Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Watzmann

24 Stunden Watzmann extrem

 von Sepp
24 Stunden Watzmann extrem Wanderer am Watzmannhaus

24 Stunden Watzmann extrem Wanderer am Watzmannhaus

63 Kilometer, 3.400 Höhenmeter! Das sind die nackten Zahlen der 24 Stunden Watzmann extrem Wanderung beim diesjährigen Wander-Festival. Die extreme Variante der beliebten 24 Stunden Watzmann Tour war heuer das erste Mal im Programm und erfreute sich reger Nachfrage. Wegen der Exponiertheit des Geländes war die Wanderung auf 100 Teilnehmer begrenzt, die Nachfrage war aber viel höher. Zum Glück habe ich mich schon frühzeitig angemeldet. Denn tatsächlich habe ich die sportliche Herausforderung gesucht: Bei der 24 Stunden Watzmann extrem Tour ist ein beachtliches Tempo erforderlich, um die 63 Kilometer in den 24 Stunden tatsächlich zu schaffen.

Zeitplan 24h extrem Watzmann Tour

Zeitplan 24h extrem Watzmann Tour

In diesem Zeitplan seht Ihr die veranschlagten Zeiten für die einzelnen Etappen der Tour. Wer sich ein bisschen in unseren Bergen auskennt, sieht sofort, dass die extrem Tour nichts für Weicheier ist. 1:45 Stunde vom Watzmannhaus zum Hocheck ist durchaus knackig, und das bei Temperaturen von weit über 30° und den extra Kilometern durch den Start in Berchtesgaden. Bei meiner Vorbereitungstour aufs Hocheck habe ich für dieses Teilstück 1:30 Stunde gebraucht! Angeschrieben sind sogar 3 Stunden!

1. Etappe. Von Berchtesgaden zum Königssee

Um 9 Uhr am Samstag starten wir am Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden.

Über den Bahnhofssteg marschieren wir zur Königsseer Ache, der wir bis zum Königssee folgen. Wir müssen hier richtig Gas geben, denn der Zeitplan sieht für diese knapp 6 Kilometer lange Strecke nur eine Stunde vor. Außerdem müssen wir der direkt nach uns gestarteten Gruppe der 24 Stunden Watzmann alpin Wanderer eine Viertelstunde abnehmen, um genügend Abstand zwischen uns zu bringen. Immerhin haben wir den gleichen Weg, außer dass wir noch einen kleinen Abstecher aufs Hocheck machen und auch in der Nacht etwas weiter marschieren werden.

Schließlich schaffen wir die erste Etappe „just in time“ und machen an der Tourist-Information am Königssee eine kurze Pause. Der schnelle Auftakt hat schon mal die Marschrichtung des Tages vorgegeben. Wer hier schon Probleme hat, wartet auf die in Kürze eintreffenden 24Watzmann alpin Wanderer und schließt sich Ihnen an. Insgesamt werden im Verlauf der Tour 10 Wanderer von der extrem in die alpin Variante wechseln.

2. Etappe: Vom Königssee über die Kling zur Kühroint Alm

Diese Etappe hat mir im Vorfeld am meisten Respekt eingeflößt, denn ich weiß: Die Sonne knallt unbarmherzig auf den steilen Weg über die Kling. Bei den Temperaturen die Strecke in nur 1:45 Stunden zu gehen, erscheint mir sehr gewagt. Ich nehme mir auf alle Fälle vor, speziell in diesem Streckenabschnitt besonders langsam zu gehen. Auch Eddy Balduin, einer der Guides der Tour macht es so und drosselt auf dem steilen Weg das Tempo. Da die Wanderungen beim Wander-Festival allerdings keine geführten Touren sind, kann  jeder sein eigenes Tempo gehen. Und so geben einige Teilnehmer nach dem Einstieg zum Grünstein Klettersteig richtig Gas.

Natürlich folge ich ihnen nicht, und als auf der ersten ebenen Passge der Teilstrecke der Watzmann das erste Mal in unser Blickfeld rückt, habe ich mit meinem gleichmäßigen Tempo die anderen wieder eingeholt: Sie müssen jetzt ihrem hohen Tempo Tribut zollen und machen eine außerplanmäßige Pause. Ich gehe einfach meinen Schritt weiter bis zur Kühroint Alm, wo uns eine Labestation erwartet.

Ankunft auf Kühroint nach Aufstieg über die Kling

Ankunft auf Kühroint nach Aufstieg über die Kling

Bei den Temperaturen ist besonders das Trinken wichtig: Ich habe eine 2 Liter Trinkblase mit Wasser dabei und zusätzlich noch eine Flasche mit Apfelschorle. An der Labestation trinke ich zwei Flaschen Wasser und zwinge mich etwas zu essen, obwohl ich keinen Hunger habe. Aber bei so einer langen Tour ist die Nahrungsaufnahme extrem wichtig.

3. Etappe: Von Kühroint über den Falzsteig zum Watzmannhaus

Um 12 Uhr mittags brechen wir wieder auf: Über den Falzsteig wandern wir weiter zum Watzmannhaus. Die Sonne ist jetzt gnadenlos, die Hitze beträchtlich. Zuerst führt uns der Falzsteig durch den Wald unterhalb des Watzmannkars, dann über felsige Steilstufen zur Falzalm.

Auf dem Falzsteig zum Watzmannhaus

Auf dem Falzsteig zum Watzmannhaus

Durch den Wald drossle ich wieder mein Tempo und lasse die „Spitzengruppe“ abreißen. Ab der Falzalm bin ich quasi in meinem Wohnzimmer. Wie oft bin ich diesen Weg zum Watzmannhaus schon gegangen? Ich kenne den Weg genau und passe meine Geschwindigkeit dementsprechend an. So hole in den steilen Serpentinen unterhalb des Falzköpfels die schnellsten unserer Gruppe wieder ein und erreiche trotz einiger Fotopausen als einer der ersten das Watzmannhaus.

Am Watzmannhaus

Am Watzmannhaus

Ein zuerst ungläubiger Blick auf die Uhr offenbart eine Zeit von 1 Stunde und 10 Minuten von Kühroint bis zum Watzmannhaus. Das überrascht mich jetzt doch sehr, so schnell kam es mir gar nicht vor. Dann mache ich halt etwas länger Pause vor der nächsten Etappe.weiterlesen

Christian Thiel

Mit dem Hund zum Watzmannhaus

 von Christian
Hund vor Watzmann

Der Werwolf vor dem kleinen Watzmann

Nachdem gestern endlich wieder Wanderwetter angesagt war, machten wir uns auf den Weg zum Watzmannhaus. Mit dabei war ein kleiner Hund (Zwergspaniel, 5 Jahre alt, ca. 4 Kilo), der gestern seine erste richtige Bergtour in Angriff nahm. Am Tag zuvor hatten wir getestet, ob sich der Hund im Notfall auch im Rucksack transportieren lässt, falls es Probleme gäbe (Tipps zum Wandern mit Hund) Nachdem dieser Test geglückt war, Stand der Versuchstour nichts mehr im Weg. Die Temperaturen waren zum Wandern ideal, nicht zu kühl und nicht zu heiß.

Wolken und Watzmann

Blick auf den Watzmann von der Forststraße unterhalb Kühroint

Um 10:15 Uhr starteten wir am Wanderparkplatz Hammerstiel. Am ersten Wegweiser waren fünf Stunden bis zum Watzmannhaus angeschrieben, allerdings über die Stubenalm. Wir hatten uns dazu entschlossen, den etwas weiteren Weg über Kühroint und den Falzsteig zu gehen, da ich diesen Weg noch nie gegangen bin. Da wir uns im Nationalpark befinden bleibt der Hund angeleint, denn hier herrscht Leinenpflicht. Auf breiten Forststraßen geht es bis zur ersten Kreuzung wo die Wege zum Parkplatz Wimbachbrücke und zur Stubenalm zusammentreffen. Von dort aus geht es weiter auf einer gut ausgebauten Forststraße entlang von Almwiesen in Richtung Kühroint. Auf der rechten Seite immer wieder tolle Ausblicke auf den Watzmann.weiterlesen

Bergtour aufs Watzmann Hocheck

 von Sepp
Der Watzmann in der Früh

Der Watzmann in der Früh

Als ich heute morgen die Haustür öffne, lacht mich der Watzmann direkt an! Keine einzige Wolke ist zu sehen, der Himmel strahlend blau und nur noch vereinzelte weiße Schneeflecken bedecken den Watzmann. Meine Entscheidung steht schnell fest: Heute geht`s aufs Hocheck, den ersten Gipfel des Watzmann nach dem Watzmannhaus. So kann ich auch gleich eine Teilstrecke der 24 Stunden Watzmann extrem Wanderung beim Berchtesgadener Land Wander-Festival am nächsten Wochenende in Augenschein nehmen, bei der ich mitgehen werde. Zum Glück habe ich mir heute Urlaub genommen.

Von der Wimbachbrücke in Ramsau gehe ich über den klassischen Weg zur Stubenalm. Von hier sehe ich schon erste Wolken um den Watzmann Gipfel kreisen.

Auf der Stubenalm

Auf der Stubenalm

Doch auch die Wolken am Hocheck können meine Wanderlust nicht trüben. Bei perfekten Temperaturen, nicht zu warm und auch nicht zu kalt, marschiere ich weiter durch den Wald zur Mitterkaseralm.

Almkreuz der Mitterkaseralm, dahinter der kleine Watzmann

Almkreuz der Mitterkaseralm, dahinter der kleine Watzmann

Beim Almkreuz mache ich kurz Pause und beobachte das Spiel der Wolken um den Watzmann. An der Ostseite scheinen die Wolken hartnäckig fest zu hängen. Das kennt man ja: Wolken, Nebel und Dunst steigen gerne vom Königssee an der Watzmann Ostwand entlang auf und hängen dann am Gipfelgrat fest. So scheint’s auch heute zu sein.

Die Mitterkaseralm am Watzmann

Die Mitterkaseralm am Watzmann

Oberhalb der Mitterkaseralm wird aus dem breiten Weg ein schmaler Steig. In Serpentinen führt dieser jetzt durch den Wald steil aufwärts. Als der Weg nach links den Wald verlässt, wird man von einem der berühmtesten Motive in den Berchtesgadener Bergen empfangen: Der Kaser der Falzalm vor dem Kleinen Watzmann.

Die Falzalm vor dem kleinen Watzmann

Die Falzalm vor dem kleinen Watzmann

Hier verlasse ich den Wald, jetzt geht’s über offenes Gelände erst über die Almfläche, dann auf einem steilen und fesligen Pfad weiter bergauf. Über mir sehe ich jetzt schon die grüne Fahne des Alpenvereins, die auf der Terrasse des Watzmannhauses weht. Am Falzköpfl links entlang führt dann der Steig über Stege zum letzten steilen Stück unterhalb des Hauses. Schnell noch über die Treppe hinauf und ich stehe in der Mulde unteralb des Watzmannhauses.weiterlesen

Hüttenportrait Watzmannhaus 1930 m

 von Ann-Kathrin
Panorama Watzmannhaus 'über den Wolken'

Panorama Watzmannhaus ‚über den Wolken‘

Das Watzmannhaus ist wohl eine der bekanntesten Berghütten hier in den Berchtesgadener Alpen, nicht nur wegen des berühmten Namensgebers, sondern auch wegen der 128 Jahre Geschichte, die diese Berghütte prägten.

imposante Größe: das Watzmannhaus

imposante Größe: das Watzmannhaus

Blick zum Watzmannhaus

Blick zum Watzmannhaus

Zu damaligen Zeiten war die Ansicht der Alpinisten, dass ein gestandener Bergsteiger keine Hütte brauch(t)e. Die ambitionierten vollbrachten die Watzmannüberschreitung in einem Tag. Weniger ambitionierte verbrachten die Nacht in der Guglalm. Urig und fast schon romantisch wurde in dieser einfachen Berghütte die Nacht verbracht. Doch auch der zu jener Zeit herrschende Erschließungswahn machte vor König Watzmann nicht Halt. Schon damals war der imposante Gebirgsstock bei Urlaubs-Ggästen beliebt. Also musste eine Unterkunft mit Bewirtung her. So wurde im Sommer 1886 ein geeigneter Platz ermittelt. Man kam zu dem Ergebnis, dass der Falzköpfl, ein freistehender Felsriegel an der Nordwestseite des großen Watzmanns sich hervorragend für den Bau einer Berghütte eignete.
Die Alpenvereinssektion München sprang finanziell ein, als der Sektion Berchtesgaden die Gelder nicht ausreichten für den Bau des Hauses. Im Juli 1887 war es dann endlich soweit, der Bau des Watzmannhaus begann. Es sollte die erste gemauerte Berghütte werden und so wurde nach Akkordarbeit am 5. August 1888 die feierliche Eröffnung vollzogen. Vorläufig sollten 25 Personen dort Platz für eine Übernachtung haben.weiterlesen

Bergtour auf Watzmannhaus

 von Sepp
Das Watzmannhaus

Das Watzmannhaus

Am Sonntag, den 31. Mai mache ich eine Bergtour zum Watzmannhaus. Die bekannteste der Berghütten in den Berchtesgadener Alpen hat schon seit einer Woche geöffnet und ich möchte dem Berchtesgadener Hausberg natürlich schon zu Saisonbeginn einen Besuch abstatten.

Bei besten Wanderwetter starten wir am Parkplatz Hammerstiel in Schönau am Königssee. Mir ist eigentlich der Weg von der Wimbachbrücke zum Watzmannhaus lieber als diese Variante, doch meine Begleitung besteht auf einen Start von Hammerstiel. So sparen wir uns nämlich etwa 100 Höhenmeter im Aufstieg. Gegen 7 Uhr am Morgen brechen wir auf und wandern zügig in Richtung Schapbachalm, überqueren die Forststraße Richtung Kühroint und gehen zur Stubenalm.

Stubenalm am Watzmann

Stubenalm am Watzmann

Auf der Stubenalm weiden bereits Kühe, die Almbauern haben ihr Vieh am Vortag aufgetrieben. Das Wetter sieht gut aus, zwar trüben zahlreiche Wolken den blauen Himmel, doch wir sind guter Dinge, dass sich die Wolken im Laufe des Tages noch verziehen. Zügig marschieren wir weiter.

Weg von der Stubenalm in Richtung Watzmannhaus

Weg von der Stubenalm in Richtung Watzmannhaus

Die nächste Station unserer Bergtour ist die Mitterkaseralm. Auf 1.420 Metern Höhe liegt diese bewirtschaftete Alm unterhalb des Watzmannhauses. Kühe sind noch nicht auf der Alm, in dieser Höhenlage wird es noch die ein oder andere Woche dauern, bis genügend Gras auf der Weide gewachsen ist, um das Vieh ausreichend zu versorgen.weiterlesen

Kühroint und Archenkanzel

 von Sepp
Blick von der Archenkanzel über den Königssee

Blick von der Archenkanzel über den Königssee

Den Nachmittag des heutigen Muttertages habe ich zu einer Wanderung zur Kühroint Alm genutzt. Natürlich inklusive eines Abstechers zum Aussichtspunkt Archenkanzel oberhalb des Königssees.

Start meiner Wanderung ist die Wimbachbrücke in Ramsau. Auf der breiten Forststraße gehe ich zügig in Richtung Schapbachalm. Ich überquere das Almgelände der Schapbach und folge dem Weg nach Kühroint, der für Wanderer vor der Benzinkurve nach links abbiegt und den großen Bogen des Fahrweges abkürzt. Noch ein paar Meter führt der Wanderweg dann wieder auf der breiten Straße entlang, bevor er nach rechts abbiegt und durch den Wald hinauf auf die Kühroint Alm führt. Die Kühroint Hütte hat bereits geöffnet, ich suche mir ein schönes Plätzchen auf der Terrasse und genieße den Anblick der malerischen Kühroint Alm unterhalb vom Watzmann.

Auf der Kühroint Alm

Auf der Kühroint Alm

Während ich ein kaltes Bier trinke schweift mein Blick zum Watzmann. Hinter dem Glockenturm der Bergopfer-Gedenk-Kapelle St. Bernhard sieht  man deutlich das Watzmannhaus auf dem Falzköpfl. Das Watzmannhaus ist noch geschlossen, wird aber in Kürze aufsperren.

Glockenturm der Bergopfer-Gedenk-Kapelle St. Bernhard auf Kühroint

Glockenturm der Bergopfer-Gedenk-Kapelle St. Bernhard auf Kühroint, dahinter das Watzmannhaus

Im Watznmannkar hängen Wolken, die über das Hocheck und den Watzmanngrat ziehen. Schön sieht man auch, wie wenig Schnee nur noch am Watzmann liegt. Bald kann die Bergsaison auch am König der Berchtesgadener Alpen wieder beginnen.weiterlesen

Waldi

Frühjahrs-Skitour Watzmann Hocheck

 von Waldi
Watzmann Hocheck: Frühjahrs-Skitouren-Klassiker

Watzmann Hocheck: Frühjahrs-Skitouren-Klassiker

Im Frühjahr, wenn noch mal frischer Schnee auf den Bergen gefallen ist, muss ich auf das Hocheck rauf, es ruft direkt zu mir runter: Waldi komm!

Frühjahrs Skitour Watzmann Hocheck

Frühjahrs Skitour Watzmann Hocheck

Also startete ich mit einer Bergfreundin um 7 Uhr an der Wimbachbrücke. Die Skier auf den Rucksack geschnallt, wanderten wir bis zur Stubenalm rauf. Hier konnten wir unsere Skier anschnallen und weiter gings im Schnee auf die Gugl. Herrlicher Sonnenschein empfing uns und das Hocheck leuchtete in der Sonne, wunderschön!weiterlesen

Die Kirchleitn Kapelle als Kalendermotiv

 von Sepp
^Kirchleitn Kapelle © Kerstin Röhner

Kirchleitn Kapelle © Kerstin Röhner | Fotowettbewerb

Liebe Fans des Berchtesgadener Landes, wir brauchen Euch! Neulich hat uns eine E-Mail von Kerstin Röhner erreicht:

„Sehr geehrter Herr Köhl (Anm: Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH),
ich komme aus Hoppegarten, bei Berlin und bin gemeinsam mit meinem Mann seit einigen Jahren auf Fototour im Nationalpark, rund um Berchtesgaden. Ich erfreue mich, bei unseren Wanderungen an der einzigartigen, vielseitigen Natur und Tierwelt der Alpen. Genauso bin ich vom Brauchtum und der Almwirtschaft fasziniert. Die Fotokamera ist mein ständiger Begleiter.

Ein ganz besonders eindrucksvoller Ort in Berchtesgaden, den ich ins Herz geschlossen habe, ist die Kirchleitn Kapelle am Mitterweinfeld. Sie hat sich aus meiner Sicht, im Laufe der Jahre, zu einem Wahrzeichen Berchtesgadens entwickelt. Die Schönheit und Einzigartigkeit dieses Ortes auf dem Ponnzenzbichl mit dem gewaltigen Watzmannmassiv, einer sternenklaren Vollmondnacht im weihnachtlichen Licht des Christbaumes, konnte ich in der Neujahrsnacht 2015 im Foto festhalten. Dieses Bild habe ich im Foto-Wettbewerb des Reisemagazins „Sehnsucht Deutschland“ eingereicht. Aus fast 1000 Zusendungen wählte eine Fachjury dieses Bild unter die Top 30. Dieses interessante Reisemagazin stellt nun aus den 12 besten Motiven dieser Top 30 einen „Sehnsucht Deutschland – Kalender 2016“ her. Dazu kann jeder Besucher und Leser der Homepage www.sehnsuchtdeutschland.com abstimmen.

Es wäre, so finde ich, ein großartiger Erfolg, wenn die Kirchleitn Kapelle als Kalendermotiv im Dezember 2016 viele Menschen in der Weihnachtszeit begleitet und letztlich auch den Wunsch weckt, Berchtesgaden und seinen einzigartigen Nationalpark im Urlaub kennenzulernen. weiterlesen

Michael

Vom Herbst in den Frühling …?

 von Michael

Herbstanfang in den Anden

Winter 2014-15? Ausgefallen für uns – fast: Ende Januar über den „großen Teich“ nach Chile: 8 Wochen Sommer, Sonne, Wüste, Urwald, Vulkane, wilder Pazifik – und schöne Wanderungen bis über 5000 m. Anfang April wieder im Berchtesgadener Land: Die Hoffnung auf noch ein paar schöne Skitouren als Kontrast zerplatzt mit der heftigen Wintergrippe, die „brav“ am Flugplatz auf uns gewartet hat: Nix is mit Skitour, sind schon glücklich, als wir zum ersten Mal wieder auf die Padinger Alm hinauf schnaufen 😉

Gestern, Mitte April endlich wieder ein „Gangei“: Wir probieren unseren alten Freund, den Rauhen Kopf. Und siehe da, es geht besser als befürchtet. Ganz langsam zwar, aber doch kontinuierlich arbeiten wir uns hoch, anfangs ist es richtig frostig, endlich in der Sonne wird’s angenehmer. Herrlich zu wandern, Vogelgezwitscher, das erste Grün, die ersten Blumen.

Noch Schnee – oder schon Rose?

Recht früh sind wir dran, noch fast alleine. Erst kurz vor dem Gipfel überholen uns zwei Schnellere. Den traumhaften Rundblick bei traumhaftem Wetter genießen, auf der Andeutung von Bankerl im Windschatten eine kleine Brotzeit – schön!

Er selber: König Watzmann

Beim Abstieg dann wird’s wärmer, kommen immer mehr Leute hoch, lauter junge Dirndl und Buam, schön, dass sie (wieder) Lust haben, auf die Berge zu gehen und zu wandern – war’s doch eine Zeit lang was für die „Alten“ und die „Touris“ … Auf jeden Fall: Der Wiedereinstieg in die Berchtesgadener Bergsaison ist gelungen – bescheiden zwar, aber immerhin.

Noch ein paar Bilder mehr gibt’s auf der Facebookseite „Bergerlebnis Berchtesgadener Land“

Sophie – Berchtesgadens jüngste Wirtin

 von Ann-Kathrin
Sophie im Almkaser in Spiesberger's Alpenküche

Sophie im Almkaser in Spiesberger’s Alpenküche

Was wäre Berchtesgaden ohne Gastronomie? Wahrscheinlich nicht das Berchtesgaden, das es jetzt ist. Diesen Beitrag können nur die örtlichen Gastronomen leisten. Aber keineswegs sollte man annehmen, ein Restaurant oder Wirtshaus ‚liefe schon von alleine‘.

Ein Beispiel hierfür wie man es richtig macht ist Sophie Renoth – Berchtesgadens jüngste Wirtin. Mit gerade einmal 28 Jahren ist sie seit 1. Dezember 2012 selbstständige Unternehmerin. Sie ist die Wirtin von Spiesberger’s Alpenküche im Nationalparkzentrum Haus der Berge. Doch wie kommt man in diesem jungen Alter zu so einer Verantwortung? Immer wird davon gesprochen, wer erfolgreich sein will braucht Erfahrung. Also wie kam Sophie Renoth zu all der Erfahrung um sich so jung, so erfolgreich zu etablieren?

Die Leidenschaft für die Gastronomie kommt nicht von ungefähr! Sophie ist die Tochter von Wolfgang und Ute Spiesberger, die zusammen im Jahre 1990 im Zentrum Berchtesgadens das Café Spiesberger eröffneten. Damals ist Sophie schon im Café mitaufgewachsen. Ihre Eltern haben das Ganze positiv gelebt, so war es für Sophie eine Selbstverständlichkeit in den Schulferien im Café Spiesberger mitzuhelfen. Von vornherein war für sie klar, wohin es beruflich gehen soll – sie möchte in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Nach dem Abitur ging es für Sophie nach Österreich, wo sie den Diplomstudiengang „Hotelmanagement Food & Beverage“ erfolgreich absolvierte. Das Ganze war kein Zuckerschlecken. Der Lehrplan war unheimlich straff, man bekam Einblicke in alle Bereiche. Danach ging es in den Schwarzwald. Auch hier musste sie ordentlich zulangen. In einem Hotel musste sie in allen Bereichen mithelfen. Ob nun Service oder Reinigung, Sophie durfte sich für nichts zu schade sein. Und sie tat es anstandslos – immer ihr Ziel im Blick selbst einmal auf eigenen Beinen zu stehen. Sophie ist heimatverbunden, so kam es, dass sie es wieder zurück in die Heimat zog und sie in der Tourist-Information Schönau am Königssee arbeitete. Auch hier übernahm sie schon früh Verantwortung. Dort wurde sie aufgenommen wie in einer Familie, die Arbeit dort machte ihr unheimlich Freude. Eine Seltenheit in der heutigen Zeit einen Arbeitgeber und einen Arbeitsplatz zu finden, in dem man sich wohlfühlt. Doch Sophie spürte es noch immer, den Wunsch beziehungsweise die Sehnsucht nach der eigenen Gastronomie. Eine Übernahme des Café Spiesberger stünde in weiter Zukunft. Also das Risiko eingehen und sich selbst eine Lokalität suchen? Eine große Aufgabe, denn eine Menge an Faktoren müssen einbezogen werden. Nur die Lage eines Restaurant/Gasthaus/Café reicht nicht um sich etablieren zu können. So wuchs in Sophie die Idee der Selbstständigkeit und der Suche nach einer eigenen Lokalität. Bei ihrem damaligen Arbeitgeber, hat das Team schon geahnt, dass es Sophie noch immer in den Fingern juckt und sie nicht für ewig ein Teil des Teams sein wird. Als der Entschluss fest stand, erfuhr Sophie die volle Unterstützung ihres Teams in der Tourist-Information Schönau am Königssee. Aber auch die Familie steht immer hinter ihr. Die ganze Familie, ob nun Vater Wolfgang, die Mutter, die Schwester oder die Oma. Alle stehen ihr immer beratend und unterstützend zur Seite. Im Jahre 2011 begann dann die Suche nach einem eigenen Objekt. Unter „Immobilien Bayern“ fand Sie die Ausschreibung für eine Lokalität im Nationalparkzentrum Haus der Berge, welches im Mai 2013 auf dem ehemaligen Gelände des Hotels Berchtesgadener Hof eröffnet werden soll. Auf dem Rohbau fühlte sich Sophie sofort wohl, intiutiv wusste sie ‚das ist es!‘. Der Blick zum Watzmann, dem Hohen Göll, dem Hohen Brett und zum Jenner inspirierte nicht nur Sophie. So kam ihrem Vater die Idee, eine Almhütte im Restaurant entstehen zu lassen. Auch ansonsten gibt es viel künstlicheres Talent in der ganzen Familie. Sophie’s Mutter bedruckte die Kissen, ihr Vater entwarf die Gemälde und verzierte die Tische für das Restaurant mit Lötarbeiten auf denen die Tiere des Nationalparkes Berchtesgaden zu sehen sind.weiterlesen