Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Trailrunning

Trailrunning im Chiemgau: Das war der CTR18

 von Sarah

Hochgern: Die höchste Erhebung des CTR18

Am letzten Wochenende fand erstmalig der Chiemgau trailrun statt: Eine Laufveranstaltung in ihrer Premiere – ein Resümee.

Bereits gegen Ende letzten Jahres wurde ich durch social media auf solches Event im Chiemgau aufmerksam; regte es insbesondere mein Interesse aufgrund der Nähe zum Berchtesgadener Land an. Das Event, initiiert und konzipiert von Dominik Hartmann, sollte seinen Startschuss am fünften Mai in Marquartstein finden.

Mit einer vorangemeldeten und letztlich präsenten Teilnehmeranzahl von rund 540 Personen war der Chiemgau trailrun bereits mehrere Tage vor dessen Beginn ausverkauft. Dabei reisten die LäuferInnen aus neun verschiedenen Nationen an um an einer der drei gebotenen Distanzen teilzunehmen.

Zur Auswahl standen eine kurze Distanz von zirka acht Kilometern mit knapp 250 Höhenmetern; eine mittlere Strecke über zwanzig Kilometer inklusive 1.300 Höhenmetern sowie eine Marathondistanz mit vierundvierzig Kilometern und 2.300 Höhenmetern.

Sollte die kürzeste der drei Distanzen insbesondere über die trails am Rande Marquartsteins verlaufen, so führten die mittlere, wie auch die lange Distanz über den Hochgern. Solcher bietet mit einer Gesamthöhe von 1748 Metern einen weitläufigen Blick auf den darunter liegenden Chiemsee sowie den Chiemgau selbst und eröffnete den LäuferInnen während des Streckenverlaufs immer wieder imposante Ausblicke in die Ferne.weiterlesen

Heute schreiben wir den 14. Februar. Besser bekannt als Valentinstag. Tag der Liebenden – oder doch eher ein kommerzieller Tag?!

Liebe findet meines Erachtens jeden Tag statt. In Blicken, Begegnungen, Gesprächen mit unseren Mitmenschen. Dennoch möchte ich den heutigen Tag nutzen, um meiner Liebe zu einem speziellen Thema Raum zu geben: Dem Watzmann.

Der Watzmann im Winterkleid

Wusste ich bis vor über zwei Jahren nicht, um welchen Berg es sich da genau handelt, der sich vor meinen Augen präsentierte – kann ich mir nun einen Alltag ohne den Ausblick auf dieses Weltwunder nicht mehr vorstellen.

Mit einer sagenumwobenen Höhe von 2.713 Metern ist er der zweithöchste Berg Deutschlands. Für uns Einheimische steht außer Frage, dass er gleichwohl der schönste Berg Deutschlands ist!weiterlesen

Das Berchtesgadener Land: Was uns daran fasziniert

 von Sarah

Es wird zu allen vier Jahreszeiten besucht: Das Berchtesgadener Land. Ob TouristInnen aus dem In- oder Ausland; deutsch- oder fremdsprachig; das Berchtesgadener Land zieht jährlich tausende von TouristInnen an. Manche von ihnen bleiben dort. Worin liegt der Grund – was macht solche Region Deutschlands so begehrenswert und attraktiv für Außenstehende?

Folgender Artikel soll Aufschluss darüber geben und all jenen, die noch über einen potentiellen Besuch nachdenken, den nötigen Motivationsschub ermöglichen.

Immer wieder fallen mir insbesondere folgende Aspekte auf, die BesucherInnen an der süd-östlichen Region Deutschlands faszinieren:

Vielfalt: Insbesondere die Vielfalt des BGL wirkt attraktiv auf Außenstehende. Gemeint ist dabei ein Konglomerat aus Bergen, Seen, weiten Wiesenflächen, Kultur/ Historik, einem Zusammenschluss von unterschiedlichen Tierarten und einzigartigen Charakteren. Ob als Single, Paar, Familie oder Rentner/in – das Berchtesgadener Land ermöglicht durch sein zahlreiches Angebot an Outdoor- wie auch Indooraktivitäten ein ganzheitliches Angebot für jung und alt.

Vereinigung von Natur und Historik: Das Kehlsteinhaus

Die Walfahrtskapelle St. Bartholomä am Königssee gelegen; behütet von der Watzmann Ostwand

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Trailrunning im Winter: Berchtesgadener Tourentipps

 von Sarah

Zuweilen ist er kalt, eisig und -im Idealfall- durch Schnee determiniert: Der Winter. Ist er einmal da, so ermöglicht er im Berchtesgadener Land zahlreiche Möglichkeiten des Outdoorsports wie skifahren, rodeln, Skitouren- und Schneeschuhtouren gehen, snowboarden, etc. Hierzu bieten sich insbesondere die beheimaten Skigebiete des Götschen und Hirschecks für Groß und Klein an, um solche Aktivitäten ausüben zu können.

Was aber tun wenn entsprechende Fertigkeiten für die o.g. Aktivitäten fehlen oder die Lust auf solche nicht immer vorhanden ist?

Für mich als passionierte Bergläuferin besteht da nur eine Option: Dennoch laufen.

Solches Vorhaben ist bei Tiefschnee und Lawinengefahr jedoch nicht stets umsetzbar, daher muss ich im Winter gewisse Kompromisse eingehen: Flache Läufe im Tal (wie zum Beispiel entlang des Maximilans-Reitweges, der Königseer– oder Ramsauer Ache) sind immer möglich. Interessanter wird es bei Läufen am Berg. Im Folgenden habe ich ein paar trailruns der vergangenen Wochen aufgelistet, die derzeit laufbar sind und auch durch WanderInnen mit oder ohne Schneeschuhen bestritten werden können.

Brandkopf (1156 Meter)

Am Brandkopf

Diese Aussichtskanzel auf Watzmann und Königssee kann selbst im Winter sehr leicht erreicht werden, wie bereits Ann-Kathrin in einem ihrer Beiträge für den BGLT niederschrieb. Von der Gaststätte Vorderbrand ist solcher Trail in weniger als 20 Minuten zu realisieren. Ich startete vom Parkplatz Königssee um in der Summe auf knapp 400 Höhenmeter zu kommen und eine Wegstrecke von circa. fünf Kilometern im Aufstieg zu verzeichnen. Zunächst entlang der Teerstraße bog ich nach einiger Zeit zwischen Wohnhäusern in einen Waldpfad ein, welcher bis hinauf zum Vorderbrand Wirtshaus führt (auch bekannt als Rodelstrecke). Bei Schnee und Eisglätte empfiehlt sich die Mitnahme von Trekkingstöcken und Spikes um eine feste Bodenhaftung zu besitzen.

Am Brandkopf: Aussicht auf den Watzmann

Am Brandkopf

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Im Spätsommer besuchte ich sie das erste Mal diesen Jahres: Die Steinerne Agnes. Oberhalb der Gemeinde Bischofswiesen Winkl gelegen ragt sie aus dem Fels heraus und dominiert insbesondere durch die Eigenart ihrer Formation. Mit einer Höhe von 1305 Metern ist sie keineswegs der höchste Punkt des Lattengebirges; dennoch möglicherweise einer der interessantesten. Ein attraktives Ziel für WanderInnen und LäuferInnen stellt sie somit alle mal dar.

Steinerne Agnes; Watzmann, Hundstod und Hochkalter im Hintergrund

Ich starte meine Tour von meiner Haustüre weg – in Winkl. Dies ermöglicht mir vor der anstehenden Steigung von knapp 800 Höhenmetern ein flaches Warmlaufen. Insgesamt beträgt der Weg bergaufwärts zirka sechs Kilometer. In Kombination mit den Höhenmetern also eine Art Wadenbeißer, den der Besuch bei ,,Agnes“ erfordert.

Die lohnende Aussicht der Steinernen Agnes

Zunächst entlang der Hauptstraße biege ich nach einem Kilometer in den ersten Kiesweg ein um dann der gelben Beschilderung Richtung ,,Steinerne Agnes“ zu folgen. Diese führt mich vorerst vorbei an einigen Bauernhöfen und Wohnhäusern – bis ich schlussendlich in einem Wald und somit dem Beginn der Steigung ankomme. Von nun an geht es steil bergauf: Der Weg gestaltet sich aufgrund der, in den vergangenen Tagen zugenommenen Temperatur, trocken und schneefrei. Alles wirkt sehr herbstlich auf mich, gehen doch nun bereits zahlreiche Personen im Berchtesgadener Land bereits auf Skitour. Doch hier, im unteren Teil des Lattengebirges, hält der Herbst mit seinem fallenden Laub und seinen roten, gelben und braunen Farben, stand.weiterlesen

Back to the roots: Der Jenner als Hausberg

 von Sarah

Über ein Jahr ist es nun bereits her, dass ich von Schönau am Königssee nach Bischofswiesen zog. Der damalige Grund lag darin, meinen Arbeitsweg verkürzen zu wollen um somit mehr Zeit in den Bergen verbringen zu können. Meine Zugeneigtheit zur Schönau, dem Ort, ,,an dem alles begann“ ist jedoch keinesfalls durch meinen Umzug geschmälert – sondern vielmehr intensiviert worden. Noch heute suche ich die Region rund um den Königssee stetig auf; genieße jeden Moment, mit Aus- und Tiefblick auf den bayerischen Fjord – der mir so viel bedeutet.

So schien es auch nicht verwunderlich, dass ich mit einer Freundin aus meiner nordrhein-westfälischen Heimat bei deren Besuch einen Spaziergang auf den Jenner vorschlug. Mein ehemaliger Hausberg, an dem ich unter anderem auch meine Passion für den Berglauf fand, schien mir optimal für  solches Vorhaben zu sein.

Auf dem Weg zum Jennergipfel via Südseite

Um den Gipfel des Jenners erreichen zu können, entschieden wir uns für die Begehung via Südseite mit Ausgangspunkt am Parkplatz Königssee. Da seit Beginn diesen Jahres eine neue Seilbahn am Jenner erbaut wird (via Nordseite), schien dieser Weg der attraktivere und letztlich auch der Einzige zum Gipfel führende zu sein.

Bei typisch herbstlichem Bergwetter machten wir uns über den Hochbahnweg auf die Beine um gemeinsam den Vormittag im Jennergebiet zu verbringen. Auf dem Forstweg bergaufwärts erblickten wir fallendes, gefärbtes Laub, rauschende Bäche und wenig Mitmenschen. Optimale Bedingungen, um den Jahreszeitenwechsel zu sehen, zu hören und zu spüren. Nach gemütlichem Schlendern erreichten wir bald die erste Aussichtskanzel auf den Königssee, wo wir nach kurzem Innehalten weiter zu den Königsbachalmen aufbrachen. Das Wetter war bis dato noch immer graugefärbt und diesig – ließ durch manche Blaufärbung des Himmels jedoch Besserung versprechen.

Oberhalb der Königsbachalmen

Immer wieder kämpfte sich an besagtem Vormittag die Sonne durch und ermöglichte eine klare Sicht auf die umliegenden Berge bis das Wetter schlussendlich konstant wurde und die Herbstsonne uns gar wärmen wollte.weiterlesen

Drauß‘ vom Zwiesel komm ich her

 von Sarah

..und ich muss euch sagen: Es windet dort sehr! Über Zennokopf und (Mittel-) Staufen; musste ich dabei auch mal’s laufen.

Der Oktober bescherte uns in der 40. Kalenderwoche genau zwei herbstlich anmutende und mit reichlich Sonne betankte Tage, die genutzt werden wollten. An einem von ihnen entschloss ich mich spontan dazu, die Zwiesel-Zennokopf, Mittel- und Hochstaufen Überquerung in Angriff zu nehmen. Eine Tour, die mit knapp zehn Kilometern in der reinen Überschreitung von zirka 1.600 Höhenmetern zu den anspruchsvolleren Routen im Berchtesgadener Raum gehört (schwarze Markierung). Alpine Kenntnisse sowie eine gute Kondition sind Voraussetzung, um sich dem Hochstaufenmassiv hinzugeben.

Die Tour gibt es in mehreren Varianten: So ist zum Beispiel eine komplette Überschreitung des Hochstaufenmassivs möglich, indem zusätzlich Gamskogel und Fuderheuberg überquert werden. Auch besteht die Option, meine (von links nach recht gerichtete) Route im Richtungswechsel zu vollziehen.

Ich starte beim Parkplatz des Listwirtes, unweit vom gleichnamigen (List-) See entfernt. Vorbei an der Gaststätte folge ich zu Beginn des Laufes der gelben Wanderbeschilderung in Richtung Zwieselalm und Zennokopf, die laut Wegmarkierung knapp drei bis vier Stunden von mir entfernt liegen sollen.

Durch den Eintritt in eine Art Waldschleuse wird der vor mir liegende Weg durch seitlich stehende Bäume begrenzt und spendet daher immer mal wieder angenehmen Schatten auf meinem Lauf bergaufwärts. Ich genieße dabei das wechselnde Spiel zwischen kurzen Trailpassagen und Forstwegen, auf denen ich mich mithilfe meiner Stöcke optimal abstützen kann. Nach kurzer Zeit erreiche ich so die ersten Abzweigungen in weiterer Richtungsfolge meines ersten Ziels: Dem Zwiesel. Da ich dort noch niemals war, bin ich gespannt auf die Wegbeschaffenheit oberhalb des Kaiser-Wilhelm-Hauses, welches mir durchaus bekannt ist.

Durch rot-gelb gefärbtes Laub folge ich nun dem stufenlastigen Weg und begutachte gleichzeitig die Fülle der (Herbst-) Farben, die sich meinem Auge bietet. Solche Jahreszeit bietet nicht nur eine optimale Lauftemperatur sondern ebenso eine ,,Reifung“ der Natur: Die Bäume tragen Früchte, verlieren ihre Blätter und geben so das Resultat vergangener Sommertage ab.

Nach etwas über eine Stunde laufe ich an der Zwieselalm vorbei. Sie lasse ich aufgrund des heutigen, straffen Programms links liegen und erhasche lediglich einen Blick zur Hütte. Bereits einige WanderInnen genießen hier die Mittagssonne sowie den Ausblick auf die Berchtesgadener Bergwelt.

Auf weiterem, besteinten Pfad laufe ich in Richtung Zwieselspitze und muss nun immer wieder meine Konzentration schärfen: Durch die vergangenen, regnerischen Tage ist das Terrain weit oben noch immer recht feucht und die Grasflächen dadurch aufgeweicht. Wer hier nicht ausrutschen möchte, sollte Obacht geben.

Passage zwischen Zennokopf und Zwiesel

Passage zwischen Zennokopf und Zwiesel

Schlussendlich erreiche ich die Höhe von 1782 Metern und somit den Gipfel des Zwiesels nach zirka 1,45 Stunde und beginne mit meiner ersten kurzen Rast und dem mentalen Festhalten des sich mir bietenden Panoramas.weiterlesen

Das Watzmannhaus: Spiel der Jahreszeiten

 von Sarah

Jahreszeitenwechsel am Watzmannhaus auf 1930 Metern

Berchtesgaden: Wir schreiben Mitte September und der erste Wintereinbruch auf den Bergen hat für diese Saison bereits Einzug gefunden. Geschneit hat es bislang auf einer Höhe ab ca. 1300 Metern – der Schnee schmilzt an manch sonnigen Tagen, vermehrt sich an kühlen Herbsttagen. Auch am Watzmannhaus (auf einer Höhe von 1930 Metern) hat sich bereits eine Schneedecke ausgebreitet und ummantelt die sich goldbraun färbende Wiesenlandschaft rund um das Haus.

Um solches Naturschauspiel bewundern zu können, starte ich meinen heutigen Berglauf an der Wimbachbrücke in Ramsau. Ich folge am Parkplatz der gelben Beschilderung in Richtung Watzmannhaus (rote Markierung) – die eine Aufstiegszeit von vier Stunden angibt. Unmittelbar zu Beginn des Laufs folgt eine Konfrontation mit steilem Aufstieg und witterungsbedingt feuchtem Weg. Da die Temperatur an solchem Tag jedoch wieder etwas gestiegen ist, herrscht ein optimales Laufklima.

Auch begegne ich einigen Wanderern, gar Gruppen, die sich auf dem Weg zum bzw. vom Watzmannhaus bewegen.

Nachdem ich eine Rechtszweigung passiert habe, werde ich von eingezäunten – jedoch bellenden Hunden ein Stück meines Weges begleitet. Solche dienen als ,,Radar“ für die, ebenfalls eingezäunten Schafe, welche die Hunde bewachen sollen.

Etwa 50 Minuten später erreiche ich die Stubenalm, wo die Natur sich noch sehr sommerlich/ herbstlich präsentiert: Die Kühe der Alm weiden auf den Wiesenflächen, die Vögel zwitschern und die Bauern gehen ihrer Tätigkeit nach. Auch überwiegt stets die Farbe grün in ihrer Präsenz – vergeblich suche ich hier nach dem weißen Gold: Schnee.

Wegbeschilderung nahe der Stubenalm

Weiter auf meinem Weg nach Oben wird es nun kühler, windiger und ich kann eine Veränderung der Temperatur ,,riechen“. Möglicherweise kennen einige LeserInnen von euch diese Sinnesempfindung – den besonderen Geruch, den der Winter mit sich bringt.

Angekommen an der Mitterkaseralm kann ich jetzt den Wintereinbruch sehen, riechen und spüren: Vor meinen Augen präsentieren sich Watzmannfrau, die Kinder und der Watzmann selbst in weißem Gewand. Lediglich vertikale Ausläufer des Gesteins ermöglichen das Erkennen von grauem Fels.weiterlesen

Die Schnelllebigkeit unserer heutigen Zeit bringt viel Energie in unser Handeln: Wir leisten, erbringen Fortschritte, entwickeln uns. Dennoch wohnt solchem Aspekt auch teilweise eine Geringschätzung der kleinen Details, die jeder Alltag enthält und solchen somit zu etwas Besonderem macht, inne.

Fernab von dem (positiven) Stress des Alltags existiert die Natur in ihrem reinen Dasein. Dort, wo weder Zeit noch Druck eine Rolle zu spielen scheint herrscht die Quelle meiner Energie: Freiheit.

Um die Achtsamkeit vollends auf die Natur und auf die Wege hin zu meinen Ausgangspunkten der Touren richten zu können, laufe ich seit einigen Wochen unmittelbar von meiner Haustüre zu meinen gewünschten Bergen. Das heutige Ziel: Eine ,,Art“ Dreisesselberg-Überschreitung sowie Umrundung.

Ich starte in Bischofswiesen-Winkl und laufe zunächst bis zur Straße ,,Am Bichlberg“. Die wenigen Wohnhäuser passiert biege ich nun in ein Waldstück ein, in welchem ich mit gelben Beschilderungen konfrontiert werde: Rechts würde ich nach Hallthurm gelangen, links folgend gelange ich zu meinem ersten Stopp: Der Steinernen Agnes.

Nun folgt eine senkrecht nach oben verlaufende Steigung, in welcher ich die ersten Höhenmeter des Tages sammle. Da mittlerweile das Wetter von herbstlicher Atmosphäre ist, herrscht eine angenehme Lauftemperatur. Der Weg ist schotterbehaftet und umringt von zahlreichen Bäumen die trotz des kalendarischen Herbstanfanges noch in sattem Grün erstrahlen. Ich genieße die mich umgebende Natur in ihrer vollen Gänze und folge kontinuierlich dem immer wieder ansteigenden – dann flacher werdenden Weg. Auf etwa 1.300 Metern erreiche ich dann die Steinerne Agnes. An solcher Felsformation angekommen genieße ich den Anblick des steinernen Gebildes sowie die Aussicht auf Watzmann und Hochkalter, die ich von hier aus bereits gut erblicken kann.

Steinerne Agnes

Nach kurzer Rast mache ich mich weiter auf den Weg und folge der gelblichen Beschilderung in Richtung Karkopf/ Predigtstuhl/ Dreisesselberg. Nun erwartet mich ein kleiner, erlebnisreicher downhill über größere Steine und Bäche, die meinen Weg kreuzen. Der Trail gestaltet sich aufregend und erlebnisreich – führt zu einer Art Abwechslung und lässt meine Beine tanzen. Nach solch kurzem Intermezzo folgt wieder eine Steigung, die sich dann bis zum Höhepunkt meiner heutigen Tour zieht. Der Weg ist jetzt relativ schmal und ich erblicke hinter mir liegend die sandsteinigen Ausläufer des Karkopfes – der höchsten Erhebung des Lattengebirges. Auch vor mir präsetiert sich das Lattengebirge in einem seiner charakteristischen Aspekte: Seiner Naturbelassenheit. Auf meinem Weg existiert keine parallel verlaufende Forststraße; auch eine Seilbahn gibt es hier nicht. Lediglich der Reichenhaller Bereich des Lattengebirges ist mit der Predigtstuhlbahn und einigen Fortstraßen ausgestattet.weiterlesen

Kurz und knackig: Der Signalkopf als Hausberg

 von Sarah
Auf dem Signalkopf, dem Busen der schlafenden Hexe

Auf dem Signalkopf, dem Busen der schlafenden Hexe

Das Berchtesgadener Land ist gesegnet mit zahlreichen Bergen, die als Charakteristikum des besagten Landkreises anzusehen sind. Da liegt es nahe, einen solchen Berg unmittelbar von der Haustür weg zu ,,erklimmen“.

So gestaltete auch ich einen, der vorerst letzten Sommertage mit einem Trailrun auf einen meiner Hausberge, den Signalkopf. Solcher ist ebenfalls unter weiteren Bezeichnungen bekannt, wie z.B. ,,Mittlerer Rothofen“ und ,,Busen der Hexe“. Der Signalkopf liegt mit seinen 1.396 Metern im Lattengebirge und ergibt mit weiteren Gipfeln bzw. Erhöhungen das markante Seitenprofil der sogenannten ,,schlafenden Hexe“. Neben dem Watzmannmassiv oder dem Großen Hundstod existieren auch für die schlafende Hexe einige Volkssagen. Eine von ihnen meint, dass es sich zu Lebzeiten um eine hilfsbereite, wenig attraktive Frau gehandelt haben soll, die der Zauberkünste mächtig war. Mit den Jahren soll die Hexe durch ihren sozialen Ausschluss verbittert und böse geworden sein. Als ihr aufgrund dessen der heilige Martinus zur Hilfe eilte, versuchte sie diesen zu töten – so wie es eine der Sagen beschreibt. Als Strafe bezüglich ihren Aktes wurde sie in Stein verwandelt und wacht seither über das Gebiet des Hallthurms.

Blick von Bischofswiesen zur Schlafenden Hexe

Blick von Bischofswiesen zur Schlafenden Hexe

Ich starte meine Tour in der Gemeinde Winkl und laufe zunächst an der B20 entlang in Richtung Hallthurm. Nach kurzem Warmlaufen biege ich links zum Bichlberg ab, wo nun auch Wegbeschreibungen zu finden sind. Ich folge solcher weiter in Richtung ,,Hallthurm“. Nun ähnelt der Weg solcher Konsistenz, die ich präferiere: Wald- und Wiesenwege, rauschende Bächer und weidende Kühe. Auch steigt der Weg nun langsam an und ich erziele die ersten Höhenmeter.

Die schlafende Hexe

Die schlafende Hexe

Nach einiger Laufzeit erreiche ich eine Abbiegung oberhalb des Parkplatzes der schlafenden Hexe. Ich laufe links in den, nun verdichteten Waldweg hinein und folge somit der gelben Beschilderung in Richtung ,,Signalkopf“.weiterlesen