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Schlagwort: Schnitzen
Rosi Fürmann

Die Berchtesgadener War

 von Rosi
die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst "Berchtesgadener Ware" - ein ganz besonderer Christbaumschmuck - der Pfau

Die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst „Berchtesgadener Ware“ – ein ganz besonderer Christbaumschmuck – der Pfau – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

 Faszinierendes Kunsthandwerk  – eine jahrhundertalte, lebendige Tradition im Talkessel von Berchtesgaden

Zu Weihnachten hängen sie am Christbaum: Arschpfeifenrössl, Fatschenkind, Schlitten, Stern, Pfau, Hühnerstall, Engerl, Wiege, Leiterwagen, Radlbock, Pfeifenvogel oder Steckvogel, Vogelhäuschen, Spanschachtel, Holzspielzeug und vieles mehr – wunderschön farbenprächtig bemalt oder in der Natürlichkeit des Holzes erzählen sie von der jahrhundertealten Tradition eines Kunsthandwerkes – beheimatet im Talkessel von Berchtesgaden.

weihnachtlichter Christbaumschmuck - das Berchtesgadener Arschpfeiferl - traditioneller Christbaumschmuck aus Holz im Talkessel von Berchtesgaden

Weihnachtlichter Christbaumschmuck – das Berchtesgadener Arschpfeifenrössl – traditioneller Christbaumschmuck aus Holz im Talkessel von Berchtesgaden – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

Nicht schon immer ziert diese Ware den Christbaum als Weihnachtsschmuck. Ursprünglich entsteht diese Arbeit aus der Notwendigkeit heraus, sich in der Landwirtschaft des wahrscheinlich schon 12. Jahrhunderts – als von einem „Nithardos tornator (Drechsler) de Pertherskaderne“ und 1393 von einem Ulrich dem Schnitzer die Rede ist, mit einem Zuerwerb das Auskommen zu sichern. Wegen des ungünstigen Klimas und karger Böden reicht das Einkommen aus der Landwirtschaft kaum für das Überleben der Bauern und sie schaffen sich mit der Anfertigung verschiedenster Holzgegenstände für Haus und Hof einen einträglichen Zuverdienst.

der Schnitzer bei der Arbeit der bekannten Berchtesgadener Handwerkskunst "Berchtesgadener Ware" - ein ganz besonderer Christbaumschmuck

Stefan Graßl bei der Arbeit – die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst „Berchtesgadener Ware“ – ein ganz besonderer Christbaumschmuck – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

Die Handwerksordnungen des 16. Jahrhunderts – 1535 erlassen von Fürstprobst Wolfang Lenberg – beschreiben Drechsler, Schindel- und Löffelmacher, auf 1581 datiert sich eine Ordnung für Pfeifenmacher; 1637 folgt der Schnitzer und schon 1556 wird von der Zunft der Schachtelmacher berichtet. Das meist bunt bemalte Spielzeug – wie Truhen, Möbel, Kutschen, Reiterl, Docken (Holzpuppen), Vögel und Pfeiferl – entwickelt sich im Laufe der Jahre zum wohl beliebtesten Exportartikel. Einige Berchtesgadener Protestanten – damals aus ihrer Heimat vertrieben – lassen sich im Nürnberger Raum nieder und gelten als die Mitbegründer der Nürnberger Spielwarenindustrie.weiterlesen

Drei Reisetipps vom Lederhosenmacher

 von Sepp

Hin & Weg  – Deutsche Welle im Berchtesgadener Land

Für sein Reisemagazin Hin & weg, in dem die Deutsche Welle jede Woche die schönsten Seiten Deutschlands vorstellt, war ein Kamerateam in Berchtesgaden und  hat sich auf die Suche nach einem Einheimischen gemacht, der seine Geheimtipps verrät. Fündig wurde DW schließlich bei Engelbert Aigner, dem Lederhosenmacher und jüngstem Berchtesgadener Original.

Milieustudie Lederhosenmacher Engelbert Aigner

Lederhosenmacher Engelbert Aigner

Er verrät dem Team der Deutschen Welle seine Tipps für Urlauber wie auch Einheimische.

 

Der Zauberwald in Ramsau

Erste Station von Engebert Aigners Tour ist Ramsau: Hier wandert er durch den Zauberwald am Hintersee. Eine relative einfache Wanderung, die aber durch die urwüchsige Landschaft am Abfluss des Hintersees ein unverwechselbares Erlebnis bildet:weiterlesen