Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Steinernes Meer
Durch das Steinerne Meer

Durch das Steinerne Meer

Traditionelle Hüttenwanderung für Jugendliche von elf bis 15 Jahren

Vom 31. Juli bis 2. August veranstaltet die Nationalparkverwaltung die traditionelle Hüttenwanderung für Jugendliche von elf bis 15 Jahren durch den Nationalpark Berchtesgaden. Die Tour führt durch das Steinerne Meer mit Übernachtungen im Ingolstädter Haus und im Kärlingerhaus am Funtensee. Begleitet werden die Jugendlichen von Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung, auf dem Programm stehen neben einer anspruchsvollen Mehrtageswanderung auch Spiele in der Natur und Gaudi auf den Hütten.

Der Unkostenbeitrag beträgt 65 Euro, es sind noch Plätze frei. Anmeldung und Informationen bis 6. Juli unter umweltbildung@npv-bgd.bayern.de oder +8652-9686118.

Frühester Saisonbeginn am Ingolstädter Haus

 von Sepp
Frühling am Ingolstädter Haus

Frühling am Ingolstädter Haus

2132 Meter hoch liegt das Ingolstädter Haus am Fuße des Hundstods im Steinernen Meer. Normalerweise ist Ende Mai, Anfang Juni dort oben noch tiefer Winter. Dieses Jahr aber hat der warme und niederschlagsarme Frühling den schneereichen Winter schnell besiegt: Erstmals konnten die Hüttenwirte Resi und Rudi Senninger das Haus schon Ende Mai öffnen. Ich habe den Prangertag (Fronleichnam) gleich genutzt, um der Hütte einen Besuch abzustatten.

Der Weg zum Ingolstädter Haus ist weit. Durch Wimbachgries und dann über Trischübel und Hundstodgatterl war mir zu mühsam, der Weg übers Steinerne Meer ist noch nicht ganz schneefrei. Ein Übergang vom Kärlingerhaus problemlos machbar, aber auch aufwändig. Stattdessen entscheide ich mich für die Auffahrt mit dem Rad bis zur Kallbrunnalm im Naturpark Weißbach.

Mit dem Mountainbike zur Kallbrunnalm

Mit dem Mountainbike zur Kallbrunnalm

Bis zum Dießbachstausee kann man mit dem Mountainbike fahren. Dann beginnt der Fußweg. An der Ostseite des Sees führt ein Weg in stellenweise extrem steilem Auf- und Ab bis ins Tal hinter dem Stausee. Am Dießbach entlang schlängelt sich der Weg bis zur Talstation der Materialseilbahn.

Am Dießbach entlang

Am Dießbach entlang

Ab hier wird der Weg steiler und schmaler. In einer lieblichen Landschaft führt der Weg hinauf.

Im Aufstieg zum Ingolstädter Haus

Im Aufstieg zum Ingolstädter Haus

Bald erreiche ich einen Wegeknoten: Nach links geht’s hinauf zur wunderschönen Hochwies, zum Seehorn über Kematenschneid und ins Wimbachgries über den Loferer Seilergraben. Ich nehme den rechten Weg, der mich laut Wegweiser in 1 ¼ Stunden zum Ingolstädter Haus bringen soll.

Noch 1 1/4 Stunden

Noch 1 1/4 Stunden

Die Landschaft verändert sich jetzt merklich: Es wird schroffer, saftiges Grün weicht mehr und mehr grauem Fels. Über vereinzelte Schneefelder blicke ich am Seehorn vorbei zurück zum See.weiterlesen

Die neuen Wirte vom Funtensee

 von Sepp
Die alten und die neuen Hüttenwirte vom Kärlingerhaus

Die alten und die neuen Hüttenwirte vom Kärlingerhaus

Andreas und Michael Bachmann übernehmen von Gabi und Sigi Hinterbrandner

Auf dem Kärlingerhaus, der ältesten und größten Alpenvereinshütte in den Berchtesgadener Alpen, steht dieses Jahr eine Veränderung an. Ab Mai übernehmen die Brüder Andreas und Michael Bachmann aus Salzburg die Bewirtschaftung, da die bisherigen Wirte Gabi und Sigi Hinterbrandner vom Funtensee auf das Purtschellerhaus am Hohen Göll wechseln.

Die beiden Brüder Bachmann waren bis Ostern auf der Priener Hütte unterhalb des Geigelstein tätig und verfügen über langjährige Gastronomieerfahrung. Ab Pfingsten (18.Mai) wird das Kärlingerhaus dieses Jahr seine Türen für die Sommersaison öffnen. Der viele Schnee aus dem vergangenen Winter wird sich auf der Hochfläche des Steinernen Meeres dieses Jahr zwar noch einige Zeit halten, aber der Zugang zur Hütte am Funtensee sollte bis dahin weitgehend schneefrei sein. Ein Besuch bei den neuen Wirten steht also nichts im Wege.

Das Kärlingerhaus

Das Kärlingerhaus

Die DAV-Sektion Berchtesgaden hofft, dass die neuen Pächter die Hütte möglichst ebenso lange führen wie ihre Vorgänger, die die Hütten in den letzten 8 Jahre zur vollsten Zufriedenheit der Sektion geführt haben.weiterlesen

TRAUMPFADE: RUND UM DEN KÖNIGSSEE

 von Sepp
Traumpfade: Mehrtages Tour rund um den Königssee © Guthknecht

Traumpfade: Mehrtages Tour rund um den Königssee © Guthknecht

TV-Tipp: Florian Guthknecht wandert um den Königssee

Der Königssee und der Watzmann ziehen mit ihrer Schönheit und ihrem Mythos Menschen aus der ganzen Welt an. Doch abseits der Touristen Ströme, tief im Herzen des Nationalparks Berchtesgaden entdeckt Moderator Florian Guthknecht Ruhe und Einsamkeit.

Startpunkt der mehrtägigen Hüttentour ist der Königssee. Vorbei am berühmten Malerwinkel, der einen ersten Ausblick auf den Königssee bietet, wandert Florian hinein in die Berchtesgadener Bergwelt.

Der Königssee ist der Ausgangspunkt der Tour © Guthknecht

Der Königssee ist der Ausgangspunkt der Tour © Guthknecht

Auf seiner Tour von Hütte zu Hütte entdeckt Florian Guthknecht nicht nur die Einsamkeit, sondern trifft auch auf interessante Persönlichkeiten. Mit Nina Schlesener, Hüttenwirtskind und Deutschlands erste staatlich geprüften Bergführerin, erklimmt er den Schneibstein.

Mit Bergführerin Nina Schlesener auf den Schneibstein © Guthknecht

Mit Bergführerin Nina Schlesener auf den Schneibstein © Guthknecht

Der 2.276 Meter hohe Schneibstein markiert den ersten Gipfel seiner Hüttentour rund um den Königssee.

Auf dem Schneibstein © Guthknecht

Auf dem Schneibstein © Guthknecht

Nach einer Übernachtung auf der Gotzenalm verlässt der Moderator das Hagengebirge.weiterlesen

Waldi

Beste Tourenbedingungen für die Hundstod-Reib’n

 von Waldi

Letzte Woche nutzten wir die tollen Skitouren-Bedingungen, die zur Zeit im Berchtesgadener Land herrschen. An der Wimbachbrücke starteten wir und wanderten bis zur Grieshütte. Nach ca 2 1/2 Stunden konnten wir hier eine kleine Trinkpause machen. Die Palfenhörner, der Blickfang vom Wimbachgries, erfreuten unser Auge.

Nun gings weiter zum Trieschübel, der Pass,über dem man auch zum Königssee gehen kann. weiterlesen

TV-Tipp Berggeschichten: Der Funtensee

 von Sepp
Der Funtensee im Winter

Der Funtensee im Winter

Kalt und geheimnisvoll. Der Funtensee im Steinernen Meer

„Jenseits von Gut und Böse liegt er“, sagen die Einheimischen über den Funtensee in den Berchtesgadener Alpen. Tatsächlich findet man den kleinen Bergsee, der als kältester Ort Deutschlands Berühmtheit erlangt hat, auf 1.600 Metern Höhe in einer Senke mitten im Steinernen Meer. Das eigenwillige Naturidyll hält mit einer Tiefsttemperatur von minus 45,9 Grad den deutschen Kälte-Rekord und ist wegen seines Mikroklimas und seiner abgeschiedenen Lage ein faszinierendes Phänomen. Außer Wetterforschern würde wohl kaum jemand an diesen gottverlassenen Ort kommen, gäbe es da nicht das Kärlingerhaus, das etwas oberhalb des Sees liegt. Erreichen kann man die Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins über den fünfstündigen anstrengenden Aufstieg von St. Bartholomä am Königssee, der in mehr als 30 schmalen Serpentinen durch die berüchtigte Saugasse hinaufführt.

Der Funtensee im Steinernen Meer

Der Funtensee im Steinernen Meer

Eine Straße zum Funtensee gibt es nicht, deshalb fliegt der Versorgungshubschrauber das Kärlingerhaus in den Sommermonaten einmal in der Woche an – aber nur, wenn es das Wetter zulässt. Für die Hüttenwirte ist die Bewirtschaftung in der extremen Lage eine logistische Herausforderung.weiterlesen

Kurzurlaub im Steinernen Meer

 von Sepp
Kurzurlaub im Steinernen Meer

Kurzurlaub im Steinernen Meer

Das Ingolstädter Haus und seine Hausberge

Ich habe den Brückentag zu Maria Himmelfahrt zu einem Kurzurlaub genutzt. Ich habe mich nämlich für zwei Tage auf dem Ingolstädter Haus im Steinernen Meer einquartiert. Den Termin habe ich schon vor Wochen fixiert, als ich zu Beginn der Hüttensaison schon mal am Ingolstädter Haus war. Man sollte nie ohne zu reservieren auf einer Berghütte auftauchen, besonders nicht an solchen langen Wochenenden. Doch dazu später mehr.

Als ich am Sonntagvormittag aufbreche, ist es bewölkt, kurzzeitig regnet es sogar leicht. Meine Vorfreude mindert das aber nicht im Geringsten. Um den Zustieg ins Steinerne Meer zu erleichtern, fahre ich mit dem E-Mountainbike durchs Klausbachtal über den Hirschbichl zur Kallbrunnalm. Der Himmel präsentiert sich jetzt schon freundlicher, stellenweise ist sogar schon Blau zu sehen.

Auf der Kallbrunnalm

Auf der Kallbrunnalm

Nach kurzer Kaffeepause an der Kallbrunnalm fahre ich weiter zum Dießbachstausee und folge dem Weg auf der rechte Seite des Stausees zur Talstation der Materialseilbahn. Hier deponiere ich mein Radl und gehe zu Fuß weiter. Auf dem Weg hinauf zum Ingolstädter Haus kriege ich noch ein paar vereinzelte Regentropfen ab, doch das stört mich nicht. Beim Gehen ist die kühlende Wirkung der Tropfen sogar sehr willkommen.

Am Wegesrand im Aufstieg zum Ingolstädter Haus

Am Wegesrand im Aufstieg zum Ingolstädter Haus

Als ich das Haus erreiche ist von Regen keine Spur mehr, der Himmel wird bald völlig aufreißen.

Ankunft am Ingolstädter Haus

Ankunft am Ingolstädter Haus

An der Hütte gönne ich mir erstmal eine heiße Suppe und ein kaltes Getränk. Auf der Terrasse des Ingolstädter Hauses genieße ich meinen Urlaub.weiterlesen

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

Hüttentouren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und so kommt es, dass ein Großteil der Berghütten hier in den Berchtesgadener Alpen zum Teil schon ausgebucht sind für Übernachtungen. Doch, was heißt das genau? Was wenn ich auf das Geradewohl vorbei komme – werde ich dann weggeschickt? Brauche ich dann einen Schlafsack? Was soll ich mitnehmen auf meine Hüttentour?

All diese Fragen werde ich euch beantworten. Ehrlich und konkret. Danach folgt eine Beschreibung einer 2-Tagestour durch das Steinere Meer, die ich vor kurzem gegangen bin.

Fangen wir mal beim Rucksack an. Was wollt ihr eigentlich mit euren 60 Liter Rucksäcken, die schon über dem Kopf überhängen? Vollkommen unnötig! Außer ihr wollt nun die ganze Sommersaison in einer Berghütte verbringen! In den Rucksack soll ein dicker Pulli, eine dicke Jacke, eine Windjacke (super klein faltbar), T-Shirts, Tops, Unterwäsche, Socken, eine Wechselhose und vielleicht Shorts. Zu Essen reichen Müsli-Rigel und dafür eine große mind. 1,5-Liter Flasche die nachfüllbar ist. In den Berghütten kann man sehr gut essen. Denn Gewinn machen die Berghütten nur durch die Konsumation von Essen/Getränken. Alpenvereinshütten müssen einen Großteil der Übernachtungsgebühr an den deutschen Alpenverein abführen. Apropo Alpenverein: Berghütten des Alpenvereines sind auch Schutzhütten, was bedeutet ist ein Abstieg ins Tal nicht mehr zumutbar, so kommt ihr sicher im Notlager oder sogar im Gastraum auf einer Matratze unter. Ihr werdet nicht vor die Haustüre geschickt am Abend. Am Wochenende sind die Berghütten immer heillos überfüllt. Macht eure Hüttentour doch besser unter der Woche. Und was wollt ihr mit euren Zelten, Isomatten und Schlafsäcken?! Campieren ist im Nationalpark Berchtesgaden strengstens verboten! Wer erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen. In den Berghütten gibt es sowohl im Matratzenlager, als auch in den Bettenlager genügend Decken und Kissen. Ihr braucht nur ein Inlett, also Hüttenschlafsack. Diese können in vielen Hütten geliehen werden oder kostengünstig gekauft werden. Das Packmaß ist winzig.

Also hier nochmal zusammengefasst:

  1. Den Rucksack minimalistisch packen. In der Regel reicht ein 30 Liter Rucksack für 3-4 Tage
  2. In den Berghütten Essen/Trinken konsumieren
  3.  Tour besser unter der Woche machen, da sonst schlafen in einer heillos überfüllten Hütte
  4. Campieren verboten! Zelt, Isomatte und Schlafsack zu Hause lassen.

So, jetzt kennt ihr euch aus.
Jetzt fragt ihr euch wieso redet die denn so schlau daher? Ganz einfach: Ich habe selbst schon in einer Berghütte gearbeitet, bin mehrmals die Woche in den Bergen unterwegs und beruflich im Tourismus tätig. Deswegen kommen hier auch ein paar Tipps und eine Tour, die ich vor kurzem machte als Beispiel.

Ein ehrlicher Guide durch das steinere Meer (denn wusstet ihr was blaue Linie im steinerne Meer bedeuten?!).

Tag 1:
Oft werde ich gefragt wohin mit dem Auto, wenn der Start nicht gleich der Endpunkt ist. Dazu rate ich immer die Tour zu einer Rundtour zu machen oder den Endpunkt so zu legen, dass man Mithilfe des ÖPNV zum Auto zurück gelangt. So auch heute. Das Auto lasse ich zu Hause in Schönau am Königssee (alternativ Mehrtagesticket am Automaten am Großparkplatz Königssee lösen). Mit dem ersten Schiff fahre ich bis zur Halbinsel St. Bartholomä. Mir wird wieder bewusst, dass ich am schönsten See Deutschlands lebe. An der Halbinsel angekommen biege ich gleich nach links und folge der Beschilderung Kärlingerhaus. Ausgeschildert ist es hier mit 5 Stunden für den Aufstieg über Saugasse zum Funtensee. Ehrlich gesagt kenne ich niemaden, der so lange brauchte. Der Druchschnitt is 3-3,5 Stunden. Meinen Kreislauf treibe ich gleich hoch indem ich das Tempo hoch anziehe. Denn nicht nur das Kärlingerhaus ist mein heutiges Ziel sondern auch 2 Gipfel. Also zack zack am Ufer entlang, steile schweißtreibende Kehren bis ins Schrainbachtal, dann flach am Schrainbach entlang und dann bin ich direkt vor ihr: der Saugasse. Ihr Ruf ist deutlich schlechter als sie ist. Das Ungewöhnliche an der Saugasse ist nur, dass man viele Höhenmeter über einige Spitzkehren macht. Der Endspurt nach der Saugasse zieht sich. Nach 2,5 Stunden habe ich das Kärlingerhaus erreicht. Die Haxen sind auf Autopilot, mein Kreislauf hasst mich gerade. Viel Wasser und zuckerhaltiges Essen brauche ich. Denn nun geht es weiter zum Gipfel des Viehkogels. Es geht steil und über mehrere Schuttrinnen bergauf. Man durchquert das wilde Viehkogeltal. 1 Stunde 45 Minuten dauert der Aufstieg.

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

NUN EINE INFO, DIE ES IN KAUM EINEM WANDERFÜHRER GIBT: Wenn ihr über das Viehkogeltal zum Riemannhaus wollt, dann müst ihr hinter der Viehkogeltalhütte den blauen Linien nach rechts folgen. Nicht den roten Punkten! Denn die roten Punkte führen zum Gifel des Viehkogel. Aber Achtung oft bedeuten blaue Linien, dass dort der Weg zum Gipfel führt. Vor allem auf österreichischer Seite des stenernen Meeres. Bitte im steinernen Meer oft auch auf den Boden achten. Denn dort findet man gesprayed oder mit Edding auf Stein geschrieben die Richtung. Es gibt im stenernen Meer kaum Wegweiser.

Nach dem letzten, sehr schottrigen Steilaufschwung habe ich die Gipfelwiese des Viehkogels erreicht. Dieser Gipfel bietet tolle Blicke zu den Funtenseetauern und auf das steinerne Meer. Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg. Da der Weg doch recht rutschig ist, empfieht sich hier Trekkingstöcke zu nutzen.

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

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Der Weg zurück zum Hundstodgatterl; links zu sehen der Hundstod

Das Berchtesgadener Land zieht jährlich tausende von TouristInnen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands sowie dem Ausland an. Die atemberaubende Vielfalt sowie die Kombination aus Bergen, Seen, Almen und geschützter Natur bietet auch den Einheimischen die attraktive Möglichkeit, den Urlaub in ,,der Heimat“ zu verbringen.

So gestaltete auch ich meinen Urlaub mit etlichen, lang ersehnten Trailrunningtouren im Raum Berchtesgaden. Eine davon sollte der Einblick in das Steinerne Meer mit Besuch des Ingolstädter Hauses bilden.

Nach frühem Aufbrechen eines heißen Samstages liefen mein Partner und ich von der Wimbachbrücke in Ramsau los. Vorbei an der Wimbachklamm ging es zunächst in Richtung Wimbachschloss – welches durch ein moderates Lauftempo nach dreizig Minuten erreicht werden konnte.

Die Sicht war bereits so klar, dass wir während des ,,Warmlaufens“ die uns umliegenden Berge bestaunen konnten. Das Wimbachtal löst mit seiner bloßen Existenz immer wieder Faszination auf mich aus: So fühlt man sich im Hochsommer teilweise wie im death valley. Rechts das Watzmann- ; links von uns das Hochkaltermassiv. Vor uns liegend der Loferer Seilergraben. Die Wegbeschaffenheit: Steinig. Optimale Voraussetzungen für einen landschaftlich hochkarätigen Trailrun!

Nach circa einer Stunde erreichen wir die Wimbachgrieshütte – wo wir bereits unsere Trinkbehältnisse auffüllen. Früh morgens stoßen wir hier auf Übernachtungsgäste, die sich mit einem Frühstücksbuffet für ihren weiteren Auf- bzw. Abstieg auf der Terrasse stärken. Es herrscht eine ruhige, dennoch ausgelassene Stimmung und die, teils verschlafenen Gesichter erwecken durch den nun einsetzenden Sonneneinbruch im Gries zu neuer Frische.

Nach kurzer Pause laufen wir weiter in Richtung Trischübelpass. Der Weg wird nun vertikaler und so müssen wir auch unsere Schnelligkeit an die Gegebenheiten des Weges anpassen. Unterhalb des Passes genießen wir den weitläufigen Einblick ins Wimbachgries. Ein Schmankerl für jeden Naturliebhaber!

Blick ins Wimbachtal

Beim Trischübel angekommen entdecken wir die ersten Gämse, die bereits munter durch die Natur streifen und sich von uns scheinbar so gar nicht beirren lassen wollen. Interessiert sehen sie uns an und entscheiden sich letztlich, einen anderen Weg einzuschlagen.weiterlesen

Lieblingsplatz – Hirschwieskopf 2.114m

 von Ann-Kathrin
Gipfel Hirschwieskopf mit Watzmann-Südspitze © Ann-Kathrin Helbig

Gipfel Hirschwieskopf mit Watzmann-Südspitze © Ann-Kathrin Helbig

Oder: Wenn du dich so wohl am Berg fühlst, dass du einschläfst und dir einen ziemlich unschönen Sonnenbrand zuziehst.

So geschehen vor Kurzem auf dem Hirschwieskopf. Der Hirschwieskopf ist der südlichste Gipfel im Watzmann-Massiv und einer meiner liebsten Plätze im Nationalpark Berchtesgaden. Dieser 2000er ist meiner Meinung nach einer der einfachsten zu erklimmbaren 2000er in den Berchtesgadener Bergen. Allerdings muss dazu erwähnt sein, dass er technisch nicht schwer ist, aber eine starke Kondition vom Bergwanderer erfordert wird. Am schnellsten kommt man zum Hirschwieskopf von der Wimbachbrücke im Bergsteigerdorf Ramsau. Dort empfiehlt sich auch die Besichtigung der beeindruckenden Wimbachklamm.

Von dort aus muss man möglichst schnellen Schrittes zur Wimbachgrieshütte wandern. Der Weg durch das Wimbachgries ist lang, aber weist nur wenig Steigung auf. Für diese Tour starte ich auch gerne sehr früh am Morgen, denn dann knallt im Hochsommer die Sonne noch nicht so stark. Laut Wegeschild braucht man 3 Stunden bis zur Wimbachgrieshütte. An diesem Tag brauche ich 1:15 Std., denn der gute Kuchen in der Wimbachgrieshütte lockt mich. Dort gibt es tatsächlich einen glutenfreien Kuchen und der schmeckt köstlich! Von der Wimbachgrieshütte ist nun der Hirschwieskopf gut erkennbar. Wenn man in das Ende des Wimbachtales schaut, so sieht man mittig eine Senke (das ist der Trischüblpass, der Übergang zum Königssee) und links davon ein schroffer Berg, der aussieht als hätte man ihm die Spitze abgeschnitten – wie von einem Eierköpfer 😀 Das ist der Hirschwieskopf!weiterlesen