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Schlagwort: Starkbieranstich
Rosi Fürmann

Starkbieranstich in Teisendorf und Piding

 von Rosi

Fastenzeit – süffiges Starkbier und viel Humor beim „Derblecken“ Starkbieranstich in Teisendorf und Piding

Warum zur Fastenzeit das Starkbier? Bereits seit dem 4. Jahrhundert ist die Fastenzeit vor Ostern bezeugt. Im Lauf der Geschichte des Christentums ändern sich die Regeln und Verbote zur Fastenzeit immer wieder. Papst Gregor I. legt im Jahr 590 für die Fastenzeit fest: Nur eine Mahlzeit täglich mit dem Verbot für den Verzehr von warmblütigen Tieren und tierische Produkte wie Eier, Milch, Butter und Käse sowie Alkohol. Papst Julius III lockert diese Fastenregeln Mitte des 16. Jahrhunderts mit nur mehr dem Verzicht auf Fleisch. Fisch, Mehlspeisen und viel vegetarische Kost stehen jetzt auf dem Speiseplan. Die Fantasie, Fastenregeln zu umgehen, kennt kaum Grenzen: So erklären die Mönche z.B. Vögel und Geflügel zu Wassertieren, da sie laut Schöpfungsgeschichte am selben Tag erschaffen wurden. Sogar den Biber setzen sie wegen des schuppigen Schwanzes den Fischen gleich.

Da auch Alkohol verboten ist, greifen die Mönche zu einer List: Sie brauen das besonders nahrhafte Starkbier, um auch in der Fastenzeit den für die schwere Arbeit nötigen Kalorienbedarf zu decken. Dabei berufen sie sich auf die Regel, nach der Flüssiges das Fasten nicht bricht. Um das Bier vom Papst für die Fastenzeit genehmigen zu lassen, schicken sie eine Kostprobe nach Rom. Durch die lange Reise inzwischen verdorben lässt derPapst dieses „ungenießbare Getränk“ für die Fastenzeit zu.weiterlesen