St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Trailrunnning

Tiefblick auf den Seeleinsee

Da der diesjährige Sommer eher von unkonstanter Qualität ist, nutze ich derzeit jeden sonnenreichen Tag, um meine Leidenschaft in den Bergen ausüben zu können: Das Trailrunning.

So geschehen an einem Dienstag Morgen in Schönau am Königssee. Ausgangspunkt meiner heutigen Tour ist der Parkplatz Hinterbrand, oberhalb der Gemeinden Schönau und Berchtesgaden. Der Parkplatz ist bereits brechend voll; ich freue mich über die Sichtigung von mehreren ,,SI – Kennzeichen“ , welche die Anwesenheit von Personen aus meiner Heimat inkludieren.

Nachdem ich mein Auto geparkt und mich startbereit gemacht habe, geht es los in Richtung meines heutigen Ziels: Dem Seeleinsee. Solcher liegt auf einer Höhe von 1.800 Metern und ist umringt von Bergen wie dem Fagstein, Hochseeleinkopf und dem Kahlersberg.

Der Seeleinsee umringt von Berchtesgadener Bergen wie dem Kahlersberg (links)

Da ich recht spät aufbreche, sind bereits viele Wanderer unterwegs auf Wegen zum Jenner, der Königsbach– oder Priesbergalm. Auch solcher Aspekt ist für mich von Zeit zu Zeit nicht unbedingt schlecht: Ich beobachte während des Laufens die vielen unterschiedlichen Menschen auf ihren Pfaden hinauf zu ihren Zielen. Lausche den Gesprächen und kann mitunter ein Funkeln, bezogen auf die Bergwelt, in deren Augen erblicken.

Mein Weg führt mich am Hugo-Beck-Haus vorbei Richtung Königsbachalm – später dann bergauf zu den Priesbergalmen. Von dort an verändert sich der Weg einer Fortststraße hin zu einem schmalen Wiesenpfad. Hier oben geniesse ich bereits einen gigantischen Ausblick auf den, in der Sonne erwachenden Watzmann.weiterlesen »

Ein Paradies auf Erden: Der Königssee in Bildern

 von Sarah
Die Bootswerften Königssee am Morgen

Die Bootswerften Königssee am Morgen

Mit einem Umfang von 20 Kilometern und einer Fläche von 5,22 km² ist er nicht der größte, jedoch definitiv einer der schönsten Seen Deutschlands: Der Königssee.

Ganz verschwommen existierten in meinem Kopf die Bilder eines Sees, dessen Ufer am Seegelände bereits in Kindheitstagen große Wirkung auf mich erzielte. Als ich im Jahre 2015 nach Schönau reiste um die Beendigung meines Studiums zu zelebrieren, wurden die surrealen Kindheitsimpressionen aufgefrischt und um neue, tiefgehende Gefühle erweitert: Meine Zugeneigtheit zum Königssee.

Ummantelt von hohen und steilen Felswänden liegt er da, am Fuße des Watzmannes und inmitten des Nationalpark Berchtesgaden. Sein Wasser ist aufgrund von, im Wasser aufgelöstem Kalkgestein grün, bzw. türkisfarbend und mit einer maximalen Tiefe von 190 Metern ist er der tiefste See Deutschlands.

Auf dem Königssee: Mittig zu sehen die Schönfeldspitze

Auf dem Königssee: Mittig zu sehen die Schönfeldspitze

Der Ursprung des Sees liegt historisch gesehen weit zurück – ein Exkurs in die letzte Eiszeit ist von Nöten um die Entstehung festhalten zu können. Gebildet aus einem Gletscher des Steinernen Meeres und einer damals bestehenden Endmorände im Ort Schönau ergab sich die Bildung des heutigen Königssees – der seinen Namen vermutlich dank des Vornamens ,,Kuno“ trägt. Solchen trugen im Zuge der Fürstprobstei Berchtesgaden einige bedeutende Persönlichkeiten.weiterlesen »

Der Weg zurück zum Hundstodgatterl; links zu sehen der Hundstod

Das Berchtesgadener Land zieht jährlich tausende von TouristInnen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands sowie dem Ausland an. Die atemberaubende Vielfalt sowie die Kombination aus Bergen, Seen, Almen und geschützter Natur bietet auch den Einheimischen die attraktive Möglichkeit, den Urlaub in ,,der Heimat“ zu verbringen.

So gestaltete auch ich meinen Urlaub mit etlichen, lang ersehnten Trailrunningtouren im Raum Berchtesgaden. Eine davon sollte der Einblick in das Steinerne Meer mit Besuch des Ingolstädter Hauses bilden.

Nach frühem Aufbrechen eines heißen Samstages liefen mein Partner und ich von der Wimbachbrücke in Ramsau los. Vorbei an der Wimbachklamm ging es zunächst in Richtung Wimbachschloss – welches durch ein moderates Lauftempo nach dreizig Minuten erreicht werden konnte.

Die Sicht war bereits so klar, dass wir während des ,,Warmlaufens“ die uns umliegenden Berge bestaunen konnten. Das Wimbachtal löst mit seiner bloßen Existenz immer wieder Faszination auf mich aus: So fühlt man sich im Hochsommer teilweise wie im death valley. Rechts das Watzmann- ; links von uns das Hochkaltermassiv. Vor uns liegend der Loferer Seilergraben. Die Wegbeschaffenheit: Steinig. Optimale Voraussetzungen für einen landschaftlich hochkarätigen Trailrun!

Nach circa einer Stunde erreichen wir die Wimbachgrieshütte – wo wir bereits unsere Trinkbehältnisse auffüllen. Früh morgens stoßen wir hier auf Übernachtungsgäste, die sich mit einem Frühstücksbuffet für ihren weiteren Auf- bzw. Abstieg auf der Terrasse stärken. Es herrscht eine ruhige, dennoch ausgelassene Stimmung und die, teils verschlafenen Gesichter erwecken durch den nun einsetzenden Sonneneinbruch im Gries zu neuer Frische.

Nach kurzer Pause laufen wir weiter in Richtung Trischübelpass. Der Weg wird nun vertikaler und so müssen wir auch unsere Schnelligkeit an die Gegebenheiten des Weges anpassen. Unterhalb des Passes genießen wir den weitläufigen Einblick ins Wimbachgries. Ein Schmankerl für jeden Naturliebhaber!

Blick ins Wimbachtal

Beim Trischübel angekommen entdecken wir die ersten Gämse, die bereits munter durch die Natur streifen und sich von uns scheinbar so gar nicht beirren lassen wollen. Interessiert sehen sie uns an und entscheiden sich letztlich, einen anderen Weg einzuschlagen.weiterlesen »

Michael

Sommerlauf zum »Dötzi«

 von Michael

Sommer in der Alpenstadt Bad Reichenhall

Was für ein Sommertag in der Alpenstadt Bad Reichenhall!

Vor zwei Tagen haben wir schon bei Traumwetter einen Berglauf auf die Reiteralm unternommen. Heute ist wieder sehr warmes Kaiserwetter angesagt. Eigentlich ein Badetag – aber wir sollten ein bisschen unsere Laufmuskeln trainieren – ein Event steht ja an …  So entscheiden wir uns zu einem Kompromiss, der sich schließlich als optimal heraus stellt. weiterlesen »

Sepp Wurm

Wanderungen zu den Steinböcken

 von Sepp
Wanderungen zu den Steinböcken © Andi rennt / Andreas Wiesinger

Wanderungen zu den Steinböcken © Andi rennt / Andreas Wiesinger

Andreas Wiesingers Buch „Wanderungen zu den Steinböcken“ ist fertig!

Der Tiroler Andreas Wiesinger ist Trailrunner und passionierter Fotograf. Letzten Sommer hat er 30 Gipfel der Berchtesgadener Alpen über 125 Kilometer mit gesamt 15.500 Höhenmeter Aufstieg und 15.500 Höhenmeter Abstieg in drei Tagen erlaufen. Eine ganz besondere Faszination üben die Steinböcke auf ihn aus. Auf seiner Facebook Seite Andi rennt lässt er seine Fans anhand seiner Bilder an seinen Bergtouren und seinen Begegnungen mit den Steinböcken teilhaben. Jetzt ist sein erstes Buch erschienen: „Wanderungen zu den Steinböcken“ heißt es und ist ab sofort im Handel erhältlich.

Das Buch beschreibt 28 Touren, davon 4 im Berchtesgadener Land, in das Revier der Steinböcke. Die besondere Bedeutung der Berchtesgadener Berge für das Buch zeigt schon der Einband: Das Cover ziert ein Bild von der Kleinen Reibn, die Rückseite ein Bild vom Watzmann. Das Buch „Wanderungen zu den Steinböcken“ stellt nicht nur wahre Traumtouren zu den bevorzugten Plätze der magischen Tiere vor, sondern kann auch als Leitfaden für eine möglichst erfolgreiche Suche nach den Steinböcken gelesen werden! Besonderen Wert legt der Autor auf die richtigen Verhaltensweisen im Umgang mit Tieren.

Andreas Wiesingers Buch ist der erste Steinbockführer im Ostalpenraum! Die traumhaften Touren – von leicht, mittel bis schwer – bieten sich zur Nachahmung an: Probiert es aus, die Begegnung mit einem Steinbock kann ein unvergessliches Ereignis sein.weiterlesen »

Sepp Wurm

Neue Rekorde am Watzmann

 von Sepp
Neuer Rekord in der Watzmann Ostwand © Philipp Reiter

Neuer Rekord in der Watzmann Ostwand © Philipp Reiter

Der Watzmann ist nicht nur durch seine außergewöhnliche Form so etwas Besonderes, sondern auch durch die alpinistischen Herausforderungen die der 2.713 Meter hohe Berg bietet. Zu den besonderen Herausforderungen gehören die Watzmann Ostwand und die Watzmann Überschreitung. Auf diesen beiden Klassikern des bayerischen Alpinismus wurden diese Woche neue Fabel-Rekorde aufgestellt. Bitte beachtet: Die hier beschriebenen Leistungen wurden von absoluten Ausnahme-Athleten erbracht! In eurem eigenen Interesse: Bitte messt Euch nicht an Ihnen!

Philipp Reiter, in Trailrunner-Kreisen unter dem Kampfnamen „Zauberlehrling“ als einer der besten seiner Disziplin bekannt, machte sich auf, um die legendäre Watzmann Ostwand zu durchlaufen. Die imposante Wand erhebt sich hinter Sankt Bartholomä am Königssee bis zum Gipfelgrat des Watzmann. Die tatsächliche Wandhöhe beträgt 1.800 Meter. Die Watzmann Ostwand gilt damit als längste durchgehende Felswand der Ostalpen.

St. Bartholomä am Königssee, dahinter die Ostwand © Philipp Reiter

St. Bartholomä am Königssee, dahinter die Ostwand © Philipp Reiter

Die bisher schnellste Zeit für die Durchsteigung der Ostwand stammt aus dem Jahr 1988. Damals im Herbst rannte Albert Hischbichler in 2:10,12 Stunden vom See bis zum Gipfel der Südspitze hinauf. Diesen Rekord galt es für Philipp Reiter und seinen Kameraden Martin Schidlowski zu schlagen.

Philipp Reiter und Martin Schidlowski

Philipp Reiter und Martin Schidlowski © Philipp Reiter

Und tatsächlich gelang es den beiden: Am 27. August starteten die beiden auf St. Batholomä zu ihrem Rekordversuch. In einer Zeit von 2:02,53 Stunden liefen die beiden die 6,52 Kilometer lange Strecke mit einer Höhendifferenz von 2.037 Metern.weiterlesen »

Sepp Wurm

Andis Traum vom Watzmann

 von Sepp
Lauf über den Wazmann 2713m von der Mittelspitze zum Hocheck © Andreas Wiesinger/andi rennt

Lauf über den Wazmann 2713m von der Mittelspitze zum Hocheck © Andreas Wiesinger/andi rennt

Andreas Wiesinger ist Bergläufer – Extrembergläufer – und er plant im August 2015 ein Projekt, das auch erfahrene Bergläufer mit großem Respekt betrachten. Er wird im Berchtesgadener Land 30 Gipfel der nördliche Kalkalpen über 125 Kilometer in herausforderndem Gelände, davon 40 Kilometer auf Klettersteigen und technisch schwerstem, nicht gesicherten Gelände (Kletterstellen I/II.) mit gesamt 15.500 Höhenmeter Aufstieg und 15.500 Höhenmeter Abstieg in drei Tagen bewältigen.

Der Traum vom Naturerlebnis Berg. Vor 12 Jahren rauchte Andreas Wiesinger zwei Packungen Zigaretten am Tag. Sportlich und vor allem ein wahrer Naturfreak war Andi immer schon und mächtige Berge übten eine große Faszination auf ihn aus. Nach einer wegen Atemnot gescheiterten Bergtour auf das Zuckerhütl in den Stubaier Alpen und einem nächtlichen Asthmaanfall kam die für Andreas absolut schockierende Diagnose COPD! „Sie werden mit 40 Jahren überhaupt keine Berge mehr besteigen können und mit 50 Jahren nicht einmal mehr Treppen schaffen, wenn Sie so weitermachen. Hören Sie sofort auf zu rauchen und betreiben Sie keine anstrengenden Sportarten mehr“, bekam der Jenbacher von seinem Arzt zu hören. Mit dem Rauchen hörte Andreas Wiesinger auf, die Berge blieben aber sein begehrtes Ziel. Entgegen der damaligen Lehrmeinung begann Andreas mit Ausdauertraining – die Atemnot wurde weniger, die Ziele ambitionierter. Nach jahrelangem regelmäßigen Training in den Bergen begann Andreas wieder zu laufen. „Es ging mir beim Berggehen und Laufen immer um das für mich faszinierende Naturerlebnis Berge.  Festgehalten werden die Erlebnisse nicht nur im Kopf, sondern seit Beginn an auch in atemberaubenden Bildern.

Hirschwies mit Watzmann-Südspitze © Andreas Wiesinger/andi rennt

Hirschwies mit Watzmann-Südspitze © Andreas Wiesinger/andi rennt

Das Fotografieren – vor allem Panoramen – begleitet Andreas Wiesinger seit seinen ersten Bergtouren in jungen Jahren.weiterlesen »

Michael

Laufrunde Jochberg

 von Michael
Lauf durch die Weißbachschlucht

Lauf durch die Weißbachschlucht

Unser traditioneller Vatertagslauf fiel flach wegen Regen (Weicheier!!). Jetzt haben wir ihn nachgeholt: Vom Parkplatz am Seemösl beim Thumsee den schönen Weg über dem See bis zum Wegscheid, hinunter in die wildromantische Weißbachschlucht, durch sie in den Ort Weißbach/Alpenstraße. Die Schlucht ist sagenhaft schön zu laufen!

Trailrun in Weißbach

Trailrun in Weißbach

Am Weißbach entlang durch den Ort bis zum nördlichen Ortsende, dort über die »Himmelsleiter« 420 Stufen hinauf zum Solebehälter.weiterlesen »