Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Schneeschuhtour

Dem Himmel ganz nah: Im Watzmannkar

 von Sarah

Mit viel Genuss aber auch einer Portion Wehmut betrachtete ich in den vergangenen Wochen traumhafte Bilder aus dem Watzmannkar. Im letzten Jahr war ich das erste Mal dort gewesen – natürlich in der sommerlichen Jahreszeit. Erlaufen hatte ich dabei das dritte Watzmannkind. Solcher Trailrun hinterließ eine strake Wirkung auf mich, war das Terrain doch recht steil, anspruchsvoll und nicht für jedermann geeignet.

Steiles Terrain im Watzmannkar

Da ich im Winter oftmals einen Gang aufgrund der Schneelage zurückschalte(n) (muss) erfreute ich mich dennoch an den Bildern, die sich mir aus dem verwegenen Kar präsentierten. Ließen meine Ski-Fertigkeiten noch keine allzu schwierige Abfahrt zu. (Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich in dieser Saison erst mit dem Skifahren begonnen habe).

Das Gelände erfordert Abfahrtskönnen

Nachdem ich jedoch, zum gefühlt hundertsten Mal, zeitschriftentaugliche Bilder von der Jungfrau sah, ereilte mich ein Blitzgedanke: Wenn zwar nicht mit Skiern könnte ich wohl mit Schneeschuhen ins Kar, und letztlich zur Skischarte laufen! Gepackt von solchem Impuls lieh ich mir am darauffolgenden Tag Schneeschuhe aus und machte mich auf den Weg zum Hammerstieler Parkplatz, um von dort aus meine Tour zu starten.

Die Watzmann-Jungfrau: Auch mit Schneeschuhen zu erreichen

Bereits um kurz vor neun Uhr füllte sich der Parkplatz allmählich mit SkitourengeherInnen. Interessiert beobachtete ich das Geschehen während ich mich selbst für mein kleines Abendteuer wappnete. Da mein Laufrucksack aufgrund der Wärmebekleidung kein Platz mehr zuließ, klemmte ich mir die Schneeschuhe kurzerhand zwischen Rucksack und Rücken. In der rechten Hand die Laufstöcke und los konnte es gehen. Ich lief zunächst, vorbei an den SkitourengeherInnen,  in Richtung Schapbachalm. Durch zahlreiche TourengeherInnen der letzten Wochen war der Weg bis dorthin festgetreten und für mich gut laufbar. Lediglich zu rutschen begann ich einige Male, wenn mich eisige Stellen ereilten.weiterlesen

Wintertour auf den Zwiesel 1782m

 von Ann-Kathrin
Meine Freundin und ich am Zenokopf © Ann-Kathrin Helbig

Meine Freundin und ich am Zenokopf © Ann-Kathrin Helbig

Lange war es ruhig um mich gewesen, es gab wenig zu lesen von mir. Aber gewiss heißt das nicht, dass ich nicht unterwegs war. Im Gegenteil, ich war mehr denn je unterwegs und habe meinen Horizoint außerhalb der Berchtesgadener Alpen erweitert. Wer gerne meinen Touren folgen möchte, kann dies via Facebook oder Instagram machen. Dort findet ihr mich auch und halte diese Profile recht aktuell.

So, wieder genug von mir zurück zu einem tollen Winterberg. Zum Zwiesel bin ich fast immer nur im Sommer gestartet. Meist als Überschreitung mit dem Gamsknogel ab dem Jochberg Parkplatz/Schneitzelreuth. Einmal bin ich mit einem guten Freund diese Überschreitung im Frühwinter gegangen, zum Teil mussten die seilgesicherten Stellen und Eisentritte vom Schnee befreit werden. Im letzten November war ich auch am Zwiesel, allerdings war der Schnee noch so gering, dass „snowlines“ (Grödel) ausreichten. Dieses Mal wird es ganz anders sein.

Zwiesel © Ann-Kathrin Helbig

Zwiesel © Ann-Kathrin Helbig

Meine Freundin ist schon am Vortag bei der Zwieselalm gewesen, ab dort sei Ende im Gelände. Tiefschnee, der einfach noch nicht angespurt ist. Ein weiter gehen ohne Tourenski oder Schneeschuhe – unmöglich. Letzteres besitze ich in doppelter Ausführung. Das Auto stellen wir beim Listwirt in Bad Reichenhall ab. Dort geht es stetig bergan über eine Fortstraße bis man auf den Mulisteig trifft. Ab hier hat immer wieder gut gehbare Altschneefelder. Die Sonne lugt immer wieder zwischen den Bäumen hindruch. Uns wird sofort warm, der Duft der Luft verändert sich. Es fühlt sich schon fast frühlingshaft an. Schnellen Schrittes erreichen wir die Zwieselaln. Hier wird kurz gerastet und die Schneeschuhe angschnallt. Weitere Wanderer sitzen schon bei der Alm in der Sonne. Doch keiner hat bisher angespurt, also müssen wir zwei das unternehmen. Kaum im Wald unterwegs, schauen wir recht verwirrt. Wo sind die Markierungen? Geht man auch im Winter wie im Sommer? Fragen über Fragen, aber eines ist fix: Man sollte die Tiefwintertour zum Zwiesel nicht alleine als Ortkunkundiger angehen, sonst findet man sich schnell beim nächsten Abhang wieder. Das stapfen, spuren und queren wird immer anstrengender. Eine Auftsiegshilfe an den Schneeschuhen hilft uns ein wenig. Nicht lange im Bergwald und immer steileren Hängen fragen wir uns ob wir noch richtig sind. Alles ist so anders als zu den anderen Jahreszeiten. Von der Weiten sehen und hören wir andere Wanderer. Wir warten auf Sie und tuen uns zusammen.weiterlesen

Scheibstein Gipfel © Ann-Kathrin Helbig

Scheibstein Gipfel © Ann-Kathrin Helbig

In den Sommermonaten ist der Schneibstein einer der beliebtesten und am einfachsten zu besteigenden Berge in den Berchtesgadener Alpen. In den Wintermonaten sehr beliebt bei Skitourengehern und in der Zwischenzeit steht er im Bann der Schneeschuhwanderer. Wer bei Schneeschuhwandern an gemütliches umher gestapfe im Schnee denkt, der wird hier das Gegenteil erfahren. Für die nun beschriebene Schneeschuhtour benötigt es eine gute Kondition, Erfahrung im Tiefschnee und ganz viel Freude am Gehen.

Am Besten man nimmt sich für die Tour 2 Tage Zeit. Das Auto kann Großparkplatz Königssee abgestellt werden oder man fährt bis zur Endstation der Buslinie 841 „Königssee“. Je nach Konditon kann es auch vom Parkplatz Hinterbrand losgehen (1.100m). Als Ausrüstung empfiehlt sich ein Rucksack an dem man die Schneeschuhe fest machen kann, zudem gehört auch bei Schneeschuhtouren im alpinen Gelände eine Lawinenausrüstung mit LVS-Gerät, Schaufel und Sonde. Mittlerweile habe ich die Erfahrung gemacht, dass Skistöcke mit einer fixen Länge besser bei solchen Touren sind als zusammenklappbare Trekkingstöcke.

Komplett ausgestattet folgt man nun ab der Talstation der Jennerbahn der Beschilderung Stahlhaus/Schneibsteinhaus. Je nach Schneelage kann die Tour bis zu 4 Stunden dauern. Der Weg verläuft entlang einer breiten Forststraße wodurch man sich in recht sicherem Gelände bewegt. Gerade im Frühjahr und Frühwinter muss man oft auch die Schneeschuhe bis Königsbachalm noch am Rucksack lassen. Dann wenn der Tiefschnee kommt, ist oft nur eine schmale Spur vorhanden. Fast alle guten Schneeschuhe haben eine Aufstiegshilfe, die man bei Steigung einstellen sollte. So kommt man bequemer und schneller bergauf. Definitv ist die Schneeschuhtour bis zum Stahlhaus ein Klassiker. Der Aufstieg dauert nicht zu lange und die Landschaft ist einzigartig schön! Auch der Gedanke an einen hausgemachten Kaiserschmarrn motiviert unheimlich immer wieder dorthin aufzusteigen. Auf Höhe des Schneibsteinhauses überwindet man dann noch den letzten Aufschwung. Und schon öffnet sich der Blick zum Schneibstein und der Alpenvereinshütte.

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Matratzenlager © Peter Pruckner

Matratzenlager © Peter Pruckner

Das Stahlhaus ist die einzige Berghütte in den Berchtesgadener Bergen, in der man das ganze Jahr einkehren und übernachten kann. Die Berghütte wird jetzt schon seit vielen Jahren von Peter Pruckner geführt, dessen Kaiserschmarrn vor einigen Jahren als einer der besten ausgezeichnet wurde. Auch mit Knödelgröstel, Braten und Suppen kann man sich hier stärken. Da ab hier nun der anstrengste Teil der Tour startet, empfiehlt sich eine Übernachtung im Stahlhaus. Gerade in den Wintermonaten gibt es noch Plätze in den Zimmern und Lagern. Bitte vorher auf dem Carl von Stahlhaus anrufen +49-8652-6559922.weiterlesen

Der Grünstein. Logenplatz im Angesicht des Watzmanns.

Rundtour über den Grünstein (1306m)

Besuch aus der Heimat. Ein freier Tag. Eine Menge Neuschnee auf den hohen Berchtesgadener Bergen während tiefere Ziele oft schon wieder mit normalen Bergschuhen zugänglich sind. Und der Wunsch nach einer schönen, nicht allzu langen aber abwechslungsreichen Wanderung.

Die Umstände schienen wie gemacht für eine Wanderung auf den Grünstein! Der „Wächter über der Schönau“ eignet sich nämlich bestens um Berchtesgaden-Neulingen einen ersten Eindruck von der Berchtesgadener Bergwelt zu verschaffen und gleichzeitig ein relativ schnelles und einfaches Gipfelerlebnis zu bescheren.

Umso praktischer wenn Dieses seinen Anfang direkt von der Haustür aus nimmt. Dieser Vorteil bietet sich allen, die ihr Basislager in der Schönau haben…weiterlesen