte Berggeher sollte man dann einen Tag dazu rechnen.

Blick hinunter zum Dießbachstausee mit Seehorn

Blick hinunter zum Dießbachstausee mit Seehorn

weiterlesen

Aufstieg im Dunkeln

Aufstieg im Dunkeln

Vom österreichischen Maria Alm über das Steinerne Meer nach Sankt Bartholomä am Königssee führt die Almer Wallfahrt. Seit die Wallfahrt im Jahre 1688 erstmals urkundlich erwähnt wurde, als 71 Wallfahrer bei einem Bootsunglück ums Leben kamen, gilt die Wallfahrt über das Steinerne Meer als älteste Hochgebirgswallfahrt Europas. Diente die Wallfahrt ursprünglich als Dank der Salzburger Bürger für das Überstehen der Pest im Jahre 1635, sind heute Selbsterfahrung, religiöse Besinnung oder auch sportlicher Ehrgeiz Motivation für die Teilnahme an der Almer Wallfahrt.

Die erste Etappe der Wallfahrt beginnt um 4 Uhr in Maria Alm: Im Dunkeln steigen die Pilger den Weg zum Riemannhaus in der Ramseider Scharte hinauf. Eine Stirnlampe ist Pflicht, denn so ein Aufstieg in der Dunkelheit erfordert sehr viel mehr Aufmerksamkeit als eine Bergtour am helllichten Tag.

Von Maria Alm zum Riemannhaus

Von Maria Alm zum Riemannhaus

Die meisten Wallfahrer erreichen das Riemannhaus bei Tagesanbruch.

Ankunft der Wallfahrer am Riemannhaus

Ankunft der Wallfahrer am Riemannhaus

Die aufgehende Sonne sorgt für eine tolle Stimmung am spektakulär zwischen Sommerstein und Breithorn eingebetteten Riemannhaus.

Das Riemannhaus, dahinter der Sommerstein

Das Riemannhaus, dahinter der Sommerstein

Bustransfer vom Königssee: Speziell für die Bayerischen Wallfahrer gibt es einen Bustransfer: Um 3Uhr fahren am Parkplatz Königssee Busse nach Maria Alm, um die Teilnehmer zum Ausgangspunkt zu bringen. Eine Anmeldung ist für den Transfer nicht nötig, es fahren so viele Busse wie eben erforderlich.

 

Am Haus warten bereits weitere Gläubige, die bereits am Vortag aufgestiegen sind und die Nacht in der Berghütte verbracht haben. Auch die Musikkapelle Maria Alm, die die Almer Wallfahrt begleitet, stiegt traditionell schon am Nachmittag des Vortages zum Riemannhaus auf. Je nach Wetter versammeln sich so bis zu 2000 Gläubige vor dem Riemannhaus.

Wallfahrer vor dem Riemannhaus

Wallfahrer vor dem Riemannhaus

Gemeinsam feiert man dann oberhalb des Hauses eine Morgenandacht.

Morgenmesse der Almer Wallfahrer oberhalb des Riemannhaus

Morgenmesse der Almer Wallfahrer oberhalb des Riemannhaus

Auch wenn viele Teilnehmer aus sportlichen Motiven an der Wallfahrt teilnehmen, macht die Gemeinschaft und das gemeinsame Beten den anstrengenden Marsch zu weit mehr als einer gewöhnlichen Bergtour.weiterlesen

Funtensee Wanderung

 von Sepp
Der Funtensee

Der Funtensee

Am Sonntag haben wir einen der absoluten Bergtouren Klassiker in den Berchtesgadener Alpen gemacht: Vom Königssee sind wir über die Saugasse zum Funtensee aufgestiegen. Ein Schiff der Königssee-Flotte bringt uns nach Sankt Bartholomä, wo die eigentliche Bergtour beginnt. Am Ufer des Sees folgen wir dem Wanderweg, überqueren den trockenen Eisbach und erreichen den Weg zum Funtensee. Am steilen Westufer des Königsees führt der Weg zum Schrainbach-Wasserfall, und danach teilweise sehr steil in Serpentinen in den Kessel des Schrainbachs. Oberhalb der Klamm geht es flach weiter bis zur Schrainbach-Holzstube. Über die ehemalige Unterlahneralm erreichen wir den Einstieg zur berüchtigten Saugasse: In mehr als 30 Kehren überwindet der Steig hier eine steile, auf beiden Seiten von senkrecht aufragenden Felswänden begrenzte Rinne. 350 Höhenmeter gilt es in der Saugasse zu überwinden. Danach ist man aber noch lange nicht am Ziel. Bis zum Funtensee und dem Kärlingerhaus ist es noch ein ganzes Stück. Nach etwa 4 bis 5 Stunden Gehzeit ist man schließlich am Funtensee angelangt und freut sich auf ein kühles Getränk und eine Brotzeit auf der Terrasse des Kärlingerhauses oberhalb des Sees.

Der Funtensee ist zwar bekannt als der Ort, an dem die tiefste jemals in Deutschland gemessene Temperatur erreicht wurde, nämlich -45,9° Celsius an Weihnachten 2001, aber diese Temperaturextreme beruhen auf der Topographie des Sees. Er liegt nämlich im Boden eines Kessels, der von der tiefstehenden Wintersonne nur selten erreicht wird.

Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Der Funtensee und das Kärlingerhaus

In den Sommermonaten ist der Funtensee ein sehr angenehmer Ort. Zum Baden ist er jetzt im Juni zwar noch sehr frisch – ich hab`s ausprobiert – aber ansonsten herrschen hier oben ganz normale Temperaturen.

Vom Funtensee solltet Ihr unbedingt den Feldkogel besteigen. Dieser kleine Berg ist der am leichtesten vom Kärlingerhaus zu erreichende Gipfel und bietet einen fantastischen Ausblick. Dazu geht Ihr vom Kärlingerhaus einfach am Funtensee entlang bis kurz hinter der sogenannten Teufelsmühle der beschilderte Weg zum Feldkogel abzweigt. weiterlesen

Hoagascht am Funtensee

 von Sepp

ServusTV dreht am Funtenssee

Minus 45,9° Ceslisus zeigt die Messstation am Funtensee an Weihnachten 2011. Das ist die tiefste jemals in Deutschland gemessene Temperatur! Jörg Kachelmann stellte die Messanlage im Nationalpark Berchtesgaden auf, weil er aufgrund der besonderen topographischen Einbettung des Funtensees in das Becken der ihn umgebenden Berge hier die Möglichkeit sah, auf Kälterekord-Jagd zu gehen. Seine Vermutung bestätigte sich: Seit Weihnachten 2001 ist der kleine Bergsee oberhalb des Königssees als Deutschlands Kältepol bekannt.

Der Funtensee im Steinernen Meer

Der Funtensee im Steinernen Meer

Dabei ist es am See die meiste Zeit des Jahres auch nicht kälter als anderswo auf 1.600 Metern über dem Meeresspiegel, im Sommer nutzen viele Bergsteiger den Funtensee sogar als Badesee. Doch der Mythos des Sees ist seitdem natürlich gewachsen, bei vielen Wanderern und Bergsteigern, die das Berchtesgadener Land besuchen, steht der Funtensee und auch das 20 Meter höher gelegene Kärlingerhaus ganz oben auf der Agenda.weiterlesen

Kinderwanderung zum Funtensee

 von Sepp

Ferienwanderung im Nationalpark Berchtesgaden

23 Kinder zwischen zehn und 14 Jahren wanderten zu Beginn der bayerischen Sommerferien zum Funtensee im Nationalpark Berchtesgaden. Nationalpark-Ranger Klaus Melde (l.) und Klemens Mayer vom Amt für Kinder, Jugend und Familien des Landratsamtes Berchtesgadener Land (7.v.l.) begleiteten die Gruppe mit ihrem Betreuerteam drei Tage lang bei ihren Unternehmungen.

Kinderwanderung zum Funtensee

Kinderwanderung zum Funtensee

Kinderwanderung mit zwei Übernachtungen

Nach einer Übernachtung auf der Wimbachgrieshütte stieg die Gruppe zum Funtensee auf, wo sie eine zweite Nacht im Kärlingerhaus verbrachte. Mit dem Abstieg über die Saugasse zum Königssee endete die diesjährige Ferienwanderung, die auch im kommenden Jahr zum Ferienbeginn wieder angeboten wird.

 

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden