St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Wimbachgries
Sepp Wurm

Wanderung zum Wimbachschloss

 von Sepp
Frühling am Wimbachschloss

Frühling am Wimbachschloss

Frühlings-Wanderung zum Wimbachschloss

Die letzten Tage haben den Winter nochmal zurückgebracht ins Berchtesgadener Land, und zwar gewaltig: Selbst in den Tallagen hat es bis zu einem halben Meter geschneit. Auf den Bergen noch deutlich mehr! Da ich – im Gegensatz zu vielen Anderen – keine Lust mehr aufs Skitourengehen habe, entscheide ich mich am Samstag für eine kleine Wanderung. Da trotz des Tauwetters auf den Gipfeln immer noch recht viel Schnee liegt, entscheide ich mich für eine Wanderung ins Wimbachgries. Zum Glück hat das Wimbachschloss während der Osterferien geöffnet, so kann ich dort gemütlich einkehren 😉

Startpunkt ist die Wimbachbrücke im Bergsteigedorf Ramsau. Ich gehe an der Wimbachklamm vorbei – leider ist die kleine Schlucht wegen der Glätte zur Zeit geschlossen – doch der Weg ins Wimbachgries ist im vorderen Bereich komplett aper.

Der Weg ins Wimbachgries

Der Weg ins Wimbachgries

Je tiefer ich ins Wimbachtal hineingehe, um so mehr Schnee liegt entlang des Weges. Stellenweise leuchten die bunten Frühlingsblumen, sie haben den späten Schneefall scheinbar gut überstanden.

Frühlingsblumen im Wimbachgries

Frühlingsblumen im Wimbachgries

Sogar ein paar Schusternagein entdecke ich. Beim Blick hinauf zum Watzmann hingegen ist von Frühling nichts zu sehen: Die Watzmann Westwand präsentiert sich tiefverschneit und über dem Watzmanngrat wehen Sturmböen. weiterlesen »

Sepp Wurm

Nina Schlesener’s Watzmann

 von Sepp
Nina Schlesener (links) in der Stube vom Watzmannhaus © Klaus Fengler

Nina Schlesener (links) in der Stube vom Watzmannhaus © Klaus Fengler

Der Watzmann: sagenumwobenes Naturparadies

Nina Schlesener steigt mit festen Tritten den Klettersteig des Watzmann hinauf. Sie ist erst 14 Jahre alt. Freunde haben sie frühmorgens zu ihrer ersten Watzmann-Tour mitgenommen. Ihr ist mulmig zumute, am Grad stürzen die Felswände tausend Meter in die Tiefe. Doch als sie das Ende des Klettersteigs erreicht, ist sie stolz, es geschafft zu haben, und überwältigt von dem beeindruckenden Panorama der Berchtesgadener Alpen, das ihr der Watzmann bietet.

Heute ist Nina Schlesener die einzige staatlich geprüfte Bergführerin Berchtesgadens. Ihren Gästen erzählt sie gerne die Geschichte von diesem einschneidenden Erlebnis. Die 33-Jährige kennt den Watzmann seit ihrer Kindheit. Ihre Eltern führen das Schneibsteinhaus, eine beliebte Berghütte im Nationalpark Berchtesgaden. Sie wächst zwischen Wanderern und ambitionierten Bergführern auf – den Watzmann immer vor Augen.

Einmalige Kulturlandschaft mit vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt

Die majestätische Anmut des Watzmann ist weit über die Grenzen Bayerns bekannt. Vom Magazin „Bergsteiger“ wurde er gar zum schönsten Berg der Welt gewählt. Nicht ohne Grund: „Der Watzmann ist ein wundervoller, ästhetischer Berg, auf den eine herrliche Tour hinauf führt. Bei gutem Wetter sieht man irrsinnig weit. So einen Ausblick gibt es in Berchtesgaden sonst nirgendwo“, erzählt Nina Schlesener begeistert.

Die markante Silhouette des Watzmanns © Klaus Fengler

Die markante Silhouette des Watzmanns © Klaus Fengler

Flora und Fauna sind am Watzmann einzigartig: Neben den seltenen Alpenrosen und Enzian treffen Wanderer hier auch auf Steinböcke, die schon fast ausgestorben waren. Im Schutz des Nationalparks Berchtesgaden, der sich weitgehend selbst überlassen ist, haben sie sich in den letzten Jahren wieder vermehrt. Diese unberührte Natur wird nur von den Almbauern in Zaum gehalten, die ihre Kühe und Schafe weiden lassen. So entsteht eine einmalige Kulturlandschaft.

Watzmann: höchster Berg der Berchtesgadener Alpen

Um das Wahrzeichen Berchtesgadens rankt sich die Sage vom grausamen König Watzmann: Einst von einer Hirtin verflucht, wurde die gesamte Königsfamilie in Stein verwandelt. So stehen sie jetzt als Berge am Fuße des Königsees – der Watzmann, die Watzfrau und dazwischen ihre sieben Kinder.

Der höchste Berg der Berchtesgadener Alpen begeistert Bergsteiger jeden Alters. „Viele Menschen fasziniert der sportliche Anreiz am Watzmann“, weiß die Bergführerin. „Es ist eine riesengroße Bergtour, die auf der To-do-Liste eines jeden ernsthaften Bergsteigers steht.“

Nina Schlesener auf der Watzmann überschreitung vom Watzmannhaus ins Wimbachgries © Klaus Fengler

Nina Schlesener auf der Watzmann überschreitung vom Watzmannhaus ins Wimbachgries © Klaus Fengler

Aber auch Familien mit Kindern zieht es auf den 2.713 Meter hohen Berg. In etwa vier Stunden erreichen kleine wie große Wanderer das Watzmannhaus, in der sie unter dem funkelnden Sternenhimmel übernachten können.weiterlesen »

Ann-Katrin

Bergstress im Wimbachgries

 von Ann-Kathrin
Panorama bei der Wimbachgrieshütte © Ann-Kathrin Helbig

Panorama bei der Wimbachgrieshütte © Ann-Kathrin Helbig

Samstag, Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen. Viele meinen da wohl „die Ann-Kathrin macht sich sicher einen schönen Tag“. Falsch gedacht! Ich hab Stress! Bergstress!

Samstagmorgen, der Wecker klingelt zum 3. Mal. Es ist kuschelig im Bett, es ist warm im Bett. Ich will eigentlich nur mal faulenzen. Aber nein! Schockiert schaue ich mit aufgerissenen Augen hinaus aus dem Schlafzimmerfenster. Sonnenschein. Blauer Himmel. Verdammt, ich muss raus aus dem Bett! Heute Mittag muss ich arbeiten, also will ich das schöne Wetter bestmöglichst ausnutzen. Also raus aus den Federn, ab ins Bad Zähne putzen. Waschen wird überbewertet, werde eh schwitzen wie verrückt. (Potentielle Dates sollten das jetzt überlesen :-P)

Es soll ins Wimbachgries gehen, genauer gesagt zur Wimbachgrieshütte. Laut offiziellem Wegeschild dauert die einfache Strecke 3 Stunden. Zeit habe ich aber für hin- und zurück 3 Stunden.
Um 08:30 Uhr komme ich am Parkplatz Wimbachbrücke an. Ausgestattet bin ich nur mit dem Nötigsten: Eine kleine Flasche zu trinken, meine Kamera, mein Handy und ganz viele Taschentücher. Denn passend zum tollen Wetter der nächsten Tage, habe ich einen Schnupfen. So ausgestattet, sehe ich eher aus als hätte ich mich verlaufen bei einer Führung auf St. Bartholomä als dass ich jetzt hier zur Wimbachgrieshütte laufe und wieder zurück. Es geht schnellen Schrittes vorbei am Wimbachlehen, vorbei an der geschlossenen Wimbachklamm in Richtung Wimbachschloss. Mein Ziel: Die erste Etappe in unter einer Stunde schaffen. Leicht machbar. Wie die Schneelage im Wimbachgries sein wird: ungewiss. Locker flockig komme ich am Wimbachschloss an. Ab hier beginnen nun auch die ersten Schneefelder. Beim Blick nach rechts entdecke ich ein Gamsrudel. Meine felligen Freunde stören sich nicht an meiner Anwesenheit, denn es ist Frühstückszeit.

Gams im Winterkleid © Ann-Kathrin Helbig

Gams im Winterkleid © Ann-Kathrin Helbig

So nun wird es immer schneereicher, aber noch breche ich in der Schneedecke nicht ein. Auch die Sonne ist noch nicht im Gries angekommen, somit schwitze ich auch nicht zu sehr.

das Wimbachgries © Ann-Kathrin Helbig

das Wimbachgries © Ann-Kathrin Helbig

Nun muss ich den schneebeckten Schuttstrom queren. Die Wolkenformationen schauen aus wie gemalt. Das blau des Himmels tut der Seele gut. Ein kurzer Moment zum inne halten. Ich habe noch eine flotte halbe Stunde vor mir und die Schneelage schaut ungut aus. Jetzt hätte ich gerne Schneeschuhe… Mit fast jedem Schritt sinke ich im Schnee ein. An wenigen Stellen knietief.weiterlesen »

Sepp Wurm

Regenwanderung zum Wimbachschloss

 von Sepp
blick-vom-schattseitweg-ramsau-ins-wimbachgries

Blick vom Schattseitweg ins Wimbachgries

Bei schönem Wetter kann ja jeder wandern. Bei Regen wandern dagegen nur die Wenigsten. Das ist ein Fehler, denn eine Regenwanderung vermittelt ganz andere, viel intensivere Erlebnisse als eine Schönwettertour. Letzten Dienstag-Abend haben wir nach der Arbeit noch einen Spaziergang zum Wimbachschloss gemacht. Auf dem Weg durch das Wimbachgries zum Wimbachschloss war es meist trocken, beim Rückweg hat es richtig geregnet.

Als wir unsere Regenwanderung an der Wimbachbrücke starten, ist es noch keine Regenwanderung: Nach einem verregneten Nachmittag hat es wieder aufgehört, wir hoffen sogar noch auf ein wenig blauen Himmel und vielleicht sogar einen Regenbogen. Diese Hoffnung zerschlägt sich recht zügig, doch zumindest ist es trocken. Wir wandern am Wimbachlehen vorbei in Richtung der Wimbachklamm, lassen den Eingang zur Klamm aber links liegen und gehen den steilen Weg oberhalb der Schlucht entlang den Berg hinauf. Am Scheitelpunkt ist der Weg ins Wimbachgries versperrt: Mit schwerem Gerät wird hier eine Wasserleitung repariert, ein notwendige Sanierungsmaßnahme: Immerhin stammt der Großteil des Trinkwassers für das Berchtesgadener Tal aus dem Wimbachgries. Ein gelber Wegweiser zeigt uns trotz der Sperre den weiteren Weg: Über den Ramsauer Schattseitweg, der als SalzAlpenTour als Premiumwanderweg zertifiziert ist, führt eine Umleituung oberhalb der Baustelle ins Wimbachgries. Dazu folgt man dem Schattseitweg ein Stück bergauf bis zu einer Weidefläche. Während der Überquerung der Weide sehen wir hinunter in den breiten Schuttstrom des Wimbachgrieses. Hin und wieder fallen jetzt ein paar Tropfen, doch solange man sich bewegt stört ein wenig Regen gar nicht. Die kühlende Wirkung der Tropfen ist sogar ganz angenehm, denn trotz der fast schon eisigen Temepraturen sind wir ein wenig ins Schwitzen geraten. Nach der Überquerung der Weide führt ein schmaler und steiler Weg hinunter ins Wimbachgries.

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Das Wimbachgries

Im Wimbachgries herrscht eine mystische Stimmung: Am Himmel hängen dichte Wolken und auf den Bergen liegt ab etwa 1.100 Metern Höhe schon Schnee. weiterlesen »

Die Watzmann-Überschreitung

 von Jannis
Zwischen Mittel- & Südspitze.

Auf der Watzmann-Überschreitung zwischen Mittel- & Südspitze.

Watzmann-Überschreitung – Bergtour der Superlative

Für viele Bergsteiger ist es ein Traum, ein Mal in ihrem Bergsteigerleben die drei Gipfel des Königs der Berchtesgadener Alpen zu überschreiten. Bei meiner Tour auf das Hocheck hatte ich bereits ehrfürchtig auf die zackige Schneid hinüber zur Watzmann-Mittelspitze geblickt und mir fest vorgenommen, die Watzmannüberschreitung noch in diesem Sommer durchzuführen.

So oft hatte ich bereits Berichte über die Tour gelesen, Videos von der Überschreitung studiert und mich gefragt, was für mich wohl die größte Herausforderung der Tour darstellen würde. Die krasse Ausgesetztheit des Grates? Wie würde es sich anfühlen, direkt über der höchsten Wand der Ostalpen, 2000m über dem Königssee mit nichts als Luft unter den Füßen Schritt für Schritt über den Grat zu turnen? Das durchgängig geforderte hohe Konzentrationslevel? Immer wieder wird über die Schlüsselpassage der Überschreitung diskutiert. Welche würde wohl meine Persönliche sein? Der Abstieg von der Mittelspitze direkt über den Abgründen der Ostwand? Das extrem schmale Gratstück im Aufstieg zur Südspitze? Oder doch der berüchtigte Abstieg von der Südspitze ins Wimbachgries?

Während der wolkenlosen Schönwetterperiode Ende August kam dann endlich der richtige Zeitpunkt, um den langen Ritt über den Watzmanngrat in Angriff zu nehmen und Antworten auf all diese Fragen zu bekommen. Mit Sepp fand ich einen Watzmann-Überschreitung-erfahrenen Mitstreiter. Wir teilten die Tour auf zwei Tage auf, denn glücklicherweise konnten wir noch zwei Schlafplätze in dem Watzmannhaus ergattern. Dies ist unbedingt zu empfehlen, die etwa 12-14- stündige Strecke von Wimbachbrücke bis Wimbachbrücke an einem Tag zu bewältigen ist schon grenzwertig.

Aufstieg zum Watzmannhaus

Und so fuhren wir nach Feierabend schnell nachhause, um alles Nötige für die Tour und den Hüttenaufenthalt zusammenzupacken und anschließend am frühen Abend an der Wimbachbrücke den Aufstieg zum Watzmannhaus zu starten. Im warmen Abendlicht stiegen wir über das Almentrio Stubenalm, Mitterkaseralm und Falzalm auf und erreichten mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages das Watzmannhaus. Schnell verstauten wir unser Gepäck im Lager, bevor wir bei einem leckeren Abendessen die Sonnenuntergangsstimmung auf der Terrasse genossen. Die Lage des Watzmannhauses hoch über dem Berchtesgadener Talkessel ist einfach großartig! Irgendwann wurde es dann doch zu frisch draußen. Noch ein letzter Blick in den überwältigenden Sternenhimmel und wir gesellten uns zu den vielen Watzmannanwärtern und Hüttenwanderern in der warmen Stube. Kurz darauf schlüpften wir auch schon in unsere Hüttenschlafsäcke um ausgeruht für den nächsten Tag zu sein.

watzmannhaus

Ankunft am Watzmannhaus.

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Schuh-Panorama im Trockenraum.

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Der Hohe Göll fängt die letzten Sonnenstrahlen des Tages ein.

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Sepp Wurm

Watzmann-Überschreitung bei Traumwetter

 von Sepp
Am Gipfelkreuz der Südspitze

Am Gipfelkreuz der Südspitze | Watzmann-Überschreitung

Letzte Woche haben Jannis, unser Praktikant aus Bremen, und ich die Watzmann Überschreitung gemacht. Jannis wollte diese Tour unbedingt noch vor Ende seines Praktikums Mitte September machen. Da uns die letzte Woche mit schönen Tagen nur so verwöhnt hat, haben wir uns den Freitag frei genommen und sind die Überschreitung gegangen.

Die Entscheidung war recht spontan: Am Mittwochabend bei unserer Feierabend Wanderung auf den Grünstein brachte Jannis die Idee auf, am Freitag die Watzmann Überschreitung zu machen. Ich war erst skeptisch, denn ich wollte am Freitag eigentlich einen Ruhetag einlegen, um am Samstag beim Rupertusthermen-Lauf für die Halbmarathon Staffel fit zu sein. Doch das Wetter war zu verlockend. Am Donnerstag rief ich beim Watzmannhaus an, und als mir Anette, die Hüttenwirtin, sagt, sie hat ein Lager für uns, ist die Entscheidung gefallen. Nach der Arbeit brechen wir am Donnerstagabend auf und wandern von der Wimbachbrücke über die Stubenalm und Falzalm zum Watzmannhaus.

Die Falzalm vor dem kleinen Watzmann

Die Falzalm vor dem kleinen Watzmann

Ich bin den Weg schon oft gegangen, doch am Abend ist die Tour zum Watzmannhaus etwas Besonderes. Als wir am Haus ankommen, verschwindet die Sonne gerade im Westen und taucht mit ihren letzten Strahlen das Watzmannhaus in ein ungeheuer schönes Licht.

Abend am Watzmannhaus

Abend am Watzmannhaus

Wir essen ausgiebig zu Abend und genehmigen uns das ein oder andere Bier, schließlich muss so ein Hüttenabend auch gemütlich sein. So lange es die Temperaturen zulassen sitzen wir auf der Terrasse draußen und genießen den Blick auf den immer dunkler werdenden Horizont.

Es wird Nacht

Es wird Nacht

Um am nächsten Tag ausgeruht zu sein, begeben wir uns aber doch recht zeitig ins Lager.

Während viele Watzmann-Überschreiter schon in aller Herrgottsfüh aufbrechen, frühstücken wir noch in aller Ruhe, bedanken uns für die nette Bewirtung bei den Hüttenwirten Anette und Bruno Verst und brechen zum Hocheck auf, den ersten Gipfel auf der Watzmann-Überschreitung. Wir erreichen den Gipfel zügig.

Das Gipfelkreuz auf dem Watzmann-Hocheck

Das Gipfelkreuz auf dem Watzmann-Hocheck

Über die Unterstandshütte auf dem Hocheck sehen wir zum nächsten Gipfel des Watzmann: Die Mittelspitze! Noch eine Bitte: Die Unterstandshütte auf dem Hocheck ist kein Biwak, sondern nur für Notfälle – wie Wetterumstürze oder Verletzungen – gedacht und die Hütte ist erst recht keine Toilette! Wenn Ihr die Überschreitung nicht an einem Tag schafft, dann übernachtet bitte im Watzmannhaus!

Blick vom Hocheck zur Mittelspitze

Blick vom Hocheck zur Mittelspitze

Hier beginnt die eigentliche Überschreitung: Vom Hocheck führt ein nur stellenweise versicherter Steig am Grat entlang zur Mittelspitze.

Hinweisschild am Hocheck

Hinweisschild am Hocheck

Man kann sich zwar an einigen Stellen mit einem Klettersteigset sichern, muss aber auch längere Passagen frei gehen und einfache, aber ausgesetzte Kletterstellen überwinden.

Auf der Watzmann Überschreitung

Auf der Watzmann Überschreitung

Die Strecke zur Mittelspitze haben wir recht zügig überwunden, an der Mittelspitze, der mit 2.713 Metern höchsten Erhebung des Watzmanns machen wir nochmal Pause.weiterlesen »

Sepp Wurm
Die Hirschwiese vor der Watzmann Südspitze

Die Hirschwiese vor der Watzmann Südspitze

Am vergangenen Sonntag war ich mal wieder auf der Hirschwiese. Dieser aussichtsreiche Gipfel ist quasi die Verlängerung der 3 Gipfeln der Watzmann-Überschreitung, von diesen allerdings durch eine tiefe Scharte getrennt. Der Aufstieg zum Hirschwieskopf erfolgt daher über den Trischübel, den wichtigen Knotenpunkt zwischen Watzmann und Steinernen Meer. Obwohl ein bezeichneter Wanderweg auf der Hirschwiese führt, ist es am Gipfel relativ einsam. Der lange Anmarsch durch das Wimbachgries schreckt viele Wanderer ab. Dabei lohnt sich der Weg: Der Hirschwieskopf ist einer der schönsten Aussichtsberge in den Berchtesgadener Alpen!

Los geht die Wanderung an der Wimbachbrücke. Vorbei am Eingang zur Wimbachklamm marschieren wir in das Wimbachgries hinein. Abgesehen vom ersten steilen Stück verläuft der Weg durch das Wimbachtal in angenehm sanfter Steigung. Am Morgen liegt das ganze Wimbachtal noch im Schatten, erst im hinteren Drittel des Wimbachgrieses schaffen es die Sonnenstrahlen über den Watzmann und erleuchten die schroffen Felsformationen der Palfenhörner am Talschluss.

Noch liegt das Wimbachgries im Schatten

Noch liegt das Wimbachgries im Schatten

Von der Wimbachgrieshütte führt der Weg weiter durch die lichte Waldfläche auf die rechte Seite des Tals. Am Talschluss führt der Weg dann zuerst in Serpentinen aufwärts, quert in einer langen Traverse einen Schotterhang und führt dann über einen Holzsteg an einer Felswand entlang zum Trischübel.

Der Weg zum Trischübel

Der Weg zum Trischübel

Der Blick ins Wimbachgries ist fantastisch: Man erkennt von hier oben die wahren Dimensionen des mächtigen Schuttstromes zwischen Watzmann und Hochkalter.weiterlesen »

Ann-Katrin

Dating in den Berchtesgadener Bergen

 von Ann-Kathrin
Tiefblick nach St. Bartholomä und Königssee

Tiefblick nach St. Bartholomä und Königssee

Der Frühling ist erwacht, die Hormone kommen in Wallung, die Sonne gibt endlich Wärme ab und die Abende sind länger – man ist quasi von Haus aus auf Wolke 7. Bei wem das noch nicht der Fall ist, der lungert in Dating-Apps wie Tinder und Lovoo für das Smartphone herum. Hat man eine Herzensdame oder Herzensbuben erspäht geht es um das erste Treffen. Als Exil-Städterin kennt man erste Dates in einer Bar bei einem Drink oder zum Essen in einem Restaurant. Doch hier in den Berchtesgadener Bergen kann das ganz anders aussehen. Zu verdanken hat man das unter anderem der Naturverbundenheit der Einheimischen als auch den Zugezogenen.

Also seid nicht zu schüchtern, trefft euere Tinderella, die süße Kellnerin oder den feschen Hüttenangestellten in einer der atemberaubenden Bergkulissen des Berchtesgadener Landes. Hier habe ich ein paar Orte und Gipfel im Berchtesgadener Land zusammengestellt, die auch eigens von mir getestet worden sind und die für jede Kondition geeignet sind. Ganz gleich was daraus wird, man hat mit Sicherheit einen unglaublich schönen Tag oder Abend verbracht.

Kühroint-Hütte am Watzmann mit Aussichtspunkt Archenkanzel

Kühroint

Kühroint

Diese Wanderung geht zu jeder Jahreszeit. Allerdings lockt nur in den Sommermonaten die Kühroint-Hütte zur Einkehr (für Ausnahmen bitte vorher informieren). Startpunkt wäre hierfür am Besten der Parkplatz Hammerstiel in Hinterschönau. Da der Forstweg bis zur Schapbach-Alm kaum Steigung aufweist bietet dieser sich schon für erste angeregte Unterhaltungen, da dieser einem nicht die Puste nimmt. Ab der Alm wird auch ein klassicher Watzmannblick sichtbar. Hier führt auch der Wanderweg weg von der Forststraße und geradeaus bergauf in längstens einer Stunde zur Kühroint-Hütte. Es empfiehlt sich gleich zum Aussichtspunkt Archenkanzel weiterzuwandern. Dort erwartet die Datingfreudigen ein wunderbarer Tiefblick zum Königssee und zur Halbinsel St. Bartholomä. Einige Ruhebänke wurden dort aufgestellt, diese laden zur gemütlichen Brotzeit ein. Wer nichts dabei hat kehrt nach dem Aussichtsgenuss in der Hütte ein. Der Abstiegsweg erfolgt über den Aufstiegsweg und ist somit auch für Berg-Neulinge leicht geeignet.weiterlesen »

Sepp Wurm

Ostertipp: Wimbachschloss geöffnet!

 von Sepp
Geöffnet über Ostern und wieder ab 1. Mai

Das Wimbachschloss ist während der Osterferien geöffnet!

Gute Nachrichten für alle Wanderer: Das Wimbachschloss ist vom 19. März 2016 bis zum 3. April 2016, also während der gesamten Osterferien, geöffnet. Wenn Ihr also euren Osterurlaub im Berchtesgadener Land verbringt, macht doch einen Ausflug ins Bergsteigerdorf Ramsau und besucht das Wimbachgries und das Wimbachschloss.

Ausgangspunkt der Wanderung ins Wimbachgries ist die Wimbachbrücke. Am Eingang der Wimbachklamm, die im Frühjahr wieder öffnet, vorbei wird der Wanderweg für ein kurzes Stück recht steil. Dieser Abschnitt ist aber das einzige steile Wegstück, durch das Wimbachgries führt der Weg bei leichter Steigung bis zum Wimbachschloss. Je nach Schneeverhältnissen und Witterungsbedingungen könnt Ihr das Wimbachtal auf ganz verschiedene Weise erleben.  Bei Sonnenschein ist’s natürlich am schönsten zu wandern, besonders wenn die Natur tief verschneit ist.

Das Wimbachschloss im Winter

Das Wimbachschloss im Winter

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Ann-Katrin

Unverspurtes Glück

 von Ann-Kathrin
Blick zum Schottmahlhorn

Blick zum Schottmahlhorn

Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder purer Sonnenschein!  Was wäre denn ein Winter ohne Sonne? Da brächte all das Weiß nichts, er wäre trist! Die Sonne ist mein Lebenselixir und somit auch mein Motor, der mich in die Berge treibt. Bei bestem Wetter und einigem Neuschnee geht es von Ramsau Wimbachbrücke heute in Schneeschuhen zur Wimbachgrieshütte.

Vorbei am Wimbachlehen geht es nun in Richtung Wimbachschloss. Ich starte am späten Vormittag. Mir wurde schon prophezeit, dass ich hier hinten im Wimbachgries ganz alleine sein werde. Perfekt! Genau das brauche ich. Doch schon hinter mir bemerke ich zwei Rentnerpaare, die mich gerade beim anschnallen meiner Schneeschuhe begutachen. Schnell weg! Das kann ich gar nicht gebrauchen – ich will meine Ruhe. Also Highspeed an und die Powder-Gaudi beginnt. Der Weg durch das Wimbachgries ist gerade wenn er durchweg gespurt ist die reinste Genuss-Schneeschuhtour. Leider war heute nur bis zum Wimbachschloss gespurt und so lag es an mir, meine Kondition auszupacken und selbst alles zu spuren.

Palfenhörner voraus

Palfenhörner voraus

große Berge - kleine Ann-Kathrin

große Berge – kleine Ann-Kathrin

Zuerst bleibt man auf dem Sommerweg der durch den Wald führt. Erst wenn man an eine Kreuzung gelangt, die nach rechts abzeigt Richtung Wimbachgrieshütte, so geht man im Winter nach links direkt in den Schuttstrom. In der Hoffnung endlich ordentlich Sonne zu tanken und vor allem auch Wärme – werde ich mit starken Winböen begrüßt. Der Wind schlägt mir nur so in Gesicht. Schnell die Sonnenbrille auf, denn sonst bekäme ich wohl kaum meine Augen auf. Auch eine Mütze und dicke Handschuhe müssen übergestreift werden. Wind und Kälte machen aus dem Genuss auf einmal eine Tortour, es ist nun vorbei mit dem Genuss. Schade!weiterlesen »