Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Steinerne Jäger
Katharina Huber

Sonnenaufgangstour auf den Hochstaufen

 von Katharina
Hochstaufen01

Sonnenaufgang über dem Berchtesgadener Land ©KH

Warum der frühe Morgen die beste Zeit ist.
Noch ist die Luft kühl, am Horizont erhellt ein sanftes blaues Leuchten die Dunkelheit und bringt die Konturen der Umgebung zum Vorschein. Die ersten Vögel durchbrechen die Stille der Nacht während der Rest der Welt noch zu schlafen scheint. Langsam tauchen die ersten Strahlen der Morgensonne auf bis schließlich der orange-rot leuchtende Ball hinter den Gipfeln der Berge auftaucht. Keine Hektik, kein Stress – alles was zählt, ist nur der Augenblick. Schon länger hatte ich vorgehabt, diesen mal wieder in den Bergen genießen zu können und letztens sollte es so sein – am Hausberg Reichenhalls, dem Hochstaufen.

Zum Sonnenaufgang auf den Hochstaufen
Der markante Felsberg, gelegen zwischen Bad Reichenhall, Piding und Anger, ist der östlichste Berg der Chiemgauer Alpen und bekannt für sein weitreichendes Panorama, das an schönen Herbsttagen weit über den Chiemsee reichen soll. Beste Voraussetzungen also für eine Sonnenaufgangtour, die bei Tageslicht über den Pidinger Klettersteig an den Gipfel gehen soll.

Also starten wir früh morgens um 05:00 Uhr am Wanderparkplatz kurz nach Urwies. Es ist schon nicht mehr ganz so dunkel wie auf der Fahrt ins Berchtesgadener Land, als man die Umrisse der Berge nur erahnen konnte. In dieser dämmrigen Stimmung folgen wir den gut ausgeschilderten Forstweg Richtung Klettersteig. Mit jedem Schritt wird es gefühlt heller und heller, bis endlich die ersten Sonnenstrahlen durch die Baumwipfel scheinen. Angekommen an einer Lichtung erhaschen wir einen ersten Blick auf die rotgefärbte Kugel, die am Horizont knapp über den Gipfeln steht und das Tal anscheint. Da ist er, dieser Augenblick.

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Ein paar Sekunden innehalten und den Moment genießen ©FH

Nach kurzer Pause gehen wir weiter und folgen weiterhin der Beschilderung Richtung Klettersteig. Ich weiß nicht, ob es an dem Sommer 2016 liegt, oder ob es einfach mein Timing ist: Nachdem ich am Hochthron Klettersteig im Juni schon unerwartet vom Nebel überrascht worden bin, so ist es heute der Nieselregen. Die guten Wetterprognosen am Morgen waren wohl zu optimistisch. Auch wenn der Nieselregen glücklicherweise nicht lange anhält: Feuchtigkeit und Klettersteige sind keine angenehme Mischung. Trotzdem gehen wir weiter und wollen am Einstiegsplatz entscheiden, ob der Fels trocken genug ist, um einsteigen zu können.

Auch das Tal bleibt vom Nieselregen nicht verschont. ©KH

Auch das Tal bleibt vom Nieselregen nicht verschont ©KH

Nach einer Stunde Zustieg erreichen wir ein steiles Geröllfeld, das uns einen schönen Ausblick ins Tal schenkt und uns direkt zum gekennzeichneten Einstiegsplatz des Steiges führt.

Der Einstieg in den Pidinger Klettersteig.
Ein prüfender Blick auf die Felsen des Hochstaufens erleichtert uns, denn diese scheinen trocken zu sein, sodass wir die Tour wie geplant fortsetzen können. So starten wir gleich, nachdem wir die komplette Klettersteigausrüstung angelegt haben. Den Pidinger Klettersteig, ausgezeichnet mit der Schwierigkeit D, zählen Manche zu den schwierigsten Klettersteigen Deutschlands, weshalb auch dieser Klettersteig keinesfalls unterschätzt werden soll. Es handelt sich um einen Sportklettersteig, welcher kraftraubend ist und absolute Schwindelfreiheit verlangt. Eine vollständige Klettersteigausrüstung inklusive Steinschlaghelm und Handschuhe ist unabdingbar, ebenso empfehle ich eine Bandschlinge mit geeignetem Karabiner als Rastmöglichkeit. Erfüllt man aber alle Voraussetzungen, ist dieser Steig ein wahrer Genuss!weiterlesen

Michael

Frühherbst »in der Goldtropf«

 von Michael

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Der Steig durch die Goldtropf-Wand am Hochstaufen ist – anders als in meiner Jugend – heute ja kein echter Geheimtipp mehr – trotzdem immer wieder schön. Teilweise markiert, wenn auch (noch) nicht ausgeschildert, zieht er gekonnt durch die steile Südflanke des für seine Lage und relativ niedrige Höhe recht alpinen Staufens. Die senkrechte Wandstufe etwa in der Mitte des Berges durchzieht ein breites Band, das dieser schöne Anstieg nutzt, auf dem man aber durchaus trittsicher und einigermaßen schwindelfrei sein sollte. Auch die Steinschlaggefahr sollte man (zumindest, wenn mehrere Bergsteigern unterwegs sind) nicht unterschätzen.

Mitte September – wir hatten gerade lieben Besuch, der auch mal ausschlafen wollte 😉 – standen wir recht früh auf und erlebten direkt unter den Felsen der (eigentlichen) Goldtropf-Wand (der Rest der Tour ist ja keine Wand, sondern »nur« eine Steilflanke, die es allerdings schon in sich hat) einen traumhaften Sonnenaufgang – und waren an diesem Donnerstag wirklich ganz, ganz allein – bis auf die zahlreichen Gamsmütter mit ihren Kids(en).

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Am Frühstücksplatzerl mit seinen vielen Gedenktafeln gab es natürlich eine Pause, die Stöcke verschwanden in den Rucksäcken, und dann begann die hübsche Route über Schrofen, kleine Wiesen, zwischen Latschen und ab und zu auch mit ein bisschen leichter Kletterei, die kurz unterm Gipfel auf dem »Normalweg« leider nur allzu schnell endet.weiterlesen

Herbstbergtour auf den Hochstaufen

 von Sepp
Blick nach Bad Reichenhall

Blick nach Bad Reichenhall

Es ist zwar schon November, doch das perfekte Wanderwetter hält an. Zwar liegt in den Hochlagen noch Schnee, aber unterhalb von 2.000 Metern kann man auch noch schöne Gipfeltouren machen. Wir waren am Sonntag zum Beispiel auf dem Hochstaufen bei Bad Reichenhall: Als Aufstieg wählten wir die Variante über die Steinernen Jäger zum Reichenhaller Haus und im Abstieg die Variante über die Bartlmahd. So ergibt sich eine wuderschöne und extrem abwechslungsreiche Rundtour!

Wir starten am Vormittag an der Padinger Alm im Bad Reichenhaller Ortsteil Nonn. Wir folgen der Beschilderung Reichenhaller Haus entlang eines Forstweges. Bald zweigt vom breiten Weg ein schmaler Pfad ab, der durch lichten Buchenwald teilweise steil bergauf führt. Hin und wieder ergeben sich wunderschöne Tiefblicke auf Bad Reichenhall.

Ab der Baumgrenze wird der Weg etwas schwieriger, hin und wieder ist ein beherztes Zupacken gefordert. Von unten sehen wir jetzt schon zum Gipfel und zum beeindruckend unterhalb gelegenen Reichenhaller Haus. Insgesamt ist der Weg extrem abwechslungsreich, erst geht`s durch den Wald,  an der Baumgrenze einmal sogar über eine Stahltreppe und zu Schluss durch griffigen Fels. Wirklich wunderbar!

Blick zum Staufenhaus im Aufstieg

Blick zum Staufenhaus im Aufstieg

Schon von unten sehen wir, dass heute sehr viel los ist, am Gipfel und auch am Haus. Auch etliche Gleitschirmflieger sind in der Luft und nutzen das Traumwetter zu einem Ausflug. Doch bevor wir es uns auf der Terrasse gemütlich machen, geht`s noch wenige Meter hoch zum Gipfel.

Blick zum Zwiesel und zum Chiemsee kurz unterhalb des Gipfels

Blick zum Zwiesel und zum Chiemsee kurz unterhalb des Gipfels

Auch über den Pidinger Klettersteig, der kurz unterhalb des Gipfels mündet, haben einige den Weg auf den Staufen gefunden.

Am Gipfel des Hochstaufen

Am Gipfel des Hochstaufen

Und sogar ein paar vollgefederte Mountaibikes haben es – wahrscheinlich auf dem Rücken ihrer Fahrer – rauf geschafft . Und alle genießen den Ausblick an diesem wunderbaren Herbsttag.weiterlesen