St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Schneibstein
Waldi

Im Frühjahr ist bei uns das Hagengebirge für Skitouren ideal. Von Hinterbrand weg geht man schon über tausend Meter weg, deswegen muß mann dann auch nicht lange die Ski tragen.

Wir wanderten über den Jenner ,Stahlhaus zum Schneibstein. Nach knapp 3 Stunden hatten wir unser erstes Ziel erreicht. Die Sonne schien, aber der Wind pfiff eiskalt, so daß wir nur kurz  Pause machten und dann in die Schlumm abfuhren. Es war herrlicher Firn und solche Schneeverwehungen, dass man meinte, man ist im Gletschergebiet, ganz toll.weiterlesen »

Bike & Hike & Boat-Tour im Hagengebirge (Teil 1)

 von Jannis
Bike-Basislager Gotzenalm. Die Watzmann-Ostwand versteckt sich noch in Wolken.

Bike-Basislager Gotzenalm. Die Watzmann-Ostwand versteckt sich noch in Wolken.

Zwei Tage im Hagengebirge

Eine zweitägige Schönwetterperiode im bisher eher wechselhaften Sommer…das musste genutzt werden! Nur wie? Bei den zahlreichen Touren-Möglichkeiten, die das Berchtesgadener Land bietet, fällt es manchmal echt schwer, sich zu entscheiden…Notfalls hilft auch unser Touren-Finder bei der Suche nach der optimalen Tour! Letztendlich fiel die Münze dann auf das Hagengebirge. Eifrig ging es an die Tourenplanung, bei der am Ende eine etwas unkonventionelle Bike & Hike & Boat – Tour mit der Gotzenalm als Base-Camp herauskommen würde.

Am ersten Tag fuhr ich mit dem Radl zur Gotzenalm hinauf. Im Anschluss führte es mich über das Gipfeltrio Kahlersberg, Windschartenkopf und Schneibstein zum Carl-v.-Stahl-Haus. Von dort ging es dann abends noch wieder zurück nach Schönau.

Der zweite Tag der Hagengebirge-Expedition startete mit der Bootsfahrt über den Königssee zur Saletalm. Über die Stationen Obersee, Röthsteig und Wasseralm erreichte ich wieder die Gotzenalm, wo mein Fahrrad übernachtet hatte und bereits auf mich wartete. Den Abschluss des zweitägigen alpinen Triathlons bildete dann die Abfahrt von der Gotzenalm nach Schönau.

Alle genannten Orte und Gipfel bieten auch als separate Unternehmungen außerordentlich reizvolle Tourenziele.

Bike-Auffahrt zur Gotzenalm

Die Tour zur Gotzenalm (1685m) wird oft als Königstour unter den Mountainbiketouren im Berchtesgadener Land bezeichnet. Dieser Ruf kommt nicht von ungefähr: Wunderschön, weit und steil ist die Auffahrt zu einer der schönsten Hochalmen im Berchtesgadener Land.

Um halb 6 starte ich meine Hagengebirge-Expedition von der Haustür weg und fahre über den kürzlich zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürten Königsseer Weg in Richtung Königssee. Kurz vor Erreichen des Sees biege ich zur Talstation der Jennerbahn ab. Etwas oberhalb zweigt dann die sogenannte Hochbahn ab. Diese zieht gnadenlos steil, an kurzen Stellen zu steil für mein „Möchtegern-Mountainbike“, in Richtung Königsbachalm hinauf. Zwischendurch öffnen sich erste Tiefblicke auf den Königssee.

Erster Tiefblick von der Hochbahn auf den Königssee

Erster, frühmorgendlicher Tiefblick von der Hochbahn auf den Königssee.

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Christian Thiel
Als wir näher kommen, geht das Jungtier auf Sicherheitsabstand

Das Steinbockkitz beobachtet uns interessiert aus ein paar Metern Sicherheitsabstand

Wunderschöne Tagestour mit zwei Highlights: Auf der Kleinen Reibn unterhalb des Windschartenkopfes stand ein kleines Steinbockkitz direkt vor uns auf dem Weg. Später gabs noch eine richtige Erfrischung im 13°C kalten Seeleinsee.

Erfrischende Abkühlung - Aber lange hält man es nicht aus im 13°C kalten Wasser

Erfrischende Abkühlung – Aber lange hält man es nicht aus im 13°C kalten Wasser

Am Samstag, den 30.7.2016 waren wir zu viert auf der Kleinen Reibn („Gloa Reib“, „Kloa Reib“) unterwegs. Wir starteten unsere Tour am Parkplatz Hinterbrand. Nach dem kurzen Weg zur Mittelstation, geht es links entlang der Skipiste hinauf in Richtung Jenner. Nach der Bergstation vom Krautkaserlift geht es über den Ziehweg weiter zur Mitterkaseralm und von dort aus weiter zum Grat unterhalb des Jenner. Nach kurzer Überlegung entschließen wir uns den Jenner nicht mitzunehmen und gehen links weiter in Richtung Stahlhaus. Das Stahlhaus lassen wir links liegen und haben unser erstes Etappenziel, den Schneibstein bereits im Blick. Der Gipfel scheint nah zu sein, trotzdem zieht sich der Aufstieg noch ganz schön und wir sind froh als wir nach ca. drei Stunden endlich angekommen sind und Brotzeit machen können.weiterlesen »

Ann-Katrin

30 Kilometer pures Glück!

 von Ann-Kathrin
Am Gipfelkreuz des Schneibsteins

Am Gipfelkreuz des Schneibsteins © Ann-Kathrin Helbig

Die kleine Reib’n ist allseits bekannt und wohl eine der am häufigsten begangenen Bergtouren hier im Berchtesgadener Land. Ausgeschrieben wird diese als Tagestour von rund 6 Stunden. Für diese Bergtour braucht man klare Sicht, denn das Highlight ist die wunderschöne Aussicht und das Tiererlebnis im Hagengebirge.

Ich will früh aufstehen um möglichst den Wandermassen am Jenner zu entgehen. Doch heute komme ich schwer aus dem Bett und habe ausgeschlafen. Mist! Dann muss ich eben später einen Zahn zulegen um schnell in einsamere Gefilde am Berg zu gelangen. Das Wetter schaut so lala aus. Komisch, Badewetter war angesagt. Also schnell geduscht (muss ich, da ich ein kleiner Stinkbock bin und die morgendliche Dusche ist vor einer Bergtour Schadensbegrenzung :-P), Rucksack gepackt und los auf mein kleines Rollerlein. Seit April 2016 besitze ich einen Roller mit 2-Taktmotor. Er bringt mich immer sicher von A nach B. Nur mit Steigungen hat er so seine Probleme. So kann ich nicht den direkten Weg nach Hinterbrand hinauffahren, sondern muss über die Oberau fahren. Das zieht sich, aber das Roller fahren macht Spaß und die Vorfreude auf die heutige Tagestour steigt.

Beim Wanderparkplatz Hinterbrand angelangt ist schon einiges los. Ich suche mir eine kleine Lücke, wo mein Rollerlein nicht viel Platz einnimmt – und los geht’s.

Der Jenner ist – da sehr gut erschlossen – ein Wanderberg. Gerade am Wochenende an Schönwettertagen ist hier einiges los. Dem einen gefällt’s, mir eher nicht so. Ich brauche Ruhe und Abgeschiedenheit. Also muss ich gleich zu Beginn rausholen was die Kondition hergibt. Mein Aufstieg zum Carl-von-Stahl Haus wird zum Trailrun. Natürlich erregt man damit bei den übrigen Wanderern Aufmerksamkeit, aber das ist mir Wurscht! Nach nicht mal einer Stunde bin ich am Carl-von-Stahl Haus angelangt und genehmige mir ein Spezi. Der Zucker tut mir gut. Oben geht ein leichter Wind und es ist angenehm kühl. Die Hüttenangestellte Claudia fröstelt es sogar schon fast, während ich im nassgeschwitzten Top dastehe. Das Spezi hab ich schnell getrunken und weiter geht’s!

Mein nächstes Ziel: der Schneibstein.

Hier kann ich im Aufstieg das Tempo wieder runterfahren. Wider erwarten ist heute der Aufstieg gering frequentiert. Muss wohl auch am Wetter liegen. Nach Badewetter sieht es nicht aus. Es ist kühl, stark windig und bewölkt. Hoffentlich wird es nicht regnen oder gewittern, schießt es mir durch den Kopf. Nach einer gemütlichen knappen Stunde habe ich das Gipfelplateau erreicht. „Voi schee!“, würde der Eingeborene sagen und wie ich als Zugroaste sagen würde: „So schee, konnschd ned sache dass es ned schee is!“

Blick ins Hagengebirge

Blick ins Hagengebirge © Ann-Kathrin Helbig

Am Plateau setze ich mich erst einmal auf den Boden und esse meinen Mandelbogen von der Bäckerei Neumeier. Hier oben schmeckt diese noch drei Mal besser! weiterlesen »

Michael

Kleine Reibn als Trailrun

 von Michael
Aufstieg zum Schneibstein

Aufstieg zum Schneibstein

Dieser Sommer startet nicht sehr freundlich. Seit Wochen regnet es, und wenn die Sonne heraus kommt, ist es gleich schwül und schnell gewittrig. Also muss man jede kleine Gelegenheit nutzen. So geschehen am vergangenen Samstag. Nach den letzten Regenschauern in der Nacht am Morgen strahlendes Wetter.  Fast erschreckend schön! Wir hatten aber schon vom Wetterbericht erfahren, dass an diesem Tag eineige Stunden Sonne »drin sind« und die Kleine Reibn (die gar nicht so klein ist!) als Trailrunning-Event geplant. Dass man in diesem Gelände nur teilweise laufen kann, wissen wir ja, aber in leichter Laufausrüstung mit Mini-Rucksackerl flott dahin zu wandern und über Steine zu springen, ist ja auch spaßig.

Und so gelingt uns bei anfänglich traumhaftem, später wechselhaftem Wetter eine tolle Tour über die Berchtesgadener Berge, bei der wir, dem Charakter des Geländes folgend, zwar nicht durchgehend gelaufen, sondern teilweise auch einfach flott (und vorsichtig!) gegangen sind, aber dadurch doch viel schneller (und vor allem letztlich trocken!) am Auto waren als dies bei einer reinen Wandertour möglich gewesen wäre.

Sportlich unterm Windschartenkopf

Sportlich unterm Windschartenkopf

Diese Lauftour ist auch in unserem Buch »Landschaftsläufe und Trailruns im Berchtesgadener Land« enthalten.

Schönes Laufgelände ab den herrlichen Priesbergalmen

Schönes Laufgelände ab den herrlichen Priesbergalmen

Einen ausführlicheren Bericht gibt es auf unserem Blog: www.prittwitz.info/blog/wordpress/kleine-reibn-als-trailrun/

Waldi
In der Bockskehl

In der Bockskehl

Nach dem letzten Schneefall entschloßen wir uns, auf den Schneibstein zu gehen, da der Berg so schön weiß ausschaute. Am Jennerparkplatz starteten wir und gingen über die gesamte Abfahrt bis zum Stahlhaus hinauf. Es war sehr gut zum Gehen und die Sonne strahlte vom Himmel.

Der Schneibstein

Der Schneibstein: Ein echter Skitourenberg

Der Aufstieg auf den Schneibstein war auch in Ordnung, der ist oft sehr eisig und schlecht zum Gehen, das war an diesem Tag nicht der Fall. Schon beim Raufgehen sahen wir, dass es nicht optimale Bedingungen zum Runterfahren waren, da der Schnee nur die Spitzen bedeckte, aber es grundsätzlich sehr steinig war. Nach 3 1/4 Stunden Aufstieg waren wir am Gipfel. Eine herrliche Sicht belohnte unsere Anstrengung. Nach kurzer Gipfelrast entschloßen wir uns,über die „Bockskehl“ abzufahren. Es ist ein tolles und steiles Kar, das Lawinensicherheit voraussetzt. Der Schnee war etwas windverfrachtet, aber wir konnten noch schöne  Zöpfchen runter ziehen.weiterlesen »

Ann-Katrin

Immer wieder Stahl-Haus!

 von Ann-Kathrin
Hütte am Torrener Joch

Das Stahl-Haus: Hütte am Torrener Joch

Einige von euch haben schon mitbekommen, dass ich im Sommer in einer Berghütte gearbeitet habe. Das war das Carl-von-Stahl Haus 1734m am Torrener Joch. Mittlerweile bin ich dort nicht mehr angestellt, trotzdem trifft man mich gerade im Winter des Öfteren dort den Kopf über einer Kaspressknödelsuppe hängend (bei mir müssen immer 2 Knödel drin sein und mit wenig Brühe :-D). Natürlich gibt es dort auch andere Gerichte, bitte auch immer den Aushang und die Tages-/Wochengerichte beachten.

Die aktuelle Schneelage ist sicherlich kein Geheimnis: miserabel. Trotzdem sind tolle Schneeschuhtouren möglich. Denn genau dann wenn es zu viel zum wandern und zu wenig zum Skitourengehen ist, ist es genau richtig zum Schneeschuhtouren.

Selfie im Aufstieg

Selfie im Aufstieg

Für die Tour zum Stahl-Haus kann man wahlweise vom Wanderparkplatz Hinterbrand oder von der Talstation der Jennerbahn starten. Ich starte bevorzugt von der Talstation, da ich nicht weit davon entfernt wohne und keine Buslinie nutzen muss. Der Hochbahnweg nagt schon zu Beginn der Tour an der Kondition. Weniger konditionierte starten da besser von Hinterbrand, denn dort spart man sich ganz viele Höhenmeter im Aufstieg. Wer von der Talstation der Jennerbahn startet und dort auch wieder hin absteigt macht an einem Tag insgesamt rund 2100 Höhenmeter.

So nahm ich letzte Woche meine Freundin mit zum Stahlhaus. Das erste Mal im Winter für sie. Im Tal grau in grau. Bei Hinterbrand dichter Nebel sodass man kaum etwas sehen konnte. Das hatte schon was von Expeditionsstimmung. Erst kurz vor dem Carl-von-Stahl Haus öffnete sich die dichte Nebelsuppe.

meine Freundin im Aufstieg

meine Freundin im Aufstieg

Blick zum steinernen Meer - markant der große Hundstod

Blick zum Steinernen Meer – markant der große Hundstod

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Lisa-Graf-Riemann

Kleine Reibn bei Sonne und Regen

 von Lisa
Alpensalamander am Jenner

Alpensalamander am Jenner

Das Blöde an den Bergmandln ist, dass man sie nur bei schlechtem Wetter zu sehen bekommt. Somit ist das Wetter eigentlich schon beschrieben, wenn wir erzählen können, dass uns gleich nach dem Ausstieg aus der Jennerbahn ein Bergmandl über den Weg gelaufen oder besser gekrochen ist. Doch auf unserer Reibn sind wir zum Glück nicht nur in Regen und Nebel gewandert, sondern wir hatten wir auch herrliche Sonnenaugenblicke, aber der Reihe nach.

Eigentlich ist die kleine Reibn ja gar nicht so klein, sondern ungefähr 14 km lang, mit etwa 600 Höhenmetern Aufstieg und 1.200 Höhenmetern Abstieg, der doch ganz schön auf die Knie geht. Reine Gehzeit ca. 6 Stunden, wenn man die Aufstiegshilfe Jennerbahn in Anspruch nimmt. 8 Stunden, wenn man vom Hinterbrand zu Fuß zum Stahlhaus aufsteigt. Mit ein paar Pausen ist es auf jeden Fall eine Ganztagestour, die sich aber auf jeden Fall lohnt, sogar bei wechselhaftem Wetter, wie am vergangenen Sonntag.

Aufstieg vom Stahlhaus zum Schneibstein

Aufstieg vom Stahlhaus zum Schneibstein

Das erste Wegstück führt von der Jenner-Bergstation hinüber zum Stahlhaus. Und beim Aufstieg von dort auf den Schneibstein (2.276 m) kommt dann doch die Sonne raus: Also Jacken wieder ausziehen. Je weiter wir hinaufkommen, desto feuchter wird die Luft und wir ziehen die Jacken wieder an, wandern mit der Hoffnung durch die Wolken, dass über ihnen die Sonne scheint.weiterlesen »

Ann-Katrin

Bike & hike: Rund um den Hohen Göll

 von Ann-Kathrin
Abstecher Priesbergalm

Abstecher Priesbergalm

Von Hütte zu Hütte zu wandern ist mittlerweile recht beliebt und üblich. Doch eine Hüttentour mit dem Mountainbike kommt seltener vor. Hier im Berchtesgadener und angrenzendem Salzburger Land ist dies sehr gut möglich! Eine grenzüberschreitende Mountainbike-Tour bei der man rund 3500 Höhenmeter meistert.

Als Startpunkt für diese Tour bietet sich der Parkplatz Nahe der Scharitzkehlalm an. Von dort aus startet man am ersten Tag auf der Scharitzkehlstraße in Richtung Dokumentation Obersalzberg. Für alle die diese noch nicht besucht haben, lohnt sich ein Abstecher in die Dokumenatationsstätte des Instituts für Zeitgeschichte, die sich mit der NS-Vergangenheit des Obersalzberges und Berchtesgaden beschäftigt. Von dort aus fahren wir ein Stück die Straße bergab und biegen nach rechts in Richtung Oberau. Hier im verstreut und verträumt angelegten Dorf in rund 800m kann man eine erste Rast in einem der schönsten Biergärten des Berchtesgadener Talkessels einlegen. Direkt neben der weißen Kapelle liegt der Gasthof Auerwirt. Dort kann man mit Watzmannblick eine kühle Erfrischung genießen.

Oberau Kirche und Auerwirt

Oberau Kirche und Auerwirt

Denn wie bei einer Bergtour wird auch bei dieser Mountainbiketour ausreichend Getränke und Proviant benötigt. Doch bitte keinen allzu großen Wanderrucksack nutzen. 20 bis 30 liter Rucksackvolumen reichen locker für zwei Tage und euer Rücken wird es euch danken! Vom Gasthaus Auerwirt geht es nun die Rossfeldstraße bergauf bis zur Abzweigung Neuhäusl/Bad Dürrnberg. Nicht nur Berchtesgaden auch Bad Dürrnberg und Hallein wurden durch den Salzabbau geprägt. So kann man auch in Bad Dürrnberg ein Salzbergwerk besichtigen. Von Bad Dürrnberg folgt man nun der Beschilderung nach Hallein. Hierzu fährt man nun erstmal wieder bequem bergab. In Hallein angekommen folgt man den großen grünen Schildern entlang des Tauern-Radweges entlang der Salzach. Diese Teilstrecke kann sich aufgrund der wenigen Abwechslung ein wenig ziehen. Doch sobald man im Bluntautal ankommt und den wunderschönen Bluntausee erblickt, wird die Mühe belohnt. Hier empfiehlt es sich nochmals eine kleine Pause einzulegen, denn ab der Gaststätte Bärenhaus haben wir einen langen, waldreichen Anstieg vor uns mit vielen Serpentienen. Dabei werden Schluchten und Wasserfälle gekreuzt, was landschaftlich sehr reizvoll ist.weiterlesen »

Sepp Wurm

Hüttentour Königssee und Watzmann

 von Sepp
Familientour am Jenner © Elisabeth Göllner-Kampe

Familientour am Jenner © Elisabeth Göllner-Kampel

Diese Hüttentour hat für Kinder einen entscheidenden Vorteil: Mit der Jennerbahn geht’s schon einmal ca. 1000 Höhenmeter hinauf. Die erste Etappe ist demnach gemütlich und kurz. Gehwillige können den Aufstieg auch auf eine oder zwei Etappen gehen und eine zusätzliche Übernachtung auf dem Hugo Beck Haus einplanen. Landschaftlich ist das Gebiet um den fjordartigen Königssee kaum zu toppen.

Ausblick auf den Königssee © Eder Birgit

Ausblick auf den Königssee © Eder Birgit

Immer wieder gibt es schöne Ausblicke auf den berühmten Watzmann und dem Königssee und als Highlight gibt es am Ende der Tour eine Schifffahrt auf dem Königssee zurück zum Ausgangspunkt. Wenn man sich leise verhält, können rund um den Schneibstein und am Hochgschirr Steinböcke gesichtet werden. Bei einer Freundin von uns kamen die sonst scheuen Jungtiere sogar bis auf einige Meter heran. Es spricht also nichts dagegen, mehrere Tage auf der einen oder anderen Hütte zu bleiben.

Tourverlauf:

  1. Etappe: Vom Parkplatz folgt man zuerst immer dem Weg zur Königsbachalm, einer netten kleinen Alm, wo man zukehren kann. Von dort ist es nicht mehr weit bis zur ersten Übernachtungsmöglichkeit, dem Hugo Beck Haus. Im Prinzip führt die erste Etappe zur Mittelstation der Jennerbahn. Mit Kindern empfehlen wir diese Etappe nicht – aber Erwachsene möchten vielleicht selbst aufsteigen.
  2. Etappe: Diese Etappe ist von allen Etappen landschaftlich am wenigsten schön, da viel Aufstieg nahe der Skipiste ist und wer möchte, kann sie mit der Bahn ab der Mittelstation verkürzen. Der Weg ist oftmals sehr steil, führt an der Mitterkaser-Alm (1534 m) vorbei bis zur Bergstation der Jennerbahn. Hinweis: Hier beginnt die verkürzte Tour, wenn man mit der Jennerbahn raufgefahren ist. Bei einem Abstecher auf den Jennergipfel wird man durch eine schöne Aussicht auf den Watzmann und auf den Königssee belohnt, sehr zum Empfehlen.
    Jenner Gipfel © Eder Birgit

    Jenner Gipfel © Eder Birgit

    Vom Jenner führt ein schöner Weg, im Auf und Ab direkt zum Stahlhaus oder Schneibsteinhaus.

    Das Carl von Stahl-Haus © Eder Birgit

    Das Carl von Stahl-Haus © Eder Birgit

  3. Etappe: Das ist eine anstrengende aber schöne Etappe, deshalb empfehlen wir früh zu starten, um Zeit für ausreichende Pausen zu haben. Der Schneibstein erhebt sich praktisch vor der Terrasse vom Stahlhaus/Schneibsteinhaus. Ab hier wird die Tour auch schwieriger – also ist nur für Berggeher die schon über eine gute Erfahrung und über eine gute Kondition verfügen. Der Weg auf den Schneibstein ist schmal und auch ausgesetzt. Immer wieder muss man Hand an den Felsen anlegen. Nach ca. 1 1/2 h ist der Gipfel erreicht. Vom Gipfel folgt man dem Weg weiter Richtung Südwesten, immer leicht abwärts, bis man zur Windscharte gelangt. Von dort Abstieg zum Seeleinsee und  Aufstieg zum Sattel Hochgschirr. Mit etwas Glück kann man hier auch die ansässige Steinbockkolonie beobachten. Danach abwärts ins Landtal und weiter unten nach rechts – Richtung Gotzenalm. Dieser Weg wurde schon vor langer Zeit in den Felsen geschlagen und führt immer ziemlich ausgesetzt dicht am Felsen entlang. Bitte hier Kinder an der Hand führen. Oben angekommen wird der Weg wieder einfacher, führt durch Wälder und über relativ ebenes Almgelände, bis zur Gotzenalm.

    Gotzenalm © Eder Birgit

    Gotzenalm © Eder Birgit

  4. Etappe: Von der Gotzenalm führt ein sehr breiter Weg in Richtung Königsbachalm. Kurz vor der Gotzenalm Diensthütte zweigt der Weg nach links ab, der uns steil, aber wunderschön zum Königssee führt. Unten an der Anlegestelle muss man das Schild so drehen, dass die Schiffe wissen, dass man mitfahren möchte. Hier unbedingt noch Zeit einplanen um ins Wasser zu springen und die schönen Bilder der Tour noch nachwirken zu lassen.

Fazit: Herrliche Tour die durch alpines Gelände führt, nichts für Anfänger aber für alle, die einmal auch ein schwierigeres Gelände betreten wollen.weiterlesen »