St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Teisendorf
Rosi Fürmann

Biergeschichte aus Teisendorf

 von Rosi
der "Ochsen-Andre" Andreas Mösenlechner fährt im Ort Teisendorf mit seinem Gespann das Bier zu den Wirtschaften aus Er kommt als Stallknecht 1939 zur Brauerei Wieninger - später arbeitet er als "Fuhrmann" bis in die 1960er Jahre und bringt das Bier in die Wirtschaften, ist aus dem Marktbild der damaligen Zeit nicht wegzudenken

der „Ochsen-Andre“ Andreas Mösenlechner fährt im Ort Teisendorf mit seinem Ochsengespann das Bier an die Wirtschaften aus – Foto: Archiv Fürmann

Biergeschichte aus Teisendorf: Der Ochsen-Andre

„Heid Vormittag liefer i zuerst an Meisinger sein Bier, fahr dann zun Austermayer obe, der braucht heit nix, kim dann auße zur Bahnhofswirtschaft und bring an Chef no seine Sachan in d’Villa vorbei. Zun  ablon kim i grad grecht wieder vor Mittag a de Brauerei zruck“.

Der Ochs-Andre stellt sich seine Liefertour zusammen für seine Wirtschaften im Markt Teisendorf. Für den heutigen Vormittag hat er sich die Wirtschaften von der Brauerei aus rechts Richtung Bahnhof vorgenommen, denn bei der Bahnhofwirtschaft pressiert es ganz besonders. Heute verladen die Bauern und Handler auf dem Bahnhof die nach München verkauften Tiere und danach wird natürlich einkehrt. Am Nachmitttag liefert da Andre dann die andere Richtung die Marktstraße entlang zuerst zur Alten Post. Die Neue Post – beim Schiller – braucht heute nichts, der Stiagnwirt braucht nur nichtalkoholisches heute – wie sonderbar – und ins Cafe Nißl und Cafe Robel geht man zum Kaffee trinken, die brauchen also auch nichts.

der "Ochsen-Andre" Andreas Mösenlechner fährt im Ort Teisendorf mit seinem Gespann das Bier zu den Wirtschaften aus Er kommt als Stallknecht 1939 zur Brauerei Wieninger - später arbeitet er als "Fuhrmann" bis in die 1960er Jahre und bringt das Bier in die Wirtschaften, ist aus dem Marktbild der damaligen Zeit nicht wegzudenken

der „Ochsen-Andre“ Andreas Mösenlechner belädt frühmorgens vor der Brauerei Wieninger sein Ochsengespann – Foto: Archiv Fürmann

Schon um 5 Uhr früh hat er seine Ochsen gefüttert und um 7 Uhr eingespannt vor den Wagen, mit dem er für die Brauerei alle Fahrten erledigt, die im Markt zu unternehmen sind. Jeder im Ort kennt ihn, den Bauernbuben aus Wimmern vom Bachter, der 1939 als Stallknecht zum Wieninger kommt  und zuerst in der Landwirtschaft arbeitet. Als „Fuhrmann“ ist er dann mit seinen Ochsen bis in die 1960er Jahre hinein aus dem Marktbild nicht wegzudenken.weiterlesen »

Ann-Katrin

Naturkundliche Führung um den Surspeicher

 von Ann-Kathrin
Christian Hinterreiter

Christian Hinterreiter

Am 01. Mai 2016 um 08:00 Uhr ist es wieder soweit. Die beliebte Halbtageswanderung um den Surspeicher in Teisendorf findet wieder statt. In vergangeneren Jahren wurde diese Führung von Karl Robel durchgeführt, welcher unter anderem der Mitbegründer des Naturschutzes im Berchtesgadener Land ist. Dieser nahm sich den Teisendorfer Christian Hinterreiter unter die Fittische. So wurde für den jungen Mann Karl Robel zu einem Freund und Mentor.

Zum wiederholten Male führt der junge Hobby-Ornithologe die Veranstaltung durch. Abseits vom Straßenlärm und Auspuffgasen geht es am Surspeicher durch Feld und Flur.
Dabei beobachten die Teilnehmer/innen Flora und Fauna und lauschen dem Gesang der Vögel.

gerandete Jagdspinne © Christian Hinterreiter

gerandete Jagdspinne © Christian Hinterreiter

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Rosi Fürmann

Der Nikolaus mit seinem Krampus

 von Rosi
der Nikolaus mit Krampus in Teisendorf, Berchtesgadener Land, Bayern, Deutschland

Der Nikolaus mit Krampus in Teisendorf – Foto: (c) RoHa-Fotothek Fürmann

Der Nikolaus mit seinem Krampus kommt am 5. Dezember abends zu den Kindern in die Familien – als ihr Freund, der vielleicht ein bisschen ermahnt, aber hauptsächlich lobt; alle großen und kleinen „Sünden“ kennt, aber das Lob über alles stellt; alles wohl wissend, es steht ja geschrieben in seinem großen Buch. Der Krampus mit der langen roten Zunge bezeugt die Richtigkeit mit dem Respekt einflößenden Scheppern der Kette, zeigt die Rute und trägt in seinem großen Sack die Geschenke.

Freuen sollen sich die Kinder auf diesen Abend in der Familie … Äpfel, Mandarinen und Nüsse als Geschenk, vielleicht noch eine selbst gestrickte Mütze oder ein Schreibmäppchen dazu oder ein Brettspiel, das sofort ausprobiert wird.

Was bleibt in der Erinnerung ist der wundersame Duft der Weihnachtsbäckerei mit Kinderpunsch und mit dem Geschichten-Erzählen in der Familie; was bleibt, ist das kleine Geheimnis um das Wissen der Darstellung des Nikolaus, das die älteren Kinder den Jüngeren Voraus haben; was bleibt, ist das wundersam-einmalige, ein bisschen schaurige Erlebnis aus Kindertagen…

Einen schönen Nikolaus-Abend in der Familie wünscht Euch Rosi

Rosi Fürmann

Camposanto – das heilige Feld

 von Rosi
Friedhof in Teisendorf unweit der Kirche St. Andreas, Rupertiwinkel, Berchtesgadener Land, Oberbayern, Bayern,

Friedhof in Teisendorf unweit der Pfarrkirche St. Andreas im Rupertiwinkel – (c) RoHa-Fotothek Fürmann

Als „Camposanto“ (heiliges Feld) legte die Bürgerschaft von Teisendorf nach dem verheerenden Marktbrand am 29. Mai 1815 den heutigen Friedhof in Teisendorf an. Zum wiederholten Male hatte ein Brand große Teile des Marktes zerstört, in diesem Fall stürzte auch die Kirche samt Kirchturm ein und machte den um die Kirche angelegten Friedhof unbenutzbar.

zu Allerheiligen brennen unzählige Grablichter auf dem Friedhof in Teisendorf unweit der Kirche St. Andreas, Rupertiwinkel, Berchtesgadener Land, Oberbayern, Bayern,

zu Allerheiligen brennen unzählige Grablichter auf dem Friedhof in Teisendorf unweit der Pfarrkirche St. Andreas – (c) RoHa-Fotothek Fürmann

Da der Friedhof zudem sowieso zu klein war, legte man unweit der Kirche den heutigen Friedhof im italienischen Stile eines „Camposanto“ an, sowie er sich heute noch mit den charakteristisch angeordneten Gräberreihen und insbesondere mit der hohen Einfriedung als nach innen offener Bogengang zeigt. Viele Bürger erwarben sich eine im Bogengang angelegte Gruft als Grundeigentum. Dieses Eigentum haben sich die Familien oft bis in die Gegenwart erhalten und vererben es an die Nachkommen weiter.weiterlesen »

Sepp Wurm

Almkirtag auf der Stoißer Alm

 von Sepp
Panorama auf der Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m) © RoHa Fotothek Fürmann

Panorama auf der Stoißeralm © RoHa Fotothek Fürmann

Die Almbauern der Stoißer Alm laden am Sonntag, den 9. August 2015 zusammen mit der Kolpingsfamilie Teisendorf zum Almkirtag ein. Die heilige Messe um 11 Uhr zelebriert Pfarrvikar Horst Kress und die Jungbläser Teisendorf sorgen für den musikalischen Rahmen zum Almkirtag. Für das leibliche Wohl ist durch die Almbäuerinnen mit Schmalzgebackenem bestens gesorgt.

Auf der Stoißer-Alm auf dem Teisenberg in 1.278 Metern Höhe weiden in den Sommermonaten die Kälber der Almgenossenschaft Freidling. Die Almgenossenschaft bewirtschaftet zudem den Sommer über die Alm und bietet den Wanderern und Mountainbikern eine gemütliche Einkehr.

Unweit der Alm schaut die Kapelle „Maria auf den Almen“ über das Gebiet mit dem Blick hinaus bis zum Untersberg, Hochstaufen und Zwiesel.

die Kapelle Maria auf den Almen auf der Stoißer Alm © RoHa Fotothek

die Kapelle Maria auf den Almen auf der Stoißer Am © RoHa Fotothek

Zum Almkirtag fährt ein Bus auf die Alm; nähere Informationen hierfür gibt es bei Ehrenlechner unter der Telefonnummer +49-8666-7184. Wer lieber zu Fuß geht, hat mehrere Möglichkeiten auf die Stoißer Alm zu wandern:weiterlesen »

Sepp Wurm

Uraltes Handwerk in Teisendorf

 von Sepp
Kohlenmeiler in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf

Kohlenmeiler in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf © Roha Fotothek

Uraltes Handwerk zeigt der Köhlerverein Neukirchen am Teisenberg. Die Köhler stellten über die Jahrhunderte immense Mengen an Energie her, die die Salzversiedung in Bad Reichenhall und die Eisengewinnung am Hochofen in Achthal benötigte.

Am Freitag, 24. Juli 2015 ab 10 Uhr beginnt das langsame und kontrollierte „Anzünden“ des Meilers in Neukirchen, das mit dem endgültigen Abdecken mehrere Stunden dauert. Ab diesem Zeitpunkt lässt der Köhler den Meiler nicht mehr aus den Augen, und gibt mit kontrolliertem Öffnen und Verschließen von Luftlöchern nur so viel Sauerstoff, dass das Holz zum Brennstoff Kohle wird. Ob sich sein mühevolles, schmutziges Tagwerk lohnte, sieht der Köhler erst beim Öffnen am Sonntag, 16. August ab 10 Uhr. Die Fotos zeigen den brennenden Meiler in Neukirchen am Teisenberg und den leider bereits verstorbenen Köhler Franz Bachmaier aus Seiberstadt bei seiner mühevollen Arbeit.

Franz Bachmaier aus Seiberstadt (verstorben 2006) -  Köhler in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf

Franz Bachmaier aus Seiberstadt (verstorben 2006) – Köhler in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf © Roha Fotothek

10. Europäisches Köhlertreffen vom 6. bis 9. August 2015

Nach einem Treffen in Entlebuch / Schweiz im Jahr 2013 treffen sich die Mitglieder des Europäischen Köhlervereines auf Einladung des Köhlerverein in Neukirchen am Teisenberg zum 10. Treffen aller Köhler Europas in Teisendorf.weiterlesen »

Rosi Fürmann

von Hans Stöckl – ab Freitag, 24. Juli bis Samstag, 15. August 2015
aufgeführt von den Theaterfreunden Neukirchen e.V.
bearbeitet und neu inszeniert von Kurt Gastager, Andreas Zollhauser und Albrecht Zollhauser

„s´Hogmoarglöckerl“ Die Freilichtbühne bei Nacht (c) RoHa-fotothek Fürmann

In einer imposant-aufwendigen Inszenierung bringen die Theaterfreunde Neukirchen e.V. das Drama in fünf Akten mit sieben Bühnenbildern in die an einem Hang spektakulär-großzügig aufgebauten Szenenbilder.

„s´Hogmoarglöckerl“ die Freilichtbühne schmiegt sich großzügig an den natürlichen Hang (c) RoHa-Fotothek

Der Regisseur Kurt Gastager mit seinem Team versteht es meisterlich, die Szenenbilder für alle Zuschauer auf den Rängen gleichermaßen gut einsehbar zu gestalten und fordert Licht und Ton, Bühnenbild, Requisiten und vieles mehr zu Höchstleistungen, um das Bühnenwerk vom Tageslicht in die blaue Stunde und zum Übergang in die Nacht zu führen.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Der Pfarrer-Weiher in Teisendorf

 von Rosi
Seerosenteich vor Teisendorf, Berchtesgadener Land, Bayern, Deutschland, Europa

Der Pfarrer-Weiher – Seerosenteich vor Teisendorf (c) RoHa-Fotothek

In der Nähe von Teisendorf malerisch gelegen der Pfarrer-Weiher, mit den herrlich blühenden Seerosen ein Blickfang für den Rupertiwinkel. Zu jeder Jahreszeit bietet er einen wunderbaren Vordergrund zur typischen Silhouette von Teisendorf mit den gelben Gebäuden der in Teisendorf ansässigen Brauerei Wieninger und der Pfarrkirche St. Andreas.

Blick über den Frühling am Pfarrer-Weiher hin zu Teisendorf  (c) roha-fotothek Fürmann

Blick über den Frühling am Pfarrer-Weiher hin zu Teisendorf (c) roha-fotothek Fürmann

Drei bis zu einem Arm dicke unterirdische Quellen speisen diesen Weiher und lassen ihn mit sauberem Wasser auch bei starker Trockenheit nicht austrocknen.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Mit dem Rad rund um Teisendorf

 von Rosi
das ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth am Höglwörther See

das ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth am Höglwörther See roha-fotothek

Ob sportlich oder eher gemächlich – ob rein eigene Muskelkraft oder mit Unterstützung (E-Bike) – die Radtouren rund um Teisendorf sind für alle ein Genuss. Durch blühende Wiesen, auf stressfreien Sandstraßen, an Bachufern entlang – es findet sich für jede Art des Radfahrens eine passende Strecke. Viele gut ausgeschilderte Radwege führen durch das Gemeindegebiet von Teisendorf, aus denen man sich mit den entsprechenden Radkarten, die auf der Touristinfo bereitliegen, eine schöne Tour rund um Teisendorf zusammenstellen kann. Besonders Familien mit Kindern haben hier herrliche Kurzausflugsmöglichkeiten.

Hier nur einige kurz beschrieben:

Zur Tour von Teisendorf nach Höglwörth – der „Perle des Rupertiwinkels“ gehört das Badezeug in den Rucksack und ich unterbreche die Fahrt mit einem Sprung in das kühle Nasse des idyllisch gelegenen Höglwörther Sees.

Mountainbiker in Höglwörth in der Gemeinde Anger im wunderbaren Frühling, Rupertiwinkel

mit dem Radl in Höglwörth in der Gemeinde Anger im wunderbaren Frühling roha-fotothek

Der Weg zum „Surspeicher“ führt durch wunderbare Blumenwiesen und entlang der Sur mit der Tierwelt des Wasser an den Biotopen in der Nähe von Gumperting.

Mountainbiker auf dem Feldweg der Sur entlang inmitten einer blühenden Wiese

eine Gruppe beim Radlausflug auf dem Feldweg der Sur entlang inmitten einer blühenden Wiese

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Rosi Fürmann

Fronleichnam im Rupertwinkel

 von Rosi
Fronleichnamprozession durch Feld und Flur von Anger nach Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund, Bayern, Deutschland - Germany, das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem "Himmel" geht

Fronleichnamsprozession durch Feld und Flur von Anger nach Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund. Das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem „Himmel“ geht © RoHa-Fotothek Fürmann

 Fronleichnam – die prächtige Prozession der katholischen Christen durch Feld, Wald und Flur

Fronleichnam – „das Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ – feiert die katholische Kirche traditionsgemäß 10 Tage nach Pfingsten. In feierlich farbenprächtigen Prozessionen ziehen die Gläubigen durch die Dörfer, Felder und Fluren. Hatte sich vielerorts das Mitgehen vor Jahren stark verringert, so nehmen heute wieder vermehrt die katholischen Christen am „Umgang“ oder auch „Prangen-gehen“ im Volksmund genannt teil. Bei dieser Prozession verlässt die am Altar konsekrierte Hostie – ein zweites mal nur noch an Erntedank – in einer vom Priester getragen Monstranz unter dem „Himmel“ den Kirchenraum.

Fronleichnamprozession durch Feld und Flur in Teisendorf, Rupertiwinkel,  Bayern, Deutschland - Germany, das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem "Himmel" geht. an vier Freialtären entlag des Prozessionsweges liest der Pfarrer je ein Evangelium

Fronleichnamsprozession in Teisendorf. An den vier Freialtären entlang des Prozessionsweges liest der Pfarrer je ein Evangelium ©  RoHa-Fotothek Fürmann

War diese Art der Frömmigkeit den frühen Christen nicht vertraut, so geht das Fronleichnamsfest auf eine Vision der Julia von Lüttich (1209) zurück. In einem Traum sah sie die Kirche in der Gestalt der Mondscheibe. Es fehlte jedoch ein abgedunkeltes Stück des Mondes. Dieses fehlende Stück erkannte sie als ein gesondertes christliches Fest. Daraufhin erstmals 1246 im Bistum Lüttich eingeführt, erhob es Papst Urban der IV im Jahre 1264 zum allgemeinen kirchlichen Fest. Als Erinnerungsfest an die Einsetzung des Altarsakramentes hätte es seinen Platz eigentlich am Gründonnerstag. In der Passionswoche aber als unangebracht empfunden, stellte die Kirche Fronleichnam ans Ende des Osterfestkreises.weiterlesen »