Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Wanderung

Ein Frühlings-Abend auf dem Grünstein

 von Sepp
Blick vom Grünstein zum Watzmann

Blick vom Grünstein zum Watzmann

Am letzten Wochenende wurden die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt! Es ist Abends also eine Stunde länger hell. Das muss ich ausnutzen: Ich bin am Montag nach der Arbeit auf den Grünstein gewandert.

Eine SalzAlpenSteig-Bank markiert den Ausgangspunkt meiner Tour am Parkplatz Hammerstiel. Die Wanderung auf den Grünstein ist nämlich Teil des Premiumweitwanderweges SalzAlpenSteig, der vom Chiemsee durch das Berchtesgadener Land am Königssee vorbei bis zum Hallstätter See am Dachstein führt.

Die SalzAlpenSteig Bank am Hammerstiel

Die SalzAlpenSteig Bank am Hammerstiel

Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen starte ich gegen 18 Uhr zu meiner Feierabendwanderung.

Auf dem SalzAlpenSteig zum Grünstein

Auf dem SalzAlpenSteig zum Grünstein

Zuerst auf einer Forststraße, danach auf einem steilen Steig, mache ich Höhenmeter um Höhenmeter und erreiche den Gipfel des Grünsteins noch mit den letzten Sonnenstrahlen. Das großzügige Plateau des Grünsteins mit seinen Bänken bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Berchtesgadener Berge. Die Gipfel vom Hohen Göll und des Hagengebirges sind schneebedeckt und leuchten in der Abendsonne.weiterlesen

Abendspaziergang am Malerwinkel

 von Sepp
Herbstabend am Malerwinkel am Königssee

Herbstabend am Malerwinkel am Königssee

Der Malerwinkel ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte im Berchtesgadener Land. Am nördlichen Ufer des Königssees gelegen, blickt man vom Malerwinkel über den schmalen See und erkennt deutlich warum man den Königssee auch Bayerisches Fjord nennt: links und rechts begrenzen steile Felswände und Wälder den See, im Süden ragt die Röthwand steil auf und wird von der Pyramide der Schönfeldspitze gekrönt. Über den Malerwinkel-Rundweg kann man den Aussichtspunkt zügig erreichen. Die phänomenale Aussicht und die gute Erreichbarkeit machen den Malerwinkel zu einem der beliebtesten Logenplätze. Ich war am Montag Abend auf dem Rundweg unterwegs und konnte nicht nur die Aussicht genießen, sondern auch eine Ruhe, die am Königssee selten ist.

Es ist etwa 17:45 Uhr als ich am Parkplatz Königssee parke, es ist noch hell, doch die Dämmerung kündigt sich schon an. Am Hotel Königssee vorbei gehe ich zum Werftgelände und hinter den Bootshäusern zum Cafe Malerwinkel hinauf. Durch den bunten Herbstwald erreiche ich recht schnell den Aussichtspunkt Malerwinkel. Über den See schaue ich zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä; erstaunlich wie dunkel es um diese Zeit schon ist!

Blick vom Malerwinkel über den Königssee nach St. Bartholomä

Blick vom Malerwinkel über den Königssee nach St. Bartholomä

Am Malerwinkel stehen mehrere Bänke, die eigentlich zum Verweilen einladen. Und auch die Temperatur ist richtig angenehm, dem Föhn sei Dank fast schon warm. Dennoch bleibe ich nicht hier, sondern wandere auf dem Rundweg weiter. In zwei weiten Kehren führt der Weg jetzt bergauf, bevor es wieder flacher wird. Der Wald präsentiert sich in den schönsten Farben, die der Herbst zu bieten hat.weiterlesen

Christian Thiel

Wanderung zur Stoißer Alm

 von Christian
Trotz niedriger Temperaturen waren auch schon einige Mountainbiker unterwegs

Trotz niedriger Temperaturen waren auch schon einige Mountainbiker unterwegs

Am vergangenen Sonntag entschlossen wir uns kurzfristig zu einer kleinen Tour auf die Stoißer Alm. Da ich bisher nur die Wege von Inzell, vom Wasserhäusl, von Neukirchen und von Anger kannte, wählen wir Seiberstadt als Ausgangspunkt. Als wir um 11:45 Uhr starten, ist der Wanderparkplatz schon ziemlich voll. Zunächst gehts es ein paar Meter auf der Teerstraße aufwärts, an einem Wohnhaus vorbei auf einen Wald und Wiesenweg. Überall blühen schon die Schlüsselblumen. Kurz darauf erreichen wir den Wald, der Weg schlängelt sich hinauf bis zur Kreuzung mit einer Forststraße. Diese wird überquert und dann führ der Weg schnurgerade an einem Bach entlang nach oben. Nach einer Weile erreicht man erneut eine Kreuzung an einem kleinen Wasserfall. Wir folgen der Straße nach rechts und erreichen eine unbewaldete Fläche mit Blick auf den bereits saftig grünen Rupertiwinkel. Auf Grund der Regen- und Schneefälle der vergangenen Tage war der Weg in diesem Teilstück extrem „matschig“. Nach ca. 10 Minuten quert man erneut eine Forststraße und der Weg führt durch einen Wald hinauf zu einem Kamm unterhalb des Gipfels.

Der Weg führt am Bach entlang

Der Weg führt am Bach entlang

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Karfreitags-Spaziergang zur Kunterwegkirche

 von Sepp
Wallfahrtskirche Maria Kunterweg | Ramsau

Wallfahrtskirche Maria Kunterweg | Ramsau

Der Karfreitag ist ein stiller Feiertag, immerhin gedenken wir an diesem Tag des Tods Jesu. Passend zu diesem Anlass präsentiert sich auch das Wetter heute: Nachdem es am Vormittag noch halbwegs freundlich ist, wird es ab Mittag zunehmend trüb und regnerisch. Einen kleinen Spaziergang will ich aber trotzdem machen. Und so entscheide ich mich, der Wallfahrtskirche Maria Kunterweg mal wieder einen Besuch abzustatten.

Der Kunterweg beginnt im Ortszentrum des Bergsteigerdorfes Ramsau: Etwa 100 Meter hinter dem Wirtshaus Oberwirt neben der Ramsauer Pfarrkirche St. Sebastian zweigt nach recht der Weg von der Straße ab. An der Kalvarienberg-Kapelle vorbei führt der Wanderweg an 15 Gebets- Stationen des Kreuzweges durch den Wald aufwärts bis zur Kirche unserer lieben Frau am Kunterweg.

Wallfahrtskirche unserer lieben Frau am Kunterweg

Wallfahrtskirche unserer lieben Frau am Kunterweg

Die Wallfahrtskirche Maria Kunterweg liegt etwas versteckt im Wald, vom Tal aus ist sie nicht zu sehen. Lediglich von den Bergen sieht man zur Kirche, zum Beispiel während des Aufstiegs zum Blaueis oder auch vom Wartstein am Hintersee.weiterlesen

Spaziergang zur Mordaualm

 von Sepp
Die Mordau Alm

Die Mordau Alm

Beim Blick aus dem Fenster glaubt man es zwar nicht, doch wird haben schon Ende Dezember. Da der Schnee immer noch auf sich warten lässt, wird eben weiter gewandert! Ich war heute nachmittag auf der Mordaualm, ein wunderbarer kleiner Spaziergang! Die Kaser auf der Alm sind zwar nur in den Sommermonaten bewirtschaftet, die Mordaualm ist dennoch ein Ganzjahres-Wanderziel: Sowohl der Aufstieg zur Alm als auch die Alm selbst sind immer sonnnig. Wenn viel Schnee liegt, ist die Mordaualm auch ein schönes Ziel mit Schneeschuhen oder Tourenskiern. Heute reichen allerdings auch Turnschuhe.

Genau ein Parkplatz ist am Parkplatz oberhalb des Taubensees an der Alpenstraße frei, als ich nach Mittag dort oben ankomme. Zahlreiche Wanderer nutzen das Traumwetter zu einer kleinen Wanderung im Bergsteigerdorf Ramsau: Ein paar werden wohl am Taubensee unterwegs sein, ein paar auf der Soleleitung, doch die meisten sind wohl auf der Mordaualm und dem weiterführendem Almerlebnisweg unterwegs. Ich werde heute nur bis zur Mordaualm gehen, für eine grüßere Tour ist es schon zu spät. Zuerst geht’s auf der geteerten Straße durch den lichten Wald nur sanft bergauf. Der Wegbelag ändert sich bald, nun wandere ich auf einer breiten Forststraße aus Sand. Und auch der Wald am Wegrand wird dichter. Nach dem ersten steilen Stück erscheint das erste Mal das Wegkennzeichen des SalzAlpenSteigs, der von Bischofswiesen über die Mordaualm und den Soleleitungsweg nach Ramsau führt.

Jetzt ist das Almgelände erreicht, kein Baum unterbricht nun die Strahlen der Sonne. Da ich außerdem recht zügig gegangen bin, ist mir tatsächlich heiß; meine Jacke habe ich schon am Anfang des Weges im Rucksack verstaut. Über die großen weiten Kurven des Almwegs erreiche ich die Hütten auf der Mordaualm. Die Südseite des Kederbacherkaser ist auf der ganzen Breite von Sonnenanbetern besetzt.

Sonnenanbeter am Kederbacherkaser auf der Mordau

Sonnenanbeter am Kederbacherkaser auf der Mordau

Ich wandere ein Stück weiter zum höhergelegenen Almkreuz. Hier oben weht zwar ein leichter Wind, doch mit Jacke, Buff und Strinband lässt es sich auf einer der hier aufgestellten Bänke sehr gut aushalten.

Das Almkreuz auf der Mordau Alm

Das Almkreuz auf der Mordau Alm

Besonders bei diesem Ausblick: Im Süden der Mordaualm begrenzen Watzmann und Hochkalter das Bergsteigerdorf Ramsau.weiterlesen

Stefan Herbke: Berchtesgadener & Chiemgauer Alpen | Wanderungen - Bergtouren - Klettersteige

Wanderführer von Stefan Herbke: Berchtesgadener & Chiemgauer Alpen | Wanderungen – Bergtouren – Klettersteige

An Superlativen herrscht bei uns im Berchtesgadener Land wahrlich kein Mangel: Hier gibt es mit der Watzmann Ostwand die höchste Felswand der Ostalpen, mit dem Königsee den wahrscheinlich schönsten Bergsee und mit dem Blaueisgletscher den nördlichsten Gletscher der Alpen, den einzigen Alpen Nationalpark in Deutschland sowie Deutschlands einzig erschlossene Eishöhle: Die Schellenberger Eishöhle. Die Berchtesgadener Alpen sind also etwas ganz besonderes und begeistern mit einer unglaublichen Fülle an unterschiedlichen Landschaften Bergsteiger, Wanderer und Klettersteigfreunde. Wer es etwas sanfter liebt, der findet in den direkt angrenzenden Chiemgauer Alpen sein Wanderparadies.

Der bekannte Autor Stefan Herbke hat nun einen neuen Wanderführer für unsere Heimat herausgebracht: Berchtesgadener & Chiemgauer Alpen: Wanderungen – Bergtouren – Klettersteige heißt das Buch, das die Vielfalt an Möglichkeiten für Wanderer im Berchtesgadener Land zeigt:

  • 35 ausgewählte Touren für Wanderer, Bergsteiger und Klettersteiggeher
  • gemütliche Wanderungen, sportliche Bergtouren und knackige Klettersteige
  • Informationen zu Anfahrt, Routenverlauf und Schwierigkeit der Touren
  • Detaillierte Übersichtskarten für die optimale Tourenplanung
  • Hütten und Almen für die passende Einkehr

Der Autor hat uns am Freitag, nachdem er die Bücher aus der Druckerei abgeholt hat, gleich ein Exemplar ins Büro gebracht.

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Michael

Vom Herbst in den Frühling …?

 von Michael

Herbstanfang in den Anden

Winter 2014-15? Ausgefallen für uns – fast: Ende Januar über den „großen Teich“ nach Chile: 8 Wochen Sommer, Sonne, Wüste, Urwald, Vulkane, wilder Pazifik – und schöne Wanderungen bis über 5000 m. Anfang April wieder im Berchtesgadener Land: Die Hoffnung auf noch ein paar schöne Skitouren als Kontrast zerplatzt mit der heftigen Wintergrippe, die „brav“ am Flugplatz auf uns gewartet hat: Nix is mit Skitour, sind schon glücklich, als wir zum ersten Mal wieder auf die Padinger Alm hinauf schnaufen 😉

Gestern, Mitte April endlich wieder ein „Gangei“: Wir probieren unseren alten Freund, den Rauhen Kopf. Und siehe da, es geht besser als befürchtet. Ganz langsam zwar, aber doch kontinuierlich arbeiten wir uns hoch, anfangs ist es richtig frostig, endlich in der Sonne wird’s angenehmer. Herrlich zu wandern, Vogelgezwitscher, das erste Grün, die ersten Blumen.

Noch Schnee – oder schon Rose?

Recht früh sind wir dran, noch fast alleine. Erst kurz vor dem Gipfel überholen uns zwei Schnellere. Den traumhaften Rundblick bei traumhaftem Wetter genießen, auf der Andeutung von Bankerl im Windschatten eine kleine Brotzeit – schön!

Er selber: König Watzmann

Beim Abstieg dann wird’s wärmer, kommen immer mehr Leute hoch, lauter junge Dirndl und Buam, schön, dass sie (wieder) Lust haben, auf die Berge zu gehen und zu wandern – war’s doch eine Zeit lang was für die „Alten“ und die „Touris“ … Auf jeden Fall: Der Wiedereinstieg in die Berchtesgadener Bergsaison ist gelungen – bescheiden zwar, aber immerhin.

Noch ein paar Bilder mehr gibt’s auf der Facebookseite „Bergerlebnis Berchtesgadener Land“

Ostermontag am Wimbachschloss

 von Sepp
Wimbachschloss Winter

Das Wimbachschloss am Ostermontag

Die Saison der Berghütten beginnt erst im Mai, doch das Wimbachschloss hat über die Osterfeiertage geöffnet. Da ich die letzten Tage nicht dazu kam, hab ich heute die letzte Chance genutzt und bin zum Wimbachschloss gewandert.

Der April machte heute seinem Ruf alle Ehre: Ich breche im Frühling zur einer kleinen Wanderung auf und lande im tiefsten Winter. Beim Start an der Wimbachbrücke ist es relativ heiter, nur vereinzelt liegen Schneereste am Wegrand. Über das Wimbachlehen marschiere ich in den Wald, vorbei an der Abzweigung zur Wimbachklamm, die vorrausichtlich im Mai wieder geöffnet wird. Nach einem steilen Stück wird der Weg bald wieder flacher. Am Wimbach entlang führt der Wanderweg ins vordere Wimbachgries, wo das Wasser noch an der Oberfläche fließt.

Wasser im Wimbachgries

Wasser im Wimbachgries

Am Wegrand blühen schon die ersten Blumen, doch auch der Schnee wird jetzt mehr. Das Lila der Blumen sorgt für ungewohnte Farbtupfer an diesem grau-weißen Tag.

Frühlingsblumen im Schnee

Frühlingsblumen im Schnee

In dichtem Schneetreiben gehe ich zügig bis zum Wimbachschloss. Der Schnee wird immer mehr je tiefer man ins Wimbachgries vordringt. Auf Höhe des Wimbachschlosses herrscht tatsächlich tiefster Winter.weiterlesen

Waldi

Sonnentour auf den Hirschkaser

 von Waldi

Der Winter lässt auf sich warten, die Skier stehen griff bereit, aber es ist kein Schnee da. Trotzdem wollen wir den herrlichen Sonnenschein und die leicht angezuckerte Berglandschaft geniesen.

Das Hagengebirge

Das Hagengebirge

Wir gehen mit unseren Walking-stöcken auf den Toten Mann bzw. Hirschkaser.

Das sonnenverwöhnte Hochschwarzeck

Das sonnenverwöhnte Hochschwarzeck

Vom Parkplatz Schwarzeck sind wir in knapp einer dreiviertel Stunde oben und genießen den herrlichen Rundblick und die warmen Sonnenstrahlen, die eher für den Oktober charakteristisch sind. Kann es empfehlen zum Nachmachen, ist wunderschönweiterlesen

Toni

Die Berchtesgadener Steinböcke

 von Toni
Steinbock im Hagengebirge

Steinbock im Hagengebirge

Auf einer sommerlichen Wanderung durch das Hagengebirge kann man in gewissen Gegenden eine Begegnung mit Steinböcken fast garantieren. Allerdings war das beileibe nicht immer so. Die ursprüngliche Population dieser beeindruckenden Wildziegen wurde bereits im ausgehenden Mittelalter massiv durch offizielle Jagd und Wilderei gleichermaßen reduziert. Der Steinbock galt als „wandelnde Apotheke“ und unter anderem seinem Gehörn, den Magensteinen und dem Herzkreuz, einer kreuzförmig verknöcherten Sehne am Herzen, wurden allerlei Wunderwirkungen nachgesagt. Die Auseinandersetzungen zwischen Jägern und Wilderern um diese begehrte Beute gipfelten so oft in Blutvergießen und Morden aus dem Hinterhalt, dass letztlich ein Salzburger Erzbischof den Totalabschuss der Steinböcke befahl, um den Gewalttätigkeiten ein Ende zu setzen.

Erst im Jahr 1920 wurde im Salzburger Blühnbachtal der Versuch gestartet, dieses Wild wieder im Hagengebirge heimisch zu machen. Auf deutscher Seite begann die Wiederansiedlung im Jahr 1936 auf einen Erlass von „Reichsjägermeister“ Herman Göring hin, der dieses „urdeutsche Wild“ wieder heimisch machen und letztlich auch wieder erlegen wollte. Mit immensem finanziellem und personellem Aufwand wurde in der Nähe der Wasseralm in der Röth ein 15 Hektar großes Gehege errichtet, und sogar eine eigene Seilbahn zum Transport der Tiere von der hinteren Fischunkelalm hinauf zum Landtalsteig gebaut.weiterlesen