St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Watzmann
Sepp Wurm

Saisonstart am Watzmannhaus

 von Sepp
Blau blüht der Enzian am Watzmannhaus

Blau blüht der Enzian am Watzmannhaus

Seit Christi Himmelfahrt letzten Donnerstag hat das Watzmannhaus geöffnet. Die letzten Jahre war ich eigentlich immer gleich am ersten Wochenende oben, doch dieses Wochenende hatte ich wegen des Almauftriebs zur Bindalm keine Zeit. Zum Glück habe ich diese Woche Urlaub. Also bin ich am Dienstag zu meinem ersten Besuch des Watzmannhauses in diesem Jahr aufgebrochen.

Wie immer starte ich an der Wimbachbrücke im Bergsteigerdorf Ramsau. Als ich aufbreche ist bereits Vormittag und dementsprechend heiß ist es. Zum Glück führt der steile Wanderweg zum Watzmannhaus bis zur Stubenalm die meiste Zeit durch den Wald, im Schatten der Bäume sind die Temperaturen merklich kühler als auf der offenen Almfläche der Stubenalm. Trotz der Hitze komme ich gut voran, nicht mal zum Fotografieren bleibe ich stehen. Erst an der Falzalm mache ich kurz Pause und hole meine Kamera aus dem Rucksack.

Auf der Falzalm

Auf der Falzalm

Der Frühsommer, den wir zurzeit erleben, hat auch im Watzmannkar seine Spuren hinterlassen: Vom Schnee ist nicht mehr viel zu sehen, lediglich das obere Kar ist noch weiß. Kaum zu glauben, vor wenigen Wochen waren im Kar noch die Skitourengeher unterwegs.

Blick von der Falzalm ins Watzmannkar

Blick von der Falzalm ins Watzmannkar

Von der Falzalm ist das Watzmannhaus schon zu sehen, die grüne Fahne des Alpenvereins weht über der Terrasse. Mit dem Ziel vor Augen fallen die nächsten Schritte recht leicht, auch wenn die Sonne jetzt gnadenlos ist. Ein paar Serpentinen führen über die Almwiese auf der Falz, dann wird felsig.weiterlesen »

Sepp Wurm

Frühlings-Abend auf der Kneifelspitze

 von Sepp
Blick von der Kneifelspitze hinüber zum Watzmann

Blick von der Kneifelspitze hinüber zum Watzmann

Wunderschöne Frühlingstage waren das; mit warmen, fast schon schwülen Temperaturen bis in die Abendstunden. Ich habe das Wetter am Donnerstagabend zu einer kleinen Wanderung auf die Kneifelspitze genutzt. Bei fast schon sommerlichen Temperaturen bin ich auch auf dieser kurzen Strecke ganz schön ins Schwitzen gekommen. Doch gelohnt hat sich der Aufstieg auf alle Fälle: Die Aussicht von der Kneifelspitze zeigte sich nämlich von ihrer schönsten Seite.

Über den Weg auf die Kneifelspitze brauche ich Euch nicht viel zu erzählen, schon oft wurde der Weg beschrieben. Besonders der klassische Anstieg von der Kirche Maria Gern, den auch ich gewählt habe. Stattdessen will ich Euch ein paar Eindrück vom weitläufigen Gipfel der Kneifelspitze zeigen. Zum Beispiel von der Paulshütte: Die Berggaststätte steht direkt auf der Kneifelspitze und ist einer der schönsten Aussichtspunkte überhaupt.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Das Kehlsteinhaus

 von Rosi

Panorama über das Kehlsteinhaus auf dem Kehlstein mit links Mitte dem Watzmannmassiv und dem Hochkalter und rechts Mitte dem Untersberg

Nervenkitzel inklusive
Unvergesslich und unvergleichlich – eine Busfahrt hinauf auf den Kehlstein hoch über Berchtesgaden. Ein Berg mit Geschichte und spektakulärem Ausblick.

Eine schmale, 6,5 km lange Passstraße führt vom Obersalzberg – Parkplatz Hintereck (direkt neben der Dokumentationsstelle – Berchtesgaden) durch fünf Tunnel und meist auf der Südseite verlaufend hinauf auf den Kehlstein. Kurz unterhalb des auf 1834 m exponiert auf einem Bergsporn gelegenen Kehlsteinhauses endet die Straße und überwindet dabei mit nur einer Kehre 700 Höhenmeter. Die in nur 13 Monaten Bauzeit als ein äußerst aufwendiges Projekt in den Berg gesprengte und im Sommer 1938 fertiggestellte Straße und das Kehlsteinhaus bekam Hitler am 20. April 1939 zu seinem 50. Geburtstag geschenkt.

Buslinie auf der wunderschönen Passstraße zum Kehlstein

Er besuchte das Haus jedoch wahrscheinlich nur an die 10 Mal, da ihm die Ausflüge zu zeitaufwendig und riskant gewesen sein sollen. Besonders den am Gipfelpunkt der Passstraße durch einen 124 m tiefen Tunnel zu erreichenden, pompös mit Messing verkleideten und mit venezianischen Spiegeln ausgestatteten Aufzug, mit dem man im Berg nach einer Fahrt von 124 m direkt ins Innere des Kehlsteinhauses gelangt, soll er kritisiert haben: Er sei nicht sicher gegen Blitzschlag und man sei nicht sicher vor Überraschungsangriffen der Alliierten. Die Kosten der gesamten Baumaßnahme beliefen sich auf 30 Millionen Reichsmark, das entspricht heute ungefähr 123 Millionen Euro.

Panorama über das Kehlsteinhaus auf dem Kehlstein und dem unterhalb liegenden Parkplatz der Buslinie

Genau wie damals gelangt der Besucher auch heute noch mit dem bis heute unveränderten Aufzug im Berg in nur 41 Sekunden hinauf in das Kehlsteinhaus. Auf der seit 1952 für den Individualverkehr (Auto, Fahrrad und im obersten Teil sogar Fußgänger) gesperrten Straße bringen Spezialbusse mit wegen der speziellen Anforderung geänderter Motorleistung, Getriebe und Bremsen den Gast bis zur Wendeplatte (1696 m). Dabei bietet die Fahrt immer wieder grandiose Ausblicke und zuweilen auch ein wenig Nervenkitzel bei den steil abfallenden und aufsteigenden Hängen am Straßenrand.weiterlesen »

Sepp Wurm

Abends an der Kastensteinerwand

 von Sepp
Blick von der Kastensteinerwand zum Watzmann

Blick von der Kastensteinerwand zum Watzmann

Ein Frühlingsabend an der Kastensteinerwand

Das erste Maiwochenende hat uns mit bestem Frühlingswetter verwöhnt. Und auch der erste Arbeitstag nach dem langen Wochenende zeigte sich von seiner schönsten Seite. Nach einer verregneten Nacht wurde es im Laufe des Tages immer schöner. Besonders der Abend war wunderschön: milde Temperaturen und eine fantastische Wolkenstimmung! Ich habe den Abend auf der Kastensteinerwand, dem Aussichtspunkt über Bischofswiesen genossen.

Die Kastensteinerwand kann man leicht erreichen. Vom Aschauerweiher führt der Kastensteinerwand-Rundweg hier herauf. Wer nicht zu Fuß gehen will, kann mit dem Auto bis zur Kastensteinerwand Alm fahren und von dort den Aussichtspunkt in wenigen Minuten erreichen. Für welche Aufstiegsart Ihr Euch auch entscheidet, an der Kastensteinerwand erwarten Euch mehrere Bänke und Sitzgelegenheiten. Und vor allem: Ein fantastischer Ausblick auf die Berchtesgadener Berge!

Bank mit Aussicht

Bank mit Aussicht

Der Watzmann dominiert das Panorama. Über Bischofswiesen und weite Teile des Berchtesgadener Tales erhebt sich unser Wahrzeichen. Jetzt am Abend macht er seinem Titel als “ Der schönste Berg der Welt“ alle Ehre: Die unverkennbare Silhouette des Watzmann kommt durch den Schnee und die Sonne an seiner Westflanke besonders gut zur Geltung!

Der Watzmann

Der Watzmann

Das Watzmannkar präsentiert sich hochwinterlich: Das Skitouren-Eldorado zwischen Großem und Kleinem Watzmann ist tief verschneit. Von der Kastensteinerwand sieht man übrigens alle fünf Watzmannkinder, die sich von Ost nach West an den Abbrüchen zum Königssee auftürmen. Der Watzmann-Sage nach gibt es zwar sieben Kinder, allerdings sind davon nur 5 als eigenständige Gipfel ausgeprägt.weiterlesen »

24h Trophy: Heimspiel am Watzmann

 von Sarita
Wander-Festival-Teilnehmer auf dem Weg zum Watzmann

Wander-Festival-Teilnehmer auf dem Weg zum Watzmann

Im Jahr 2011 fand rund um den markanten Watzmann-Gipfel zum ersten Mal das Berchtesgadener Land Wander-Festival statt. Sieben Jahre später ist das Festival nicht nur zu einem echten Kult-Event geworden. Es ist außerdem die Heimatetappe und heimlicher Höhepunkt der 24h Trophy, einer Veranstaltungsreihe für Freunde des Langzeitwanderns, die sich im Laufe der Jahre daraus entwickelt hat. Vom 30. Juni bis zum 02. Juli können sich die Teilnehmer auf ein buntes Touren-Programm freuen. Zur Wahl stehen neben drei 24h- und einer 12h-Wanderung auch eine 8h-Variante sowie eine ca. dreistündige Themenwanderung anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des Salzbergwerkes Berchtesgaden. Markenzeichen der 24h Trophy: Alle Touren werden mit einem Rundum-sorglos-Paket angeboten.

Zwischen Watzmann und Königssee – wo vor sieben Jahren alles begann
Das Berchtesgadener Land ist eine Region der Superlative. Es liegt im äußersten Südosten Deutschlands, an der Grenze zum österreichischen Salzburg. Mit dem Nationalpark Berchtesgaden kann es nicht nur den einzigen deutschen Nationalpark der Alpen vorweisen, sondern besitzt mit dem Watzmann auch den höchsten Berg, der vollständig auf deutschem Staatsgebiet steht. Ebenfalls zur Region gehören Ramsau, das Salzbergwerk Berchtesgaden und der Königssee. Oder anders gesagt: das erste Bergsteigerdorf Deutschlands, das älteste aktive Salzbergwerk und einer der saubersten Seen. Auf eine besondere Art und Weise werden all diese Höhepunkte beim 7. Berchtesgadener Land Wander-Festival miteinander verbunden.

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Sepp Wurm

Nina Schlesener’s Watzmann

 von Sepp
Nina Schlesener (links) in der Stube vom Watzmannhaus © Klaus Fengler

Nina Schlesener (links) in der Stube vom Watzmannhaus © Klaus Fengler

Der Watzmann: sagenumwobenes Naturparadies

Nina Schlesener steigt mit festen Tritten den Klettersteig des Watzmann hinauf. Sie ist erst 14 Jahre alt. Freunde haben sie frühmorgens zu ihrer ersten Watzmann-Tour mitgenommen. Ihr ist mulmig zumute, am Grad stürzen die Felswände tausend Meter in die Tiefe. Doch als sie das Ende des Klettersteigs erreicht, ist sie stolz, es geschafft zu haben, und überwältigt von dem beeindruckenden Panorama der Berchtesgadener Alpen, das ihr der Watzmann bietet.

Heute ist Nina Schlesener die einzige staatlich geprüfte Bergführerin Berchtesgadens. Ihren Gästen erzählt sie gerne die Geschichte von diesem einschneidenden Erlebnis. Die 33-Jährige kennt den Watzmann seit ihrer Kindheit. Ihre Eltern führen das Schneibsteinhaus, eine beliebte Berghütte im Nationalpark Berchtesgaden. Sie wächst zwischen Wanderern und ambitionierten Bergführern auf – den Watzmann immer vor Augen.

Einmalige Kulturlandschaft mit vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt

Die majestätische Anmut des Watzmann ist weit über die Grenzen Bayerns bekannt. Vom Magazin „Bergsteiger“ wurde er gar zum schönsten Berg der Welt gewählt. Nicht ohne Grund: „Der Watzmann ist ein wundervoller, ästhetischer Berg, auf den eine herrliche Tour hinauf führt. Bei gutem Wetter sieht man irrsinnig weit. So einen Ausblick gibt es in Berchtesgaden sonst nirgendwo“, erzählt Nina Schlesener begeistert.

Die markante Silhouette des Watzmanns © Klaus Fengler

Die markante Silhouette des Watzmanns © Klaus Fengler

Flora und Fauna sind am Watzmann einzigartig: Neben den seltenen Alpenrosen und Enzian treffen Wanderer hier auch auf Steinböcke, die schon fast ausgestorben waren. Im Schutz des Nationalparks Berchtesgaden, der sich weitgehend selbst überlassen ist, haben sie sich in den letzten Jahren wieder vermehrt. Diese unberührte Natur wird nur von den Almbauern in Zaum gehalten, die ihre Kühe und Schafe weiden lassen. So entsteht eine einmalige Kulturlandschaft.

Watzmann: höchster Berg der Berchtesgadener Alpen

Um das Wahrzeichen Berchtesgadens rankt sich die Sage vom grausamen König Watzmann: Einst von einer Hirtin verflucht, wurde die gesamte Königsfamilie in Stein verwandelt. So stehen sie jetzt als Berge am Fuße des Königsees – der Watzmann, die Watzfrau und dazwischen ihre sieben Kinder.

Der höchste Berg der Berchtesgadener Alpen begeistert Bergsteiger jeden Alters. „Viele Menschen fasziniert der sportliche Anreiz am Watzmann“, weiß die Bergführerin. „Es ist eine riesengroße Bergtour, die auf der To-do-Liste eines jeden ernsthaften Bergsteigers steht.“

Nina Schlesener auf der Watzmann überschreitung vom Watzmannhaus ins Wimbachgries © Klaus Fengler

Nina Schlesener auf der Watzmann überschreitung vom Watzmannhaus ins Wimbachgries © Klaus Fengler

Aber auch Familien mit Kindern zieht es auf den 2.713 Meter hohen Berg. In etwa vier Stunden erreichen kleine wie große Wanderer das Watzmannhaus, in der sie unter dem funkelnden Sternenhimmel übernachten können.weiterlesen »

Christoph

Scharfe Berge

 von Christoph
Watzmann

Ungewöhnliche Perspektiven sind ein Markenzeichen von Fotograf Georg Grainer.

Der Berchtesgadener Fotograf Georg Grainer zeigt noch bis 31. März seine fantastischen Natur- und Landschaftsaufnahmen im Foyer des Haus der Berge.

Jeder kennt die übliche Fotos vom Watzmann. Doch damit begnügt sich der Fotograf Georg Grainer nicht. Er steigt für sein Watzmannbild auf den Hirschwieskopf und nimmt das gewaltige Felsenmassiv von dort auf. Die ungewöhnliche Motivwahl ist kennzeichnend für Grainer. Alltägliches gibt es bei ihm nicht. Dabei zeigt er sich als Meister seines Handwerks. Jeder kann knippsen, aber Grainer kann richtig fortgrafieren! Gestochen scharf sind seine meist schwarz-weiß Aufnahmen. Jeder Fels und jeder Baum ist absolut scharf und man kann in seinen oft großformatigen Bildern mit den Augen regelrecht spazieren bzw. klettern gehen.

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Sepp Wurm
Sicherheits-Check am Eingang zum Nationalpark Berchtesgaden

Sicherheits-Check am Eingang zum Nationalpark Berchtesgaden

Sicherheits-Check für Skitourengeher und Schneeschuh-Wanderer am Watzmann

An den Nationalpark-Eingängen Hammerstiel und Wimbachbrücke, den beiden meist frequentierten Zugängen zum Watzmann-Massiv, können Wintersportler ab sofort und kostenlos die Funktionstüchtigkeit ihrer Lawinenverschütteten-Suchgeräte (LVS-Geräte) testen. Ein funktionierendes LVS-Gerät in Kombination mit Sonde und Schaufel sowie Freunde mit derselben Ausstattung, sind das, worauf es im Falle einer Verschüttung ankommt. Der so genannte „Safety Checkpoint“ überprüft die korrekte Sendefunktion des LVS-Geräts und erhöht damit die Sicherheit bei Skitouren und Schneeschuhwanderungen im Nationalpark Berchtesgaden.

Direkt neben den neuen Checkpoints informiert eine Tafel über die Kampagne „Natürlich auf Tour“ des Deutschen Alpenvereins. In großformatigen Karten werden naturverträgliche Routen an der Watzmann-Nordseite vorgeschlagen, die winterliche Rückzugsorte von wildlebenden Tieren respektieren und damit das Überleben von Rauhfußhühnern, Gämsen und anderen Wildtieren sichern. Darunter Klassiker wie die Skitouren zur Watzmann-Gugl oder zum Watzmannkar mit 3. Kind, aber auch Schneeschuhtouren zum Beispiel zur Stubenalm.weiterlesen »

Sepp Wurm

Winterwanderung auf die Kneifelspitze

 von Sepp
Das Lauchlehen in Maria Gern auf dem Weg zur Kneifelspitze

Das Lauchlehen in Maria Gern auf dem Weg zur Kneifelspitze

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich muss noch ein paar Überstunden abbauen. Was also tun bei dem momentanen Traumwetter? Ich habe mich am heutigen Dienstagnachmittag für eine kleine Wanderung von Maria Gern zur Kneifelspitze entschieden. Und ich habe die Entscheidung nicht bereut: Strahlender Sonnenschein, eine schneebedeckte Landschaft und relativ warme Temperaturen sorgten für perfekte Verhältnisse für eine wunderbare Winterwanderung.

Startpunkt meiner Wanderung ist der Parkplatz unterhalb der Wallfahrtskirche Maria Gern. Hinter der Kirche führt ein sehr steiler Weg hinauf in den Wald. Der Weg führt zum Lauchlehen, einem hochgelegenen Bauernhof. Am Rand der schneebedeckten Wiese führt dann ein schmaler Wanderweg am Wald entlang bergauf. In der Sonne ist es richtig warm, ich ziehe meine Jacke aus. Danach führt der Weg wieder durch den Wald. Einige Stellen des Weges sind leicht eisig, es ist also höchste Vorsicht geboten. Auch wenn die Sonne jetzt nur stellenweise ihren Weg zwischen den Bäumen hindurch findet, sind die Temperaturen immer noch sehr angenehm. Zumindest solange ich in Bewegung bleibe.

Der Weg führt durch teilweise verschneiten Wald

Der Weg führt durch teilweise verschneiten Wald

Nach steilen Serpentinen trifft der schmale Weg auf die breitere Fahrstraße, die von der Metzenleiten zur Kneifelspitze hinaufführt. Ich folge dem breiten Weg und werde vom Gipfelkreuz hinter der Paulshütte auf der Kneifelspitze empfangen.weiterlesen »

Toni

Winterlauf zur Gotzenalm

 von Toni
Schöne Licht-Schatten-Grenze: Die Königsbachalm

Schöne Licht-Schatten-Grenze: Die Königsbachalm

Strahlend blauer Himmel, klirrende Kälte, kaum Schnee – ideale Bedingungen für einen winterlichen Lauf zur Gotzenalm. Vom Wanderparkplatz Hinterbrand aus geht es auf dem breiten Sandweg locker hinüber zu den Liften der Jennerbahn, wo zwischen Krautkaser und Mittelstation eifrige Pistenraupen Kunstschnee auf braune Hänge verteilen. Bald sind die sonnigen Flächen der Königsbachalm erreicht, wo in einigen Metern Tiefe die Murmeltierfamilien vor sich hin schlummern und nichts vom schönen Wetter mitbekommen.

Hinab zu den Almhütten und auf dem kleinen Fußweg wieder ansteigend endlich ein wenig uriger durch schönen, wilden Bergwald. Zwischen alten Fichten hindurch gibt es den ersten Blick runter zum Königssee, und auch tierisches Leben lässt sich nun häufiger erspähen. Trupps von Fichtenkreuzschnäbeln hängen an Wipfeln voller Zapfen und knabbern Samen heraus, Haubenmeisen picken nach winzigen Insekten in Rindenspalten und Tannenhäher gehen zeternd ihren Geschäften nach.

Die letzten Sonnenstrahlen im Abstieg zur Gotzentalalm werden noch im langsamen Trab genossen, dann geht es hinein in den Bergschatten. Bis hinauf zum Ziel wird Wärme nun Mangelware.

gotzental

Frost im Gotzental, Sonne am Watzmann

Der flächige Frost und die hauchdünne Schneeschicht haben aber auch Vorteile, die von der sofort einsetzenden Kälte ablenken: Beste Bedingungen zum Spurenlesen. Während die monotone Forststraße hinauf zur Gotzenalm in Angriff genommen wird, sorgen Trittsiegel von Rotwild und Gams, von Fuchs und Eichhörnchen für Ablenkung. Dabei ist immer wieder spannend, wenn man das Verhalten der Tiere rekonstuieren kann. War dieser Fuchs zielstrebig unterwegs oder hat er kreuz und quer an Mauselöchern geschnuppert? Hatte es die Gams recht eilig, oder musste sie den steilen Hang gemächlich angehen? Und warum knabberte dieser Schneehase nur ein wenig an Knospen und Rinde einer kleinen Weide, bevor er zur nächsten hoppelt, obwohl an der ersten noch genügend erreichbare Nahrung gewesen wäre?weiterlesen »