Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Stoisseralm

Zum ersten mal in dieser Saison bin ich jeweils beide Wettkämpfe mitgelaufen und mehr als positiv überrascht worden.

Als ich vor knapp anderthalb Jahren mit dem Berglauf bzw. trailrunning begann, gaben mir Forstwege stets große Sicherheit und durch ihre technisch eher geringe Schwierigkeit zudem eine adäquate Übungsoption, um Berge erlaufen zu können. Gerade bergab fühlte ich mich auf einer Forstraße – im Vergleich zu verwurzelten, steinigen Trails – aufgehobener. Insbesondere das Gebiet um den Jenner bot mir mit seinen vielen Forstwegen ein optimales Übungsterrain.

Mit der Zeit wuchs meine Erfahrung im Berglaufsektor und die anfangs so innig geliebten Forstwege wurden schnell eintönig und langweilig. Fokus meines Interesses wurden schwierigere, nasse, steinige und von Wurzeln übersähte Wege, die jegliche Aufmerksamkeit meinerseits erforderten.

Mit diesem Hintergrund und dem Wissen, dass der Stoisseralm– wie auch der Kampenwandlauf prozentual viel Forstweg beinhalten würde, ging ich etwas voreingenommen in beide Wettkämpfe hinein. ,,Landschaftlich wird mir das vermutlich nicht viel geben“ dachte ich – nicht nur einmal. Dennoch wollte ich es mir mal wieder beweisen und mich auf der Stoisseralmstrecke ( 7 Kilometer und 650 Höhenmeter) sowie der kurzen aber steilen Kampenwanddistanz (6 Kilometer und 850 Höhenmeter) beweisen.weiterlesen

Rosi Fürmann

Die Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m) mit Hochstaufen und Zwiesel, Berchtesgaden Alpen, ein „Magnet“ für Wanderer und Mountainbiker

„Der wohl schwärzeste Tag der Stoißer Alm auf dem Teisenberg“: Am 16. Februar 1967 brennt sie vollkommen nieder

Der wohl schwärzeste Tag der Geschichte der Stoißer Alm: 16. Februar 1967 – die Alm brennt lichterloh. Drei Soldaten finden im Flammeninferno den Tod. Bei der Winterübung der Stabskompanie der Gebirgsjägerbrigade 23 Bad Reichenhall wird die Alm zur Todesfalle. Sie brennt bis auf die Grundmauern nieder.

die abgebrannte Stoißeralm – fotografiert am 26.2.1967

Aus dem damaligen Zeitungsbericht des Reichenhaller Tagblattes:

Bei einem Hüttenbrand im Biwakraum des Spähzuges kamen drei Soldaten in den Flammen um; Gefreiter Rudolf Thalhauser aus Traunstein wurde verletzt. Die tödlich verunglückten Soldaten sind: Gefreiter Hurter Hans aus Wieslet, Gefreiter Ludwig Paul aus Beilstein und Gefreiter Staib Werner aus Regensburg. Der Spähzug biwakierte seit dem 13.2.1967 in Iglus und Schneehütten auf der Stoißeralm. Die in der Nähe gelegene Almhütte diente als Versorgungsstützpunkt; der Koch Gefreiter Staib, der Sanitäter Gefreiter Hurter und Gefreiter Thalhauser schliefen dort. Nach den Ermittlungen brach der Brand aus, als der Koch gegen 5.30 Uhr versuchte, im Herd der Hütte mit Hilfe von Benzin ein Feuer zu entzünden, um für den Zug Tee zu kochen. Als er dann die noch schlafenden Kameraden weckte, waren Feuer und Rauch bereits so stark, daß der Weg ins Freie versperrt zu sein schien. Der verzweifelte Versuch, das Eisengitter eines Fensters wegzureißen, schlug fehl; da rannte Gefreiter Thalhauser blindlings durch das Feuer und erreichte glücklich den Ausgang, wo ihm die ersten Kameraden vom Biwakplatz zu Hilfe kamen. Thalhauser erlitt eine Rauchvergiftung, die inzwischen abgeklungen ist. Der Wachposten hatte kurz nach Ausbruch den Brand bemerkt und sofort den Zug alarmiert; das Feuer breitete sich jedoch so schnell aus, daß für die drei in der Hütte eingeschlossenen Soldaten jede Hilfe zu spät kam. Zwar gelang es noch, das Gitter von außen herauszubrechen und Hurter aus der Hütte zu ziehen, aber, obwohl er sofort zu Tal gefahren wurde, starb er auf dem Weg zum Krankenhaus. … Erst nach dem völligen Ausbrennen der Hütte konnten die beiden anderen Soldaten geborgen werden. Sie wurden in der benachbarten Bergkapelle aufgebahrt; vier Soldaten standen Ehrenwache.

Stoißer Alm auf dem Teisenberg mit Untersberg und Hochstaufen vor dem verheerenden Brand 1967

Ein schreckliches Unglück. Der Wiederaufbau nach diesem „schwarzen Tag“ ist für die Almgenossenschaft keine Frage, vielmehr die finanzielle Beteiligung von Versicherung und Bund. Hier trifft das Sprichwort: Schwierigkeiten sind dazu da, gemeistert zu werden. In gleichem Aussehen, jedoch mit besserer Innenausstattung unter Leitung von Zimmerermeister Josef Eisl jun. neu erbaut, weiht Pfarrer Lindauer die neue Alm im Juli 1967.weiterlesen

Rosi Fürmann

Teisendorf – Wanderland

 von Rosi
Panorama vom Teisenberg aus mit Blick über den Rupertiwinkel

Panorama vom Teisenberg aus mit Blick über den Rupertiwinkel mit in der Mitte Teisendorf

Teisendorf – Wanderland: 280 km beschilderte Wanderwege in der Marktgemeinde

Herbstzeit – Wanderzeit! Mit ca 280 km laden 31 Wanderwege mit der für die Region üblichen gelben Beschilderung ein, die Marktgemeinde Teisendorf zu erkunden, die mit 86,7 qkm beinahe dieselbe Fläche aufweist wie der Chiemsee.

Wanderwegbeschilderung in Schödling - Teisendorf

die neue Wanderwegbeschilderung in gelber Farbe mit schwarzer Schrift

Dem Wanderer erschließen sich zum Markt Teisendorf die Ortsteile Neukirchen, Oberteisendorf und Weildorf und dazu Ausflüge in die Nachbargemeinden, wie Anger/Höglwörth oder Anger/Steinhögl.

Mountainbiker in Höglwörth in der Gemeinde Anger im wunderbaren Frühling, Rupertiwinkel, Berchtesgadener Land, Bayern

auf dem Weg nach Höglwörth in der Gemeinde Anger

Fast ausschließlich als Rundwege angelegt führen sie immer wieder zurück zum Ausgangspunkt. Ob der schon seit Jahrzehnten begangene „Verschönerungsweg“ (Waldlehrpfad und anschließend der Dammweg über Oberteisendorf) oder der Stauseerundweg mit dem idyllisch gelegenen See, der Römergrabenweg mit einem Hauptziel der Wallfahrtsmadonna in Weildorf oder der Vachenluegweg, der frühmorgens mit einem einmaligen Sonnenaufgang lockt. Mit ihren Namen geben diese Wege schon kleine Hinweise, zu welchem Kleinod sie jeweils führen.weiterlesen

Zwischen Spessart und Karwendel

 von Sepp

TV-Tipp: Der BR in Anger

Dr. Georg Bayerle hat letzte Woche mit seinem Team die Zwillingsschwestern Steffi Koch-Klinger und Maria Koch-Ortner und ihre Familien besucht. Der BR zeigt den Zuschauern der Sendung Zwischen Spessart und Karwendel den Heimatort Anger, war bei einem Sonntagsausflug zum Familienskigebiet Götschen in Bischofswiesen dabei.

Die Koch Schwestern mit Kindern am Götschen © Dr. Georg Bayerle, BR

Die Koch Schwestern mit Kindern am Götschen © Dr. Georg Bayerle, BR

Das Team begleitetet Steffi Koch-Klinger mit Tourenskiern auf die Stoißeralm, den Hausberg der amtierenden Deutschen Meisterin im Skibergsteigen, der sich im schönsten Winterkleid präsentiert. Mari Koch-Ortner zeigt eines ihrer liebsten  Langlauf-Trainingszentren, den Aschauerweiher in Bischofwiesen.

 

Steffi Koch-Klinger und Maria Koch-Ortner

So einen Winter haben wir in Bayern schon lang nicht mehr gehabt, da werden Kindheitserinnerungen wach. An früher, wo man in den Alpendörfern gleich an der Haustür in die Skier gestiegen und losgezogen. Die Zwillingsschwestern Steffi Koch-Klinger und Maria Koch-Ortner sind auf einem Bergbauernhof in Anger im Berchtesgadener Land so aufgewachsen. Und dabei ist ihnen der Parallelschwung sozusagen von Geburt an mitgegeben worden. Bis in den Leistungssport und sogar die Kinder haben sie praktisch zeitgleich bekommen und damit sind die Parallelen noch nicht zu Ende. Die Bande der Koch-Schwestern ist durchaus ein Hingucker auf der Piste am Götschen über Bischofswiesen, wo der Papa immer Bergwachtdienst hatte und die blonden Zwillingsschwestern mitgenommen hat. Die Farbvorlieben der Familie bewegen sich zwischen lila und pink. Vier Kinder haben die Zwillingsschwestern zwischen zwei und vier Jahren und alle stehen schon auf den Skiern. Wie die Mütter vor 30 Jahren so sind sie wenn’s geht draußen und bewegen sich an der frischen Luft und im Schnee.

Skitour auf die Stoißer Alm © Dr. Georg Bayerle, BR

Skitour auf die Stoißer Alm © Dr. Georg Bayerle, BR

Die Stoißer-Alm ist in diesen Tagen eine Winterlandschaft aus dem Bilderbuch. Der 1300 Meter hohe Voralpengipfel ist der eigentliche Hausberg der amtierenden deutschen Meisterin im Skibergsteigen Steffi Koch-Klinger. weiterlesen

Stoißeralm von Seiberstadt

 von Sepp

Wandertipp im Bike-Eldorado

Bekannt ist die Stoißeralm vor allem als Paradies für Mountainbiker. Ob von Anger oder von Teisendorf, an dieser Alm auf dem Teisenberg kommt kein Biker aus dem Rupertiwinkel vorbei. Doch auch für Wanderer ist die Stoißeralm ein echter Tipp.

 

Aufstieg von Seiberstadt, Teisendorf

Wie so viele Radfahrer kann man die Stoißeralm auch zu Fuß bequem noch nach Feierabend erreichen: Von Seiberstadt in Teisendorf, erreicht man die Alm bei rascher Gehweise in circa einer Stunde. Bei diesem Aufstieg bietet sich ein Ausblick nach Norden über den Waginger See bis zum Chiemsee.

Blick zum Chiemsee

Blick zum Chiemsee

Oben angekommen bietet sich der kurze Abstecher zum Gipfelkreuz an,

Blick vom Stoißeralm-Kreuz Richtung Salzburg

Blick vom Stoißeralm-Kreuz Richtung Salzburg

bevor man bei der Stoißeralm-Hütte auf ein kühles Wieninger Bier und den – nach Meinung der vielen Stammgäste – besten Kaiserschmarrn einkehrt und von der Terrasse den Blick bis ins Salzburger Land genießen kann.weiterlesen