Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Schärtenspitze
Die beiden Gipfelziele der letzten Tage: Schärtenspitze links und Hochkalter in Wolken

Die beiden Gipfelziele der letzten Tage: Während sich die Schärtenspitze links forsch in den Vordergrund rückt, versteckt sich der Hochkaltergipfel in den Wolken über dem Blaueisgletscher.

Zwei Tage im Reich der Blaueishütte

Mitte der Woche zeigte sich der Sommer im Berchtesgadener Land von seiner besten Seite. Am Dienstag haben sich Christian und ich den Nachmittag frei genommen, um gemeinsam mit seinem Cousin die Schärtenspitze, den Hausberg der Blaueishütte, zu überschreiten. Am Folgetag bin ich dann alleine in das felsige Reich der Blaueishütte zurückgekehrt und hab die Hochkalterüberschreitung in Angriff genommen. Während die Schärtenspitz-Überschreitung von allen trittsicheren Bergsteigern, die mit guter Kondition und einem Mindestmaß an Schwindelfreiheit ausgestattet sind, als Tagestour durchzuführen ist, sind die Anforderungen an den Hochkalter-Überschreitenden eine Stufe höher anzusiedeln (dazu mehr in Teil 2).

Die Überschreitung der Schärtenspitze

Die Schärtenspitze (2153m) ist ein beliebter Gipfel oberhalb der Blaueishütte. Nicht zu einfach, aber auch nicht zu schwierig zu erreichen, bietet sie ein tolles Bergerlebnis in Angesicht des Hochkalters. Scheint sie mit ihren steilen Wänden aus der Talperspektive zunächst für den Normalbergsteiger unerreichbar, muss sie sich doch zwei Schwachstellen eingestehen, die jeweils mit Steigen erschlossen sind und eine abwechslungsreiche Überschreitung ergeben. Ausgangs- und Endpunkt der Unternehmung ist der Wander-Parkplatz an der Pfeifenmacherbrücke in Ramsau.weiterlesen

Bergtour auf die Schärtenspitze

 von Sepp
Morgens auf der Schärtenalm

Morgens auf der Schärtenalm

Am Sonntag nutzten wir das schöne Wetter zu einer Bergtour auf die Schärtenspitze. Der aussichtsreiche Berg oberhalb der Blaueishütte ist der wohl meistbestiegene Gipfel im gesamten Hochkaltermassiv. Und das zu Recht: Nicht nur die Aussicht ist verlockend, schon der Aufstieg von der Hütte zum Gipfel ist mit seinen steilen, teilweise versicherten Passagen durch die Felswände sehr spektakulär.

Wir starten um 9 Uhr am Parkplatz am Hintersee. Trotz schönstem Wetter ist es auf den ersten Meter recht kühl, es ist halt schon Herbst. Zum Gehen sind die Verhältnisse aber ideal und so erreichen wir recht bald die Schärtenalm.

Bis zur Materialseilbahn der Blaueishütte führt die Wanderung auf einem breiten, teilweise aber steilen Forstweg. Ab hier führt dann ein schmaler Bergsteig an steilen Felswänden entlang zur Blaueishütte.

An der Blaueishütte

An der Blaueishütte

Kurz unterhalb der Blaueishütte kommt uns eine Gruppe Bergsteiger entgegen, ihrem lauten Gejohle war zu entnehmen, dass Sie bereits am Freitag zur Hütte aufgestiegen sind, am Samstag dann den Hochkalter bestiegen haben, und nach einer weiteren Nacht auf der Hütte erst am Sonntag wieder ins Tal zurückkehrten. So lange wollen wir nicht unterwegs sein. Wir machen kurz Brotzeit an der Hütte, kaufen einen Kaffee und weiter geht`s.

Die tiefstehende Herbstsonne dringt noch nicht ganz bis zur Blaueishütte vor, und auch der hintere Teil des Blaueiskars liegt noch im Schatten. Vielleicht ganz gut für den Gletscher, der mittlerweile nur noch ein kleines Schneefeld ist.weiterlesen

Schärtenspitze über Eisbodenscharte

 von Sepp
Hochalm Diensthütte

Hochalm Diensthütte

Neben dem klassischen Weg zur Schärtenspitze über Blaueishütte, kann man den eindrucksvollen Gipfel auch von der anderen Seite erreichen. Nämlich über Hochalm und die Eisbodenscharte. Ich starte meine Tour an der Pfeiffenmacherbrücke in Ramsau. Über die Forststraße, die im Winter als Rodelbahn fungiert, führt der Weg bis zur Eckaualm. Hier mündet der breite Weg in einen schmaleren Pfad, der in Serpentinen durch den Wald weiter nach oben führt. Kurz nach der Hochalm Diensthütte zweigt sich der Weg: Nach links zur Hochalmscharte, über die man ins Wimbachgries absteigen kann und nach rechts zur Eisbodenscharte. Schön langsam verlasse ich das Dickicht aus Latschen und Sträuchern, die Hochalm präsentiert sich jetzt als dunkelgrüne Bergwiese, die einen tollen Kontrast zu den steilen Felswänden von Schärtenspitze und Eisberg bildet, die im Westen senkrecht aufragen.

Hochalm Ramsau

Hochalm Ramsau

Nach kurzer Rast in der Sonne gehe ich den Weg weiter, der mich jetzt näher an die Felsen heranführt. Die eben noch liebliche Landschaft der Hochalm ist jetzt ganz schroff: Über Felsbrocken führt der mit Punkten markierte Weg an den letzten Schneefeldern vorbei bis ganz an die Felswand.

Letzte Schneefelder

Letzte Schneefelder

Nach einer kleinen Sandreißen stehe ich schließlich unterhalb der Eisbodenscharte. Ich verstaue meine Teleskopstöcke im Rucksack und klettere durch die mit Stahlseilen versicherte Rinne nach oben.weiterlesen