Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Wimbachgries

Die Pächter vom Wimbachschloss

 von Sepp
Wimbachschloss im Herbst

Wimbachschloss im Herbst

Seit 2010 bewirtschaften Catharina Strobl und Sebastian Lichtmannegger die Berggaststätte Wimbachschloss. Das ehemalige Jagdschloss der Wittelsbacher liegt ium Wimbachtal und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste wie auch für Einheimische. Besonders im Herbst ist die Wanderung zum Wimbachschloss sehr beliebt, durch seine günstige Lage ist die Berghütte, die am längsten geöffnet hat: Bis zum 1. November hat das Schloss geöffnet, natürlich vorausgesetzt die Witterung spielt mit. Tipp: An diesem Wochenende hat auch die Wimbachgrieshütte am Talschluss des Wimbachgrieszum letzten Mal geöffnet bevor es in die verdiente Winterpause geht!

Am Freitag, den 10. Oktober sendet das Bayerische Fernsehen in Abendschau – Der Süden zwischen 17:30 Uhr und 18 Uhr ein Kurzporträt der Wirtsleute Cathi und Seba.weiterlesen

Lisa-Graf-Riemann

Vier Frauen – drei Watzmanngipfel

 von Lisa

Unsere Watzmannüberschreitung

Es waren ja viele letzten Freitag, 1.8., dem wetterstabilsten Tag der Woche, oben auf dem Watzmann. Allein 120 Personen haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Watzmannhaus übernachtet. Aber wir waren die einzige reine Frauengruppe, die die Watzmannüberschreitung gewagt hat. Wir, das sind: Anni, Christine, Karin und Lisa (ich). Für mich war die Überschreitung ein 5 Jahre lang gehegter Wunsch und seit diesem Jahr ein echtes Ziel. Ich habe den ganzen Frühling und Sommer dafür trainiert. Das heißt: viele Bergtouren gegangen, auch Klettersteige (Grünstein, Mannlgrat rauf und runter), und Konditionstraining 3 bis 4-mal wöchentlich, Radlfahren und Schwimmen, dazu Muskelaufbau, damit die Knie den Abstieg durchhalten. Fazit: Es hat sich ausgezahlt!

Aber der Reihe nach. Donnerstagnachmittag, 31.7., Aufstieg aufs Watzmannhaus vom Hammerstiel aus – 2 Stunden und 40 Minuten erst im Sprühregen, dann im Vollregen. Für das schlechte Wetter wurden wir entschädigt durch Begegnungen der besonderen Art: Drei Bergmandl, glänzend schwarze Alpensalamander, kreuzten unseren Weg. Eine Begegnung für Herz.

 

Dann ein gutes Essen, eine Runde Zirbenschnaps und ein angenehmes Nachtlager im Watzmannhaus. Aufstehen um 5 Uhr, aber dann haben wir doch getrödelt und kamen erst um 6 Uhr los. Ich war langsam, aber um 8 Uhr war ich auch oben am Hocheck, beim goldenen Christus am Kreuz und meiner feschen Damencrew, die schon für Furore sorgt.

weiterlesen

Allwetterziel – das Wimbachgries

 von Ann-Kathrin

Panta Rhei – Alles fließt! Und heute auch auf meinen Kopf.

Der Wetterbericht versprach für den heutigen Tag miserables Wetter. Es soll ordentlich regnen. Trotzdem wollte ich meinen freien Tag aktiv nutzen. Auch neue Bergschuhe hatte ich mir besorgt, die eingelaufen werden mussten. Es gibt im Berchtesgadener Talkessel einige Wanderwege, die auch bei Regenwetter begangen werden können. Man sollte sich keinesfalls von einem schlechten Wetterbericht abschrecken lassen, außer es ist ein Gewitter/Unwetter gemeldet. Einer dieser Wanderwege, die man auch bei Schlechtwetter gehen kann, ist der Weg zur Wimbachgrieshütte durch den Schuttstrom. Das Wimbachgries ist eines der drei Haupteinschnitte der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden. Der Ramsaudolomit des Wimbachgrieses konnte sich im Gegensatz zum Dachsteinkalk des Watzmannes und des Königssees weniger gegen die Erosion durchsetzen.

Wimbachgries

Wimbachgries

Bequem steige ich an der Bushaltestelle Wimbachbrücke aus. Die Linie 846 hält dort vom Bahnhof Berchtesgaden kommend, als auch vom Hintersee kommend. Die Wolken versprechen schon den nahenden Regen. Nichdestotrotz mache ich mich auf den Weg. Ausgerüstet mit Schutzhülle, Schirm und Regenjacke sollte der Regen mir kaum was ausmachen. Fast schon ebenmäßig geht es in 45 Minuten zum Wimbachschloß und überraschenderweise ist der Weg hoch frequentiert. Kaum bin ich 5 Minuten hinterm Wimbachschloß kommt der Regen. Starkregen. Na, toll. Immer daran denken, warum man aufstieg! Die Schuhe müssen eingelaufen werden und Bewegung schadet nicht. Also wird der Gedanke ans Umkehren sofort verworfen!

weiterlesen

Toni

Watzmann-Überschreitung bei Traumwetter

 von Toni

Letzten Donnerstag war es wieder einmal soweit: wir hatten uns die Watzmann-Überschreitung vorgenommen. Ein Zimmer auf dem Watzmannhaus war am Vortag noch schnell gebucht worden, also ging es am späten Nachmittag von der Wimbachbrücke aus über Stuben- und Falzalm hinauf zur Unterkunft. Wegen des leuchtenden Sonnenuntergangs und der schönen Abendstimmung verlief der Aufstieg zwar mit seinen vielen Aussichts- und Fotopausen nur schleppend, aber wir erreichten im letzten Licht das Haus noch rechtzeitig. Schon nach kurzem Sitzen in der Gaststube wurden wir etwas unsanft zwecks Hüttenruhe in den Schlafraum gescheucht, aber der Start am nächsten Morgen war ohnehin recht früh geplant.

Sonnenuntergang über der Reiteralm

Sonnenuntergang über der Reiteralm

weiterlesen

Wimbachgries Wanderung

 von Sepp

Das Wimbachtal: eine unfertige Landschaft

Zwischen Watzmann und Hochkaltermassiv liegt das Wimbachtal: riesige Ströme von Sand und Schutt prägen das etwa 10 Kilometer lange Tal. Auch wenn der Wanderer durch das Wimbachtal nichts davon merkt, sind die Schuttströme immer noch in Bewegung und formen die Landschaft, ganz fertig wird sie hier aber nie sein.

Wimbachgries

Wimbachgries

Auf den ersten Kilometern des Tales wird die Sandfläche noch durch den hier an der Oberfläche fließenden Wimbach durchbrochen, weiter taleinwärts verschwindet das Wasser: Der Bach läuft jetzt unterirdisch.

Wasser

Der Wimbach

Die Landschaft im hinteren Bereich des Wimbachtales, das sogenannte Wimbachgries ist rau und grob, nicht so lieblich wie in anderen Bereichen des Nationalparks Berchtesgaden, aber genauso beeindruckend. Gegen Ende des Tales weitet sich das Wimbachgries auf eine Breite von über 1,5 Kilometern, die wildzerklüfteten Gipfel der Palfenhörner und die weiteren das Tal umschließenden Berge sorgen für ein eindrucksvolles Panorama.

Ein Baum wächst aus Sand

Ein Baum wächst aus Sand

Schneereste an der Wimbachgrieshütte

Auf Höhe der Wimbachgrieshütte liegen noch vereinzelte Scheereste, doch richtig winterlich wird es erst bei einem Weiterweg: weiterlesen

Der Nationalpark informiert

 von Sepp

Das Jahr 2013 im Nationalpark Berchtesgaden

Das Jahr 2013 war ein besonders ereignisreiches im Nationalpark Berchtesgaden. Vor rund 100 Gästen informierten Nationalpark-Leitung und Mitarbeiter im Gasthaus Oberwirt in der Ramsau über die Eröffnung des Haus der Berge, Hochwasserschäden im Klausbachtal, Watzmann-Almen, Felssturzgefahr im Wimbachtal, den Waldbrand am Königssee, Pläne für die Neugestaltung der Informationsstellen, sabotierte Klimastationen und gestohlene Motorsägen.

Nationalpark Berchtesgaden informiert 2014

Ramsauss Bürgermeister Herbert Gschossmann (2.v.r.) und Schönaus Bürgermeister Stefan Kurz (2.v.l.) sowie die Nationalparkverwaltung mit Leiter Dr. Michael Vogel (l.) und Stellvertreter Dr. Roland Baier (r.)

„Wir sollten offen miteinander umgehen und den Dialog suchen. Konstruktive Kritik ist immer willkommen und sollte auf allen Seiten beherzigt werden“, schloss Herbert Geschossmann, Bürgermeister von Ramsau, nach rund zweieinhalb Stunden die sechste Auflage der öffentlichen Veranstaltung „Der Nationalpark informiert“. In der abschließenden Diskussionsrunde interessierten sich die Bürger vor allem für den Zustand der Wege und Steige im Nationalpark, die rechtlichen Hintergründe zur  Trennung von Wald und Weide sowie für die Müllsituation am Malerwinkel-Rundwanderweg. Außerdem wurde angeregt, die Gäste im Jennerbereich besser über den Nationalpark zu informieren – mittels Schautafeln oder sogar mit einer neuen Informationsstelle. „Diese Anregung ist sehr gut, aufgrund der finanziellen Situation kann ich hier aber noch keine Zusagen machen“, erläuterte der Nationalparkeiter.

 

Wimbachschloss und Watzmann-Almen

Als abgeschlossen betrachten sowohl Ramsaus Gemeindeoberhaupt Herbert Gschossmann als auch Nationalpark-Leiter Dr. Michael Vogel die Diskussionen um die Öffnungszeiten des Wimbachschlosses. Für Nationalpark-Leiter Dr. Vogel steht fest: „Das Wimbachschloss war, ist und bleibt eine Tagesgaststätte. Mit den Pächtern haben wir uns bezüglich der Öffnungszeiten geeinigt.“ Und Gschossmann ergänzt: „Es wurde eine gute Lösung für beide Seiten gefunden. Jetzt sollte von außen kein Öl mehr ins Feuer gegossen werden“.weiterlesen

Keine Gefahr für die Wimbachgrieshütte

 von Sepp

Absturzgefährdeter Felsturm bedroht Hütte nicht

Das Gutachten zur Beurteilung der Gefährdungssituation für die Wimbachgrieshütte durch Felssturz ist fertig. Geologe Dr. Stefan Kellerbauer aus Marktschellenberg stellte die Ergebnisse seiner Studie kürzlich der Nationalparkverwaltung und den Naturfreunden Deutschland/Bezirk München als Eigentümer der Hütte vor. Sowohl vom Boden als auch aus der Luft hat sich der Experte das „Griesköpfl“ ganz genau angeschaut. Das Ergebnis: Für die Hütte besteht keine Gefahr, lediglich der Wanderweg im direkten Hüttenumfeld könnte gefährdet sein und wird geringfügig verlegt.

Der linke Bereich des Griesköpfls © Stefan Kellerbauer

Der linke Bereich des Griesköpfls © Stefan Kellerbauer

„Der kleine Felsturm am Griesköpfl, rund 500 Meter oberhalb der Wimbachgrieshütte, wird irgendwann abbrechen“, soviel steht für den Geologen Dr. Stefan Kellerbauer fest. Nur wann? „Das kann niemand genau sagen. Ein Abbruch ist in den nächsten Jahren nicht auszuschließen, auf längere Sicht zu erwarten. Was wir aber vorhersehen können, sind die anfallenden Gesteinsmengen und die voraussichtliche Sturzbahn“. Der kleine Nordturm auf einer Höhe von rund 1.850 Metern hat ein Volumen von rund 400, maximal 600 Kubikmeter Fels. Zum Vergleich: Beim Felssturz am Kleinen Mühlsturzhorn im benachbarten Klausbachtal waren im Jahr 1999 rund 250.000 Kubikmeter Fels ausgebrochen. „Eine direkte Gefährdung der Wimbachgrieshütte durch den Absturz des Felsturms kann ausgeschlossen werden, da ein großer Felsrücken auf rund 1.500 Metern Höhe direkt oberhalb der Hütte diese vor Felsstürzen schützt“, so der Experte. Der Standort der seit mehreren hundert Jahren bestehenden Hütte im hinteren Wimbachtal wurde in der Vergangenheit damit sehr bewusst gewählt.

 

Wanderweg wird verlegt

Dr. Kellerbauer empfiehlt, den Weg im direkten Hüttenumfeld zu verlegen, um eine Gefährdung von Wanderern auszuschließen. „Wenn der Nordturm abbricht, kommt viel feines Material herunter, keine großen Blöcke“, hat der Geologe ermittelt. weiterlesen

Bergtour auf den Hirschwieskopf

 von Sepp
Gipfelkreuz Hirschwiese vor Watzmann Südspitze

Gipfelkreuz Hirschwiese vor Watzmann Südspitze

Hirschwieskopf 2.114m: Der südlichste Watzmann-Gipfel

In direkter Verlängerung des Watzmann-Grats mit den drei Hauptgipfeln Hocheck, Mittelspitze und Südspitze liegt die Hirschwiese bzw. der Hirschwieskopf. Mit einer Höhe von 2.114 Metern ist er zwar deutlich niedriger als seine großen Brüder, teilt mit Ihnen aber die Lage zwischen dem Wimbachtal und dem Königssee und bietet imposante Tiefblicke auf das Wimbachgries und den Königssee aus einer ungewohnten Perspektive. Obwohl die Hirschwiese der einzige Zweitausender im Watznmanngebiet ist, der durch einen Wanderweg und nicht durch einen Steig erschlossen ist, stellt die Besteigung durch den langen Anmarsch hohe Anforderungen an die Kondition der Wanderer. Wer den weiten Weg auf sich nimmt, wird aber mit einem wunderschönen und relativen einsamen Gipfel belohnt.

Ausgangspunkt der Bergtour ist die Wimbachbrücke in Ramsau. Ich lasse die Wimbachklamm links liegen und marschiere zügig Richtung Wimbachschloss.

Wimbachschloss noch im Schatten

Wimbachschloss noch im Schatten

Die Herbstsonne steht tief, kein Sonnenstrahl schafft es über das Watzmannmassiv ins Tal. Lediglich der Abschluß des Wimbachtals ist hell erleuchtet.

Wimbachgries am morgen

Wimbachgries am morgen

Im Süden weitet sich das Wimbachtal deutlich, die Sonne hat es jetzt geschafft und als ich an der Wimbachgrieshütte eine kurze Trinkpause einlege, scheint die Sonne mit voller Kraft.

Die Wimbachgrieshütte

Die Wimbachgrieshütte

Ich folge der Richtung des Wegweisers, laut den Angaben des DAV und Nationalpark sind es noch 3 Stunden bis zum Gipfel.weiterlesen

Auf vergessenen Pfaden zum Watzmannhaus

 von Sepp
Das Watzmannhaus (1.930m)

Das Watzmannhaus (1.930m)

Zum Watzmannhaus – Abseits der offiziellen Wege

Der Watzmann ist nicht nur unser Schicksalsberg, sondern auch beliebtes Ausflugsziel. Die Ersteigung des Watzmanns, zumindest bis zum Watzmannhaus am Falzköpfl ist für viele unserer Gäste obligatorisch. Einmal dort oben stehen ist für viele der Höhepunkt Ihres Aufenthalts im Berchtesgadener Land. Dementsprechend viel los ist auf dem Weg zum Watzmannhaus. Es gibt sie aber noch, die einsamen Wege abseits der offiziellen Routen. Ich bin heute so einen vergessen Pfad gegangen: vom Wimbachgries über die Schüttalpe und die Watzmanngugl erreichte ich das Watzmannhaus von der anderen Seite.

Vom Wimbachgries auf die Schüttalpe

Ich starte meine Tour an der Wimbachbrücke in Ramsau, folge aber nicht den Schildern Richtung Watzmannhaus, sondern gehe ins Wimbachgries. Hier biegt ein unbeschilderter Pfad durch den Wald nach links ab zur Schüttalpe. Der Pfad ist steil und wenig begangen, man erkennt ihn zwar deutlich, doch das Gras wächst stellenwies fast darüber. Bei den feuchten Verhältnissen verfluche ich bald meine Schuhwahl: Ein hoher Bergschuh wäre heute wohl die bessere Alternative zu meinen Trekkingschuhen gewesen. Die Temperatur ist ideal zum Gehen und so erreiche ich rasch die Schüttalpe Diensthütte, wo ich erst mal Pause mache.

Diensthütte Schüttalm

Diensthütte Schüttalpe

Das Wetter macht mir jetzt leichte Sorgen: Die Wolken scheinen dichter zu werden und tiefer zu kommen.

Auf die Watzmann-Gugl

Kurz hinter der Diensthütte gabelt sich der Pfad. Nach rechts führt der Weg zur Schüttalplschneid, ich folge aber der linken Spur. Ich erreiche bekanntes Terrain: Die Schneise zur Gugl, die im Winter als Abfahrt für Skitourengeher dient, ist unverkennbar, ohne Schnee aber ungewohnt. Zum ersten Mal sehe ich dieses Gelände im Sommer. Während der untere Teil von den Kühen der Stubenalm beweidet wird, wuchert der obere Teil zu. 30 bis 40 Zentimeter hohe Fichten säumen die gesamte Breite des Hanges, noch ein paar Jahre und an Skifahren ist hier nicht mehr zu denken. Ich erreiche schließlich die Gugl, das Plateau westlich des Watzmannhauses, das vor allem bei Skitourengehern beliebt ist und im Sommer ein Schattendasein fristet.

Das Watzmannhaus in Wolken

Das Watzmannhaus von der Gugl aus

Bei Betrachtung des Himmels begrabe ich meine Hoffnung auf Wetterbesserung. Mittlerweile ist die Wolkendecke noch dichter geworden. Anfangs sehe ich das Watzmannhaus noch, doch nach den ersten Minuten meiner Pause verschwindet es im Grau des Himmels. Auch der Blick zum Hocheck verheißt nichts Gutes, irgendwie sieht es sogar nach Regen aus.weiterlesen

Lisa-Graf-Riemann

Ein Gries ist nichts zum Essen

 von Lisa

Am Trischübl war ich schon, im Abstieg vom Ingolstädter Haus über die Sigeretplatte nach St. Bartholomä. Im Wimbachtal und in der Wimbachklamm auch schon. Aber noch nicht in der Wimbachgrieshütte. Das habe ich am Samstag bei viel Sonne nachgeholt. Eigentlich ist es ja ein Spaziergang, hat man das Gefühl, denn es geht zwar stetig, aber sanft bergauf, nirgendwo steil. Und doch sind es 690 Höhenmeter –man merkt sie aber eigentlich nur auf dem Rückweg, denn dann geht es konstant bergab und man merkt es am nächsten Tag in den Waden. Und mit 8 km Wegstrecke ist es ein echter Hatsch. Aber es lohnt sich auf jeden Fall!

Von der Wimbachbrücke geht es per 2-Euro-Jetton durch die Wimbachklamm, kurz, aber schön wie alle Klammen und Engstellen, durch die sich das Wasser einen Weg gebahnt hat. Dann geht’s am grünen Gebirgsbach entlang hinauf zum Wimbachschloss mit schönem schattigen Biergarten und diversen Wildspezialitäten, vom  Rehgulasch bis zum Gamseintopf. Mir ist das Wild ja eigentlich in natura lieber, aber so ein Reh- oder Hirschgulasch, na ja, das hat auch seinen Reiz.

Nach dem Schloss, das der letzte Berchtesgadener Fürstprobst als Jagdstützpunkt errichten ließ und das von einer mächtigen Jahrhundertlawine 1999 auf wundersame Weise verschont blieb – vielleicht hatte der Fürstprobst ja noch etwas gut, weiter oben – geht es hinauf ins Gries, einem riesigen Schuttstrom, der ganz oben im Talschluss bis zu 1,5 km breit wird. Schuld an dem ganzen Schutt ist der Ramsaudolomit, ein stark verwitterndes Gestein, das aus dem Gebiet der Palfelhörner  ausschwemmt wird.

 

Auf der einen Seite des Tals schaut man auf den Hochkalter, auf der anderen kann man erkennen, wie weit der Weg von der Mittel- zur Südspitze des Watzmanns ist und dass man wirklich fit sein und früh aufstehen muss, will man die Überschreitung des Berchtesgadener Hausbergs anpacken.

 

Zum Trischübl und dann hinunter zum Königssee müsste man weitere sechs Stunden einplanen. Das habe ich heute nicht vor. Dann lieber einen wirklich empfehlenswerten Preiselbeerkuchen auf der Hütte und dann husch husch wieder hinunter, bevor das Wetter (= Gewitter) kommt.