Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Steinernes Meer

Pilger im Steinernen Meer

 von Sepp

24. August: Der Bartholomäus Tag

Dieses Jahr fällt der Termin der Almer Wallfahrt genau auf den Bartholomäustag, den 24. August. Sonst war die Wallfahrt immer am ersten Samstag nach dem 24. August. Am darauf folgenden Sonntag ist dann immer Kirchweih der Wallfahrtskirche Sankt Bartholomä, dem Zielpunkt der Wallfahrt.

Almer Wallfahrt kurz vorm Funtensee

Almer Wallfahrt kurz vorm Funtensee

Die Almer Wallfahrt gilt als älteste Hochgebirgswallfahrt in Europa: erstmals wurde sie 1635 erwähnt, damals noch mit Dürrnberg als Zielpunkt. Nachdem 1688 mehr als 70 Pilger beim Übersetzen über den Königssee ertranken, ist seitdem St. Bartholomä das Ziel der Almer Wallfahrt. Einen Rekord verzeichnete die Wallfahrt 2006, als über 2.000 Menschen daran teilnahmen.

 

Wallfahrt durch das Steinerne Meer

Eigentlicher Treffpunkt der Wallfahrer ist das Riemannhaus auf 2.117 Metern Höhe in der Ramseider Scharte, wo die eigentliche Wallfahrt um 8 Uhr mit einer Bergmesse beginnt. Konditionell starke Bergsteiger steigen im Dunkel des Morgens auf, andere bereits am Vortag und übernachten auf der Berghütte.

Riemannhaus im Steinernen Meer

Riemannhaus im Steinernen Meer

Vom Riemannhaus führt der Weg der Pilger mitten durch das Steinerne Meer.weiterlesen

Christian Thiel

Kärlingerhaus – Funtensee – Viehkogel

 von Christian
Kärlingerhaus am Funtensee

Kärlingerhaus am Funtensee

Vom Königsee über die Saugasse zum Funtensee

Die bisher schönste Bergtour meines Lebens führte uns von St. Bartholmä am Königssee über die Saugasse zum Kärlingerhaus am Funtensee. Abends folgte noch ein Abstecher auf den Viehkogel. Am vergangenen Wochenende war es soweit. Bereits im April hatten wir 13 Übernachtungsplätze im Kärlingerhaus reserviert, da dieses an den Wochenenden komplett ausgebucht ist! Unter den 13 Personen waren 8 Kinder und Jugendliche von unserem Tennisverein, die Tour war eine Belohnung für die sportlichen Leistungen der Kids. Als Begleiter waren 5 Erwachsene mit dabei, darunter auch ich.

Am Samstag hieß es früh aufstehen, da wir bereits mit dem ersten Schiff um 8:00 Uhr nach St. Bartholomä übersetzten.

Schifffahrt über den Königssee am Morgen

Schifffahrt über den Königssee am Morgen

Von dort aus starteten wir um Punkt 9 Uhr, zunächst flach am See entlang bis zum Eisbach. Nach dem Eisbach geht es bergauf und zwar gleich am Anfang richtig knackig. Die ersten Meter sind noch angenehm doch dann wirds richtig steil. Es geht am Schrainbachfall vorbei hinauf auf das erste Plateau. Zur Erholung geht es dann am Bach entlang etwas gemütlicher vorwärts. Nach insgesamt zwei Stunden Gehzeit erreichten wir den Anfang der Saugausse.

Suagasse zwischen Königssee und Funtensee

In 38 Kehren führt die Saugasse vom Königssee zum Funtensee

Doch bevor wir diesen anstrengenden Teil der Tour angingen, gabs erstmal eine Brotzeit.

Durch die Saugasse zum Kärlingerhaus

Nachdem wir uns etwa eine halbe Stunde erholt und gestärkt hatten ging es in die Saugasse. 38 Kehren führen durch das steile imposante von Felsen umrahmte Gelände, eine echtes Erlebnis.weiterlesen

Unter unserem Himmel im Hagengebirge

 von Sepp

Das Hagengebirge – Unbekannte Bergewelt

Die Berchtesgadener Alpen sind beliebtes Ziel für Wanderer, Kletterer, Mountainbiker, Skifahrer oder Snowboarder. Doch mittendrin, hoch über dem Königssee, gibt es einen noch fast unberührten Flecken: das Hagengebirge. Hier sucht man Seilbahnen genauso vergebens wie präparierte Skipisten, die bewirtschaftete Hütten sind meist erst nach stundenlangem Fußmarsch erreichbar.

Bergtour im Hagengebirge

Bergtour im Hagengebirge

Dafür kann man hier eine einmalige Gebirgswelt erleben, seltene Pflanzen und Tiere entdecken und in aller Ruhe Gämsen und Steinböcke beobachten.

 

Ehemaliges Jagdrevier des Adels

Der Grund für diese Abgeschiedenheit ist, dass das mächtige Gebirgsmassiv lange Zeit als Jagdgebiet diente, erst für den Hochadel, später kam dann der Geldadel. Bergsteiger und Wanderer waren nicht willkommen, weil sie das Wild störten, Alm– und Forstwirtschaft waren den Jagdinteressen untergeordnet. Noch heute sieht man im Hagengebirge sehr viele Steinböcke, die Herman Görig damals hier ansiedelte (bzw. deren Nachkommen).

Steinböcke im Hagengebirge

Steinböcke im Hagengebirge

Damit das urwüchsige Naturparadies, das teils zu Bayern, teils zu Österreich gehört, so bleibt wie es ist, wird es heute beiderseits erhalten und geschützt. Was nicht nur die Liebhaber des Hagengebirges freut, sondern auch Forscher wie Helmut Franz, der hier ungestört die Auswirkungen des Klimawandels studieren kann, die Geologen der Universität Salzburg, die in den tiefen, weit verzweigten Höhlen unterwegs sind oder Hans Maltan vom Nationalpark Berchtesgaden, der hier der Geschichte der Almwirtschaft nachgeht.weiterlesen

Skitourenwoche im Kärlingerhaus

 von Sepp

Kärlingerhaus am Funtensee öffnet vom 23.3. bis 13.4

Das Kärlingerhaus am Funtensee ist in den Wintermonaten ein wichtiger Stützpunkt für Skitourengeher, zum Beispiel auf der Großen Reibn. Deshalb ist der Winterraum auch immer geöffnet. Dieser Raum bietet ungefähr 20 Personen Platz. In den beiden Wochen um Ostern jedoch öffnet die Berghütte ganz regulär, um den Skitourengehern während der Osterwochen Einkehr und Unterkunft zu gewähren.

 

 

Die Versorgung der Hütte erfolgt, wie im Sommer auch, via Helikopter. Gestern am 21. März wurden Lebensmittel und Getränke zum Kärlingerhaus hochgeflogen.

Versorgungshubschrauber am Kärlingerhaus © HTM Helicopter - Travel - Munich GmbH

Versorgungshubschrauber am Kärlingerhaus © HTM Helicopter - Travel - Munich GmbH

Die Wirtsleute Sigi und Gabi Hinterbrander sind bereits vor Ort und bereiten alles vor für erfolgreiche Skitourenwochen. Die Öffnungszeit ist geplant bis 13. April, ist aber selbstverständlich vom Wetter abhängig.

 

Skitour Große Reibn und weitere Tourenmöglichkeiten

Die bekannte und besonders zu Ostern sehr beliebte Skitour Große Reibn führt einmal um den Königssee: Vom Jenner über das Stahlhaus auf den Schneibstein bis zur Windscharte ist die Große Reibn identisch mit der Kleinen Reibn.weiterlesen

Berggeschichten: Der Funtensee

 von Sepp

TV-Tipp: Der Funtensee im Steinernen Meer

Es ist jetzt schon elf Jahre her, seit Jörg Kachelmann an Weihnachten 2001 die tiefste jemals in Deutschland gemessene Temperatur verkündete: Am Funtensee im Steinernen Meer zeigte das Thermometer minus 45,9 ° Celsius und der Funtensee machte landesweite Schlagzeilen. Natürlich ist dieser Wert ein Extrem, das meiste Jahr über herrschen hier oben allerdings andere Temperaturen.

Der Funtensee im Winter

Der Funtensee im Winter

Ein Team des Bayerischen Fernsehens begleitete Sigi und Gabi Hinterbrandner, die Wirtsleute vom Kärlingerhaus am Funtensee fast ein ganzes Jahr lang bei ihrer Arbiet: Vom Beginn der Saison im März, wenn das Kärlingerhaus noch tief verschneit ist und regelrecht ausgegraben werden muss um den Skitourengehern Zutritt zu ermöglichen, über die Hochsaison im Sommer, wenn bis zu 200 Bergsteiger und Wanderer eine Übernachtungsmöglichkeit am Funtensee suchen bis zum Höhepunkt der Saison, der Almer Wallfahrt, wenn bis zu 2000 Pilger das Steinerne Meer vom Österreichischen Maria Alm bis zum Königssee durchqueren und dabei auch am Kärlingerhaus Station machen.

Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Der Funtensee und das Kärlingerhaus

 

Berggeschichten im Bayerischen Fernsehen

Zu sehen ist der Beitrag am Samstag, den 29. Dezember um 19:45 Uhr im Bayerische Fernsehen in der Reihe Berggeschichten. Schaltet ein!

 

Euer Sepp BGLT

Der Dießbachstausee

 von Sepp

Speichersee bei der Kallbrunnalm

Oftmals sind Stauseen hässliche Bauwerke, die die Landschaft verunstalten. Im Fall des Dießbachstausees hingegen, fügt sich der künstliche See auf angenehme Art in die umliegende Natur ein.

Ingolstaetterhaus-Hundstod 017

1961 wurde der See aufgestaut, um Strom zu erzeugen: Über 700 Höhenmeter überwinden die Fallrohre auf dem Weg zum Kraftwerk im Tal. Wer die österreichische Bundesstraße B311 zwischen Lofer und Saalfelden schon mal gefahren ist, hat wahrscheinlich auch die Rohre bemerkt, die an der steilen Felswand entlang nach unten führen.

Die Dießbachalm

An der Stelle des heutigen Dießbachstausees lag vorher die Dießbachalm, eine – glaubt man den Erzählungen – extrem schöne Alm, eingebettet zwischen den abfallenden Wänden der Ausläufer des Steinernen Meeres, Seehorn und Hundstod sind markant zu sehen. Die Weidefläche erstreckte sich den Dießbaches entlang bergauf bis auf die Hochwiese auf fast 1.900 Metern Höhe im Steinernen Meer.

Dießbachstausee

Heute ist der Dießbachstausee ein beliebter Abstecher von der Kallbrunnalm für Wanderer und Mountainbiker.

Über den Dießbachstausee ins Steinerne Meer

Auch für Bergsteiger ist der Dießbachstausee interessant, hier führt nämlich ein Aufstieg zum Ingolstädter Haus und damit ins Steinerne Meer vorbei. Da man aber erstmal den See erreichen muss, sollte man für den Aufstieg zum Ingolstädter Haus über den Dießbachstaussee von Pürzelbach bei Lofer mindestens mit 4 Stunden  Gehzeit rechnen.

Also wenn Ihr mal auf der Kallbrunnalm seit, macht den Abstecher zum Dießbachstausee! Es lohnt sich!

Euer Sepp BGLT

Durch das Steinerne Meer

 von Sepp
Das Steinerne Meer

Das Steinerne Meer

Von Maria Alm zum Königssee

Gestern machte ich mich auf die Spuren der Almer Wallfahrt: Von Maria Alm am Hochkönig ging ich über das Steinerne Meer zum Königssee. Maria Alm ist als Startpunkt einer Tour durchs Steinerne Meer ideal, da man von hier aus in etwa 2 Stunden zum Riemannhaus aufsteigen kann und damit den schnellsten Weg ins Steinerne Meer wählt. Natürlich muss man bei einer Tagestour entsprechend früh aufbrechen und erst mal von Berchtesgaden eine Stunde mit dem Auto fahren. So kam es, dass wir mit dem Auto um 4 Uhr morgens losfuhren, und um 5 Uhr in der  Stablerau, dem Ausgangspunkt unserer Tour in Maria Alm losgingen.

Aufstieg im Dunkeln zum Riemannhaus

Natürlich war es um diese Tageszeit noch dunkel. Die erste Stunde im Aufstieg erfolgte also mit Stirnlampe, das macht aber nichts, da der Weg bis zur Talstation der Materialseilbahn zum Riemannhaus auf einem fahrbaren Weg stattfindet. Danach beginnt der Steig in Richtung Ramseider Scharte, und das erste Tageslicht dringt durch die Wolken und den Nebel. Allerdings nahm der Nebel wieder zu, je höher ich stieg. Nach den letzten stahlseil-versicherten Stellen jedoch kam das Breithorn ins Blickfeld und mit ihm sah ich das erste Mal die Sonne an diesem Tag.

Das Breithorn in der Morgensonne

Das Breithorn in der Morgensonne

Jetzt war es nicht mehr weit bis zum Riemannhaus: Spektakulär tauchte es auf, direkt neben dem Sommerstein, der sich unmittelbar neben dem Haus fast senkrecht erhebt.

Riemannhaus mit Sommerstein und Breithorn

Riemannhaus mit Sommerstein und Breithorn

Um 7 Uhr stand ich dann vor dem Riemannhaus, wo sich die ersten Bergsteiger auf der Terrasse tummelten und sich für ihre Tour wappneten.

Durch das Steinerne Meer

Vorbei  am Denkmal der Almer Wallfahrt führt der Weg jetzt ins Steinerne Meer. Auf der rechten Seite erhebt sich die Schönfeldspitze, leider noch in Wolken.weiterlesen

Almer Wallfahrt über das Steinerne Meer

 von Sepp

Am 25. August 2012

Der Samstag nach Bartholomä, also dem 24. August, ist traditionell Termin für die Almer Wallfahrt von Maria Alm im salzburgerischen Pinzgau über das Steinerne Meer nach Sankt Bartholomä am Königssee. Die Almer Wallfahrt gilt als die älteste Gebirgswallfahrt in den Alpen, erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1688, als beim Kentern des Landauers, eines offenen Bootes, 71 Wallfahrer im Königssee ertranken. Den Opfern dieses Unglücks wird jedes Jahr während der Wallfahrt gedacht. Ihre Ursprünge gehen aber noch weiter zurück: Vermutlich 1635 schon waren die ersten Wallfahrer über das Steinerne Meer unterwegs, um Gott für die überstandene Pest zu danken.

 

Bis zu 2000 Wallfahrer bei der Almer Wallfahrt

Heutzutage nehmen bis zu 2000 Wallfahrer an der Almer Wallfahrt teil. Dabei ist nicht nur der Glaube Motivation für die Teilnehmer, viele schätzen die sportliche Herrausforderung oder suchen die Selbsterfahrung.

Almer Wallfahrt am Funtensee

Almer Wallfahrt am Funtensee

Die Wallfahrt führt dann von Maria Alm zum Riemannhaus auf 2.177 Metern Höhe. An dieser ersten Station findet eine Bergmesse statt und die Wallfahrer haben die Möglichkeit einer Rast. Über das Steinerne Meer führt der Weg über die Deutsch-Österreichische Staatsgrenze, wo die bayerische Polizei bereits auf die Wallfahrer wartet. Diese Reminiszenz an Zeiten, als hier oben noch Zöllner die Grenze kontrollierten, hat in Zeiten der offenen Grenzen natürlich nur symbolischen Charakter, der Einlass wurde meines Wissens niemandem verwehrt! weiterlesen

Lisa-Graf-Riemann

Für alles im Leben …

 von Lisa

… gibt es bekanntlich eine Zeit. In meinem war die Schönfeldspitze, eines der Wahrzeichen von Berchtesgaden, die Pyramide, die 2.653 Meter hoch aufragt, schon zweimal vorgesehen. Das zweite Mal war gestern. Die Besteigung ist geglückt, das Wetter hat gehalten, trotz Gewitterprognosen, vor denen uns Manfred Gruber, der Hüttenwirt des Riemannhauses (2.177 m), schon am Freitagabend warnte. Früh aufstehen, hatte er uns geraten, und das hat gut gereicht.

Um 7 Uhr morgens war es noch angenehm kühl, Schafe säumten wie Wegelagerer den Zustieg und verfolgten den zweieinhalbstündigen Aufstieg mit konstantem Blöken. Das war auch das einzige Geräusch auf der Tour, sieht man von gelegentlichem Schnaufen der Mitsteigenden ab. Ein Spaziergang ist es nicht da hinauf, man muss schon ein bisschen kraxeln, bis man den Grat erreicht, von dem aus man einen Blick hinunter ins Tal hat, der für die ersten Strapazen entlohnt. Im Süden nach Maria Alm bis zum Zeller See, im Hintergrund die vergletscherten Gipfel von Großglockner und Großvenediger.

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Steve

Das Steinerne Meer

 von Steve

Das etwas andere Meer

  • Ein Meer ohne Fische
  • Ein Meer ohne Wasser
  • Ein Meer ohne Wellen
Ein typisches Bild im Steinernen Meer

Ein typisches Bild im Steinernen Meer

Vor vielen Millionen Jahren gab es das hier alles sicherlich einmal. Wasser, Wellen, Sand und viele Lebewesen.
Heute erinnern die vielen Gipfel und Erhebungen an die Wellen, Fossilien sind der Beweis für die Artenvielfalt und an manchen Stellen findet man auf diesem einmaligen Hochplateau auch Wasser.

Die enormen Wassermassen vor Jahrmillionen und die Gletscher der Eiszeit sorgten für das Bild im Steinernen Meer, mit seinen typischen, mit Wasserrillen durchzogenen, karstigen Felsen.
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