St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Stöhrhaus
Ann-Katrin

Frühjahrstour auf den Untersberg

 von Ann-Kathrin
Bergrast mit Watzmannblick © Ann-Kathrin Helbig

Bergrast mit Watzmannblick © Ann-Kathrin Helbig

Frühjahr: In den Bergen bedeutet das aufgeweichter Schnee, in höhreren Lagen harter Schnee, der gut trägt und warme Temperaturen. So wie auch zu der Tour zum Untersberg/Berchtesgadener Hochhtron. Am häufigsten wird der Berchtesgadener Hochthron über Hintergern und das Gatterl bestiegen. Weniger Publikumsverkehr auf den Berchtesgadener Hochthron ist, wenn man über Bischofswiesen-Winkel aufsteigt. Hierbei sollte man sich nicht abschrecken lassen, dass der Aufstieg mit 5 Stunden ausgeschrieben ist. Das ist einfach nur sehr großzügig angegeben.

Am Ortsrand von Winkl (Alternativ auch ab Hallthurm) startet man zuerst auf einer Forststraße in Richtung Niernthalsattel. Schnell wandelt sich diese in einen schmaleren Waldpfad stetig bergauf. Fast zwei Stunden ist man nur im Wald, wodurch man auch bei sommerlichen Temperaturen hier noch einen kühlen Kopf behält. Am heutigen Tage ist sogenannte Inversionswetterlage. Da bin ich gespannt ab welcher Höhe ich endlich über dem Nebelmeer bin. Vorher habe ich aber über die Webcam der Funtenseetauern gespickt, wo in etwa die Nebelgrenze sein wird. Die Webcam nutzte ich sehr oft, gerade im Frühjhar um zu sehen ab welcher Höhe der Schnee noch liegt oder wie weit hoch das Nebelmeer aufragt. Ab dem Scheibelkopf bin ich über dem Nebelmeer. Leider wird dieser schöne, kreuzbesetzte Aussichtspunkt oft übersehen. Auch beim Blick ins Gipfelbuch entdeckt man zum Großteil nur einheimische Einträge. Dieser schöne Platz lädt mich zum rasten und Gedanken schweifen ein.

Auf dem Scheibelkopf © Ann-Kathrin Helbig

Auf dem Scheibelkopf © Ann-Kathrin Helbig

Nach einer weiteren halben Stunde ab dem Scheibelkopf erreicht man den Altschnee. Hier ist auch das Gatterl, wo der Weg mit dem Stöhrweg zusammentrifft. Stetig steigend mit häufigem Einsinken geht es nun in Richtung Stöhrhaus. Die Frühlingssonne wärmt schon sehr stark und die letzte Stunde des Aufstieges ist man der Sonne komplett ausgesetzt. Wie auch der Schnee, wodurch das unangenehme Einsenken entsteht. Hier lohnt es sich zäh zu sein, die Aussicht ist zwar atemberaubend, aber der Weg ist eindeutig nicht das Ziel wenn es so unangenehm ist.

auf dem Untersberg © Ann-Kathrin Helbig

auf dem Untersberg © Ann-Kathrin Helbig

weiterlesen »

Die Watzmannfamilie präsentiert sich im winterlichen Kleid.

Schneeschuhtour auf den Untersberg – Vorbereitung auf das Winter Outdoor-Festival

In zwei Wochen werde ich am 6. BGL Winter Outdoor-Festival teilnehmen, das in diesem Jahr mit einem Schneeschuh-Special aufwartet. Um mich schon einmal mit dem Material vertraut zu machen und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, stundenlang mit Schneeschuhen auf und ab durch Schnee zu marschieren, habe ich mir letzte Woche ein paar Schneeschuhe bei der Ski- und Snowboardschule Berchtesgaden-Oberau ausgeliehen.

Nachdem die höheren Lagen des Berchtesgadener Landes an den Tagen zuvor mit etwas Neuschnee beschenkt wurden, verjagte die Sonne am Sonntag gemeinsam mit ihrem Komplizen ‚Wind‘ endlich mal wieder die Wolken und gab den Blick auf die winterliche Bergwelt frei. Diesen idealen Wintertag nutzte ich, um eine Schneeschuh-Expedition auf den Untersberg zu starten und meine ersten Erfahrungen mit den praktischen Fortbewegungsmitteln zu sammeln. Das Winter Outdoor-Festival kann kommen!

Winter Outdoor-Festival: Schneeschuh-Special 2017 vom 3. bis 5. März

Am ersten Märzwochenende ist es wieder so weit und das Winter Outdoor-Festival, einer der absoluten Höhepunkte der Wintersaison im Berchtesgadener Land, findet zum mittlerweile sechsten Mal statt. Das Basecamp der von der Grassl Event & Promotion Services GmbH organisierten Veranstaltung ist wie auch schon im letzten Jahr das Explorer Hotel Berchtesgaden in Schönau am Königssee.

In diesem Jahr ist das Festival komplett auf die immer populärer werdende Aktivität des Schneeschuhwanderns ausgerichtet und bietet geführte Schneeschuhtouren für Einsteiger und Fortgeschrittene. Die Teilnehmer können  dabei traditionell zwischen einer 3, 6, 9 und 12-Stunden-Schneeschuhtour auswählen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein kulinarisches und musikalisches Rahmenprogramm wenn am Samstagabend alle Teilnehmer zur Finisher Pasta Party mit Live-Musik zusammenkommen.

Während die 3-Stunden-Tour am Sonntag, den 5. März stattfindet, machen sich die Teilnehmer der 6, 9- und 12- Stunden-Tour bereits am Samstag auf in die Berchtesgadener Winter-Bergwelt. Ihr habt also die Qual der Wahl und könnt eure Entscheidung angepasst an Kondition und Erfahrung treffen.

Ich habe mich für die 9-Stunden-Wanderung entschieden, die hoch über dem Königssee über die Hochbahn zur Königsbachalm und anschließend zur Bergstation der Jennerbahn führt. Nach einer Stärkung in der Berggaststätte Jenner und einen Abstecher auf den Jennergipfel geht es im Anschluss über den den kleinen Spinnergraben, die Jennerwiesen und die Mittelstation wieder talwärts. Über die Routenführung der weiteren Touren, Startzeiten, Ticketpreise und Nächtigungsmöglichkeiten im Explorer Hotel könnt ihr euch hier informieren.

Das Explorer Hotel ist wieder Dreh-und Angelpunkt des Winter Outdoor – Festivals.

weiterlesen »

Ann-Katrin

Frühwinter auf dem Berchtesgadener Hochthron

 von Ann-Kathrin
eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

Noch bevor wir hier im Tiefschnee versunken sind, herrschte bestes Wanderwetter. Gut, die Wanderwege hatten schon eine leichte Schneeauflage und waren zum Teil aalglatt, aber wenn man Grödel hat ist das alles kein Problem. So auch zu einer Wanderung von Hintergern/Maria Gern zum Berchtesgadener Hochthron am Untersberg. In Hintergern kann man optimal und kostenfrei parken oder alternativ mit Buslinie 837 bis zur Endstation Hintergern fahren. Da es mittlerweile sehr kalt ist und Minusgrade auch am Tag herrschen, ziehe ich am schattigen Parkplatz eine Vollgarage über mein Auto. Bekannte von mir sagen dazu, es sei mein Verhüterli für’s Auto. Tja, auch mein Auto schützt sich eben 😉 Aber Spaß beiseite, bei kostenfreien Parkplätzen, wo das Parkticket nicht sichtbar sein muss, sind diese Teile Gold Wert. Einfach abziehen und schon ist alles in einem Ruck frei gelegt – ja, ich weiß alles sehr zweideutig.

Wie auch immer, zuerst geht es schnee- und eisfrei stetig steigend vorbei an den letzten Häuser von Hintergern, bevor man, vorbei an einem Lamagehege (ob es auffällt wenn ich mir eines ausleihe, mich draufsetze und es mich hochträgt oder bei ungeräumten Straßen im Winter mich zur Arbeit bringt?! Hm?!) hinein in den Wald. Als nun die Forststraße schmaler und der Weg sich in Richtung Gatterl schlingert beginnt auch nun der Schnee und vor allem Eis. Also wird wieder was übergezogen. Kein Verhüterli. Grödel. Oder Schneeketten für die Füße. Jedenfalls sind die Teile einfach der Hammer. Damit bin ich schon über einen zugefrorenen See spaziert. Somit wird der vereiste Aufstiegsweg zu einem Spaziergang.

Bis zum Gatterl am Stöhrweg war es sonnig und windstill. Kaum am Gatterl angelangt gibt es ersteinmal eine fette Windpeitsche ins Gesicht. Aua! Um meine Haut im Winter zu schützen schmiere ich mir immer eine fettige Babycreme ohne Wasserzusatz ins Gesicht. Manchmal schaut das ziemlich daneben aus, aber dafür gibts keinen Gefrierbrand. Das letzte Stück über Stufen und durch Latschen bis zum Stöhrhaus und dem Gipfel des Berchtesgadener Hochthrones zieht sich am meisten bei dieser Wanderung. Kaum vorstellbar, dass ich im Herbst 2015 bei einem Berglaufwettkampf hierhoch teilnahm. Ich wundere mich öfter mal über mich selbst …

So, durch Schnee (glücklicherweise nicht zu tief) geht es weiter zum Gipfel. Der Schnee macht die Wege und Steige noch viel schmaler bzw. sind sie kaum noch vorhanden. Bitte aufpassen, der Untersberg ist ein Löcherkäse. Hier ist alles voller Höhlen und Dolinen.

eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

weiterlesen »

Waldi

Herbstwanderung auf den Untersberg- Störhaus

 von Waldi
untersberg-wanderung-herbst

Untersberg Wanderung im Herbst

blick-zum-untersbergHerbst ist Wanderzeit

Bei schönen Wetter entschlossen wir uns, die Sonnenseite unserer Berge zu erwandern. Der Ausgangspunkt zum Störhaus befindet sich in der Ortschaft Maria Gern. Beim Parkplatz gingen wir los. Es ging stetig bergauf und nach ca. einer Stunde kamen wir aus dem Wald heraus und konnten die herrlichen Berge und die Sonne genießen.

Der Scheibenkaser, immer in unserer rechten Sichtweite, leuchtete im herbstlichen Gewand herüber. Am Störhaus-Gatterl (nach ca. 2 Stunden) zweigten sich die Wege. Wir gingen geradeaus weiter bis zum Störhaus. Welches wir nach ca. insgesamt 2 1/2 Stunden erreicht.

Eine herrliche Sicht und Sonne lies uns die Rast in vollen Zügen genießen.weiterlesen »

Katharina Huber
Hochthron3

Mystische Stimmung im Klettersteig am Untersberg

Kaum einem anderem Berg in den deutschen Alpen wurde bisher in den Medien so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie dem Untersberg. Oft bezeichnet als Wunderberg, Zauberberg oder magischer Berg ist dieser nicht nur wegen seines rotfarbenen Mamors bekannt, sondern auch wegen seines gigantischen Höhlensystems. Auch die bekannte Höhle Riesending, welche noch heute den Höhlentiefenrekord für Deutschland von mehr als 1000 Metern hält, oder Deutschlands größte Eishöhle, die Schellenberger Eishöhle, verbergen sich im Felsmassiv des Untersbergs. Eine Vielzahl der Höhlen ist bis heute noch unerschlossen – kein Wunder, dass dieser Berg schon in frühen Jahrhunderten die Menschheit faszinierte und viele Sagen und Mythen erzählt wurden. Ob nun Kaiser Karl der Große oder Friedrich Barbarossa im Untersberg auf dessen Auferstehung wartet, sei dahin gestellt – Mystik und Magie strahlt dieser Berg allemal aus.

Magisch und mystisch – zwei sehr gute Schlagworte um meine Klettersteig-Tour auf den Berchtesgadener Hochthron im frühen Juni zu beschreiben, was ihr durch die Bilder sicherlich verstehen könnt.

Der Zustieg
Um bereits die Mittagsstunden am Gipfelkreuz genießen zu können, starten wir früh am Morgen am Parkplatz Hinterrossboden in Ettenberg. Die Sonne lässt sich bereits am blauen Himmel blicken und beleuchtet die morgendlichen Nebelschwaden, die noch die Gipfel der Berge umhüllen. Allein für diesen Anblick hat sich das frühe Aufstehen schon gelohnt! Auf Forstwegen und Pfaden wandert man vom Parkplatz aus ungefähr 2 bis 2,5 Stunden über den Scheibenkaser zur Einstiegsstelle des Klettersteigs. Trotz noch angenehmer Temperaturen kommen wir schnell ins Schwitzen und sind froh über den Schatten der Bäume und die kühle Brise, die uns ab und zu erfrischt. Als wir das Latschenfeld kurz vor dem Scheibenkaser erreichen, staune ich nicht schlecht. Erstmals präsentiert sich die gewaltige Ostwand des Hochthrons hautnah und macht sich ihren Namen alle Ehre: Imposant thront sie inmitten von Nebelschwaden, die an ihren Felsen hochziehen, was den Berg beinahe unnahbar erscheinen lässt. Nach kurzer Beobachtung der Wettersituation stellen wir fest, dass der Nebel wohl nicht in nächster Zeit verschwinden wird und beschließen ohne Pause weiterzuziehen. Mitten im Nebel wird die Stimmung außergewöhnlich: Geräusche werden dumpf und klingen größtenteils ganz ab. In der Ferne sieht man eine Schar Gämse an steilen Hängen balancieren und alles was man hört, ist das Knirschen der Steine unter uns.

Der Einstieg
Nach diesem schönen Zustieg erreichen wir schließlich den Anseilplatz und legen die komplette Klettersteig-Ausrüstung an. Denn diese darf auf dem mit Schwierigkeit C/D ausgezeichneten Klettersteig auf keinen Fall fehlen!weiterlesen »

Sepp Wurm

Alpenverein richtet Stöhrweg her

 von Sepp
Der Weg zum Stöhrhaus auf dem Untersberg

Der Weg zum Stöhrhaus auf dem Untersberg

Arbeitsaktion am Stöhrweg erfolgreich zu Ende gebracht: Der Anstieg zum Stöhrhaus ist jetzt wieder in Top-Zustand

Der Stöhrweg auf den Untersberg kann sich wieder sehen lassen: Das letzte Stück des Anstiegs ist mit Kies verfüllt und durch zahlreiche Stufen wieder bequem zu begehen. Mitglieder der Mittwochsgruppe der DAV-Sektion Berchtesgaden haben dieses Werk in einer dreitägigen Arbeitsaktion vollbracht: 22 Kubikmeter Kies, die aus einer Doline entnommen und per Hubschrauber zu dem Weg gebracht wurden, haben die fleißigen Mitglieder zusammen mit den Vorständen Beppo Maltan und Christl Zembsch eingearbeitet.

Stromtrasse lag zum Teil frei

Wer in den letzten Wochen den Anstieg zum Stöhrhaus ab dem Gatterl begangen ist, kam sich teilweise vor wie ein Storch. Denn im oberen Teil waren zwar bereits Holzschwellen angebracht, doch schwebten diese teilweise bis zu 30 Zentimeter über dem Grund. Und im Boden schauten Leitungen heraus, die im Laufe der Jahre mehr und mehr zu Tage getreten waren. „Wir mussten den Weg unbedingt sanieren, weil wir aufgrund der freiliegenden Stromtrasse Kurzschlüsse befürchteten“, betont Beppo Maltan, der 1. Vorsitzende der Alpenvereins-Sektion Berchtesgaden.

Schwellen der Stufen bereits im Herbst eingearbeitet

Bereits im letzten Sommer war eine Baufirma beauftragt worden, den Stöhrweg zu sanieren, nachdem auch die Jungmannschaft schon mal Hand angelegt hatte. Die Baufirma Aschauer verlegte dann im Herbst zahlreiche Schwellen aus Lärchenholz. Doch als der Sektionsvorsitzender erfuhr, dass 22 Kubikmeter Kies zum Verfüllen notwendig seien und man dafür 66 Hubschrauberflüge hätte zahlen müssen, stoppte er das Bauvorhaben erst einmal: „Mir schien es sinnvoller, das Material vom Berg zu nehmen“, beschloss Beppo Maltan.weiterlesen »

Sepp Wurm

24 Stunden Untersberg extrem Wanderung

 von Sepp
24 Stunden Unetrsberg extrem Wanderer auf dem Berchtesgadener Hochthron © Andi Wiesinger

24 Stunden Untersberg extrem Wanderer auf dem Berchtesgadener Hochthron © Andi Wiesinger

Nachdem ich letztes Jahr beim Wander-Festival mit der 24 Stunden Watzmann extrem Wanderung meine erste 24 Stunden Wanderung absolviert habe, suchte ich auch am letzten Wochenende bei der 6. Auflage des Berchtesgadener Land Wander-Festivals die Herausforderung. Dieses Mal am Untersberg. Die Untersberg extrem Wanderung führt über 60 Kilometer und knapp 3600 Höhenmeter, die besondere Herausforderung ist dabei die Nachtetappe: Im Dunkeln müssen bei dieser Tour nämlich nochmals 1600 Höhenmeter im Aufstieg überwunden werden, also dann, wenn die Füße ohnehin schon schmerzen und das Weitergehen eine Frage des Willens ist. Hinzu kommt am letzten Wochenende das Wetter: Jeder der insgesamt 450 Teilnehmer an einer der 4 Wanderungen weiß beim Start, dass er das Ziel nicht trocken erreichen wird.

Dabei schaut’s am Samstagmorgen sehr gut aus. Pünktlich zum Start um 9 Uhr reißt der Himmel auf. Wir beginnen unsere Wanderung um 9:05 Uhr am Weihnachtsschützenplatz. Durch den Markt Berchtesgaden wandern wir über den Doktorberg zum Aschauerweiher und dahinter steil bergauf zum Stöhrweg. Der Watzmann, das zentrale Massiv der beiden anderen 24 Stunden Wanderungen zeigt sich jetzt gegenüber in seiner schönsten Form.

Blick zum Watzmann

Blick zum Watzmann

Doch unser nächstes Ziel ist der Untersberg. Wir gehen unter der Führung von Eddy Balduin auf dem Stöhrweg zur Talstation der Materialseilbahn des Stöhrhauses.

Eddy Balduin, der Masterguide der 24h Untersberg extrem Wanderung

Eddy Balduin, der Masterguide der 24h Untersberg extrem Wanderung

Hier haben die Organisatoren Getränke und kleine Snacks deponiert. Besonders die Getränke sind hier goldwert, die Sonne brennt ganz schön vom Himmel: Es ist richtig heiß. Frisch gestärkt wandern wir über die Serpentinen des Leiterl genannten Weges hinauf zum Gatterl oberhalb der Zehnkaseralm. Bei einer kurzen Pause genießen wir den Ausblick auf Watzmann und Hochkalter.

Pause am Gatterl | 24 Stunden Untersberg extrem

Pause am Gatterl | 24 Stunden Untersberg extrem

Der Weg zum Stöhrhaus führt jetzt durch die Latschenfelder, eines der größten zusammenhängenden Latschengebiete der Alpen, wie uns Guide Eddy erklärt.

Der Weg zum Stöhrhaus auf dem Untersberg

Der Weg zum Stöhrhaus auf dem Untersberg

Kurz unterhalb des Stöhrhauses zeigt Eddy den Wanderern den unteren Einstieg zum Mittagsloch, den man von den Abbrüchen der Mulde unterhalb des Hauses sieht.

Blick zum Mittagsloch im Untersberg

Eddy zeigt den Blick zum Mittagsloch im Untersberg

Auch den oberen Einstieg zum Mittagsloch schauen wir uns an. Eine Leiter führt durch ein kleines Loch in das Innere des Untersberges.

Der Einstieg ins Mittagsloch

Der Einstieg ins Mittagsloch © Andi Wiesinger

Durch die Höhle führt ein Steig zum Almgelände des Scheibenkasers. Besonders Klettersteiggeher am Berchtesgadener Hochthron-Klettersteig nutzen den Weg durch die Höhle zum Abstieg. Viele der 24 Stunden Wanderer nutzen die Gelegenheit, um in die Höhle einzusteigen.weiterlesen »

Ann-Katrin

Adlerbeobachtung am Rauhen Kopf

 von Ann-Kathrin
Gipfelkreuz Rauher Kopf © Ann-Kathrin Helbig

Gipfelkreuz Rauher Kopf © Ann-Kathrin Helbig

Der Rauhe Kopf ist ein beliebter Aussichtsberg im Untersbergmassiv, der oft von Bischofswiesen Kastensteinerwand begangen wird. Dementsprechend ist es mir leider noch nie passiert, dass man alleine am Gipfel ist. Der Gipfel ist eigentlich immer hoch frequentiert. Der Berg eignet sich auch ideal als Halbtagestour. Je nach Kondition hat man den Gipfel in 2-3 Stunden erklommen.
Der Weg hinauf ist schmal und ein kleiner Wadenzwicker. Schon am Ausgangspunkt geht es steil hinauf. Die Forstraße wird schnell zu einem Waldpfad, nur am „blauen Kastl“ wird nochmals eine Forstraße gequert. Beim letzten Stück zum Gipfel wird dann der Pfad zu einem Steig bei dem man getrost die Trekkingstöcke wegpacken kann.

seilgesicherte Kraxelstelle © Ann-Kathrin Helbig

seilgesicherte Kraxelstelle © Ann-Kathrin Helbig

Die Kraxelstellen bei denen man auch mal die Hände nutzen muss sind nicht technisch anspruchsvoll und machen richtig Spaß im Aufstieg. Wer nicht schwindelfrei ist sollte es lassen oder die Zähne zusammenbeißen. Am Gipfel ist nicht besonders viel Platz, reicht aber allemal um sich am Boden gemütlich hinzusetzen. Was schön ist, ist der Austausch Gleichgesinnter am Gipfel. Da der Gipfel nicht viel Platz hergibt kommt man automatisch ins Gespräch.

Gipfelkreuz Rauher Kopf © Ann-Kathrin Helbig

Gipfelkreuz Rauher Kopf © Ann-Kathrin Helbig

weiterlesen »

Ann-Katrin
Frauenfreundschaft in den Berchtesgadener Bergen © Ann-Kathrin Helbig

Frauenfreundschaft in den Berchtesgadener Bergen © Ann-Kathrin Helbig

Nicht vielen ist der Scheibelkopf ein Begriff, denn dieser ist mehr eine Aussichtskanzel als ein richtiger Gipfel. Er liegt etwas neben dem Niernthalsteig nahe des Zehnkasers. Wenn man nicht genau schaut ist er tatsächlich auch leicht zu übersehen. Dabei verpasst man dabei einen wunderschönen Platz. Vor allem herscht hier absolute Ruhe. Die Aussicht ist ähnlich wie am Rauhen Kopf nur annähernd nicht so hoch frequentiert.

Wir starteten unsere Wanderung in Bischofswiesen-Winkl und folgten der Beschilderung Niernthalsattel und Stöhrhaus/Berchtesgadener Hochthron. Zuerst geht man stetig steigend über eine Fortstraße bergan bis diese schnell zu einem schmalen Pfad/Steig wird. Der sich dann in Stufen hinaufschraubt. Dabei halten wir immer die Augen offen nach einer Abzweigung zu einem Gipfelkreuz. Wir beide waren selbst noch nie am Scheibenlkopf, geschweige denn dass wir von diesem zuvor hörten. Nur durch ein Facebook-Posting von Toni Wegscheider wurde ich auf diesen Aussichtsplatz aufmerksam. Als wir schon die Hoffnung aufgaben das Kreuz zu finden, kurz vor erreichen des Zehnkasers sehen wir rechts von uns das Gipfelkreuz und eine kleine Bank. Welch göttlich schöner Platz! Hier verweilen wir für eine Weile und genießen den Blick ins Paradies – auch als Berchtesgadener Alpen bekannt 😉

Watzmannblick © Ann-Kathrin Helbig

Watzmannblick © Ann-Kathrin Helbig

weiterlesen »

Lisa-Graf-Riemann

Viele Wege …

 von Lisa
Untersberg Südwände

Untersberg Südwände

… führen auf den Untersberg. Aber egal, welchen man nimmt, so richtig schnell ist man eigentlich auf keinem oben. Außer man nimmt auf der österreichischen Seite die Seilbahn hinauf aufs Geiereck. Dann geht’s in 15 Minuten. Aber das tut man als guter Berchtesgadener ja nicht – außer, man braucht gelegentlich einen knieschonenden Abstieg.

Wir sind morgens von Ettenberg, Parkplatz am Rossboden, aufgestiegen. Anfangs schön kühl durch den Wald, bis man dann oben beim Scheibenkaser an den spektakulären Südwänden des Untersbergs herauskommt. Der Kaser ist nicht bewirtschaftet, keine Kuh weit und breit, aber immerhin ein Schatten-Bänkchen zum Ausruhen und T-Shirt-Wechseln. Wir haben ungefähr die Halbzeit erreicht im Gipfelanstieg. Ab jetzt wird’s richtig warm.

Scheibenkaser

Scheibenkaser

Auf dem Weg über das Leiterl hinauf zum Stöhrhaus werden wir von einem Ehepaar verfolgt, bei dem mein Mitgefühl ganz auf Seiten der Frau ist. Er ist schneller als sie und rennt immer wieder voraus. Dann wartet er im Schatten auf sie. Kaum kommt sie mit rotem Gesicht angeschnauft, ist seine Pause vorüber und er stürmt wieder los. Pause für sie? Ja freilich, oben am Stöhrhaus dann!

Ausblick zum Watzmann

Ausblick zum Watzmann

weiterlesen »