St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Teisendorf
Rosi Fürmann

Camposanto – das heilige Feld

 von Rosi
Friedhof in Teisendorf unweit der Kirche St. Andreas, Rupertiwinkel, Berchtesgadener Land, Oberbayern, Bayern,

Friedhof in Teisendorf unweit der Pfarrkirche St. Andreas im Rupertiwinkel – (c) RoHa-Fotothek Fürmann

Als „Camposanto“ (heiliges Feld) legte die Bürgerschaft von Teisendorf nach dem verheerenden Marktbrand am 29. Mai 1815 den heutigen Friedhof in Teisendorf an. Zum wiederholten Male hatte ein Brand große Teile des Marktes zerstört, in diesem Fall stürzte auch die Kirche samt Kirchturm ein und machte den um die Kirche angelegten Friedhof unbenutzbar.

zu Allerheiligen brennen unzählige Grablichter auf dem Friedhof in Teisendorf unweit der Kirche St. Andreas, Rupertiwinkel, Berchtesgadener Land, Oberbayern, Bayern,

zu Allerheiligen brennen unzählige Grablichter auf dem Friedhof in Teisendorf unweit der Pfarrkirche St. Andreas – (c) RoHa-Fotothek Fürmann

Da der Friedhof zudem sowieso zu klein war, legte man unweit der Kirche den heutigen Friedhof im italienischen Stile eines „Camposanto“ an, sowie er sich heute noch mit den charakteristisch angeordneten Gräberreihen und insbesondere mit der hohen Einfriedung als nach innen offener Bogengang zeigt. Viele Bürger erwarben sich eine im Bogengang angelegte Gruft als Grundeigentum. Dieses Eigentum haben sich die Familien oft bis in die Gegenwart erhalten und vererben es an die Nachkommen weiter.weiterlesen »

Sepp Wurm

Almkirtag auf der Stoißer Alm

 von Sepp
Panorama auf der Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m) © RoHa Fotothek Fürmann

Panorama auf der Stoißeralm © RoHa Fotothek Fürmann

Die Almbauern der Stoißer Alm laden am Sonntag, den 9. August 2015 zusammen mit der Kolpingsfamilie Teisendorf zum Almkirtag ein. Die heilige Messe um 11 Uhr zelebriert Pfarrvikar Horst Kress und die Jungbläser Teisendorf sorgen für den musikalischen Rahmen zum Almkirtag. Für das leibliche Wohl ist durch die Almbäuerinnen mit Schmalzgebackenem bestens gesorgt.

Auf der Stoißer-Alm auf dem Teisenberg in 1.278 Metern Höhe weiden in den Sommermonaten die Kälber der Almgenossenschaft Freidling. Die Almgenossenschaft bewirtschaftet zudem den Sommer über die Alm und bietet den Wanderern und Mountainbikern eine gemütliche Einkehr.

Unweit der Alm schaut die Kapelle „Maria auf den Almen“ über das Gebiet mit dem Blick hinaus bis zum Untersberg, Hochstaufen und Zwiesel.

die Kapelle Maria auf den Almen auf der Stoißer Alm © RoHa Fotothek

die Kapelle Maria auf den Almen auf der Stoißer Am © RoHa Fotothek

Zum Almkirtag fährt ein Bus auf die Alm; nähere Informationen hierfür gibt es bei Ehrenlechner unter der Telefonnummer +49-8666-7184. Wer lieber zu Fuß geht, hat mehrere Möglichkeiten auf die Stoißer Alm zu wandern:weiterlesen »

Sepp Wurm

Uraltes Handwerk in Teisendorf

 von Sepp
Kohlenmeiler in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf

Kohlenmeiler in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf © Roha Fotothek

Uraltes Handwerk zeigt der Köhlerverein Neukirchen am Teisenberg. Die Köhler stellten über die Jahrhunderte immense Mengen an Energie her, die die Salzversiedung in Bad Reichenhall und die Eisengewinnung am Hochofen in Achthal benötigte.

Am Freitag, 24. Juli 2015 ab 10 Uhr beginnt das langsame und kontrollierte „Anzünden“ des Meilers in Neukirchen, das mit dem endgültigen Abdecken mehrere Stunden dauert. Ab diesem Zeitpunkt lässt der Köhler den Meiler nicht mehr aus den Augen, und gibt mit kontrolliertem Öffnen und Verschließen von Luftlöchern nur so viel Sauerstoff, dass das Holz zum Brennstoff Kohle wird. Ob sich sein mühevolles, schmutziges Tagwerk lohnte, sieht der Köhler erst beim Öffnen am Sonntag, 16. August ab 10 Uhr. Die Fotos zeigen den brennenden Meiler in Neukirchen am Teisenberg und den leider bereits verstorbenen Köhler Franz Bachmaier aus Seiberstadt bei seiner mühevollen Arbeit.

Franz Bachmaier aus Seiberstadt (verstorben 2006) -  Köhler in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf

Franz Bachmaier aus Seiberstadt (verstorben 2006) – Köhler in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf © Roha Fotothek

10. Europäisches Köhlertreffen vom 6. bis 9. August 2015

Nach einem Treffen in Entlebuch / Schweiz im Jahr 2013 treffen sich die Mitglieder des Europäischen Köhlervereines auf Einladung des Köhlerverein in Neukirchen am Teisenberg zum 10. Treffen aller Köhler Europas in Teisendorf.weiterlesen »

Rosi Fürmann

von Hans Stöckl – ab Freitag, 24. Juli bis Samstag, 15. August 2015
aufgeführt von den Theaterfreunden Neukirchen e.V.
bearbeitet und neu inszeniert von Kurt Gastager, Andreas Zollhauser und Albrecht Zollhauser

„s´Hogmoarglöckerl“ Die Freilichtbühne bei Nacht (c) RoHa-fotothek Fürmann

In einer imposant-aufwendigen Inszenierung bringen die Theaterfreunde Neukirchen e.V. das Drama in fünf Akten mit sieben Bühnenbildern in die an einem Hang spektakulär-großzügig aufgebauten Szenenbilder.

„s´Hogmoarglöckerl“ die Freilichtbühne schmiegt sich großzügig an den natürlichen Hang (c) RoHa-Fotothek

Der Regisseur Kurt Gastager mit seinem Team versteht es meisterlich, die Szenenbilder für alle Zuschauer auf den Rängen gleichermaßen gut einsehbar zu gestalten und fordert Licht und Ton, Bühnenbild, Requisiten und vieles mehr zu Höchstleistungen, um das Bühnenwerk vom Tageslicht in die blaue Stunde und zum Übergang in die Nacht zu führen.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Der Pfarrer-Weiher in Teisendorf

 von Rosi
Seerosenteich vor Teisendorf, Berchtesgadener Land, Bayern, Deutschland, Europa

Der Pfarrer-Weiher – Seerosenteich vor Teisendorf (c) RoHa-Fotothek

In der Nähe von Teisendorf malerisch gelegen der Pfarrer-Weiher, mit den herrlich blühenden Seerosen ein Blickfang für den Rupertiwinkel. Zu jeder Jahreszeit bietet er einen wunderbaren Vordergrund zur typischen Silhouette von Teisendorf mit den gelben Gebäuden der in Teisendorf ansässigen Brauerei Wieninger und der Pfarrkirche St. Andreas.

Blick über den Frühling am Pfarrer-Weiher hin zu Teisendorf  (c) roha-fotothek Fürmann

Blick über den Frühling am Pfarrer-Weiher hin zu Teisendorf (c) roha-fotothek Fürmann

Drei bis zu einem Arm dicke unterirdische Quellen speisen diesen Weiher und lassen ihn mit sauberem Wasser auch bei starker Trockenheit nicht austrocknen.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Mit dem Rad rund um Teisendorf

 von Rosi
das ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth am Höglwörther See

das ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth am Höglwörther See roha-fotothek

Ob sportlich oder eher gemächlich – ob rein eigene Muskelkraft oder mit Unterstützung (E-Bike) – die Radtouren rund um Teisendorf sind für alle ein Genuss. Durch blühende Wiesen, auf stressfreien Sandstraßen, an Bachufern entlang – es findet sich für jede Art des Radfahrens eine passende Strecke. Viele gut ausgeschilderte Radwege führen durch das Gemeindegebiet von Teisendorf, aus denen man sich mit den entsprechenden Radkarten, die auf der Touristinfo bereitliegen, eine schöne Tour rund um Teisendorf zusammenstellen kann. Besonders Familien mit Kindern haben hier herrliche Kurzausflugsmöglichkeiten.

Hier nur einige kurz beschrieben:

Zur Tour von Teisendorf nach Höglwörth – der „Perle des Rupertiwinkels“ gehört das Badezeug in den Rucksack und ich unterbreche die Fahrt mit einem Sprung in das kühle Nasse des idyllisch gelegenen Höglwörther Sees.

Mountainbiker in Höglwörth in der Gemeinde Anger im wunderbaren Frühling, Rupertiwinkel

mit dem Radl in Höglwörth in der Gemeinde Anger im wunderbaren Frühling roha-fotothek

Der Weg zum „Surspeicher“ führt durch wunderbare Blumenwiesen und entlang der Sur mit der Tierwelt des Wasser an den Biotopen in der Nähe von Gumperting.

Mountainbiker auf dem Feldweg der Sur entlang inmitten einer blühenden Wiese

eine Gruppe beim Radlausflug auf dem Feldweg der Sur entlang inmitten einer blühenden Wiese

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Rosi Fürmann

Fronleichnam im Rupertwinkel

 von Rosi
Fronleichnamprozession durch Feld und Flur von Anger nach Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund, Bayern, Deutschland - Germany, das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem "Himmel" geht

Fronleichnamsprozession durch Feld und Flur von Anger nach Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund. Das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem „Himmel“ geht © RoHa-Fotothek Fürmann

 Fronleichnam – die prächtige Prozession der katholischen Christen durch Feld, Wald und Flur

Fronleichnam – „das Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ – feiert die katholische Kirche traditionsgemäß 10 Tage nach Pfingsten. In feierlich farbenprächtigen Prozessionen ziehen die Gläubigen durch die Dörfer, Felder und Fluren. Hatte sich vielerorts das Mitgehen vor Jahren stark verringert, so nehmen heute wieder vermehrt die katholischen Christen am „Umgang“ oder auch „Prangen-gehen“ im Volksmund genannt teil. Bei dieser Prozession verlässt die am Altar konsekrierte Hostie – ein zweites mal nur noch an Erntedank – in einer vom Priester getragen Monstranz unter dem „Himmel“ den Kirchenraum.

Fronleichnamprozession durch Feld und Flur in Teisendorf, Rupertiwinkel,  Bayern, Deutschland - Germany, das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem "Himmel" geht. an vier Freialtären entlag des Prozessionsweges liest der Pfarrer je ein Evangelium

Fronleichnamsprozession in Teisendorf. An den vier Freialtären entlang des Prozessionsweges liest der Pfarrer je ein Evangelium ©  RoHa-Fotothek Fürmann

War diese Art der Frömmigkeit den frühen Christen nicht vertraut, so geht das Fronleichnamsfest auf eine Vision der Julia von Lüttich (1209) zurück. In einem Traum sah sie die Kirche in der Gestalt der Mondscheibe. Es fehlte jedoch ein abgedunkeltes Stück des Mondes. Dieses fehlende Stück erkannte sie als ein gesondertes christliches Fest. Daraufhin erstmals 1246 im Bistum Lüttich eingeführt, erhob es Papst Urban der IV im Jahre 1264 zum allgemeinen kirchlichen Fest. Als Erinnerungsfest an die Einsetzung des Altarsakramentes hätte es seinen Platz eigentlich am Gründonnerstag. In der Passionswoche aber als unangebracht empfunden, stellte die Kirche Fronleichnam ans Ende des Osterfestkreises.weiterlesen »

Sepp Wurm

TV-Tipp: Kaltblutpferde im Berchtesgadener Land

 von Sepp
Martin Reihtschuh, Kaltblutzücher aus Teisendorf © BR

Martin Reihtschuh, Kaltblutzücher aus Teisendorf © BR

Mitte Mai besuchte Cornelia Benne,  Redakteurin des Bayerischen Fernsehens, mit einem vierköpfigen Team bei traumhaftem Frühlingswetter Martin Reitschuh auf seinem Hof in Teisendorf-Haslach im Berchtesgadener Land. Er ist der Vorsitzende der Kaltblutpferde-Zuchtvereinigung Berchtesgadener Land, die 2015 ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. „Die gutmütigen Kaltblutpferde waren echte Kamera-Profis“, so Frau Benne. Martin Reitschuh zeigt stolz seine prämierten und gekörten Pferde: „Ich bin mit den Rössern aufgewachsen  und werde meine Leidenschaft dem Kaltblut auch weiterhin widmen“.weiterlesen »

Sepp Wurm

Leonhardiritt: 400 Jahre Brauchtum

 von Sepp
Motivwagen beim Leohardiritt zwischen 1945 und 1950 - viele dieser Motivwägen rief der damalige Kaplan Spitzl ins Leben. Er verfügte, dass alle Ortsteile der Pfarrei einen Motivwagen stellen mußten "Großvaters Segen"

Motivwagen beim Leohardiritt zwischen 1945 und 1950 © Roha Fotothek Fürmann

Wahrlich ein Dorf im Ausnahmezustand jedes Jahr zu Pfingsten – der kleine Ort Holzhausen in der Gemeinde Teisendorf. Das ganze Dorf rüstet sich schon wochenlang für eine der größten Brauchtumsveranstaltungen im südostbayerischen Raum. Nicht nur eines der größten Brauchtumsfeste darf sich der Leonhardiritt nennen, sondern mit einer inzwischen knapp vierhundertjährigen Geschichte – erstmals erwähnt 1612 – gehört er zu den tief in der Bevölkerung verwurzelten Festen.

Eine Zeit besondere Festwägen beim Leonhardiritt in Holzhausen rief Kaplan Spitzl in den Jahren seines Wirkens in Teisendorf (1945 bis 1950) ins Leben.

 - viele dieser Motivwägen rief der damalige Kaplan Spitzl ins Leben. Er verfügte, dass alle Ortsteile der Pfarrei einen Motivwagen stellen mußten Kreuzgruppe - Fahrer Fritzenwenger Johann im Hintergrund das Fallwickl-Anwesen

Kaplan Spitzl beim Leohardiritt zwischen 1945 und 1950 © Roha Fotothek Fürmann

Er setzte sich in den Kopf, von all den Ortsteilen rund um Teisendorf nach dem Vorbild der Pferdewallfahrt von Bad Tölz je einen Motivwagen gestalten zu lassen. Teils murrend, jedoch mit viel Eifer folgten die Bewohner dem mit Nachdruck zum Ausdruck gebrachten Aufruf, gestalteten wunderschöne Wägen nach den Vorgaben des Geistlichen und führten diese nicht ohne Stolz und unter der Bewunderung der Zuschauer beim Leonhardiritt mit.weiterlesen »

Sepp Wurm

Die Sennerinnen der Stoißer Alm

 von Sepp
die Stoißer Alm im Rupertiwinkel © RoHa Fotothek Fürmann

Die Stoißer Alm im Rupertiwinkel © RoHa Fotothek Fürmann

Drei Frauen sind es, die für eine Saison ihren Beruf mit dem Alltag einer Sennerin tauschen wollen. Auf Anhieb verstehen sie sich beim ersten Treffen prächtig, obwohl sie sich bis jetzt nicht kannten und freuen sich auf ihre Zusammenarbeit für die nächsten Monate auf der Stoißer Alm (1275 m) auf dem Teisenberg im Grenzgebiet der Gemeinden Anger und Teisendorf im Rupertiwinkel. Sie wissen um die verantwortungsvolle Aufgabe, die sie gemeinsam übernehmen werden und freuen sich auf ein lustiges Beisammensein in Arbeit und Freizeit, wie sie einhellig bestätigen. – Und sie haben eines gemeinsam: Sie wollen viele nette Leute kennenlernen, viel Schönes erleben und viel Erfahrung sammeln in diesem nicht alltäglichen Beruf.

Sennerinnen der Stoißeralm © RoHa Fotothel Fürmann

Die Sennerinnen der Stoißer Alm © RoHa Fotothek Fürmann

Die 51-jährige Andrea ist aufgewachsen in Paderborn und lebt seit 1983 in Bayern, jetzt in Siegsdorf und erzählt stolz, dass sie bereits Oma sei. „Als gelernte Hauwirtschafterin und bis jetzt in der Lebensmittelbranche tätig freue ich mich auf die Aufgabe auf der Stoißer Alm“. Susanne aus Moosham bei Laufen: „Ich bin neugierig auf das Arbeiten auf der Stoißer Alm.“ Als gelernte Kinderpflegerin und im zweiten Berufsleben als Koch bezeichnet sie die Arbeit „auf Saison“ im Winter auf einer Hütte im Zillertal auf 2330 Metrern als „cool“ und lässt sich auch von viel Arbeit nicht abschrecken, wie sie meint. Die Maschinenbaustudentin Stefanie aus Sillersdorf (24 Jahre)  wird mit ihrer Erfahrung in der Gastronomie das Dreierteam komplettieren. Alle drei trafen die Entscheidung, auf die Alm zu gehen, ganz spontan; alle Drei mögen den Umgang mit Menschen und alle drei lieben die Natur; also beste Voraussetzungen für ein Leben und Arbeiten als Sennerin.weiterlesen »