St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Teisendorf
Rosi Fürmann

von Hans Stöckl – ab Freitag, 24. Juli bis Samstag, 15. August 2015
aufgeführt von den Theaterfreunden Neukirchen e.V.
bearbeitet und neu inszeniert von Kurt Gastager, Andreas Zollhauser und Albrecht Zollhauser

„s´Hogmoarglöckerl“ Die Freilichtbühne bei Nacht (c) RoHa-fotothek Fürmann

In einer imposant-aufwendigen Inszenierung bringen die Theaterfreunde Neukirchen e.V. das Drama in fünf Akten mit sieben Bühnenbildern in die an einem Hang spektakulär-großzügig aufgebauten Szenenbilder.

„s´Hogmoarglöckerl“ die Freilichtbühne schmiegt sich großzügig an den natürlichen Hang (c) RoHa-Fotothek

Der Regisseur Kurt Gastager mit seinem Team versteht es meisterlich, die Szenenbilder für alle Zuschauer auf den Rängen gleichermaßen gut einsehbar zu gestalten und fordert Licht und Ton, Bühnenbild, Requisiten und vieles mehr zu Höchstleistungen, um das Bühnenwerk vom Tageslicht in die blaue Stunde und zum Übergang in die Nacht zu führen.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Der Pfarrer-Weiher in Teisendorf

 von Rosi
Seerosenteich vor Teisendorf, Berchtesgadener Land, Bayern, Deutschland, Europa

Der Pfarrer-Weiher – Seerosenteich vor Teisendorf (c) RoHa-Fotothek

In der Nähe von Teisendorf malerisch gelegen der Pfarrer-Weiher, mit den herrlich blühenden Seerosen ein Blickfang für den Rupertiwinkel. Zu jeder Jahreszeit bietet er einen wunderbaren Vordergrund zur typischen Silhouette von Teisendorf mit den gelben Gebäuden der in Teisendorf ansässigen Brauerei Wieninger und der Pfarrkirche St. Andreas.

Blick über den Frühling am Pfarrer-Weiher hin zu Teisendorf  (c) roha-fotothek Fürmann

Blick über den Frühling am Pfarrer-Weiher hin zu Teisendorf (c) roha-fotothek Fürmann

Drei bis zu einem Arm dicke unterirdische Quellen speisen diesen Weiher und lassen ihn mit sauberem Wasser auch bei starker Trockenheit nicht austrocknen.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Mit dem Rad rund um Teisendorf

 von Rosi
das ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth am Höglwörther See

das ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth am Höglwörther See roha-fotothek

Ob sportlich oder eher gemächlich – ob rein eigene Muskelkraft oder mit Unterstützung (E-Bike) – die Radtouren rund um Teisendorf sind für alle ein Genuss. Durch blühende Wiesen, auf stressfreien Sandstraßen, an Bachufern entlang – es findet sich für jede Art des Radfahrens eine passende Strecke. Viele gut ausgeschilderte Radwege führen durch das Gemeindegebiet von Teisendorf, aus denen man sich mit den entsprechenden Radkarten, die auf der Touristinfo bereitliegen, eine schöne Tour rund um Teisendorf zusammenstellen kann. Besonders Familien mit Kindern haben hier herrliche Kurzausflugsmöglichkeiten.

Hier nur einige kurz beschrieben:

Zur Tour von Teisendorf nach Höglwörth – der „Perle des Rupertiwinkels“ gehört das Badezeug in den Rucksack und ich unterbreche die Fahrt mit einem Sprung in das kühle Nasse des idyllisch gelegenen Höglwörther Sees.

Mountainbiker in Höglwörth in der Gemeinde Anger im wunderbaren Frühling, Rupertiwinkel

mit dem Radl in Höglwörth in der Gemeinde Anger im wunderbaren Frühling roha-fotothek

Der Weg zum „Surspeicher“ führt durch wunderbare Blumenwiesen und entlang der Sur mit der Tierwelt des Wasser an den Biotopen in der Nähe von Gumperting.

Mountainbiker auf dem Feldweg der Sur entlang inmitten einer blühenden Wiese

eine Gruppe beim Radlausflug auf dem Feldweg der Sur entlang inmitten einer blühenden Wiese

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Rosi Fürmann

Fronleichnam im Rupertwinkel

 von Rosi
Fronleichnamprozession durch Feld und Flur von Anger nach Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund, Bayern, Deutschland - Germany, das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem "Himmel" geht

Fronleichnamsprozession durch Feld und Flur von Anger nach Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund. Das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem „Himmel“ geht © RoHa-Fotothek Fürmann

 Fronleichnam – die prächtige Prozession der katholischen Christen durch Feld, Wald und Flur

Fronleichnam – „das Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ – feiert die katholische Kirche traditionsgemäß 10 Tage nach Pfingsten. In feierlich farbenprächtigen Prozessionen ziehen die Gläubigen durch die Dörfer, Felder und Fluren. Hatte sich vielerorts das Mitgehen vor Jahren stark verringert, so nehmen heute wieder vermehrt die katholischen Christen am „Umgang“ oder auch „Prangen-gehen“ im Volksmund genannt teil. Bei dieser Prozession verlässt die am Altar konsekrierte Hostie – ein zweites mal nur noch an Erntedank – in einer vom Priester getragen Monstranz unter dem „Himmel“ den Kirchenraum.

Fronleichnamprozession durch Feld und Flur in Teisendorf, Rupertiwinkel,  Bayern, Deutschland - Germany, das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem "Himmel" geht. an vier Freialtären entlag des Prozessionsweges liest der Pfarrer je ein Evangelium

Fronleichnamsprozession in Teisendorf. An den vier Freialtären entlang des Prozessionsweges liest der Pfarrer je ein Evangelium ©  RoHa-Fotothek Fürmann

War diese Art der Frömmigkeit den frühen Christen nicht vertraut, so geht das Fronleichnamsfest auf eine Vision der Julia von Lüttich (1209) zurück. In einem Traum sah sie die Kirche in der Gestalt der Mondscheibe. Es fehlte jedoch ein abgedunkeltes Stück des Mondes. Dieses fehlende Stück erkannte sie als ein gesondertes christliches Fest. Daraufhin erstmals 1246 im Bistum Lüttich eingeführt, erhob es Papst Urban der IV im Jahre 1264 zum allgemeinen kirchlichen Fest. Als Erinnerungsfest an die Einsetzung des Altarsakramentes hätte es seinen Platz eigentlich am Gründonnerstag. In der Passionswoche aber als unangebracht empfunden, stellte die Kirche Fronleichnam ans Ende des Osterfestkreises.weiterlesen »

Sepp Wurm

TV-Tipp: Kaltblutpferde im Berchtesgadener Land

 von Sepp
Martin Reihtschuh, Kaltblutzücher aus Teisendorf © BR

Martin Reihtschuh, Kaltblutzücher aus Teisendorf © BR

Mitte Mai besuchte Cornelia Benne,  Redakteurin des Bayerischen Fernsehens, mit einem vierköpfigen Team bei traumhaftem Frühlingswetter Martin Reitschuh auf seinem Hof in Teisendorf-Haslach im Berchtesgadener Land. Er ist der Vorsitzende der Kaltblutpferde-Zuchtvereinigung Berchtesgadener Land, die 2015 ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. „Die gutmütigen Kaltblutpferde waren echte Kamera-Profis“, so Frau Benne. Martin Reitschuh zeigt stolz seine prämierten und gekörten Pferde: „Ich bin mit den Rössern aufgewachsen  und werde meine Leidenschaft dem Kaltblut auch weiterhin widmen“.weiterlesen »

Sepp Wurm

Leonhardiritt: 400 Jahre Brauchtum

 von Sepp
Motivwagen beim Leohardiritt zwischen 1945 und 1950 - viele dieser Motivwägen rief der damalige Kaplan Spitzl ins Leben. Er verfügte, dass alle Ortsteile der Pfarrei einen Motivwagen stellen mußten "Großvaters Segen"

Motivwagen beim Leohardiritt zwischen 1945 und 1950 © Roha Fotothek Fürmann

Wahrlich ein Dorf im Ausnahmezustand jedes Jahr zu Pfingsten – der kleine Ort Holzhausen in der Gemeinde Teisendorf. Das ganze Dorf rüstet sich schon wochenlang für eine der größten Brauchtumsveranstaltungen im südostbayerischen Raum. Nicht nur eines der größten Brauchtumsfeste darf sich der Leonhardiritt nennen, sondern mit einer inzwischen knapp vierhundertjährigen Geschichte – erstmals erwähnt 1612 – gehört er zu den tief in der Bevölkerung verwurzelten Festen.

Eine Zeit besondere Festwägen beim Leonhardiritt in Holzhausen rief Kaplan Spitzl in den Jahren seines Wirkens in Teisendorf (1945 bis 1950) ins Leben.

 - viele dieser Motivwägen rief der damalige Kaplan Spitzl ins Leben. Er verfügte, dass alle Ortsteile der Pfarrei einen Motivwagen stellen mußten Kreuzgruppe - Fahrer Fritzenwenger Johann im Hintergrund das Fallwickl-Anwesen

Kaplan Spitzl beim Leohardiritt zwischen 1945 und 1950 © Roha Fotothek Fürmann

Er setzte sich in den Kopf, von all den Ortsteilen rund um Teisendorf nach dem Vorbild der Pferdewallfahrt von Bad Tölz je einen Motivwagen gestalten zu lassen. Teils murrend, jedoch mit viel Eifer folgten die Bewohner dem mit Nachdruck zum Ausdruck gebrachten Aufruf, gestalteten wunderschöne Wägen nach den Vorgaben des Geistlichen und führten diese nicht ohne Stolz und unter der Bewunderung der Zuschauer beim Leonhardiritt mit.weiterlesen »

Sepp Wurm

Die Sennerinnen der Stoißer Alm

 von Sepp
die Stoißer Alm im Rupertiwinkel © RoHa Fotothek Fürmann

Die Stoißer Alm im Rupertiwinkel © RoHa Fotothek Fürmann

Drei Frauen sind es, die für eine Saison ihren Beruf mit dem Alltag einer Sennerin tauschen wollen. Auf Anhieb verstehen sie sich beim ersten Treffen prächtig, obwohl sie sich bis jetzt nicht kannten und freuen sich auf ihre Zusammenarbeit für die nächsten Monate auf der Stoißer Alm (1275 m) auf dem Teisenberg im Grenzgebiet der Gemeinden Anger und Teisendorf im Rupertiwinkel. Sie wissen um die verantwortungsvolle Aufgabe, die sie gemeinsam übernehmen werden und freuen sich auf ein lustiges Beisammensein in Arbeit und Freizeit, wie sie einhellig bestätigen. – Und sie haben eines gemeinsam: Sie wollen viele nette Leute kennenlernen, viel Schönes erleben und viel Erfahrung sammeln in diesem nicht alltäglichen Beruf.

Sennerinnen der Stoißeralm © RoHa Fotothel Fürmann

Die Sennerinnen der Stoißer Alm © RoHa Fotothek Fürmann

Die 51-jährige Andrea ist aufgewachsen in Paderborn und lebt seit 1983 in Bayern, jetzt in Siegsdorf und erzählt stolz, dass sie bereits Oma sei. „Als gelernte Hauwirtschafterin und bis jetzt in der Lebensmittelbranche tätig freue ich mich auf die Aufgabe auf der Stoißer Alm“. Susanne aus Moosham bei Laufen: „Ich bin neugierig auf das Arbeiten auf der Stoißer Alm.“ Als gelernte Kinderpflegerin und im zweiten Berufsleben als Koch bezeichnet sie die Arbeit „auf Saison“ im Winter auf einer Hütte im Zillertal auf 2330 Metrern als „cool“ und lässt sich auch von viel Arbeit nicht abschrecken, wie sie meint. Die Maschinenbaustudentin Stefanie aus Sillersdorf (24 Jahre)  wird mit ihrer Erfahrung in der Gastronomie das Dreierteam komplettieren. Alle drei trafen die Entscheidung, auf die Alm zu gehen, ganz spontan; alle Drei mögen den Umgang mit Menschen und alle drei lieben die Natur; also beste Voraussetzungen für ein Leben und Arbeiten als Sennerin.weiterlesen »

Christian Thiel
Stoißer Alm Mountainbike Tour

Die erste echte Mountainbiketour des Jahres auf die Stoißer Alm

Nachdem ich in den letzten Tagen und Wochen ab und zu im flachen Gelände mit dem Fahrrad unterwegs war, gings heute endlich wieder Richtung Berg. Nach gemütlichem Mittagessen erstmal das Radl aus dem Keller holen und ins Auto verladen, da der Fitnesszustand eine Tour von zu Hause aus noch nicht zulässt. Um 15 Uhr habe ich mich mit einem Freund am Parkplatz an der Kohlhäuslstraße überhalb von Anger verarbredet. Schnell noch die Räder zusammengebaut und dann gings los.

Die ersten Kilometer fährt man an der Stoißer Ache entlang. Die Forststraße führt bis zu Stoißer Alm hinauf und ist mit dem Fahrrad gut befahrbar. Nach ein paar Hundert Metern erreicht man eine unbewaldete Fläche. In der Sonne war es richtig warm, aber auch in den Waldstücken war die Temperatur kein Problem, schließlich waren wir ja in Bewegung. Die kurze Radlhose und das T-Shirt haben trotz kühlem Wetter ausgereicht. Nach dem unbewaldeten Stück kommen die ersten knackigeren Steigungen. In Serpentinen schlängelt sich der Weg durch den Wald hinauf bis zum Angerer Kreuz. Von dort aus könnte man auch nach Adlgaß und Inzell fahren (oder wandern).

Das Angerer Kreuz auf dem Weg zur Stoißer Alm

Das Angerer Kreuz – ungefähr bei der Hälfte der Fahrzeit

Weiter gehts über zwei kleine Brücken und langsam wirds anstrengend. Nach zwei kleineren Steigungen gehts ans Eingemachte. Es wird steil und zwar für ein längeres Stück. Der Wald wird lichter und man hat das Gefühl es nicht mehr so weit, doch kurz vor der nächsten Ebene kommt nochmal ein richtig steiler Anstieg. Als dieser überwunden ist, sind wir bei dem Viehgitter und der Kreuzung mit der Forststraße, die von Teisendorf auf die Alm führt. Von dort aus fährt man schön in der Sonne, allerdings lag ringsherum auf den Wiesen noch einiges an Schnee und immer wieder wehte ein kalter Wind.weiterlesen »

Sepp Wurm

Die Schlackenhäuser im Rupertiwinkel

 von Sepp
Schlackenhaus in Freidling, Teisendorf im Bayerischen Rupertiwinkel

Typisch für den Rupertiwinkel: Schlackenhaus in Freidling, Teisendorf

Wer schon mal im Rupertiwinkel im  Norden des Berchtesgadener Landes unterwegs war, hat sie bestimmt schon gesehen: Die mit schwarzen Steinen gesprenkelten Fassaden der imposanten Schlackenhäuser! Tatsächlich handelt es sich bei den schwarzen Sprenkeln in der Mauer nicht um herkömmliche Steine, sondern um erkaltete und erstarrte Schlacke aus der Eisenerzverhüttung im Rupertiwinkel.

Bis 1925 wurde Eisenerz aus dem Teisenberg abgebaut und vor Ort verhüttet, das Bergbaumuseum Achthal in Teisendorf zeugt noch heute von der Geschichte dieser Schwerindustrie im Bayerischen Voralpenland. Da das Gestein aus dem Inneren des Teisenberges nur einen Eisenanteil von maximal 25 Prozent enthielt, fiel bei der Verhüttung entsprechend viel Schlacke an. Diese wurde mit Wasser abgekühlt und erstarrte zu schwarzen Steinen. Da diese Steine ein guter Wärmespeicher und zudem noch relativ leicht sind, lag es nahe, sie als Baustoff zu verwenden. Ihre Hochphase erlebte die Schlacken-Bauweise in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg: Der Bedarf an Baumaterialien war hoch und die erkaltete Schlacke war günstig. Trotz dieses zweiten wirtschaftlichen Standbeins wurde der Bergbau im Teisenberg sowie die Verhüttung im Achtahler Hochofen zunehmend unrentabel und 1925 schließlich eingestellt.weiterlesen »

Sepp Wurm
die Kapelle in Kleinrückstetten, Pfarrei Teisendorf, Berchtesgadener Land, Oberbayern

Kapelle zwischen den Linden

Ein Kleinod der Volksfrömmigkeit: In Kleinrückstetten / Teisendorf lädt am Karfreitag und Karsamstag die Kapelle zwischen den Linden zur Anbetung Jesu im Grab ein. Alle zwei Jahre an den Kartagen der ungeraden Jahre tauschen die Bauersleute der Bauernhöfe in Kleinrückstetten die „Armen Seelen“ in der Nische des Altartisches mit dem Grab Jesu aus.weiterlesen »