Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Schindeln

Neues Schindeldach für das Mesnerhaus Ramsau

 von Sepp
Neues Schindeldach für das Mesnerhaus Ramsau

Neues Schindeldach für das Mesnerhaus Ramsau

Das Ensemble aus Pfarrkirche St. Sebastian und Mesnerhaus ist das bekannteste und meistfotografierte Motiv des Bergsteigerdorfes Ramsau. Charakteristisch für beide Gebäude ist die Dacheindeckung mit Holzschindeln. Bei Kirchen ist ein Schindeldach noch weiter verbreitet, auf Wohnhäusern findet man sie heutzutage kaum noch (Ganz im Gegensatz zu den Almen im Berchtesgadener Land, deren Dächer fast alle noch mit Holzschindeln gedeckt sind).

Das Mesnerhaus Ramsau bildet hier eine freudige Ausnahme. Nachdem der Zahn der Zeit am alten Schindeldach des Hauses arg genagt hat, stand sie Kirchenverwaltung vor der Entscheidung für eine neues Dach. Wieder Holzschindeln oder doch ein langlebigeres Kupferdach? Man entscheidet sich schließlich für das traditionelle Holzschindeldach!weiterlesen

Neue Schindeln braucht das Dach

 von Sepp
Kaser auf der Bindalm mit teilweise erneuertem Schindeldach

Kaser auf der Bindalm mit teilweise erneuertem Schindeldach

Früher waren sie fester Bestandteil der Bauernöfe und Häuser, heute sieht man sie im Tal nur noch sehr vereinzelt: Schindeln auf dem Dach. Auf den Almen hingegen ist das Schindeldach immer noch die häufigste Form der Dacheindeckung.  Wir haben den das milde Wetter genutzt, und begonnen, das Legschindelach unseres Kasers auf der Bindalm umzudecken und kaputte Schindeln auszutauschen.

Das Holz für die Schindeln muss genau ausgesucht werden: es muss gerade und feinwüchsig sein, sowie unbedingt astfrei, worauf es auf 70 Zentimeter abgelängt, gespalten und mit einem breiten Messer, das auf beiden Seiten einen Griff hat, nachbearbeitet wird. Durch das Spalten wird der natürliche Faserverlauf des Holzes nicht zerstört, was die gespaltene Schindel haltbarer macht als ein gesägtes Exemplar. Für die Legschindeln kommen bei uns Schindeln aus Fichte zum Einsatz. Die Schindeln werden überlappend verlegt, das bedeutet, lediglich etwa ein Drittel der einzelnen Schindel ist der Witterung ausgesetzt. Das Legschindeldach muss etwa alle fünf Jahre umgedeckt werden, wobei eine noch nicht der Witterung ausgesetzte Seite der Schindel nach oben kommt.

Umdecken des Schindeldachs

Umdecken des Schindeldachs

So können die Schindeln zumindest theoretisch viermal verwendet werden. In der Praxis sind einige der Schindeln durch die Witterungseinflüsse aber nicht mehr zu gebrauchen und werden durch neue Exemplare ersetzt.weiterlesen

Die Provianthütte des Watzmannhauses

 von Sepp

Historische Provianthütte des Watzmannhauses renoviert

In einer Gemeinschaftsaktion haben Mitglieder der Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins (DAV), der Bergwacht Ramsau, des Bergführervereins Berchtesgaden, die Sennleute der Mitterkaseralm sowie Mitarbeiter des Nationalparks Berchtesgaden die ehemalige Provianthütte des Watzmannhauses renoviert.

Die frisch renovierte Provianthütte am Watzmann

Die frisch renovierte Provianthütte am Watzmann

Die kleine Hütte in der Nähe der Mitterkaseralm war nach dem Bau der Materialseilbahn überflüssig geworden und in einem schlechten baulichen Zustand.

 

Nationalpark und Alpenverein Hand in Hand

„Wir wollten dieses historische Gebäude unbedingt erhalten, es sollte keinesfalls abgerissen werden“, betonen Nationalpark-Revierleiter Hans Neubauer und Beppo Maltan, Vorsitzender der DAV-Sektion Berchtesgaden, unisono. Drei Tage lang haben zwölf Personen tatkräftig entrümpelt, den gemauerten Steinbau ausgebessert, einen neuen Dachstuhl errichtet und das Dach mit Lärchenschindeln eingedeckt.

Ein neuer Dachstuhl für den ehemaligen Mulistall

Ein neuer Dachstuhl für den ehemaligen Mulistall

„Bei der Renovierung haben wir darauf geachtet, alte Baumaterialien möglichst wieder zu verwenden“, erläutert Beppo Maltan. „So konnten wir zum Beispiel auch die historischen Beschläge des Eingangstores erhalten.“ Vor dem Bau der Materialseilbahn zum Watzmannhaus im Jahre 1961 diente die nur 4,5 mal 3,5 Meter kleine Provianthütte als Zwischenlager. Hier wurden Materialien und Verpflegung für das Watzmannhaus auf Tragtiere verladen und weiter transportiert. Für die Renovierungsarbeiten stellten zwei Schönauer Handwerksbetriebe kostenfrei Material, Maschinen und Verköstigung zur Verfügung.

 

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden