St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Schneibstein
Ann-Katrin

Bike & hike: Rund um den Hohen Göll

 von Ann-Kathrin
Abstecher Priesbergalm

Abstecher Priesbergalm

Von Hütte zu Hütte zu wandern ist mittlerweile recht beliebt und üblich. Doch eine Hüttentour mit dem Mountainbike kommt seltener vor. Hier im Berchtesgadener und angrenzendem Salzburger Land ist dies sehr gut möglich! Eine grenzüberschreitende Mountainbike-Tour bei der man rund 3500 Höhenmeter meistert.

Als Startpunkt für diese Tour bietet sich der Parkplatz Nahe der Scharitzkehlalm an. Von dort aus startet man am ersten Tag auf der Scharitzkehlstraße in Richtung Dokumentation Obersalzberg. Für alle die diese noch nicht besucht haben, lohnt sich ein Abstecher in die Dokumenatationsstätte des Instituts für Zeitgeschichte, die sich mit der NS-Vergangenheit des Obersalzberges und Berchtesgaden beschäftigt. Von dort aus fahren wir ein Stück die Straße bergab und biegen nach rechts in Richtung Oberau. Hier im verstreut und verträumt angelegten Dorf in rund 800m kann man eine erste Rast in einem der schönsten Biergärten des Berchtesgadener Talkessels einlegen. Direkt neben der weißen Kapelle liegt der Gasthof Auerwirt. Dort kann man mit Watzmannblick eine kühle Erfrischung genießen.

Oberau Kirche und Auerwirt

Oberau Kirche und Auerwirt

Denn wie bei einer Bergtour wird auch bei dieser Mountainbiketour ausreichend Getränke und Proviant benötigt. Doch bitte keinen allzu großen Wanderrucksack nutzen. 20 bis 30 liter Rucksackvolumen reichen locker für zwei Tage und euer Rücken wird es euch danken! Vom Gasthaus Auerwirt geht es nun die Rossfeldstraße bergauf bis zur Abzweigung Neuhäusl/Bad Dürrnberg. Nicht nur Berchtesgaden auch Bad Dürrnberg und Hallein wurden durch den Salzabbau geprägt. So kann man auch in Bad Dürrnberg ein Salzbergwerk besichtigen. Von Bad Dürrnberg folgt man nun der Beschilderung nach Hallein. Hierzu fährt man nun erstmal wieder bequem bergab. In Hallein angekommen folgt man den großen grünen Schildern entlang des Tauern-Radweges entlang der Salzach. Diese Teilstrecke kann sich aufgrund der wenigen Abwechslung ein wenig ziehen. Doch sobald man im Bluntautal ankommt und den wunderschönen Bluntausee erblickt, wird die Mühe belohnt. Hier empfiehlt es sich nochmals eine kleine Pause einzulegen, denn ab der Gaststätte Bärenhaus haben wir einen langen, waldreichen Anstieg vor uns mit vielen Serpentienen. Dabei werden Schluchten und Wasserfälle gekreuzt, was landschaftlich sehr reizvoll ist.weiterlesen »

Sepp Wurm

Hüttentour Königssee und Watzmann

 von Sepp
Familientour am Jenner © Elisabeth Göllner-Kampe

Familientour am Jenner © Elisabeth Göllner-Kampel

Diese Hüttentour hat für Kinder einen entscheidenden Vorteil: Mit der Jennerbahn geht’s schon einmal ca. 1000 Höhenmeter hinauf. Die erste Etappe ist demnach gemütlich und kurz. Gehwillige können den Aufstieg auch auf eine oder zwei Etappen gehen und eine zusätzliche Übernachtung auf dem Hugo Beck Haus einplanen. Landschaftlich ist das Gebiet um den fjordartigen Königssee kaum zu toppen.

Ausblick auf den Königssee © Eder Birgit

Ausblick auf den Königssee © Eder Birgit

Immer wieder gibt es schöne Ausblicke auf den berühmten Watzmann und dem Königssee und als Highlight gibt es am Ende der Tour eine Schifffahrt auf dem Königssee zurück zum Ausgangspunkt. Wenn man sich leise verhält, können rund um den Schneibstein und am Hochgschirr Steinböcke gesichtet werden. Bei einer Freundin von uns kamen die sonst scheuen Jungtiere sogar bis auf einige Meter heran. Es spricht also nichts dagegen, mehrere Tage auf der einen oder anderen Hütte zu bleiben.

Tourverlauf:

  1. Etappe: Vom Parkplatz folgt man zuerst immer dem Weg zur Königsbachalm, einer netten kleinen Alm, wo man zukehren kann. Von dort ist es nicht mehr weit bis zur ersten Übernachtungsmöglichkeit, dem Hugo Beck Haus. Im Prinzip führt die erste Etappe zur Mittelstation der Jennerbahn. Mit Kindern empfehlen wir diese Etappe nicht – aber Erwachsene möchten vielleicht selbst aufsteigen.
  2. Etappe: Diese Etappe ist von allen Etappen landschaftlich am wenigsten schön, da viel Aufstieg nahe der Skipiste ist und wer möchte, kann sie mit der Bahn ab der Mittelstation verkürzen. Der Weg ist oftmals sehr steil, führt an der Mitterkaser-Alm (1534 m) vorbei bis zur Bergstation der Jennerbahn. Hinweis: Hier beginnt die verkürzte Tour, wenn man mit der Jennerbahn raufgefahren ist. Bei einem Abstecher auf den Jennergipfel wird man durch eine schöne Aussicht auf den Watzmann und auf den Königssee belohnt, sehr zum Empfehlen.
    Jenner Gipfel © Eder Birgit

    Jenner Gipfel © Eder Birgit

    Vom Jenner führt ein schöner Weg, im Auf und Ab direkt zum Stahlhaus oder Schneibsteinhaus.

    Das Carl von Stahl-Haus © Eder Birgit

    Das Carl von Stahl-Haus © Eder Birgit

  3. Etappe: Das ist eine anstrengende aber schöne Etappe, deshalb empfehlen wir früh zu starten, um Zeit für ausreichende Pausen zu haben. Der Schneibstein erhebt sich praktisch vor der Terrasse vom Stahlhaus/Schneibsteinhaus. Ab hier wird die Tour auch schwieriger – also ist nur für Berggeher die schon über eine gute Erfahrung und über eine gute Kondition verfügen. Der Weg auf den Schneibstein ist schmal und auch ausgesetzt. Immer wieder muss man Hand an den Felsen anlegen. Nach ca. 1 1/2 h ist der Gipfel erreicht. Vom Gipfel folgt man dem Weg weiter Richtung Südwesten, immer leicht abwärts, bis man zur Windscharte gelangt. Von dort Abstieg zum Seeleinsee und  Aufstieg zum Sattel Hochgschirr. Mit etwas Glück kann man hier auch die ansässige Steinbockkolonie beobachten. Danach abwärts ins Landtal und weiter unten nach rechts – Richtung Gotzenalm. Dieser Weg wurde schon vor langer Zeit in den Felsen geschlagen und führt immer ziemlich ausgesetzt dicht am Felsen entlang. Bitte hier Kinder an der Hand führen. Oben angekommen wird der Weg wieder einfacher, führt durch Wälder und über relativ ebenes Almgelände, bis zur Gotzenalm.

    Gotzenalm © Eder Birgit

    Gotzenalm © Eder Birgit

  4. Etappe: Von der Gotzenalm führt ein sehr breiter Weg in Richtung Königsbachalm. Kurz vor der Gotzenalm Diensthütte zweigt der Weg nach links ab, der uns steil, aber wunderschön zum Königssee führt. Unten an der Anlegestelle muss man das Schild so drehen, dass die Schiffe wissen, dass man mitfahren möchte. Hier unbedingt noch Zeit einplanen um ins Wasser zu springen und die schönen Bilder der Tour noch nachwirken zu lassen.

Fazit: Herrliche Tour die durch alpines Gelände führt, nichts für Anfänger aber für alle, die einmal auch ein schwierigeres Gelände betreten wollen.weiterlesen »

Ann-Katrin

Schneeschuh-Trekking Teil 3

 von Ann-Kathrin
Carl-von-Stahl Haus in der Sonne

Carl-von-Stahl Haus in der Sonne

Heute werde ich über eine Schneeschuh-Tour schreiben, die eher eine etwas anstrengendere ist. Hierbei lohnt es sich eine Nacht auf der Berghütte mit einzuplanen, wenn ihr weiter lest bzw. scrollt, dann wisst ihr warum 😉 Das Naturerlebnis wird natürlich besonders atemberaubend, wenn ihr bei gutem Wetter, also bei Sonnenschein eure Tour startet. Am Besten ihr parkt euer Auto am Großparkplatz am Königssee oder ihr nützt die Buslinie 841 ab Berchtesgaden Bahnhof und steigt bei der Jennerbahn aus. Hier habt ihr nochmals die Möglichkeit euch mit Proviant zu versorgen. Bei der Bäckerei Zechmeister bekommt ihr nicht nur leckere Köstlichkeiten sondern auch Heißgetränke und kalte Getränke. Wichtig ist es auch Wechselkleidung mit einzupacken. Ihr werdet schwitzen! Und zwar sowas von!

Nun geht es los!
Wie so oft bin ich bei dieser Tour auch alleine unterwegs. Der Rucksack lastet schwer, da dort noch die Schneeschuhe dranhängen. Erst wenn genügend Schnee am Untergrund vorhanden ist, sollte man diese um die Wanderschuhe schnallen, sonst schadet das den Krallen der Schneeschuhe. Vorbei an der Jennerbahn-Talstation geht es entlang der Straße und der gelben Wegeschilder in Richtung Stahlhaus/Schneibsteinhaus. Die Dauer wird mit vier Stunden einfach angegeben. Je nach Kondition und je nachdem wie viel Zeit man sich für diese Schneeschuh-Tour gibt kann man mit mehr oder weniger  Aufstiegszeit rechnen. Vier Stunden sind nur ein Orientierungswert. Im Sommer folgt man der Beschilderung hinauf zum Hochbahnweg. Im Winter nutzt man als Schneeschuhgeher denselben Aufstieg wie die Skitourengeher. Dazu gehe ich über die Piste bei der Gabelung wo es weiter zum Malerwinkelrundweg geht und laufe ein Stück am rechten Rand der Piste. Bald geht es in den Wald hinein und gehe den sogenannten Pletzergraben hinauf. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, Pisten mit Schneeschuhen zu kreuzen ist grausig! Man fühlt sich mit all den Pistenfahreren deplatziert, nur die Skitourengeher fragen interessiert wie es sich denn mit den Schneeschuhen so gehen lässt oder fragen neckisch wo ich denn meine Ski gelassen habe. Die Spucke verschlägt es ihnen aber dann, wenn das „Dirndl“ locker an ihnen vorbeizieht.

diesem Hinweisschild folgen

diesem Hinweisschild folgen

Am Hochbahnweg angelangt begegnet man nur Schneeschuhwanderern oder Skitourengehern. Beide Personengruppen sind besonders unter der Woche nicht in zu großer Anzahl anzutreffen. So begegnete mir ein entgegenkommender Skitourengeher erst oberhalb der Königsbachalm am Königsbergergraben hinab. Stichwort Königsbachalm: Wer wie ich eine Nacht im Carl-von-Stahl Haus verbringen möchte, den lädt die Königsbachalm zum Sonnenbad und zur ersten Brotzeit ein. Im Winter ist die Königsbachalm nicht bewirtschaftet, also bitte selbst versorgen. Je nach Schneelage zieht der Königsbergergraben nochmal richtig Energie. Auch der Hochbahnweg mit seiner stetigen Steigung benötigte schon eine gute Kondition. Sobald es wieder ebenmäßiger wird kommt man an eine Weggabelung, geradeaus geht es zur Enzianbrennhütte des Bergbrenners „Hubsi“, die aber im Winter geschlossen ist und noch ein Stückchen weiter geht es zur Priesbergalm. Hier kommen über die hohen Rossfelder die Skitourengeher von der sogenannten kleinen Reibe zurück. Sehnsüchtig denke ich darüber nach auch in naher Zukunft Skitouren zu gehen. Doch leider muss man dazu erst einmal Skifahren lernen, inkl. Pistenabfahrt. Ich bin da eher eine Person, die das Naturerlebnis schätzt und bei sturem Pisten runtersausen, stelle ich mir das Naturerlebnis eher gering vor. Anders beim Skitouren gehen, hier ist man in denselben Gebiet „bergsteigerisch“ unterwegs, wie man es auch im Sommer ist. Durch das Aufsteigen mit Fellen kann um sich herum die Natur intensiv miterleben.

Genug der Träumerei, ich folge der Beschilderung Stahlhaus. Es geht nun recht angenehm daher, vor allen Dingen ist es hier sehr ruhig. Kein Wintersporttrubel. Vorbei am Zugang zum Königstal, wo man zur Königstalalm gelangt (hier bitte nicht hinfolgen, im Sommer wunderbare Einkehr, urige Almhütte) gehe ich weiter linkshaltend. Vorbei an einem hellblauen Kasterl geht es dann wieder steigend hinauf. Das Aufsteigen kann zwischendurch monoton und kräfteraubend sein, aber sobald sich der Wald lichtet, erkennt man wie sehr sich die Mühe lohnte.

Blick zur Jenner-Bergstation

Blick zur Jenner-Bergstation

Es geht noch leicht steigend bergan. Aber um mich herum öffnet sich eine Bilderbuchlandschaft. Die Landschaft schaut aus wie Watte. Ich erkenne Schneeschuhgeher- und Skitourengeherspuren, aber Tierspuren wie die eines Schneehasen oder von Alpendohlen sind im frischen Tiefschnee zu erkennen. Eine der Almhütten ist sogar so eingeschneit, dass ich nur noch einen Teil des Daches erkenne. Und da sagt einer, hier gäbe es zu wenig Schnee…

eingeschneite Berghütten im Jennergebiet

eingeschneite Berghütten im Jennergebiet

Nun sehe ich schon das Schneibsteinhaus, das seinen Namen vom hinter sich liegenden Berggipfel hat. Die letzte Berghütten auf deutschem Boden sozusagen.

Schneibsteinhaus mit Schneibstein

Schneibsteinhaus mit Schneibstein

Das Carl-von-Stahl Haus steht schon auf österreichischem Boden und ist eine Berghütte des österreichischen Alpenvereines, der Sektion Salzburg. Geführt wird diese vom deutschen Hüttenwirt Peter Pruckner.

Carl-von-Stahl Haus

Carl-von-Stahl Haus

Die letzten Meter sind trotz der nicht extremen Steigung doch noch ein bisschen kräfteraubend durch den längeren Anstieg. Ich muss mich selbst immer zu Pausen ermahnen/zwingen. Eigentlich würde ich überall in einem Zug hoch laufen, ohne Essen, ohne Trinken. Aber das ist eher kontraproduktiv für den Körper. Kurz vor dem Stahlhaus trinke ich noch einen Schluck Cola, die süße Brause gibt noch einmal ein bisschen Engergie. Oben angekommen, erwartet mich eine atemberaubende Winterlandschaft. Ein zauberhafter Tiefblick ins Bluntautal, hinauf zum Schneibstein, den Göll Nordwänden und hinüber zum steinernen Meer, dem großen Hundstod und der Watzmann-Ostwand.weiterlesen »

Sepp Wurm

Skitour auf den Schneibstein 2.276m

 von Sepp
Blick auf den Watzmann während des Auffstiegs

Blick auf den Watzmann während des Auffstiegs

Eigentlich wollte ich am Samstag eine Skitour durchs Watzmannkar aufs 3.Kind machen, doch Lawinenwarnstufe 3 machte meinen Plan zunichte. Stattdessen war ich mit den Tourenskiern auf dem Schneibstein im Hagengebirge, wo es bei weitem nicht so lawinengefährlich ist. Mit dem Start am Königssee weist die Skitour auf den Schneibstein zudem eine ähnliche Höhendifferenz und Distanz auf wie die Tour aufs 3. Kind. Im Sommer gilt der Schneibstein nach der Auffahrt mit der Jennerbahn als leichtester Zweitausender in den Berchtesgadener Alpen. Im Winter ist der formschöne und weithin sichtbare Berg besonders im Rahmen der Kleinen Reibn von großer Bedeutung für Skitourengeher.

Ich starte meine Skitour zusammen mit einem Kumpel am Parkplatz Königssee. Mit angelegten Tourenskiern gehen wir an der Talstation der Jennerbahn vorbei und am am Rand der Skipiste einige Meter in den dichten Nebel. Nach wenigen Minuten Gehzeit erreichen wir die beschilderte Aufstiegsspur für Skitouren, die nach rechts in den Wald abzweigt. Dieser Weg führt auf den sogenannten Hochbahnweg, der oberhalb des Königssees entlang führt und an einer Stelle den Blick auf den See freigibt. Allerdings ist es an diesem Tag richtig kalt, trotz zügigen Tempos und Handschuhen friert es mich etwas an den Fingern. Der Fotoapparat bleibt also erstmal im Rucksack. Erst an der Königsbachalm, wo wir ein kurze Trinkpause einlegen, zücke ich meine Kamera um die merkwürdige Stimmung am Himmel festzuhalten: Ein tiefdunkles Blau schiebt sich  durch die Nebeldecke und zeugt vom schönen Wetter ein paar hundert Meter weiter oben.

Morgens an der Königsbachalm

Morgens an der Königsbachalm

Also gehen wir weiter über das Gelände der Königsbachalm, an dessen Ende ein steiles Stück wartet, das die Felle unter unseren Skiern auf die Probe stellt. Durch den Wald machen wir Höhenmeter um Höhenmeter wett und als sich der Wald lichtet und das Tal der Königsbergalm sich vor uns  öffnet, umschmeicheln uns das erste Mal an diesem Tag die Sonnenstrahlen. Was für eine Wohltat! Auf dem Weg zum Schneibsteinhaus durchqueren wir ein traumhafte Winterlandschaft: Tief verschneite Bäume, schneebedeckte Gipfel rundum und unter uns im Tal der Nebel. Und natürlich einzelne Skispuren im Tiefschnee.

Auf dem Weg zum Schneibsteinhaus

Auf dem Weg zum Schneibsteinhaus

Am Schneibsteinhaus machen wir eine Pause, um uns vor dem Gipfelanstieg nochmals zu stärken.

Hütte hinterm Schneibsteinhaus

Hütte hinterm Schneibsteinhaus

Immerhin sind es vom Schneibsteinhaus bis zum Gipfel des Schneibsteins noch mehr als 600 Höhenmeter. Der Aufstieg zum Schneibstein erfolgt erst in schöner Spur, das Carl von Stahl-Haus immer im Blick, über einen schönen Hang. Aber langsam wird es steiler und stellenweise eisig. Da der Wind hier oben den meisten Schnee verbläst, liegen stellenweise nur wenige Zentimeter Schnee und bedecken oftmals nur notdürftig Felsen und Latschen.weiterlesen »

Ann-Katrin

Unterwegs auf den Jochalmen

 von Ann-Kathrin

Unterwegs bei den österreichischen Nachbarn

Man sieht sie schön eingebettet in einen Kessel, ob nun vom Carl-von-Stahl Haus oder beim Aufstieg zum Schneibstein. Meist schaut man nur flüchtig hin, kommt aber selten auf die Idee einen Abstecher dorthin zu wargen. Die Rede ist von den Jochalmen, die im Gemeindegebiet von Golling liegen. Umgeben sind diese von hohen Wänden des Göllstockes und den Steilabstürzen des Hagengebirges. So ging es dann für mich mit der Stahlhaus Hüttenhündin Susi zu den Jochalmen. Hinweisschilder befinde sich direkt an der Berghütte. Die Strecke führt als Endstation nach Golling zum Bahnhof. Geeignet ist diese Strecke auch für Mountainbiker, allerdings müssen diese ab der Oberjochalm ihr Bike schieben, da der Forstweg endet und in einen Steig übergeht. Die Forststraße wurde eigens für Erzherzog Franz Ferdinand vom Militär errichtet, da dieser an schwerem Asthma litt. Die Forststraße sollte ihm und seinen Gästen den Zugang zur Jagdhütte und seinem Jagdgebiet erleichtern.

Genug  von der Theorie, nun zur Praxis. Für mich recht ungewohnt beginnt mein heutiger Wandertag mit einem Abstieg. Die Nacht verbrachte ich auf dem Carl-von-Stahl Haus. Das Wetter ist eher durchwachsen. Zu unbeständig für eine Bergtour, aber genau richtig für eine Almentour. Zunächst geht es den Steig nach unten. Schon nach wenigen Gehminuten entdecken ich und meine Begleiterin, die Hüttenhündin Susi Gemsen. Gar nicht so weit entfernt beobachten sie uns neugierig. Bestimmt nicht meinetwegen, sondern wegen des anderen ungewöhnlichen schwarz befellten Tieres. Unter den Blicken der Gemsen erreichen wir ziemlich schnell die Oberjochalm.

Stahlhaus-Susi vor der Oberjochalm

Stahlhaus-Susi vor der Oberjochalm

Jagdhütte bei der Oberjochalm

Jagdütte bei der Oberjochalm

Die Alm ist zu dem Zeitpunkt noch unbewirtschaftet. Warum? Das wird sich mir im Laufe des Tages noch erschließen. Der Tag ist noch jung und der Abstieg zur Oberjochalm ging auch recht schnell, also geht es noch eine weitere Station tiefer zur Unterjochalm. Ab der Oberjochalm zur Unterjochalm können Mountainbiker wieder ganz normal fahren. Als Wanderer kann man sich ab hier entscheiden, ob man den alten Almsteig oder die Forststraße nutzt. Ich mache beides, sowohl die Nutzung des Steiges als auch der Forststraße, da der Steig immer wieder die Forststraße kreuzt. Nach weiteren 45 Minuten ist die Unterjochalm erreicht und diese ist auch bewirtschaftet. Die Sennerin begrüßt mich freundlich und erkennt auch meine Begleiterin sofort wieder. Dadurch kommt man schnell ins Gespräch und ich erfahre, dass in zirka zwei Wochen umgezogen wird zur Oberjochalm mit der Begründung der Sennerin: „Weils Vieh ois zsomm gfressn hot!“.

 

Niederleger, Mitterleger und Hochalm

Man unterscheidet bei Almen bei eine Dreistufenwirtschaft. Den Niederleger, den Mitteleger und die Hochalm. Die Namen sagen es schon, erst zum Hochsommer wird das Vieh zu den sogenannten Hochalmen getrieben und da können sie dann alles „zsomm gfressn“. Natürlich kehre ich auch auf der Unterjochalm ein. Ich genehmige mir eine große Milch. Unglaublich: ein halber Liter Milch kostete mich nur 1,10 €! Und lecker war sie! Viel besser, als Milch aus der Tüte aus dem Supermarkt. Alleine deswegen lohnt sich eine Wanderung zu einer Alm.weiterlesen »

Sepp Wurm

Das Schneibsteinhaus

 von Sepp

Schneibsteinhaus im Hagengebirge

Auf 1.670 Metern liegt das Schneibsteinhaus im Hagengebirge. Es ist vom Jenner sehr leicht zu erreichen, wenn man mit der Seilbahn auf den Berg fährt.. Eine etwas anspruchsvollere Wanderung führt vom Königssee über die Hochbahn zum Schneibsteinhaus. Daher ist die Berghütte bei Wanderern sehr beliebt. Aber auch Bergsteiger nutzen die Hütte als Stützpunkt für ausgedehnte Touren im Hagengebirge oder im Massiv des Hohen Göll. Der namensgebende Schneibstein wird zwar immer wieder als „leichtester Zweitausender der Berchtesgadener Alpen“ bezeichnet, doch unterschätzen sollte man diese Tour auch nicht: Immerhin ist der Schneibstein 2.276 Meter hoch und erfordert auf alle Fälle ein gewisses Maß an Kondition.

Schneibsteinhaus

Schneibsteinhaus

In der Regel ist das Haus von Mai bis Oktober geöffnet, im Winter nur auf Anfrage. Circa 75 Personen finden in der Hütte Platz. Bitte beachtet: Das Schneibsteinhaus ist keine Alpenvereins-Hütte und auch keine Sebstversorgerhütte, Übernachtungen sind hier nur mit Halbpension möglich.

 

Neue Informationstafel am Schneibsteinhaus

Ab sofort informiert eine neue, großformatige Tafel Wanderer am Schneibsteinhaus über die Aufgaben und Ziele des Nationalparks Berchtesgaden und gibt Tipps für Touren in der Umgebung. Die moderne, dreidimensionale Karte bietet eine Übersicht über das gesamte Schutzgebiet, die Wege sind entsprechend ihrer Schwierigkeit gekennzeichnet.

Infotafel am Schneibsteinhaus

Infotafel am Schneibsteinhaus

Die Tafel ist in Zusammenarbeit von Hüttenwirte-Paar Christa und Gottfried Strobl mit der Nationalparkverwaltung entstanden. „Unsere Gäste nehmen die neuen Informationen sehr gut an“, freuen sich die Hüttenwirte. „Viele unserer Gäste wissen gar nicht, dass sie sich im einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlandes bewegen. Das soll nun anders werden!“.

 

Kontakt zum Schneibsteinhaus
Fam. Strobl
Tel.: +49-8652-2596
info@schneibsteinhaus.de

Ann-Katrin

Das Carl-von-Stahl Haus

 von Ann-Kathrin

Ein Hüttenportrait: das Stahl Haus

Schon viel wurde in Blogs oder anderen Internetforen viel über Berg- und Wandertouren geschrieben. Doch was wäre die schönste Bergtour ohne eine Einkehr oder einen Stützpunkt zur Übernachtung. Heute stelle ich einen solchen Stützpunkt vor: Das Carl-von-Stahlhaus.

Carl-von-Stahl Haus

Carl-von-Stahl Haus

Peter Pruckner auf der kleinen Reibn

Hüttenwirt Peter Pruckner

Das Carl-von-Stahl Haus liegt auf 1736 m ü. A. Seinen Namen verdankt es Carl Stahl. Zum ersten Weltkrieg wurde die Jagd am Torrener Joch betrieben und das von keinen geringeren als der Krupp-Dynastie.  Deren Vertreter standen den Alpentouristen aufgeschlossen  gegenüber und tauschten schließlich Grundbesitz am Torrener Joch gegen  die Jochalm mit dem Alpenverein; dieser Tausch war für den Hüttenbau  sehr vorteilhaft, da das Joch wesentlich günstiger gelegen war. Die  Sektion Salzburg hatte sich mit anderen Hüttenprojekten übernommen und  kein Geld mehr für einen neuen Hüttenbau. Da fand sich ein Auswanderer  aus Österreich, Carl Stahl, der als Industrieller in Amerika in der  Textilbranche zu einem Vermögen gekommen war. Er spendete der Sektion  Salzburg das für den Hüttenbau notwendige Geld. Die Einweihung  seiner Hütte am 22. Juli 1923 erlebte er selbst nicht mehr, jedoch kam  seine Witwe. Aber nicht nur die Vergangenheit der Hütte ist interessant, auch die Gegenwart! 40 Jahre lang war Helmut Pfitzer, genannt „Heli“, Hüttenwirt auf dem Stahlhaus. Seit 2012 ist nun Peter Pruckner der Pächter des Hauses.

 

Hausmannskost und typische Almgerichte

Der erfahrene Alpinist und Hüttenwirt ist nicht nur Pächter der Hütte, sondern sorgt auch für das leibliche Wohl seiner Gäste.

Peter Pruckner und ein Teil seines Teams

Peter Pruckner und ein Teil seines Teams

Die gute Küche bietet frisch gekochte Hausmannskost und typische Almgerichte. Ein Auzug aus der Speisekarte: Kaspressknödelsuppe, Speckknödelsuppe, Spinatknödelsuppe, klassische Wildgerichte, Schweinebraten, diverse Kuchen und Süßspeisen. Ausgezeichnet wurde der Kaiserschmarren, welcher als Peter Pruckner noch Hüttenwirt in Oberösterreich war, als bester Oberösterreichs! Ich selbst komme auch immer sehr gerne zum Stahlhaus, vor allem auch wegen des Essens und des netten und herzlichen Teams!

der Kaiserschmarrn

der Kaiserschmarrn

Aufstiege zum Carl-von-Stahl Haus

Das Stahlhaus ist in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden zu erreichen, von einfach bis schwer. weiterlesen »

Ann-Katrin

Abkühlung am Seeleinsee

 von Ann-Kathrin

Unterwegs im Hagengebirge

Das Pfingstwochenende war vorüber – die Sommerhitze blieb. Ich persönlich bin kein Freund von starker Hitze. Für mich ist das recht unangenehm. Mein freier Tag stand an und ich wollte wandern, aber auch nicht zu sehr in die Hitze kommen. Es sollte wohingehen, wo es angenehm frisch ist und auch nicht zu voll, wo ich in Ruhe Brotzeit machen kann. Natürlich könnte ich mir ein ruhiges Plätzchen am Königssee suchen, wenn man schon wenige Gehminuten von diesem entfernt wohnt. Doch für mich musste Bewegung her und die sollte nicht anspruchslos sein. Mein Ziel für den heutigen Tag: Der Seeleinsee! Bekannt ist der Seeleinsee vor allem durch die sogenannte „kleine Reibn“. Dabei geht man vom Parkplatz Hinterbrand zum Carl-von-Stahl Haus über den Schneibstein – Windschartenkopf – Seeleinsee – Priesbergalm zurück zum Ausgangspunkt. Bisher bin ich nur zum Schneibstein gestiegen und aus Zeitnot noch nicht die ganze „kleine Reibn“ gegangen. Nun hieß es für mich früh aufstehen und zur Jennerbahn Talstation laufen. An dieser läuft man vorbei, weiter hinauf im Dorf Königssee. Man folgt der Beschilderung zum Jenner und Königsbachalm. Nach dem letzten Haus führt nun ein Weg hinauf zur Königsbachalm – der sogenannte Hochbahnweg. Dieser bietet schon recht früh schöne Tiefblicke zum Königssee. Relativ schnell erreicht man die Königsbachalm, wo das Vieh noch gemütlich auf der Almwiese liegt und vor sich hindöst. Die Königsbachalm lies ich links liegen und ging den Königsbergergraben hinauf, der Beschilderung zur Priesbergalm folgend. An der Priesbergalm ist leider noch kein/e Senner/in da, wodurch ich leider dort kein Frühstück machen konnte.

Priesbergalm

Priesbergalm

Bis zur Priesbergalm ist der Weg breit und gut ausgebaut. Hinter der Almhütte wird der Weg zu einem schmalen Pfad der über die Wiesenhänge führt. Immernoch ebenmäßig und bequem zu gehen. Relativ früh kommt man dann an eine Weggabelung, wo man rechts dem Hirschenlauf folgend zur Gotzenalm gelangt. Ich gehe links hinauf in Richtung Seeleinsee/Kahlersberg. Der Pfad ist noch immer schmal und geht den sogenannten „Stiergraben“ entlang. Besondere alpine Erfahrung ist in diesem Bereicht des Weges noch immer nicht von Nöten.

 

Von der Preisbergalm durch den Stiergraben zum Seeleinsee

Da ich selbst noch nie am Seeleinsee zuvor war, las ich mir im Internet verschiedene Wegbeschreibungen durch. Oft wird der Weg als unproblematisch von der Priesbergalm zum Seeleinsee beschrieben. Aber es gibt auch Meinungen mancher Bergwanderer, die das nicht so sehen und ihn (wie auch die gelben Wegschilder ihn kategorisieren) als mittelschweren Steig beschreiben. Ich bin gespannt was mich erwarten wird! Bald wird aus dem schattigem Waldpfad ein der Sonne schonungslos ausgesetzter Steig. Es geht stetig bergauf. Trotz dass es noch morgens ist, ist es schon super heiß. Der Schweiß läuft in Bächen. Auch hier bewährt sich wieder mein Trinkschlauch, wodurch ich nicht andauernd meinen Rucksack ab- und aufsetzen muss um etwas zu trinken. An den Steilstufen des Weges läuft permanent ein Rinnsal Wasser hinunter, was die Steine rutschiger macht. Bisher war ich ab der Weggabelung zum Seeleinsee komplett alleine auf der Tour. Nach fast einer Stunde führt der Bergsteig (der keineswegs unproblematisch ist, wenn man kein erfahrener Berggeher ist!) zu einem Altschneefeld, das wie in einer Art Graben liegt. Man kann dem Schneefeld nicht ausweichen, man muss darüber wandern. Glücklicherweise ist dieses erste Schneefeld ohne starke Steigung, ein sicherer Tritt genügt. Wie ich aber auf den Fußabdrücken anderer Wanderer sehen kann, war dieser sicherer Tritt nicht bei jedem vorhanden.

Altschneefeld hinter dem Stiergraben

Altschneefeld hinter dem Stiergraben

Nachdem dieses Altscheefeld überquert wurde, lies auch das nächste nicht lange auf sich warten. Dieses Schneefeld ist deutlich breiter und länger und diesmal kann ich sehen wie vorherige Berggeher in den Altschnee eingesürzt sind, meist mit einem Fuß. Dadurch konnte ich gut erkennen, wie tief dieser Schnee noch ist. Vorsichtig gehe ich darüber, als dieses dann zu Ende ist gilt es sich zu orientieren. Rote Punkte an den Steinen sind nicht zu erkennen und auch kein durchgetretener Pfad.

Altschneefeld hinter dem Stiergraben

Altschneefeld hinter dem Stiergraben

Ich verlies mich auf mein Gefühl und ging links seitlich hoch. Bald darauf war dann auch wieder der Steig zu erkennen. Diesmal war ich auf einer Art Plateau angelangt. Schon sehe ich auch die vertrauten gelben Hinweisschilder. An dieser Stelle hat man die Möglichkeit weiterzugehen über das Hochgeschirr zur Gotzenalm oder zur Wasseralm. Ausdauernde Berggeher können natürlich von dort aus noch den Kahlersberg besteigen.weiterlesen »

Sepp Wurm

Wanderungen am Wasser

 von Sepp

Erfrischende Touren für heiße Tage

Auf den Berg oder an den See? An heißen Sommertagen, wie Sie uns in den Pfingstferien bevorstehen, stellt sich diese Frage so manchem Bergsteiger und Wanderer. Dabei kann man das „oder“ einfach durch ein „und“ ersetzten und schon wird aus der Frage eine Aussage: Berge und Wasser! Viele Wanderungen und Bergtouren im Berchtesgadener Land führen nämlich an erfrischenden Gewässern entlang und sorgen an heißen Tagen für Abkühlung während einer anstrengender Wanderung. 7 erfrischende Wanderungen aus unserer Region hat nun Stefan Herbke, der bekannte Berg-Journalist, in seinen neuen Wanderführer Touren am Wasser – 35 erfrischende Wanderungen zu Bergseen und Klammen in den Bayerischen Alpen aufgenommen.

Stefan Herbke: Touren am Wasser|35 erfrischende Wanderungen zu Bergseen und Klammen in den Bayerischen Alpen

Stefan Herbke: Touren am Wasser | 35 erfrischende Wanderungen zu Bergseen und Klammen in den Bayerischen Alpen

Wanderungen und Bergtouren am Wasser

Die von Stefan Herbke aufgeführten Touren decken das ganze Spektrum des Wanderns ab: Von einfachen und gemütlichen Wanderungen bis zur Touren im hochalpinen Gelände. Die einzelnen Touren sind:weiterlesen »

Sepp Wurm

Skitour auf den Jenner

 von Sepp

Unterwegs auf dem Königsweg

Absolutes Traumwetter herrschte gestern! Und auch wenn im Tal schon alles nach Frühling aussieht, sind die Skitourenbedingungen in den höheren Lagen noch sehr gut. Ich entschied mich gestern zu einer kleinen Skitour am Jenner. Da die Schneesituation in den Tallagen schwierig ist, startete ich meine Tour an de Mittelstation der Jennerbahn. Von dort ging ich über den Königsweg in Richtung Wasserfallalm. Noch im Schatten liegend, herrschten hier noch relativ kühle Temperaturen. Dafür ergaben sich optisch tolle Kontraste zwischen der dunklen Almfläche und dem sonnenbeschienenen Watzmann gegenüber.

Der Watzmann von der Wasserfallalm

Der Watzmann von der Wasserfallalm

Hin und wieder offenbarte sich ein Blick auf den Königsee, der sich bis in den Vormittag unter einer Nebeldecke versteckte. Ohne große Steigungen führt mich der Weg bis zur Königsbachalm.

Die Königsbachalm

Die Königsbachalm

Natürlich hätte ich auch den Weg über Lohmais einschlagen können. doch ich wollte an diesem Tag ganz gemütlich gehen, ohne die Minuten zu zählen.

 

Von der Königsbachalm zur Königsbergalm

Hinter der Königsbachalm wird der Weg dann steiler: Durch den Wald  führt eine gut gespurte Spur als Abkürzung abseits des bekannten Sommerweges zur Königsbergalm. An der Alm ansgekommen grüßt von oben bereits die Bergstation und das Restaurant unterhalb des Jennergiofels.weiterlesen »